Area52
Ungläubiger
In dieser Geschichte teilen sich mehrere Teenager dieselbe Leidenschaft: Musizieren. Im Zentrum der Ereignisse steht Jenny, aus deren Perspektive erzählt wird. Wir erleben, wie sich nach und nach die Mitglieder einer Band zusammenfinden und begleiten sie bis zu ihrem ersten großen Auftritt. Das wird sich über einen längeren Zeitraum erstrecken, da werden sicherlich 7 bis 8 Kapitel draus. Wie? Das klingt voll langweilig? Da kann ich euch beruhigen. Natürlich interessieren sich die jungen Leute nicht nur für Musik, sondern auch füreinander. Na gut, auch das ist noch nicht welterschütternd. Deshalb habe ich noch eine Portion Magie mit eingebaut. Wie diese von den Beteiligten entdeckt und genutzt wird, da möchte ich noch nichts drüber verraten.
Im ersten Teil lernt Jenny den etwa gleichaltrigen Julian kennen. Für die, die eine Inhaltswarnung benötigen: Es gibt Masturbation, Petting, Oral- und Geschlechtsverkehr. Aufgrund des Alters unserer Helden sollte ich wohl noch Lolicon und Shotacon mit aufnehmen. Das Alter wird nirgends explizit erwähnt, anhand der "Begleitumstände" können wir aber von 13 bis 14 Jahren ausgehen. Die Fantasy-Elemente kommen in diesem Teil bereits vor, werden von den Beteiligten aber noch nicht als solche erkannt und daher nicht weiter thematisiert. Viel Spaß, ich hoffe es gefällt Euch, denn es ist die erste Geschichte, die ich überhaupt irgendwo veröffentliche.
Hier geht es zum Diskussionsthread.
Im ersten Teil lernt Jenny den etwa gleichaltrigen Julian kennen. Für die, die eine Inhaltswarnung benötigen: Es gibt Masturbation, Petting, Oral- und Geschlechtsverkehr. Aufgrund des Alters unserer Helden sollte ich wohl noch Lolicon und Shotacon mit aufnehmen. Das Alter wird nirgends explizit erwähnt, anhand der "Begleitumstände" können wir aber von 13 bis 14 Jahren ausgehen. Die Fantasy-Elemente kommen in diesem Teil bereits vor, werden von den Beteiligten aber noch nicht als solche erkannt und daher nicht weiter thematisiert. Viel Spaß, ich hoffe es gefällt Euch, denn es ist die erste Geschichte, die ich überhaupt irgendwo veröffentliche.
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Ich bin Jenny und gehe in Sindeln zur Schule. Ich kann nicht gerade von mir behaupten, eine Trendsetterin oder Cliquen-Glucke in meiner Klasse zu sein, aber zu den Außenseitern zähle ich mich auch nicht. Ich mache nicht jeden Scheiß mit, aber lasse mich auch mal auf die anderen ein, um nicht als ultimative Spaßbremse dazustehen. Die anderen in der Klasse wissen, was sie an mir haben und auch, dass ich alles gebe, wenn ich Bock auf etwas habe. Aber eben auch, dass ich nicht alles mit mir machen lasse. Ich sehe mich intellektuell etwas über dem Klassendurchschnitt und brauche mich nicht durch übertriebenes Styling oder freche Sprüche hervorzutun. Ohne Sprüche geht es aber natürlich auch nicht. Das Maß halten, ohne meine eigentliche ruhige und selbstbewusste Art zu verleugnen, das ist notwendig, um von den anderen wahrgenommen und respektiert zu werden. Wenn es aber allzu übertrieben und albern wird, dann halte ich doch lieber Abstand. Das wird mir sonst sehr schnell zu nervig. Ich habe zwar verstanden, dass viele dieses "pubertäre Gehabe", wie es die Erwachsenen gerne nennen, gar nicht vermeiden können um sich auszuprobieren oder durchzusetzen. Für mich haben sich irgendwie immer direktere oder besonnenere Wege ergeben, um Ziele zu erreichen. Vielleicht kann ich auch einfach nur froh sein, dass es mich nicht so massiv getroffen hat.
Jetzt in den Ferien war ich gerade ein wenig auf mich allein gestellt. Meine Freundin Lena würde erst in ein paar Tagen von einer Urlaubsreise zurückkommen und viele andere aus meinem Freundeskreis waren auch nicht zugegen. Wirklich schlimm fand ich das eigentlich nicht. Ich habe viele Interessen und während der Schulzeit muss ich mir schon genau überlegen, womit ich mich in meiner freien Zeit beschäftige. Nun war die Gelegenheit mich also mal ungehindert in die Dinge zu vertiefen, die sonst zu kurz kamen. Schwimmen war eines davon. Nun gibt es in Sindeln leider kein Schwimmbad. Aber mit dem Bus kommt man gut die 12 Kilometer weiter nach Kurzbach. Entsprechend wenig Badbesucher kannte ich hier. Und das war vielleicht gar nicht so schlecht. Manchmal bekomme ich im Wasser so einiges mit - wenn ich mich mit meiner Schwimmbrille so umschaue. Sei es mal ein Pärchen, das Spaß unter Wasser hat, oder ein Junge, der sich von den teilweise gewagten weiblichen Anblicken etwas abreagieren muss. Sollte ich dabei mal offensichtlich etwas zu viel mitbekommen, war das nicht schlimm. Die anderen kannten mich nicht und ich sie nicht - es musste keiner befürchten, dass ich etwas ausplaudere. Aber - ich muss zugeben, dass ich es an diesem Dienstag durchaus darauf angelegt hatte, möglichst viel davon mitzubekommen. Aber was ich letztendlich damit losgetreten hatte, das hätte ich mir so nicht träumen lassen.
Mir war warm. Einen Kilometer hatte ich bestimmt schon hinter mir. Das Wasser im Sportbecken war zwar etwas kälter als in den anderen Anlagen, aber wenn man stetig in Bewegung ist, kommt man eben doch ins Schwitzen. So viel Sport mache ich nicht, aber wenn, muss es Spaß machen. Ich liebe es, durch das Wasser zu gleiten, eine stetige Vibration am Körper zu spüren. Andere gingen Joggen oder ins Fitness-Studio. Das war aber irgendwie nichts für mich, auch wenn es sicherlich viel einfacher einzuplanen ist. Meinem Körper sah man es leider auch an, dass er eher weniger sportlich beansprucht wurde. Ich fand mich aber nicht dick oder hässlich. Mein rundes Gesicht mit den braunen Kulleraugen und meine schulterlangen braunen Haare waren durchaus ein Blickfang für viele Jungs aus meiner Schule - ich wurde deutlich öfter angelächelt als andere. Um meine Oberweite war es weniger bestellt - aber ich hatte Hoffnung, dass sich da noch einiges tun würde. Darunter wurde es dann doch etwas praller - was mich letzten Endes dazu angespornt hatte, endlich wieder öfters das Schwimmbad aufzusuchen.
Ich stieg aus dem Sportbecken und suchte das Spaßbecken auf um etwas abzuspannen. Doch als ich in der anderen Halle ankam, musste ich feststellen, dass sich dort gerade eine Horde pubertierender Jugendlicher tummelte. Sicherlich aus Kurzbach, denn ich kannte niemanden von ihnen. Da waren die Klassengrazien, die herablassend in ihrem Trend-Bikini durchs Becken stolzierten und die Macho-Sprüche über sich ergehen lassen mussten, die die Jungs herausposaunten und dazu zweideutige Bewegungen machten. Andere neckten die Jungs aber erst recht und zupften sich gegenseitig an ihren Ober- und Unterteilen herum, bis dann immer wieder einer der Kerle darauf ansprang und Hand anzulegen versuchte, was die Mädels dann kreischend abwehrten. Das ganze hatte zwar durchaus eine Freizügigkeit, die anregend hätte sein können, wenn sich denn nicht alle so affig dabei verhalten hätten. Das wollte ich mir jetzt eigentlich nicht antun. Mein Blick schweifte aber noch durch den Rest des Beckens.
In der Ecke stand ein einzelner Junge und sein Gesichtsausdruck sprach Bände. Er erinnerte mich an den meines größeren Bruders, wenn er vor Geilheit gegen seine "Anspannung" ankämpfte. Der Junge mochte vielleicht gerade so alt sein wie ich. Und sah eigentlich ganz sympathisch aus. Schlank, aber nicht drahtig, ein sanfter Blick und kurze, blonde Haare. Scheinbar hinterließen die Mädels im Becken einen reizenden Eindruck bei ihm. Beteiligen wollte er sich an der Orgie aber wohl nicht und fühlte sich nun sichtbar unwohl. Er war gefangen in seiner Ecke. Wenn er das Becken verlassen hätte, wüssten sicherlich alle sofort Bescheid, was er für ein Problem hatte. Schöner Mist. Eigentlich hätte es mir ja egal sein können. Irgendwann hätte sich die Szenerie bestimmt aufgelöst. Er tat mir aber irgendwie leid. Und auch noch aus einem anderen Grund war mein Interesse geweckt...
Ihr wisst ja vielleicht wie das ist, wenn jemandem schlecht ist und man Zeuge davon wird, wie derjenige sich übergeben muss, dann wird einem selbst auch schlecht und man könnte sich glatt dazustellen. Bei mir ist es ähnlich, wenn ich miterlebe, dass jemand geil ist. Also richtig erregt und nicht einfach nur so pubertär albern, wie die anderen Jungs sich hier gerade gaben um das Angraben zu üben. Wie oft kam es schon vor, dass meine Eltern sich in ihrem Schlafzimmer vergnügten und ich nebenan in meinem Zimmer alles mitbekam. Es passierte auch schon, dass sie sich im Haus allein wähnten, während ich still und leise von Lena zurückkam und meine Augen immer größer wurden, als ich sah, wie meine Mutter im Wohnzimmer auf dem Sofa in 69'er-Stellung meinen Vater mit dem Mund bearbeitete und er ihr währenddessen mit den Fingern durch ihre Spalte fuhr. Andere hätten sich vielleicht in diesem Moment peinlich berührt oder angeekelt verzogen, aber mir lief ein wohliger Schauer über den Rücken und meine Hand wanderte dabei wie selbstverständlich in meine Hose und glitt über meine eigene Spalte, die sicherlich in diesem Moment genauso feucht war wie die meiner Mutter. Als beide dann ein wenig später ihren Höhepunkt herausstöhnten, musste ich mächtig aufpassen, mich nicht durch Geräusche meinerseits zu verraten.
Von meiner älteren Schwester bekam ich hingegen nie viel mit, die hing meistens bei ihrem Freund herum. Mein Bruder hingegen, der nur zwei Jahre älter war als ich, verwöhnte sich sehr regelmäßig in seinem Zimmer. Auch er hatte sich schon das ein oder andere mal unbeobachtet gewähnt, weil er früh Schulschluss hatte und alle anderen noch ausgeflogen waren. Aber auch bei mir fällt mal eine Stunde aus, und dann werde ich hin und wieder Zeuge, wie er sich sein bestes Stück vornimmt. Auch dabei kann ich schlecht die Finger von mir lassen, wenngleich mein Bruder nicht so leidenschaftlich vorgeht wie meine Eltern. Ich hatte tatsächlich schon daran gedacht, mich ihm mal zu offenbaren, aber ich habe die Befürchtung, dass das eher nach hinten losgehen würde. Er lebt irgendwie in seiner eigenen Welt und würde danach vermutlich komplett dicht machen - und sich so schnell nicht mehr erwischen lassen. Aber eine Verbündete hatte ich dann doch. Vor meiner Freundin Lena hatte ich keine Geheimnisse. Wir hatten uns vor einiger Zeit quasi zusammen und gegenseitig entdeckt und dabei schon sehr viele schöne und geile Momente verlebt. So schön das auch war, wir fanden Jungs ebenso interessant und waren uns einig, dass auch diese irgendwann erforscht werden sollen. Ergeben hatte sich das bislang aber noch nicht aus Ermangelung an ansprechenden und willigen Kandidaten Nun war Lena aber schon fast zwei Wochen lang verreist und ich musste mir wohl nun eingestehen, dass meine Hormone mich gerade doch ein wenig auf den Kopf stellten. Somit übte dieser Junge im Becken eine mächtige Anziehungskraft auf mich aus.
Aber ich sah in den Augen des Jungen nicht nur Geilheit. Ich sah auch, dass es in seinem Kopf arbeitete. Er war nicht im Becken, um dieses Schauspiel zu genießen. Er wäre lieber woanders, konnte sich den gebotenen Reizen aber wohl nicht genug widersetzen. Er wägte ab: Warten, oder raus aus dem Becken. In diesem Moment fasste ich einen Entschluss. Ich würde ihn da rausholen. Ich ging am Beckenrand entlang in die hintere Ecke und stieg die Keramikstufen neben ihm am Beckenrand hinunter. Bislang hatte er noch keinerlei Notiz von mir genommen. Nun sah ich recht deutlich, wie seine Hände an seiner Sportbadehose lagen. Wenn es denn wenigstens Bermuda-Shorts gewesen wären. Mit denen hätte er unauffällig aus dem Becken steigen können. Ich hüpfte durchs Wasser und kam zwischen ihm und der Schülertruppe zum Stehen.
"Hallo. Alles klar bei Dir?"
Sein Kopf drehte sich irritiert zu mir, seine Hände ließen von der Hose ab und er blickte mir in die Augen. "Äh, hi", stotterte er, "ähm, ja, absolut".
"Na, ich weiß ja nicht", sagte ich und setzte ein Lächeln auf. Mehr oder minder ohne Vorwarnung legte ich meine Hand auf seine kritische Stelle. Er zuckte zusammen und schnappte nach Luft. "Hey, nicht so auffällig. Sonst kriegen doch gleich alle mit, was hier läuft." Sein Mund schloss sich wieder und er atmete einmal tief durch. "Dachte ich mir doch, dass es hier einen Notfall gibt." Ich habe sicherlich keine Zauberhände, auch wenn ich in diesem Augenblick sehr deutlich spüren konnte, wie sich die Beule in seinem Stoff zu einer knallharten Latte aufbäumte. "Na, das sollten wir doch schnell in den Griff kriegen." Ich kam noch ein wenig dichter und meine Hand glitt unter den Zug seiner Hose, wo ich seine Stange zu fassen bekam und nach oben richtete. Er atmete wieder ganz tief durch und schloss kurz die Augen. Langsam schob ich meine Finger nach unten und wieder hoch. Ich spürte seinen Schwanz pochen. Dann schob ich meine Hand gemächlich ab und wieder auf, immer weiter. Irgendwann zog ich auch seine Vorhaut mit und spürte seine glatte pulsierende Eichel an meiner Handinnenfläche.
"Scheiße...", entfuhr es ihm leise.
Dasselbe musste ich mir allerdings innerlich auch sagen. Nach außen hin wirkte ich möglicherweise cool und selbstsicher. Aber das war ich nicht. Eigentlich hatte ich nur die Situation erkannt und spontan ausgenutzt, die mich jetzt dahin brachte, wohin ich schon länger wollte: Einen Jungen an seiner empfindlichsten Stelle spüren. Weil ich neugierig war. Weil ich aufgeregt war. Weil ich wusste, dass es mich auch erregen würde. Ich hatte bislang nicht mal darüber nachgedacht, ob es auch hätte schief gehen können. Ob er mich vielleicht angeschrien oder sich einfach abgewendet hätte. Oder ob wir uns durch zu viele offensichtliche Bewegungen im Becken verraten. Dieser Gedanke ließ meinen Puls in diesem Moment aber nur noch höher steigen. Meine andere Hand war schon wie von selbst unter meinen Badeanzug gerutscht und versuchte, das äußerst angenehme Pulsieren zwischen meinen angeschwollenen Lippen noch wohliger anfühlen zu lassen. Einen kurzen Augenblick vergaß ich, dass nur knapp zwei Meter hinter mir irgendwelche Teenager ausgelassen albern durchs Wasser stoben. Und dann merkte ich auch schon, wie sein Ding heftig zuckend meinen Griff zu sprengen versuchte. Er atmete die Anspannung tapfer weg und kam dann langsam wieder zur Ruhe. "Boah, das war unglaublich..." Ich merkte, wie er an Härte verlor. Vorsichtig drehte ich ihn wieder nach unten und zog langsam meine Hand hinaus.
Tja, das war zumindest das, was sich in meinen Gedanken abgespielt hatte. In Wirklichkeit stand ich immer noch am Beckenrand und versuchte mir zurechtzulegen, wie ich mit dem Burschen in Kontakt treten sollte. Ihm einfach in die Hose fassen... Das wäre tatsächlich unsagbar geil gewesen. Aber die Unsicherheit, die eben schon meine Phantasie unterwandert hatte, ließ mich schnell zur Erkenntnis gelangen, dass die Rettungsaktion eher unspektakulär ablaufen sollte. Mein Blick fiel auf die Regalwand hinter dem Becken, die dafür gemacht war, dass die Gäste dort ihre persönlichen Sachen ablegen konnten. Auch meine Sporttasche mit meinem Handtuch stand darin. "Das sollte funktionieren", sagte ich leise zu mir und stieg dann tatsächlich in das Becken hinab. Langsam streifte ich durch das bauchhohe Wasser, an dem Jungen vorbei, während ich Blickkontakt zu ihm suchte. Er erwiderte kurz meinen Blick, lächelte verlegen und schaute wieder zu der Horde hinüber.
"Was ist denn hier los?", fragte ich unschuldig. Dann schaute ich ihn wieder an, damit er es auch wirklich als Ansprache verstand.
Tatsächlich reagierte er. "Äh, keine... Ahnung."
"Muss man nicht haben, oder?" Er schaute mich wieder kurz an und schüttelte den Kopf. Jetzt kam mein Angriff. "Dann lass uns doch woanders hin. Sollen wir rüber in den Whirlpool?"
"Ähm... ich, äh, weiß nicht so recht..."
Ich schaute ihn etwas irritiert an. Natürlich gespielt. Dann wanderte mein Blick dramatisch langsam an ihm herunter. Sein Atem wurde schlagartig nervöser. Ich versuchte, möglichst beruhigende Töne hervorzubringen. "Verstehe... Das... kann doch jedem passieren... Wir kriegen dich schon unauffällig hier raus." Kleine Kunstpause. "Pass auf, ich gehe jetzt aus dem Becken raus, und komme gleich mit einem großen Handtuch an die Treppe. Okay?" Er grübelte etwas, dann nickte er und schien erleichtert. "Ich bin übrigens Jenny."
"Äh, ich... bin... Julian."
"Okay, bis gleich", zwinkerte ich ihm zu.
Gemächlich machte ich mich wieder auf zum Beckenrand, nahm die Stufen und ging zum Regal hinüber. Ich öffnete meine Tasche und zog das Handtuch heraus. Ich entfaltete es und ging wieder zum Becken zurück. Dabei wuschelte ich damit im Gesicht und meinen Haaren herum. Ich sah, wie Julian langsam auf die Stufen zukam und diese dann erklomm. In dieser Hallenecke hielt sich gerade sonst niemand auf. Dennoch zögerte er einen Moment, ganz aus dem Becken zu steigen. "Am besten steigst du einfach aus. Das ist am unauffälligsten... Ich schaue auch nicht hin." Er machte etwas verzögert den letzten Schritt aus dem Becken. Ich hielt ihm das Handtuch hin. Er nahm es dankend und trocknete sich damit ebenfalls die Haare und das Gesicht. Es war groß genug, dass es ihm bis zu den Knien reichte. Ich setzte mich dann in Bewegung.
Julian folgte mir langsam zurück in die große Halle - sich dabei weiterhin Haare, Gesicht und Brust abrubbelnd. In einem abgetrennten Bereich warteten mehrere kleine Whirlpools auf Besucher. Viel war an diesem Vormittag nicht los und daher standen auch noch zwei der vier Becken komplett leer. Ich wählte eines aus und ließ mich langsam hineingleiten. Kurz darauf kam auch Julian angetrottet, legte das Handtuch auf die Sitzbank direkt neben dem Pool und gesellte sich schnell - immer noch mit etwas verlegener Miene - zu mir. Ich lächelte ihn wieder an. Er war ein wenig länger als ich, hatte blaue Augen. Seine Frisur war jetzt nicht ungepflegt, aber man merkte, dass das nicht wirklich im Fokus für ihn stand. Eigentlich störte mich das nicht, es war nur ein Indiz dafür, dass er es nicht darauf anlegte, um jeden Preis über sein äußeres Erscheinungbild bei den anderen ankommen zu wollen. Es war auf jeden Fall sein Blick, der mich irgendwie gefangen nahm. Jetzt fiel es mir noch deutlicher auf. Diese Geilheit war nur eine Komponente, die jetzt offenbar ein wenig abgeflaut war. Es war noch etwas anderes 'Angestrengtes' in ihm zu sehen. Als ob ihn viele andere Gedanken umtrieben. Vielleicht konnte ich an ihnen auch teilhaben, anders als mein Bruder, den man gar nicht aus der Reserve locken konnte. Mein Blick schien Julian aber jetzt doch etwas nervös zu machen. Er atmete tief durch und ergriff dann zu meiner Überraschung das Wort. "Ich weiß gar nicht, wie ich dir danken soll, Jenny. Mir war das total peinlich. Die kennen mich alle. Ich hatte das Gefühl, dass die genau wussten, was Sache ist - so wie du es ja offenbar auch sofort gesehen hast. Ich konnte da nicht weg. Es hätten doch gleich alle grölend auf meine Hose gezeigt." Er seufzte einmal.
"Und? Geht es jetzt wieder?"
"Also... ein wenig im Pool sollten wir noch bleiben...", erwiderte Julian ein wenig jammernd. Eigentlich hätte ich mich dafür schämen sollen, aber ich konnte mir eine Portion Schlüpfrigkeit nicht verkneifen.
"Kann ich dir noch irgendwie helfen?" Dabei versuchte ich meine Augen so groß wie möglich zu öffnen und schob meine Zunge ein wenig aus dem Mund, um meine Lippen zu befeuchten. Auch Julians Augen wurden immer größer und schauten mich beinahe panisch an.
"Was... äh... hast du denn vor...?!"
Ich begann zu kichern. "Ich mach' doch nur Spaß... Sorry."
Und wieder musste Julian einmal tief durchatmen. "Vielleicht... könnten wir lieber mit der Ablenkungstechnik arbeiten?" Ich schaute ihn fragend an. Er fuhr aber direkt fort. "Also... Du bist mir in der Schule noch nie aufgefallen. In welche Klasse gehst du?"
Ahhh... Wir lenken das Gespräch auf etwas Unaufregendes. "Ähm... ich... gehe gar nicht in Kurzbach auf die Schule. Ich komme aus Sindeln..."
"Oh... okay... Und dann fährst du einfach so in den Ferien schwimmen... alleine ?!"
"Naja... Ich schwimme halt gerne. Und Kurzbach ist nun mal die nächste Möglichkeit. Ich mache das viel zu selten. Sieht man mir sicherlich auch an... Deshalb wollte ich jetzt eigentlich ein wenig öfters kommen. Ich war seit Ferienbeginn auch schon so ziemlich jeden zweiten Tag hier! Und du?" "Ich... äh... bin jetzt nicht so oft hier. Eigentlich hat mich nur jemand aus der Schule überredet mitzukommen. Und meine Eltern sagten auch, ich sollte mir mal einen Ruck geben und mich mit anderen treffen... Vielleicht hätte ich doch lieber zuhause bleiben sollen."
Das war schon seltsam. Da war jemand, der ähnlich leicht in Erregung zu geraten schien wie ich. Aber während ich es beinahe gerade darauf angelegt hatte, in eine schlüpfrige Situation zu stolpern, versuchte er scheinbar sich davon fern zu halten. Vielleicht lag das auch in der Natur der Sache. Mir konnte man die Erregung schließlich nicht so leicht ansehen, bei ihm war das natürlich anders. Aber vielleicht auch nicht. Möglicherweise war ihm das grundsätzlich unangenehm. Ich fand das ganze wirklich gerade sehr interessant und wollte gerne genauer erfahren, wie Julian so tickte. Andererseits war da aber auch die Hoffnung, mit ihm noch etwas aufregendes erleben zu können. Wobei mir das aber jetzt doch schon etwas unheimlich vorkam. Ich war bislang nicht so versessen darauf, mit einem Jungen anzubandeln. Was so um mich herum "Versautes" passierte, fand ich zwar schon immer interessant, aber dass ich jetzt aktiv auf Tuchfühlung ging, war auch für mich neu. Lag das daran, dass Julian mich irgendwie besonders beeindruckte? Oder fehlten mir einfach nur die Intimitäten, die ich ansonsten mit Lena austauschte?
Jetzt musste ich mich aber entscheiden, was mir in Bezug auf Julian wichtiger war. Ich hatte vielleicht die Gelegenheit, mich mit einem sehr netten Jungen anzufreunden, was viel tiefgreifender werden konnte als ein kurzgedachter Flirt. Dafür musste ich mich aber auch ernsthaft auf seine Gefühlslage einlassen und meine Begierde beiseite schieben. Ich traf jetzt eine Entscheidung: Ich wollte Julian wirklich kennenlernen und ihn nicht vergraulen. Das Gesprächsthema steuerte aber nun gerade erneut auf die Sackgasse zu, die er gerade verlassen wollte.
"Wieso denn? Triffst du dich denn nicht gerne mit anderen?"
Julian wirkte, als müsste er über diese Frage erst genauer nachdenken. "Irgendwie... kann ich mit anderen tatsächlich nicht so wirklich etwas anfangen. Also wenn ich ehrlich bin, klang es erstmal verlockend, als mich Basti fragte, ob ich nicht mal mitkommen will. Ins Schwimmbad. Die ganzen Mädels wären auch dabei, und wollen förmlich angegrapscht werden. Normalerweise schauen die mich nicht mal an. Und dann... Habe ich doch schnell gemerkt, dass das einfach nicht meine Wellenlänge ist. Ich kann nicht so locker und spontan sein wie die alle und hab mich dann nur noch fehl am Platze gefühlt... Mich interessieren ganz andere Sachen, da fühle ich mich überhaupt nicht kompatibel... Was hätte ich denn jetzt davon, wenn ich mitgemacht hätte? Selbst wenn ich es geschafft hätte, einem der Mädels an den Hintern zu fassen. Vielleicht hätte sich das aufregend angefühlt. Ich möchte aber doch eigentlich jemanden kennenlernen, der sich für das interessiert, was ich sonst so mache. " Er schaute resignierend nach unten.
"Ach komm... Der Tag ist doch noch nicht gelaufen. Das schlimmste ist erstmal vorbei... und... vielleicht gibt es ja doch jemanden, der dich kennenlernen möchte..." Ich lächelte ihn an.
Jetzt schaute Julian mich skeptisch an. "Warum bist du zu mir gekommen?" Ohoh, jetzt hatte er mich. Ich hätte absolut nichts dagegen gehabt, wenn er mir an den Arsch gegrapscht hätte, überrascht hätte es mich dann aber doch. Das konnte ich ihm aber jetzt doch nicht so direkt sagen...
"Nun ja...", fing ich zu stammeln an. "Mir... ist etwas langweilig in den Ferien und ich wollte mal wieder was erleben und auch ein wenig Kontakt knüpfen?" Ich kicherte, um klarzustellen, dass es nur eine Verlegenheitsantwort war. Er schielte mich von der Seite an und hob erwartungsvoll die Augenbrauen. Aber dann versicherte ich ihm: "Nein, du bist kein Pausenfüller für meine Langeweile. Ich... habe da im Becken jemanden gesehen, der mich interessiert hat. Der anders war als diese albernen Pickelgesichter... Und wenn ich ehrlich bin..." Ich entschloss mich jetzt tatsächlich, mich zu outen. "Ich hab nicht erst im Becken gemerkt, was mit dir los war. Aber... ich bin wirklich nicht nur aus Mitleid zu dir gekommen. Das war vielmehr der Aufhänger, auf dich zuzugehen. Du hast den starken Eindruck gemacht, dass du da nicht hingehörst. Das hat mich neugierig gemacht. Und jetzt bin ich erst recht gespannt, was das für Themen sind, die dich beschäftigen..." "Okay..." Jetzt wirkte er doch etwas perplex. "Wenn das so ist... Hast du Lust, gleich ein Eis mit mir zu essen? Bald sind meine zwei Badestunden ohnehin um."
Irritiert schaute ich auf die Uhr in der Halle. "Oh. Ich habe tatsächlich die Zeit aus den Augen verloren. Ich muss auch gleich raus." Mein Gott, wie cool war das denn? Jetzt hatte er sogar die Initiative ergriffen. Meine Pumpe ging sofort einen Gang höher. Schnell beantwortete ich seine Frage. "Ja, ich hätte Lust auf ein Eis".
Er strahlte. "Okay. Dann lade ich dich gleich zu mir nach Hause ein. Ich wohne nicht weit weg. Treffen wir uns vorne am Eingang?"
"Ja, gerne." Wir stiegen wieder aus dem Becken, ich nahm mein Handtuch und wir steuerten das Regal und die Umkleidekabinen an. Ich schlüpfte durch die Tür mit dem Damen-Logo und winkte ihm zu. "Bis gleich".
"Bis gleich", erwiderte er lächelnd.
Puuh, dachte ich, während ich unter der Dusche stand. Das versprach nun wirklich ein interessanter Tag zu werden. Ich blickte an mir herunter. Meine Brüste, die im vergangenen Jahr etwas an Größe gewonnen hatten. Mein rundlicher Bauch. Ja, rundlich! Nicht dick. Ich war kein Strich in der Landschaft wie noch einige der Mädels aus meiner Klasse, die mit entsprechender Kleidung zwischen den Jungs kaum auffallen würden. An der Taille ging es links und rechts etwas weiter auseinander. Und vorne lugte der Venushügel über den Bauch hinaus. Das Wasser rann warm den Bauch und die Beine hinunter, Schultern und Rücken entspannten sich wohlig in dem warmen Schauer. Ich drückte etwas Duschgel auf meine Hand und ließ sie über den Bauch nach unten gleiten. Dann kamen meine Finger über dem Hügel zum Stehen. Der Mittelfinger drückte auf den Kitzler, Zeige- und Ringfinger zogen die Schamlippen leicht auseinander. Ich spürte die Feuchtigkeit vom Wasser, es fühlte sich genauso an, als ob ich von innen heraus feucht geworden wäre. Und sofort stellte sich eine bekannte Erregung ein, die ich mir sonst nur zu gerne zuhause in meinem gemütlichen Bett zuführte. Die Bilder, die ich vorhin noch gedanklich zur Seite geschoben hatte, kamen nun wieder. Meine Hand in Julians Hose. Sein pochendes Ding in meiner Hand, das immer mehr spannte. Meine Hand, die an seiner Stange auf und ab glitt. Die selben Bewegungen machte meine Hand jetzt wieder. Ich spürte es immer mehr kribbeln. Nicht nur meine Hand bewegte sich, die Muskulatur entwickelte immer weiter ein Eigenleben. Das Pochen spürte ich jetzt auch am Finger, dann an der ganzen Hand, die immer schneller über die Spalte rubbelte. Plötzlich wurde mir bewusst, dass ich lauter Geräusche produzierte. Neben dem Plätschern des Wassers hörte man ein intensives Schmatzen. Dazu kam ein leises Stöhnen über meine Lippen. Diese ganze Geräuschkulisse stachelte mich noch weiter an. Glücklicherweise war ich gerade ganz alleine im Duschraum. Es zog immer mehr. Meine Beine fingen an zu zittern und ich musste dagegen steuern um nicht plötzlich zusammenzusacken. Und dann war es soweit. Das Pochen überwältigte mich, als ob meine Schamlippen meine Finger zerquetschten. Wie von selbst hatte ich mich zur Wand gedreht und mich mit meiner linken Hand abgestützt. Das Pochen wanderte durch den ganzen Körper und mündete schließlich in der Herzgegend. Innerlich stieß ich einen Schrei aus und atmete danach tief durch.
Für einen Moment hatte mich dieses intensive geile Gefühl ganz aus meiner Umgebung gerissen. Nun wurde mir wieder gewahr, dass ich nackt in der Damendusche stand und gleich ein Date mit einem Jungen hatte. Irgendwie wirkte das gerade witzlos, so als hätte ich jetzt erstmal mein Pulver verschossen. Und nun war die "Lust" erstmal weg. Vielleicht war das auch gut so. Eigentlich wäre das sonst ziemlich unfair Julian gegenüber gewesen. Er war mir sympathisch und hatte sicherlich viel mehr zu bieten als nur die Befriedigung meiner Gelüste. Jetzt konnte ich ihn ganz unbefangen kennenlernen, und ich wollte wirklich wissen, wer er war, wo er wohnte und wofür er sich interessierte.
Aber nun wollte ich Julian nicht länger warten lassen. Ich duschte mich schnell fertig, schnappte mir mein Handtuch und meine Tasche und bereitete mich in der Umkleide auf meinen Abgang vor. In der Eingangshalle stand er schon und lächelte mich etwas verlegen an. "Da bist du ja. Wollen wir?" Ich nickte und er ging voraus, hielt mir die Tür auf. Ich schlüpfte schnell hindurch und schaute mich dann fragend um. "Ich wohne nicht weit weg. Wir gehen einfach an der Bushaltestelle vorbei, dahinter geht ein kleiner Fußweg rechts rein. Und dann sind's auch nur noch etwa 200 Meter."
"Das ist ja praktisch. Da bin ich fast ein wenig neidisch... Schwimmen ist wirklich mein Hobby. Ich mag es, Bahnen zu ziehen und dabei ins Schwitzen zu kommen und meine Zeiten zu verbessern." "Bist Du im Verein?"
"Nicht mehr. Da war ich fast ein Jahr, aber irgendwie fühlte ich mich da nicht so wohl. Es war schon anspruchsvoll, aber irgendwie viel zu steif. Ich kannte auch gar keinen, und sonderlich gesprächig war niemand."
"Du kanntest gar keinen? Warst du denn die einzige aus Sindeln?"
"Ja, mit Schwimmen als Hobby bin ich da irgendwie ein Exot. Aber eigentlich möchte ich es dort nicht missen. Ja, eine eigene Schule haben wir. Einkaufen und 'ne Pizza essen ist auch drin. Aber für ein wenig Sport und Kultur müssen wir fahren. Daher bin ich jetzt echt gespannt was mich gleich bei dir erwartet... Ich hoffe, Du enttäuscht mich nicht!", sagte ich grinsend.
Julian bekam große Augen. "...äh, also, ich arbeite gerade an dem besten Eis der Welt. Die Plattensammlung von meinem Vater kann sich auch sehen lassen. Und..." Er überlegte. "Vielleicht kann ich dir auch etwas auf dem Klavier vorspielen." Das wurde ja immer interessanter mit Julian. Es ist nämlich so, dass insbesondere Musik eines meiner Steckenpferde war. "Oh, das klingt vielversprechend. Ich spiele auch ein bisschen Klavier, aber hauptsächlich Geige."
"Echt? Das ist ja cool!"
"Ich bin auch gerade ein wenig platt... Da hat sich bisher niemand wirklich für interessiert, außer meine Eltern und mein Musiklehrer. Naja, und Lena natürlich und die anderen aus unserem Schulorchster. Wobei ich aber auch nicht sicher bin, wieviel Bock die da wirklich drauf haben." "Lena?"
Inzwischen waren wir an einem Haus mit Vorgarten angekommen und Julian bog auf einen Pflastersteinweg ab. "Wir sind da." Er kramte in seiner Tasche und zog einen Schlüssel hervor. "Lena ist meine beste Freundin. Wir sind in einer Klasse, aber kannten uns schon vor der Schule. Wir spielen zusammen in der Orchester AG an unserer Schule. Und probieren auch sonst einiges zusammen aus." Hmm, das konnte man auch anders deuten… Da kam wieder ein Anflug von trockenem schlüpfrigen Humor über mich. Schnell fügte ich leise hinzu: "Wir haben uns auch schon zusammen einen gefingert..." Julian hustete und der Schlüssel glitt ihm aus der Hand. Ich musste erst kichern, aber dann hätte ich mich fast dafür ohrfeigen können. "Oh, Entschuldigung. Ich versuche, mich etwas zurückzuhalten."
Julian hob den Schlüssel wieder auf, sah mich dann aber doch grinsend an. "Und das auf leeren Magen. Ich habe wohl gerade Glück, dass Lena heute nicht auch noch dabei ist, oder?"
"Wieso?", fragte ich gespielt erstaunt. "Reicht dein Eis nicht für drei?"
Jetzt gabs kein Halten mehr. Julian musste laut auflachen und der Schlüssel fiel ihm dabei wieder fast herunter. "Oh man... " Er schüttelte den Kopf, atmete tief durch und nahm einen letzten Anlauf, den Schlüssel ins Schloss zu schieben. Mir lag schon fast der nächste Spruch auf den Lippen, so was wie 'Pass auf beim Reinschieben'. Aber da wurde mir selbst bewusst, dass ich mich gefährlich dem Niveau näherte, dem wir vorhin aus dem Spaßbecken entflohen waren. Einen tollen Lacher hatten wir. Noch ein Witz würde nur alles kaputt machen und wenn ich ehrlich war, gefiel er mir selbst nicht und wäre nur ein krampfhafter Versuch gewesen, die gerade gelockerte Stimmung am Laufen zu halten. Nein, das haben wir nicht nötig. Julian stand nun bereits im Flur und deutete mir an, ihm zu folgen. "Komm rein... Stell hier vorne einfach alles hin, Schuhe bitte ausziehen. Willst Du mir gleich beim Eis helfen?"
Ich stellte meine Schuhe in die Ecke. "Okay, wenn Du meinst. Ist das denn so schwer, eine Packung Eis aufzumachen?" Und schon wieder hätte ich mir auf die Zunge beißen können. Wie böse provozierend. Wieso konnte ich das einfach nicht lassen?! Für einen Moment befürchtete ich, dass mich Julian gleich genervt wieder aus seiner Wohnung schmeißt. Aber er behielt doch die Fassung.
"Ich lad' dich doch nicht ein, nur um eine Packung Eis aufzureißen. Ich mache das natürlich selbst. Eine Vanillecreme habe ich schon vorbereitet." Ich folgte ihm in die Küche, die sich gleich rechts an den Flur anschloss. Er öffnete den Kühlschrank und holte eine Schüssel heraus und stellte sie auf den Tisch. "Es muss jetzt nur noch Schokolade hineingeraspelt werden."
"Selbstgemachtes Stracciatella-Eis?! Geil!" Ich war baff. Der meinte das wirklich ernst. Jetzt erst wurde mir voll bewusst, wie anders und eigentümlich Julian war. Ein Junge, der Klavier spielt und sich mit gekauftem Eis nicht zufrieden gibt. Und einen Ruhepol ausstrahlte, obwohl ich ihn ständig trietzte. Fuck, er war nicht wie die Jungs aus meiner Klasse, mit denen man so reden musste, um die Oberhand zu behalten. Mein Herz pochte unangenehm. Auf diese Weise hatte er mich wirklich nicht verdient. Eine Stimme in mir machte mich gerade sehr kleinlaut. Sei doch einfach nett zu ihm. Du bist doch eigentlich selbst auch nicht so obercool, wie du dich gibst. Für dich selbst bist du doch nicht viel anders als er. Du brauchst dich nicht zu verstellen. Lass dich endlich auf seine ruhige Art ein!
Er nahm den Schüsseldeckel ab und ein genialer Geruch verbreitete sich. "Das ist eine Mischung aus Milch, Sahne, Ei, Zucker und echter Vanille." Er öffnete eine Schranktür und nahm eine Reibe heraus, die er mir in die Hand drückte. "Auf dem Tisch liegt schon eine Tafel Schokolade. Magst du die in die Schüssel raspeln? Das hatte ich noch nicht gemacht, damit die Schokoladenstücke nicht matschig werden, sondern noch knackig bleiben."
"Okay..." Während ich die Schokolade auspackte und vorsichtig Riegel für Riegel über die groben Reibelöcher in die Schüssel beförderte, machte Julian sich am Gefrierschrank zu schaffen, holte eine dicke Metallschale heraus, platzierte sie auf die Küchenzeile, nahm eine Kiste aus dem Schrank und baute die Teile darin zu einem Rühraufsatz zusammen. Dann stellte er ihn neben die Schüssel und steckte den Stecker in die Steckdose. Ich reichte ihm die Schüssel mit der fertigen Mischung. Er rührte sie mit einem Schaber durch und goss sie vorsichtig in die Schale, setzte den Aufsatz drauf und schaltete das Rührwerk an.
"So, das dauert jetzt ein wenig, bis die Masse fest wird."
"Prima, dann kannst du mir ja jetzt dein Klavier zeigen."
Julian schaute mich mit großen Augen an. "Echt jetzt? Mein Klavier? Das interessiert sonst niemanden!"
"Ja, unbedingt", versuchte ich ihn anzustrahlen. "Ich habe zuhause nur ein Keyboard. Da experimentiere ich immer mal mit herum, aber so wirklich toll klingt das nicht."
"Naja, ein ECHTES Klavier haben wir auch nicht. Nur ein E-Piano. Aber das habe ich in meinem Zimmer stehen."
"Jaa, das würde ich gerne mal sehen. Das ist bestimmt viel näher an einem echtem Klavier dran als meins."
"Okay, dann gehen wir hoch in mein Zimmer." Er verließ die Küche wieder und ging zur Treppe. Ich folgte ihm neugierig. Die Stufen knarrten unheimlich. "Das Haus haben meine Großeltern schon in jungen Jahren gebaut."
"Oh, aber die wohnen hier jetzt nicht mehr, oder?"
"Nein, die wohnen in der Seniorenresidenz am Park. Treppensteigen könnten sie jetzt gar nicht mehr. Aber ansonsten sind sie noch gut drauf. Einmal pro Woche sehe ich sie mindestens. Entweder besuchen wir sie oder wir holen sie ab zum Kaffee."
Oha, an so ein Thema hatte ich bislang noch gar nicht zu denken gewagt. So alt waren meine Großeltern noch nicht. Aber so im Raume stehen lassen wollte ich das auch nicht. "Das ist doch schön, wenn es ihnen noch gut geht und ihr euch noch viel seht. Das kann ja auch ganz schnell vorbei sein."
Wir waren nun oben in einem langen Flur und gingen auf die Tür ganz am Ende zu. "So, hier ist mein Zimmer."
Ich schaute mich noch im Flur um. "Hast Du eigentlich noch Geschwister?"
"Ja, einen Bruder und eine Schwester. Aber die wohnen hier nicht mehr, die sind beide schon über 20. Komm rein und setz dich..."
"Äh, okay." Ich setzte mich an den Schreibtisch. Er hatte inzwischen die Abdeckung von seinem Piano hochgeschoben und setzte sich auf seinen Pianohocker. "Tja, was hätte ich denn anzubieten... Kennst du die Reise der Pinguine?"
"Äh, ganz dunkel... Das war doch... so ein Dokumentarfilm?"
"Ja, genau! Mit ganz viel melancholischer Musik. Da war eine Szene, da hat die Musik mich richtig gepackt. Eigentlich ein Orchesterstück. Das habe ich versucht, als Solonummer auf dem Klavier zu arrangieren. Pass auf..."
Seelenruhig fing er mit Akkorden an, die er mit einzelnen Tönen ergänzte. Ganz rudimentär konnte man darin eine Melodie erkennen. Das löste er dann mit einem Begleitmuster der linken Hand ab. Ein langsamer Walzer. Irgendwann kamen einzelne Töne mit der rechten Hand dazu, die sich dann zu einer durchgehenden Melodie verdichteten. Es klang wunderschön. Ich hatte wieder die Filmszene vor Augen, in denen die Pinguine durch die karge Einöde der Antarktis watschelten. Dann kam ein Zwischenspiel, eine Innehalten, das kurz danach wieder zum Melodiethema zurückkehrte und schließlich sehr hymnisch endete. Ich klatschte. "Hey, das war wirklich schön. Ich habe zwar das Original nicht mehr im Ohr, kann mir aber gut vorstellen, wie es als Orchesterstück klingen müsste. Gefällt mir. Hat sich doch gelohnt, hierhin zu kommen." Verschmitzt lächelte ich Julian an.
"Du hast vorhin gesagt, dass du gerne mal auf deinem Piano herumexperimentierst. Was spielst du denn so?"
"Mir sind immer mal ein paar Textfragmente eingefallen. Ich habe versucht, mir eine Melodie dazu auszudenken und das dann mit dem Piano zu begleiten. Aber so wirklich weit bin ich damit noch nicht..."
"Ach, das klingt spannend. Kann ich mal hören?"
"Ich weiß ja nicht..."
"Komm schon, ich hab dir ja auch was vorgespielt." Er machte mir Platz. Mein Herz fing an zu pochen. Mir zuhause selbst beim Singen zuzuhören fand ich schon grenzwertig. Und der Gedanke, dass jetzt noch jemand anderes dabei zuhört, war irgendwie gar nicht angenehm. Dann fiel mir aber wieder ein, dass ich hier bei ihm wirklich wie ich selbst sein durfte. Und ich hatte das Gefühl, dass ihn das wirklich interessierte. Das nahm mir in diesem Moment meine Aufregung. Wie in Zeitlupe setzte ich mich auf den Hocker. Nach gefühlt endloser Zeit fing ich an, die Akkorde zu spielen, die ich mir für das Lied zurechtgelegt hatte. Die erste Runde machte das Klavier alleine. Dann setzte ich sehr schüchtern meinen Gesang an. Es war ebenfalls ein sehr ruhiges, melancholisches Lied. Es ging um ein Mädchen, das von ihren Mitschülern immer nur oberflächlich betrachtet wurde. Gerade von einem Jungen in der Klasse, von dem sie mehr Empathie erwartete, wünschte sie sich, dass dieser sich von dieser Oberflächlichkeit löst, worauf sich dieser aber nicht einlassen wollte. Zwei Strophen hatte ich bislang verfasst, die ich nun gerade so ruhig wie möglich über meine Lippen brachte. Dann kam schließlich die Refrainzeile.
"Mensch, was ist denn mit dir los?
Gib dir endlich einen Stoß.
Was hast du denn zu verlieren?
Das kann ich echt nicht kapieren.
Guck zu mir und schau mich an.
Schau – mich – wirk -lich - an"
Danach setzte ich aus. Ich wagte mich gar nicht zu bewegen und erwartete, dass Julian laut loslachte. Dann drehte ich mich langsam zu ihm. Er starrte mich mit offenem Mund an.
"Äh, ich habe den Text jetzt nicht so wörtlich gemeint..."
"Das... war... genial."
"Quatsch."
"Doch. Im Radio gibt es unzählige Lieder, die irgendwie dasselbe Thema haben. Das allermeiste davon ist so langweilig, abgegriffen und unpersönlich. Aber der Text ist sehr tiefsinnig und nachdenklich. So wie du das singst, nimmt man es dir voll ab. Und… du hast irgendwie eine beinahe engelsgleiche Stimme..."
Puuh, ich hatte das Gefühl, gerade knallrot zu werden. "Danke..."
"Es wäre mir eine totale Ehre, mit dir etwas zusammen zu machen."
Jetzt wusste ich erstmal nichts weiter zu sagen und fummelte etwas nervös mit meinen Fingern an den Zetteln herum, die auf dem Piano lagen. Dabei blickte ich auf ein Blatt ausgedrucktes Notenpapier. "Was... ist das denn hier?", fragte ich staunend.
"Oh, ich versuche auch gerade, ein Stück zu schreiben..."
"Oh, echt? Kann ich mal hören?"
"Naja, das ist noch nicht fertig. Ich komme da nicht so recht weiter."
"Ach, spiel doch einfach mal. Meins ist doch auch noch nicht fertig gewesen."
Julian zögerte. "Na gut." Ich machte ihm wieder Platz und stellte mich gespannt hinter ihn. "Warte mal... "
Er stellte an den Knöpfen herum, hielt einen Moment inne und fing an zu spielen. Was dann kam, haute mich regelrecht um.
Es war kein reiner Klaviersound, sondern ein wenig aufgemotzt mit Streichern oder Orchesterklang, damit es etwas bombastischer klingt. Er spielte eine flinke Figur mit der linken Hand. Die Figur wiederholte sich ein paar Mal, bevor sie variiert wurde. Dann spielte er einzelne Töne mit der rechten Hand dazu, irgendwann zeichnete sich daraus ein Thema ab. Es klang wunderschön. Sehr verträumt, aber doch so ungewöhnlich, dass es dabei überhaupt nicht kitschig herüberkam. Erstaunlicherweise steigerte sich das Stück noch weiter, die Melodie wurde immer dichter und der Klang voller... Es hätte mich nicht gewundert, wenn gleich noch ein richtiges Orchester dazu eingesetzt hätte. Meine Nackenhaare stellten sich auf, es kribbelte auf meiner Haut und ich merkte, wie sich langsam Tränen in meinen Augen bildeten. Dann hörte Julian auf zu spielen.
"Weiter weiß ich noch nicht." Dann merkte er, wie ich ihn mit großen Augen anstarrte. "Alles gut?" "Das war... " Mit fehlten regelrecht die Worte. "...unglaublich. So was habe ich noch nie gehört, ehrlich. Das steigert sich in einem fort, ich bekomme regelrecht ne Gänsehaut..."
"Mama sagte gestern noch, ich solle nicht immer so eine Pinkelmusik spielen." Ich schluckte. "Pinkelmusik? Die hat ja überhaupt keine Ahnung. In diesem Stück kann man sich echt verlieren. Das hat so ein Potential. Ich hab da gerade schon weitere Instrumente in Gedanken drangehängt..."
"Okay... Und... was spielen die?" Die Melodie hatte sich tatsächlich in mir eingebrannt. Ich hörte mich gerade in Gedanken selbst meine Violine dazu spielen.
"Pass auf... Kannst du das nochmal spielen? Dann versuche ich mal, da einzusteigen..."
"Oh, sehr gerne. Da bin ich mal gespannt!" Er rückte ein wenig auf dem Hocker nach links zur Seite und bot mir an, sich neben ihn zu setzen. Vorsichtig ging ich um den Hocker herum, schob mein linkes Bein unter den Korpus und nahm neben ihm Platz.
Julian begann erneut und ich ließ dieses wunderschöne Stück nochmals auf mich wirken. Dann war er an der Stelle angelangt, an der er nicht weiter kam. "Kannst Du diesen Lauf in der linken Hand bitte noch ein paar Mal wiederholen?" Er nickte, und spielte eine Dauerschleife. Zunächst spielte ich die Melodie, die er zuvor schon mit der rechten Hand am Wickel hatte, erneut. In der nächsten Runde spielte ich nur einzelne Töne dieser Melodie, betonte diese aber dabei besonders. Julian schaute andächtig zu mir hinüber. Dann hatte er selbst einen Geistesblitz und ergänzte einige meiner bewusst eingebauten Lücken mit tiefen, lauten Tönen, die wie kleine Paukenschläge wirkten. Wir spielten das nochmal, dann mussten wir uns gegenseitig anschmunzeln - wir hatten eine weitere Steigerung in Julians Stück eingebaut. Die Stelle klang so traumhaft, dass ich demonstrativ meine Augen schloss. Wir wiederholten das Thema nochmal. Es war fast wie ein Frage- und Antwort-Spiel. Ich spielte meine neu erdachte Tonfolge, und Julian ergänzte sie. Ich änderte daraufhin die Töne ein wenig - Julian spiegelte sie adäquat mit seiner linken Hand. Dann plötzlich fiel Julian etwas Neues ein. Er spielte seinen durchgehenden Lauf etwas dezenter. Dazu suchte er mit der rechten Hand nach einem passenden Akkord und spielte dessen einzelne Töne rauf und runter. Das hörte ich mir ein- oder zweimal an, dann antwortete ich darauf und ersetzte seinen gewählten Akkord durch einen anderen. Julian spielte seinen Lauf aber weiter. Nun schwebten also zwei unterschiedliche Läufe nebeneinander durch den Äther und bildeten einen eher zurückhaltenden Kontrast zu der vorher etwas mehr bombastischen Passage. Ich weiß nicht mehr, wie ich auf diese Assoziation kam, aber es war ein wenig so, als würde ein Flugzeug von einer Rollbahn abheben. Das noch eben durchdringende Gerumpel des Räderwerks wich einer nun gewonnenen Leichtigkeit. Sie verebbte aber nicht vollständig, man spürte immer noch einzelne Ruckler bedingt durch die ungleichförmig verteilten Luftmassen um das Flugzeug herum.
Ebenso begannen auch meine Gedanken zu schweben. Ich hörte nicht nur, was Julian und ich spielten, sondern sah es auch vor meinem geistigen Auge. Ich sah Julian von der Seite, wie er seine Figur spielte - obwohl ich immer noch meine Augen geschlossen hatte. Langsam änderte sich aber der Blickwinkel. Als ob ich durch sein Zimmer schwebte, umrundete ich ihn, kam näher an seine Finger, sah ihn dann von oben. Ob ich auch sehen kann, wie er selbst das Spiel wahrnimmt? Ich sank auf Augenhöhe herab, und auf einmal... verschwamm alles vor meinen Augen. Als ob ich in Wasser getaucht wäre. Nach und nach wurde das Bild wieder klarer. Wie merkwürdig - ich schaute jetzt wirklich aus dem Wasser. Nach einigen Augenblicken erkannte ich die Schwimmhalle, in der ich am Morgen noch meine Runden gezogen hatte. Um mich herum hörte ich typisches Teenagergelaber. Ich befand mich auf dem abgeteilten Bereich im Sportbecken. Drei Bahnen waren für die Sportschwimmer vorgesehen, die letzten beiden Bahnen am Rand waren nicht mehr unterteilt, sondern boten eine freie Schwimmfläche. An deren Beckenrand hielt ich mich wohl gerade auf. Ich sah auf der Schwimmbahn direkt nebenan jemanden auf mich zukommen. Ein Mädchen. Sie erreichte den Beckenrand, nur zwei Armlängen von mir entfernt. Sie tauchte auf, hielt sich an der Mauer fest und verschnaufte. Sie hatte eine Schwimmbrille auf. Mein Modell. Moment mal... Das war ich! Das Mädchen schaute nach oben auf die Hallenuhr und checkte ihre Zeit. Ich erinnerte mich daran. Ich wollte auf das Ende der angebrochenen Minute warten, um die nächsten Runden zu starten. Ich wischte mir das Wasser aus dem Gesicht, hielt meine Augen noch etwas geschlossen und versuchte, ein paar Mal entspannt durchzuatmen.
Aber... wieso beobachtete ich mich selbst? Sah ich diese Szene etwa in den Augen von Julian? War er vielleicht in diesem Moment auf der Bahn nebenan gewesen? Ich versuchte instinktiv, die Perspektive zu wechseln. Langsam wanderte der Blick weiter auf meine Bahn, auf mich, ich kam mir selbst immer näher... Und plötzlich war ich wieder ich selbst. Ich hielt mich immer noch am Beckenrand fest. Ich drehte mich um zur Nachbarsbahn. Ein paar Mädchen kletterten gerade aus dem Becken, die Jungs hechteten hinterher. Aber ein Junge verweilte noch am Beckenrand und schaute mich direkt an. Es war Julian. Er schien erschrocken zu sein, wie ertappt. Hatte er mir schon längere Zeit beim Schwimmen zugesehen? Ich setzte mich in Bewegung, tauchte unter dem Bahntrenner hindurch und neben ihm wieder auf. Ich lächelte ihn an. Er erwiderte das Lächeln etwas unsicher. Dann hob er vorsichtig seine Hände und strich mir durch die Haare. Er führte sie hinunter bis auf meine Schultern. Ich wollte es ihm gleichtun, schob meine Arme hinter seinen Rücken und zog mich etwas an ihn heran. Ich spürte seine Nähe, seinen warmen Körper, an dem das Wasser abperlte. Jetzt drückte er mich an sich, strich mit seiner Wange an meine. Ich hörte ihn genießerisch durchatmen. Dabei bemerkte ich auch etwas Hartes an meiner Schamgegend...
Irritiert schlug ich meine Augen wieder auf. Es dauerte einen Moment, so als ob ich aus dem Schlaf gerissen wurde, bis ich realisierte, dass ich immer noch neben Julian auf seinem Klavierhocker saß und meine Finger auf den Tasten hielt, wie er auch. Er schaute mich aber genauso erschrocken an wie ich ihn. Was für ein verrückter Tagtraum! Mein Wunsch, mit ihm intim zu werden, war einfach nicht beiseite zu schieben. Und obwohl ich mich vorhin unter der Dusche erst erleichtert hatte, kribbelte es jetzt schon wieder gewaltig in mir. Es war aber irgendwie anders, als vorhin in der Schwimmhalle. Es fühlte sich intensiver an. Nicht nur in der Schamgegend, sondern im ganzen Oberkörper. Seine wunderschöne Komposition spielte in mir weiter, ließ im wahrsten Sinne des Wortes mein Herz höher schlagen. Fühlte es sich vielleicht so an, wenn man sich verliebt hatte? Es war seit unserem Aufbruch ja nicht viel Zeit vergangen, aber ich hatte das Gefühl, schon so viel interessantes von Julian erfahren zu haben, das mich wirklich beeindruckt hat. Als ob ich einen Goldschatz gefunden hatte. Ich hatte das große Verlangen, ihn jetzt zu umklammern und nicht mehr loszulassen. Und als ob ich das ausgesprochen hätte, kam Julian jetzt wirklich mit seinem Gesicht immer näher. Er legte seine Arme um meine Schultern. Ich schloss die Augen und führte meine Lippen an seine.
Ich genoss den warmen, leicht feuchten Druck auf meinem Mund. Dann merkte ich, wie seine Zunge vorsichtig meine suchte. Ich erwiderte und unsere Zungen betasteten sich langsam und zärtlich. Ich merkte bereits wie alles durch meinen Körper strömte, von den Beinen über meinen Schoß bis in die Herzgegend. Es kribbelte überall, und in meinem Schoß begann eine ungeheure Spannung zu wachsen. Seine Hände fuhren dezent über meinen Rücken, dann suchten sie den Weg unter mein T-Shirt. Langsam kamen sie dann vom Rücken weg nach vorne. Mir wurde heiß. Wie selbstverständlich packte ich mein T-Shirt, zog es mir über den Kopf und ließ es auf den Boden fallen. Ich blickte nach unten, sah, wie seine Hände langsam über meinen Bauch zu meinen Brüsten glitten. Ich schloss die Augen und atmete tief durch. Ich habe natürlich schon oft meine Brüste gestreichelt, an meinen Nippeln geziept, aber das war etwas ganz anderes. Julian nahm sich die Zeit, jeden Millimeter meines Oberkörpers zu erschließen, zu ertasten und genau darauf zu achten, was es mit mir machte. So bekam ich auch nicht mit, wie sich sein Mund meinen Warzen näherte. Plötzlich überkam eine feuchte Hitze meine Brustwarzen. Ich hätte abheben können. Ich wurde unruhig und meine Hände bekamen das Bedürfnis, in das Geschehen einzugreifen. Zuerst streichelte ich ihm sanft durch die Haare, dann arbeitete ich mich zum Rücken vor um ihm dann schließlich ebenfalls sein T-Shirt abzustreifen.
Julian hielt inne und musterte mich nochmals von oben bis unten. Sein Mund öffnete sich, seine Worte brauchten aber etwas, bis sie ihm vorsichtig über die Lippen krochen. "Das klingt jetzt irgendwie doof... Aber... du siehst echt wahnsinnig schön aus... Darf ich dich... ganz ansehen? Ich... habe noch nie ein Mädchen so direkt aus der Nähe sehen dürfen." "Okay..." Innerlich musste ich etwas über diese Frage schmunzeln. Auch ohne diese wäre genau das als nächstes passiert. Aber seine Schüchternheit sprach nur für ihn und machte ihn irgendwie nur noch süßer. Ich stand langsam vom Hocker auf und stellte mich vor ihm hin. Dann öffnete ich den Knopf meiner Jeans und drückte den Reißverschluss nach unten. Ich hielt inne. Julian zögerte dann aber überraschenderweise nicht lange, legte seine Hände an meine Taille und schob die Hose langsam nach unten, bis sie den Rest zu meinen Knöcheln alleine herunterrutschte und ich einfach hinaussteigen konnte. Er atmete tief durch und seine großen Augen wanderten nach und nach über meinen ganzen Körper. Er umarmte mich und setzte wieder seine wunderbare Zunge an meiner Brustwarze an. Währenddessen wanderten seine Hände an meinem Rücken hinunter bis in meinen Slip. Er knetete zärtlich meine Hüften und meinen Po und kam auch mit seinem Gesicht immer weiter runter. Seine Hände auf meinem Hintern ließen mich immer schwerer atmen. Ich hatte das Gefühl zu schmelzen und immer weiter nach unten zu sinken. Nicht nur die Muskeln im Po kribbelten unter seinen Händen, das Kribbeln verteilte sich in alle Richtungen und mein Puls wurde in mir drinnen immer lauter und schneller. Als er mit den Lippen den Bauchnabel erreicht hatte, merkte ich, wie er mein Höschen nach unten streifte.
Was für ein Blick nach unten. Mein freigelegter Venushügel und Julian, der seine Lippen darüber gleiten ließ. Ich hätte sterben können, mir wurde schummrig und ich hatte auch keine andere Wahl mehr, als das mit Stöhnlauten zu verkünden. Julian war nun auch noch mit seinen Fingern an meinem Heiligtum angekommen. Er fühlte und tastete, rieb und drückte, leckte und küsste, und es war definitiv nicht seine Spucke, die das alles feucht hielt. Ich konnte nicht mehr stehen. Julian merkte das und schob mich zu seinem Bett. Dort legte ich mich lang auf den Rücken und er kam dazu und fuhr fort damit, mich zu verwöhnen. Schließlich war er kurz davor, mit seinen Fingern in meine Spalte einzudringen. Er hielt inne. "Ist das okay?" Am liebsten hätte ich geschrien, er solle bloß nicht aufhören. Schreien konnte ich aber irgendwie nicht mehr. Statt dessen stammelte ich nur noch. Jetzt schaute er mich noch fragender an, also sammelte ich mich wieder und holte etwas aus.
"Also... ich... bin ehrlich gesagt nicht mehr so ganz unerfahren. Ich hab meine Freundin Lena ja schon erwähnt. Ich habe mit ihr schon so einiges ausprobiert. Ihre Finger hatte ich auch schon in mir..."
Julian schaute mich wieder mit großen Augen an. "Äh... du hast es also schonmal mit deiner Freundin gemacht. Du bist aber jetzt nicht... lesbisch... oder so?"
Ich lächelte. "Nein. Bestimmt nicht. Nur sehr neugierig. Lena war schon immer meine beste Freundin, wir konnten über alles reden und waren auch sehr neugierig aufeinander. Das heißt aber nicht, dass wir uns nicht auch für Jungs interessieren. Bis jetzt bin ich aber noch keinem Jungen begegnet, den ich auch wirklich interessant fand... Also, bis heute morgen jedenfalls." Er lächelte. "Also", fuhr ich fort, "ich bin wirklich gespannt, was mich jetzt noch erwartet." Mir wurde erst nach ein paar Momenten bewusst, was ich da gesagt hatte. "Also... ich meine natürlich... ich erwarte gar nichts. Ich bin nur gespannt, wie sich das anfühlt... Wie du dich anfühlst..." Julians Mundwinkel gingen ein wenig nach unten. Er wirkte nachdenklich. "Ist das denn auch für dich okay?", fragte ich ihn vorsichtig. Er atmete tief durch. "Hast du denn schon Erfahrungen gemacht?" Er schüttelte fast unmerklich seinen Kopf. "Und alleine? Du hast es dir doch bestimmt schonmal selbst gemacht?"
"Also..." Julian druckste etwas herum. "Nicht so wirklich..." Jetzt runzelte ich meine Stirn. "Also... ich habe vor einiger Zeit mal einen Porno angeschaut. Das fand ich irgendwie sehr schräg... Als ich gesehen habe, wie dick die Schwänze von den Männern waren, wie die gezuckt haben, wie die Typen dabei gestöhnt haben, als ob das sonst wie weh tut... Und was dann alles aus denen herausgequollen ist... Immer, wenn ich mal einen... äh, Ständer hatte, habe ich mich dann gar nicht wirklich getraut, groß an dem herumzufummeln. Es war schon irgendwie schön, ihn ein wenig anzufassen. Das habe ich dann auch genossen... Aber viel mehr ist nie passiert."
"Okay..."
"Aber in der letzten Zeit ist es immer häufiger passiert, dass der Ständer so einfach nicht mehr weg wollte."
"Okay, und was hast du dann gemacht?"
"Naja, zum Glück habe ich ja mein Klavier... Das hat mich dann abgelenkt."
"Wärst du denn auch neugierig, wie sich das für dich anfühlt, wenn wir es zusammen machen?" Julian atmete durch. Ich versuchte, ihn etwas zu beruhigen. "Bis gerade eben hatte ich jedenfalls den Eindruck, dass du genau wusstest, was du willst… und was ich will. Oder täusche ich mich da?"
"Nein… ich bin tatsächlich bis jetzt einfach meiner Intuition gefolgt. Und es ist so aufregend zu sehen, dass du genau so darauf anspringst. Aber nun kommen mir doch Bedenken, dass das irgendwie weh tun könnte."
"Ich glaube nicht, dass das weh tut. Weder für mich, noch für dich. Ich glaube, das wird sich richtig schön anfühlen. Und wenn es für dich doch unangenehm wird, dann sagst du einfach Bescheid, dann hören wir auf. Okay?"
Julian nickte etwas erleichtert. "Okay... Ich bin auch echt aufgeregt. Ich könnte mir gerade nichts schöneres vorstellen, als mit dir weiterzumachen. Aber..."
"Ja?"
"Müssen wir nicht noch irgendwie an das Thema Verhütung denken? Auch, wenn ich nicht glaube, dass da bei mir viel passiert..."
Tja, das Thema war wohl nicht ganz wegzudiskutieren. Aber da hatte ich noch ein Ass im Ärmel. "Ich... denke, dass wir uns da keine Sorgen machen brauchen. Ich hatte meine erste Periode noch nicht... Bei mir passiert also auch noch nichts. Also brauchen wir nicht vorsichtig sein." Julian dachte kurz darüber nach, signalisierte dann aber, dass das so okay für ihn war.
Oh mein Gott... Es war soweit. Ich hatte so einen süßen Jungen an meiner Seite, und gleich würde ich das intimste Erlebnis mit ihm teilen, was es überhaupt gibt... Erwartungsvoll sah ich Julian an. Er stand auf und zog langsam seine Hose aus. Bei der Unterhose zögerte er dann. "Na los, ich weiß doch schon so ungefähr, was mich da erwartet." Langsam stülpte er den Stoff über seinen bereits prächtig aufgerichteten Ständer und stieg hinaus. Er hielt inne und schien noch nicht so richtig zu wissen, wie er jetzt weitermachen sollte.
"Darf ich mir das dann mal genauer ansehen?" Julian nickte. Ich setzte mich auf die Bettkante und zog ihn zu mir heran. Es war faszinierend. Er war steil aufgerichtet wie ein Pflock. Es verführte förmlich dazu, ihn in meine Hand zu nehmen. Erst blickte ich Julian vorsichtig an, dann umklammerte ich langsam seinen Penis. Er war tatsächlich steinhart. Ich drückte ein wenig meinen Daumen und Zeigefinger zusammen und zog die Vorhaut langsam nach unten. Er quittierte das mit einem Grunzen. Unter der rosafarbenen Haut kam nun die tiefrote, glatte Eichel zum Vorschein. Sein Atem ging schwer, während ich Stück für Stück den blanken Kopf freilegte. Je weiter runter ich kam, desto mehr spürte ich einen Widerstand. Dann sah ich, wie sich oben an der Spitze ein Tropfen bildete. Fasziniert tippte ich mit dem Finger meiner anderen Hand darauf und zog einen schleimigen Faden in die Höhe. Dann massierte ich den Schleim vorsichtig auf die Umgebung. "Ach du Scheiße... Was machst du da?!"
"Ich glaube so geht es besser." Und tatsächlich, nachdem ich am Hautrand angekommen war, ließ es sich etwas leichter weiterschieben. Julian stöhnte dafür noch heftiger und sein Ding wippte leicht im Gleichtakt zu seinem Puls, den ich inzwischen gut an den Adern seines Schaftes spüren konnte. Schließlich war es vollbracht. Die glänzende Eichel stand nun komplett frei. In Gedanken sah ich bereits, wie sie langsam zwischen meine Schamlippen glitt und hatte intuitiv schon zwei Finger an ihnen. Ich sah mich kurz am Kopfende seines Bettes um und schob seine Kissen dorthin. Dann setzte ich mich davor und lehnte mich zurück. Ich wollte genau sehen, was nun passiert. "Komm", forderte ich Julian auf, winkelte dabei meine Beine an und hob dann meine Oberschenkel mit meinen Händen leicht an. Seine Augen wurden immer größer, dann wurde mir selbst klar, wie ich mich ihm gerade präsentierte und musste lachen. Julian lächelte, kniete sich auf das Bett und arbeitete sich langsam zu mir vor.
Dann war es endlich soweit. Sein Schwanz lag nun auf meiner Spalte und er schob ihn langsam etwas hin und her und nahm meine Feuchte auf. Dann führte er die Spitze langsam an den unteren Rand der Schamlippen und drückte sie dazwischen. Wie geil war das denn?! Meine Finger waren nichts dagegen! Das Ding flutschte hinein. Ich kann das kaum beschreiben. Finger haben Spitzen und Kanten, die man mal hier und mal da fühlt, aber das... Ich spürte ihn überall. Als ob die Finger in alle Richtungen gleichzeitig fühlen. Wenn er ihn wieder rauszog, war es, als ob man ein Video bei voller Lautstärke rückwärts laufen ließ. Und dann ging es wieder von vorne los. Ich lag da wie gelähmt und sah nur noch alles verschwommen. Mein Herz pumpte mit jedem Stoß von Julian schneller. Mein Unterlaib begann von selbst zu zittern und mir quollen unkoordinierte Stöhngeräusche aus dem Mund. Unsichtbare Hände schienen mich anzuheben und meine Beine auseinander zu drücken, immer höher, immer kräftiger. Dann ging es los. In mehreren Wellen durchschüttelte es mich, und ich schrie die Anspannung aus mir heraus. Mir war es, als knallte der Korken einer Sektflasche und alles sprudelte heraus. Weit entfernt hörte ich Julian rufen. "Oh mein Gott..." Die Wellen gingen noch weiter durch meinen Körper, wurden aber allmählich schwächer und allmählich spürte ich wieder, dass ich auf einem Bett lag. Langsam kam ich wieder zu mir und sah in die weit aufgerissenen Augen von Julian. "Geht's dir gut?"
"Alles gut", jammerte ich, "das war... so... geil." Ich griff nach seinen Armen und zog ihn zu mir hinunter. Er legte sich an meine Seite und kuschelte sich an meine Brust. Als er mich anblickte, drückte ich ihm einen langen Kuss auf den Mund. Dann erst merkte ich, dass an meinen Oberschenkeln alles nass war. "Ach du Scheiße, was... Bin ich ausgelaufen?! So viel war das noch nie! Ich bin auch noch nie so heftig gekommen."
"Ist doch nicht schlimm. Ich hole gleich ein Handtuch. Das war so aufregend..."
"Bist du auch...?"
"Nein, noch nicht... Es war so faszinierend, dich zu erleben, da habe ich gar nicht mehr auf mich geachtet..." Er richtete sich auf, schwang die Beine aus dem Bett und beugte sich zu einer Kommode, die gegenüber dem Bett stand. Er öffnete die oberste Schublade und zog ein Handtuch hervor. Damit setzte er sich wieder zu mir und trocknete mir ganz selbstverständlich die Beine. Ein bisschen unangenehm war mir das aber jetzt doch. "Findest du das gar nicht eklig?"
"Nein. Obwohl es so aussah, als hättest du… ähm… pinkeln müssen. Es hat aber natürlich nicht danach gerochen, und so fand ich es auch überhaupt nicht schlimm. Im Gegenteil, du musst ungeheuer erregt gewesen sein. Und das wegen mir… Das…"
Eigentlich brauchte er nicht weiter reden. Sein Ding stand immer noch aufrecht und fing sogar noch an zu zucken, während er über meinen Orgasmus sinnierte.
"Wir sind auch noch nicht fertig", sagte ich. Er schaute mich etwas nervös an. "Ich möchte doch auch sehen, wie du kommst. Leg dich bitte wieder hin." Ich drehte mich zur Seite und machte ihm Platz auf dem Bett.
"Okay..." Er gehorchte und legte sich auf den Rücken neben mich. Ich schwang ein Bein über seinen Körper, so dass ich mit dem Rücken zu seinem Gesicht auf seiner Brust saß. Jetzt hatte ich sein bestes Stück in voller Größe vor mir. Ich beugte mich nach vorne und ging auf die Knie, die ich noch ein wenig nach hinten schob, so dass sich ihm hoffentlich ein atemberaubender Anblick bot. Auf jeden Fall hörte ich ein tiefes Durchatmen hinter mir. Ich nahm sein Glied in die Hand und massierte es vorsichtig, schob die Haut wieder nach unten, die sich inzwischen teilweise über seine Eichel gerollt hatte. Jetzt kam das Tüpfelchen auf dem i, das ich unbedingt noch erleben wollte. Vorsichtig legte ich die Lippen über die Spitze und ließ die Zunge darauf kreisen. Julian quiekte. Langsam schob ich die Lippen weiter runter, bis ich schließlich die komplette Eichel in meinem Mund hatte. Ich erkannte meinen eigenen etwas salzigen Geschmack, den ich schon oft gekostet hatte. Dazu kam ein leicht säuerlicher Geschmack, den ich Julian zuordnete. Es war ein Aroma, für das ich tatsächlich keinen Vergleich hatte, aber unangenehm war es nicht. Während meine Zunge weiter auf der aalglatten Eichel spielte, spürte ich, wie Julian seine Hände über meine Pobacken legte und mich zu massieren begann. Mit seinen Daumen strich er dabei über meine Schamlippen und meinen Kitzler und ich merkte, wie mir wieder ein wohliger Schauer durch den Schoß ging und meine Spalte erneut glitschig wurde. Es kribbelte in mir, und meine Hand massierte als Gegenleistung immer intensiver Julians Schaft, während meine Lippen immer kräftiger auf die Eichel drückten. Plötzlich griffen seine Hände um meine Taille und zogen meinen Hintern herunter. Und schon spürte ich seine Zunge zwischen meinen Beinen. Es war wie ein elektrischer Schlag, der nur dazu führte, dass ich noch wilder an seinem Ding saugte. Sofort machte sich wieder die Welle bemerkbar, als ob sie nur jemand kurz ausgeschaltet hätte. Und sie kam so unvermittelt heftig, dass ich spürte, dass sich mir der nächste Orgasmus unwiederbringlich näherte. Und nach dem Gezitter und Gestöhne von Julian zu urteilen, konnte es bei ihm auch nicht mehr lange dauern. So bearbeiteten wir uns gegenseitig weiter, bis mich das heftige Pochen an meiner Spalte erfasste. Ich musste mit dem Mund von meinem Dauerlutscher ablassen, sonst hätte ich vielleicht noch hineingebissen. Und so schallte mein Schrei mitten durch das Zimmer. Ganz so intensiv wie die erste Welle war diese dann aber doch nicht, und meiner Hand, die immer noch den Schaft umklammerte, entging dabei nicht das heftige Zucken. Ich schaute nach unten und sah auf einen knallroten, bebenden Vulkan. Und im nächsten Augenblick kam die Eruption. Eine weiße Masse schoss nach oben in mein Gesicht und Julian ächzte laut. "Ach du Scheiße...", entfuhr es mir und ich musste unwillkürlich lachen. Ein weiterer Schub quoll aus der Spitze und rann hinunter über meine Hand. "Ist das geil...", kommentierte ich erschöpft das jüngste Geschehen und merkte dabei, wie Julians Bewegungen erstarben und er unter mir zusammensackte.
Auch ich legte mich für einen Moment auf die Seite, bevor ich mich dann herumdrehte und in Julians Augen blickte, die wiederum völlig entgeistert in mein bespritztes Gesicht schauten.
"Hey, was ist denn?"
"Entschuldige... Das tut mir echt leid. Das wollte ich wirklich nicht..."
"Ist doch alles gut! Die Ladung musste sich offenbar erstmal freikämpfen." Ich lächelte ihn an. "Du musst dir wirklich keine Gedanken machen... Ich fand das richtig geil..."
Ich kroch zu ihm hoch und drückte ihm einen Kuss ins Gesicht. Dabei merkte ich, wie ich versehentlich sein Sperma auf seine Wange verteilte. Gleichzeitig strich ich mit meiner verschmierten Hand über seine Brust.
"Iihhh", zuckte er.
"Stell dich nicht so an... alles Bio!", fuhr ich ihn an. Dann mussten wir beide laut loslachen. Nachdem wir uns etwas beruhigt hatten, fragte ich ihn: "Wie war es denn für dich?"
"Unglaublich... Das hätte ich nie im Leben gedacht. Du bist echt die..." Er verstummte.
"Na, was bin ich?", kicherte ich. "Sag schon, dreckiger kann ich nicht werden..."
"Die geilste Schnecke ever!" Wieder lachten wir beide los und ich sackte auf Julian zusammen.
Etwas später hob er das Handtuch auf, das inzwischen auf dem Boden gelandet war und wischte uns notdürftig sauber. Dann kam mir ein erschreckender Gedanke. "Ich hoffe, deine Eltern sind nicht inzwischen heimgekommen und haben irgendwas gehört."
"Nein, keine Sorge. Die sind beide arbeiten und nicht vor 17 Uhr hier. Wir können ganz in Ruhe duschen, Eis essen und noch ganz viel Klavier spielen. Oder noch eine Runde machen."
"Das hättest du wohl gerne. Das schaffst du doch gar nicht mehr."
"Hm, da könntest du recht haben. Dann müssen wir uns in den Ferien nochmal treffen." "Unbedingt. Nichts lieber als das. In zwei Tagen ist Lena auch wieder da."
"Oh nein, ich weiß nicht, ob ich zwei von euch schaffe."
"Da musst du jetzt durch. Das ist dann reine Übungssache."
"Neeein..." Julian grölte. "Es hätten so erholsame Ferien werden können."
Der Rest des Nachmittags verging wie im Fluge. Zunächst führte Julian mich ins Bad, wo wir uns ausgiebig säuberten. Wir waren zwar nackt, wuschen und betrachteten uns gegenseitig, aber diesmal ohne eine hocherotische Spannung. Wir nahmen uns in den Arm, drückten und küssten uns und genossen einfach, zusammen zu sein. Bis wir schließlich seltsame Geräusche vernahmen. Die Eismaschine verkündete, dass Julians ambitionierte Stracciatella-Mischung fertig war. Wir zogen uns wieder an, Julian füllte zwei Becher ab und verstaute den Rest im Gefrierfach. Dann setzten wir uns auf die Terrasse und genossen sein Eis bei strahlendem Sonnenschein. Es schmeckte köstlich. "Wie beim Italiener" wäre falsch zu sagen. Es hatte eine ganz eigene Note. An der Eisdiele habe ich meist nach zwei Kugeln keine Lust auf mehr, aber Julians Eis hätte ich immer weiter verschlingen können. Wobei es gar nicht ums Verschlingen ging, dafür war es viel zu schade. Ich ließ jeden Löffel ganz sachte in meinem Mund schmelzen und langsam in meinen Rachen gleiten, um möglichst viel vom Geschmack mitzunehmen. Julian freute sich, wie ich sein Eis genoss. "Du solltest nicht so oft Eis machen." Er schaute mich fragend an. "Sonst hat man nämlich gar keine Lust mehr auf andere Abenteuer." Er verdrehte die Augen.
Wir saßen noch ein wenig in der Sonne, ich hatte es mir zwischen Julians Beinen gemütlich gemacht, und er seine Arme um mich geschlungen. Ich fühlte mich rundherum glücklich, wie es sich so noch nie vorher angefühlt hat. Es war jemand da, der mit mir, meinem Körper, meinen Gedanken und meinen Ergüssen etwas anfangen konnte, und sogar alles genau so besonders wahrnahm, wie ich selbst. Als ob alles, was ich bislang nur für mich gemacht hatte, erst jetzt einen Sinn ergab, weil es geteilt, bestätigt und gewürdigt wurde. Nun gut, auch Lena interessierte sich dafür, wir tauschten alles miteinander aus. Aber das war irgendwie noch etwas anderes. Das "Problem" war vermutlich, dass ich Lena schon aus der Sandkiste kannte. Sie war immer da gewesen. Das war wie selbstverständlich. Sie war eine ganz liebe. Ich kannte sie und ihren Körper in- und auswendig und wir hatten uns schon so oft gegenseitig liebkost. Das war schön und vertraut. Wir wussten immer, was die andere dachte und fühlte. Wir waren Seelenverwandte. Wir waren uns so verbunden, dass ich sie gar nicht mehr als eigenständige Person wahrnahm. Je länger ich darüber nachdachte, desto stärker wurde das Gefühl, dass ich Lena gerade mächtig unterschätzte. Sie war gerade zwei Wochen weg und ich hatte das Gefühl, dass mir die Decke auf den Kopf fällt. Bis heute. Aber das mit Julian... Das besondere ist, dass es so von 0 auf 100 zwischen uns gefunkt hat, und das auf allen Ebenen. Und auch wenn Lena zuckersüß und verführerisch ist, Julians Reize waren ganz neu und anders und deswegen so aufregend für mich. Aber noch ein anderer Grund wurde mir gewahr. Lag das vielleicht daran, dass sozusagen meine biologische Uhr tickte? Also nicht so, wie man das üblicherweise bei reiferen Frauen vor der Menopause zitiert. Ich meine das so: Lena hatte bereits diese lästige Periode, die das Herumexperimentieren mit den Jungs doch reichlich verkompliziert. Ich war bislang noch davon verschont geblieben und hatte das Gefühl, das irgendwie noch ausnutzen zu müssen, bevor es zu spät war. Mit Lena habe ich natürlich auch schon reichlich aufregende Erfahrungen sammeln können, sodass ich bis vor einiger Zeit tatsächlich gar nicht so scharf darauf war, das andere Geschlecht herauszufordern. Und nun, wo Lena gerade nicht da war... Irgendwie hatte ich jetzt doch wieder das Gefühl, dass nur meine Notgeilheit dazu geführt hatte, dass ich Julian "gefunden" hatte. Aber andererseits... Die anderen Jungs im Schwimmbad hatten mich nicht die Bohne interessiert, und von denen hatte sicherlich auch jeder zweite einen Ständer. Und auch wenn Julian wirklich nur gelangweilt im Becken gestanden hätte, wäre ich vielleicht auf ihn aufmerksam geworden und wir wären aus Langeweile aus dem Becken geflüchtet.
"Sag' mal, das ist doch eigentlich ein ganz großer Zufall gewesen, dass wir uns heute begegnet sind, oder? Wenn ich nicht zu dir ins Becken gekommen wäre, wann wären wir uns dann über den Weg gelaufen?"
"Tja, gar nicht so einfach. Ich denke aber doch, dass wir uns auch begegnet wären, wenn ich da nicht schwitzend im Kinderbecken gestanden hätte."
"Hm... vielleicht... ja. Ich bin ja extra rübergegangen, um im kleinen Becken ein wenig abzuspannen. Begegnet wären wir uns sicherlich. Aber hätten wir auch miteinander geredet?" "Auch dann hätte ich sehr sympathisch ausgesehen. Du hättest dann bestimmt mit deiner Schwimmbrille gespannt." Er gluckste.
"Hm. Ja, okay. Aber... Was wenn ich es mir heute anders überlegt hätte und vielleicht erst am Nachmittag schwimmen gegangen wäre?"
"Okay... Dann war es vielleicht doch Schicksal. Andererseits... Ich hatte schon überlegt, ob ich im großen EDEKA einen Aushang mache."
"Was?! Einen Aushang? Suche Zuckermaus, die mich im Schwimmbad aus misslicher Lage befreit?", grölte ich.
"Tsss. Nein, ich möchte gerne Musik mit anderen machen. Bei mir an der Schule hatte ich schonmal mit dem einen oder anderen was versucht. Aber so wirklich auf einen Nenner sind wir nicht gekommen."
"Okay... Die Anzeigen bei EDEKA, wenn wir da mal sind, habe ich mir noch nicht angesehen. Aber meine Mutter schaut da immer drauf. Die hätte mich da bestimmt drauf aufmerksam gemacht. Ich hatte übrigens überlegt, ob ich Klavierstunden nehmen soll. Du hast doch bestimmt auch Unterricht, oder?"
"Ja, beim Hofmann. Der unterrichtet in der Musikschule. Allerdings bin ich privat bei ihm, weil mein Vater ihn gut kennt. Der wohnt auch außerhalb, sogar in Richtung Sindeln. Aber in Sindeln gibt es doch auch einen, oder?"
"Ach, den Böttcher, bei dem war ich schon. Der ist uralt, und außerdem grapscht er gerne an den Mädchen herum. Das habe ich ganz schnell wieder aufgegeben. Meine Eltern hatten das dann auch von anderen gehört, dass der ganz eklig ist. Dann finde ich das mit dem Hofmann schon interessanter."
"Siehst du, dann wären wir uns vielleicht spätestens über ihn begegnet. Denn er macht regelmäßig Musikabende mit allen seinen Schülern." Nach einer weiteren Minute gemütlicher Stille fing Julian plötzlich an herumzudrucksen. "Du… Jenny..."
Ich löste mich etwas irritiert aus seiner Umklammerung, hockte mich dann neben ihn und drehte mich zu ihm. "Ja?"
"Also… das mit Lena… Sie ist doch nicht nur deine beste Freundin, sondern auch irgendwie deine… Liebhaberin, oder?"
Oh je. Julian machte sich gerade ähnliche Gedanken wie ich selbst vorhin. "Ja… also… das kann man schon so sagen. Aber keine Sorge. Lena und ich waren uns immer einig, dass wir unbedingt beide unseren Traumtypen finden müssen."
"Ich hoffe, dass ich jetzt der Traumtyp bin."
"Das bist du! Und so was von!"
"Aber sicherlich auch nur dein Traumtyp und nicht ihrer…"
"Hast du Angst, sie könnte eifersüchtig sein?"
"Naja, es wäre mir total unangenehm, wenn das mit uns jetzt irgendwie zu Problemen oder Streit bei euch führen würde."
"Das kann ich natürlich verstehen. Und ich bin auch gespannt, wie Lena dich findet. Ich kann mir aber wirklich nicht vorstellen, dass Lena damit ein Problem hat. Sie hat mir selbst schon bei dem einem oder anderen Jungen vorgeschlagen, dass ich mal auf Tuchfühlung gehen sollte. Was allerdings nicht passiert ist, weil ich die dann doch irgendwie komisch fand. Ich habe halt auf einen Volltreffer wie dich gewartet!" Ich strahlte Julian an. Aber der schaute mich immer noch verhalten an. "Glaub mir, alles wird gut. Und selbst, wenn sie etwas neidisch wird, auch für sie finden wir noch jemanden. Oder…" Jetzt wurde ich allerdings auch etwas nachdenklich. "Fändest du es nicht gut, wenn Lena und ich immer noch sehr innig wären, obwohl du jetzt an meiner Seite bist?"
"Also, wenn ihr wirklich schon immer beste Freundinnen und mehr wart, dann kann ich mir nicht vorstellen, dass sich das ändern wird. Und eigentlich würde auch ich das nicht wollen. Hauptsache, ich habe überhaupt eine Chance ihr gegenüber."
Oh je. Julian gab sich wirklich unglaublich bescheiden. "Ich lass dich nicht mehr gehen. Das kannst du mir glauben. Da würde ich alles für tun." Wie selbstverständlich drückte ich mich wieder an ihn, und gab ihm einen saftigen Kuss auf seinen Mund. Das erwiderte er direkt und wir vertieften uns bestimmt über eine Minute in eine leidenschaftliche Intimität, bis wir uns tief durchatmend wieder voneinander lösten.
Schließlich schlug ich vor, dass wir uns wieder etwas der Musik widmen, denn ich war neugierig, was Julian sonst noch so spielte. Er zeigte mir daraufhin im Wohnzimmer einige Notenhefte, mit denen er sich auseinandergesetzt hatte. Einiges kannte ich, und hatte es auch auf der Geige einstudiert. Ich beschloss, beim nächsten Mal auf jeden Fall mein Instrument mitzunehmen, damit wir ein Duett machen konnten. Ich blieb aber erstmal bei einem Heft von Grieg hängen. Von dem hatte ich auch schon mal etwas gespielt, die Stücke in diesem Heft kannte ich nicht, hatten aber alle interessante Titel, wie "Die Bremse und die Fliege" oder "Solfager und der Würmerkönig". Während ich mich noch über die Titel amüsierte, kam Julian mit einem Vorschlag.
"Warte, von Grieg habe ich noch irgendwo ein Klavierduett, das ist gar nicht so schwer, glaube ich... Hier, in der Halle des Bergkönigs."
"Klingt auch lustig. Kennt man das?"
"Ja, das ist aus Peer Gynt, wie die Morgenstimmung, die wohl so ziemlich jeder kennt." Er ging hinüber zur Musikanlage seiner Eltern und fischte eine Platte aus dem Schrank, die er auflegte. Es ging mit einem geheimnisvollen Pizzicato, also zupfenden Streichinstrumenten, los, das immer schneller, lauter und schräger wurde und schließlich im wilden Chaos endete. Natürlich kannte man das Stück, ich hörte aber nochmal genau hin um abzuschätzen, was mich gleich am Klavier erwartete. Die Noten waren wohl von Grieg selbst auch als Klavierduett verfasst, bekannt ist aber natürlich vor allem die Orchesterversion.
Julian hatte die tiefe Lage auf dem Klavier bereits mal probiert. Die hohe, etwas leichtere Stimme bot er mir an. Ich kam auch tatsächlich schnell rein, wobei es ein großer Vorteil ist, wenn man bereits weiß, wie es klingen soll. Die Melodien wurden zudem von meinen beiden Händen gedoppelt, so dass gar nicht so viel Neues zu erarbeiten war. Nach einer knappen Stunde mit viel Spaß, Gelächter und körperlicher Neckereien, klang das ganze schon ganz brauchbar. Vor allem gab es auch Stellen, an denen sich unsere Stimmen überkreuzten und die Arme ineinandergriffen, was zu Beginn immer in die Hose ging.
Ich fragte mich, wie ich das wohl zuhause ohne seine Begleitung üben konnte, vielleicht mit einer Smartphone-Aufnahme. Da kam plötzlich ganz viel Energie in Julian, ich hatte damit wohl genau sein Thema getroffen und er referierte mir dazu in aller Ausführlichkeit und mit Leuchten im Auge. Audioaufnahmen auf dem Smartphone klängen nicht nur bescheiden, sondern seien auch eher unhandlich. Wenn man dazu rauskommt, muss man immer wieder von vorne anfangen, man kann das Tempo nicht umstellen, und so weiter. Aufnahmen im Speicher eines Keyboards seien schon besser, der Klang ist identisch zu dem vom eigenen Spiel, man kann das Stück auch von der Geschwindigkeit anpassen, wenn man es zunächst langsamer üben will. Ich warf dann ein, dass ich den Speicher blöd fand, weil die Stücke immer weg sind, wenn man das Keyboard ausschaltet und ich es daher möglichst anlasse. Außerdem gibt es nur ein paar wenige Spuren, so dass man sich immer gut überlegen muss, welche man zugunsten einer neuen Aufnahme löscht. Falls ich dort Ideen festgehalten hatte, musste ich sie mir dann doch irgendwie mit dem Smartphone aufnehmen. Und wie sollte ich überhaupt seinen Part auf mein Keyboard bekommen. Aber auch dafür hatte er eine Lösung. Vielleicht seien mir ja schonmal die runden Buchsen am Keyboard aufgefallen, dass sind die MIDI-Anschlüsse. Diese Technik gibt es schon seit den 80'er Jahren, also fast, seit man sich als Normalsterblicher ein Keyboard leisten konnte. Damals musste man sich aber zusätzlich für teures Geld spezielle Geräte kaufen, um die Anschlüsse benutzen zu können. Heute hingegen gibt es dafür zahlreiche kostenlose Software für den Laptop oder inzwischen sogar Apps für das Smartphone. Von der Idee her ist das ähnlich wie der Keyboard-Speicher. Während man spielt, zeichnet die Software einfach auf, welche Töne man wann, wie lange und wie laut drückt. Und die Software kann später diese Aufzeichnung auch wieder an das Keyboard zurückschicken, und man hört exakt das, was man gespielt hat. Und nicht nur das, mit der Software kann man das Stück anpassen, also zum Beispiel, langsamer abspielen, transponieren, Stimmen ausblenden, aber auch falsche Töne löschen oder korrigieren. Das ist natürlich super, weil man bei Aufnahmen ja fast immer kleine Fehler macht und immer kirrer wird, je öfter man es nochmal versucht. Die Dateien, die dabei entstehen, sind viel kleiner als Mp3s, da sie ja nicht mehr Informationen enthalten als ein Notenblatt und lassen sich damit auch unkompliziert mit Freunden teilen. Julian könnte mir also seinen Part als MIDI aufnehmen und mir über Whatsapp zuschicken. Dann verließ er kurz den Raum und kam mit einer Kiste wieder, in der allerhand Kabel, Stecker und CDs lagen. Dies sei die "Grabbelkiste" seines Vaters, der Entwickler bei einem namhaften Hersteller von Audiogeräten war. Das Material benötigte er nicht mehr, dieses war aber noch voll funktionstüchtig und es war explizit erlaubt und gewünscht, dass Julian es verwendete oder an Mitschüler oder Freunde weitergab, wenn er Projekte mit ihnen anging. Er suchte ein MIDI-Kabel mit USB-Anschluss am anderen Ende heraus. Das könnte ich an einen Laptop oder PC anschließen. Mit einem Adapter, den er ebenfalls aus der Kiste fischte, ließ es sich auch mit dem Smartphone verbinden. Danach installierten wir auf meinem Smartphone eine App, mit der man MIDI-Dateien aufnehmen und abspielen konnte. Eine weitere App zeigte er mir, die war in der Lage, eine Datei als Noten anzuzeigen. Das fand ich richtig klasse. Wie oft hatte ich mir ältere Aufnahmen von meinen Ideen angehört und wusste einfach nicht mehr, wie ich die gespielt hatte. Bei der Gelegenheit machte ich auch gleich noch ein Selfie von Julian und mir, vor dem Piano sitzend.
Aber etwas verwundert war ich dann doch, denn die Apps konnten die Noten nicht nur auf das Piano von Julian schicken, sondern auch auf dem Telefon selbst abspielen. "Wenn in den Dateien doch nur steht, welche Töne ich gespielt habe, woher weiß die App, dass sie eine Klavierstimme verwenden soll?!"
"Nun ja, dazu musst du wissen, dass jeder Computer mit Soundchip oder Soundkarte, egal ob Smartphone oder Hochleistungs-PC, einen eigenen Synthesizer eingebaut hat, also Klänge von verschiedenen Instrumenten im Bauch hat. Je nach Güte des Soundchips ist die Qualität der Sounds mal besser oder mal schlechter. Hier schau, ich habe in den Einstellungen hinterlegt, dass ein Piano-Sound zum Abspielen genommen werden soll. Man kann das aber auch in der Datei selbst festlegen. So mag es vielleicht wie ein guter Piano-Sound klingen, weil der Lautsprecher von deinem Smartphone nicht viel hergibt und eine gute Klavieraufnahme nicht viel besser klingen würde. Aber wenn du einen Kopfhörer nimmst, wirst du hören, dass der Sound eigentlich nicht soo toll ist."
Ich war schwer beeindruckt von Julians Wissen. Eigentlich bin ich gar nicht so technisch versiert, aber er konnte mir das alles ganz verständlich erklären und mir genau die praktischen Tipps geben, die ich längst gebraucht hatte und jetzt nicht mehr missen will. Er hatte mich also schon wieder mit einem Schlag ungeheuer glücklich gemacht. Aber nun war es auch genug, für mehr war ich nicht mehr aufnahmefähig und bat darum, lieber nochmal etwas zu spielen. Und während wir den Bergkönig nochmal durchgingen, hörte ich Geräusche vom Flur her. Kurz darauf öffnete sich die Tür und eine Frau schaute neugierig zu uns rein.
"Hallo Julian, das klingt ja schon toll. Oh, hallo, wen hast du denn da zu Gast?!"
"Hallo, Mama, das ist Jenny. Wir sind uns heute morgen zufällig im Schwimmbad begegnet. Dabei haben wir festgestellt, dass wir beide Musik machen und nun probieren wir hier einiges aus. Ich hoffe, das ist okay."
"Hey, das ist ja eine Überraschung. Hallo, Jenny, herzlich willkommen bei uns. Ich bin Tina." Sie kam auf mich zu und gab mir die Hand. "Natürlich ist das okay. Komm vorbei wann immer du magst. Ich freue mich." Und dann flüsterte sie mir zwinkernd ins Ohr: "Vor allem, dass er sich mal mit anderen beschäftigt und nicht nur mit seinen Büchern und Gerätschaften."
Ich grinste. "Da werde ich auf jeden Fall ein Auge drauf haben!" Tina lachte. "Das ist schön. Bleibst du noch zum Abendbrot? Mein Mann wird auch gleich kommen, und dann essen wir."
Ich überlegte kurz. "Ja, gerne. Ich melde mich nur kurz bei meinen Eltern, damit die sich keine Gedanken machen. Mein letzter Bus fährt um halb 8, den muss ich auf jeden Fall noch bekommen." "Nanu, wo wohnst du denn?!"
"In Sindeln."
"Ach. Das ist ja spannend. Dann kann ich dich nachher mitnehmen, ich habe noch einen Termin in Behmstadt, da fahre ich durch Sindeln."
"Oh, prima. Dann fahre ich gerne mit."
"Okay. Ich sage gleich Bescheid, wenn das Essen fertig ist."
Als Tina draußen war, fiel mir wieder siedend heiß das Chaos ein, das wir im Bett hinterlassen hatten. Durch das Eis und die Musik hatte ich das völlig aus den Augen verloren. Dann fiel mir aber zu meiner großen Erleichterung auf, dass Julian das Bett bereits abgezogen hatte. Er bemerkte meinen Blick.
"Keine Sorge. Als du ins Bad gegangen bist, habe ich das Bettzeug gleich in die Waschmaschine gesteckt. Morgen hat meine Mutter frei, da ist immer unser großer Wasch- und Einkaufstag, an dem ich auch mithelfen muss. Mama wird sich freuen, dass ich vorausschauend schon heute meine Bettwäsche gereinigt habe..."
Einen kurzen Augenblick später rief Tina uns bereits zum Essen. Da lernte ich auch gleich Ralf, Julians Vater kennen. Seine Eltern waren echt nett. Vor allem Ralf interessierte sich dafür, was wir am Klavier alles probiert hatten. Schließlich kam die Frage, was wir denn noch vorhatten und wann wir uns wieder treffen. Ich sagte, dass mir Julians neues Stück sehr gut gefallen habe und ich das vielleicht mit meiner Violine ergänzen könnte. Julian fand das eine tolle Idee und lud mich gleich für den Donnerstag wieder ein. Am nächsten Tag, dem Mittwoch, ging das leider nicht, denn wie schon erwähnt, hatte Tina ihren freien Tag, an dem eingekauft, gewaschen und die Großeltern versorgt und besucht wurden, und das mit Julians Hilfe. Nach dem Essen verteilte Julian noch stolz sein selbstgemachtes Eis, das auch bei seinen Eltern sehr gut ankam.
Schließlich machte sich dann Tina mit mir auf den Weg und lieferte mich um kurz nach 7 zuhause ab. Meine Mutter nahm mich auch sofort in die Zange und wollte wissen, was denn heute passiert sei, dass ich jetzt erst nach Hause kam. Erst war sie sehr skeptisch, aber als ich dann die Aufnahmen abspielte, die Julian mir noch über Whatsapp zugeschickt hatte (seinen Part vom Bergkönig, und auch sein eigenes Piano-Stück), war sie einigermaßen beruhigt.
"Wie hieß die Mutter doch gleich?"
"Tina. Und auf dem Türschild stand 'Frey'."
"Warte mal... Tina Frey... Das sagt mir irgendwas... Richtig, die gibt einen Kurs an der Volkshochschule, über Kreatives Schreiben. Ich hatte tatsächlich überlegt, dorthin zu gehen. Und weißt du was? Das mache ich jetzt. Das geht nämlich heute los in Behmstadt. Ich habe auch nichts weiter vor heute abend."
Ich musste kichern. "Hätte ich das gewusst, hätte ich Tina noch einen Moment warten lassen, damit du dazusteigen kannst..."
Mama grinste. "Ja, lustig wäre das gewesen. Aber vielleicht ergibt sich das ja noch ein anderes Mal. Willst du auch mit?" Ich wollte mich gerade herausreden, dass ich mich lieber wieder der Musik widme, um am Donnerstag vielleicht Julian schon etwas Neues präsentieren zu können. Aber dann dachte ich mir: Warum eigentlich nicht? Mit Mama alleine etwas zu machen ist eigentlich ganz schön. Das machen wir immer seltener. Schreiben war außerdem ein Punkt, der auch auf meiner Ferienliste stand. Und es wäre natürlich lustig, gleich wieder bei Tina auf der Matte zu stehen. Üben konnte ich noch den ganzen nächsten Tag. Eigentlich war es fast ein wenig peinlich, auf dem Weg hierher hatten wir nur über Julian und Musik geplaudert, ich hätte wenigstens mal fragen können, was sie denn nach Behmstadt verschlägt. "Na, das scheint ja eine schwere Entscheidung zu sein." "Ach nein, ich glaube, ich komme mit. Das interessiert mich doch."
Kurz vor acht betraten wir die Schule in Behmstadt und folgten der Beschilderung für den Kurs. In dem Klassenzimmer, in dem der Kurs stattfand, saßen noch drei weitere Personen, interessanterweise alles Frauen, jedoch gemischten Alters. Tina blickte zu uns und bekam große Augen.
"Nanu, Jenny, da bist du ja wieder! Wenn ich das gewusst hätte, dann hätten wir ja auch zusammen weiterfahren können."
"Nee, das passt schon. Ich musste erst noch meine Mutter überreden mitzukommen."
Mama stieß mich lachend in die Seite. "Na, wer hat denn hier wen überredet? Hallo, ich bin Katharina, Jennys Mutter. Also, wir haben uns doch relativ spontan entschieden zu kommen. Das VHS-Programm hatte ich schon etwas länger auf dem Tisch liegen."
"Hallo, Katharina. Das freut mich. Na, dann schauen wir doch mal, ob das was für euch ist."
Die nächsten 90 Minuten waren tatsächlich sehr spannend und machten wirklich Lust auf mehr. Wir bekamen neue Ideen, an das Schreiben heranzugehen, wie das bildliche Hineinversetzen in Situationen oder das Suchen nach Begrifflichkeiten. Auch das Arbeiten in Gruppen ist dabei ein wichtiger Ansatz, und das sollte an drei weiteren Abenden im Kreis der Teilnehmer noch eingehender demonstriert und probiert werden. Jetzt war ich auch deutlich motivierter, was das Arbeiten an meinen Songtextfragmenten anging.
Am nächsten Tag vertiefte ich mich aber erstmal wieder in die Musik. Ich probierte mit dem neuen Kabel und der neuen App, ob ich allein an meinem Keyboard damit zurechtkam. Nach ein paar Versuchen schaffte ich es, die Dateien von Julian auf dem Keyboard abzuspielen und eigene Dateien aufzunehmen. Ich versuchte dann, die Melodie von Julians Lied auf der Geige mitzuspielen, was mir nach einiger Zeit auch gelang und ich machte mich daran, daraus eine begleitende zweite Stimme zu machen. Es machte total Spaß. Die Melodie war traumhaft und zauberte mir herrliche Emotionen in den Kopf. Das Probieren und Improvisieren dazu war fast wie sich auf einer Welle treiben zu lassen. Es war fast gar nicht möglich, irgendetwas langweiliges oder unpassendes dazu zu spielen. Immer wieder neue Variationen setzten sich in meinen Kopf. Aber nach einiger Zeit setze sich allmählich eine Linie fest, die sich ähnlich wie Julians Vorgabe langsam steigerte.
Mir kam dazu noch eine weitere Idee, die unbedingt weiterverfolgt werden musste. Aber hierzu brauchte ich Lenas Hilfe. Sie hatte mir geschrieben, dass sie vermutlich erst später am Abend wieder zuhause sein würde. Ich war gespannt, ob sie sich morgen früh auf einen Überfall einlassen würde...
Jetzt in den Ferien war ich gerade ein wenig auf mich allein gestellt. Meine Freundin Lena würde erst in ein paar Tagen von einer Urlaubsreise zurückkommen und viele andere aus meinem Freundeskreis waren auch nicht zugegen. Wirklich schlimm fand ich das eigentlich nicht. Ich habe viele Interessen und während der Schulzeit muss ich mir schon genau überlegen, womit ich mich in meiner freien Zeit beschäftige. Nun war die Gelegenheit mich also mal ungehindert in die Dinge zu vertiefen, die sonst zu kurz kamen. Schwimmen war eines davon. Nun gibt es in Sindeln leider kein Schwimmbad. Aber mit dem Bus kommt man gut die 12 Kilometer weiter nach Kurzbach. Entsprechend wenig Badbesucher kannte ich hier. Und das war vielleicht gar nicht so schlecht. Manchmal bekomme ich im Wasser so einiges mit - wenn ich mich mit meiner Schwimmbrille so umschaue. Sei es mal ein Pärchen, das Spaß unter Wasser hat, oder ein Junge, der sich von den teilweise gewagten weiblichen Anblicken etwas abreagieren muss. Sollte ich dabei mal offensichtlich etwas zu viel mitbekommen, war das nicht schlimm. Die anderen kannten mich nicht und ich sie nicht - es musste keiner befürchten, dass ich etwas ausplaudere. Aber - ich muss zugeben, dass ich es an diesem Dienstag durchaus darauf angelegt hatte, möglichst viel davon mitzubekommen. Aber was ich letztendlich damit losgetreten hatte, das hätte ich mir so nicht träumen lassen.
Mir war warm. Einen Kilometer hatte ich bestimmt schon hinter mir. Das Wasser im Sportbecken war zwar etwas kälter als in den anderen Anlagen, aber wenn man stetig in Bewegung ist, kommt man eben doch ins Schwitzen. So viel Sport mache ich nicht, aber wenn, muss es Spaß machen. Ich liebe es, durch das Wasser zu gleiten, eine stetige Vibration am Körper zu spüren. Andere gingen Joggen oder ins Fitness-Studio. Das war aber irgendwie nichts für mich, auch wenn es sicherlich viel einfacher einzuplanen ist. Meinem Körper sah man es leider auch an, dass er eher weniger sportlich beansprucht wurde. Ich fand mich aber nicht dick oder hässlich. Mein rundes Gesicht mit den braunen Kulleraugen und meine schulterlangen braunen Haare waren durchaus ein Blickfang für viele Jungs aus meiner Schule - ich wurde deutlich öfter angelächelt als andere. Um meine Oberweite war es weniger bestellt - aber ich hatte Hoffnung, dass sich da noch einiges tun würde. Darunter wurde es dann doch etwas praller - was mich letzten Endes dazu angespornt hatte, endlich wieder öfters das Schwimmbad aufzusuchen.
Ich stieg aus dem Sportbecken und suchte das Spaßbecken auf um etwas abzuspannen. Doch als ich in der anderen Halle ankam, musste ich feststellen, dass sich dort gerade eine Horde pubertierender Jugendlicher tummelte. Sicherlich aus Kurzbach, denn ich kannte niemanden von ihnen. Da waren die Klassengrazien, die herablassend in ihrem Trend-Bikini durchs Becken stolzierten und die Macho-Sprüche über sich ergehen lassen mussten, die die Jungs herausposaunten und dazu zweideutige Bewegungen machten. Andere neckten die Jungs aber erst recht und zupften sich gegenseitig an ihren Ober- und Unterteilen herum, bis dann immer wieder einer der Kerle darauf ansprang und Hand anzulegen versuchte, was die Mädels dann kreischend abwehrten. Das ganze hatte zwar durchaus eine Freizügigkeit, die anregend hätte sein können, wenn sich denn nicht alle so affig dabei verhalten hätten. Das wollte ich mir jetzt eigentlich nicht antun. Mein Blick schweifte aber noch durch den Rest des Beckens.
In der Ecke stand ein einzelner Junge und sein Gesichtsausdruck sprach Bände. Er erinnerte mich an den meines größeren Bruders, wenn er vor Geilheit gegen seine "Anspannung" ankämpfte. Der Junge mochte vielleicht gerade so alt sein wie ich. Und sah eigentlich ganz sympathisch aus. Schlank, aber nicht drahtig, ein sanfter Blick und kurze, blonde Haare. Scheinbar hinterließen die Mädels im Becken einen reizenden Eindruck bei ihm. Beteiligen wollte er sich an der Orgie aber wohl nicht und fühlte sich nun sichtbar unwohl. Er war gefangen in seiner Ecke. Wenn er das Becken verlassen hätte, wüssten sicherlich alle sofort Bescheid, was er für ein Problem hatte. Schöner Mist. Eigentlich hätte es mir ja egal sein können. Irgendwann hätte sich die Szenerie bestimmt aufgelöst. Er tat mir aber irgendwie leid. Und auch noch aus einem anderen Grund war mein Interesse geweckt...
Ihr wisst ja vielleicht wie das ist, wenn jemandem schlecht ist und man Zeuge davon wird, wie derjenige sich übergeben muss, dann wird einem selbst auch schlecht und man könnte sich glatt dazustellen. Bei mir ist es ähnlich, wenn ich miterlebe, dass jemand geil ist. Also richtig erregt und nicht einfach nur so pubertär albern, wie die anderen Jungs sich hier gerade gaben um das Angraben zu üben. Wie oft kam es schon vor, dass meine Eltern sich in ihrem Schlafzimmer vergnügten und ich nebenan in meinem Zimmer alles mitbekam. Es passierte auch schon, dass sie sich im Haus allein wähnten, während ich still und leise von Lena zurückkam und meine Augen immer größer wurden, als ich sah, wie meine Mutter im Wohnzimmer auf dem Sofa in 69'er-Stellung meinen Vater mit dem Mund bearbeitete und er ihr währenddessen mit den Fingern durch ihre Spalte fuhr. Andere hätten sich vielleicht in diesem Moment peinlich berührt oder angeekelt verzogen, aber mir lief ein wohliger Schauer über den Rücken und meine Hand wanderte dabei wie selbstverständlich in meine Hose und glitt über meine eigene Spalte, die sicherlich in diesem Moment genauso feucht war wie die meiner Mutter. Als beide dann ein wenig später ihren Höhepunkt herausstöhnten, musste ich mächtig aufpassen, mich nicht durch Geräusche meinerseits zu verraten.
Von meiner älteren Schwester bekam ich hingegen nie viel mit, die hing meistens bei ihrem Freund herum. Mein Bruder hingegen, der nur zwei Jahre älter war als ich, verwöhnte sich sehr regelmäßig in seinem Zimmer. Auch er hatte sich schon das ein oder andere mal unbeobachtet gewähnt, weil er früh Schulschluss hatte und alle anderen noch ausgeflogen waren. Aber auch bei mir fällt mal eine Stunde aus, und dann werde ich hin und wieder Zeuge, wie er sich sein bestes Stück vornimmt. Auch dabei kann ich schlecht die Finger von mir lassen, wenngleich mein Bruder nicht so leidenschaftlich vorgeht wie meine Eltern. Ich hatte tatsächlich schon daran gedacht, mich ihm mal zu offenbaren, aber ich habe die Befürchtung, dass das eher nach hinten losgehen würde. Er lebt irgendwie in seiner eigenen Welt und würde danach vermutlich komplett dicht machen - und sich so schnell nicht mehr erwischen lassen. Aber eine Verbündete hatte ich dann doch. Vor meiner Freundin Lena hatte ich keine Geheimnisse. Wir hatten uns vor einiger Zeit quasi zusammen und gegenseitig entdeckt und dabei schon sehr viele schöne und geile Momente verlebt. So schön das auch war, wir fanden Jungs ebenso interessant und waren uns einig, dass auch diese irgendwann erforscht werden sollen. Ergeben hatte sich das bislang aber noch nicht aus Ermangelung an ansprechenden und willigen Kandidaten Nun war Lena aber schon fast zwei Wochen lang verreist und ich musste mir wohl nun eingestehen, dass meine Hormone mich gerade doch ein wenig auf den Kopf stellten. Somit übte dieser Junge im Becken eine mächtige Anziehungskraft auf mich aus.
Aber ich sah in den Augen des Jungen nicht nur Geilheit. Ich sah auch, dass es in seinem Kopf arbeitete. Er war nicht im Becken, um dieses Schauspiel zu genießen. Er wäre lieber woanders, konnte sich den gebotenen Reizen aber wohl nicht genug widersetzen. Er wägte ab: Warten, oder raus aus dem Becken. In diesem Moment fasste ich einen Entschluss. Ich würde ihn da rausholen. Ich ging am Beckenrand entlang in die hintere Ecke und stieg die Keramikstufen neben ihm am Beckenrand hinunter. Bislang hatte er noch keinerlei Notiz von mir genommen. Nun sah ich recht deutlich, wie seine Hände an seiner Sportbadehose lagen. Wenn es denn wenigstens Bermuda-Shorts gewesen wären. Mit denen hätte er unauffällig aus dem Becken steigen können. Ich hüpfte durchs Wasser und kam zwischen ihm und der Schülertruppe zum Stehen.
"Hallo. Alles klar bei Dir?"
Sein Kopf drehte sich irritiert zu mir, seine Hände ließen von der Hose ab und er blickte mir in die Augen. "Äh, hi", stotterte er, "ähm, ja, absolut".
"Na, ich weiß ja nicht", sagte ich und setzte ein Lächeln auf. Mehr oder minder ohne Vorwarnung legte ich meine Hand auf seine kritische Stelle. Er zuckte zusammen und schnappte nach Luft. "Hey, nicht so auffällig. Sonst kriegen doch gleich alle mit, was hier läuft." Sein Mund schloss sich wieder und er atmete einmal tief durch. "Dachte ich mir doch, dass es hier einen Notfall gibt." Ich habe sicherlich keine Zauberhände, auch wenn ich in diesem Augenblick sehr deutlich spüren konnte, wie sich die Beule in seinem Stoff zu einer knallharten Latte aufbäumte. "Na, das sollten wir doch schnell in den Griff kriegen." Ich kam noch ein wenig dichter und meine Hand glitt unter den Zug seiner Hose, wo ich seine Stange zu fassen bekam und nach oben richtete. Er atmete wieder ganz tief durch und schloss kurz die Augen. Langsam schob ich meine Finger nach unten und wieder hoch. Ich spürte seinen Schwanz pochen. Dann schob ich meine Hand gemächlich ab und wieder auf, immer weiter. Irgendwann zog ich auch seine Vorhaut mit und spürte seine glatte pulsierende Eichel an meiner Handinnenfläche.
"Scheiße...", entfuhr es ihm leise.
Dasselbe musste ich mir allerdings innerlich auch sagen. Nach außen hin wirkte ich möglicherweise cool und selbstsicher. Aber das war ich nicht. Eigentlich hatte ich nur die Situation erkannt und spontan ausgenutzt, die mich jetzt dahin brachte, wohin ich schon länger wollte: Einen Jungen an seiner empfindlichsten Stelle spüren. Weil ich neugierig war. Weil ich aufgeregt war. Weil ich wusste, dass es mich auch erregen würde. Ich hatte bislang nicht mal darüber nachgedacht, ob es auch hätte schief gehen können. Ob er mich vielleicht angeschrien oder sich einfach abgewendet hätte. Oder ob wir uns durch zu viele offensichtliche Bewegungen im Becken verraten. Dieser Gedanke ließ meinen Puls in diesem Moment aber nur noch höher steigen. Meine andere Hand war schon wie von selbst unter meinen Badeanzug gerutscht und versuchte, das äußerst angenehme Pulsieren zwischen meinen angeschwollenen Lippen noch wohliger anfühlen zu lassen. Einen kurzen Augenblick vergaß ich, dass nur knapp zwei Meter hinter mir irgendwelche Teenager ausgelassen albern durchs Wasser stoben. Und dann merkte ich auch schon, wie sein Ding heftig zuckend meinen Griff zu sprengen versuchte. Er atmete die Anspannung tapfer weg und kam dann langsam wieder zur Ruhe. "Boah, das war unglaublich..." Ich merkte, wie er an Härte verlor. Vorsichtig drehte ich ihn wieder nach unten und zog langsam meine Hand hinaus.
Tja, das war zumindest das, was sich in meinen Gedanken abgespielt hatte. In Wirklichkeit stand ich immer noch am Beckenrand und versuchte mir zurechtzulegen, wie ich mit dem Burschen in Kontakt treten sollte. Ihm einfach in die Hose fassen... Das wäre tatsächlich unsagbar geil gewesen. Aber die Unsicherheit, die eben schon meine Phantasie unterwandert hatte, ließ mich schnell zur Erkenntnis gelangen, dass die Rettungsaktion eher unspektakulär ablaufen sollte. Mein Blick fiel auf die Regalwand hinter dem Becken, die dafür gemacht war, dass die Gäste dort ihre persönlichen Sachen ablegen konnten. Auch meine Sporttasche mit meinem Handtuch stand darin. "Das sollte funktionieren", sagte ich leise zu mir und stieg dann tatsächlich in das Becken hinab. Langsam streifte ich durch das bauchhohe Wasser, an dem Jungen vorbei, während ich Blickkontakt zu ihm suchte. Er erwiderte kurz meinen Blick, lächelte verlegen und schaute wieder zu der Horde hinüber.
"Was ist denn hier los?", fragte ich unschuldig. Dann schaute ich ihn wieder an, damit er es auch wirklich als Ansprache verstand.
Tatsächlich reagierte er. "Äh, keine... Ahnung."
"Muss man nicht haben, oder?" Er schaute mich wieder kurz an und schüttelte den Kopf. Jetzt kam mein Angriff. "Dann lass uns doch woanders hin. Sollen wir rüber in den Whirlpool?"
"Ähm... ich, äh, weiß nicht so recht..."
Ich schaute ihn etwas irritiert an. Natürlich gespielt. Dann wanderte mein Blick dramatisch langsam an ihm herunter. Sein Atem wurde schlagartig nervöser. Ich versuchte, möglichst beruhigende Töne hervorzubringen. "Verstehe... Das... kann doch jedem passieren... Wir kriegen dich schon unauffällig hier raus." Kleine Kunstpause. "Pass auf, ich gehe jetzt aus dem Becken raus, und komme gleich mit einem großen Handtuch an die Treppe. Okay?" Er grübelte etwas, dann nickte er und schien erleichtert. "Ich bin übrigens Jenny."
"Äh, ich... bin... Julian."
"Okay, bis gleich", zwinkerte ich ihm zu.
Gemächlich machte ich mich wieder auf zum Beckenrand, nahm die Stufen und ging zum Regal hinüber. Ich öffnete meine Tasche und zog das Handtuch heraus. Ich entfaltete es und ging wieder zum Becken zurück. Dabei wuschelte ich damit im Gesicht und meinen Haaren herum. Ich sah, wie Julian langsam auf die Stufen zukam und diese dann erklomm. In dieser Hallenecke hielt sich gerade sonst niemand auf. Dennoch zögerte er einen Moment, ganz aus dem Becken zu steigen. "Am besten steigst du einfach aus. Das ist am unauffälligsten... Ich schaue auch nicht hin." Er machte etwas verzögert den letzten Schritt aus dem Becken. Ich hielt ihm das Handtuch hin. Er nahm es dankend und trocknete sich damit ebenfalls die Haare und das Gesicht. Es war groß genug, dass es ihm bis zu den Knien reichte. Ich setzte mich dann in Bewegung.
Julian folgte mir langsam zurück in die große Halle - sich dabei weiterhin Haare, Gesicht und Brust abrubbelnd. In einem abgetrennten Bereich warteten mehrere kleine Whirlpools auf Besucher. Viel war an diesem Vormittag nicht los und daher standen auch noch zwei der vier Becken komplett leer. Ich wählte eines aus und ließ mich langsam hineingleiten. Kurz darauf kam auch Julian angetrottet, legte das Handtuch auf die Sitzbank direkt neben dem Pool und gesellte sich schnell - immer noch mit etwas verlegener Miene - zu mir. Ich lächelte ihn wieder an. Er war ein wenig länger als ich, hatte blaue Augen. Seine Frisur war jetzt nicht ungepflegt, aber man merkte, dass das nicht wirklich im Fokus für ihn stand. Eigentlich störte mich das nicht, es war nur ein Indiz dafür, dass er es nicht darauf anlegte, um jeden Preis über sein äußeres Erscheinungbild bei den anderen ankommen zu wollen. Es war auf jeden Fall sein Blick, der mich irgendwie gefangen nahm. Jetzt fiel es mir noch deutlicher auf. Diese Geilheit war nur eine Komponente, die jetzt offenbar ein wenig abgeflaut war. Es war noch etwas anderes 'Angestrengtes' in ihm zu sehen. Als ob ihn viele andere Gedanken umtrieben. Vielleicht konnte ich an ihnen auch teilhaben, anders als mein Bruder, den man gar nicht aus der Reserve locken konnte. Mein Blick schien Julian aber jetzt doch etwas nervös zu machen. Er atmete tief durch und ergriff dann zu meiner Überraschung das Wort. "Ich weiß gar nicht, wie ich dir danken soll, Jenny. Mir war das total peinlich. Die kennen mich alle. Ich hatte das Gefühl, dass die genau wussten, was Sache ist - so wie du es ja offenbar auch sofort gesehen hast. Ich konnte da nicht weg. Es hätten doch gleich alle grölend auf meine Hose gezeigt." Er seufzte einmal.
"Und? Geht es jetzt wieder?"
"Also... ein wenig im Pool sollten wir noch bleiben...", erwiderte Julian ein wenig jammernd. Eigentlich hätte ich mich dafür schämen sollen, aber ich konnte mir eine Portion Schlüpfrigkeit nicht verkneifen.
"Kann ich dir noch irgendwie helfen?" Dabei versuchte ich meine Augen so groß wie möglich zu öffnen und schob meine Zunge ein wenig aus dem Mund, um meine Lippen zu befeuchten. Auch Julians Augen wurden immer größer und schauten mich beinahe panisch an.
"Was... äh... hast du denn vor...?!"
Ich begann zu kichern. "Ich mach' doch nur Spaß... Sorry."
Und wieder musste Julian einmal tief durchatmen. "Vielleicht... könnten wir lieber mit der Ablenkungstechnik arbeiten?" Ich schaute ihn fragend an. Er fuhr aber direkt fort. "Also... Du bist mir in der Schule noch nie aufgefallen. In welche Klasse gehst du?"
Ahhh... Wir lenken das Gespräch auf etwas Unaufregendes. "Ähm... ich... gehe gar nicht in Kurzbach auf die Schule. Ich komme aus Sindeln..."
"Oh... okay... Und dann fährst du einfach so in den Ferien schwimmen... alleine ?!"
"Naja... Ich schwimme halt gerne. Und Kurzbach ist nun mal die nächste Möglichkeit. Ich mache das viel zu selten. Sieht man mir sicherlich auch an... Deshalb wollte ich jetzt eigentlich ein wenig öfters kommen. Ich war seit Ferienbeginn auch schon so ziemlich jeden zweiten Tag hier! Und du?" "Ich... äh... bin jetzt nicht so oft hier. Eigentlich hat mich nur jemand aus der Schule überredet mitzukommen. Und meine Eltern sagten auch, ich sollte mir mal einen Ruck geben und mich mit anderen treffen... Vielleicht hätte ich doch lieber zuhause bleiben sollen."
Das war schon seltsam. Da war jemand, der ähnlich leicht in Erregung zu geraten schien wie ich. Aber während ich es beinahe gerade darauf angelegt hatte, in eine schlüpfrige Situation zu stolpern, versuchte er scheinbar sich davon fern zu halten. Vielleicht lag das auch in der Natur der Sache. Mir konnte man die Erregung schließlich nicht so leicht ansehen, bei ihm war das natürlich anders. Aber vielleicht auch nicht. Möglicherweise war ihm das grundsätzlich unangenehm. Ich fand das ganze wirklich gerade sehr interessant und wollte gerne genauer erfahren, wie Julian so tickte. Andererseits war da aber auch die Hoffnung, mit ihm noch etwas aufregendes erleben zu können. Wobei mir das aber jetzt doch schon etwas unheimlich vorkam. Ich war bislang nicht so versessen darauf, mit einem Jungen anzubandeln. Was so um mich herum "Versautes" passierte, fand ich zwar schon immer interessant, aber dass ich jetzt aktiv auf Tuchfühlung ging, war auch für mich neu. Lag das daran, dass Julian mich irgendwie besonders beeindruckte? Oder fehlten mir einfach nur die Intimitäten, die ich ansonsten mit Lena austauschte?
Jetzt musste ich mich aber entscheiden, was mir in Bezug auf Julian wichtiger war. Ich hatte vielleicht die Gelegenheit, mich mit einem sehr netten Jungen anzufreunden, was viel tiefgreifender werden konnte als ein kurzgedachter Flirt. Dafür musste ich mich aber auch ernsthaft auf seine Gefühlslage einlassen und meine Begierde beiseite schieben. Ich traf jetzt eine Entscheidung: Ich wollte Julian wirklich kennenlernen und ihn nicht vergraulen. Das Gesprächsthema steuerte aber nun gerade erneut auf die Sackgasse zu, die er gerade verlassen wollte.
"Wieso denn? Triffst du dich denn nicht gerne mit anderen?"
Julian wirkte, als müsste er über diese Frage erst genauer nachdenken. "Irgendwie... kann ich mit anderen tatsächlich nicht so wirklich etwas anfangen. Also wenn ich ehrlich bin, klang es erstmal verlockend, als mich Basti fragte, ob ich nicht mal mitkommen will. Ins Schwimmbad. Die ganzen Mädels wären auch dabei, und wollen förmlich angegrapscht werden. Normalerweise schauen die mich nicht mal an. Und dann... Habe ich doch schnell gemerkt, dass das einfach nicht meine Wellenlänge ist. Ich kann nicht so locker und spontan sein wie die alle und hab mich dann nur noch fehl am Platze gefühlt... Mich interessieren ganz andere Sachen, da fühle ich mich überhaupt nicht kompatibel... Was hätte ich denn jetzt davon, wenn ich mitgemacht hätte? Selbst wenn ich es geschafft hätte, einem der Mädels an den Hintern zu fassen. Vielleicht hätte sich das aufregend angefühlt. Ich möchte aber doch eigentlich jemanden kennenlernen, der sich für das interessiert, was ich sonst so mache. " Er schaute resignierend nach unten.
"Ach komm... Der Tag ist doch noch nicht gelaufen. Das schlimmste ist erstmal vorbei... und... vielleicht gibt es ja doch jemanden, der dich kennenlernen möchte..." Ich lächelte ihn an.
Jetzt schaute Julian mich skeptisch an. "Warum bist du zu mir gekommen?" Ohoh, jetzt hatte er mich. Ich hätte absolut nichts dagegen gehabt, wenn er mir an den Arsch gegrapscht hätte, überrascht hätte es mich dann aber doch. Das konnte ich ihm aber jetzt doch nicht so direkt sagen...
"Nun ja...", fing ich zu stammeln an. "Mir... ist etwas langweilig in den Ferien und ich wollte mal wieder was erleben und auch ein wenig Kontakt knüpfen?" Ich kicherte, um klarzustellen, dass es nur eine Verlegenheitsantwort war. Er schielte mich von der Seite an und hob erwartungsvoll die Augenbrauen. Aber dann versicherte ich ihm: "Nein, du bist kein Pausenfüller für meine Langeweile. Ich... habe da im Becken jemanden gesehen, der mich interessiert hat. Der anders war als diese albernen Pickelgesichter... Und wenn ich ehrlich bin..." Ich entschloss mich jetzt tatsächlich, mich zu outen. "Ich hab nicht erst im Becken gemerkt, was mit dir los war. Aber... ich bin wirklich nicht nur aus Mitleid zu dir gekommen. Das war vielmehr der Aufhänger, auf dich zuzugehen. Du hast den starken Eindruck gemacht, dass du da nicht hingehörst. Das hat mich neugierig gemacht. Und jetzt bin ich erst recht gespannt, was das für Themen sind, die dich beschäftigen..." "Okay..." Jetzt wirkte er doch etwas perplex. "Wenn das so ist... Hast du Lust, gleich ein Eis mit mir zu essen? Bald sind meine zwei Badestunden ohnehin um."
Irritiert schaute ich auf die Uhr in der Halle. "Oh. Ich habe tatsächlich die Zeit aus den Augen verloren. Ich muss auch gleich raus." Mein Gott, wie cool war das denn? Jetzt hatte er sogar die Initiative ergriffen. Meine Pumpe ging sofort einen Gang höher. Schnell beantwortete ich seine Frage. "Ja, ich hätte Lust auf ein Eis".
Er strahlte. "Okay. Dann lade ich dich gleich zu mir nach Hause ein. Ich wohne nicht weit weg. Treffen wir uns vorne am Eingang?"
"Ja, gerne." Wir stiegen wieder aus dem Becken, ich nahm mein Handtuch und wir steuerten das Regal und die Umkleidekabinen an. Ich schlüpfte durch die Tür mit dem Damen-Logo und winkte ihm zu. "Bis gleich".
"Bis gleich", erwiderte er lächelnd.
Puuh, dachte ich, während ich unter der Dusche stand. Das versprach nun wirklich ein interessanter Tag zu werden. Ich blickte an mir herunter. Meine Brüste, die im vergangenen Jahr etwas an Größe gewonnen hatten. Mein rundlicher Bauch. Ja, rundlich! Nicht dick. Ich war kein Strich in der Landschaft wie noch einige der Mädels aus meiner Klasse, die mit entsprechender Kleidung zwischen den Jungs kaum auffallen würden. An der Taille ging es links und rechts etwas weiter auseinander. Und vorne lugte der Venushügel über den Bauch hinaus. Das Wasser rann warm den Bauch und die Beine hinunter, Schultern und Rücken entspannten sich wohlig in dem warmen Schauer. Ich drückte etwas Duschgel auf meine Hand und ließ sie über den Bauch nach unten gleiten. Dann kamen meine Finger über dem Hügel zum Stehen. Der Mittelfinger drückte auf den Kitzler, Zeige- und Ringfinger zogen die Schamlippen leicht auseinander. Ich spürte die Feuchtigkeit vom Wasser, es fühlte sich genauso an, als ob ich von innen heraus feucht geworden wäre. Und sofort stellte sich eine bekannte Erregung ein, die ich mir sonst nur zu gerne zuhause in meinem gemütlichen Bett zuführte. Die Bilder, die ich vorhin noch gedanklich zur Seite geschoben hatte, kamen nun wieder. Meine Hand in Julians Hose. Sein pochendes Ding in meiner Hand, das immer mehr spannte. Meine Hand, die an seiner Stange auf und ab glitt. Die selben Bewegungen machte meine Hand jetzt wieder. Ich spürte es immer mehr kribbeln. Nicht nur meine Hand bewegte sich, die Muskulatur entwickelte immer weiter ein Eigenleben. Das Pochen spürte ich jetzt auch am Finger, dann an der ganzen Hand, die immer schneller über die Spalte rubbelte. Plötzlich wurde mir bewusst, dass ich lauter Geräusche produzierte. Neben dem Plätschern des Wassers hörte man ein intensives Schmatzen. Dazu kam ein leises Stöhnen über meine Lippen. Diese ganze Geräuschkulisse stachelte mich noch weiter an. Glücklicherweise war ich gerade ganz alleine im Duschraum. Es zog immer mehr. Meine Beine fingen an zu zittern und ich musste dagegen steuern um nicht plötzlich zusammenzusacken. Und dann war es soweit. Das Pochen überwältigte mich, als ob meine Schamlippen meine Finger zerquetschten. Wie von selbst hatte ich mich zur Wand gedreht und mich mit meiner linken Hand abgestützt. Das Pochen wanderte durch den ganzen Körper und mündete schließlich in der Herzgegend. Innerlich stieß ich einen Schrei aus und atmete danach tief durch.
Für einen Moment hatte mich dieses intensive geile Gefühl ganz aus meiner Umgebung gerissen. Nun wurde mir wieder gewahr, dass ich nackt in der Damendusche stand und gleich ein Date mit einem Jungen hatte. Irgendwie wirkte das gerade witzlos, so als hätte ich jetzt erstmal mein Pulver verschossen. Und nun war die "Lust" erstmal weg. Vielleicht war das auch gut so. Eigentlich wäre das sonst ziemlich unfair Julian gegenüber gewesen. Er war mir sympathisch und hatte sicherlich viel mehr zu bieten als nur die Befriedigung meiner Gelüste. Jetzt konnte ich ihn ganz unbefangen kennenlernen, und ich wollte wirklich wissen, wer er war, wo er wohnte und wofür er sich interessierte.
Aber nun wollte ich Julian nicht länger warten lassen. Ich duschte mich schnell fertig, schnappte mir mein Handtuch und meine Tasche und bereitete mich in der Umkleide auf meinen Abgang vor. In der Eingangshalle stand er schon und lächelte mich etwas verlegen an. "Da bist du ja. Wollen wir?" Ich nickte und er ging voraus, hielt mir die Tür auf. Ich schlüpfte schnell hindurch und schaute mich dann fragend um. "Ich wohne nicht weit weg. Wir gehen einfach an der Bushaltestelle vorbei, dahinter geht ein kleiner Fußweg rechts rein. Und dann sind's auch nur noch etwa 200 Meter."
"Das ist ja praktisch. Da bin ich fast ein wenig neidisch... Schwimmen ist wirklich mein Hobby. Ich mag es, Bahnen zu ziehen und dabei ins Schwitzen zu kommen und meine Zeiten zu verbessern." "Bist Du im Verein?"
"Nicht mehr. Da war ich fast ein Jahr, aber irgendwie fühlte ich mich da nicht so wohl. Es war schon anspruchsvoll, aber irgendwie viel zu steif. Ich kannte auch gar keinen, und sonderlich gesprächig war niemand."
"Du kanntest gar keinen? Warst du denn die einzige aus Sindeln?"
"Ja, mit Schwimmen als Hobby bin ich da irgendwie ein Exot. Aber eigentlich möchte ich es dort nicht missen. Ja, eine eigene Schule haben wir. Einkaufen und 'ne Pizza essen ist auch drin. Aber für ein wenig Sport und Kultur müssen wir fahren. Daher bin ich jetzt echt gespannt was mich gleich bei dir erwartet... Ich hoffe, Du enttäuscht mich nicht!", sagte ich grinsend.
Julian bekam große Augen. "...äh, also, ich arbeite gerade an dem besten Eis der Welt. Die Plattensammlung von meinem Vater kann sich auch sehen lassen. Und..." Er überlegte. "Vielleicht kann ich dir auch etwas auf dem Klavier vorspielen." Das wurde ja immer interessanter mit Julian. Es ist nämlich so, dass insbesondere Musik eines meiner Steckenpferde war. "Oh, das klingt vielversprechend. Ich spiele auch ein bisschen Klavier, aber hauptsächlich Geige."
"Echt? Das ist ja cool!"
"Ich bin auch gerade ein wenig platt... Da hat sich bisher niemand wirklich für interessiert, außer meine Eltern und mein Musiklehrer. Naja, und Lena natürlich und die anderen aus unserem Schulorchster. Wobei ich aber auch nicht sicher bin, wieviel Bock die da wirklich drauf haben." "Lena?"
Inzwischen waren wir an einem Haus mit Vorgarten angekommen und Julian bog auf einen Pflastersteinweg ab. "Wir sind da." Er kramte in seiner Tasche und zog einen Schlüssel hervor. "Lena ist meine beste Freundin. Wir sind in einer Klasse, aber kannten uns schon vor der Schule. Wir spielen zusammen in der Orchester AG an unserer Schule. Und probieren auch sonst einiges zusammen aus." Hmm, das konnte man auch anders deuten… Da kam wieder ein Anflug von trockenem schlüpfrigen Humor über mich. Schnell fügte ich leise hinzu: "Wir haben uns auch schon zusammen einen gefingert..." Julian hustete und der Schlüssel glitt ihm aus der Hand. Ich musste erst kichern, aber dann hätte ich mich fast dafür ohrfeigen können. "Oh, Entschuldigung. Ich versuche, mich etwas zurückzuhalten."
Julian hob den Schlüssel wieder auf, sah mich dann aber doch grinsend an. "Und das auf leeren Magen. Ich habe wohl gerade Glück, dass Lena heute nicht auch noch dabei ist, oder?"
"Wieso?", fragte ich gespielt erstaunt. "Reicht dein Eis nicht für drei?"
Jetzt gabs kein Halten mehr. Julian musste laut auflachen und der Schlüssel fiel ihm dabei wieder fast herunter. "Oh man... " Er schüttelte den Kopf, atmete tief durch und nahm einen letzten Anlauf, den Schlüssel ins Schloss zu schieben. Mir lag schon fast der nächste Spruch auf den Lippen, so was wie 'Pass auf beim Reinschieben'. Aber da wurde mir selbst bewusst, dass ich mich gefährlich dem Niveau näherte, dem wir vorhin aus dem Spaßbecken entflohen waren. Einen tollen Lacher hatten wir. Noch ein Witz würde nur alles kaputt machen und wenn ich ehrlich war, gefiel er mir selbst nicht und wäre nur ein krampfhafter Versuch gewesen, die gerade gelockerte Stimmung am Laufen zu halten. Nein, das haben wir nicht nötig. Julian stand nun bereits im Flur und deutete mir an, ihm zu folgen. "Komm rein... Stell hier vorne einfach alles hin, Schuhe bitte ausziehen. Willst Du mir gleich beim Eis helfen?"
Ich stellte meine Schuhe in die Ecke. "Okay, wenn Du meinst. Ist das denn so schwer, eine Packung Eis aufzumachen?" Und schon wieder hätte ich mir auf die Zunge beißen können. Wie böse provozierend. Wieso konnte ich das einfach nicht lassen?! Für einen Moment befürchtete ich, dass mich Julian gleich genervt wieder aus seiner Wohnung schmeißt. Aber er behielt doch die Fassung.
"Ich lad' dich doch nicht ein, nur um eine Packung Eis aufzureißen. Ich mache das natürlich selbst. Eine Vanillecreme habe ich schon vorbereitet." Ich folgte ihm in die Küche, die sich gleich rechts an den Flur anschloss. Er öffnete den Kühlschrank und holte eine Schüssel heraus und stellte sie auf den Tisch. "Es muss jetzt nur noch Schokolade hineingeraspelt werden."
"Selbstgemachtes Stracciatella-Eis?! Geil!" Ich war baff. Der meinte das wirklich ernst. Jetzt erst wurde mir voll bewusst, wie anders und eigentümlich Julian war. Ein Junge, der Klavier spielt und sich mit gekauftem Eis nicht zufrieden gibt. Und einen Ruhepol ausstrahlte, obwohl ich ihn ständig trietzte. Fuck, er war nicht wie die Jungs aus meiner Klasse, mit denen man so reden musste, um die Oberhand zu behalten. Mein Herz pochte unangenehm. Auf diese Weise hatte er mich wirklich nicht verdient. Eine Stimme in mir machte mich gerade sehr kleinlaut. Sei doch einfach nett zu ihm. Du bist doch eigentlich selbst auch nicht so obercool, wie du dich gibst. Für dich selbst bist du doch nicht viel anders als er. Du brauchst dich nicht zu verstellen. Lass dich endlich auf seine ruhige Art ein!
Er nahm den Schüsseldeckel ab und ein genialer Geruch verbreitete sich. "Das ist eine Mischung aus Milch, Sahne, Ei, Zucker und echter Vanille." Er öffnete eine Schranktür und nahm eine Reibe heraus, die er mir in die Hand drückte. "Auf dem Tisch liegt schon eine Tafel Schokolade. Magst du die in die Schüssel raspeln? Das hatte ich noch nicht gemacht, damit die Schokoladenstücke nicht matschig werden, sondern noch knackig bleiben."
"Okay..." Während ich die Schokolade auspackte und vorsichtig Riegel für Riegel über die groben Reibelöcher in die Schüssel beförderte, machte Julian sich am Gefrierschrank zu schaffen, holte eine dicke Metallschale heraus, platzierte sie auf die Küchenzeile, nahm eine Kiste aus dem Schrank und baute die Teile darin zu einem Rühraufsatz zusammen. Dann stellte er ihn neben die Schüssel und steckte den Stecker in die Steckdose. Ich reichte ihm die Schüssel mit der fertigen Mischung. Er rührte sie mit einem Schaber durch und goss sie vorsichtig in die Schale, setzte den Aufsatz drauf und schaltete das Rührwerk an.
"So, das dauert jetzt ein wenig, bis die Masse fest wird."
"Prima, dann kannst du mir ja jetzt dein Klavier zeigen."
Julian schaute mich mit großen Augen an. "Echt jetzt? Mein Klavier? Das interessiert sonst niemanden!"
"Ja, unbedingt", versuchte ich ihn anzustrahlen. "Ich habe zuhause nur ein Keyboard. Da experimentiere ich immer mal mit herum, aber so wirklich toll klingt das nicht."
"Naja, ein ECHTES Klavier haben wir auch nicht. Nur ein E-Piano. Aber das habe ich in meinem Zimmer stehen."
"Jaa, das würde ich gerne mal sehen. Das ist bestimmt viel näher an einem echtem Klavier dran als meins."
"Okay, dann gehen wir hoch in mein Zimmer." Er verließ die Küche wieder und ging zur Treppe. Ich folgte ihm neugierig. Die Stufen knarrten unheimlich. "Das Haus haben meine Großeltern schon in jungen Jahren gebaut."
"Oh, aber die wohnen hier jetzt nicht mehr, oder?"
"Nein, die wohnen in der Seniorenresidenz am Park. Treppensteigen könnten sie jetzt gar nicht mehr. Aber ansonsten sind sie noch gut drauf. Einmal pro Woche sehe ich sie mindestens. Entweder besuchen wir sie oder wir holen sie ab zum Kaffee."
Oha, an so ein Thema hatte ich bislang noch gar nicht zu denken gewagt. So alt waren meine Großeltern noch nicht. Aber so im Raume stehen lassen wollte ich das auch nicht. "Das ist doch schön, wenn es ihnen noch gut geht und ihr euch noch viel seht. Das kann ja auch ganz schnell vorbei sein."
Wir waren nun oben in einem langen Flur und gingen auf die Tür ganz am Ende zu. "So, hier ist mein Zimmer."
Ich schaute mich noch im Flur um. "Hast Du eigentlich noch Geschwister?"
"Ja, einen Bruder und eine Schwester. Aber die wohnen hier nicht mehr, die sind beide schon über 20. Komm rein und setz dich..."
"Äh, okay." Ich setzte mich an den Schreibtisch. Er hatte inzwischen die Abdeckung von seinem Piano hochgeschoben und setzte sich auf seinen Pianohocker. "Tja, was hätte ich denn anzubieten... Kennst du die Reise der Pinguine?"
"Äh, ganz dunkel... Das war doch... so ein Dokumentarfilm?"
"Ja, genau! Mit ganz viel melancholischer Musik. Da war eine Szene, da hat die Musik mich richtig gepackt. Eigentlich ein Orchesterstück. Das habe ich versucht, als Solonummer auf dem Klavier zu arrangieren. Pass auf..."
Seelenruhig fing er mit Akkorden an, die er mit einzelnen Tönen ergänzte. Ganz rudimentär konnte man darin eine Melodie erkennen. Das löste er dann mit einem Begleitmuster der linken Hand ab. Ein langsamer Walzer. Irgendwann kamen einzelne Töne mit der rechten Hand dazu, die sich dann zu einer durchgehenden Melodie verdichteten. Es klang wunderschön. Ich hatte wieder die Filmszene vor Augen, in denen die Pinguine durch die karge Einöde der Antarktis watschelten. Dann kam ein Zwischenspiel, eine Innehalten, das kurz danach wieder zum Melodiethema zurückkehrte und schließlich sehr hymnisch endete. Ich klatschte. "Hey, das war wirklich schön. Ich habe zwar das Original nicht mehr im Ohr, kann mir aber gut vorstellen, wie es als Orchesterstück klingen müsste. Gefällt mir. Hat sich doch gelohnt, hierhin zu kommen." Verschmitzt lächelte ich Julian an.
"Du hast vorhin gesagt, dass du gerne mal auf deinem Piano herumexperimentierst. Was spielst du denn so?"
"Mir sind immer mal ein paar Textfragmente eingefallen. Ich habe versucht, mir eine Melodie dazu auszudenken und das dann mit dem Piano zu begleiten. Aber so wirklich weit bin ich damit noch nicht..."
"Ach, das klingt spannend. Kann ich mal hören?"
"Ich weiß ja nicht..."
"Komm schon, ich hab dir ja auch was vorgespielt." Er machte mir Platz. Mein Herz fing an zu pochen. Mir zuhause selbst beim Singen zuzuhören fand ich schon grenzwertig. Und der Gedanke, dass jetzt noch jemand anderes dabei zuhört, war irgendwie gar nicht angenehm. Dann fiel mir aber wieder ein, dass ich hier bei ihm wirklich wie ich selbst sein durfte. Und ich hatte das Gefühl, dass ihn das wirklich interessierte. Das nahm mir in diesem Moment meine Aufregung. Wie in Zeitlupe setzte ich mich auf den Hocker. Nach gefühlt endloser Zeit fing ich an, die Akkorde zu spielen, die ich mir für das Lied zurechtgelegt hatte. Die erste Runde machte das Klavier alleine. Dann setzte ich sehr schüchtern meinen Gesang an. Es war ebenfalls ein sehr ruhiges, melancholisches Lied. Es ging um ein Mädchen, das von ihren Mitschülern immer nur oberflächlich betrachtet wurde. Gerade von einem Jungen in der Klasse, von dem sie mehr Empathie erwartete, wünschte sie sich, dass dieser sich von dieser Oberflächlichkeit löst, worauf sich dieser aber nicht einlassen wollte. Zwei Strophen hatte ich bislang verfasst, die ich nun gerade so ruhig wie möglich über meine Lippen brachte. Dann kam schließlich die Refrainzeile.
"Mensch, was ist denn mit dir los?
Gib dir endlich einen Stoß.
Was hast du denn zu verlieren?
Das kann ich echt nicht kapieren.
Guck zu mir und schau mich an.
Schau – mich – wirk -lich - an"
Danach setzte ich aus. Ich wagte mich gar nicht zu bewegen und erwartete, dass Julian laut loslachte. Dann drehte ich mich langsam zu ihm. Er starrte mich mit offenem Mund an.
"Äh, ich habe den Text jetzt nicht so wörtlich gemeint..."
"Das... war... genial."
"Quatsch."
"Doch. Im Radio gibt es unzählige Lieder, die irgendwie dasselbe Thema haben. Das allermeiste davon ist so langweilig, abgegriffen und unpersönlich. Aber der Text ist sehr tiefsinnig und nachdenklich. So wie du das singst, nimmt man es dir voll ab. Und… du hast irgendwie eine beinahe engelsgleiche Stimme..."
Puuh, ich hatte das Gefühl, gerade knallrot zu werden. "Danke..."
"Es wäre mir eine totale Ehre, mit dir etwas zusammen zu machen."
Jetzt wusste ich erstmal nichts weiter zu sagen und fummelte etwas nervös mit meinen Fingern an den Zetteln herum, die auf dem Piano lagen. Dabei blickte ich auf ein Blatt ausgedrucktes Notenpapier. "Was... ist das denn hier?", fragte ich staunend.
"Oh, ich versuche auch gerade, ein Stück zu schreiben..."
"Oh, echt? Kann ich mal hören?"
"Naja, das ist noch nicht fertig. Ich komme da nicht so recht weiter."
"Ach, spiel doch einfach mal. Meins ist doch auch noch nicht fertig gewesen."
Julian zögerte. "Na gut." Ich machte ihm wieder Platz und stellte mich gespannt hinter ihn. "Warte mal... "
Er stellte an den Knöpfen herum, hielt einen Moment inne und fing an zu spielen. Was dann kam, haute mich regelrecht um.
Es war kein reiner Klaviersound, sondern ein wenig aufgemotzt mit Streichern oder Orchesterklang, damit es etwas bombastischer klingt. Er spielte eine flinke Figur mit der linken Hand. Die Figur wiederholte sich ein paar Mal, bevor sie variiert wurde. Dann spielte er einzelne Töne mit der rechten Hand dazu, irgendwann zeichnete sich daraus ein Thema ab. Es klang wunderschön. Sehr verträumt, aber doch so ungewöhnlich, dass es dabei überhaupt nicht kitschig herüberkam. Erstaunlicherweise steigerte sich das Stück noch weiter, die Melodie wurde immer dichter und der Klang voller... Es hätte mich nicht gewundert, wenn gleich noch ein richtiges Orchester dazu eingesetzt hätte. Meine Nackenhaare stellten sich auf, es kribbelte auf meiner Haut und ich merkte, wie sich langsam Tränen in meinen Augen bildeten. Dann hörte Julian auf zu spielen.
"Weiter weiß ich noch nicht." Dann merkte er, wie ich ihn mit großen Augen anstarrte. "Alles gut?" "Das war... " Mit fehlten regelrecht die Worte. "...unglaublich. So was habe ich noch nie gehört, ehrlich. Das steigert sich in einem fort, ich bekomme regelrecht ne Gänsehaut..."
"Mama sagte gestern noch, ich solle nicht immer so eine Pinkelmusik spielen." Ich schluckte. "Pinkelmusik? Die hat ja überhaupt keine Ahnung. In diesem Stück kann man sich echt verlieren. Das hat so ein Potential. Ich hab da gerade schon weitere Instrumente in Gedanken drangehängt..."
"Okay... Und... was spielen die?" Die Melodie hatte sich tatsächlich in mir eingebrannt. Ich hörte mich gerade in Gedanken selbst meine Violine dazu spielen.
"Pass auf... Kannst du das nochmal spielen? Dann versuche ich mal, da einzusteigen..."
"Oh, sehr gerne. Da bin ich mal gespannt!" Er rückte ein wenig auf dem Hocker nach links zur Seite und bot mir an, sich neben ihn zu setzen. Vorsichtig ging ich um den Hocker herum, schob mein linkes Bein unter den Korpus und nahm neben ihm Platz.
Julian begann erneut und ich ließ dieses wunderschöne Stück nochmals auf mich wirken. Dann war er an der Stelle angelangt, an der er nicht weiter kam. "Kannst Du diesen Lauf in der linken Hand bitte noch ein paar Mal wiederholen?" Er nickte, und spielte eine Dauerschleife. Zunächst spielte ich die Melodie, die er zuvor schon mit der rechten Hand am Wickel hatte, erneut. In der nächsten Runde spielte ich nur einzelne Töne dieser Melodie, betonte diese aber dabei besonders. Julian schaute andächtig zu mir hinüber. Dann hatte er selbst einen Geistesblitz und ergänzte einige meiner bewusst eingebauten Lücken mit tiefen, lauten Tönen, die wie kleine Paukenschläge wirkten. Wir spielten das nochmal, dann mussten wir uns gegenseitig anschmunzeln - wir hatten eine weitere Steigerung in Julians Stück eingebaut. Die Stelle klang so traumhaft, dass ich demonstrativ meine Augen schloss. Wir wiederholten das Thema nochmal. Es war fast wie ein Frage- und Antwort-Spiel. Ich spielte meine neu erdachte Tonfolge, und Julian ergänzte sie. Ich änderte daraufhin die Töne ein wenig - Julian spiegelte sie adäquat mit seiner linken Hand. Dann plötzlich fiel Julian etwas Neues ein. Er spielte seinen durchgehenden Lauf etwas dezenter. Dazu suchte er mit der rechten Hand nach einem passenden Akkord und spielte dessen einzelne Töne rauf und runter. Das hörte ich mir ein- oder zweimal an, dann antwortete ich darauf und ersetzte seinen gewählten Akkord durch einen anderen. Julian spielte seinen Lauf aber weiter. Nun schwebten also zwei unterschiedliche Läufe nebeneinander durch den Äther und bildeten einen eher zurückhaltenden Kontrast zu der vorher etwas mehr bombastischen Passage. Ich weiß nicht mehr, wie ich auf diese Assoziation kam, aber es war ein wenig so, als würde ein Flugzeug von einer Rollbahn abheben. Das noch eben durchdringende Gerumpel des Räderwerks wich einer nun gewonnenen Leichtigkeit. Sie verebbte aber nicht vollständig, man spürte immer noch einzelne Ruckler bedingt durch die ungleichförmig verteilten Luftmassen um das Flugzeug herum.
Ebenso begannen auch meine Gedanken zu schweben. Ich hörte nicht nur, was Julian und ich spielten, sondern sah es auch vor meinem geistigen Auge. Ich sah Julian von der Seite, wie er seine Figur spielte - obwohl ich immer noch meine Augen geschlossen hatte. Langsam änderte sich aber der Blickwinkel. Als ob ich durch sein Zimmer schwebte, umrundete ich ihn, kam näher an seine Finger, sah ihn dann von oben. Ob ich auch sehen kann, wie er selbst das Spiel wahrnimmt? Ich sank auf Augenhöhe herab, und auf einmal... verschwamm alles vor meinen Augen. Als ob ich in Wasser getaucht wäre. Nach und nach wurde das Bild wieder klarer. Wie merkwürdig - ich schaute jetzt wirklich aus dem Wasser. Nach einigen Augenblicken erkannte ich die Schwimmhalle, in der ich am Morgen noch meine Runden gezogen hatte. Um mich herum hörte ich typisches Teenagergelaber. Ich befand mich auf dem abgeteilten Bereich im Sportbecken. Drei Bahnen waren für die Sportschwimmer vorgesehen, die letzten beiden Bahnen am Rand waren nicht mehr unterteilt, sondern boten eine freie Schwimmfläche. An deren Beckenrand hielt ich mich wohl gerade auf. Ich sah auf der Schwimmbahn direkt nebenan jemanden auf mich zukommen. Ein Mädchen. Sie erreichte den Beckenrand, nur zwei Armlängen von mir entfernt. Sie tauchte auf, hielt sich an der Mauer fest und verschnaufte. Sie hatte eine Schwimmbrille auf. Mein Modell. Moment mal... Das war ich! Das Mädchen schaute nach oben auf die Hallenuhr und checkte ihre Zeit. Ich erinnerte mich daran. Ich wollte auf das Ende der angebrochenen Minute warten, um die nächsten Runden zu starten. Ich wischte mir das Wasser aus dem Gesicht, hielt meine Augen noch etwas geschlossen und versuchte, ein paar Mal entspannt durchzuatmen.
Aber... wieso beobachtete ich mich selbst? Sah ich diese Szene etwa in den Augen von Julian? War er vielleicht in diesem Moment auf der Bahn nebenan gewesen? Ich versuchte instinktiv, die Perspektive zu wechseln. Langsam wanderte der Blick weiter auf meine Bahn, auf mich, ich kam mir selbst immer näher... Und plötzlich war ich wieder ich selbst. Ich hielt mich immer noch am Beckenrand fest. Ich drehte mich um zur Nachbarsbahn. Ein paar Mädchen kletterten gerade aus dem Becken, die Jungs hechteten hinterher. Aber ein Junge verweilte noch am Beckenrand und schaute mich direkt an. Es war Julian. Er schien erschrocken zu sein, wie ertappt. Hatte er mir schon längere Zeit beim Schwimmen zugesehen? Ich setzte mich in Bewegung, tauchte unter dem Bahntrenner hindurch und neben ihm wieder auf. Ich lächelte ihn an. Er erwiderte das Lächeln etwas unsicher. Dann hob er vorsichtig seine Hände und strich mir durch die Haare. Er führte sie hinunter bis auf meine Schultern. Ich wollte es ihm gleichtun, schob meine Arme hinter seinen Rücken und zog mich etwas an ihn heran. Ich spürte seine Nähe, seinen warmen Körper, an dem das Wasser abperlte. Jetzt drückte er mich an sich, strich mit seiner Wange an meine. Ich hörte ihn genießerisch durchatmen. Dabei bemerkte ich auch etwas Hartes an meiner Schamgegend...
Irritiert schlug ich meine Augen wieder auf. Es dauerte einen Moment, so als ob ich aus dem Schlaf gerissen wurde, bis ich realisierte, dass ich immer noch neben Julian auf seinem Klavierhocker saß und meine Finger auf den Tasten hielt, wie er auch. Er schaute mich aber genauso erschrocken an wie ich ihn. Was für ein verrückter Tagtraum! Mein Wunsch, mit ihm intim zu werden, war einfach nicht beiseite zu schieben. Und obwohl ich mich vorhin unter der Dusche erst erleichtert hatte, kribbelte es jetzt schon wieder gewaltig in mir. Es war aber irgendwie anders, als vorhin in der Schwimmhalle. Es fühlte sich intensiver an. Nicht nur in der Schamgegend, sondern im ganzen Oberkörper. Seine wunderschöne Komposition spielte in mir weiter, ließ im wahrsten Sinne des Wortes mein Herz höher schlagen. Fühlte es sich vielleicht so an, wenn man sich verliebt hatte? Es war seit unserem Aufbruch ja nicht viel Zeit vergangen, aber ich hatte das Gefühl, schon so viel interessantes von Julian erfahren zu haben, das mich wirklich beeindruckt hat. Als ob ich einen Goldschatz gefunden hatte. Ich hatte das große Verlangen, ihn jetzt zu umklammern und nicht mehr loszulassen. Und als ob ich das ausgesprochen hätte, kam Julian jetzt wirklich mit seinem Gesicht immer näher. Er legte seine Arme um meine Schultern. Ich schloss die Augen und führte meine Lippen an seine.
Ich genoss den warmen, leicht feuchten Druck auf meinem Mund. Dann merkte ich, wie seine Zunge vorsichtig meine suchte. Ich erwiderte und unsere Zungen betasteten sich langsam und zärtlich. Ich merkte bereits wie alles durch meinen Körper strömte, von den Beinen über meinen Schoß bis in die Herzgegend. Es kribbelte überall, und in meinem Schoß begann eine ungeheure Spannung zu wachsen. Seine Hände fuhren dezent über meinen Rücken, dann suchten sie den Weg unter mein T-Shirt. Langsam kamen sie dann vom Rücken weg nach vorne. Mir wurde heiß. Wie selbstverständlich packte ich mein T-Shirt, zog es mir über den Kopf und ließ es auf den Boden fallen. Ich blickte nach unten, sah, wie seine Hände langsam über meinen Bauch zu meinen Brüsten glitten. Ich schloss die Augen und atmete tief durch. Ich habe natürlich schon oft meine Brüste gestreichelt, an meinen Nippeln geziept, aber das war etwas ganz anderes. Julian nahm sich die Zeit, jeden Millimeter meines Oberkörpers zu erschließen, zu ertasten und genau darauf zu achten, was es mit mir machte. So bekam ich auch nicht mit, wie sich sein Mund meinen Warzen näherte. Plötzlich überkam eine feuchte Hitze meine Brustwarzen. Ich hätte abheben können. Ich wurde unruhig und meine Hände bekamen das Bedürfnis, in das Geschehen einzugreifen. Zuerst streichelte ich ihm sanft durch die Haare, dann arbeitete ich mich zum Rücken vor um ihm dann schließlich ebenfalls sein T-Shirt abzustreifen.
Julian hielt inne und musterte mich nochmals von oben bis unten. Sein Mund öffnete sich, seine Worte brauchten aber etwas, bis sie ihm vorsichtig über die Lippen krochen. "Das klingt jetzt irgendwie doof... Aber... du siehst echt wahnsinnig schön aus... Darf ich dich... ganz ansehen? Ich... habe noch nie ein Mädchen so direkt aus der Nähe sehen dürfen." "Okay..." Innerlich musste ich etwas über diese Frage schmunzeln. Auch ohne diese wäre genau das als nächstes passiert. Aber seine Schüchternheit sprach nur für ihn und machte ihn irgendwie nur noch süßer. Ich stand langsam vom Hocker auf und stellte mich vor ihm hin. Dann öffnete ich den Knopf meiner Jeans und drückte den Reißverschluss nach unten. Ich hielt inne. Julian zögerte dann aber überraschenderweise nicht lange, legte seine Hände an meine Taille und schob die Hose langsam nach unten, bis sie den Rest zu meinen Knöcheln alleine herunterrutschte und ich einfach hinaussteigen konnte. Er atmete tief durch und seine großen Augen wanderten nach und nach über meinen ganzen Körper. Er umarmte mich und setzte wieder seine wunderbare Zunge an meiner Brustwarze an. Währenddessen wanderten seine Hände an meinem Rücken hinunter bis in meinen Slip. Er knetete zärtlich meine Hüften und meinen Po und kam auch mit seinem Gesicht immer weiter runter. Seine Hände auf meinem Hintern ließen mich immer schwerer atmen. Ich hatte das Gefühl zu schmelzen und immer weiter nach unten zu sinken. Nicht nur die Muskeln im Po kribbelten unter seinen Händen, das Kribbeln verteilte sich in alle Richtungen und mein Puls wurde in mir drinnen immer lauter und schneller. Als er mit den Lippen den Bauchnabel erreicht hatte, merkte ich, wie er mein Höschen nach unten streifte.
Was für ein Blick nach unten. Mein freigelegter Venushügel und Julian, der seine Lippen darüber gleiten ließ. Ich hätte sterben können, mir wurde schummrig und ich hatte auch keine andere Wahl mehr, als das mit Stöhnlauten zu verkünden. Julian war nun auch noch mit seinen Fingern an meinem Heiligtum angekommen. Er fühlte und tastete, rieb und drückte, leckte und küsste, und es war definitiv nicht seine Spucke, die das alles feucht hielt. Ich konnte nicht mehr stehen. Julian merkte das und schob mich zu seinem Bett. Dort legte ich mich lang auf den Rücken und er kam dazu und fuhr fort damit, mich zu verwöhnen. Schließlich war er kurz davor, mit seinen Fingern in meine Spalte einzudringen. Er hielt inne. "Ist das okay?" Am liebsten hätte ich geschrien, er solle bloß nicht aufhören. Schreien konnte ich aber irgendwie nicht mehr. Statt dessen stammelte ich nur noch. Jetzt schaute er mich noch fragender an, also sammelte ich mich wieder und holte etwas aus.
"Also... ich... bin ehrlich gesagt nicht mehr so ganz unerfahren. Ich hab meine Freundin Lena ja schon erwähnt. Ich habe mit ihr schon so einiges ausprobiert. Ihre Finger hatte ich auch schon in mir..."
Julian schaute mich wieder mit großen Augen an. "Äh... du hast es also schonmal mit deiner Freundin gemacht. Du bist aber jetzt nicht... lesbisch... oder so?"
Ich lächelte. "Nein. Bestimmt nicht. Nur sehr neugierig. Lena war schon immer meine beste Freundin, wir konnten über alles reden und waren auch sehr neugierig aufeinander. Das heißt aber nicht, dass wir uns nicht auch für Jungs interessieren. Bis jetzt bin ich aber noch keinem Jungen begegnet, den ich auch wirklich interessant fand... Also, bis heute morgen jedenfalls." Er lächelte. "Also", fuhr ich fort, "ich bin wirklich gespannt, was mich jetzt noch erwartet." Mir wurde erst nach ein paar Momenten bewusst, was ich da gesagt hatte. "Also... ich meine natürlich... ich erwarte gar nichts. Ich bin nur gespannt, wie sich das anfühlt... Wie du dich anfühlst..." Julians Mundwinkel gingen ein wenig nach unten. Er wirkte nachdenklich. "Ist das denn auch für dich okay?", fragte ich ihn vorsichtig. Er atmete tief durch. "Hast du denn schon Erfahrungen gemacht?" Er schüttelte fast unmerklich seinen Kopf. "Und alleine? Du hast es dir doch bestimmt schonmal selbst gemacht?"
"Also..." Julian druckste etwas herum. "Nicht so wirklich..." Jetzt runzelte ich meine Stirn. "Also... ich habe vor einiger Zeit mal einen Porno angeschaut. Das fand ich irgendwie sehr schräg... Als ich gesehen habe, wie dick die Schwänze von den Männern waren, wie die gezuckt haben, wie die Typen dabei gestöhnt haben, als ob das sonst wie weh tut... Und was dann alles aus denen herausgequollen ist... Immer, wenn ich mal einen... äh, Ständer hatte, habe ich mich dann gar nicht wirklich getraut, groß an dem herumzufummeln. Es war schon irgendwie schön, ihn ein wenig anzufassen. Das habe ich dann auch genossen... Aber viel mehr ist nie passiert."
"Okay..."
"Aber in der letzten Zeit ist es immer häufiger passiert, dass der Ständer so einfach nicht mehr weg wollte."
"Okay, und was hast du dann gemacht?"
"Naja, zum Glück habe ich ja mein Klavier... Das hat mich dann abgelenkt."
"Wärst du denn auch neugierig, wie sich das für dich anfühlt, wenn wir es zusammen machen?" Julian atmete durch. Ich versuchte, ihn etwas zu beruhigen. "Bis gerade eben hatte ich jedenfalls den Eindruck, dass du genau wusstest, was du willst… und was ich will. Oder täusche ich mich da?"
"Nein… ich bin tatsächlich bis jetzt einfach meiner Intuition gefolgt. Und es ist so aufregend zu sehen, dass du genau so darauf anspringst. Aber nun kommen mir doch Bedenken, dass das irgendwie weh tun könnte."
"Ich glaube nicht, dass das weh tut. Weder für mich, noch für dich. Ich glaube, das wird sich richtig schön anfühlen. Und wenn es für dich doch unangenehm wird, dann sagst du einfach Bescheid, dann hören wir auf. Okay?"
Julian nickte etwas erleichtert. "Okay... Ich bin auch echt aufgeregt. Ich könnte mir gerade nichts schöneres vorstellen, als mit dir weiterzumachen. Aber..."
"Ja?"
"Müssen wir nicht noch irgendwie an das Thema Verhütung denken? Auch, wenn ich nicht glaube, dass da bei mir viel passiert..."
Tja, das Thema war wohl nicht ganz wegzudiskutieren. Aber da hatte ich noch ein Ass im Ärmel. "Ich... denke, dass wir uns da keine Sorgen machen brauchen. Ich hatte meine erste Periode noch nicht... Bei mir passiert also auch noch nichts. Also brauchen wir nicht vorsichtig sein." Julian dachte kurz darüber nach, signalisierte dann aber, dass das so okay für ihn war.
Oh mein Gott... Es war soweit. Ich hatte so einen süßen Jungen an meiner Seite, und gleich würde ich das intimste Erlebnis mit ihm teilen, was es überhaupt gibt... Erwartungsvoll sah ich Julian an. Er stand auf und zog langsam seine Hose aus. Bei der Unterhose zögerte er dann. "Na los, ich weiß doch schon so ungefähr, was mich da erwartet." Langsam stülpte er den Stoff über seinen bereits prächtig aufgerichteten Ständer und stieg hinaus. Er hielt inne und schien noch nicht so richtig zu wissen, wie er jetzt weitermachen sollte.
"Darf ich mir das dann mal genauer ansehen?" Julian nickte. Ich setzte mich auf die Bettkante und zog ihn zu mir heran. Es war faszinierend. Er war steil aufgerichtet wie ein Pflock. Es verführte förmlich dazu, ihn in meine Hand zu nehmen. Erst blickte ich Julian vorsichtig an, dann umklammerte ich langsam seinen Penis. Er war tatsächlich steinhart. Ich drückte ein wenig meinen Daumen und Zeigefinger zusammen und zog die Vorhaut langsam nach unten. Er quittierte das mit einem Grunzen. Unter der rosafarbenen Haut kam nun die tiefrote, glatte Eichel zum Vorschein. Sein Atem ging schwer, während ich Stück für Stück den blanken Kopf freilegte. Je weiter runter ich kam, desto mehr spürte ich einen Widerstand. Dann sah ich, wie sich oben an der Spitze ein Tropfen bildete. Fasziniert tippte ich mit dem Finger meiner anderen Hand darauf und zog einen schleimigen Faden in die Höhe. Dann massierte ich den Schleim vorsichtig auf die Umgebung. "Ach du Scheiße... Was machst du da?!"
"Ich glaube so geht es besser." Und tatsächlich, nachdem ich am Hautrand angekommen war, ließ es sich etwas leichter weiterschieben. Julian stöhnte dafür noch heftiger und sein Ding wippte leicht im Gleichtakt zu seinem Puls, den ich inzwischen gut an den Adern seines Schaftes spüren konnte. Schließlich war es vollbracht. Die glänzende Eichel stand nun komplett frei. In Gedanken sah ich bereits, wie sie langsam zwischen meine Schamlippen glitt und hatte intuitiv schon zwei Finger an ihnen. Ich sah mich kurz am Kopfende seines Bettes um und schob seine Kissen dorthin. Dann setzte ich mich davor und lehnte mich zurück. Ich wollte genau sehen, was nun passiert. "Komm", forderte ich Julian auf, winkelte dabei meine Beine an und hob dann meine Oberschenkel mit meinen Händen leicht an. Seine Augen wurden immer größer, dann wurde mir selbst klar, wie ich mich ihm gerade präsentierte und musste lachen. Julian lächelte, kniete sich auf das Bett und arbeitete sich langsam zu mir vor.
Dann war es endlich soweit. Sein Schwanz lag nun auf meiner Spalte und er schob ihn langsam etwas hin und her und nahm meine Feuchte auf. Dann führte er die Spitze langsam an den unteren Rand der Schamlippen und drückte sie dazwischen. Wie geil war das denn?! Meine Finger waren nichts dagegen! Das Ding flutschte hinein. Ich kann das kaum beschreiben. Finger haben Spitzen und Kanten, die man mal hier und mal da fühlt, aber das... Ich spürte ihn überall. Als ob die Finger in alle Richtungen gleichzeitig fühlen. Wenn er ihn wieder rauszog, war es, als ob man ein Video bei voller Lautstärke rückwärts laufen ließ. Und dann ging es wieder von vorne los. Ich lag da wie gelähmt und sah nur noch alles verschwommen. Mein Herz pumpte mit jedem Stoß von Julian schneller. Mein Unterlaib begann von selbst zu zittern und mir quollen unkoordinierte Stöhngeräusche aus dem Mund. Unsichtbare Hände schienen mich anzuheben und meine Beine auseinander zu drücken, immer höher, immer kräftiger. Dann ging es los. In mehreren Wellen durchschüttelte es mich, und ich schrie die Anspannung aus mir heraus. Mir war es, als knallte der Korken einer Sektflasche und alles sprudelte heraus. Weit entfernt hörte ich Julian rufen. "Oh mein Gott..." Die Wellen gingen noch weiter durch meinen Körper, wurden aber allmählich schwächer und allmählich spürte ich wieder, dass ich auf einem Bett lag. Langsam kam ich wieder zu mir und sah in die weit aufgerissenen Augen von Julian. "Geht's dir gut?"
"Alles gut", jammerte ich, "das war... so... geil." Ich griff nach seinen Armen und zog ihn zu mir hinunter. Er legte sich an meine Seite und kuschelte sich an meine Brust. Als er mich anblickte, drückte ich ihm einen langen Kuss auf den Mund. Dann erst merkte ich, dass an meinen Oberschenkeln alles nass war. "Ach du Scheiße, was... Bin ich ausgelaufen?! So viel war das noch nie! Ich bin auch noch nie so heftig gekommen."
"Ist doch nicht schlimm. Ich hole gleich ein Handtuch. Das war so aufregend..."
"Bist du auch...?"
"Nein, noch nicht... Es war so faszinierend, dich zu erleben, da habe ich gar nicht mehr auf mich geachtet..." Er richtete sich auf, schwang die Beine aus dem Bett und beugte sich zu einer Kommode, die gegenüber dem Bett stand. Er öffnete die oberste Schublade und zog ein Handtuch hervor. Damit setzte er sich wieder zu mir und trocknete mir ganz selbstverständlich die Beine. Ein bisschen unangenehm war mir das aber jetzt doch. "Findest du das gar nicht eklig?"
"Nein. Obwohl es so aussah, als hättest du… ähm… pinkeln müssen. Es hat aber natürlich nicht danach gerochen, und so fand ich es auch überhaupt nicht schlimm. Im Gegenteil, du musst ungeheuer erregt gewesen sein. Und das wegen mir… Das…"
Eigentlich brauchte er nicht weiter reden. Sein Ding stand immer noch aufrecht und fing sogar noch an zu zucken, während er über meinen Orgasmus sinnierte.
"Wir sind auch noch nicht fertig", sagte ich. Er schaute mich etwas nervös an. "Ich möchte doch auch sehen, wie du kommst. Leg dich bitte wieder hin." Ich drehte mich zur Seite und machte ihm Platz auf dem Bett.
"Okay..." Er gehorchte und legte sich auf den Rücken neben mich. Ich schwang ein Bein über seinen Körper, so dass ich mit dem Rücken zu seinem Gesicht auf seiner Brust saß. Jetzt hatte ich sein bestes Stück in voller Größe vor mir. Ich beugte mich nach vorne und ging auf die Knie, die ich noch ein wenig nach hinten schob, so dass sich ihm hoffentlich ein atemberaubender Anblick bot. Auf jeden Fall hörte ich ein tiefes Durchatmen hinter mir. Ich nahm sein Glied in die Hand und massierte es vorsichtig, schob die Haut wieder nach unten, die sich inzwischen teilweise über seine Eichel gerollt hatte. Jetzt kam das Tüpfelchen auf dem i, das ich unbedingt noch erleben wollte. Vorsichtig legte ich die Lippen über die Spitze und ließ die Zunge darauf kreisen. Julian quiekte. Langsam schob ich die Lippen weiter runter, bis ich schließlich die komplette Eichel in meinem Mund hatte. Ich erkannte meinen eigenen etwas salzigen Geschmack, den ich schon oft gekostet hatte. Dazu kam ein leicht säuerlicher Geschmack, den ich Julian zuordnete. Es war ein Aroma, für das ich tatsächlich keinen Vergleich hatte, aber unangenehm war es nicht. Während meine Zunge weiter auf der aalglatten Eichel spielte, spürte ich, wie Julian seine Hände über meine Pobacken legte und mich zu massieren begann. Mit seinen Daumen strich er dabei über meine Schamlippen und meinen Kitzler und ich merkte, wie mir wieder ein wohliger Schauer durch den Schoß ging und meine Spalte erneut glitschig wurde. Es kribbelte in mir, und meine Hand massierte als Gegenleistung immer intensiver Julians Schaft, während meine Lippen immer kräftiger auf die Eichel drückten. Plötzlich griffen seine Hände um meine Taille und zogen meinen Hintern herunter. Und schon spürte ich seine Zunge zwischen meinen Beinen. Es war wie ein elektrischer Schlag, der nur dazu führte, dass ich noch wilder an seinem Ding saugte. Sofort machte sich wieder die Welle bemerkbar, als ob sie nur jemand kurz ausgeschaltet hätte. Und sie kam so unvermittelt heftig, dass ich spürte, dass sich mir der nächste Orgasmus unwiederbringlich näherte. Und nach dem Gezitter und Gestöhne von Julian zu urteilen, konnte es bei ihm auch nicht mehr lange dauern. So bearbeiteten wir uns gegenseitig weiter, bis mich das heftige Pochen an meiner Spalte erfasste. Ich musste mit dem Mund von meinem Dauerlutscher ablassen, sonst hätte ich vielleicht noch hineingebissen. Und so schallte mein Schrei mitten durch das Zimmer. Ganz so intensiv wie die erste Welle war diese dann aber doch nicht, und meiner Hand, die immer noch den Schaft umklammerte, entging dabei nicht das heftige Zucken. Ich schaute nach unten und sah auf einen knallroten, bebenden Vulkan. Und im nächsten Augenblick kam die Eruption. Eine weiße Masse schoss nach oben in mein Gesicht und Julian ächzte laut. "Ach du Scheiße...", entfuhr es mir und ich musste unwillkürlich lachen. Ein weiterer Schub quoll aus der Spitze und rann hinunter über meine Hand. "Ist das geil...", kommentierte ich erschöpft das jüngste Geschehen und merkte dabei, wie Julians Bewegungen erstarben und er unter mir zusammensackte.
Auch ich legte mich für einen Moment auf die Seite, bevor ich mich dann herumdrehte und in Julians Augen blickte, die wiederum völlig entgeistert in mein bespritztes Gesicht schauten.
"Hey, was ist denn?"
"Entschuldige... Das tut mir echt leid. Das wollte ich wirklich nicht..."
"Ist doch alles gut! Die Ladung musste sich offenbar erstmal freikämpfen." Ich lächelte ihn an. "Du musst dir wirklich keine Gedanken machen... Ich fand das richtig geil..."
Ich kroch zu ihm hoch und drückte ihm einen Kuss ins Gesicht. Dabei merkte ich, wie ich versehentlich sein Sperma auf seine Wange verteilte. Gleichzeitig strich ich mit meiner verschmierten Hand über seine Brust.
"Iihhh", zuckte er.
"Stell dich nicht so an... alles Bio!", fuhr ich ihn an. Dann mussten wir beide laut loslachen. Nachdem wir uns etwas beruhigt hatten, fragte ich ihn: "Wie war es denn für dich?"
"Unglaublich... Das hätte ich nie im Leben gedacht. Du bist echt die..." Er verstummte.
"Na, was bin ich?", kicherte ich. "Sag schon, dreckiger kann ich nicht werden..."
"Die geilste Schnecke ever!" Wieder lachten wir beide los und ich sackte auf Julian zusammen.
Etwas später hob er das Handtuch auf, das inzwischen auf dem Boden gelandet war und wischte uns notdürftig sauber. Dann kam mir ein erschreckender Gedanke. "Ich hoffe, deine Eltern sind nicht inzwischen heimgekommen und haben irgendwas gehört."
"Nein, keine Sorge. Die sind beide arbeiten und nicht vor 17 Uhr hier. Wir können ganz in Ruhe duschen, Eis essen und noch ganz viel Klavier spielen. Oder noch eine Runde machen."
"Das hättest du wohl gerne. Das schaffst du doch gar nicht mehr."
"Hm, da könntest du recht haben. Dann müssen wir uns in den Ferien nochmal treffen." "Unbedingt. Nichts lieber als das. In zwei Tagen ist Lena auch wieder da."
"Oh nein, ich weiß nicht, ob ich zwei von euch schaffe."
"Da musst du jetzt durch. Das ist dann reine Übungssache."
"Neeein..." Julian grölte. "Es hätten so erholsame Ferien werden können."
Der Rest des Nachmittags verging wie im Fluge. Zunächst führte Julian mich ins Bad, wo wir uns ausgiebig säuberten. Wir waren zwar nackt, wuschen und betrachteten uns gegenseitig, aber diesmal ohne eine hocherotische Spannung. Wir nahmen uns in den Arm, drückten und küssten uns und genossen einfach, zusammen zu sein. Bis wir schließlich seltsame Geräusche vernahmen. Die Eismaschine verkündete, dass Julians ambitionierte Stracciatella-Mischung fertig war. Wir zogen uns wieder an, Julian füllte zwei Becher ab und verstaute den Rest im Gefrierfach. Dann setzten wir uns auf die Terrasse und genossen sein Eis bei strahlendem Sonnenschein. Es schmeckte köstlich. "Wie beim Italiener" wäre falsch zu sagen. Es hatte eine ganz eigene Note. An der Eisdiele habe ich meist nach zwei Kugeln keine Lust auf mehr, aber Julians Eis hätte ich immer weiter verschlingen können. Wobei es gar nicht ums Verschlingen ging, dafür war es viel zu schade. Ich ließ jeden Löffel ganz sachte in meinem Mund schmelzen und langsam in meinen Rachen gleiten, um möglichst viel vom Geschmack mitzunehmen. Julian freute sich, wie ich sein Eis genoss. "Du solltest nicht so oft Eis machen." Er schaute mich fragend an. "Sonst hat man nämlich gar keine Lust mehr auf andere Abenteuer." Er verdrehte die Augen.
Wir saßen noch ein wenig in der Sonne, ich hatte es mir zwischen Julians Beinen gemütlich gemacht, und er seine Arme um mich geschlungen. Ich fühlte mich rundherum glücklich, wie es sich so noch nie vorher angefühlt hat. Es war jemand da, der mit mir, meinem Körper, meinen Gedanken und meinen Ergüssen etwas anfangen konnte, und sogar alles genau so besonders wahrnahm, wie ich selbst. Als ob alles, was ich bislang nur für mich gemacht hatte, erst jetzt einen Sinn ergab, weil es geteilt, bestätigt und gewürdigt wurde. Nun gut, auch Lena interessierte sich dafür, wir tauschten alles miteinander aus. Aber das war irgendwie noch etwas anderes. Das "Problem" war vermutlich, dass ich Lena schon aus der Sandkiste kannte. Sie war immer da gewesen. Das war wie selbstverständlich. Sie war eine ganz liebe. Ich kannte sie und ihren Körper in- und auswendig und wir hatten uns schon so oft gegenseitig liebkost. Das war schön und vertraut. Wir wussten immer, was die andere dachte und fühlte. Wir waren Seelenverwandte. Wir waren uns so verbunden, dass ich sie gar nicht mehr als eigenständige Person wahrnahm. Je länger ich darüber nachdachte, desto stärker wurde das Gefühl, dass ich Lena gerade mächtig unterschätzte. Sie war gerade zwei Wochen weg und ich hatte das Gefühl, dass mir die Decke auf den Kopf fällt. Bis heute. Aber das mit Julian... Das besondere ist, dass es so von 0 auf 100 zwischen uns gefunkt hat, und das auf allen Ebenen. Und auch wenn Lena zuckersüß und verführerisch ist, Julians Reize waren ganz neu und anders und deswegen so aufregend für mich. Aber noch ein anderer Grund wurde mir gewahr. Lag das vielleicht daran, dass sozusagen meine biologische Uhr tickte? Also nicht so, wie man das üblicherweise bei reiferen Frauen vor der Menopause zitiert. Ich meine das so: Lena hatte bereits diese lästige Periode, die das Herumexperimentieren mit den Jungs doch reichlich verkompliziert. Ich war bislang noch davon verschont geblieben und hatte das Gefühl, das irgendwie noch ausnutzen zu müssen, bevor es zu spät war. Mit Lena habe ich natürlich auch schon reichlich aufregende Erfahrungen sammeln können, sodass ich bis vor einiger Zeit tatsächlich gar nicht so scharf darauf war, das andere Geschlecht herauszufordern. Und nun, wo Lena gerade nicht da war... Irgendwie hatte ich jetzt doch wieder das Gefühl, dass nur meine Notgeilheit dazu geführt hatte, dass ich Julian "gefunden" hatte. Aber andererseits... Die anderen Jungs im Schwimmbad hatten mich nicht die Bohne interessiert, und von denen hatte sicherlich auch jeder zweite einen Ständer. Und auch wenn Julian wirklich nur gelangweilt im Becken gestanden hätte, wäre ich vielleicht auf ihn aufmerksam geworden und wir wären aus Langeweile aus dem Becken geflüchtet.
"Sag' mal, das ist doch eigentlich ein ganz großer Zufall gewesen, dass wir uns heute begegnet sind, oder? Wenn ich nicht zu dir ins Becken gekommen wäre, wann wären wir uns dann über den Weg gelaufen?"
"Tja, gar nicht so einfach. Ich denke aber doch, dass wir uns auch begegnet wären, wenn ich da nicht schwitzend im Kinderbecken gestanden hätte."
"Hm... vielleicht... ja. Ich bin ja extra rübergegangen, um im kleinen Becken ein wenig abzuspannen. Begegnet wären wir uns sicherlich. Aber hätten wir auch miteinander geredet?" "Auch dann hätte ich sehr sympathisch ausgesehen. Du hättest dann bestimmt mit deiner Schwimmbrille gespannt." Er gluckste.
"Hm. Ja, okay. Aber... Was wenn ich es mir heute anders überlegt hätte und vielleicht erst am Nachmittag schwimmen gegangen wäre?"
"Okay... Dann war es vielleicht doch Schicksal. Andererseits... Ich hatte schon überlegt, ob ich im großen EDEKA einen Aushang mache."
"Was?! Einen Aushang? Suche Zuckermaus, die mich im Schwimmbad aus misslicher Lage befreit?", grölte ich.
"Tsss. Nein, ich möchte gerne Musik mit anderen machen. Bei mir an der Schule hatte ich schonmal mit dem einen oder anderen was versucht. Aber so wirklich auf einen Nenner sind wir nicht gekommen."
"Okay... Die Anzeigen bei EDEKA, wenn wir da mal sind, habe ich mir noch nicht angesehen. Aber meine Mutter schaut da immer drauf. Die hätte mich da bestimmt drauf aufmerksam gemacht. Ich hatte übrigens überlegt, ob ich Klavierstunden nehmen soll. Du hast doch bestimmt auch Unterricht, oder?"
"Ja, beim Hofmann. Der unterrichtet in der Musikschule. Allerdings bin ich privat bei ihm, weil mein Vater ihn gut kennt. Der wohnt auch außerhalb, sogar in Richtung Sindeln. Aber in Sindeln gibt es doch auch einen, oder?"
"Ach, den Böttcher, bei dem war ich schon. Der ist uralt, und außerdem grapscht er gerne an den Mädchen herum. Das habe ich ganz schnell wieder aufgegeben. Meine Eltern hatten das dann auch von anderen gehört, dass der ganz eklig ist. Dann finde ich das mit dem Hofmann schon interessanter."
"Siehst du, dann wären wir uns vielleicht spätestens über ihn begegnet. Denn er macht regelmäßig Musikabende mit allen seinen Schülern." Nach einer weiteren Minute gemütlicher Stille fing Julian plötzlich an herumzudrucksen. "Du… Jenny..."
Ich löste mich etwas irritiert aus seiner Umklammerung, hockte mich dann neben ihn und drehte mich zu ihm. "Ja?"
"Also… das mit Lena… Sie ist doch nicht nur deine beste Freundin, sondern auch irgendwie deine… Liebhaberin, oder?"
Oh je. Julian machte sich gerade ähnliche Gedanken wie ich selbst vorhin. "Ja… also… das kann man schon so sagen. Aber keine Sorge. Lena und ich waren uns immer einig, dass wir unbedingt beide unseren Traumtypen finden müssen."
"Ich hoffe, dass ich jetzt der Traumtyp bin."
"Das bist du! Und so was von!"
"Aber sicherlich auch nur dein Traumtyp und nicht ihrer…"
"Hast du Angst, sie könnte eifersüchtig sein?"
"Naja, es wäre mir total unangenehm, wenn das mit uns jetzt irgendwie zu Problemen oder Streit bei euch führen würde."
"Das kann ich natürlich verstehen. Und ich bin auch gespannt, wie Lena dich findet. Ich kann mir aber wirklich nicht vorstellen, dass Lena damit ein Problem hat. Sie hat mir selbst schon bei dem einem oder anderen Jungen vorgeschlagen, dass ich mal auf Tuchfühlung gehen sollte. Was allerdings nicht passiert ist, weil ich die dann doch irgendwie komisch fand. Ich habe halt auf einen Volltreffer wie dich gewartet!" Ich strahlte Julian an. Aber der schaute mich immer noch verhalten an. "Glaub mir, alles wird gut. Und selbst, wenn sie etwas neidisch wird, auch für sie finden wir noch jemanden. Oder…" Jetzt wurde ich allerdings auch etwas nachdenklich. "Fändest du es nicht gut, wenn Lena und ich immer noch sehr innig wären, obwohl du jetzt an meiner Seite bist?"
"Also, wenn ihr wirklich schon immer beste Freundinnen und mehr wart, dann kann ich mir nicht vorstellen, dass sich das ändern wird. Und eigentlich würde auch ich das nicht wollen. Hauptsache, ich habe überhaupt eine Chance ihr gegenüber."
Oh je. Julian gab sich wirklich unglaublich bescheiden. "Ich lass dich nicht mehr gehen. Das kannst du mir glauben. Da würde ich alles für tun." Wie selbstverständlich drückte ich mich wieder an ihn, und gab ihm einen saftigen Kuss auf seinen Mund. Das erwiderte er direkt und wir vertieften uns bestimmt über eine Minute in eine leidenschaftliche Intimität, bis wir uns tief durchatmend wieder voneinander lösten.
Schließlich schlug ich vor, dass wir uns wieder etwas der Musik widmen, denn ich war neugierig, was Julian sonst noch so spielte. Er zeigte mir daraufhin im Wohnzimmer einige Notenhefte, mit denen er sich auseinandergesetzt hatte. Einiges kannte ich, und hatte es auch auf der Geige einstudiert. Ich beschloss, beim nächsten Mal auf jeden Fall mein Instrument mitzunehmen, damit wir ein Duett machen konnten. Ich blieb aber erstmal bei einem Heft von Grieg hängen. Von dem hatte ich auch schon mal etwas gespielt, die Stücke in diesem Heft kannte ich nicht, hatten aber alle interessante Titel, wie "Die Bremse und die Fliege" oder "Solfager und der Würmerkönig". Während ich mich noch über die Titel amüsierte, kam Julian mit einem Vorschlag.
"Warte, von Grieg habe ich noch irgendwo ein Klavierduett, das ist gar nicht so schwer, glaube ich... Hier, in der Halle des Bergkönigs."
"Klingt auch lustig. Kennt man das?"
"Ja, das ist aus Peer Gynt, wie die Morgenstimmung, die wohl so ziemlich jeder kennt." Er ging hinüber zur Musikanlage seiner Eltern und fischte eine Platte aus dem Schrank, die er auflegte. Es ging mit einem geheimnisvollen Pizzicato, also zupfenden Streichinstrumenten, los, das immer schneller, lauter und schräger wurde und schließlich im wilden Chaos endete. Natürlich kannte man das Stück, ich hörte aber nochmal genau hin um abzuschätzen, was mich gleich am Klavier erwartete. Die Noten waren wohl von Grieg selbst auch als Klavierduett verfasst, bekannt ist aber natürlich vor allem die Orchesterversion.
Julian hatte die tiefe Lage auf dem Klavier bereits mal probiert. Die hohe, etwas leichtere Stimme bot er mir an. Ich kam auch tatsächlich schnell rein, wobei es ein großer Vorteil ist, wenn man bereits weiß, wie es klingen soll. Die Melodien wurden zudem von meinen beiden Händen gedoppelt, so dass gar nicht so viel Neues zu erarbeiten war. Nach einer knappen Stunde mit viel Spaß, Gelächter und körperlicher Neckereien, klang das ganze schon ganz brauchbar. Vor allem gab es auch Stellen, an denen sich unsere Stimmen überkreuzten und die Arme ineinandergriffen, was zu Beginn immer in die Hose ging.
Ich fragte mich, wie ich das wohl zuhause ohne seine Begleitung üben konnte, vielleicht mit einer Smartphone-Aufnahme. Da kam plötzlich ganz viel Energie in Julian, ich hatte damit wohl genau sein Thema getroffen und er referierte mir dazu in aller Ausführlichkeit und mit Leuchten im Auge. Audioaufnahmen auf dem Smartphone klängen nicht nur bescheiden, sondern seien auch eher unhandlich. Wenn man dazu rauskommt, muss man immer wieder von vorne anfangen, man kann das Tempo nicht umstellen, und so weiter. Aufnahmen im Speicher eines Keyboards seien schon besser, der Klang ist identisch zu dem vom eigenen Spiel, man kann das Stück auch von der Geschwindigkeit anpassen, wenn man es zunächst langsamer üben will. Ich warf dann ein, dass ich den Speicher blöd fand, weil die Stücke immer weg sind, wenn man das Keyboard ausschaltet und ich es daher möglichst anlasse. Außerdem gibt es nur ein paar wenige Spuren, so dass man sich immer gut überlegen muss, welche man zugunsten einer neuen Aufnahme löscht. Falls ich dort Ideen festgehalten hatte, musste ich sie mir dann doch irgendwie mit dem Smartphone aufnehmen. Und wie sollte ich überhaupt seinen Part auf mein Keyboard bekommen. Aber auch dafür hatte er eine Lösung. Vielleicht seien mir ja schonmal die runden Buchsen am Keyboard aufgefallen, dass sind die MIDI-Anschlüsse. Diese Technik gibt es schon seit den 80'er Jahren, also fast, seit man sich als Normalsterblicher ein Keyboard leisten konnte. Damals musste man sich aber zusätzlich für teures Geld spezielle Geräte kaufen, um die Anschlüsse benutzen zu können. Heute hingegen gibt es dafür zahlreiche kostenlose Software für den Laptop oder inzwischen sogar Apps für das Smartphone. Von der Idee her ist das ähnlich wie der Keyboard-Speicher. Während man spielt, zeichnet die Software einfach auf, welche Töne man wann, wie lange und wie laut drückt. Und die Software kann später diese Aufzeichnung auch wieder an das Keyboard zurückschicken, und man hört exakt das, was man gespielt hat. Und nicht nur das, mit der Software kann man das Stück anpassen, also zum Beispiel, langsamer abspielen, transponieren, Stimmen ausblenden, aber auch falsche Töne löschen oder korrigieren. Das ist natürlich super, weil man bei Aufnahmen ja fast immer kleine Fehler macht und immer kirrer wird, je öfter man es nochmal versucht. Die Dateien, die dabei entstehen, sind viel kleiner als Mp3s, da sie ja nicht mehr Informationen enthalten als ein Notenblatt und lassen sich damit auch unkompliziert mit Freunden teilen. Julian könnte mir also seinen Part als MIDI aufnehmen und mir über Whatsapp zuschicken. Dann verließ er kurz den Raum und kam mit einer Kiste wieder, in der allerhand Kabel, Stecker und CDs lagen. Dies sei die "Grabbelkiste" seines Vaters, der Entwickler bei einem namhaften Hersteller von Audiogeräten war. Das Material benötigte er nicht mehr, dieses war aber noch voll funktionstüchtig und es war explizit erlaubt und gewünscht, dass Julian es verwendete oder an Mitschüler oder Freunde weitergab, wenn er Projekte mit ihnen anging. Er suchte ein MIDI-Kabel mit USB-Anschluss am anderen Ende heraus. Das könnte ich an einen Laptop oder PC anschließen. Mit einem Adapter, den er ebenfalls aus der Kiste fischte, ließ es sich auch mit dem Smartphone verbinden. Danach installierten wir auf meinem Smartphone eine App, mit der man MIDI-Dateien aufnehmen und abspielen konnte. Eine weitere App zeigte er mir, die war in der Lage, eine Datei als Noten anzuzeigen. Das fand ich richtig klasse. Wie oft hatte ich mir ältere Aufnahmen von meinen Ideen angehört und wusste einfach nicht mehr, wie ich die gespielt hatte. Bei der Gelegenheit machte ich auch gleich noch ein Selfie von Julian und mir, vor dem Piano sitzend.
Aber etwas verwundert war ich dann doch, denn die Apps konnten die Noten nicht nur auf das Piano von Julian schicken, sondern auch auf dem Telefon selbst abspielen. "Wenn in den Dateien doch nur steht, welche Töne ich gespielt habe, woher weiß die App, dass sie eine Klavierstimme verwenden soll?!"
"Nun ja, dazu musst du wissen, dass jeder Computer mit Soundchip oder Soundkarte, egal ob Smartphone oder Hochleistungs-PC, einen eigenen Synthesizer eingebaut hat, also Klänge von verschiedenen Instrumenten im Bauch hat. Je nach Güte des Soundchips ist die Qualität der Sounds mal besser oder mal schlechter. Hier schau, ich habe in den Einstellungen hinterlegt, dass ein Piano-Sound zum Abspielen genommen werden soll. Man kann das aber auch in der Datei selbst festlegen. So mag es vielleicht wie ein guter Piano-Sound klingen, weil der Lautsprecher von deinem Smartphone nicht viel hergibt und eine gute Klavieraufnahme nicht viel besser klingen würde. Aber wenn du einen Kopfhörer nimmst, wirst du hören, dass der Sound eigentlich nicht soo toll ist."
Ich war schwer beeindruckt von Julians Wissen. Eigentlich bin ich gar nicht so technisch versiert, aber er konnte mir das alles ganz verständlich erklären und mir genau die praktischen Tipps geben, die ich längst gebraucht hatte und jetzt nicht mehr missen will. Er hatte mich also schon wieder mit einem Schlag ungeheuer glücklich gemacht. Aber nun war es auch genug, für mehr war ich nicht mehr aufnahmefähig und bat darum, lieber nochmal etwas zu spielen. Und während wir den Bergkönig nochmal durchgingen, hörte ich Geräusche vom Flur her. Kurz darauf öffnete sich die Tür und eine Frau schaute neugierig zu uns rein.
"Hallo Julian, das klingt ja schon toll. Oh, hallo, wen hast du denn da zu Gast?!"
"Hallo, Mama, das ist Jenny. Wir sind uns heute morgen zufällig im Schwimmbad begegnet. Dabei haben wir festgestellt, dass wir beide Musik machen und nun probieren wir hier einiges aus. Ich hoffe, das ist okay."
"Hey, das ist ja eine Überraschung. Hallo, Jenny, herzlich willkommen bei uns. Ich bin Tina." Sie kam auf mich zu und gab mir die Hand. "Natürlich ist das okay. Komm vorbei wann immer du magst. Ich freue mich." Und dann flüsterte sie mir zwinkernd ins Ohr: "Vor allem, dass er sich mal mit anderen beschäftigt und nicht nur mit seinen Büchern und Gerätschaften."
Ich grinste. "Da werde ich auf jeden Fall ein Auge drauf haben!" Tina lachte. "Das ist schön. Bleibst du noch zum Abendbrot? Mein Mann wird auch gleich kommen, und dann essen wir."
Ich überlegte kurz. "Ja, gerne. Ich melde mich nur kurz bei meinen Eltern, damit die sich keine Gedanken machen. Mein letzter Bus fährt um halb 8, den muss ich auf jeden Fall noch bekommen." "Nanu, wo wohnst du denn?!"
"In Sindeln."
"Ach. Das ist ja spannend. Dann kann ich dich nachher mitnehmen, ich habe noch einen Termin in Behmstadt, da fahre ich durch Sindeln."
"Oh, prima. Dann fahre ich gerne mit."
"Okay. Ich sage gleich Bescheid, wenn das Essen fertig ist."
Als Tina draußen war, fiel mir wieder siedend heiß das Chaos ein, das wir im Bett hinterlassen hatten. Durch das Eis und die Musik hatte ich das völlig aus den Augen verloren. Dann fiel mir aber zu meiner großen Erleichterung auf, dass Julian das Bett bereits abgezogen hatte. Er bemerkte meinen Blick.
"Keine Sorge. Als du ins Bad gegangen bist, habe ich das Bettzeug gleich in die Waschmaschine gesteckt. Morgen hat meine Mutter frei, da ist immer unser großer Wasch- und Einkaufstag, an dem ich auch mithelfen muss. Mama wird sich freuen, dass ich vorausschauend schon heute meine Bettwäsche gereinigt habe..."
Einen kurzen Augenblick später rief Tina uns bereits zum Essen. Da lernte ich auch gleich Ralf, Julians Vater kennen. Seine Eltern waren echt nett. Vor allem Ralf interessierte sich dafür, was wir am Klavier alles probiert hatten. Schließlich kam die Frage, was wir denn noch vorhatten und wann wir uns wieder treffen. Ich sagte, dass mir Julians neues Stück sehr gut gefallen habe und ich das vielleicht mit meiner Violine ergänzen könnte. Julian fand das eine tolle Idee und lud mich gleich für den Donnerstag wieder ein. Am nächsten Tag, dem Mittwoch, ging das leider nicht, denn wie schon erwähnt, hatte Tina ihren freien Tag, an dem eingekauft, gewaschen und die Großeltern versorgt und besucht wurden, und das mit Julians Hilfe. Nach dem Essen verteilte Julian noch stolz sein selbstgemachtes Eis, das auch bei seinen Eltern sehr gut ankam.
Schließlich machte sich dann Tina mit mir auf den Weg und lieferte mich um kurz nach 7 zuhause ab. Meine Mutter nahm mich auch sofort in die Zange und wollte wissen, was denn heute passiert sei, dass ich jetzt erst nach Hause kam. Erst war sie sehr skeptisch, aber als ich dann die Aufnahmen abspielte, die Julian mir noch über Whatsapp zugeschickt hatte (seinen Part vom Bergkönig, und auch sein eigenes Piano-Stück), war sie einigermaßen beruhigt.
"Wie hieß die Mutter doch gleich?"
"Tina. Und auf dem Türschild stand 'Frey'."
"Warte mal... Tina Frey... Das sagt mir irgendwas... Richtig, die gibt einen Kurs an der Volkshochschule, über Kreatives Schreiben. Ich hatte tatsächlich überlegt, dorthin zu gehen. Und weißt du was? Das mache ich jetzt. Das geht nämlich heute los in Behmstadt. Ich habe auch nichts weiter vor heute abend."
Ich musste kichern. "Hätte ich das gewusst, hätte ich Tina noch einen Moment warten lassen, damit du dazusteigen kannst..."
Mama grinste. "Ja, lustig wäre das gewesen. Aber vielleicht ergibt sich das ja noch ein anderes Mal. Willst du auch mit?" Ich wollte mich gerade herausreden, dass ich mich lieber wieder der Musik widme, um am Donnerstag vielleicht Julian schon etwas Neues präsentieren zu können. Aber dann dachte ich mir: Warum eigentlich nicht? Mit Mama alleine etwas zu machen ist eigentlich ganz schön. Das machen wir immer seltener. Schreiben war außerdem ein Punkt, der auch auf meiner Ferienliste stand. Und es wäre natürlich lustig, gleich wieder bei Tina auf der Matte zu stehen. Üben konnte ich noch den ganzen nächsten Tag. Eigentlich war es fast ein wenig peinlich, auf dem Weg hierher hatten wir nur über Julian und Musik geplaudert, ich hätte wenigstens mal fragen können, was sie denn nach Behmstadt verschlägt. "Na, das scheint ja eine schwere Entscheidung zu sein." "Ach nein, ich glaube, ich komme mit. Das interessiert mich doch."
Kurz vor acht betraten wir die Schule in Behmstadt und folgten der Beschilderung für den Kurs. In dem Klassenzimmer, in dem der Kurs stattfand, saßen noch drei weitere Personen, interessanterweise alles Frauen, jedoch gemischten Alters. Tina blickte zu uns und bekam große Augen.
"Nanu, Jenny, da bist du ja wieder! Wenn ich das gewusst hätte, dann hätten wir ja auch zusammen weiterfahren können."
"Nee, das passt schon. Ich musste erst noch meine Mutter überreden mitzukommen."
Mama stieß mich lachend in die Seite. "Na, wer hat denn hier wen überredet? Hallo, ich bin Katharina, Jennys Mutter. Also, wir haben uns doch relativ spontan entschieden zu kommen. Das VHS-Programm hatte ich schon etwas länger auf dem Tisch liegen."
"Hallo, Katharina. Das freut mich. Na, dann schauen wir doch mal, ob das was für euch ist."
Die nächsten 90 Minuten waren tatsächlich sehr spannend und machten wirklich Lust auf mehr. Wir bekamen neue Ideen, an das Schreiben heranzugehen, wie das bildliche Hineinversetzen in Situationen oder das Suchen nach Begrifflichkeiten. Auch das Arbeiten in Gruppen ist dabei ein wichtiger Ansatz, und das sollte an drei weiteren Abenden im Kreis der Teilnehmer noch eingehender demonstriert und probiert werden. Jetzt war ich auch deutlich motivierter, was das Arbeiten an meinen Songtextfragmenten anging.
Am nächsten Tag vertiefte ich mich aber erstmal wieder in die Musik. Ich probierte mit dem neuen Kabel und der neuen App, ob ich allein an meinem Keyboard damit zurechtkam. Nach ein paar Versuchen schaffte ich es, die Dateien von Julian auf dem Keyboard abzuspielen und eigene Dateien aufzunehmen. Ich versuchte dann, die Melodie von Julians Lied auf der Geige mitzuspielen, was mir nach einiger Zeit auch gelang und ich machte mich daran, daraus eine begleitende zweite Stimme zu machen. Es machte total Spaß. Die Melodie war traumhaft und zauberte mir herrliche Emotionen in den Kopf. Das Probieren und Improvisieren dazu war fast wie sich auf einer Welle treiben zu lassen. Es war fast gar nicht möglich, irgendetwas langweiliges oder unpassendes dazu zu spielen. Immer wieder neue Variationen setzten sich in meinen Kopf. Aber nach einiger Zeit setze sich allmählich eine Linie fest, die sich ähnlich wie Julians Vorgabe langsam steigerte.
Mir kam dazu noch eine weitere Idee, die unbedingt weiterverfolgt werden musste. Aber hierzu brauchte ich Lenas Hilfe. Sie hatte mir geschrieben, dass sie vermutlich erst später am Abend wieder zuhause sein würde. Ich war gespannt, ob sie sich morgen früh auf einen Überfall einlassen würde...
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