[Diskussion] Abtreibung bei Behinderung?

Würdet ihr bei einer Schwangerschaft mit gesicherter Behinderung bei dem Kind abtreiben?

  • Auf jeden Fall!

    Stimmen: 22 28,9%
  • Würde ich von Fall zu Fall unterscheiden.

    Stimmen: 35 46,1%
  • Nein, abtreiben ist verwerflich.

    Stimmen: 9 11,8%
  • Ich werde niemals Kinder kriegen.

    Stimmen: 10 13,2%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    76

BlueHusky

Blair Bitch´s Friend
Otaku Veteran
mhh ich könnte es dir nicht sagen :|
das nächste ist das ja auch noch der partner was dazu zu sagen hat
ich weiß aus eigener erfahrung das es nicht einfach ist einen kranken und behinderten menschen bei sich zu haben, jedoch sind die momente in den der mensch dan lacht sooo unfassbar schön
hinzu kommt das auch noch viele "moment"faktoren eine rolle spielen was weiter dazu beiträgt das ich es jetzt nicht sagen könnte , sondern erst wenn man damit konfrontiert wird
 

SODI@WOH

Gehört zur Unterschicht
Otaku Veteran
Wenn es möglich ist, dass frühzeitig zu erkenne, warum sollte ich so blöd sein und es dann noch haben wollen? Wer will den bitteschön ein behindertes Kind? Was noch net rausgeflutscht ist, ist für mich kein Mensch also habe ich da keinerlei moralische Bedenken.
 

Lyon023

Novize
Hmm da hast du echt ein heikles Thema angesprochen!
Ich würde es auch Fall zu Fall anders sehen. Denn mittlerweile wissen ja die Ärzte was für eine Behinderung auf das Kind dann zukommt oder nicht. Falls aber die Behinderung so gravierend wäre, dass
das Kind nicht in der Lage wäre allein um sich zu sorgen bzw. geistig nicht da wäre. Dann würde ich dem Kind das alles ersparen.
 

Chieko Nakasato

Artificial Boy
Otaku Veteran
Wenn es möglich ist, dass frühzeitig zu erkenne, warum sollte ich so blöd sein und es dann noch haben wollen? Wer will den bitteschön ein behindertes Kind?
Wollen - vermutlich keiner. Wenn auf Grund z.B. religiöser Überzeugung eine Abtreibung nicht in Frage kommt, stellt sich wohl auch nicht die Frage, warum man so blöd sein sollte. Da heißt es Augen zu und durch - Gottes Prüfung! Die hat man nicht in Frage zu stellen. :megane:
 

Xy.

Gläubiger
Naja.. es sehen halt einige anders, was Moral und Gewissen angeht.

Aber warum immer nur an sich denken? Warum kann man sich nicht vorrangig darüber Gedanken machen, ob man jemandem das Leben schenken wird oder nicht?
 

RH-Girls_Systek

*Unsichtbar ist*
Otaku Veteran
Ich bin der Meinung: Bei einer Behinderung und man weiß es zu 100%! Würde ich raten abzutreiben!

Warum? Ich denke eher an das Wohl des Kindes, Im Baby Alter / Vorschulzeit ist es noch ok aber wir wissen doch alle wie Kinder sind in der Schule! Sowas ist ein grund zum Hänseln und Ärgern ... und wenn die Psyche des Kindes nicht stark genug ist wird iwas passieren ... Es gibt ja schon paar Fälle wo die Kinder es mit alter von 12-16 nicht mehr ausgehalten haben und von sich aus Beendet haben!

Ich bin nicht für Abtreibung muss ich sagen außer:
- Mädchen ist unter 18Jahre / Kein Job / Keine Abgeschlossende Ausbildung
- Behinderung ab 60%

Ist meine Ansicht auch wenn einige denken es ist gegen die Natur etc ... so denk ich darüber :) richtet nciht zuhart über mich :<
 

Shishiza

Sehr brave Fee^^
Teammitglied
Mod
Ich muss echt sagen, ich weiß es nicht, denn zum Glück bin ich in dieser Situation noch nicht gewesen. Ich weiß nur,was geschehen ist, als eine Frau, die ein absolut schwer behindertes Kind zu Welt gebracht hat, umgegangen ist.

Die ganze Geschichte, war so: sie war Schwanger, und lebte in einem Kriegsgebiet. Sie bekam eine Bombe ab, fiel ins Koma und ihr Baby bekam den Rest. Als der kleine, ein Junge, auf die Welt kam, war es zu 100% Behindert, nicht nur körperlich, sondern auch Geistig, da es einen Wasserkopf hatte und damit wurde das Gehirn komplett verdrückt. Trotzdem, weil es ein Junge war, wurde es am Leben gelassen. Wäre sie ein Mädchen gewesen, wäre es nicht aus dem Krankenhaus gekommen. (sie kommen aus dem Nahen Osten)
Die Mutter blieb gar nichts übrig, sie hat es gepflegt, und versorgt, wie ein Ding, aber Gefühle hatte sie nicht für dieses Baby. Ich habe damals die zwei kennen gelernt, weil sie Krankengymnastik bekommen haben. Meine Chefin hat ihnen gezeigt, das man dieses "Ding" also Baby auch lieb haben kann. Dadurch hat sich einiges geändert. Aber, dieser Mensch wird nie was können. Kann nicht kauen, sieht zu 99% nichts, kann nicht reden, und vor allem die Bewegung ist nicht normal.

Ich weiß nicht, ob ich bei so einer Behinderung, wenn ich gewusst hätte, das dies passiert, das Kind wirklich bekommen hätte. Ich weiß es nicht. Auch ich habe den kleinen lieb gewonnen, aber ich weiß eben nicht, ob ich die Kraft hätte, das mein restliches Leben durch zu ziehen. Ich weiß es nicht.

Deshalb kann ich die Frage nicht beantworten. Denn egal was ich jetzt sagen würde, ich würde es doch dann entscheiden müssen, wenn es tatsächlich eintrifft.
 

Hentai Master

Alte Schule!
Wenn das Leben keine Lebensqualität bereit hält, ist das Leben dann noch lebenswert? Ich wüsste ganz ehrlich nicht wie ich reagieren würde, sollte klar sein das mein ungeborenes Kind schwerst behindert auf die Welt kommen würde.

Vermutlich liegt eine Abtreibung nahe, aber das schreibt sich leicht so hypothetisch daher. Ebenso wichtig wie die eigene Meinung dazu ist natürlich auch die der Partnerin, dann wird es noch schwieriger ein ja und nein z.B.
 

deiena

Novize
bei sowas würde ich persönlich von fall zu fall unterscheiden, bei einem schweren Behinderung ja (wenn das kind später stark darunter leidet) und bei leichten nein (die Behinderungen, die man mit den heutigen mitteln stark abschwächen kann)
 

Lilliandil

Zerschmetterling
Otaku Veteran
Ich finde jedes Leben ist kostbar, egal ob Behindert oder nicht Behindert ein Mensch ist, bei der Geburt.
Bei der Geburt ja! Aber wenn man es vor der geburt schon weiß was würdest du dann machen?
Ich glaub das ist mehr eine Frage ab wann dieses Leben eine Seele bekommt bzw ob man überhaupt an sowas glaubt.

Leute die nicht an die Seele glauben, betrachten das nur als Fleischklumpen der erst bei der fertigstellung einen "Wert" bekommt. somit sind die Antworten hier fast schon vorprogramiert.
 

bluemoon

the one and only
Otaku Veteran
Ich weiss es ehrlich gesagt auch nicht. Würde aber auf jedenfall sagen das es auf die schwere (Art) der Behinderung ankommt. Ich meine man muss diferenzieren ob es überhaupt für das Kind Sinn machen würde. Ein Kind das nur mehr oder weniger durch Maschinen und Ärzte am Leben gehalten wird ist sicherlich nicht verantwortbar, weder für mich noch für das Kind selber. Aber wenn halt abzusehen ist, dass das Kind nur eine Missbildung am Fuss hat und eventuell keinen Sport machen kann und vieleicht humpeln wird dann kommt eine Abtreibung eigentlich nicht in Frage. Da ich auch der Meinung bin das jedes Leben Kostbar ist;)
 

Rattenkönig

Ngeuuraksaha
VIP
Je nach Fall der schwere. Wenn man Zeit aufbringen kann, muss man es nicht abtreiben lassen, wenn man noch Zeit dazu hat, kann man es machen. Ob ethisch vertretbar oder nicht haben doch die Christen in die Welt gesetzt? Aber es kann auch nicht ethisch vertretbar sein ein Kind in die Welt zu stezen was alleine garnix machen kann, auch nicht als Erwachsener. Also komplkett abhängig von anderen. Weis nun nicht ob man schon die schwere der Behinderung messen kann, ich denke nicht. Es ist vielleicht wie mit der Hilfe zum tot einer Person, man darf jene nicht helfen zu sterben, man zeigt da ja kaum interesse wie schlecht es denen geht. Aber lässt es zu wie sie sich Stunde für Stunde quälen. Und als Behinderter ist das Leben unter Umständen auch eine Qual, je nachdem. Die ethische Sache ist da im eindeutigen Zwispalt, theoretisch.

Man meint ja immer das man ein Leben nimmt von einem werdenden Menschen, aber muss dazusagen, es ist im Körper noch in keinster Lage zu denken wie ein Mensch. Was ich damit sagen will ist, dass wir das Kind nicht fragen können ob es leben will oder nicht, wenn man es nicht kann sollte man das Leben sicherlich nicht einfach nehmen, aber man sollte auch nicht annehmen das es in jenem Zustand leben kann oder glücklich werden kann. Aber es gibt ja noch die Möglichkeit das Kind anderen zu geben, wenn man es nicht abtreiben will. Aber je nach schwere des Falles - also in meinem Beispiel besonders schwer - dann finde ich es ethisch verwerflich so ein Lebewesen zum Leben zu zwingen.

Muss also jeder für sich entscheiden, da darf man nicht reinreden. Wenn man sich nicht stark genug dazu fühlt das Kind zu erziehen und zu pflegen, dann sollte man es auch nicht versuchen, sowas kann ein schlechtes Ende nehmen. Man kann es aber abgeben zu einer anderen Familie, aber ist das wirklich besser? Je nach schwere der Behinderung halt, würde ich es abtreiben lassen oder anderen geben, dazu kommt aber dann noch die Meinung meiner "vielleicht bald" Frau. Ich würde mich schwer mit so ein Kind tuen.
 

Ralf01

Novize
zunächst mal ist es gar nicht so einfach, eine behinderung während einer schwangerschaft festzustellen, das geht nämlich nur in einem ganz geringen zeitfester zwischen 15. und 16. schwangerschaftswoche. klar kann man auch blut- und/oder fruchtwasseruntersuchungen machen lassen, allerdings ist die prozedur sowohl für das kind als auch für die mutter ziemlich unangenehm, daher stellt sich nicht wiklrich die frage ob man abtreibt oder nicht, sondern wohl eher ob man das wirklich vorher mitbekommt und erst dann kommt die eigentlich heikle frage. warum weiß ich das so genau, nun wir standen schon vor dem problem und ich kann euch ganz ehrlich sagen, ich war froh das mutter natur den fall selbst gelöst hat, indem der fötus abstarb. wir haben auch erst hinterher erfahren (16! schwangerschaftswoche) das mit dem kind etwas nicht in ordnung war, daher hätten wir wohl nichts machen können, wenn das kind zur welt gekommen wäre. wir haben trotzdem sehr lange daran geknabbert. dennoch haben auch diese kinder ein recht auf leben, so hart es klingt, nicht jede behinderung ist ein grund diese kinder von vornherein zu töten und im mutterleib kann man nie genau sagen wie hochgradig diese behinderung ist. ein freund von mir ist behindert, die mutter trug während der schwangerschaft einen erbsentopf, und das brach dem kind im mutterleib einen wirbel im unteren rücken! keiner hats gemerkt, erst nach der geburt hat man festgestellt das das baby die beine nicht bewegen konnte, solche schicksale sind nicht beeinflussbar.
generell bin ich dafür das die mutter den gewichtigeren teil der entscheidung tragen sollte, soweit denn bekannt ist das es ein behindertes kind wird, keiner kann schließlich abschätzen, wie es einer werden mutter geht, die diese entscheidung fällen muss.
ok, ein langer text zu einem sehr heiklen aber wichtigen thema, auch wenn es nur ein bruchteil der gedanken sind die mir dabei durch den kopf gehen ^^
 
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