Freut mich sehr, dass du jetzt auch zu schreiben angefangen hast, und besonders, dass ich dazu beitragen durfte! Außerdem ist es schön, dass jetzt endlich wieder etwas mehr los ist, hier im FanFic-Bereich, nachdem es in letzter Zeit ja doch sehr ruhig geworden war. Da möchte ich dir auch gerne meine Meinung zu deiner Geschichte mitteilen. Dazu muss ich allerdings sagen, dass ich die Buchreihe nie gelesen habe, ich kann also nicht beurteilen, wie gut du die Charaktere getroffen hast und auch falls es irgendwelche Anspielungen darauf gegeben hat, sind die mir natürlich völlig entgangen. Aber immerhin habe ich mir mal den Wikipedia-Artikel durchgelesen, um wenigstens einigermaßen zu wissen, was für Leute das sind, über die du schreibst
Handlungstechnisch gibt es hier ja nicht viel zu sehen, aber ich denke, das war auch nicht dein Anspruch. In einer originalen Geschichte würde mich das stören, aber bei FanFics hab ich eigentlich nichts dagegen. Da will man eben nur die sexuellen Phantasien über Charaktere zu Papier bringen, die man kennt und die einem am Herzen liegen. Kann ich absolut nachvollziehen, dasselbe hab ich auch gemacht, als ich angefangen habe, Erotika zu schreiben. Das ist in diesem Sujet ja auch irgendwie naheliegend, finde ich.
Kommen wir also zum Schreibstil. Den finde ich erst einmal angenehm und flüssig zu lesen, ein paar Kleinigkeiten stören mich aber doch. Zum einen fehlt es mir stellenweise ein wenig an Details. Damit meine ich nicht die allgemeinen Beschreibungen, du schreibst ja schließlich mehr für die Fans der Romane, und die wissen schon, wie die Charaktere und ihre Umgebung aussehen, und auch, dass du die einzelnen Szenen, bevor du zum Hauptteil kommst, nicht weiter ausarbeitest, finde ich nicht schlimm, aber bei einigen Gelegenheiten hätte es gerne etwas mehr sein dürfen. Vor allem meine ich den Teil, in dem die beiden Protagonisten sich ausziehen. Da schreibst du nur, wie wie damit anfangen, und setzt dann wieder ein, wenn sie damit fertig sind. Da hätte ich mir gewünscht, dass du etwas näher darauf eingehst, zum Beispiel wie unsicher sie sich dabei vorkommen, oder wie sie verstohlen zueinander herüberschielen, wobei sich zufällig ihre Blicke treffen und sie sich verschämt wieder abwenden. Der zweite Punkt, an dem ich etwas auszusetzen hätte, betrifft die direkte Gedankenwiedergabe. Bitte versteh mich nicht falsch, ich mag es sogar sehr gern, dass du so oft das Gefühlsleben der Figuren beschreibst, da geht es mir nur um das Stilmittel, dass du ihre Gedanken so aufschreibst, wie sie sie gerade haben. Das kommt mir persönlich einfach ein bisschen zu häufig vor. Das ist hin und wieder als Auflockerung mal ganz nett, aber bei dieser Menge reißt es einen meiner Meinung nach ein wenig aus der Geschichte. Da würde es eben bevorzugen, wenn du mehr bei der indirekten Gedankenwiedergabe bleiben würdest.
Trotzdem möchte ich hier noch einmal hinzufügen, dass mir auch zwei Punkte besonders gefallen haben. Einerseits wäre da der Einstieg in die Geschichte zu nennen. Ich finde, es gelingt dir ausgesprochen gut, den Leser erst einmal an die Hand zu nehmen, ihn die Stimmung der Situation zu vermitteln und ihn damit zu fesseln, um ihn dann weiter in das Geschehen hineinzuführen. Das andere wären dann die kleinen Einschübe, mit denen du arbeitest. Damit meine ich solche Nebensächlichkeiten, wie eben dass sich Beatrix heimlich einen Liebesroman besorgt hat und den nun praktisch als Leitfaden benutzt, um Stephan zu verführen.
So, jetzt freue ich mich jedenfalls darauf, mehr von dir zu lesen. Zum Glück ist ja noch eine Geschichte hier vorhanden, aber die spare ich mir für morgen auf. Wird doch langsam spät jetzt
