Einleitung
Was macht den Horrorfilm eigentlich zum Horrorfilm? Sind es die brutalen Morde, die bedrohliche Atmosphäre oder die Schockmomente? Oder ist es einfach nur der Spiegel, der der Gesellschaft vorgehalten wird? Die Frage ist schwierig zu beantworten. Aber ein Fakt ist, dass jede Epoche ihre Horrorfilme hatte.
Die Anfänge
Ganz am Anfang standen Filme mit Freaks, die als Bedrohung für die normale Gesellschaft präsentiert wurden. Als das Abnormale, das nicht in die Norm passt. Entstellte Attraktionen für den Zirkus. Der berühmteste dieser Filme ist sicherlich Freaks von Tod Browning. Im Hintergrund lauerte die Ermahnung an den Krieg, als die Soldaten entstellt und verwundet nach Haus kehrten. Fehlende Gliedmaßen, entstellte Körper und entsetzlich entstellte Tote. Dies prägte die Gesellschaft und wurde in diesen Filmen aufgegriffen. Doch das Goldene Zeitalter des Horrorfilms begann später.
Ein Film der ersten Generation muss man jedoch noch erwähnen, der noch vor Freaks für Aufsehen sorgte: Das Phantom der Oper von Robert Julian. Lon „Mann der 1000 Gesichter“ Chaney spielte das Phantom auf eine skurrile und doch sehr mitleiderweckende Art und Weiße. Die berühmteste Szene ist, wo der aufgebrachte Mob das Phantom jagt und ehe der Mob das Phantom stellt, hebt dieses die geballte Faust und jeder vermutet eine Granate, woraufhin der Mob stoppt und Panik bekommt. Dann öffnet das Phantom die Hand und sie ist leer, woraufhin sich das Phantom kaputtlacht. Und irgendwie war das Phantom ein Vorbereiter für das was in der 2. Epoche folgen sollte.
Die Kultmonster
Den Drang der Wissenschaft, die immer größere Fortschritte machte, den Tod zu überwinden inspirierte Frankenstein. Das harmlose, missverstandene Monster, das erkennt, das es nicht leben dürfte und dass gejagt wird, weil es Anders ist, enthält noch den Kern der ersten Horrorfilmgeneration. James Whales Ur Version ist ein wahrer Kultklassiker. Die stärkste Szene im Film ist, wo ein Mädchen am Fluss spielt und das Monster sich diesem nähert. Der Zuschauer erwartete jetzt das dass Monster das Mädchen tötet. Doch statt dessen freundet sich das Monster mit dem Mädchen an. Die naive Kindlichkeit, die erhaben ist über das Missverstehen des Erwachsenen, ist beeindruckend in Szene gesetzt. Ebenso beeindruckend ist die Szene, wo sich das Monster gegen seinen Schöpfer stellt und die Dinge wieder korrigiert. Frankenstein ist sicherlich ein Meilenstein und für Boris Karloff der Durchbruch. Er spielte Frankenstein auf eine Art und Weiße, die nie wieder ein anderer nach ihm erreichte.
Das ewige Leben, der Reiz die Jahrhunderte zu überleben und unsterblich zu sein ging ebenfalls Ted Browning an und zwar in Dracula. Und Bela Lugosi gelang mit seiner Darstellung von Dracula der große Durchbruch. Lediglich Christopher Lee übertraf Lugosi noch, als die Hammer Studios ihren Höhepunkt des Schaffens fanden. Der Film orientiert sich größtenteils an Bram Stokers Dracula und ging damit in direkte Konkurrenz mit dem deutschen Kultfilm Nosferatu. Doch Max Schreck spielte eine dämonische, gefährliche und gespenstische Kreatur während Lugosi seinen Dracula als das präsentiert, was den Vampir ausmacht. Nobel, erhaben und mit einer erotischen Anziehungskraft.
Doch das Quardett war noch nicht komplett. Karl Freund inszenierte unter anderem Ansatz einen weiteren Klassiker: Die Mumie. Die Faszination der Pyramiden, die Geheimnisse von Ägypten und die Mythologie waren und sind es die uns selbst heute noch faszinieren. Und Die Mumie greift all das auf, verpackt mit einer Liebesgeschichte, Magie und ägyptischer Mythologie. Boris Karloff spielte die Mumie und damit, dass erste Monster mit dem man sich nicht richtig identifizieren konnte. Die Mumie zog ihre Anziehungskraft aus ihrer Macht, die sie repräsentiert und ihrer Opferbereitschaft für die große Liebe.
Georg Waggner hingegen inzenierte den Wolfsmenschen und machte das Quartett komplett. Die Menschen mochten keine Zigeuner, sie sagten sie könne Zaubern und sie wären verflucht. Der Wolfsmensch beruft sich darauf und kostet das Ganze voll aus und schürt im Grunde den Hass, der damals gegen diese Gruppe herrschte. Lon Chaney, der den Wolfsmenschen spielt, gelang der Durchbruch. Er spielt seinen Charakter absolut mitleidserregend und zerrissen, absolute Glanzleistung. Das genaue Gegenteil ist seine animalische und brutale Seite, wenn er sich verwandelt. Lon's Leistung sorgte dafür das der Zuschauer regelrecht mit der Figur litt.
Die legendären Monster Dracula, Frankenstein, Die Mumie und der Wolfsmensch dominierten das Kino und trafen sogar in Crossovern aufeinander. Die Hammer Studios erlangten mit diesen 4 Monstern Kultstatus. Die 2. Horrorfilmepoche gilt als das Goldene Zeitalter, da sie die längste Epoche war, die beständig war. Auch hier erschienen Variationen, wie z. B. der Schrecken vom Amazonas oder Die Insel des Dr. Moreau. Im Gegensatz zu den 80ern und 90ern prägte nicht ein Film das Genere, sondern gleich 4.
Die Angst vor der Wissenschaft und der Atombombe
Die nächste Epoche begann mit dem Einsatz der Atombombe. Die Auswirkung der Strahlung, die man nicht mal im Ansatz begreifen konnte, die gewaltige Zerstörungskraft und die schrecklichen Bilder brannten sich ins Hirn der Gesellschaft, während die Japaner ihr Trauma mit Godzilla verarbeiteten, gingen die Amerikaner das Thema ganz Anders an. Die Wissenschaft wurde plötzlich als große Bedrohung gesehen, denn wenn sie eine solche Zerstörung hervorrufen, konnte was war dann noch möglich?
Jack Arnold brachte Tarantula auf den Markt und schuf damit unbewusst einen Kultfilm. Der Film vereinte alle typischen B-Movie Aspekte. Ein Wissenschaftler dessen eigene Schöpfung sich gegen ihn wendet, das Militär als einzig wahre Lösung zur Behebung des Problems, die Kreatur als Sinnbild für den Kommunismus der als Gefahr für die amerikanischen Werte gesehen wird. Und auch die Standardisierung der Frau als Scream Queen war vorhanden. Einen ersten Bezug zur Atombombe gab es in Formicula von Gordon Douglas. Dort mutierten Ameisen auf einem ehemaligen Atombombentestgebiet auf gigantische Größe an. Auch hier finden sich die typischen B-Movie Aspekte. Ein weitere Beispiel vor der Angst der Menschen vor der Wissenschaft ist Die Fliege von Kurt Neumann. Ein Teleportationsexperiment geht schief und der Wissenschaftler verschmilzt mit einer Fliege. Während der Film eher gemütlich daher kommt, so baut Die Fliege doch eine geradezu unerträgliche Spannung auf. Diese Generation des Horrofilms wir generell als Neuausrichtung des Genres angesehen. Denn der Horrorfilm verwässerte in den nächsten Jahren zusehends.
Durch Tarantula und Formicula entstand ein weiteres Sub Genre. Der Tier Horror. Im Grunde stellten diese Filme eine Warnung dar, denn die Natur rächte sich am Menschen. Egal ob mordende Kaninchen, gewalttätige Frösche oder sogar Killermöhren. Kein Thema war zu abgedreht um Verwendung zu finden um dem Menschen klar zu machen schonend mit Mutter Erde umzugehen. Aber es gab auch Rachefilme, wo misshandelte Tiere sich an ihren ehemaligen Herrchen rächten. Hunde, Hamster, Katzen oder Kanarienvögel. Sie alle wurden eingespannt um mit dem erhobenen Finger zu sagen kümmert euch gut um eure Haustiere. Dieses Sub Genre war jedoch wenig erfolgreich, obwohl manche dieser Filme heutzutage aufgrund ihres Trashfaktors so was wie Kult genießen.
Die Angst vor dem Kommunismus
Nun aber zurück zu der Verwässerung. Der Kommunismus entwickelte sich zusehends als Bedrohung für den amerikanischen Lebensstil. Der Horrorfilm wurde angepasst und fusionierte mit dem Science Fiction Genre. Das gab den Regisseuren die Möglichkeit eine Bedrohung von Außen zu schaffen, die den Kommunismus widerspiegelte, der den amerikanischen Lebensweg zerstören wollte, ohne dabei zu sehr von den Grundfesten abzuweichen. Don Siegel brachte den wohl wegweisenden Film des Genres Die Dämonischen auf den Markt Mitte der 50er Jahre. In eine Kleinstadt drang eine unsichtbare Bedrohung ein. Außerirdische Parasiten befallen die Bewohner und wandeln diese zu Hüllen um. Siegel konzentriert sich dabei sichtlich auf die Angst vor den Kommunisten die als Nachbarn wohnen vor und spielt mit den Ängsten der Amerikaner. Doch schon weit vor die Dämonischen, war ein Regisseur seiner Zeit voraus.
Die Rede ist Christian Nyby und seinem 51er Kultklassiker Das Ding aus einer anderen Welt. Die dichte Atmosphäre, die durch die Isolation in der Arktis entsteht, die hervorragenden Schauspieler die ihren Charakteren Profil und Tiefe geben sowie ein Außerirdischer, der ungewöhnlich war als alle anderen. Nyby wusste wohl nicht das er mit diesem Film die Zukunft des Horrorfilms einleitete, in der der Horrorfilm immer mehr mit dem Science-Fiction Film verschmelzen sollte. Außerirdische standen damals für etwas Faszinierendes, aber auch bedrohlich und gefährliches. Das Alien in diesem Film stand für die Angst der Amerikaner vor der kommunistischen Unterwanderung. Die Kultszene wo das Alien in Brand gesteckt wird ist heute legendär und wurde im Film fantastisch umgesetzt.
Ein weiter Vertreter dieser Sorte war Blob – Schrecken ohne Namen von Irvin S. Yeaworth Junior. Ein außerirdische, wackelpuddingartige Lebensform verschlingt alles, was sich ihr in den Weg stellt, und wird dabei immer größer. Der Blob als Russland, das immer größer und stärker wird, ist das wohl offensichtlichste Beispiel, das direkt erkennbar ist und die Angst der Amerikaner schonungslos offen zur Schau stellt.
Der Niedergang
Interessant ist der Fakt das der Horrorfilm trotz seiner 3 Jahrzehnte, immer noch vielfältig war. Die Filmmonster waren immer noch da und waren mit dem Unsichtbaren und Dr. Jekyll & Dr. Hyde sogar noch um 2 schillernde Persönlichkeiten bereichert worden. Doch die Filmmonster litten gerade Mitte der 40er bis Mitte der 50er unter dem Einfluss des Zweiten Weltkriegs, die Monster bekamen komödiantische Züge um das Publikum von den Schrecken des Kriegs abzulenken. Diese Entwicklung kostete den Filmmonstern einiges an Tribut, legendäre Reihen verkamen zu Schatten ihr selbst und selbst Crossover glichen immer mehr einem Zerrbild ihrer Selbst. Die Entwicklung, das der Horrorfilm ein Spiegel der Gesellschaft sein sollte, wurde hier gestoppt und radikal von den Filmstudios verzerrt. Es war eine Anpassung, die den Untergang der klassischen Filmmonster repräsentierte, die in den 60ern nur noch spärlich vertreten waren und dann gänzlich verschwanden für ein paar Jahrzehnte.
Ähnlich erging es auch dem Tierhorror, der jedoch Mitte der 70er bis in die späten 80er vor allem in Italien um einige brutale Machwerke am Leben erhalten wurde. Doch der Tierhorror war schon immer eher trashig angelegt und bei Weitem nicht so schaurig wie die berühmten Filmmonster. Die übertriebene Art der Filme mit dem erhobenen Zeigefinger Moral zu vermitteln traf nur auf wenig Anklang. Das Genre war praktisch schon tot, bevor es geboren worden war. Aber wie oben schon erwähnt, gab es einige Filmchen, die heutzutage noch kultig sind.
Die Kreuzung aus Science Fiction Film und Horrorfilm hielt bis Anfang der 60er an, wo der Wettlauf zum All begann und der Science Fiction Film sich wieder von den Horroraspekten entfernte. Der Horrorfilm jedoch blieb rastlos zurück, ohne klare Linie. Die Filmmonster hatten sich selbst überholt und der Tierhorror war gescheitert. Eine klare Zukunftsperspektive fehlte jetzt völlig für das Genre.
Man kann wohl zu Recht behaupten, dass der Horrorfilm in den 50er Jahren sich zusehends verlor und aufs Sterbebett begab. Mit der Angst der Menschen zu spielen, phantastische und teils drastische Dinge zu zeigen waren aus der Mode gekommen. Die zwei Kriege hatten den Menschen gezeigt, dass es weit schlimmere Dinge gab, als das, was es im Kino zu sehen gab. Außerdem wurde der Fernseher erfunden und das Interesse an Kino kam zusehends zum Erliegen. Natürlich gab es Nischenprodukte, aber diese blieben weitestgehend hinter allen Erwartungen zurück. Nur noch klassische Gruselfilme brachten noch einigermaßen profitable Ergebnisse.
Geschichten über Spukhäuser, Poltergeister und paranormale Aktivitäten schienen den Zuschauer noch einigermaßen zu begeistern. Leichte Gruselkost die im Grunde, damals zumindest, nichts mit dem Horrorfilm zu tun hatte. Anfang der 60er erreichte der Gruselfilm seinen Höhepunkt mit Bis das Blut gefriert und Tanz der toten Seelen. Das Genre hatte seinen Höhepunkt erreicht und war auf der Spitze angekommen. Doch der Horrorfilm blieb immer noch verschollen und galt als wenig lukrativ.
Die klassischen Monster erhielten in den 60er Jahren ihren Schwanengesang als die Hammerstudios diese mit gehörig Klamauk zu Grabe trugen. Der Höhepunkt der Klamauk Welle stellt wohl Roman Polanskis Tanz der Vampire dar. Doch die Hammerstudios wussten auch zu überraschen, ihre Verfilmungen von Edgar Allan Poe von Roger Corman verhalfen Vincent Price zum internationalen Durchbruch.
Aber der Horrorfilm war an sich dabei in Vergessenheit zu geraten. Doch alles sollte ganz anders kommen.
Ein Italiener bricht die Tabus
Der Name Mario Bava wird wohl den wenigsten etwas sagen, doch er war der Wegbereiter für die Rückkehr des Horrorfilms und er gilt als Tabubrecher der viele amerikanische Kollegen Mitte bis Ende der 60er inspirierte auch über Grenzen zu gehen die vorher als unantastbar galten. Er war es auch den man als den Urvater des Gore ansehen kann, als Wegbereiter für das was später in all den italienischen Filmen und amerikanischen Horrorfilmen als Gewaltexzess existieren sollte.
Der erste große Film von Bava erschien 1960 unter dem Titel Die Stunde wenn Dracula kommt. Im Gegensatz zu den Amerikaner, begnügte sich Bava nicht mit Kopfkino oder Schockmomenten. Er zeigte deutlich, wie ein Dornenkranz ins Gesicht gerammt wird, er präsentiert schonungslos halb verweste Körper und sogar eine Brandmarkung war in allen Details dabei. Und die Szene, wo man die Hexe am Ende auf dem Scheiterhaufen verbrennt, zählt zu einer der härtesten Filmszenen der 60er Jahre. Der Dracula Titel kam wohl daher das die Hexe jemanden in einen Vampir verwandelt, aber mit Dracula hat der Film nichts zu tun. Der Film ist für die 60er schonungslos brutal und zeigt Dinge, die eigentlich als Tabu galten.
Blutige Seide von 1964 gilt als Wegbereiter des Giallo Genres. Ein Mörder mordet in der Welt der Models. Dabei geht er mit schonungsloser Brutalität vor, die geschickte Verknüpfung zwischen Kriminalfilm und Horrorfilm sprengte damals fast alle Grenzen des guten Geschmacks und wurde heftig kritisiert. Auch die zügellosen Sexszenen, die heute wohl als Hardcore Porn durchgehen würden, sorgten für viel Empörung. Zudem erhielt der Film durch seine Inszenierung eine ganz eigene und bedrohliche Dynamik.
Bava hat mit diesen 2 Filmen praktisch den Grundstein für das gelegt, was zum silbernen Zeitalter des Horrorfilms werden sollte. Ende der 70er bis zum Ende der 80er erlebte der Horrorfilm einen wahren Aufschwung und zeigte das altes Blut in neuen Schläuchen gut pumpt. Die 60er bis zum Ende der 70er dienten als Wegbereiter für dieses silberne Zeitalter. Doch dazu im zweiten Teil mehr.
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Der Meister betritt die Bühne
Die 60er waren wenig aufregend, während die Kultmonster aus dem Goldenen Zeitalter noch Anfang der 70er auftraten (wenn auch rar) schlug sich ein Regisseur an dem Grauen ein neues Gesicht zu geben. Die Rede ist von Alfred Hitchcock. Der Meister des Thrillers, der Visionär des Schreckens und der Gott des Suspense. Er trat eine ganz neue Welle des Horrors los und war damit seiner Zeit viel zu weit vor raus.
Über Psycho muss man keine Worte verlieren. Die stetig zunehmende Spannung, die mit Wendungen gespickte Handlung, die verstörende Musik und die beklemmende Atmosphäre dank Schwarz / Weiß Optik suchen heute noch ihresgleichen. Außerdem hatte er mit Anthony Perkins den perfekten Schauspieler für Norman Bates gefunden. Und die Duschszene prägt bis heute den Horrorfilm und wurde so oft kopiert das es nicht mehr zählbar ist.
Der andere Film war die Vögel, bei dem Hitchcock den wohl berühmtesten Tierhorrorfilm neben dem weißen Hai produzierte. Hitchcock testete hier die Grenzen der Zuschauer aus, mit einer Gewaltdarstellung, die regelrecht unbekannt war unter dem amerikanischen Publikum. Und das der Film in Farbe war wirkte nur noch verstörender und schockierender. Der Angriff der Vögel zählt zu den psychologisch dichtesten Szenen, die jemals gedreht wurden.
Zwischenworte
Ob man wollte oder nicht, diese 2 Filme in Kombination mit Mario Bava sorgten für eine regelrechte Neuausrichtung des Horrorfilms. Hitchcock ging weg von den Filmmonstern, von dem Paranormalen der Gruselfilme und weg von Außerirdischen. Sein Killer in Psycho kam aus unserer Mitte, er war ein ganz normaler Nachbar mit seinen Geheimnissen.
Hitchcock verwandelte das alltägliche in einen Strudel aus dem niemand so schnell entkommen konnte. Im Gegensatz zu Bava der mit seiner expliziten Gewaltdarstellung und den hardcorepornografischen Szenen für Aufregung sorgte, nutzte Hitchcock seinen Instinkt um die Zuschauer zu verstören und zu schockieren. Beides ging auf seine Art auf und war maßgeblich prägend für das, was kommen sollte.
Genauso prägend präsentierte sich eine weitere Komponente. Der Vietnam-Krieg hatte 1957 begonnen und verwandelte sich im Laufe der 60er immer weiter in ein amerikanisches Trauma. Die Gesellschaft spürte das sich etwas änderte, die Hippie Bewegung begann und freie Liebe wurde zu einem aktuellen Thema. Die Gesellschaft befand sich mehr denn je im Wandel und die Veränderung traf auch das Filmgeschäft.
Doch noch bevor Romero die lebenden Toten ausufern ließ, ergriff ein anderer Regisseur das Wort und fabrizierte ein regelrechtes Massaker. Der Film Blood Feast von Herschell Gordon Lewis gilt als der erste Gore Film der Filmgeschichte. Die Story tut nichts zur Sache, dieser Film lebt von seinen schonungslos brutalen Bildern, den vor Blut triefenden Morden und der schonungslosen Art, wie diese durchgeführt werden. Lewis macht keinen Hehl daraus das die Gewalt den Film dominiert, erst dadurch erlangte der Film seinen Kultstatus. Aus heutiger Sicht ist der Film sicherlich unterste Schublade und eine wahre Trashkanone. Doch sieht man ihn im Vergleich zu den anderen Filmen dieser Zeit, ist er mit Abstand der Abstoßendste.
Die ersten Auswirkungen von Vietnam
George A. Romero war ein Unbekannter, ein Niemand dem der ganz große Wurf gelingen sollte und der auf dem Fundament von Hitchcock und Bava ein eigenes Erbe aufbaute. Mit dem Vietnam Krieg im Hinterkopf, der immer schlechter für die Amerikaner lief, baute Romero die Nacht der lebenden Toten auf.
In früheren Filmen waren Zombies seelenlose Kreaturen, die durch Woodoo Magie belebt wurden, um ihrem Herren zu dienen. Romero hingegen ließ die Toten aus ihren Gräbern steigern und auf die Jagd nach Menschenfleisch gehen. Seine Zombies waren anders, langsam, tödlich und nahezu unaufhaltbar. Nur der Kopfschuss konnte sie erlösen.
Doch Romero baute noch gewaltig mehr ein. Er analysierte die Gesellschaft, die Scheinmoral der damaligen Zeit und den Rassismus. Schonungslos bringt Romero das in diesem Film zur Sprache, geht auf zwischenmenschliche Beziehungen ein und wie Menschen in Extremsituationen reagieren. Das schockierende und beispiellos rücksichtslose Ende lässt den Zuschauer verstört zurück. Romero wollte wachrütteln und das hat er geschafft. Es gibt kein Happy End, wie in Vietnam. Und man bleibt mit der Frage zurück, ob nicht der Mensch die schlimmere Bestie ist. Die Amerikaner stehen gegen eine Übermacht und es gibt keinen Sieg zu holen, keine Ehre und keinen Ruhm. Genau wie in Vietnam.
Soviel Gesellschaftskritik Romero auch einbaute, so viele Gewalteffekte streute er ein. Die Zombies fressen Fleisch, Gedärme und Gehirne. Die Szene, wo die Tochter ihre Mutter mit einem Spaten ersticht, gehört heute noch zu den härtesten Filmerlebnissen, die man sehen kann. Hinzu kommt die Weltuntergangsstimmung, die ständig zu spüren ist und das der Film in Schwarz / Weiß gehalten wurde verstärkte den Effekt sogar noch.
Der Okkultismus hält Einzug
War der Gruselfilm dafür zuständig Spukhäuser zu präsentieren oder Poltergeister, um dem Zuschauer das Fürchten zu lehren, so entstand in den 70ern ein regelrechter Boom dieser Filme in Kombination mit dem Horrorfilm.
Der wohl berühmteste Film dieser Art ist definitiv Der Exorzist von William Friedkin. Eine ganz normale Familie, mit ihren Problemen und Sorgen wird dargestellt. Dann wird Regan, das Kind, von einem Dämon infiziert. Die schauspielerische Leistung war mit einem Wort atemberaubend, genau wie die Schockeffekte und Spezial Effekte. Dazu kam die schleichende Musik und die düstere Atmosphäre die sich immer weiter aufbaut nur um sich dann in einem unerwarteten Finale zu entladen das, genau wie bei Romero, einen verstört zurücklässt. Doch die letzte Konsequenz bleibt zunächst aus, der Film endet mit einem Happy End, das von den Fortsetzungen jedoch getrügt wurde.
Noch bevor der Exorzist in den 70ern das Thema aufgriff, begab sich 1967 Roman Polanski auf die Spuren des Übernatürlichen mit Rosemaries Baby. Der Film beinhaltet keine Schockeffekte, keine Blutbäder und keine übergreifenden Gewaltdarstellungen. Er geht auf die Psyche und zeigt den Verfall von Rosemarie, die schwanger ist und glaubt ihr Kind sei vom Teufel persönlich. Der Zerfall von Rosemarie ist es der den Film so fesselnd macht und dem Regisseur ist es zu verdanken das selbst der Zuschauer daran zweifelt, ob Rosemaries Geschichte stimmt. Das Ende war dann wie ein Schlag in die Magengrube und was Der Exorzist verpasste, wird hier konsequent durchgezogen: kein Happy End.
Ein weiterer Klassiker dieser Sparte war definitiv Das Omen. Die Geschichte um den kleinen Damien Thron, den Antichristen hat bis heute nichts von seiner Faszination verloren. Der kleine Satansbraten nutzt seine Kräfte, um die Familie zu unterwandern und auszuhebeln. Dabei hinterlässt er auch Leichen und auch hier gibt es kein Happy End. Wie in der Exorzist hat man am Anfang eine heile Familie, in die das Grauen Einzug hält.
Leider sind das schon die 3 berühmtesten Ableger dieser Horrorsparte. Die 70er brachten noch endlos viele dieser Filme hervor, die meistens aber nur ein Abklatsch der großen 3 waren. Eine Ausnahme gibt es jedoch, die einen weiteren Wandel auslöste und zeigte das man Horrorfilme im Gegensatz zu früher nicht auf alter Literatur aufbauen musste.
Stephen King war ein aufstrebender Schriftsteller und Brian de Palma wagte das Unmögliche und verfilmte Carrie – Des Satans jüngste Tochter. Carrie hat mentale Fähigkeiten, die sie in der Gesellschaft als Außenseiter brandmarken und von vielen wird sie als Hexe bezeichnet. Carrie wird so lange gedemütigt und beleidigt, bis sie zurückschlägt. Und das Ganze endet in einem wahren Massaker. Brian de Palma liefert eine gute Verfilmung an die noch sehr nahe am Buch war. Das Projekt wurde ein großer Erfolg, weswegen viele King Verfilmungen folgten, die jedoch nur selten der Vision des Horrormeisters entsprachen.
In Italien ging die Sache nicht so glimpflich aus. Dario Argento schuf mit Suspira eine blutige, bildgewaltige und berauschende Horrorbahnachterfahrt, die niemals jemand vergessen wird, der sie nur einmal gesehen hat. Die Geschichte um 3 mächtige Hexen und ihren Einfluss auf die Geschichte ist geradezu episch. Dieser Film ist ein absoluter Klassiker.
Einen anderen Ansatz verfolgte Wenn die Gondeln Trauer tragen von Nicolas Roeg. Da der Film mit dem Exorzisten in die Kinos kam, ging er gnadenlos unter. Der unterschwellige Horror, die fast schon ruhige Beständigkeit zeichnen diesen Film aus. Die Sexszene sorgte für Aufregung, da sie nicht gespielt und nicht geplant war. Es war praktisch im Affekt passiert und dann auf Zelluloid gebannt worden. Durch diese Szene war der Film dann doch noch im Gespräch, aber er scheiterte am Exorzisten wie schon gesagt. Eigentlich schade, denn der Film hat definitiv seine starken Momente und das Ende war gekonnt in Szene gesetzt und macht deutlich das ein Happy End nicht immer glücklich verlaufen muss.
Der Tierhorror schlägt zurück und das All als Schlachtfeld
Ausgerechnet Steven Spielberg, das ewige Kind, schuf einen weiteren Klassiker und das war Der weiße Hai. Mit diesem Film machte man den Horrorfilm Mainstream fähig. Spielberg inzenierte die Geschichte um einen weißen Hai, der seine Opfer am Strand nascht, gekonnt aus und der Kampf Mensch gegen Natur wurde sehr gut in Szene gesetzt bis zum dramatischen Finale.
Wie ich schon oben schrieb, war der Tierhorror bis zu diesem Zeitpunkt nie erfolgreich. Aber im Gegensatz zu den Filmmonstern und der Science-Fiction Horror Symbiose war er immer vertreten. Zwar nur mit kleineren Filmen, aber er blieb präsent. Wenig erfolgreich, aber er war immer da. Mit Der weiße Hai schlug der Tierhorror zurück und bis heute hält sich dieses Subgenre und ist damit ohne Ausnahme die einzige Sparte, die gefühlte 60 Jahre auf dem Buckel hat und niemals verschwunden ist. Das ist schon eine beeindruckende Leistung.
Eher unbeachtet blieb der Film Phase 4 von Saul Bass. In diesem verändert sich das Verhalten der Ameisen durch astronomische Phänomene und diese entwickeln eine Art von Intelligenz. Am Ende wird klar das es keine Hoffnung gibt und die Ameisen sehr wahrscheinlich die Erde unterwerfen werden.
Hielt man sich früher schon nicht gerade zurück, so wurde das Repertoire an Tieren noch aufgestockt. Jetzt gab es sogar Bienen, Mücken, Heuschrecken, Maulwürfe, Würmer, Schnecken und alles was den Regisseuren noch so einfiel. Durch den Wandel der Gewalt wurden die Morde der einst so unschuldigen Tierchen immer blutiger und immer weniger rationell erklärbar. Doch das dass Genre bis heute überlebt hat zeigt das manchmal aus dem größten Schund doch so etwas wie Langlebigkeit entstehen kann.
Ein weiterer Film erschien Ende der 70er der maßgeblich prägend war und zeigte das sich Science-Fiction und Horror wunderbar kombinieren ließen ohne großartig auf politische Hintergründe einzugehen. Die Rede ist natürlich von Ridley Scotts Alien. Neben dem Tier Horror drehte Alien das Prinzip um und präsentierte einen Horrorfilm mit Science-Fiction Einflüssen. Damit distanzierte er sich von dem Science-Fiction Horror Hybriden und entwickelte etwas vollkommen eigenständiges.
Die Nostromo fängt einen Notruf ab und landet auf einem fremden Planeten. Dort kommen sie mit einer außerirdischen Lebensform in Kontakt die bald schon beginnt die Besatzung zu dezimieren. Während ein Mitglied nach dem anderen zum Opfer fällt, kämpft Ripley einen aussichtslosen Kampf gegen das Alien.
Dieser Film gilt zu Recht als Klassiker. Die düstere Atmosphäre, die Isolation auf der Nostromo und die Schockeffekte sitzen. Und das bedrohliche Alien das stets in den Schatten agiert und mit seiner intelligenten Art alles in den Schatten stellt. Es ist die perfekte Killermaschine die so manchen Trick auf Lager hat. Außerdem wählte Ridley Scott eine Frau als Heldin, was eigentlich zu diesem Zeitpunkt eigentlich noch recht unüblich war.
Vietnam schlägt durch
3 Regisseure sollten in den 70ern die Zukunft des Horrorgenres maßgeblich prägen: Tobe Hooper, Wes Craven und John Carpenter. Doch die ersten beiden Genannten, wurden wichtig für die Generation, die heranwuchs und die sich direkt mit dem Thema Vietnam beschäftigten und zeigten das nichts wirklich unmöglich war.
Tobe Hooper schuf mit Texas Chainsaw Massacre mit einer klaren Botschaft: Wir haben es versaut. Der Vietnam-Krieg war 74 für viele schon verloren und diese Trostlosigkeit, diese Hoffnungslosigkeit und diese Stimmung fing Hooper gekonnt in seinem Film ein.
Aber noch etwas hob Hooper vom Rest ab. Sein Film ging wortwörtlich an die Nerven. Diese zersägende Musik, das Geräusch der Kettensäge und diese Schreie. Der Film ist wahrlich schwer verdaulich, obwohl kaum ein Tropfen Blut fließt. Das meiste ist perfektes Kopfkino, bei dem der Zuschauer regelrecht geschockt und überrumpelt wird.
Anders sah es da schon bei Wes Craven aus der mit Der Hügel der blutigen Augen loslegte. Die Vietnam-Kritik war unübersehbar. Ein ganzes Dorf, verlassen von der Regierung, ohne Unterstützung von Außen und dazu noch radioaktiv verseucht durch Bombentests, die dort mal stattgefunden haben. Zu diesem Zeitpunkt war der Krieg vorbei, die Soldaten, die heimkamen wurden, als Vergewaltiger beschimpft, als Mörder und Kinderschänder. Craven stellt die Menschen des Dorfes mit den Vietnam-Soldaten gleich. Sie werden von der Gesellschaft verstoßen, mit Hohn überzogen und verurteilt.
Der Hass dieser Menschen richtet sich gegen alle die sich in die Wüste verirren, was sich für eine Familie als äußerst tödlich herausstellt. Im Gegensatz zu Hooper verlässt sich Craven auf schonungslose Brutalität, die alles in den Schatten stellte, was damals je gezeigt wurde. Ein neuer Meilenstein war erreicht worden, was Gore angeht.
Der Zombieboom beginnt
Aber ausgerechnet ein Mann stahl beiden die Show: George A. Romero. Mit Dawn of the Dead legte er nach und avancierte damit zum unerreichten Gott des Zombiefilms. Romero war dabei kein Thema heilig und er zerlegte die Gesellschaft in all ihre abscheulichen Einzelheiten. Egal wie heiß das Thema war, Romero baute es ein und schuf so den wohl gesellschaftskritischsten Film der 70er. Vor allem die konsumgeleitete Gesellschaft die sich ihrer Oberflächlichkeit bedient und die den Wert des Materialismus über alles stellt bekommt gewaltig eins ab. Die extrem links ausgerichtete Politik wurde hier gekonnt entlarvt und bloß gestellt.
Die Zombies gerieten dabei fast in den Hintergrund, sorgten aber für die nötige Bedrohung, die allgegenwärtig ist und nicht zu stoppen ist. Auch die derben und extrem brutal dargestellten Splatterszenen sorgten für manchen Würgereiz. Romero ging schonungslos mit den Zombieopfern um und das Massaker im Kaufhaus entwickelte sich zu einer einzigen Schlachtpalette.
In Italien gelangte Lucio Fulci mit Woodoo zu weltweiter Anerkennung. Im Gegensatz zu Romero bediente er sich den klassischen Zombiewurzeln: Woodoo. Und genauso hieß auch seiner erster Film. In Sachen Gewaltdarstellung hielt sich Fulci hier noch zurück, trotzdem brauchte er den Vergleich mit Wes Craven oder Romero nicht zu scheuen. Außerdem sahen hier die Zombies wirklich aus wie Untote und nicht wie die Schlümpfe im Blutrausch.
Mit diesen 2 Filmen entwickelten sich 2 Regisseur Legenden, die eine in Italien und die andere in Amerika. Doch während Romero nach dem legendären Dawn of the Dead kaum noch Fuß fassen konnte, gelang es Fulci sich von allen Banden zu lösen und eine unvergleichliche Karriere zu starten.
Der Beginn des silbernen Zeitalters
Und nach dieser langen Übersicht über die maßgeblichen Prägungen in den 70ern kommt jetzt der Film, der alles veränderte. Ich denke John Carpenter und seine Frau Debra Hill wussten nicht, was sie erschufen mit Halloween. Mit Halloween begann das silberne Zeitalter des Horrorfilms und die Dinge veränderten sich gravierend.
Im Grunde genommen präsentierte Carpenter eine Soap. Teenager mit all ihren Problemen wie Liebeskummer, das erste Mal oder die Wahl der Kleidung. Doch im Hintergrund lauert der schwarze Mann, Michael Meyers, der in diese Soap eindringt und sie gnadenlos zerstört. Dieses Grundgerüst wurde für alle Slasher Filme danach kopiert, auch wenn das Thema später variiert wurde.
Allerdings setzt Carpenter auf eine so dichte Atmosphäre das sich einem die Nackenhaare hochstellen. Hinzu kommt die selbst komponierte Musik, die das Aushängeschild von Halloween wurde und sich der jeweiligen Situation mit eiskalter Präzision anpasst. Außerdem setzte Carpenter auf Schocks aus dem Nichts, kombiniert mit einprägsamen Szenen die pure Gewalt ausstrahlen sich aber überwiegend im Kopf abspielen.
Die Anfangsszene, wo der kleine Michael immer wieder mit dem Messer auf seine Schwester einsticht, gedreht aus der Ich Perspektive so das man aus der Maske von Michael sehen kann, geht tief unter die Haut und brennt sich ins Gedächtnis. Ebenso das erste Auftauchen von Michael und dessen unglaublich böse Präsenz, die man spüren konnte. Michael ist der schwarze Mann und Carpenter baute ihn genauso auf.
Insgesamt war Halloween etwas Einzigartiges und Verstörendes. Carpenter hatte einen Volltreffer gelandet und den Horrorfilm wieder salonfähig gemacht. Denn dieser Film war kommerziell erfolgreich und fand weltweit gute Kritiken. Der einzige Film, der dies mit einem wesentlich höheren Budget schaffte, war Der weiße Hai. Halloween brach Rekorde und ließ damit alle vorherigen Filme weit hinter sich, der Film wurde sogar in renommierten Zeitungen erwähnt.
Das Erbe von Halloween
Halloween trat eine wahre Lawine los. Slasher Filme waren günstig zu produzieren und spülten viel Geld in die Kasse. Doch nur die wenigsten waren originell. Sie kopierten nur die Vorgehensweiße von Carpenter und variierten nur das Setting.
Halloween wurde als Maßstab genommen und musste sich daraufhin anpassen. Er war die Legende, die sich selbst opfern musste, um weiterzubestehen. Die Nachfolger von Halloween mussten sich an die Gesetze halten die angepasst wurden von den anderen Filmserien, die erfolgreich waren. Es war wie ein Fluch.
Das Genre lief sich selbst gegen die Wand im Laufe der 80er, doch dazu im dritten Teil mehr.
Was macht den Horrorfilm eigentlich zum Horrorfilm? Sind es die brutalen Morde, die bedrohliche Atmosphäre oder die Schockmomente? Oder ist es einfach nur der Spiegel, der der Gesellschaft vorgehalten wird? Die Frage ist schwierig zu beantworten. Aber ein Fakt ist, dass jede Epoche ihre Horrorfilme hatte.
Die Anfänge
Ganz am Anfang standen Filme mit Freaks, die als Bedrohung für die normale Gesellschaft präsentiert wurden. Als das Abnormale, das nicht in die Norm passt. Entstellte Attraktionen für den Zirkus. Der berühmteste dieser Filme ist sicherlich Freaks von Tod Browning. Im Hintergrund lauerte die Ermahnung an den Krieg, als die Soldaten entstellt und verwundet nach Haus kehrten. Fehlende Gliedmaßen, entstellte Körper und entsetzlich entstellte Tote. Dies prägte die Gesellschaft und wurde in diesen Filmen aufgegriffen. Doch das Goldene Zeitalter des Horrorfilms begann später.
Ein Film der ersten Generation muss man jedoch noch erwähnen, der noch vor Freaks für Aufsehen sorgte: Das Phantom der Oper von Robert Julian. Lon „Mann der 1000 Gesichter“ Chaney spielte das Phantom auf eine skurrile und doch sehr mitleiderweckende Art und Weiße. Die berühmteste Szene ist, wo der aufgebrachte Mob das Phantom jagt und ehe der Mob das Phantom stellt, hebt dieses die geballte Faust und jeder vermutet eine Granate, woraufhin der Mob stoppt und Panik bekommt. Dann öffnet das Phantom die Hand und sie ist leer, woraufhin sich das Phantom kaputtlacht. Und irgendwie war das Phantom ein Vorbereiter für das was in der 2. Epoche folgen sollte.
Die Kultmonster
Den Drang der Wissenschaft, die immer größere Fortschritte machte, den Tod zu überwinden inspirierte Frankenstein. Das harmlose, missverstandene Monster, das erkennt, das es nicht leben dürfte und dass gejagt wird, weil es Anders ist, enthält noch den Kern der ersten Horrorfilmgeneration. James Whales Ur Version ist ein wahrer Kultklassiker. Die stärkste Szene im Film ist, wo ein Mädchen am Fluss spielt und das Monster sich diesem nähert. Der Zuschauer erwartete jetzt das dass Monster das Mädchen tötet. Doch statt dessen freundet sich das Monster mit dem Mädchen an. Die naive Kindlichkeit, die erhaben ist über das Missverstehen des Erwachsenen, ist beeindruckend in Szene gesetzt. Ebenso beeindruckend ist die Szene, wo sich das Monster gegen seinen Schöpfer stellt und die Dinge wieder korrigiert. Frankenstein ist sicherlich ein Meilenstein und für Boris Karloff der Durchbruch. Er spielte Frankenstein auf eine Art und Weiße, die nie wieder ein anderer nach ihm erreichte.
Das ewige Leben, der Reiz die Jahrhunderte zu überleben und unsterblich zu sein ging ebenfalls Ted Browning an und zwar in Dracula. Und Bela Lugosi gelang mit seiner Darstellung von Dracula der große Durchbruch. Lediglich Christopher Lee übertraf Lugosi noch, als die Hammer Studios ihren Höhepunkt des Schaffens fanden. Der Film orientiert sich größtenteils an Bram Stokers Dracula und ging damit in direkte Konkurrenz mit dem deutschen Kultfilm Nosferatu. Doch Max Schreck spielte eine dämonische, gefährliche und gespenstische Kreatur während Lugosi seinen Dracula als das präsentiert, was den Vampir ausmacht. Nobel, erhaben und mit einer erotischen Anziehungskraft.
Doch das Quardett war noch nicht komplett. Karl Freund inszenierte unter anderem Ansatz einen weiteren Klassiker: Die Mumie. Die Faszination der Pyramiden, die Geheimnisse von Ägypten und die Mythologie waren und sind es die uns selbst heute noch faszinieren. Und Die Mumie greift all das auf, verpackt mit einer Liebesgeschichte, Magie und ägyptischer Mythologie. Boris Karloff spielte die Mumie und damit, dass erste Monster mit dem man sich nicht richtig identifizieren konnte. Die Mumie zog ihre Anziehungskraft aus ihrer Macht, die sie repräsentiert und ihrer Opferbereitschaft für die große Liebe.
Georg Waggner hingegen inzenierte den Wolfsmenschen und machte das Quartett komplett. Die Menschen mochten keine Zigeuner, sie sagten sie könne Zaubern und sie wären verflucht. Der Wolfsmensch beruft sich darauf und kostet das Ganze voll aus und schürt im Grunde den Hass, der damals gegen diese Gruppe herrschte. Lon Chaney, der den Wolfsmenschen spielt, gelang der Durchbruch. Er spielt seinen Charakter absolut mitleidserregend und zerrissen, absolute Glanzleistung. Das genaue Gegenteil ist seine animalische und brutale Seite, wenn er sich verwandelt. Lon's Leistung sorgte dafür das der Zuschauer regelrecht mit der Figur litt.
Die legendären Monster Dracula, Frankenstein, Die Mumie und der Wolfsmensch dominierten das Kino und trafen sogar in Crossovern aufeinander. Die Hammer Studios erlangten mit diesen 4 Monstern Kultstatus. Die 2. Horrorfilmepoche gilt als das Goldene Zeitalter, da sie die längste Epoche war, die beständig war. Auch hier erschienen Variationen, wie z. B. der Schrecken vom Amazonas oder Die Insel des Dr. Moreau. Im Gegensatz zu den 80ern und 90ern prägte nicht ein Film das Genere, sondern gleich 4.
Die Angst vor der Wissenschaft und der Atombombe
Die nächste Epoche begann mit dem Einsatz der Atombombe. Die Auswirkung der Strahlung, die man nicht mal im Ansatz begreifen konnte, die gewaltige Zerstörungskraft und die schrecklichen Bilder brannten sich ins Hirn der Gesellschaft, während die Japaner ihr Trauma mit Godzilla verarbeiteten, gingen die Amerikaner das Thema ganz Anders an. Die Wissenschaft wurde plötzlich als große Bedrohung gesehen, denn wenn sie eine solche Zerstörung hervorrufen, konnte was war dann noch möglich?
Jack Arnold brachte Tarantula auf den Markt und schuf damit unbewusst einen Kultfilm. Der Film vereinte alle typischen B-Movie Aspekte. Ein Wissenschaftler dessen eigene Schöpfung sich gegen ihn wendet, das Militär als einzig wahre Lösung zur Behebung des Problems, die Kreatur als Sinnbild für den Kommunismus der als Gefahr für die amerikanischen Werte gesehen wird. Und auch die Standardisierung der Frau als Scream Queen war vorhanden. Einen ersten Bezug zur Atombombe gab es in Formicula von Gordon Douglas. Dort mutierten Ameisen auf einem ehemaligen Atombombentestgebiet auf gigantische Größe an. Auch hier finden sich die typischen B-Movie Aspekte. Ein weitere Beispiel vor der Angst der Menschen vor der Wissenschaft ist Die Fliege von Kurt Neumann. Ein Teleportationsexperiment geht schief und der Wissenschaftler verschmilzt mit einer Fliege. Während der Film eher gemütlich daher kommt, so baut Die Fliege doch eine geradezu unerträgliche Spannung auf. Diese Generation des Horrofilms wir generell als Neuausrichtung des Genres angesehen. Denn der Horrorfilm verwässerte in den nächsten Jahren zusehends.
Durch Tarantula und Formicula entstand ein weiteres Sub Genre. Der Tier Horror. Im Grunde stellten diese Filme eine Warnung dar, denn die Natur rächte sich am Menschen. Egal ob mordende Kaninchen, gewalttätige Frösche oder sogar Killermöhren. Kein Thema war zu abgedreht um Verwendung zu finden um dem Menschen klar zu machen schonend mit Mutter Erde umzugehen. Aber es gab auch Rachefilme, wo misshandelte Tiere sich an ihren ehemaligen Herrchen rächten. Hunde, Hamster, Katzen oder Kanarienvögel. Sie alle wurden eingespannt um mit dem erhobenen Finger zu sagen kümmert euch gut um eure Haustiere. Dieses Sub Genre war jedoch wenig erfolgreich, obwohl manche dieser Filme heutzutage aufgrund ihres Trashfaktors so was wie Kult genießen.
Die Angst vor dem Kommunismus
Nun aber zurück zu der Verwässerung. Der Kommunismus entwickelte sich zusehends als Bedrohung für den amerikanischen Lebensstil. Der Horrorfilm wurde angepasst und fusionierte mit dem Science Fiction Genre. Das gab den Regisseuren die Möglichkeit eine Bedrohung von Außen zu schaffen, die den Kommunismus widerspiegelte, der den amerikanischen Lebensweg zerstören wollte, ohne dabei zu sehr von den Grundfesten abzuweichen. Don Siegel brachte den wohl wegweisenden Film des Genres Die Dämonischen auf den Markt Mitte der 50er Jahre. In eine Kleinstadt drang eine unsichtbare Bedrohung ein. Außerirdische Parasiten befallen die Bewohner und wandeln diese zu Hüllen um. Siegel konzentriert sich dabei sichtlich auf die Angst vor den Kommunisten die als Nachbarn wohnen vor und spielt mit den Ängsten der Amerikaner. Doch schon weit vor die Dämonischen, war ein Regisseur seiner Zeit voraus.
Die Rede ist Christian Nyby und seinem 51er Kultklassiker Das Ding aus einer anderen Welt. Die dichte Atmosphäre, die durch die Isolation in der Arktis entsteht, die hervorragenden Schauspieler die ihren Charakteren Profil und Tiefe geben sowie ein Außerirdischer, der ungewöhnlich war als alle anderen. Nyby wusste wohl nicht das er mit diesem Film die Zukunft des Horrorfilms einleitete, in der der Horrorfilm immer mehr mit dem Science-Fiction Film verschmelzen sollte. Außerirdische standen damals für etwas Faszinierendes, aber auch bedrohlich und gefährliches. Das Alien in diesem Film stand für die Angst der Amerikaner vor der kommunistischen Unterwanderung. Die Kultszene wo das Alien in Brand gesteckt wird ist heute legendär und wurde im Film fantastisch umgesetzt.
Ein weiter Vertreter dieser Sorte war Blob – Schrecken ohne Namen von Irvin S. Yeaworth Junior. Ein außerirdische, wackelpuddingartige Lebensform verschlingt alles, was sich ihr in den Weg stellt, und wird dabei immer größer. Der Blob als Russland, das immer größer und stärker wird, ist das wohl offensichtlichste Beispiel, das direkt erkennbar ist und die Angst der Amerikaner schonungslos offen zur Schau stellt.
Der Niedergang
Interessant ist der Fakt das der Horrorfilm trotz seiner 3 Jahrzehnte, immer noch vielfältig war. Die Filmmonster waren immer noch da und waren mit dem Unsichtbaren und Dr. Jekyll & Dr. Hyde sogar noch um 2 schillernde Persönlichkeiten bereichert worden. Doch die Filmmonster litten gerade Mitte der 40er bis Mitte der 50er unter dem Einfluss des Zweiten Weltkriegs, die Monster bekamen komödiantische Züge um das Publikum von den Schrecken des Kriegs abzulenken. Diese Entwicklung kostete den Filmmonstern einiges an Tribut, legendäre Reihen verkamen zu Schatten ihr selbst und selbst Crossover glichen immer mehr einem Zerrbild ihrer Selbst. Die Entwicklung, das der Horrorfilm ein Spiegel der Gesellschaft sein sollte, wurde hier gestoppt und radikal von den Filmstudios verzerrt. Es war eine Anpassung, die den Untergang der klassischen Filmmonster repräsentierte, die in den 60ern nur noch spärlich vertreten waren und dann gänzlich verschwanden für ein paar Jahrzehnte.
Ähnlich erging es auch dem Tierhorror, der jedoch Mitte der 70er bis in die späten 80er vor allem in Italien um einige brutale Machwerke am Leben erhalten wurde. Doch der Tierhorror war schon immer eher trashig angelegt und bei Weitem nicht so schaurig wie die berühmten Filmmonster. Die übertriebene Art der Filme mit dem erhobenen Zeigefinger Moral zu vermitteln traf nur auf wenig Anklang. Das Genre war praktisch schon tot, bevor es geboren worden war. Aber wie oben schon erwähnt, gab es einige Filmchen, die heutzutage noch kultig sind.
Die Kreuzung aus Science Fiction Film und Horrorfilm hielt bis Anfang der 60er an, wo der Wettlauf zum All begann und der Science Fiction Film sich wieder von den Horroraspekten entfernte. Der Horrorfilm jedoch blieb rastlos zurück, ohne klare Linie. Die Filmmonster hatten sich selbst überholt und der Tierhorror war gescheitert. Eine klare Zukunftsperspektive fehlte jetzt völlig für das Genre.
Man kann wohl zu Recht behaupten, dass der Horrorfilm in den 50er Jahren sich zusehends verlor und aufs Sterbebett begab. Mit der Angst der Menschen zu spielen, phantastische und teils drastische Dinge zu zeigen waren aus der Mode gekommen. Die zwei Kriege hatten den Menschen gezeigt, dass es weit schlimmere Dinge gab, als das, was es im Kino zu sehen gab. Außerdem wurde der Fernseher erfunden und das Interesse an Kino kam zusehends zum Erliegen. Natürlich gab es Nischenprodukte, aber diese blieben weitestgehend hinter allen Erwartungen zurück. Nur noch klassische Gruselfilme brachten noch einigermaßen profitable Ergebnisse.
Geschichten über Spukhäuser, Poltergeister und paranormale Aktivitäten schienen den Zuschauer noch einigermaßen zu begeistern. Leichte Gruselkost die im Grunde, damals zumindest, nichts mit dem Horrorfilm zu tun hatte. Anfang der 60er erreichte der Gruselfilm seinen Höhepunkt mit Bis das Blut gefriert und Tanz der toten Seelen. Das Genre hatte seinen Höhepunkt erreicht und war auf der Spitze angekommen. Doch der Horrorfilm blieb immer noch verschollen und galt als wenig lukrativ.
Die klassischen Monster erhielten in den 60er Jahren ihren Schwanengesang als die Hammerstudios diese mit gehörig Klamauk zu Grabe trugen. Der Höhepunkt der Klamauk Welle stellt wohl Roman Polanskis Tanz der Vampire dar. Doch die Hammerstudios wussten auch zu überraschen, ihre Verfilmungen von Edgar Allan Poe von Roger Corman verhalfen Vincent Price zum internationalen Durchbruch.
Aber der Horrorfilm war an sich dabei in Vergessenheit zu geraten. Doch alles sollte ganz anders kommen.
Ein Italiener bricht die Tabus
Der Name Mario Bava wird wohl den wenigsten etwas sagen, doch er war der Wegbereiter für die Rückkehr des Horrorfilms und er gilt als Tabubrecher der viele amerikanische Kollegen Mitte bis Ende der 60er inspirierte auch über Grenzen zu gehen die vorher als unantastbar galten. Er war es auch den man als den Urvater des Gore ansehen kann, als Wegbereiter für das was später in all den italienischen Filmen und amerikanischen Horrorfilmen als Gewaltexzess existieren sollte.
Der erste große Film von Bava erschien 1960 unter dem Titel Die Stunde wenn Dracula kommt. Im Gegensatz zu den Amerikaner, begnügte sich Bava nicht mit Kopfkino oder Schockmomenten. Er zeigte deutlich, wie ein Dornenkranz ins Gesicht gerammt wird, er präsentiert schonungslos halb verweste Körper und sogar eine Brandmarkung war in allen Details dabei. Und die Szene, wo man die Hexe am Ende auf dem Scheiterhaufen verbrennt, zählt zu einer der härtesten Filmszenen der 60er Jahre. Der Dracula Titel kam wohl daher das die Hexe jemanden in einen Vampir verwandelt, aber mit Dracula hat der Film nichts zu tun. Der Film ist für die 60er schonungslos brutal und zeigt Dinge, die eigentlich als Tabu galten.
Blutige Seide von 1964 gilt als Wegbereiter des Giallo Genres. Ein Mörder mordet in der Welt der Models. Dabei geht er mit schonungsloser Brutalität vor, die geschickte Verknüpfung zwischen Kriminalfilm und Horrorfilm sprengte damals fast alle Grenzen des guten Geschmacks und wurde heftig kritisiert. Auch die zügellosen Sexszenen, die heute wohl als Hardcore Porn durchgehen würden, sorgten für viel Empörung. Zudem erhielt der Film durch seine Inszenierung eine ganz eigene und bedrohliche Dynamik.
Bava hat mit diesen 2 Filmen praktisch den Grundstein für das gelegt, was zum silbernen Zeitalter des Horrorfilms werden sollte. Ende der 70er bis zum Ende der 80er erlebte der Horrorfilm einen wahren Aufschwung und zeigte das altes Blut in neuen Schläuchen gut pumpt. Die 60er bis zum Ende der 70er dienten als Wegbereiter für dieses silberne Zeitalter. Doch dazu im zweiten Teil mehr.
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Der Meister betritt die Bühne
Die 60er waren wenig aufregend, während die Kultmonster aus dem Goldenen Zeitalter noch Anfang der 70er auftraten (wenn auch rar) schlug sich ein Regisseur an dem Grauen ein neues Gesicht zu geben. Die Rede ist von Alfred Hitchcock. Der Meister des Thrillers, der Visionär des Schreckens und der Gott des Suspense. Er trat eine ganz neue Welle des Horrors los und war damit seiner Zeit viel zu weit vor raus.
Über Psycho muss man keine Worte verlieren. Die stetig zunehmende Spannung, die mit Wendungen gespickte Handlung, die verstörende Musik und die beklemmende Atmosphäre dank Schwarz / Weiß Optik suchen heute noch ihresgleichen. Außerdem hatte er mit Anthony Perkins den perfekten Schauspieler für Norman Bates gefunden. Und die Duschszene prägt bis heute den Horrorfilm und wurde so oft kopiert das es nicht mehr zählbar ist.
Der andere Film war die Vögel, bei dem Hitchcock den wohl berühmtesten Tierhorrorfilm neben dem weißen Hai produzierte. Hitchcock testete hier die Grenzen der Zuschauer aus, mit einer Gewaltdarstellung, die regelrecht unbekannt war unter dem amerikanischen Publikum. Und das der Film in Farbe war wirkte nur noch verstörender und schockierender. Der Angriff der Vögel zählt zu den psychologisch dichtesten Szenen, die jemals gedreht wurden.
Zwischenworte
Ob man wollte oder nicht, diese 2 Filme in Kombination mit Mario Bava sorgten für eine regelrechte Neuausrichtung des Horrorfilms. Hitchcock ging weg von den Filmmonstern, von dem Paranormalen der Gruselfilme und weg von Außerirdischen. Sein Killer in Psycho kam aus unserer Mitte, er war ein ganz normaler Nachbar mit seinen Geheimnissen.
Hitchcock verwandelte das alltägliche in einen Strudel aus dem niemand so schnell entkommen konnte. Im Gegensatz zu Bava der mit seiner expliziten Gewaltdarstellung und den hardcorepornografischen Szenen für Aufregung sorgte, nutzte Hitchcock seinen Instinkt um die Zuschauer zu verstören und zu schockieren. Beides ging auf seine Art auf und war maßgeblich prägend für das, was kommen sollte.
Genauso prägend präsentierte sich eine weitere Komponente. Der Vietnam-Krieg hatte 1957 begonnen und verwandelte sich im Laufe der 60er immer weiter in ein amerikanisches Trauma. Die Gesellschaft spürte das sich etwas änderte, die Hippie Bewegung begann und freie Liebe wurde zu einem aktuellen Thema. Die Gesellschaft befand sich mehr denn je im Wandel und die Veränderung traf auch das Filmgeschäft.
Doch noch bevor Romero die lebenden Toten ausufern ließ, ergriff ein anderer Regisseur das Wort und fabrizierte ein regelrechtes Massaker. Der Film Blood Feast von Herschell Gordon Lewis gilt als der erste Gore Film der Filmgeschichte. Die Story tut nichts zur Sache, dieser Film lebt von seinen schonungslos brutalen Bildern, den vor Blut triefenden Morden und der schonungslosen Art, wie diese durchgeführt werden. Lewis macht keinen Hehl daraus das die Gewalt den Film dominiert, erst dadurch erlangte der Film seinen Kultstatus. Aus heutiger Sicht ist der Film sicherlich unterste Schublade und eine wahre Trashkanone. Doch sieht man ihn im Vergleich zu den anderen Filmen dieser Zeit, ist er mit Abstand der Abstoßendste.
Die ersten Auswirkungen von Vietnam
George A. Romero war ein Unbekannter, ein Niemand dem der ganz große Wurf gelingen sollte und der auf dem Fundament von Hitchcock und Bava ein eigenes Erbe aufbaute. Mit dem Vietnam Krieg im Hinterkopf, der immer schlechter für die Amerikaner lief, baute Romero die Nacht der lebenden Toten auf.
In früheren Filmen waren Zombies seelenlose Kreaturen, die durch Woodoo Magie belebt wurden, um ihrem Herren zu dienen. Romero hingegen ließ die Toten aus ihren Gräbern steigern und auf die Jagd nach Menschenfleisch gehen. Seine Zombies waren anders, langsam, tödlich und nahezu unaufhaltbar. Nur der Kopfschuss konnte sie erlösen.
Doch Romero baute noch gewaltig mehr ein. Er analysierte die Gesellschaft, die Scheinmoral der damaligen Zeit und den Rassismus. Schonungslos bringt Romero das in diesem Film zur Sprache, geht auf zwischenmenschliche Beziehungen ein und wie Menschen in Extremsituationen reagieren. Das schockierende und beispiellos rücksichtslose Ende lässt den Zuschauer verstört zurück. Romero wollte wachrütteln und das hat er geschafft. Es gibt kein Happy End, wie in Vietnam. Und man bleibt mit der Frage zurück, ob nicht der Mensch die schlimmere Bestie ist. Die Amerikaner stehen gegen eine Übermacht und es gibt keinen Sieg zu holen, keine Ehre und keinen Ruhm. Genau wie in Vietnam.
Soviel Gesellschaftskritik Romero auch einbaute, so viele Gewalteffekte streute er ein. Die Zombies fressen Fleisch, Gedärme und Gehirne. Die Szene, wo die Tochter ihre Mutter mit einem Spaten ersticht, gehört heute noch zu den härtesten Filmerlebnissen, die man sehen kann. Hinzu kommt die Weltuntergangsstimmung, die ständig zu spüren ist und das der Film in Schwarz / Weiß gehalten wurde verstärkte den Effekt sogar noch.
Der Okkultismus hält Einzug
War der Gruselfilm dafür zuständig Spukhäuser zu präsentieren oder Poltergeister, um dem Zuschauer das Fürchten zu lehren, so entstand in den 70ern ein regelrechter Boom dieser Filme in Kombination mit dem Horrorfilm.
Der wohl berühmteste Film dieser Art ist definitiv Der Exorzist von William Friedkin. Eine ganz normale Familie, mit ihren Problemen und Sorgen wird dargestellt. Dann wird Regan, das Kind, von einem Dämon infiziert. Die schauspielerische Leistung war mit einem Wort atemberaubend, genau wie die Schockeffekte und Spezial Effekte. Dazu kam die schleichende Musik und die düstere Atmosphäre die sich immer weiter aufbaut nur um sich dann in einem unerwarteten Finale zu entladen das, genau wie bei Romero, einen verstört zurücklässt. Doch die letzte Konsequenz bleibt zunächst aus, der Film endet mit einem Happy End, das von den Fortsetzungen jedoch getrügt wurde.
Noch bevor der Exorzist in den 70ern das Thema aufgriff, begab sich 1967 Roman Polanski auf die Spuren des Übernatürlichen mit Rosemaries Baby. Der Film beinhaltet keine Schockeffekte, keine Blutbäder und keine übergreifenden Gewaltdarstellungen. Er geht auf die Psyche und zeigt den Verfall von Rosemarie, die schwanger ist und glaubt ihr Kind sei vom Teufel persönlich. Der Zerfall von Rosemarie ist es der den Film so fesselnd macht und dem Regisseur ist es zu verdanken das selbst der Zuschauer daran zweifelt, ob Rosemaries Geschichte stimmt. Das Ende war dann wie ein Schlag in die Magengrube und was Der Exorzist verpasste, wird hier konsequent durchgezogen: kein Happy End.
Ein weiterer Klassiker dieser Sparte war definitiv Das Omen. Die Geschichte um den kleinen Damien Thron, den Antichristen hat bis heute nichts von seiner Faszination verloren. Der kleine Satansbraten nutzt seine Kräfte, um die Familie zu unterwandern und auszuhebeln. Dabei hinterlässt er auch Leichen und auch hier gibt es kein Happy End. Wie in der Exorzist hat man am Anfang eine heile Familie, in die das Grauen Einzug hält.
Leider sind das schon die 3 berühmtesten Ableger dieser Horrorsparte. Die 70er brachten noch endlos viele dieser Filme hervor, die meistens aber nur ein Abklatsch der großen 3 waren. Eine Ausnahme gibt es jedoch, die einen weiteren Wandel auslöste und zeigte das man Horrorfilme im Gegensatz zu früher nicht auf alter Literatur aufbauen musste.
Stephen King war ein aufstrebender Schriftsteller und Brian de Palma wagte das Unmögliche und verfilmte Carrie – Des Satans jüngste Tochter. Carrie hat mentale Fähigkeiten, die sie in der Gesellschaft als Außenseiter brandmarken und von vielen wird sie als Hexe bezeichnet. Carrie wird so lange gedemütigt und beleidigt, bis sie zurückschlägt. Und das Ganze endet in einem wahren Massaker. Brian de Palma liefert eine gute Verfilmung an die noch sehr nahe am Buch war. Das Projekt wurde ein großer Erfolg, weswegen viele King Verfilmungen folgten, die jedoch nur selten der Vision des Horrormeisters entsprachen.
In Italien ging die Sache nicht so glimpflich aus. Dario Argento schuf mit Suspira eine blutige, bildgewaltige und berauschende Horrorbahnachterfahrt, die niemals jemand vergessen wird, der sie nur einmal gesehen hat. Die Geschichte um 3 mächtige Hexen und ihren Einfluss auf die Geschichte ist geradezu episch. Dieser Film ist ein absoluter Klassiker.
Einen anderen Ansatz verfolgte Wenn die Gondeln Trauer tragen von Nicolas Roeg. Da der Film mit dem Exorzisten in die Kinos kam, ging er gnadenlos unter. Der unterschwellige Horror, die fast schon ruhige Beständigkeit zeichnen diesen Film aus. Die Sexszene sorgte für Aufregung, da sie nicht gespielt und nicht geplant war. Es war praktisch im Affekt passiert und dann auf Zelluloid gebannt worden. Durch diese Szene war der Film dann doch noch im Gespräch, aber er scheiterte am Exorzisten wie schon gesagt. Eigentlich schade, denn der Film hat definitiv seine starken Momente und das Ende war gekonnt in Szene gesetzt und macht deutlich das ein Happy End nicht immer glücklich verlaufen muss.
Der Tierhorror schlägt zurück und das All als Schlachtfeld
Ausgerechnet Steven Spielberg, das ewige Kind, schuf einen weiteren Klassiker und das war Der weiße Hai. Mit diesem Film machte man den Horrorfilm Mainstream fähig. Spielberg inzenierte die Geschichte um einen weißen Hai, der seine Opfer am Strand nascht, gekonnt aus und der Kampf Mensch gegen Natur wurde sehr gut in Szene gesetzt bis zum dramatischen Finale.
Wie ich schon oben schrieb, war der Tierhorror bis zu diesem Zeitpunkt nie erfolgreich. Aber im Gegensatz zu den Filmmonstern und der Science-Fiction Horror Symbiose war er immer vertreten. Zwar nur mit kleineren Filmen, aber er blieb präsent. Wenig erfolgreich, aber er war immer da. Mit Der weiße Hai schlug der Tierhorror zurück und bis heute hält sich dieses Subgenre und ist damit ohne Ausnahme die einzige Sparte, die gefühlte 60 Jahre auf dem Buckel hat und niemals verschwunden ist. Das ist schon eine beeindruckende Leistung.
Eher unbeachtet blieb der Film Phase 4 von Saul Bass. In diesem verändert sich das Verhalten der Ameisen durch astronomische Phänomene und diese entwickeln eine Art von Intelligenz. Am Ende wird klar das es keine Hoffnung gibt und die Ameisen sehr wahrscheinlich die Erde unterwerfen werden.
Hielt man sich früher schon nicht gerade zurück, so wurde das Repertoire an Tieren noch aufgestockt. Jetzt gab es sogar Bienen, Mücken, Heuschrecken, Maulwürfe, Würmer, Schnecken und alles was den Regisseuren noch so einfiel. Durch den Wandel der Gewalt wurden die Morde der einst so unschuldigen Tierchen immer blutiger und immer weniger rationell erklärbar. Doch das dass Genre bis heute überlebt hat zeigt das manchmal aus dem größten Schund doch so etwas wie Langlebigkeit entstehen kann.
Ein weiterer Film erschien Ende der 70er der maßgeblich prägend war und zeigte das sich Science-Fiction und Horror wunderbar kombinieren ließen ohne großartig auf politische Hintergründe einzugehen. Die Rede ist natürlich von Ridley Scotts Alien. Neben dem Tier Horror drehte Alien das Prinzip um und präsentierte einen Horrorfilm mit Science-Fiction Einflüssen. Damit distanzierte er sich von dem Science-Fiction Horror Hybriden und entwickelte etwas vollkommen eigenständiges.
Die Nostromo fängt einen Notruf ab und landet auf einem fremden Planeten. Dort kommen sie mit einer außerirdischen Lebensform in Kontakt die bald schon beginnt die Besatzung zu dezimieren. Während ein Mitglied nach dem anderen zum Opfer fällt, kämpft Ripley einen aussichtslosen Kampf gegen das Alien.
Dieser Film gilt zu Recht als Klassiker. Die düstere Atmosphäre, die Isolation auf der Nostromo und die Schockeffekte sitzen. Und das bedrohliche Alien das stets in den Schatten agiert und mit seiner intelligenten Art alles in den Schatten stellt. Es ist die perfekte Killermaschine die so manchen Trick auf Lager hat. Außerdem wählte Ridley Scott eine Frau als Heldin, was eigentlich zu diesem Zeitpunkt eigentlich noch recht unüblich war.
Vietnam schlägt durch
3 Regisseure sollten in den 70ern die Zukunft des Horrorgenres maßgeblich prägen: Tobe Hooper, Wes Craven und John Carpenter. Doch die ersten beiden Genannten, wurden wichtig für die Generation, die heranwuchs und die sich direkt mit dem Thema Vietnam beschäftigten und zeigten das nichts wirklich unmöglich war.
Tobe Hooper schuf mit Texas Chainsaw Massacre mit einer klaren Botschaft: Wir haben es versaut. Der Vietnam-Krieg war 74 für viele schon verloren und diese Trostlosigkeit, diese Hoffnungslosigkeit und diese Stimmung fing Hooper gekonnt in seinem Film ein.
Aber noch etwas hob Hooper vom Rest ab. Sein Film ging wortwörtlich an die Nerven. Diese zersägende Musik, das Geräusch der Kettensäge und diese Schreie. Der Film ist wahrlich schwer verdaulich, obwohl kaum ein Tropfen Blut fließt. Das meiste ist perfektes Kopfkino, bei dem der Zuschauer regelrecht geschockt und überrumpelt wird.
Anders sah es da schon bei Wes Craven aus der mit Der Hügel der blutigen Augen loslegte. Die Vietnam-Kritik war unübersehbar. Ein ganzes Dorf, verlassen von der Regierung, ohne Unterstützung von Außen und dazu noch radioaktiv verseucht durch Bombentests, die dort mal stattgefunden haben. Zu diesem Zeitpunkt war der Krieg vorbei, die Soldaten, die heimkamen wurden, als Vergewaltiger beschimpft, als Mörder und Kinderschänder. Craven stellt die Menschen des Dorfes mit den Vietnam-Soldaten gleich. Sie werden von der Gesellschaft verstoßen, mit Hohn überzogen und verurteilt.
Der Hass dieser Menschen richtet sich gegen alle die sich in die Wüste verirren, was sich für eine Familie als äußerst tödlich herausstellt. Im Gegensatz zu Hooper verlässt sich Craven auf schonungslose Brutalität, die alles in den Schatten stellte, was damals je gezeigt wurde. Ein neuer Meilenstein war erreicht worden, was Gore angeht.
Der Zombieboom beginnt
Aber ausgerechnet ein Mann stahl beiden die Show: George A. Romero. Mit Dawn of the Dead legte er nach und avancierte damit zum unerreichten Gott des Zombiefilms. Romero war dabei kein Thema heilig und er zerlegte die Gesellschaft in all ihre abscheulichen Einzelheiten. Egal wie heiß das Thema war, Romero baute es ein und schuf so den wohl gesellschaftskritischsten Film der 70er. Vor allem die konsumgeleitete Gesellschaft die sich ihrer Oberflächlichkeit bedient und die den Wert des Materialismus über alles stellt bekommt gewaltig eins ab. Die extrem links ausgerichtete Politik wurde hier gekonnt entlarvt und bloß gestellt.
Die Zombies gerieten dabei fast in den Hintergrund, sorgten aber für die nötige Bedrohung, die allgegenwärtig ist und nicht zu stoppen ist. Auch die derben und extrem brutal dargestellten Splatterszenen sorgten für manchen Würgereiz. Romero ging schonungslos mit den Zombieopfern um und das Massaker im Kaufhaus entwickelte sich zu einer einzigen Schlachtpalette.
In Italien gelangte Lucio Fulci mit Woodoo zu weltweiter Anerkennung. Im Gegensatz zu Romero bediente er sich den klassischen Zombiewurzeln: Woodoo. Und genauso hieß auch seiner erster Film. In Sachen Gewaltdarstellung hielt sich Fulci hier noch zurück, trotzdem brauchte er den Vergleich mit Wes Craven oder Romero nicht zu scheuen. Außerdem sahen hier die Zombies wirklich aus wie Untote und nicht wie die Schlümpfe im Blutrausch.
Mit diesen 2 Filmen entwickelten sich 2 Regisseur Legenden, die eine in Italien und die andere in Amerika. Doch während Romero nach dem legendären Dawn of the Dead kaum noch Fuß fassen konnte, gelang es Fulci sich von allen Banden zu lösen und eine unvergleichliche Karriere zu starten.
Der Beginn des silbernen Zeitalters
Und nach dieser langen Übersicht über die maßgeblichen Prägungen in den 70ern kommt jetzt der Film, der alles veränderte. Ich denke John Carpenter und seine Frau Debra Hill wussten nicht, was sie erschufen mit Halloween. Mit Halloween begann das silberne Zeitalter des Horrorfilms und die Dinge veränderten sich gravierend.
Im Grunde genommen präsentierte Carpenter eine Soap. Teenager mit all ihren Problemen wie Liebeskummer, das erste Mal oder die Wahl der Kleidung. Doch im Hintergrund lauert der schwarze Mann, Michael Meyers, der in diese Soap eindringt und sie gnadenlos zerstört. Dieses Grundgerüst wurde für alle Slasher Filme danach kopiert, auch wenn das Thema später variiert wurde.
Allerdings setzt Carpenter auf eine so dichte Atmosphäre das sich einem die Nackenhaare hochstellen. Hinzu kommt die selbst komponierte Musik, die das Aushängeschild von Halloween wurde und sich der jeweiligen Situation mit eiskalter Präzision anpasst. Außerdem setzte Carpenter auf Schocks aus dem Nichts, kombiniert mit einprägsamen Szenen die pure Gewalt ausstrahlen sich aber überwiegend im Kopf abspielen.
Die Anfangsszene, wo der kleine Michael immer wieder mit dem Messer auf seine Schwester einsticht, gedreht aus der Ich Perspektive so das man aus der Maske von Michael sehen kann, geht tief unter die Haut und brennt sich ins Gedächtnis. Ebenso das erste Auftauchen von Michael und dessen unglaublich böse Präsenz, die man spüren konnte. Michael ist der schwarze Mann und Carpenter baute ihn genauso auf.
Insgesamt war Halloween etwas Einzigartiges und Verstörendes. Carpenter hatte einen Volltreffer gelandet und den Horrorfilm wieder salonfähig gemacht. Denn dieser Film war kommerziell erfolgreich und fand weltweit gute Kritiken. Der einzige Film, der dies mit einem wesentlich höheren Budget schaffte, war Der weiße Hai. Halloween brach Rekorde und ließ damit alle vorherigen Filme weit hinter sich, der Film wurde sogar in renommierten Zeitungen erwähnt.
Das Erbe von Halloween
Halloween trat eine wahre Lawine los. Slasher Filme waren günstig zu produzieren und spülten viel Geld in die Kasse. Doch nur die wenigsten waren originell. Sie kopierten nur die Vorgehensweiße von Carpenter und variierten nur das Setting.
Halloween wurde als Maßstab genommen und musste sich daraufhin anpassen. Er war die Legende, die sich selbst opfern musste, um weiterzubestehen. Die Nachfolger von Halloween mussten sich an die Gesetze halten die angepasst wurden von den anderen Filmserien, die erfolgreich waren. Es war wie ein Fluch.
Das Genre lief sich selbst gegen die Wand im Laufe der 80er, doch dazu im dritten Teil mehr.