Zum ersten Mal seit dem Neujahrsturnier von 1993 bekleidet kein einziger japanischer Sumo-Ringer einen der zwei oberen Ränge in der Sumo-Hierarchie, nämlich Yokozuna und Ozeki. Das zeigt die anhaltende Dominanz der Ausländer in diesem urjapanischen Nationalsport.
Der letzte japanische Ozeki war der Veteran Kaio, der sich mit dem Turnier im Juli in Nagoya in den Ruhestand verabschiedete. Zuvor war Kotomitsuki für Lebenszeit vom Ringsport ausgeschlossen worden, weil er illegal auf Baseball gewettet hatte.
Immerhin hat Kotoshogiku die Chance, die von Kaio hinterlassene Lücke zu füllen. Er hat in den letzten beiden Turnieren 21 Siege gesammelt. Wer in drei Turnieren hintereinander 33 Siege schafft, kann vom Sekiwake zum Ozeki aufsteigen.
Unterdessen bleibt Yokozuna Hakuho möglicherweise nicht mehr allein an der Spitze. Sein Landsmann Harumafuji hat nach seinem Sieg in Nagoya die Chance, dass gleich zwei Mongolen den Rang eines Großmeisters bekleiden.
. Und das der Sumoverband mittlerweile auch ausländer nicht mehr versucht zu diskriminieren ist ja auch eher ein positives zeichen. Den schon zu beginn der neunziger hätte ein Hawaianer zum Yokozuna befordert werden können aber man hats nicht getan, was damals schon ein kleiner schlag gegen alle nicht japansichen Sumotorie war