[Diskussion] Warum ich Liebe und Sexualität trenne

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Terry_Gorga

Der Eine, der Viele ist
Otaku Veteran
Basierend auf einem Kommentar von Andrakson und um meine andere Diskussion, die sowieso schon völlig aus dem Ruder läuft, nicht noch mehr zu überanspruchen, möchte ich hier argumentativ darstellen, warum für mich Sexualität mit Liebe nicht vereinbar ist.

Ich möchte mich hierzu eines Zitats von Andrakson bedienen, das in einem anderen Thread gefallen ist.

Sex ist für mich eins mit Liebe, wie der Erzengel mit seinen Flügel. Denn Sex kommt für mich nur in Frage, wenn ich die Person Liebe. Dass ist ein Grundsatz in mir und wenn du diesen als "falsch" bezeichnest, greifst du widerrechtlich meine Persönlichkeit an, du musst sie nicht mögen. Aber auf diesem Hoheitsgebiet sollte man keinen Fuß setzen, ohne es sachlich und tolerant anzugehen. Du kannst den Leuten sagen "Deine Position vertrete ich nicht, da ich es so und so sehe etc." Aber dass was ich hier schreibe, lege ich nicht nur dir ans Herz, sondern auch den anderen Leuten.
Meiner Meinung nach ist das der Kardinalsfehler, warum Beziehungen früher oder später in die Brüche gehen. Wie ich schon in einem anderen Thema dargelegt habe, ist Liebe Freiheit, bedeutet also für mich selbst und meinen Partner, wir beide sind wenn es drauf ankommt in der Lage, alles zu tun oder zu lassen, was wir wollen, ohne dass der Partner einen dabei einengt, beschränkt oder behindert. Das ist das Ideal.

Betrachten wir zunächst einmal die Liebe selbst, so steht fest, dass es mir selber frei steht, in wen ich mich verliebe oder mit wem ich eine Beziehung beginne. Unsere heutige Gesellschaftsform erlaubt es uns, einfach auf die Straße zu gehen, jemand zu finden, den wir nett und anziehend finden und mit ihm eine Beziehung zu beginnen. Anders, als noch in religiös, fanatisch geprägten Formen früherer Zeit.

Die Triebtheorie von Siegmund Freud legt nahe, dass Sexualität einer der Basis-Triebe bei gesunden Menschen ist. Neuere Studien sowie neurologische Befunde stützen diese These. Es ist einwandfrei bewiesen, dass das nicht ausleben solcher Triebe zu persönlichen Defiziten, Störungen sogar bis hin zu Neurosen und Persönlichkeitsstörungen reichen kann.

Betrachten wir nun das ganze neurologisch, so setzen die Keimdrüsen bis zu einem bestimmten Alter unerlässlich Hormone frei, die die Sexualität antreiben. Unser Trieb ist also biologisch verankert und unser Körper wird beabsichtigter Weise mit Stoffen überflutet, die uns zum Sex animieren sollen. Ist ja auch klar: Biologisch ist unsere Grundfunktion das Überleben der Art zu sichern, also Kinder in die Welt zu setzen.

Fokussiere und begrenze ich nun meine Sexualität auf meinen Partner, so mache ich diesen Trieb von ihm abhängig. Das kann funktionieren, wenn mein Partner ohnehin in seiner Triebentwicklung ähnlich oder sogar gleich ausgelegt ist, wie man selbst. Gefährlich wird es jedoch, sobald es da Unterschiede gibt. Kommt das Sexleben aus irgendwelchen Gründen zu kurz (Beruf, Alltagstrott, Langeweile usw.), so bleibt der Trieb unerfüllt. Mein Körper wird auch dann mit Sexualbotenstoffen geflutet, wenn ich keinen Sex habe. Und kann der Stoff nicht entsprechend verarbeitet werden, muss der Körper Abhilfe schaffen. Der Trieb sucht sich andere Bereiche, in denen eine Auslebung möglich wird. Beispiele hierfür können unter anderem eine Gewichtszunahme, Flucht in den Beruf oder Alkohol sein. Alles an und für sich noch nicht problematisch, jedoch gefährlich, sobald es in Dinge, wie Workaholic, Adipositas oder Alkoholsucht ausufert. Und mit Sicherheit in einem Großteil aller Beziehungen ein Trennungsgrund.

Wie kann aber nun Liebe etwas sein, dass mir selbst auf biologischer Art und Weise Schaden zufügt? Das widerspricht dem Zweck von Liebe, nämlich der Akzeptanz eines Menschen genauso, wie er oder sie ist. Faktisch also akzeptiere ich einen Eigenschaden, wenn Liebe und Sexualität voneinander abhängig sind. Auch das ist noch denkbar, wenn die Vorteile der Beziehung die Nachteile überwiegen und ein Gewinn durch unseren Verstand. Biologisch aber ist dies nicht mehr nachvollziehbar, da sich jedes Lebewesen aus Eigenerhaltungstrieb normalerweise automatisch aus einer Situation entfernt, die ihm schadet.

Widersprüchlich wird das Ganze, wenn wir bemerken, dass Liebe nicht nur auf andere, sondern auch auf einen selbst bezogen ist. Nichts liegt mehr im Interesse unseres Körpers, als am Leben zu bleiben. Folglich wird er alles unternehmen, um dies auch zu sichern. Und da wäre eine Eigenschaft wie Liebe (in diesem Fall als "Selbsterhaltungstrieb" verpackt) doch ein enormer Vorteil.
Liebe soll also nun gleichzeitig mein Wohl garantieren und einen Schaden in kauf nehmen? Schwer vorstellbar. Gehen wir aber weiter.

Wie entsteht nun Liebe? Nun - ich kann andere Menschen nur in dem Maß lieben, in dem ich mich selber liebe, weil ich selbst der einzige Mensch bin, der lange genug mit mir selbst zusammen ist, um solch eine Beziehung zu entwickeln. Die eigene Realität wird durch die Wahrnehmung bestimmt, denn beschränkt auf unsere fünf Sinne, können wir Menschen Dinge, wie Radioaktivität, Ultraviolettes Licht, zu hohe oder zu tiefe Töne und noch viel mehr gar nicht wahrnehmen (auch wenn es uns mittlerweile gelingt, diese Mankos teilweise durch Technologie auszugleichen). Was man aber immer wahrnimmt, ist man selber, in einem gewissen Rahmen. Und da dieser Rahmen naturgemäß bei einem selbst viel intensiver ist, als bei anderen, erlebt man auch am eigenen Leib am besten, wie sich die unterschiedlichen Formen von sozialen Beziehungen anfühlen. Diese Formen überträgt man auch später auf die Kontakte, die man zu anderen Menschen aufnimmt. Wie wir also Liebe erleben, wird durch unsere Erziehung nun vorgeprägt.

Nun gibt es die wenigen glücklichen Menschen, die in der Lage sind, mit jedermann klar zu kommen. Und diejenigen, die mit niemandem zurecht kommen. Die Formen ihrer Beziehungen werden maßgeblich von den früheren Erfahrungen geprägt sein, beide eint aber (zusammen mit allen anderen Stufen dazwischen) eins: Sie sind fast immer in der Lage, Sex mit anderen Menschen zu haben. Doch kann dies immer aus Liebe geschehen?
Die neurologischen Befunde, die ich vorher aufgezählt habe, widersprechen dem eindeutig. Die Sexualhormone werden völlig unabhängig davon, ob man einen Partner hat oder nicht ausgeschüttet. Völlig unabhängig, ob man nun alle anderen Menschen mag, nur einige, oder gar keinen. Anders aber ist es mit den Botenstoffen, die Glück und Bindung dem Körper signalisieren sollen, denn diese werden tatsächlich in Abhängigkeit einer Beziehung produziert.

Messungen haben ergeben, dass verliebte Menschen neurologische Symptome vom Zwangsneurosen und Süchten aufweisen. Diese scheinen aber davon unabhängig zu sein, ob man in einer festen Beziehung lebt (also Sex hat) oder nicht. Dass heißt, verlieben kann man sich, ohne Sex zu haben oder zu wünschen (denn auch asexuelle Menschen verlieben sich). Genauso gut kann man Sex haben, ohne sich zu verlieben (Stichwort One Night Stands). Für beides sind die biologischen Gegebenheiten unabhängig voneinander verankert.

Wenn ich nun noch weiter gehe und mein Bild der Liebe in dieses Geflecht einfüge, so mache ich die Liebe auch noch unabhängig von diesen Botenstoffen. Bekanntlicher Weise trenne ich persönlich das Verlieben von der Liebe selbst, weil das Verlieben ein biochemischer Prozess ist, mit dem Ziel, Bindung aufzubauen. Akzeptiere ich aber einen anderen so, wie er ist, wird die Bindung überflüssig. Wird eine Beziehung auf Vertrauen gegründet, so hält sie selbst dann noch, wenn der biochemische Glücks-Cocktail längst weg ist (was das Gehirn automatisch nach ca. 24 bis 36 Monaten reguliert). Die biologischen Voraussetzungen sind dann für eine Beziehung nicht mehr gegeben, ein biologischer Grund zum Zusammenleben besteht dann also nicht mehr. Die einzigen anderen Gründe, die die Beziehung dann noch sinnig machen, sind Abhängigkeit (materiell, psychisch oder sexuell) oder echte Liebe.

Warum diese Trennung von Liebe und verliebt sein? Nun - interessanter Weise kann man sich auch verlieben, aufgrund charakterlicher Eigenschaften. Ein klassisches Beispiel aus der Psychologie, welches auch als Projektion bezeichnet wird. Man erkennt in einem anderen Menschen Persönlichkeitsaspekte von sich selber stark ausgeprägt wieder und hat deshalb das Gefühl, ihm besonders nahe zu stehen. Ein Prozess, der biochemisch messbar ist, aber nichts mit Sexualität oder Liebe zu tun hat. Oftmals kennt man diesen anderen Menschen nicht einmal, meint aber, ihm ganz nahe zu stehen. Das Phänomen der "Liebe auf den ersten Blick". Dies kann zwar in echte Liebe übergehen, ist aber auch die Form der "Liebe", die enttäuscht werden kann. Und wer kennt das nicht, unglücklich verliebt zu sein?

Wie ich ganz zu Anfang ausgeführt habe, ist Liebe nun eine absolute Akzeptanz. Also unabhängig von alledem. Wer einen anderen Menschen wirklich liebt, der wird feststellen, dass das Zusammenleben einfach harmonisch ist, selbst nachdem die so genannten "Schmetterlinge im Bauch" verflogen sind, trotz der Unterschiede, die es geben mag und sogar dann, wenn das Sexleben eigentlich schon abgeflaut ist. Auch hier ein Beispiel:
Langlebige Beziehungen haben oft das Phänomen, dass Sexualität weniger wird. Und das, obwohl (wie vorher ausgeführt) die Menge an Sexualhormonen bis zu einem bestimmten Alter gleich bleibt. Die Beziehung wirkt in dieser Form also nun dem biologischen entgegen.

Gelingt es mir nun, meine Liebe von alle diesen biologischen Prozessen unabhängig zu machen, so mache ich mich auch frei von den sexuellen, materiellen und psychischen Einflüssen. Ich gewinne die Fähigkeit, jeden Menschen so anzunehmen, wie er ist, denn es liegt immer bei mir, welche Menschen ich überhaupt an meinem Leben teilhaben lasse, mit wem ich eine Beziehung beginne, wie lange diese dauert und wen ich aus meinem Leben lieber fern halte. Ein ganzer Komplex an Begründungen, der irgendwann rein subjektiv wird (jeder kennt ja die Aussage "der/die ist nicht mein Typ"). Diese Form von freier Liebe kann auch in den unterschiedlichsten Formen von Beziehungen ausgelebt werden und ist an keine feste Form gebunden. Man kann auf diese Weise genauso irgendeinen Wildfremden annehmen und ihm somit Nächstenliebe zeigen, wie dem besten Freund oder der besten Freundin, mit dem/der man aber niemals Sex haben würde.

Praktisch also kann ich jeden Menschen lieben, wenn ich nur will, weil dies ein freiwilliger und aktiver Prozess ist. Ich kann mich nicht in jeden Menschen verlieben, weil dies ein zum Teil biochemisch und zum Teil psychisch bedingter Prozess ist. Und ich kann nicht mit jedem Menschen Sex haben, den ich liebe, oder in den ich verliebt bin, weil dies ein Akt ist, der von beiden Seiten gewollt sein muss.
Wären Liebe und Sexualität eins, müsste aber gewährleistet sein, dass ich mit jedem Menschen, den ich liebe auch Sex haben kann. Da dies ein Widerspruch in sich ist, ist Liebe nicht automatisch gleichbedeutend mit Sexualität. Denn das eine ist ein Geschenk, das man einem anderen Menschen machen kann, während das andere ein biologisch begründeter Drang ist, der zum gesunden Ausleben ein Einverständnis benötigt. Liebe und Sexualität werden werden damit erst gleichbedeutend, wenn man selber diese Verbindung künstlich herstellt.

Darum sind Liebe und Sexualität strikt zu trennen.
 

bluemoon

the one and only
Otaku Veteran
Nun ich habe den anderen Thread nicht gelesen aber der Aussage das Sex nichts mit Liebe zu tun hat würde ich definitiv zustimmen. Ich kenne sogar jemand der meinte letztens auch das Menschen eigentlich nicht fürs zusammenleben gemacht sind. Wenn man Sex von der rein biologischen Seite sieht gehts einfach nur um die Fortpflanzung und dazu muss ich die Sexpartnerin nicht lieben. Es gibt ja auch Paare die eine relativ offene Beziehung führen. Ob das nun gut oder schlecht ist will ich nicht beurteilen, nur geht es bei echter Liebe um ganz andere Dinge als nur Oberflächlichen Sex.
 

Aeon525

He who doesn't care
Otaku Veteran
Darum sind Liebe und Sexualität strikt zu trennen.
Ach ja? Ich halte deine Erklärungen für mehr als dürftig...

Wie entsteht nun Liebe? Nun - ich kann andere Menschen nur in dem Maß lieben, in dem ich mich selber liebe
Falsch, gerade wenn du dich selbst hasst wird die Liebe zu einer anderen Person zunehmend intensiver da du sie zu etwas hoch­sti­li­sierst das du selbst nie erreichen wirst.

Biologisch aber ist dies nicht mehr nachvollziehbar, da sich jedes Lebewesen aus Eigenerhaltungstrieb normalerweise automatisch aus einer Situation entfernt, die ihm schadet.
Glücklicherweise sind die Menschen jedoch keine Tiere mehr die auf der grundlage solcher Instinkte handeln. Menschen handeln nach ihren eigenen Wertvorstellungen die mit Eigenerhaltungstrieb nur wenig zu tun haben (Selbstmordattentäter).

Ich kenne sogar jemand der meinte letztens auch das Menschen eigentlich nicht fürs zusammenleben gemacht sind. Wenn man Sex von der rein biologischen Seite sieht gehts einfach nur um die Fortpflanzung und dazu muss ich die Sexpartnerin nicht lieben.
Womit wir wieder bei den Tieren wären....


Zu euch beiden: Ihr macht den großen Fehler zu denken das Menschen nur aufgrund biologischer Prozesse und animalischer Instinkte handeln bzw. handeln sollten. Ihr macht die Menschen zu Opfern ihres Körpers dem sie willenlos ausgeliefert sind.
Terry so wie du redest hast du scheinbar keine allzu glücklichen Erfahrungen mit der Liebe gemacht. Wenn du jemanden liebst ist es ein Zeichen der Wertschätzung, des Respekts und der Zuneigung das du den Partner zum alleinigen Zentrum deiner Sexualität machst. Seh es einfach als Vertrauensbeweis den man dem Partner gegenüber erbringt. Die Liebe wird von Emotionen bestimmt und nicht von Biologie. Natürlich sind emotionen von Hormonen und anderen biologischen Botenstoffen abhängig undsoweiter blabla. Aber ich denke du verstehst was ich meine.
Natürlich kann es in der Liebesbeziehung zu Problemen kommen, auch zu Problemen sexueller Natur, allerdings bin ich fest davon überzeugt das die Liebe solche Probleme überwinden kann.

Liebe ist der Wunsch, etwas zu geben, nicht zu erhalten. Brecht
Wer mit einer reinen Erwartungshaltung in eine Beziehung geht hat den Sinn der Liebe nicht verstanden.
Liebe ist eine Beziehung in der gilt geben > nehmen. Wer das verstanden hat hat auch deutlich weniger Probleme in der Liebe.
Die Triebtheorie von Siegmund Freud legt nahe, dass Sexualität einer der Basis-Triebe bei gesunden Menschen ist. Neuere Studien sowie neurologische Befunde stützen diese These. Es ist einwandfrei bewiesen, dass das nicht ausleben solcher Triebe zu persönlichen Defiziten, Störungen sogar bis hin zu Neurosen und Persönlichkeitsstörungen reichen kann.
Die Beziehung wirkt in dieser Form also nun dem biologischen entgegen.
Falsch. Du setzt biologische Botenstoffe einem Sexdrang gleich. Sexualität ist ein breites Feld. Es ist es eh Schwachsinn eine Beziehung nur auf Sex aufbauen zu wollen.
Freud hat schon recht aber du gehst einfach mal davon aus das diese Triebe bedeuten man müsse es mehrmals täglich treiben (Vorsicht Hyperbel).
Auch einfache Berührungen, Liebenswürdigkeiten und die Tatsache gemeinsam im selben Bett zu schlafen können diesen Trieb befriedigen. Das zeigt sich vor allem in steigendem Alter, also bei älteren Paaren. Gutes Beispiel wären hier wohl meine Großeltern. Sie sind beide schwerkrank und haben wohl kaum noch genug Kraft für einen gemeinsamen Geschlechtsakt dennoch sehen sie ziemlich glücklich miteinander aus.
 

Chiron

Herrscher des Cataclysm!
Otaku Veteran
Liebe auf biologische Vorgänge herabzusetzen halte ich ehrlich gesagt mehr als arm und die Aussage

Die Triebtheorie von Siegmund Freud legt nahe, dass Sexualität einer der Basis-Triebe bei gesunden Menschen ist. Neuere Studien sowie neurologische Befunde stützen diese These. Es ist einwandfrei bewiesen, dass das nicht ausleben solcher Triebe zu persönlichen Defiziten, Störungen sogar bis hin zu Neurosen und Persönlichkeitsstörungen reichen kann.
Sry das klingt für mich wie die billige Ausrede eines Vergewaltigers

Gut kenn dich nicht aber die letzte die mir so nen wissenschaftlichen Wurst erzählte war schwer psychisch gestört weil sie einfach zuoft an die falschen geriet. Wenns bei dir auch so ist tuts mir leid aber is nochlange kein Grund Leuten die in einer guten Beziehung leben sowas einreden zu wollen

Und zu sagen das unerfüllte Triebe krank machen kann ich persönlichals Schwachsinn abtun ich hab früher monate lang kein Sex gehabt als meine erste Freundin mich verliess und lebe auch noch normal
 

Hannachan

Gläubiger
Liebe von Sex zu trennen kann funktionieren, aber halt nicht immer.
Narütlich wird man von einem liebenden Menschen auch mal verletzt das belibt nun mal nicht aus, das Leben haldelt von freude und Enttäuschungen. Wie ich selbst schon sehr oft feeststellen musste:sob:. Also ist es doch eine frage entstehen nicht solche Liebesgefühle manchmal auch aus dem Trieb heraus? Natürlich gibt es diesen Sexualtrieb, aber noch eine Frage ist doch, sind wir nicht zivilisiert genug uns nicht von Trieben steuern und das Leben bestimmen zu lassen? Mal ein Beispiel: Ich verliebe mich in jemanden und wir werden ein Paar, ich habe aber andere Vorstellungen von wie oft usw. er braucht mehr und geht fremd... wen verletzt das in einer Beziehung bitte nicht? Also müssten wir dann nicht lernen diesen Trieb ein wenig dem Leben anzupassen?
Der Trieb bleibt ja auch irgendwie nicht immer gleich, zum anfang einer Beziehung würde ich sagen ist er stärker ausgeprägt und ebbt dann nach und nach ab. Ist das bloße vorhanden sein dieses Triebes denn ein Freischein fürs Fremdgehen? Ich selbst habe gemerkt, dass ich Liebe nicht von Sex trennen kann und auch gar nicht möchte, denn Sex an sich ist doch etwas sehr intimes auch in der heuteigen Zeit noh zumindest für mich. Liebe baut für mich in der Hinsicht auch auf Vertrauen auf, ich hab ja so schon Komplexe wegen meiner Schwangerschaft und da muss ich doch deutlich sagen, wenn ich meinem Sexualpartner in der hinsicht auf meinen Körper nicht vertraue, kann ich auch nicht mit ihm schlafen. Kurz um Liebe und Sex sind für mich zumindest untrennbar miteinander verschlugen ,da der Mensch meiner Meinung nach weder ohne das eine noch ohne das andere kann.
 

6_hokage

Misanthrop
Otaku Veteran
Erstmal ich gebe dir Recht, dass Liebe und Sex zwei deutlichst unterschiedliche Gebiete des Lebens sind.
Nun aber zum Knasus Knacktus. Liebe existiert nicht. Traurig aber wahr. Es existieren zwar Botenstoffe, die auf eine bestimmte Person reagieren, aber wenn vor einer Person dein Herz pocht liegt es daran, dass du dich nicht zum Affen machen willst.
Die Liebe, die wir erreichen wollen, stammt vor allem, nochmals traurig aber wahr, aus den Medien. Film und Fernsehn zeigt uns was Liebe ist. In kurz: Held rettet Frau, Frau und Held verlieben sich, Ponyhof...
Auf sowas hoffen Menschen auch. Sie suchen nach einer Person, die ihrer eigenen entspricht, da ein Mensch, auch wenn er was anderes behauptet, IMMER selbstverliebt ist. Ansonsten würden wir es mit uns selbst nicht aushalten, was zu einem Selbstmord führt oder ähnlichem.
Das Problem an der ganzen Sache ist der Sex. Er wird durch das Arterhaltungsbestrebung erzwungen, wodurch wir möglichst viele Kinder haben sollten. Freud war zwar ein Genie, doch viele seiner Theorien sind wiederlegt worden, eben so viele wurden bestätigt, doch, dass Abstinenz zu Störungen führt ist nicht wahr. Dementsprechend dürfte es zum Beispiel keine buddhistischen Mönche auf der Welt geben^^
Sex ist ein einfacher Trieb zum Erhalt unserer Spezies, den wir in unserer Evolution immer mehr mit der Liebe vermischt haben.
Das Ideal was angestrebt wird, ist eine Beziehung mit gutem Sex, Streit, sowie Glück und Hass, wahrscheinlich auch Kinder, wenn beide Partner "bereit" sind.
Wie gesagt, ich bin der Meinung, dass Liebe und Sex getrennt bleiben sollte, aus dem einfachen Grund, dass ich nicht an Liebe glaube, dennoch sagt unsere Gesellschaft etwas anderes aus^^
 
Für mich wäre das nichts so. Natürlich kann man Sex und Liebe trennen, aber es ist trotzdem einfach am schönsten (für mich zumindest) wenn man beides zusammen hat.

Oder ich sags einfach mal so das ich "Liebe machen" den einfachen, bedeutunglosen "Sex" vorziehe.


Muss aber jeder so machen wie er mit glücklich wird.
 

Pazuzu

Otaku Legende
Otaku Veteran
Was für eine traurige Vorstellung der menschlichen Existenz :(
 
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Ironhide

Na hast du Angst Kleiner?
VIP
Was für eine traurige Vorstellung der menschlichen Existenz :(
YMMD

Einen so langen Text zu sowas zu verfassen, mit Psychologie und körperlicher Chimie zu kommen ist schon irgendwo traurig. Klar, falsch isses nicht, aber irgendwie find ich es sehr traurig, das man sowas so sieht und ich muss mich fragen, ob man dann überhaupt fähig ist, Liebe zu empfinden. Wenn man den ganzen Mits dabei wohl nur im Hinterkopf hat.

Und das man hier zwanghaft versucht, Liebe und Sex zu trennen, ist ebenso schade wie unnötig, und nur ein zeichen, das man wohl das ganze nicht als das sehen kannm, was es zusammen ist, bzw das in einer Beziehung eben sowas zusammen gehört. Stimmt der Sex nicht, kann auch die Liebe daran kaputt gehen, liebt man nicht mehr, gibts oft auch schlechten bis gar keinen Sex mehr....

Das kann man gerne mit nüchterner Wissenschaft erklären, aber wer das eben macht, hats schlichtweg nicht kapiert (in meinen Augen) ;)
 

Hiege

Gesperrt
Was für eine traurige Vorstellung der menschlichen Existenz :(
Was ist daran Traurig wenn er das Hobby hat, die Beweggründe seines Handelns genauer zu verstehen ?

Ja ich hab mich einfach damit abgefunden, das ich nicht jeden Attraktiv finde,
ist zwar schon traurig, das man nicht einfach Irgendwem nehmen kann, und ihn lieben,
aber mann muss sich den Gegebenheiten anpassen und suchen.

Es gibt vielen Leuten denen ich Treue geschworen hab, einfach weil ich es will,
auch wenn sie mich teils enttäuscht hatten, es ist das gesamt Ergebnis was zählt,
aber diese Treue (Freundschaft) ist für mich nicht direkt liebe.
In meinen Augen ist es einfach akzeptabel das es keine Perfektion gibt,
gut da läuft halt mal ne Schlampe an mir vorbei, die nett mir hallo zuflüstert,
die ich wenn ich ehrlich bin, auch wirklich gern mal Nackt sehen würde.
Aber ich bin Realist, ich weiß das eine Schlampe viel zu hohe Ansprüche hat,
und das ich sie nie halten könnte, weil sie sicher immer die Augen nach was besseren wie mir aufhält.
Ich hab mich aber für einen Anderen Leben stiel entschieden, ich will einer die Treue schwören,
und das mach ich nur bei Leuten die zu mir halten.
Und da ist es mir egal wenn alle Jahr mal ne Schlampe an mir vorbei läuft,
wo meine Biologie meint die müsste ich jetzt unbedingt ficken.
vielleicht hab ich ja das glück und bekomme beides was nicht so unwahrscheinlich ist,
da mir recht viele recht gut gefallen^^
 
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Shishiza

Sehr brave Fee^^
Teammitglied
Mod
Seufz... das ist ein mehr als schweres Thema, und wert genug, seine gründe auch dazu legen.

Du hast sicher irgendwo recht, wenn man in deiner Lage ist... ich bin aber nicht in deiner Lage, deshalb werde ich dir meine Sichtweise schildern.

Früher hätte ich sicher auch so gedacht... da ging es nur um Sex, um Spaß zu haben und vor allem... einfach Erfahrungen zu sammeln. Da waren nicht wirklich Gefühle mit im Spiel, weil ich es nicht kannte. Auch fand ich es lustiger, das ich wusste, das ich den Typ am nächsten Tag los bin.
Aber, nachdem ich wirklich eine Beziehung hatte, die genau beides mit einander verbunden hat... kann ich sagen, das ich Sex und Liebe nicht trennen kann. Wenn ich jemanden mag, dann kann ich mir auch vorstellen, mit diesem Menschen Sex zu haben. Ich kann nicht mehr sagen, das ich mit jedem ins Bett hüpfen würde, weil ich das jetzt brauche. Das bin ich nicht mehr... ich habe auch nicht mehr das Verlangen, so kalt zu sein. Entweder, es sind Gefühle mit im Spiel, oder es läuft nichts in diese Richtung.

Wenn ich Sex mit Liebe verknüpfe... habe ich wesentliche größere Gefühlsausbrüche und die Wirkung ist wesentlich stärker, als ohne. Man ist empfänglicher für alles, was der liebende Partner macht und tut. Dieses Erlebnis kann man nicht als Hirngespinst abtun und vor allem nicht einfach auf die Seite drängen. Wenn man so was erlebt hat, möchte man das genau immer wieder erleben und auch merken, das es mehr als wichtig ist.
 

Sarkina

Grey Warden
Otaku Veteran
Christina du schreibst mir aus der Seele. Früher als ich noch sehr jung war, da gings mir genau so wie dir. Spaß haben und am nächsten morgen alleine aufwachen. Aber dann kam mein ex Freund, meine erste große Liebe. Wir waren 4 Jahre zusammen, und das Gefühl mit jemandem Sex zu haben
den man wirklich von ganzen Herzen liebt, ist einfach unbeschreiblich. Ich hatte noch nie so guten Sex, wie mit dem ex. :) Seid dem kann ich liebe und Sex nicht mehr trennen, beides geht Hand in Hand bei mir. Wenn es aber Menschen gibt die Liebe und Sex trennen können, find ichs auch okay. Jeder muss das tun, was für ihn am besten ist.
Wenn ich Sex mit Liebe verknüpfe... habe ich wesentliche größere Gefühlsausbrüche und die Wirkung ist wesentlich stärker, als ohne. Man ist empfänglicher für alles, was der liebende Partner macht und tut. Dieses Erlebnis kann man nicht als Hirngespinst abtun und vor allem nicht einfach auf die Seite drängen. Wenn man so was erlebt hat, möchte man das genau immer wieder erleben und auch merken, das es mehr als wichtig ist.[/QUOTE]
 

Waltikon

The Katsumi Otaku !
Otaku Veteran
eigentlich wollte ich auch was dazu sagen, aber wozu eigene Worte finden, wenns andere so schön ausdrücken können :

Wenn ich Sex mit Liebe verknüpfe... habe ich wesentliche größere Gefühlsausbrüche und die Wirkung ist wesentlich stärker, als ohne. Man ist empfänglicher für alles, was der liebende Partner macht und tut. Dieses Erlebnis kann man nicht als Hirngespinst abtun und vor allem nicht einfach auf die Seite drängen. Wenn man so was erlebt hat, möchte man das genau immer wieder erleben und auch merken, das es mehr als wichtig ist.
Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen...
 

BlueHusky

Blair Bitch´s Friend
Otaku Veteran
Warum ICH es nicht trenne

also ich kann es nicht trennen weil es für mich dazu gehört
sex ist eine kommunikationsart zwischen mir und meinem freund und punkt.
da kann ich dir jetzt leider auch nicht so einen super hoch begründeten text hin legen es ist einfach so
wenn der sex gut ist klappt der rest meinst auch
ich mein wenn deine freundin/freund sagt ich habe keine lust auf sex und das über wochen dann würd ich mir schon sorgen machen
 
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Latheir

Prophet
Grundsätzlich stimme ich Terry zu, dass Liebe und Sexualität nicht voneinander abhängig sein sollten. Allerdings können sie trotzdem vereint werden, wenn es der Situation ensprechend ist. Wichtiger ist denke ich, dass man/frau die eigene Sexualität zu zügeln weiß, d.h. nicht den Trieben sobald wie möglich freien Lauf lässt, sondern von der geliebten Person abhängig macht. Denn wie Aeon gesagt hat steht bei der Liebe die geliebte Person im Mittelpunkt und somit ist auch die Sexualität von ihr abhängig.

Außerdem müssen wir uns vor Augen halten, dass einerseits Liebe für jeden Menschen etwas anders definiert ist und somit wir nicht von einem anderen Menschen verlangen können, "echte Liebe" zu leben, andererseits ist Liebe ein für Menschen unerreichbarer Begriff, weil Menschen imperfekt sind.
 
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