Gebt mir hier gerne eine Rückmeldung dazu, was Euch gefallen hat oder nicht. Da ich noch einige Kapitel vor mir habe, gibt es noch reichlich Gestaltungsspielraum.
Hallo,
erstmal ein ganz großes Plus. Dein Schreibstil ist sehr ansprechend und auch der Inhalt macht Lust auf mehr.Täuscht das, oder ist Musik machen ein Hobby von Dir? Die detailierten Beschreibungen lassen zumindest den Schluß zu.
LG
Wow, so eine wirklich ausführlich geschriebene und gut erzählte Geschichte habe ich bisher selten gelesen. Gefällt mir bisher echt gut, obwohl dieser etwas Tagebuch-artige Stil zu Beginn nicht so mein Fall ist. Ich meine halt, dass Jenny sofort erst einmal sich selbst beschreibt, sowohl ihr Aussehen wie auch ihren Charakter. Das wirkt zwar authentisch, weil man so tatsächlich das Gefühl hat, dass eine Jugendlich über sich selbst schreibt, wirkt aber auch dementsprechend etwas unbeholfen. Natürlich ist das nur meine persönliche Meinung, muss dir also gar nichts bedeuten, denn im Grunde ist das ja auch deine große Stärke und der Vorteil dieser Geschichte, dass du Jennys Charakter und ihre Gefühle so genau beschreibst, gerade das ist es nämlich, was mich so gefesselt hat. Da merke ich gleich, dass wir auf einer Wellenlänge liegen Für mich sind die Charaktere einfach das Wichtigste in einer Geschichte, sogar noch wichtiger als Handlung oder Schreibstil, und ich kann es nicht leiden, wenn sie dann oberflächlich bleiben. Zum Glück machst du das völlig anders. Ich hätte mir nur eben gewünscht, dass du erst mit ein wenig Handlung eingestiegen wärst, also zum Beispiel warum Jenny im Schwimmbad ist – oder zumindest dass sie überhaupt da ist – und erst im Anschluss näher auf sie selbst eingehen würdest.
Das ist jetzt aber auch zugegebenermaßen bloße Erbsenzählerei, ich hatte auf jeden Fall sehr viel Spaß mit dieser Geschichte. Besonders die Darstellung von Julian hat mir ausgesprochen gut gefallen. Mit ihm kann ich mich wunderbar identifizieren, in vielen Punkten ging es mir in seinem Alter ganz genauso. Aber auch, dass die beiden so gut zusammenpassen, dieselben Interessen teilen und sich nicht nur gut verstehen sondern sich vor allem über das Musizieren noch näher zusammenfinden, mag ich besonders. Obwohl ich ehrlich gesagt bei den technischen Begriffen ein wenig raus war Ich lieb zwar Musik – auch klassische und auch „In der Halle des Bergkönigs“, wobei ich dieses Stück erst über die Band Savatage kennengelernt habe –, habe aber keine Ahnung davon. Ich merke jedenfalls, dass du da deutlich versierter bist – oder du hast so gut recherchiert, dass es keinen Unterschied mehr macht.
Hättest du in der Vorbemerkung nicht schon angemerkt, dass übernatürliche Phänomene eine Rolle spielen, hätte ich jetzt noch angemerkt, dass ich Jennys Beweggrund, warum sie das Schwimmbad aufsucht, ein wenig merkwürdig finde, aber so verstehe ich natürlich, worauf du hinaus willst. Und um noch einmal etwas pingelig zu werden: die Rechtschreibung ist im Allgemeinen hervorragend, mir sind insgesamt nur zwei oder drei Fehler aufgefallen, aber einen davon fand ich doch ziemlich lustig. Laib heißt es nur bei Broten, bei Menschen wird es Unterleib geschrieben. Ich hatte da für einen winzigen Augenblick Bernd das Brot im Kopf
Damit bleibt mir nur zu hoffen, dass es bald weitergeht!
Hallo,
erstmal ein ganz großes Plus. Dein Schreibstil ist sehr ansprechend und auch der Inhalt macht Lust auf mehr.Täuscht das, oder ist Musik machen ein Hobby von Dir? Die detailierten Beschreibungen lassen zumindest den Schluß zu.
LG
Vielen Dank, da fühle ich mich gleich ein Stück motivierter! Und Du hast mit Deiner Vermutung ins Schwarze getroffen. In der Geschichte stecken einige persönliche Erfahrungen. Ich habe tatsächlich als Jugendlicher schon in Bands gespielt. Und den Bergkönig habe ich ebenfalls als Klavierduett performt. Ich habe schon viele Geschichten gelesen, aber insbesondere Musik wird nur sehr selten thematisiert. Da wollte ich mal ein Exempel setzen. Ich merke allerdings auch, dass das gar nicht so einfach ist, die musikalischen Elemente allgemeinverständlich zu transportieren. (Vermutlich wird es deswegen so selten versucht... .) Da muss ich aufpassen, es nicht zu übertreiben, sonst vergraule ich Euch noch...
Vielen Dank! Insbesondere von Dir, dessen tiefgründige Geschichten mir auf diesem Board besonders gut gefallen, bedeutet mir das extrem viel. (Ich werde nach und nach nochmal die betreffenden Diskussionsthreads aufsuchen.)
Ich verstehe genau, was du meinst. Vieles hätte man natürlich auch zu gegebener Zeit in die Handlung streuen können. Nun habe ich mich hier für einen Ich-Erzähler entschieden, einfach weil Jenny hier die zentrale Figur werden wird, und ich das Gefühl habe, dann authentischer erzählen zu können. Das hat aber auch den Nachteil, dass ich die Gefühlswelt der anderen, die ja gerade in einer Band gleichwertig erscheinen sollen, auf anderem Wege transportieren muss, vor allem über Dialoge. Was letztenendes auch der Grund ist, warum ich so ausführliche Konversation eingebaut habe. Ich würde es aber als seltsam empfinden, wenn der Erzähler einfach in eine Handlung einsteigt und man gar nicht so recht weiß, wie man ihn in die Geschichte einordnen soll. Daher hätte ich schon als erstes das Befürfnis zu wissen, wer mir da eigentlich etwas erzählen möchte. Ich habe tatsächlich im Laufe der Fertigstellung immer wieder einzelne Erklärungen an andere Stellen geschoben, und einige eben auch an den Anfang, damit bestimmte Handlungen später sofort in den richtigen Hals rutschen. Am Ende ist es dann doch eine Geschmacksfrage. Vielleicht hätte der Block etwas kürzer sein können, aber darauf komplett verzichten hätte ich nicht wollen. (Aber danke für die Anregung - ich könnte mich stundenlang über soetwas austauschen. )
Obwohl ich ehrlich gesagt bei den technischen Begriffen ein wenig raus war Ich lieb zwar Musik – auch klassische und auch „In der Halle des Bergkönigs“, wobei ich dieses Stück erst über die Band Savatage kennengelernt habe –, habe aber keine Ahnung davon. Ich merke jedenfalls, dass du da deutlich versierter bist – oder du hast so gut recherchiert, dass es keinen Unterschied mehr macht.
Hättest du in der Vorbemerkung nicht schon angemerkt, dass übernatürliche Phänomene eine Rolle spielen, hätte ich jetzt noch angemerkt, dass ich Jennys Beweggrund, warum sie das Schwimmbad aufsucht, ein wenig merkwürdig finde, aber so verstehe ich natürlich, worauf du hinaus willst.
Was konkret ist daran merkwürdig? Ich dachte, ich hätte es einigermaßen klar rübergebracht, dass sie die Ferien nutzen will, um etwas mehr Sport zu treiben und ihren Körper auf Vordermann zu bringen, wobei Schwimmen dabei ihr favorisierter Sport ist, aber sie halt aufgrund der etwas aufwändigeren Anfahrt in der Schulzeit leider andere Prioritäten setzen muss.
Und um noch einmal etwas pingelig zu werden: die Rechtschreibung ist im Allgemeinen hervorragend, mir sind insgesamt nur zwei oder drei Fehler aufgefallen, aber einen davon fand ich doch ziemlich lustig. Laib heißt es nur bei Broten, bei Menschen wird es Unterleib geschrieben. Ich hatte da für einen winzigen Augenblick Bernd das Brot im Kopf
Was konkret ist daran merkwürdig? Ich dachte, ich hätte es einigermaßen klar rübergebracht, dass sie die Ferien nutzen will, um etwas mehr Sport zu treiben und ihren Körper auf Vordermann zu bringen, wobei Schwimmen dabei ihr favorisierter Sport ist, aber sie halt aufgrund der etwas aufwändigeren Anfahrt in der Schulzeit leider andere Prioritäten setzen muss.
Mir war schon klar, dass das ihr eigentlicher Beweggrund sein sollte, ich dachte nur, dass sie dann noch einen zusätzlichen Ansporn hatte. Konkret meinte ich diese Stelle hier:
Manchmal bekomme ich im Wasser so einiges mit - wenn ich mich mit meiner Schwimmbrille so umschaue. Sei es mal ein Pärchen, das Spaß unter Wasser hat, oder ein Junge, der sich von den teilweise gewagten weiblichen Anblicken etwas abreagieren muss. Sollte ich dabei mal offensichtlich etwas zu viel mitbekommen, war das nicht schlimm. Die anderen kannten mich nicht und ich sie nicht - es musste keiner befürchten, dass ich etwas ausplaudere. Aber - ich muss zugeben, dass ich es an diesem Dienstag durchaus darauf angelegt hatte, möglichst viel davon mitzubekommen.
Wie gesagt, das hätte ich nur in diesem sonst eingehaltenen Alltags-Setting merkwürdig gefunden, dass es einem so junge Mädchen nichts ausmacht, wenn in ihrer Nähe die Leute ständig miteinander rummachen, und sie es Gegenteil noch darauf anlegt, in solche Situationen zu stolpern, aber im Laufe der Geschichte ist mir natürlich klar geworden, dass sie und Julkian die Fähigkeit besitzen, die Gefühle anderer Menschen aufzunehmen und wohl auch über so etwas wie außerkörperliche Wahrnehmung verfügen.
Und was die musikalischen Fachausdrücke angeht, sollte das von mir gar keine Kritik sein. Ich finde das sogar sehr gut, da merkt man eben, dass deine Hauptcharaktere wirklich Ahnung von der Materie haben. Ich wollte nur darauf hinaus, dass ich persönlich nichts damit anfangen konnte, aber das ist ja gar nicht schlimm. Also lass dir da in den nächsten Kapiteln ruhig freien Lauf
Mir war schon klar, dass das ihr eigentlicher Beweggrund sein sollte, ich dachte nur, dass sie dann noch einen zusätzlichen Ansporn hatte. [...]
Wie gesagt, das hätte ich nur in diesem sonst eingehaltenen Alltags-Setting merkwürdig gefunden, dass es einem so junge Mädchen nichts ausmacht, wenn in ihrer Nähe die Leute ständig miteinander rummachen, und sie es Gegenteil noch darauf anlegt, in solche Situationen zu stolpern, aber im Laufe der Geschichte ist mir natürlich klar geworden, dass sie und Julkian die Fähigkeit besitzen, die Gefühle anderer Menschen aufzunehmen und wohl auch über so etwas wie außerkörperliche Wahrnehmung verfügen.
Ah, okay. Jetzt verstehe ich, worauf du hinaus willst. Der Schwimmbadbesuch wurde dann von mir doch etwas missverständlich eingeleitet. Das wird mir jetzt durch Deinen Hinweis erst richig bewusst und ist ein gutes und tatsächlich angebrachtes Beispiel für den von Dir bereits angebrachten Kritikpunkt, dass ich die Geschichte mit einer Selbstdarstellung begonnen habe. Man könnte so tatsächlich den Eindruck bekommen, dass Jenny grundsätzlich mit der Aussicht auf Spannerei zusätzlich motiviert ist, Schwimmen zu gehen.
Eine grundsätzliche Motivation wollte ich damit aber gar nicht ausdrücken, sondern das eigentlich nur auf diesen Tag beschränken ("an diesem Dienstag"). Eigentlich hätte ich diese Passage ganz weglassen können, denn ich erwähne ja später noch, wie Julians Anblick sie in Wallung bringt, und dass sie sich an diesem Tag irgendwie besonders rattig fühlt, weil sie ihre Lena vermisst. Die Passage muss noch aus einem frühen Wurf stammen, ist somit eigentlich überholt und ich habe sie beim Selbstlektorat schlichtweg nicht als überflüssig oder missverständlich wahrgenommen und stehengelassen. Details können so ein Gewicht haben, danke für den Hinweis.
Das hat also jetzt mit möglichen besonderen Fähigkeiten von Jenny und Julian nichts zu tun. Aber es ist total interessant zu sehen, in welche Richtung Du die bereits eingebrachten "magischen" Elemente interpretierst. Ganz falsch liegst du damit tatsächlich nicht, aber mit der "Aufklärung" warten wir mal lieber auf das 2. Kapitel.
Was hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lässt. Auch wenn ich weiß, das gut Ding Weile braucht.
[OT] gilt übrigens auch für die Geschichten von Hoellenspass [/OT]