Hier schon einmal die Einleitung der Rest folgt so schnell wie möglich.
Disku hier
Prolog: Logbuch eines Admirals / Biographie eines Helden / Memoiren eines Mannes / Tagebuch eines Vaters :
Es war ein schöner Tag, ein leichter Wind wehte über die grünen Hänge, hinauf zu den weissen Gipfeln, welche hinter dichten Wolken verborgen waren. Es war Frühling und eine sanfte Wärme breitete sich über das ganz Land aus.
Seit der Neubesiedelung waren nun einige Jahre vergangen und Frieden war eingekehrt auf dem Planeten, denn nach den Ereignissen die sich während dem letzten Jahrhundert geschehen waren, war niemand mehr in der Lage auch nur an Krieg zu denken. Denn niemand wollte noch einmal erleben was geschehen war.
Aus einem kleinen Haus inmitten der Berge, schlichen sich Rauchschwaden. Der Grund war eine alte Frau die am Herd stand und für ihre Kinder und Kindes-Kinder das Nachtessen vorbereitete. Es war lange her seit dem sie diese das letzte Mal gesehen hatte. Deswegen war sie mit Freude erfüllt, dass sie jemanden hatte der ihr in diesem abgelegenen Ort Gesellschaft leistete. Sie war einsam denn ihr Mann war noch vor der Neubesiedelung im Kampf gefallen. Sie hatte ihn sehr geliebt und hatte es nie richtig verarbeitet dass er nicht mehr da war.
„Mutter geht es dir gut“ fragte eine Männerstimme hinter ihr. Sie wirbelte herum und sah in das besorgte Gesicht ihres Sohnes. Dann bemerkte sie erst was los war, sie hatte an ihren Mann gedacht da musste sich eine Träne aus ihren Augen geschlichen haben.
„Ja, es geht mir gut.“, sagte sie mit einem Lächeln auf den Lippen, der Sohn erwiderte dies und sagte, „Ich weiss der Verlust meines Vaters muss schlimm gewesen sein. Ich habe ihn ja nie gekannt“. Das stimmte, sie hatte ihre Schwangerschaft erst einige Wochen nach dem Ableben ihres Mannes bemerkt. Sie selbst hatte Seite an Seite mit ihrem Mann gegen ihre Feinde gekämpft doch nach diesem Vorfall hatte sie ihre militärische Karriere an den Nagel gehängt.
Das husten ihres Sohnes sagte ihr dass sie schon wieder abdriftete, sie riss sich zusammen und schaute ihren Sohn an.
„Geh hol die anderen es gibt gleich Essen.“ sagte sie mit einem Lächeln. Ihr Sohn nickte und ging hinaus. Die Mutter beendete ihr Kochen und bereitete den Tisch vor, sie hatte ein Festessen für ihre zwei Kinder, ihre Lebensgefährten und ihre fünf Grosskinder vorbereitet. Einige Minute sassen sie auch schon alle am Tisch, die Kinder wild durcheinander redend. Doch als sie auftischte wurden sie ganz ruhig und schauten die grossen Töpfe voller Erwartung an. Als sie dann, das Essen verteilte sagte einer der Kinder.
„Grossmutti, heute haben wir ein so grosses Schiff gesehen.“, der kleine zog das o in die Länge und versuchte mit seinen kleinen Ärmchen die Grösse widerzuspiegeln. „Papa sagt das Schiff würde uns für eine lange Zeit verlassen, stimmt das?“, die alte Dame lächelte.
„Wenn es dein Vater sagt dann muss es stimmen.“ sagte sie und schaute den Mann ihrer Tochter an. Er war ein hoher Offizier in der Armee und wusste dementsprechend Bescheid.
„Es ist die Avalon“ Sie spürte einen kleinen Stich im Herzen als er diesen Namen aussprach. „Sie geht auf eine grosse Expedition um neue Welten zu erforschen.“
Sie schaute ihn länger an und fragte dann was ihr auf dem Herzen lag. „Wer ist der neue Kapitän?“
„Ein gewisser Ivan Keller.“ sagte er knapp.
Jeremias Bruder... ging ihr durch den Kopf, sie lächelte, diese Familie hat schon immer alles geschafft.
Das Essen verlief ruhig es wurde getratscht, über die neue Regierung, über die Freundin des ältesten Enkels über alles mögliche das irgendwie zur Hand war. Als aufgegessen war und alles aufgeräumt kamen die Kinder zur Grossmutter, „Erzählst du uns eine Geschichte?“
Sie lächelte „Gut dann holt das Geschichtsbuch.“
Die Kinder protestierten, „Nein eine richtige Geschichte. Erzähl uns was geschah als du noch jung warst“ Sie schauten sie so böse es ging an.
„Aber sicher meine Kleinen“ sie lächelte und die Kinder setzten sich erwartungsvoll um sie herum, sie winkte sogar ihre eigenen Kinder mit ihren Gefährten dazu. „Also ich erzähle euch jetz die Geschichte von meinem Vater dem legendären General Richard Adam Olsen...“
-----[ Doppelpost hinzugefügt ] -----
Kapitel 1: Der Fall Skeller (Part 1)
Wir schreiben das Jahr 3455 nach Christus. Die Zahl der Menschen beträgt nur noch circa 3 Milliarden Männer und Frauen. Die Erde ist schon lange nur noch eine Erinnerung niedergeschrieben in Büchern oder in Dateien des Zentralcomputers. Die letzte Bastion besteht aus drei immens grossen Schiffen welche bis an die Zähne bewaffnet sind und die Menschheit an einen neuen Ort zum Leben bringen sollen.
Es war eine bezaubernde Frau die da neben ihm lief. General Olsen, ein Erfahrungsreicher Admiral einer Interstellaren Flotte, fühlte sich ein wenig unwohl dabei. Sie liefen einen langen, hell beleuchteten Gang entlang. Eine Seite bestand aus Panzerglass und liess den Blick auf ein gigantisches Gebäude frei welches sich innerhalb einer grossen Kuppel befand. Es war ein riesiger Palast, ein Relikt der alten Welt. Der Palast wurde von sieben gigantischen Säulen flankiert, die sich vom Boden bis zur Decke der Kuppel erhoben. Sie liefen weiter bis sie an eine Türe kamen auf der stand, „Biosphäre Z,01 Regierungspalast.“. Olsen öffnete die Türe und liess die Frau eintreten. Sie kamen in einen riesigen Garten der sich über mehrere Quadratkilometer erstreckte.
„Sind sie sich wirklich sicher über ihren Entscheid.“ fragte der General während sie durch ein dichtes Meer von Blumen streiften.
„Ja, mein General.“ sagte sie mit einem Lächeln auf dem Gesicht welches wohl jeden Mann um den Finger gewickelt hätte.
Olsen wusste nicht was er antworten sollte, diese Frau wollte ihr Leben aufs Spiel setzen. Dabei war sie eine wunderschöne verdammt intelligente Frau, die ein wunderbares Leben hätte führen können. Dennoch hatte sie sich entschieden, für ihre Mitmenschen zu kämpfen. Sie war die neue Pilotin einer vierzig Meter hohen Kampfmaschine, welche man auf den Namen Luzifer getauft hatte. Sie hatte durch ihre Leistungen gezeigt dass sie würdig war die höchste Ehre eines Soldaten anzunehmen, den Sitz in einem der sieben Seraphinen , der stärksten Waffe, welche die Menscheit je hervorgebracht hatte. Sie wurde einer der sieben Popes.
Die Frau hiess Naomi Skeller, sie hatte den besten Abschluss an der Militärakademie den die Menschheit seit einem Jahrhundert gesehen hatte. Ihre Leistungen im Kampf waren bemerkenswert und suchten ihresgleichen. Sie gehörte zu den bis dato besten Angel Piloten. Obwohl so eine zarte Frau weniger im Cockpit eines Ungetümes, wie den Angels erwartete.
Sie waren an den Eingang des Palasts gelangt. Die Tore gingen automatisch auf und gaben den Blick auf eine riesige Eingangshalle frei, die sich so gar nicht mit dem identifizieren wollte mit dem woher sie kamen. Der Stil reichte zurück ins zwanzigste Jahrhundert.
Naomi hielt den Atem an, sie hatte so etwas noch nie gesehen, denn dies war das einzige Gebäude seiner Art, welches noch existierte. Der einzigartige Mosaikboden und die vertäfelung mit Ebenholz gaben der Halle einen edlen aber auch leicht rustikalen Eindruck. Doch Naomi hatte keine Zeit sich weiter über die Einrichtung zu staunen denn Olsen führte sie weiter in den Palast hinein. Am Ende der Halle führte eine Treppe hinab unter das Gebäude. Schon nach einigen stufen befanden sie sich wieder im altgewohnten kalten und sterilen Umgebung der Schiffskorridore.
Dann traten sie in eine gigantische Halle, in der sieben riesige Mechas. Olsen konnte das zittern in Naomi förmlich spüren und er konnte es ihr nicht verübeln. Auch er war ausser sich gewesen als er den Hangar das erste Mal betreten hatte. Sie schritten weiter, vorbei an den Mechas und den zahllosen Technikern die hier alle durcheinander umher-liefen. Keiner schien den jeweils anderen zu beachten, man hätte glauben können, dass hier unten ein heilloses Chaos herrschen würde, doch dies war nur das Produkt minutiöser Planung.
Als sie angekommen waren standen sie vor dem vierzig Meter hohen Monstrum aus schwarzem Stahl. Das Metal glänzte im Flutlicht der Hangarbeleuchtung. Wie die Statue eines Gottes überblickte dieser Mecha den ganzen Hangar.
„Sind sie die neue Pilotin Naomi Skeller?“ erscholl es hinter ihren Rücken. Olsen und Naomi drehten sich um und sahen einen hochrangigen Piloten auf sich zukommen. Es war Alexander Welkin, Captain der Seraphim Spezialeinheit.
„Ja die bich ich.“, sagte sie sehr selbstbewusst und salutierte vor Welkin. Dieser erwiederte ihren Salut. Dann wandte er sich an Olsen. „Danke dass sie sie hergeführt haben-“ Er verneigte sich vor ihm.
„Genug der Worte führen sie Frau Keller in ihre neue Maschine ein.“ sagte Olsen knapp, er hatte keine Zeit für Smalltalk, denn es warteten Berge von Arbeit auf ihn, auch wenn er es geschafft hatte mit zwei Stunden Schlaf am Tag aus zukommen, war das trotzdem nicht genug. Er sah wie die zwei auf die riesige Maschine zu gingen. Ihr Name war Luzifer, der neueste Spross der Seraphim Serie und vielleicht auch der letzte.
Olsen verabschiedete sich von den Beiden und verliess den Hangar. Er begab sich hinauf in den Regierungspalast, wo er von einem KI gesteuerten Androiden empfangen wurde. Ihr Name war Excalibur und war wie viele andere ihrer Art direkt mit dem Schiffscomputer verbunden, was sie zur potentesten Beraterin machte die sich Olsen hätte vorstellen sollen.
„Die Zodiak Flotte hat sich von uns getrennt sie werden bei Gefass wieder zu uns stossen“, sagte der Android mit seiner monoton kalten und metallischen Stimme. Und sie gab ihm den Ordner mit allen Genehmigungen in die Hand.
„Zudem sind nun die Resultate der Priest Akademie bekannt.“ sagte sie weiter, „die Jahrgangs besten sind: auf der Avalon mit 1.0 Solfan Ira, auf der Anderswelt Sariah Gala mit 1.2 und zuletzt auf der Eden Alexia Blue mit 1.1.“
Olsen hörte zu obwohl es ihn eigentlich gar nicht interessierte. Er wusste das er diesen Leuten eine Auszeichnung verleihen müssen würde, aber er war eher der Mensch der lieber Auszeichnungen für Errungenschaften auf dem Schlachtfeld errang, als fürs Pauken. Dann kamen die üblichen täglichen Geburtenzahlen, das Sterberegister und so weiter. In solchen Momenten dankte er immer wieder Gott dass sie den Androiden kein menschliches Bewusstsein verpasst hatten. Denn sonst wäre es unmöglich Excalibur einfach zu ignorieren.
Sie betraten Olsens Büro, es war ein rundes Zimmer mit einem riesigen Tisch in der Mitte. Die Wand war komplett mit einem Bildschirm überzogen welcher die gesamte Umgebung zeigte und anhand kleiner Signaturen auch jegliches Schiff der Flotte. Fast automatisch liess Olsen seinen Blick in die runde schwenken um alles einmal zu überblicken, als er keine feindliche Signaturen sah, setzte er sich auf eine gewisse Art beruhigt an seinen Schreibtisch.
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Prolog: Logbuch eines Admirals / Biographie eines Helden / Memoiren eines Mannes / Tagebuch eines Vaters :
Es war ein schöner Tag, ein leichter Wind wehte über die grünen Hänge, hinauf zu den weissen Gipfeln, welche hinter dichten Wolken verborgen waren. Es war Frühling und eine sanfte Wärme breitete sich über das ganz Land aus.
Seit der Neubesiedelung waren nun einige Jahre vergangen und Frieden war eingekehrt auf dem Planeten, denn nach den Ereignissen die sich während dem letzten Jahrhundert geschehen waren, war niemand mehr in der Lage auch nur an Krieg zu denken. Denn niemand wollte noch einmal erleben was geschehen war.
Aus einem kleinen Haus inmitten der Berge, schlichen sich Rauchschwaden. Der Grund war eine alte Frau die am Herd stand und für ihre Kinder und Kindes-Kinder das Nachtessen vorbereitete. Es war lange her seit dem sie diese das letzte Mal gesehen hatte. Deswegen war sie mit Freude erfüllt, dass sie jemanden hatte der ihr in diesem abgelegenen Ort Gesellschaft leistete. Sie war einsam denn ihr Mann war noch vor der Neubesiedelung im Kampf gefallen. Sie hatte ihn sehr geliebt und hatte es nie richtig verarbeitet dass er nicht mehr da war.
„Mutter geht es dir gut“ fragte eine Männerstimme hinter ihr. Sie wirbelte herum und sah in das besorgte Gesicht ihres Sohnes. Dann bemerkte sie erst was los war, sie hatte an ihren Mann gedacht da musste sich eine Träne aus ihren Augen geschlichen haben.
„Ja, es geht mir gut.“, sagte sie mit einem Lächeln auf den Lippen, der Sohn erwiderte dies und sagte, „Ich weiss der Verlust meines Vaters muss schlimm gewesen sein. Ich habe ihn ja nie gekannt“. Das stimmte, sie hatte ihre Schwangerschaft erst einige Wochen nach dem Ableben ihres Mannes bemerkt. Sie selbst hatte Seite an Seite mit ihrem Mann gegen ihre Feinde gekämpft doch nach diesem Vorfall hatte sie ihre militärische Karriere an den Nagel gehängt.
Das husten ihres Sohnes sagte ihr dass sie schon wieder abdriftete, sie riss sich zusammen und schaute ihren Sohn an.
„Geh hol die anderen es gibt gleich Essen.“ sagte sie mit einem Lächeln. Ihr Sohn nickte und ging hinaus. Die Mutter beendete ihr Kochen und bereitete den Tisch vor, sie hatte ein Festessen für ihre zwei Kinder, ihre Lebensgefährten und ihre fünf Grosskinder vorbereitet. Einige Minute sassen sie auch schon alle am Tisch, die Kinder wild durcheinander redend. Doch als sie auftischte wurden sie ganz ruhig und schauten die grossen Töpfe voller Erwartung an. Als sie dann, das Essen verteilte sagte einer der Kinder.
„Grossmutti, heute haben wir ein so grosses Schiff gesehen.“, der kleine zog das o in die Länge und versuchte mit seinen kleinen Ärmchen die Grösse widerzuspiegeln. „Papa sagt das Schiff würde uns für eine lange Zeit verlassen, stimmt das?“, die alte Dame lächelte.
„Wenn es dein Vater sagt dann muss es stimmen.“ sagte sie und schaute den Mann ihrer Tochter an. Er war ein hoher Offizier in der Armee und wusste dementsprechend Bescheid.
„Es ist die Avalon“ Sie spürte einen kleinen Stich im Herzen als er diesen Namen aussprach. „Sie geht auf eine grosse Expedition um neue Welten zu erforschen.“
Sie schaute ihn länger an und fragte dann was ihr auf dem Herzen lag. „Wer ist der neue Kapitän?“
„Ein gewisser Ivan Keller.“ sagte er knapp.
Jeremias Bruder... ging ihr durch den Kopf, sie lächelte, diese Familie hat schon immer alles geschafft.
Das Essen verlief ruhig es wurde getratscht, über die neue Regierung, über die Freundin des ältesten Enkels über alles mögliche das irgendwie zur Hand war. Als aufgegessen war und alles aufgeräumt kamen die Kinder zur Grossmutter, „Erzählst du uns eine Geschichte?“
Sie lächelte „Gut dann holt das Geschichtsbuch.“
Die Kinder protestierten, „Nein eine richtige Geschichte. Erzähl uns was geschah als du noch jung warst“ Sie schauten sie so böse es ging an.
„Aber sicher meine Kleinen“ sie lächelte und die Kinder setzten sich erwartungsvoll um sie herum, sie winkte sogar ihre eigenen Kinder mit ihren Gefährten dazu. „Also ich erzähle euch jetz die Geschichte von meinem Vater dem legendären General Richard Adam Olsen...“
-----[ Doppelpost hinzugefügt ] -----
Kapitel 1: Der Fall Skeller (Part 1)
Wir schreiben das Jahr 3455 nach Christus. Die Zahl der Menschen beträgt nur noch circa 3 Milliarden Männer und Frauen. Die Erde ist schon lange nur noch eine Erinnerung niedergeschrieben in Büchern oder in Dateien des Zentralcomputers. Die letzte Bastion besteht aus drei immens grossen Schiffen welche bis an die Zähne bewaffnet sind und die Menschheit an einen neuen Ort zum Leben bringen sollen.
Es war eine bezaubernde Frau die da neben ihm lief. General Olsen, ein Erfahrungsreicher Admiral einer Interstellaren Flotte, fühlte sich ein wenig unwohl dabei. Sie liefen einen langen, hell beleuchteten Gang entlang. Eine Seite bestand aus Panzerglass und liess den Blick auf ein gigantisches Gebäude frei welches sich innerhalb einer grossen Kuppel befand. Es war ein riesiger Palast, ein Relikt der alten Welt. Der Palast wurde von sieben gigantischen Säulen flankiert, die sich vom Boden bis zur Decke der Kuppel erhoben. Sie liefen weiter bis sie an eine Türe kamen auf der stand, „Biosphäre Z,01 Regierungspalast.“. Olsen öffnete die Türe und liess die Frau eintreten. Sie kamen in einen riesigen Garten der sich über mehrere Quadratkilometer erstreckte.
„Sind sie sich wirklich sicher über ihren Entscheid.“ fragte der General während sie durch ein dichtes Meer von Blumen streiften.
„Ja, mein General.“ sagte sie mit einem Lächeln auf dem Gesicht welches wohl jeden Mann um den Finger gewickelt hätte.
Olsen wusste nicht was er antworten sollte, diese Frau wollte ihr Leben aufs Spiel setzen. Dabei war sie eine wunderschöne verdammt intelligente Frau, die ein wunderbares Leben hätte führen können. Dennoch hatte sie sich entschieden, für ihre Mitmenschen zu kämpfen. Sie war die neue Pilotin einer vierzig Meter hohen Kampfmaschine, welche man auf den Namen Luzifer getauft hatte. Sie hatte durch ihre Leistungen gezeigt dass sie würdig war die höchste Ehre eines Soldaten anzunehmen, den Sitz in einem der sieben Seraphinen , der stärksten Waffe, welche die Menscheit je hervorgebracht hatte. Sie wurde einer der sieben Popes.
Die Frau hiess Naomi Skeller, sie hatte den besten Abschluss an der Militärakademie den die Menschheit seit einem Jahrhundert gesehen hatte. Ihre Leistungen im Kampf waren bemerkenswert und suchten ihresgleichen. Sie gehörte zu den bis dato besten Angel Piloten. Obwohl so eine zarte Frau weniger im Cockpit eines Ungetümes, wie den Angels erwartete.
Sie waren an den Eingang des Palasts gelangt. Die Tore gingen automatisch auf und gaben den Blick auf eine riesige Eingangshalle frei, die sich so gar nicht mit dem identifizieren wollte mit dem woher sie kamen. Der Stil reichte zurück ins zwanzigste Jahrhundert.
Naomi hielt den Atem an, sie hatte so etwas noch nie gesehen, denn dies war das einzige Gebäude seiner Art, welches noch existierte. Der einzigartige Mosaikboden und die vertäfelung mit Ebenholz gaben der Halle einen edlen aber auch leicht rustikalen Eindruck. Doch Naomi hatte keine Zeit sich weiter über die Einrichtung zu staunen denn Olsen führte sie weiter in den Palast hinein. Am Ende der Halle führte eine Treppe hinab unter das Gebäude. Schon nach einigen stufen befanden sie sich wieder im altgewohnten kalten und sterilen Umgebung der Schiffskorridore.
Dann traten sie in eine gigantische Halle, in der sieben riesige Mechas. Olsen konnte das zittern in Naomi förmlich spüren und er konnte es ihr nicht verübeln. Auch er war ausser sich gewesen als er den Hangar das erste Mal betreten hatte. Sie schritten weiter, vorbei an den Mechas und den zahllosen Technikern die hier alle durcheinander umher-liefen. Keiner schien den jeweils anderen zu beachten, man hätte glauben können, dass hier unten ein heilloses Chaos herrschen würde, doch dies war nur das Produkt minutiöser Planung.
Als sie angekommen waren standen sie vor dem vierzig Meter hohen Monstrum aus schwarzem Stahl. Das Metal glänzte im Flutlicht der Hangarbeleuchtung. Wie die Statue eines Gottes überblickte dieser Mecha den ganzen Hangar.
„Sind sie die neue Pilotin Naomi Skeller?“ erscholl es hinter ihren Rücken. Olsen und Naomi drehten sich um und sahen einen hochrangigen Piloten auf sich zukommen. Es war Alexander Welkin, Captain der Seraphim Spezialeinheit.
„Ja die bich ich.“, sagte sie sehr selbstbewusst und salutierte vor Welkin. Dieser erwiederte ihren Salut. Dann wandte er sich an Olsen. „Danke dass sie sie hergeführt haben-“ Er verneigte sich vor ihm.
„Genug der Worte führen sie Frau Keller in ihre neue Maschine ein.“ sagte Olsen knapp, er hatte keine Zeit für Smalltalk, denn es warteten Berge von Arbeit auf ihn, auch wenn er es geschafft hatte mit zwei Stunden Schlaf am Tag aus zukommen, war das trotzdem nicht genug. Er sah wie die zwei auf die riesige Maschine zu gingen. Ihr Name war Luzifer, der neueste Spross der Seraphim Serie und vielleicht auch der letzte.
Olsen verabschiedete sich von den Beiden und verliess den Hangar. Er begab sich hinauf in den Regierungspalast, wo er von einem KI gesteuerten Androiden empfangen wurde. Ihr Name war Excalibur und war wie viele andere ihrer Art direkt mit dem Schiffscomputer verbunden, was sie zur potentesten Beraterin machte die sich Olsen hätte vorstellen sollen.
„Die Zodiak Flotte hat sich von uns getrennt sie werden bei Gefass wieder zu uns stossen“, sagte der Android mit seiner monoton kalten und metallischen Stimme. Und sie gab ihm den Ordner mit allen Genehmigungen in die Hand.
„Zudem sind nun die Resultate der Priest Akademie bekannt.“ sagte sie weiter, „die Jahrgangs besten sind: auf der Avalon mit 1.0 Solfan Ira, auf der Anderswelt Sariah Gala mit 1.2 und zuletzt auf der Eden Alexia Blue mit 1.1.“
Olsen hörte zu obwohl es ihn eigentlich gar nicht interessierte. Er wusste das er diesen Leuten eine Auszeichnung verleihen müssen würde, aber er war eher der Mensch der lieber Auszeichnungen für Errungenschaften auf dem Schlachtfeld errang, als fürs Pauken. Dann kamen die üblichen täglichen Geburtenzahlen, das Sterberegister und so weiter. In solchen Momenten dankte er immer wieder Gott dass sie den Androiden kein menschliches Bewusstsein verpasst hatten. Denn sonst wäre es unmöglich Excalibur einfach zu ignorieren.
Sie betraten Olsens Büro, es war ein rundes Zimmer mit einem riesigen Tisch in der Mitte. Die Wand war komplett mit einem Bildschirm überzogen welcher die gesamte Umgebung zeigte und anhand kleiner Signaturen auch jegliches Schiff der Flotte. Fast automatisch liess Olsen seinen Blick in die runde schwenken um alles einmal zu überblicken, als er keine feindliche Signaturen sah, setzte er sich auf eine gewisse Art beruhigt an seinen Schreibtisch.
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