Bifurrybeast
Prophet
Sophia führte ein normales Leben. Vielleicht ein wenig zu normal. Ihr Alltag bestand aus der Arbeit im Marketingbüro, wo sie stets professionell und gewissenhaft war, aber nie wirklich auffiel. Sie war gut in dem, was sie tat, doch sie war keine der Frauen, die durch lautes Lachen oder kühne Wortgefechte Aufmerksamkeit erregten. Sie arbeitete effizient, sprach nur, wenn es nötig war, und wurde von den Kollegen gemocht – aber nicht bewundert.
Dabei war sie zweifellos attraktiv. Ihre blonden Haare trug sie meist ordentlich gesteckt, ihre Figur war schlank, doch weiblich, ihre grünen Augen hatten einen intensiven Blick, den sie oft hinter einer professionellen Fassade verbarg. Sie bekam Angebote, von Kollegen, von Kunden, von Männern, die sie beim Kaffeeholen ansprachen – doch sie lehnte sie alle ab. Nicht aus Arroganz oder Desinteresse, sondern weil sie wusste, dass das, was sie wirklich suchte, schwer zu finden war. Sie hatte Sehnsüchte, die über gewöhnliche Romanzen hinausgingen, Wünsche, die nicht jeder Mann erfüllen konnte oder wollte.
Und dann war da Daniel.
Seit Monaten kreuzten sich ihre Wege. Er arbeitete in der IT-Abteilung, ein Mann mit einer Präsenz, die kaum zu übersehen war. Groß, dunkelhaarig, ruhig – und immer irgendwie unnahbar. Sie hatten einige Male miteinander gesprochen, meist über Belanglosigkeiten. Ein kurzer Austausch im Pausenraum, ein paar Bemerkungen nach Meetings. Doch jedes Mal, wenn ihre Blicke sich trafen, spürte sie dieses merkwürdige Prickeln. Er war anders. Selbstbewusst, ohne laut zu sein. Ein Mann, der keine Bestätigung suchte, sondern einfach wusste, wer er war. Sie fragte sich manchmal, was sich hinter seiner kühlen Fassade verbarg. Doch sie wagte es nicht, zu tief zu graben.
Bis zu jener Nacht.
Der Club war in warmes, rotes Licht getaucht, die Luft schwer von einer Mischung aus Leder, Parfüm und etwas Unbeschreiblichem, das Sophia eine Gänsehaut über den Körper jagte. Sie war nicht zum ersten Mal hier, aber doch immer wieder überwältigt von der Atmosphäre. Die Geräusche von leisen Gesprächen, hin und wieder das Klatschen einer Gerte auf Haut, unterbrochen von leisen Seufzern und Stöhnen, mischten sich zu einer Symphonie der Lust.
Und dann sah sie ihn.
Daniel stand an der Bar, ein Glas in der Hand, in Schwarz gekleidet, als gehöre er hierher. Ihre Blicke trafen sich, und für einen Moment war die Welt um sie herum nicht mehr existent. Überrascht, aber nicht schockiert, hob er leicht das Glas, als würde er sie begrüßen – und ein leichtes Lächeln umspielte seine Lippen.
Sophia atmete tief durch und ging auf ihn zu. „Ich hätte nicht gedacht, dich hier zu sehen.“
„Das Kompliment kann ich nur zurückgeben,“ erwiderte er ruhig. Sein Blick glitt über sie, nicht lüstern, sondern prüfend, ein wenig amüsiert. „Aber jetzt, wo ich dich hier sehe… überrascht es mich nicht.“
Ihr Herz klopfte schneller. „Was meinst du damit?“
Er neigte leicht den Kopf. „Es war ein Gefühl.“
Eine kurze Stille, gefüllt mit unausgesprochenen Worten. Es war ein seltsames Gefühl – als würden sie sich gerade erst wirklich kennenlernen, obwohl sie sich doch schon seit Monaten begegneten. Hier, an diesem Ort, war die Distanz verschwunden, das Versteckspiel beendet. Sie waren nicht mehr Kollegen, sie waren zwei Menschen mit den gleichen Neigungen, mit dem gleichen Verlangen.
Sie bestellten sich etwas zu trinken, setzten sich in eine ruhigere Ecke des Clubs. Daniel sprach wenig, stellte aber gezielte Fragen. Welche Erfahrungen sie bereits gemacht hatte, was sie reizte, wo ihre Grenzen lagen. Er wirkte nicht aufdringlich, eher interessiert – und zugleich kontrolliert. Sophia hatte das Gefühl, dass er sie testete, herausfinden wollte, wie tief ihr Interesse reichte. Und je mehr sie sprach, desto mehr erkannte sie, dass seine Vorlieben sich mit ihren deckten. Er sprach von Führung, von Kontrolle, von Hingabe. Er fragte nicht direkt, ob sie sich unterordnen wollte – aber in jeder Andeutung lag die Möglichkeit.
Sie verbrachten die Nacht damit, durch den Club zu schlendern, verschiedene Räume zu betreten, zu beobachten. Daniel erklärte ihr Dinge, ließ sie fragen, ließ sie fühlen. Er schien zu wissen, wie weit er gehen konnte, ohne sie zu überfordern. Und als die Nacht sich dem Ende neigte, verabschiedeten sie sich fast beiläufig. Kein Vorschlag, sich wiederzutreffen, keine unausgesprochenen Versprechen – nur ein letzter, tiefer Blick.
Am nächsten Tag in der Firma war alles wie immer.
Fast.
Sie begegneten sich auf dem Flur, in Meetings, in der Kaffeeküche. Die gleiche Distanz wie zuvor – und doch lag nun ein unausgesprochenes Geheimnis zwischen ihnen. Sie hielten Blickkontakt länger als nötig, warfen sich verstohlene, wissende Blicke zu, ein kurzes Schmunzeln hier und da. Keiner sprach es aus, doch beide wussten es: Sie hatten sich gesehen. Nicht nur körperlich, sondern auch in einer Weise, die schwer in Worte zu fassen war.
Einige Tage später fand Sophia in ihrer Tasche einen Umschlag. Kein Name, keine Notiz – nur eine Einladung zu einer weiteren BDSM-Party. Der Veranstaltungsort war derselbe. Sie hielt die Karte in den Händen, drehte sie nachdenklich zwischen den Fingern. Es war offensichtlich, von wem sie kam.
Daniel.
Tagelang rang sie mit sich. Sollte sie hingehen? War sie bereit? Schließlich entschied sie sich. Sie fertigte eine kleine Karte an, auf die sie nur ein einziges Wort schrieb: Ja. Am nächsten Morgen legte sie sie auf seinen Schreibtisch – unauffällig, zwischen ein paar Akten.
Am Abend fand sie eine neue Karte an ihrem Platz. Diesmal mit Anweisungen: Was sie tragen sollte – etwas Elegantes, doch Verführerisches. Ein Halsband, das er in einer kleinen, schwarzen Schatulle beigelegt hatte. Wo und wann sie sich treffen würden. Und eine letzte Regel: Sie sollte den ganzen Abend über an seiner Seite bleiben, sich seiner Führung überlassen.
Am Abend der Party stand sie am Straßenrand, in einem langen Mantel gehüllt, darunter ihr Outfit, das genau Daniels Anweisungen folgte. Sie wartete, ihr Herz klopfte schneller, als ein schwarzes Auto vorfuhr. Das Fenster senkte sich und Daniel sah sie mit einem ruhigen, prüfenden Blick an.
„Steig ein“, sagte er sanft, aber bestimmt.
Sie tat es. Im Inneren roch es nach Leder und einem Hauch seines Parfüms. „Ich freue mich, dass du Ja gesagt hast“, meinte er schließlich, während er losfuhr. „Ich hatte gehofft, dass du dich darauf einlässt.“
Sophia schluckte und nickte. „Ja, ich… ich wollte es. Und ich kenne deine Regeln. Ich werde mich daran halten.“
Er legte kurz eine Hand auf ihre, eine Geste, die beruhigend wirkte. „Und du weißt, dass du jederzeit aussteigen kannst. Ich werde auf dich aufpassen.“
„Ich vertraue dir“, sagte sie leise.
Kurze Zeit später erreichten sie die Party. Daniel führte sie hinein, hielt sie an seiner Seite, präsentierte sie wie ein wertvolles Geschenk. Und so begann ihre gemeinsame Nacht – nicht mit einem abrupten Aufeinandertreffen, sondern mit einem vorsichtigen Erkunden, einem Spiel aus Blicken, Berührungen und unausgesprochenen Versprechen.
Dabei war sie zweifellos attraktiv. Ihre blonden Haare trug sie meist ordentlich gesteckt, ihre Figur war schlank, doch weiblich, ihre grünen Augen hatten einen intensiven Blick, den sie oft hinter einer professionellen Fassade verbarg. Sie bekam Angebote, von Kollegen, von Kunden, von Männern, die sie beim Kaffeeholen ansprachen – doch sie lehnte sie alle ab. Nicht aus Arroganz oder Desinteresse, sondern weil sie wusste, dass das, was sie wirklich suchte, schwer zu finden war. Sie hatte Sehnsüchte, die über gewöhnliche Romanzen hinausgingen, Wünsche, die nicht jeder Mann erfüllen konnte oder wollte.
Und dann war da Daniel.
Seit Monaten kreuzten sich ihre Wege. Er arbeitete in der IT-Abteilung, ein Mann mit einer Präsenz, die kaum zu übersehen war. Groß, dunkelhaarig, ruhig – und immer irgendwie unnahbar. Sie hatten einige Male miteinander gesprochen, meist über Belanglosigkeiten. Ein kurzer Austausch im Pausenraum, ein paar Bemerkungen nach Meetings. Doch jedes Mal, wenn ihre Blicke sich trafen, spürte sie dieses merkwürdige Prickeln. Er war anders. Selbstbewusst, ohne laut zu sein. Ein Mann, der keine Bestätigung suchte, sondern einfach wusste, wer er war. Sie fragte sich manchmal, was sich hinter seiner kühlen Fassade verbarg. Doch sie wagte es nicht, zu tief zu graben.
Bis zu jener Nacht.
Der Club war in warmes, rotes Licht getaucht, die Luft schwer von einer Mischung aus Leder, Parfüm und etwas Unbeschreiblichem, das Sophia eine Gänsehaut über den Körper jagte. Sie war nicht zum ersten Mal hier, aber doch immer wieder überwältigt von der Atmosphäre. Die Geräusche von leisen Gesprächen, hin und wieder das Klatschen einer Gerte auf Haut, unterbrochen von leisen Seufzern und Stöhnen, mischten sich zu einer Symphonie der Lust.
Und dann sah sie ihn.
Daniel stand an der Bar, ein Glas in der Hand, in Schwarz gekleidet, als gehöre er hierher. Ihre Blicke trafen sich, und für einen Moment war die Welt um sie herum nicht mehr existent. Überrascht, aber nicht schockiert, hob er leicht das Glas, als würde er sie begrüßen – und ein leichtes Lächeln umspielte seine Lippen.
Sophia atmete tief durch und ging auf ihn zu. „Ich hätte nicht gedacht, dich hier zu sehen.“
„Das Kompliment kann ich nur zurückgeben,“ erwiderte er ruhig. Sein Blick glitt über sie, nicht lüstern, sondern prüfend, ein wenig amüsiert. „Aber jetzt, wo ich dich hier sehe… überrascht es mich nicht.“
Ihr Herz klopfte schneller. „Was meinst du damit?“
Er neigte leicht den Kopf. „Es war ein Gefühl.“
Eine kurze Stille, gefüllt mit unausgesprochenen Worten. Es war ein seltsames Gefühl – als würden sie sich gerade erst wirklich kennenlernen, obwohl sie sich doch schon seit Monaten begegneten. Hier, an diesem Ort, war die Distanz verschwunden, das Versteckspiel beendet. Sie waren nicht mehr Kollegen, sie waren zwei Menschen mit den gleichen Neigungen, mit dem gleichen Verlangen.
Sie bestellten sich etwas zu trinken, setzten sich in eine ruhigere Ecke des Clubs. Daniel sprach wenig, stellte aber gezielte Fragen. Welche Erfahrungen sie bereits gemacht hatte, was sie reizte, wo ihre Grenzen lagen. Er wirkte nicht aufdringlich, eher interessiert – und zugleich kontrolliert. Sophia hatte das Gefühl, dass er sie testete, herausfinden wollte, wie tief ihr Interesse reichte. Und je mehr sie sprach, desto mehr erkannte sie, dass seine Vorlieben sich mit ihren deckten. Er sprach von Führung, von Kontrolle, von Hingabe. Er fragte nicht direkt, ob sie sich unterordnen wollte – aber in jeder Andeutung lag die Möglichkeit.
Sie verbrachten die Nacht damit, durch den Club zu schlendern, verschiedene Räume zu betreten, zu beobachten. Daniel erklärte ihr Dinge, ließ sie fragen, ließ sie fühlen. Er schien zu wissen, wie weit er gehen konnte, ohne sie zu überfordern. Und als die Nacht sich dem Ende neigte, verabschiedeten sie sich fast beiläufig. Kein Vorschlag, sich wiederzutreffen, keine unausgesprochenen Versprechen – nur ein letzter, tiefer Blick.
Am nächsten Tag in der Firma war alles wie immer.
Fast.
Sie begegneten sich auf dem Flur, in Meetings, in der Kaffeeküche. Die gleiche Distanz wie zuvor – und doch lag nun ein unausgesprochenes Geheimnis zwischen ihnen. Sie hielten Blickkontakt länger als nötig, warfen sich verstohlene, wissende Blicke zu, ein kurzes Schmunzeln hier und da. Keiner sprach es aus, doch beide wussten es: Sie hatten sich gesehen. Nicht nur körperlich, sondern auch in einer Weise, die schwer in Worte zu fassen war.
Einige Tage später fand Sophia in ihrer Tasche einen Umschlag. Kein Name, keine Notiz – nur eine Einladung zu einer weiteren BDSM-Party. Der Veranstaltungsort war derselbe. Sie hielt die Karte in den Händen, drehte sie nachdenklich zwischen den Fingern. Es war offensichtlich, von wem sie kam.
Daniel.
Tagelang rang sie mit sich. Sollte sie hingehen? War sie bereit? Schließlich entschied sie sich. Sie fertigte eine kleine Karte an, auf die sie nur ein einziges Wort schrieb: Ja. Am nächsten Morgen legte sie sie auf seinen Schreibtisch – unauffällig, zwischen ein paar Akten.
Am Abend fand sie eine neue Karte an ihrem Platz. Diesmal mit Anweisungen: Was sie tragen sollte – etwas Elegantes, doch Verführerisches. Ein Halsband, das er in einer kleinen, schwarzen Schatulle beigelegt hatte. Wo und wann sie sich treffen würden. Und eine letzte Regel: Sie sollte den ganzen Abend über an seiner Seite bleiben, sich seiner Führung überlassen.
Am Abend der Party stand sie am Straßenrand, in einem langen Mantel gehüllt, darunter ihr Outfit, das genau Daniels Anweisungen folgte. Sie wartete, ihr Herz klopfte schneller, als ein schwarzes Auto vorfuhr. Das Fenster senkte sich und Daniel sah sie mit einem ruhigen, prüfenden Blick an.
„Steig ein“, sagte er sanft, aber bestimmt.
Sie tat es. Im Inneren roch es nach Leder und einem Hauch seines Parfüms. „Ich freue mich, dass du Ja gesagt hast“, meinte er schließlich, während er losfuhr. „Ich hatte gehofft, dass du dich darauf einlässt.“
Sophia schluckte und nickte. „Ja, ich… ich wollte es. Und ich kenne deine Regeln. Ich werde mich daran halten.“
Er legte kurz eine Hand auf ihre, eine Geste, die beruhigend wirkte. „Und du weißt, dass du jederzeit aussteigen kannst. Ich werde auf dich aufpassen.“
„Ich vertraue dir“, sagte sie leise.
Kurze Zeit später erreichten sie die Party. Daniel führte sie hinein, hielt sie an seiner Seite, präsentierte sie wie ein wertvolles Geschenk. Und so begann ihre gemeinsame Nacht – nicht mit einem abrupten Aufeinandertreffen, sondern mit einem vorsichtigen Erkunden, einem Spiel aus Blicken, Berührungen und unausgesprochenen Versprechen.