[Diskussion] Warum ich Liebe und Sexualität trenne

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Skare

fahrender Scolast
Teammitglied
Mod
Ich denke auch das man hier stark differenzieren muss. Sex und Liebe kann durchaus getrennt werden.
Allerdings sehe ich es so, dass in einer Beziehung und Liebe für gewöhnlich nicht getrennt werden können
bzw. sollten. Alles andere würde der Sache ansich wiedersprechen.
Wenn ich allerdings als Person in keiner festen Partnerschaft bin, kann ich natürlich je nach Einstellung
körperlich befriedigenden Sex haben ohne dabei Liebe ins Spiel zu bringen. Das läßt sich durchaus bewerk-
stelligen.
 

Lloyd

Ordenspriester
Meiner Meinung nach ist das der Kardinalsfehler, warum Beziehungen früher oder später in die Brüche gehen. Wie ich schon in einem anderen Thema dargelegt habe, ist Liebe Freiheit, bedeutet also für mich selbst und meinen Partner, wir beide sind wenn es drauf ankommt in der Lage, alles zu tun oder zu lassen, was wir wollen, ohne dass der Partner einen dabei einengt, beschränkt oder behindert. Das ist das Ideal.

Nein, dem ist eben nicht so. Du pauschalisierst so etwas komplexes wie die Liebe.
Das liegt aber daran, wie wir Menschen gestrickt sind.
Die meisten Menschen würden mit ihrem Partner Schluss machen, wenn er keinerlei Eifersucht zeigt und er/ sie sich sogar nich freuen würde, wenn man mit anderen Leuten sexuellen Spaß hat. (Obwohl ja geben > nehmen bei der Liebe - ich sag ja.. komplex)
Ich zitiere mal aus einem Film (ein Keks, wer weiß von welchem Film ich rede:)

Wussten Sie, dass die erste Matrix als perfekte Welt geplant war, in der kein Mensch hätte leiden müssen? Ein rundherum glückliches Leben. Es war ein Desaster. Die Menschen haben das Programm nicht angenommen.

Das lässt sich meiner Meinung nach auch ganz gut auf die Liebe deuten. Es gehört zur Liebe dazu, dass man sich manchmal einengt oder behindert, damit es sich auch lebendig anfühlt. Nur in welchem Mase ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
In einer perfekten Liebesbeziehung ohne Probleme und kleinen Streitigkeiten geht der Mensch ebenfalls unter.

Na gut, ich muss zugeben, dass das nur meine persönliche Meinung zum Thema perfekte Liebesbeziehung ist. Für manch einen ist die ideale Beziehung in der er und seine Partinerin sich gegenseitig fordern. Und für den Anderen, wenn die Frau aufs Wort spurt.
Macht aber dennoch deutlich, dass du die ideale Liebesbeziehung nicht pauschalisieren kannst. Einfach halt, weil jeder Mensch anders ist.

Ok im Grunde ist das etwas offtopic.



Terry_Gorga schrieb:
Fokussiere und begrenze ich nun meine Sexualität auf meinen Partner, so mache ich diesen Trieb von ihm abhängig. Das kann funktionieren, wenn mein Partner ohnehin in seiner Triebentwicklung ähnlich oder sogar gleich ausgelegt ist, wie man selbst. Gefährlich wird es jedoch, sobald es da Unterschiede gibt. Kommt das Sexleben aus irgendwelchen Gründen zu kurz (Beruf, Alltagstrott, Langeweile usw.), so bleibt der Trieb unerfüllt. Mein Körper wird auch dann mit Sexualbotenstoffen geflutet, wenn ich keinen Sex habe. Und kann der Stoff nicht entsprechend verarbeitet werden, muss der Körper Abhilfe schaffen. Der Trieb sucht sich andere Bereiche, in denen eine Auslebung möglich wird. Beispiele hierfür können unter anderem eine Gewichtszunahme, Flucht in den Beruf oder Alkohol sein. Alles an und für sich noch nicht problematisch, jedoch gefährlich, sobald es in Dinge, wie Workaholic, Adipositas oder Alkoholsucht ausufert. Und mit Sicherheit in einem Großteil aller Beziehungen ein Trennungsgrund.

Im Grunde sagst du es hier selbst und widersprichst dich.
Es kann funktionieren... Beziehung und Sex.
Und genau deswegen gehört Sex zur Beziehung. Ist er nicht gut bzw zu wenig, funktioniert sie auch nicht.
Andersum kann man aber Sex ohne Liebe/ Beziehung haben.
Aber eine Liebesbeziehung ohne Sex funktioniert nicht. Daher meine Frage an dich.... Wieso also sollte man das trennen?


Terry_Gorga schrieb:
Wie kann aber nun Liebe etwas sein, dass mir selbst auf biologischer Art und Weise Schaden zufügt? Das widerspricht dem Zweck von Liebe, nämlich der Akzeptanz eines Menschen genauso, wie er oder sie ist. Faktisch also akzeptiere ich einen Eigenschaden, wenn Liebe und Sexualität voneinander abhängig sind. Auch das ist noch denkbar, wenn die Vorteile der Beziehung die Nachteile überwiegen und ein Gewinn durch unseren Verstand. Biologisch aber ist dies nicht mehr nachvollziehbar, da sich jedes Lebewesen aus Eigenerhaltungstrieb normalerweise automatisch aus einer Situation entfernt, die ihm schadet.
Laut dieser Argumentation hätte man in dieser unglücklichen Beziehung, die du gerade beschreibst, gar kein Sex mehr. Und bei vielen Menschen schwindet dann auch die Liebe, einfach weil man merkt, man passt nicht so zusammen wie man soll. (Merke: Liebe ist nicht unbedingt ein dauerhafter Zustand)
Das veranschaulicht aber widerum die enge Verknüpfung zwischen Liebe und Sex.


Terry_Gorga schrieb:
Widersprüchlich wird das Ganze, wenn wir bemerken, dass Liebe nicht nur auf andere, sondern auch auf einen selbst bezogen ist. Nichts liegt mehr im Interesse unseres Körpers, als am Leben zu bleiben. Folglich wird er alles unternehmen, um dies auch zu sichern. Und da wäre eine Eigenschaft wie Liebe (in diesem Fall als "Selbsterhaltungstrieb" verpackt) doch ein enormer Vorteil.
Liebe soll also nun gleichzeitig mein Wohl garantieren und einen Schaden in kauf nehmen? Schwer vorstellbar. Gehen wir aber weiter.

Das ist in meinen Augen ein unsinniger Vergleich.
Man tötet sich nicht, wenn man längere Zeit kein Sex hatte. Und der Mensch kann sehr wohl mutwillig Schaden in Kauf nehmen. Wir sind keine Tiere, die nur nach Instinkten handeln.
So kann der Mensch beispielsweise für einen anderen Menschen bewusst eine gewisse Zeit auf Sex verzichten und das ohne Schaden hinnehmen zu müssen.
Irgendwie stellst du den Mensch als hirnlose Sexmaschine dar, der ohne Rücksicht auf Verluste seine Triebe nachgehen muss -andernfalls geht er zu Grunde.


Terry_Gorga schrieb:
Wie entsteht nun Liebe? Nun - ich kann andere Menschen nur in dem Maß lieben, in dem ich mich selber liebe, weil ich selbst der einzige Mensch bin, der lange genug mit mir selbst zusammen ist, um solch eine Beziehung zu entwickeln. Die eigene Realität wird durch die Wahrnehmung bestimmt, denn beschränkt auf unsere fünf Sinne, können wir Menschen Dinge, wie Radioaktivität, Ultraviolettes Licht, zu hohe oder zu tiefe Töne und noch viel mehr gar nicht wahrnehmen (auch wenn es uns mittlerweile gelingt, diese Mankos teilweise durch Technologie auszugleichen). Was man aber immer wahrnimmt, ist man selber, in einem gewissen Rahmen. Und da dieser Rahmen naturgemäß bei einem selbst viel intensiver ist, als bei anderen, erlebt man auch am eigenen Leib am besten, wie sich die unterschiedlichen Formen von sozialen Beziehungen anfühlen. Diese Formen überträgt man auch später auf die Kontakte, die man zu anderen Menschen aufnimmt. Wie wir also Liebe erleben, wird durch unsere Erziehung nun vorgeprägt.

Das ist so nicht korrekt.
Es gibt Menschen, die stetig mit sich unzufrieden sind und sich nicht mögen. Dennoch sind sie fähig andere Menschen zu lieben. Ich kenne da welche in meinem Umfeld.
Ich stimme allerdings mit dir überein, dass die Erziehung ein maßgeblichen Teil des Erlebens der Liebe beeinflusst.
Jedoch nicht vollständig, da auch die Erfahrungen, die man in Beziehungen bzw mit der Liebe macht nachhaltig das Empfinden der Liebe beeinflusst.


Terry_Gorga schrieb:
Nun gibt es die wenigen glücklichen Menschen, die in der Lage sind, mit jedermann klar zu kommen. Und diejenigen, die mit niemandem zurecht kommen. Die Formen ihrer Beziehungen werden maßgeblich von den früheren Erfahrungen geprägt sein, beide eint aber (zusammen mit allen anderen Stufen dazwischen) eins: Sie sind fast immer in der Lage, Sex mit anderen Menschen zu haben. Doch kann dies immer aus Liebe geschehen?
Die neurologischen Befunde, die ich vorher aufgezählt habe, widersprechen dem eindeutig. Die Sexualhormone werden völlig unabhängig davon, ob man einen Partner hat oder nicht ausgeschüttet. Völlig unabhängig, ob man nun alle anderen Menschen mag, nur einige, oder gar keinen. Anders aber ist es mit den Botenstoffen, die Glück und Bindung dem Körper signalisieren sollen, denn diese werden tatsächlich in Abhängigkeit einer Beziehung produziert.

Dass das Bedürfnis nach Sex nicht von der Liebe kommt, dürfte eigentlich Jedem klar sein. Das ist aber auch nicht das Thema, was du ja eigentlich selbst vor gegeben hast. Soweit ich es richtig verstanden habe, geht es ausschließlich darum, warum man Sex und Liebe nicht miteinander verbinden kann, bzw warum man es trennen sollte.



Terry_Gorga schrieb:
Wie ich ganz zu Anfang ausgeführt habe, ist Liebe nun eine absolute Akzeptanz. Also unabhängig von alledem. Wer einen anderen Menschen wirklich liebt, der wird feststellen, dass das Zusammenleben einfach harmonisch ist, selbst nachdem die so genannten "Schmetterlinge im Bauch" verflogen sind, trotz der Unterschiede, die es geben mag und sogar dann, wenn das Sexleben eigentlich schon abgeflaut ist. Auch hier ein Beispiel:
Langlebige Beziehungen haben oft das Phänomen, dass Sexualität weniger wird. Und das, obwohl (wie vorher ausgeführt) die Menge an Sexualhormonen bis zu einem bestimmten Alter gleich bleibt. Die Beziehung wirkt in dieser Form also nun dem biologischen entgegen.

Du gehst jetzt von der "Märchenliebe" aus (die es meiner Meinung nach nicht gibt) Sie hält ewig und überwindet alles.
Oft ist es aber so, dass mit der Sexualität auch die Liebe in der Beziehung zurück geht. Das beruht im Übrigen sowohl auf eigene Erfahrungen als auch vom Umfeld.



Terry_Gorga schrieb:
Gelingt es mir nun, meine Liebe von alle diesen biologischen Prozessen unabhängig zu machen, so mache ich mich auch frei von den sexuellen, materiellen und psychischen Einflüssen. Ich gewinne die Fähigkeit, jeden Menschen so anzunehmen, wie er ist, denn es liegt immer bei mir, welche Menschen ich überhaupt an meinem Leben teilhaben lasse, mit wem ich eine Beziehung beginne, wie lange diese dauert und wen ich aus meinem Leben lieber fern halte. Ein ganzer Komplex an Begründungen, der irgendwann rein subjektiv wird (jeder kennt ja die Aussage "der/die ist nicht mein Typ"). Diese Form von freier Liebe kann auch in den unterschiedlichsten Formen von Beziehungen ausgelebt werden und ist an keine feste Form gebunden. Man kann auf diese Weise genauso irgendeinen Wildfremden annehmen und ihm somit Nächstenliebe zeigen, wie dem besten Freund oder der besten Freundin, mit dem/der man aber niemals Sex haben würde.

Sofern du das nur theoretisch meinst und sagst, dass dies in der Praxis nicht so möglich ist, geb ich dir Recht.
Je älter man wird, desto misstrauisch wird man auch durch die gewonnenen Erfahrungen. Sprich, du kannst im wirklichen Leben niemals einer Person so sehr vertrauen wie sehr enge Freunde oder in deinem Beispiel besten Freund/ beste Freundin. Da das besagte Vertrauen fehlt, kannst du einfach nicht die gleiche Nächstenliebe einen wildfremden Menschen geben wie den Freunden.



Terry_Gorga schrieb:
Praktisch also kann ich jeden Menschen lieben, wenn ich nur will, weil dies ein freiwilliger und aktiver Prozess ist. Ich kann mich nicht in jeden Menschen verlieben, weil dies ein zum Teil biochemisch und zum Teil psychisch bedingter Prozess ist. Und ich kann nicht mit jedem Menschen Sex haben, den ich liebe, oder in den ich verliebt bin, weil dies ein Akt ist, der von beiden Seiten gewollt sein muss.
Wären Liebe und Sexualität eins, müsste aber gewährleistet sein, dass ich mit jedem Menschen, den ich liebe auch Sex haben kann. Da dies ein Widerspruch in sich ist, ist Liebe nicht automatisch gleichbedeutend mit Sexualität. Denn das eine ist ein Geschenk, das man einem anderen Menschen machen kann, während das andere ein biologisch begründeter Drang ist, der zum gesunden Ausleben ein Einverständnis benötigt. Liebe und Sexualität werden werden damit erst gleichbedeutend, wenn man selber diese Verbindung künstlich herstellt.

Darum sind Liebe und Sexualität strikt zu trennen.

Das ist falsch. Der Mensch möchte so viele Bedürfnisse wie nur möglich stillen.
Die Liebe, die wir brauchen um eine Liebesbeziehung mit einem Menschen zu führen, setzt auch das Interesse an gemeinsamen Sex voraus. Ich kenne keine Person, die eine langjährige Beziehung (sprich übers verliebtsein hinaus) mit einem Partner haben will, den man gar nicht sexuell ansprechend findet.

Die Liebe, wie wir sie heute definieren ist eben nicht so pauschal zusammengefasst, wie du es in deinem Beitrag gemacht hast. Du sagst nämlich, dass ausschließlich die totale Akzeptanz des Gegenübers die Liebe ist, wie wir sie kennen und suchen.
Das ist aber falsch.
Für viele Menschen bedeutet langlebige Liebe ein Zusammenleben mit einem Partner, mit dem man alles (bitte lege "alles" nicht auf die Goldwaage) zusammen erleben und machen kann. Und dazu gehört vor allem das Ausleben der Sexualität
Das Phänomen Liebe kann man nicht nur mit wissenschaftlichen/ biologischen Aspekten definieren. Auch gesellschaftliche Aspekte tragen maßgeblich an unser Empfinden der Liebe bei.
Das hast du oben auch selbst erwähnt:
Wie wir also Liebe erleben, wird durch unsere Erziehung nun vorgeprägt.



Als Fazit sei gesagt:

Sex kann man ganz gut von partnerschaftliche Liebe trennen.
Partnerschaftliche Liebe ohne Sex ist aber nicht möglich. (Ich red nicht von a sexuellen Menschen)



greetz und gute Nacht

Lloyd



Nachtrag: Mit den Passagen, die ich nicht gequotet habe, stimme ich überein.
 
Zuletzt bearbeitet:

Terry_Gorga

Der Eine, der Viele ist
Otaku Veteran
Also ich kann Sex nur haben,wenn ich den Kerl auch liebe.
Ist halt ne Kopfsache.
Das denke ich auch, dass es das ist. Darum habe ich mir das hier auch einmal so klar wie möglich ausformuliert. Die bisherigen Reaktionen darauf machen mich ja auch ganz zuversichtlich, dass ich so falsch mit meiner Sicht nicht liegen kann.
Und da ich gerne frei bin - und das heißt, auch frei von Konflikten, egal ob real oder psychisch, ist es für mich auch der richtige Weg, das von einander zu trennen.

Wenn es anderen anders geht, dann auch okay. Macht uns dann zwar nicht zu Idealpartnern, aber egal :-D



@ Lloyd: Ich würde dir gerne nahe legen, meinen ersten Beitrag noch einmal aus zwei Gründen genau zu lesen. Erstens geht es hier nicht darum, dass ich andere bekehren will. Zweitens hast du gekonnt die Hälfte meines Inhalts unterschlagen und stellst mir das nun als Widerspruch dar. Ich muss zugeben, ein bisschen pikiert mich ein solches Maß an Verleumdung schon.
 
Zuletzt bearbeitet:

Ironhide

Na hast du Angst Kleiner?
VIP
Du liegts aber dennoch falsch, da du partou versucht, Liebe und Sex in einer Partnerschaft zu trennen, bzw unabhängig Jedes für sich vom anderen hinzustellen, was aber in einer Partnerschaft schlichtweg nicht geht.

Und das sagt dir hier auch fast jeder.
(bezihe mich da auch zum Teil noch immer auf den anderen Thread, weil der hier nur n Produkt dessen ist)
 

Terry_Gorga

Der Eine, der Viele ist
Otaku Veteran
Ich liege nicht falsch. Aber ich sehe es anders. So einfach ist das.
Und ich gebe auch klar zu, dass in einer gesunden Beziehung idealerweise die Sexualität eine ausgiebige Rolle spielt und sich mit Liebe ergänzt. Das ändert nur nichts daran, dass beide Dinge getrennt betrachtet werden können (meiner Meinung nach auch getrennt betrachtet werden sollten), was ich hiermit auch tue. Aber wie andere das sehen, ist deren Entscheidung. Richtig oder falsch gibt es objektiv betrachtet nicht. Und es ist wohl auch einfacher, beides als Einheit zu betrachten. Der Vorteil ist jedenfalls, dass man sich nicht so viele Gedanken darüber machen muss, wie ich es tue.

Ich versuche in diesem Fall nicht zu missionieren, ich erkläre nur. Ob man mir zustimmt oder nicht, ist mir egal. Einzig verleumden lasse ich mich nicht.
 

Neverman

VIP
VIP
Ja, Liebe und Sex sind zwei verschiedene Begriffe mit zwei verschiedenen Definitionen. Sie können nicht als Synonyme betrachtet werden, folglicherweise müssen wir Sex und Liebe getrennt wahrnehmen.
Liebe ohne Sex ist möglich, ebenso wie Sex ohne Liebe möglich ist.
Wäre beides nur miteinander möglich, würde es bedeuten, dass Liebe gleich Sex ist, dem ja nicht so ist. Dass die meisten nur Sex wollen, wenn sie auch Liebe für die Person empfinden ist wunderbar und zeugt von Intimitätsbereitschaft mit ausgeprägtem Selbstschutz.
Das Ideal der Liebe ohne Sex ist keine Utopie, sie ist aber nur schwer realisierbar, erst recht, wenn es sich bei dem Partner um einen Menschen handelt.
 

Rattenkönig

Ngeuuraksaha
VIP
Trennen von sowas kommt bei mir nicht in Frage, also in dem Sinne nicht; ich Liebe eine Frau, also habe ich nur mit Ihr sex und keiner anderen. Außer die Liebe ist einseitig und es ist keine Beziehung vorhanden. Aber in einer Beziehung gibt es für mich dann nur eine Frau, ganz einfach. Und so finde ich es richtig - Geschmackssache. Ich würde auch nicht wollen das die Frau meint sie liebt mich und bumst mit nen anderen, sowas zeigt dann immer, man ist nicht genug. Umgekehrt zeigt es das auch, also wenn Mann die Frau hintergeht. Aber wenn beide gerne Swinger sind, ists ja egal. Aber wenn nur einer so denkt, ist es scheiße von dem jenen zu erwarten das die betrogene Person es einfach so hinn nimmt. Liebe und Sex gehört auch für mich zusammen wie Yin und Yang. Wer also mit ne Frau/nem Mann zusammen sein will, die man angeblich respektiert und liebt, sollte man von Anfang an den Arsch in der Hose haben und sagen, dass man auch gerne noch mit anderen Sex hat, als nur mit ihr/ihm. Im nachhinein einfach zu betrügen zeugt vonnem schwachen Charakter.

Besonders Sprüche wie; ich kann nix dafür das ich mich verliebt habe (man versuchte eine Beziehung auf zu bauen) - finde ich scheiße und heuchlerisch. Jene zeigen dann das da keinerlei Liebe im spiel war, nur Zuneigung, wenn überhaupt. Liebe kann man kontrollieren, jedenfalls in dem Maß, dass man einfach akzeptiert, da ist noch eine Person, die einen liebt. Wenn nun jeder kommt inner Ehe, oder eben Beziehung mit nem Kind oder Kinder und meint; Schatz, ich will mich trennen, ich habe mich inner anderen Person verliebt, kann man halt nix machen, Tschüß... Also sowas fände ich arg daneben und einfach nur Gefühlskalt. Liebe ist einfach da und wer zusammen bleibt und treu bleibt, jene haben wohl den stärksten Charakter, jedenfalls im Vergleich zu jenen die nach jedem bissel Streit abhauen, oder jeder Frau oder Mann hinterher pfeifen. Treue ist das A und O. Jedenfalls für mich, aber Treue stirbt ja auch immer mehr aus, wie es scheint...

Wenn man es aber kalt betrachten will sind es zwei verschiedene Wörter. Beides ist ohne dem anderen möglich, aber wenn Liebe anfängt, ist sex mit anderen dann ein Beweiß das der zu liebende Partner offensichtlich nicht genu ist. Wenns beide so sehen ok, wenns nur eine Seite so sieht, dann ist es Betrug gegenüber eine der beiden Seiten.
 

Ironhide

Na hast du Angst Kleiner?
VIP
@Never, Terry:
Ich kann euch da einfach nicht zustimmen, da ich Sex in einer Bezihung nunmal als etwas ansehe, was dazu gehört und mir auch zeigt, das ich dei Person liebe. Man lese sich dazu meinen ovrredner durch, der hast sehr schön ausformulirt^^

Liebe und Sex sind zwei verschieden Dinge, das stimmt und Sex ohne Liebe ist durchaus möglich, aber nicht in einer Bezihung. Stimmt der Sex nicht oder hat man keinen mehr, kann es mit der Liebe auch sehr schnell vorbei sein. Und das liegt nicht an irgendwelchen Chemischen/Biologischen Schemen (wie gesagt, sehr traurig das man das überhaupt darauf reduziert), sondern daran das man damit seinem Partner auch zu vertsehen gibt, das man keine oder nur noch wenige Gefühle hat, es also mit der Liebe nicht mehr so gut steht.
Daher sage ich auch, das man Liebe und Sex in eienr Bezihung niemals trennen werden kann.
 

Terry_Gorga

Der Eine, der Viele ist
Otaku Veteran
Daher sage ich auch, das man Liebe und Sex in eienr Bezihung niemals trennen werden kann.
Das zu generalisieren ist schlicht und einfach genauso falsch, als wenn ich behautpen würde, dass sex und liebe niemals zusammen gehen würden.
Wenn du stattdessen sagst, dass du niemals Sex und Liebe in einer Beziehung trennen wirst, dann ist das für mich absolut okay. Nicht mein Weg, aber du bist ja auch nicht ich.
 

Andrakson

Glücksritter
Also ich versuche mich einfach mal leicht kurz zu fassen, da ich manchmal zu etwas viel Text neige:

Meiner Meinung nach hat jeder Mensch seinen eigenen Lebensweg, egal wie sich dieser letzenendlich zusammengesetzt hat. Wertvorstellungen und Gedankenkonstrukte unterscheiden sich.

Für einen Menschen, der Sexualität und Liebe als Einheit sieht, würde es unvereinbar sein, diese Dinge miteinander zu trennen. Persönlich würde ich die Ausübung des Geschlechtsaktes nur mit Verbindung von starken Gefühlen, beider Seiten zulassen. Da es für mich einfach eine sehr schöne Vorstellung ist und irgendwo auch motiviert. Motivation ist bei mir ein Lebensantrieb, denn ich kann auf so gut wie keine Stütze zurückgreifen, die mir von anderen Leuten gegeben wird. Daher konstruiere ich mir meine Eigenen Stützen und halte mich so emotional und von der Lebensmoral deutlich über Wasser, auch wenn es manchmal Momente gibt, wo es nicht so schön ist.

Ein Mensch jedoch, der Sexualität sowohl in der Liebe, als auch als erotisches Abenteuer sieht. Kann Liebe und Sexualität in zwei Spaten fassen. Einmal als Zusammenspiel Sex und Liebe und einmal als Solonummer, nur Sex ohne nennenswerte Gefühle.

Es gibt aber auch den Menschen, der Sex und Liebe deutlich voneinander trennt. Dies gilt aber (auch für die Sachen die ich davor geschrieben habe) immer nur für den Menschen persönlich. Ich glaube nicht, dass Terry mit seiner Erklärung darstellen wollte, dass es ein allgemeingültiges Gesetz ist in der "menschlichen Natur", sondern eben seine persönliche Sichtweise. Die er durch bestimmte Quellen untermauern wollte (falls ich falsch liege, einfach sagen).

Jedenfalls sollte man aufpassen, dass man hier nicht in eine Diskussion rutscht, die keinen Weg findet. Jeder kann ruhig seine persönlichen Ansichten verfechten und mit Argumenten verteidigen. Aber man sollte auch Verständnis zueinander finden. Denn jeder Mensch sieht die Welt mit anderen Augen, allein das ist Grund genug zur gewagten Annahme, dass jeder so etwas wie ein eigenes, kleines Universum hat. Die Regeln des einen Universum und sowohl die Ansichten und Moralvorstellungen, müssen nicht gleich für ein anderes gelten. Darum ist es auch so schwer einen Partner zu finden, muss ich erst einmal jemanden finden, dessen Welt mit meiner irgendwie Kompatibel ist.

Jedenfalls ist Liebe eine ganz große Sache, die auf unendliche Weise empfunden wird aber auch ausgedrückt. Denn es kann Liebe sein, wenn ich meinen Partner die Hand reiche und diese festhalte. Dann kann ich Liebe empfinden, also ein gesteigertes wohliges Gefühl in der Bauchgegend (oder anderer Ort, je nachdem). Aber wenn ich Sex mit dem Partner habe, kann ich die Liebe auch "ausblenden" und einfach auf "Lustmodus" umschalten. Das würde theoretisch gehen, denn der menschliche Verstand gibt einen diese Möglichkeit, zumindest das Gefühl zu haben, in diesem Moment nicht zu "lieben" sondern zu "ficken". :P

Ist eine recht komplizierte Sache, aber ich merke schon das ich wieder zu viel schreibe. Jedenfalls vertrete ich die "Individuelle menschliche Lebensuniversen"-Theorie, diese besagt, dass es keine Einheit geben kann in allen Standpunkten, denn all unsere gesellschaftlichen Regelungen, Vorstellungen sind indirekt auch Kompromisslösungen die oftmals aus ähnlichen Sichtweisen entstanden sind, aber niemals aus exakt den gleichen, denn das ist nicht möglich.

Der Titeld es Threads lautet: Warum ich Liebe und Sexualität trenne
Ich verstehe daher, dass Terry seine PERSÖNLICHE Ansicht zum Besten gab und Niemanden dazu direkt aufgefordert hat diese mit ihm zu teilen.

Das der Mensch andere Sichtweisen verurteilt, wenn sie mit den eigenen Standpunkten nicht konform sind, dass ist klar. Aber man sollte immer aufpassen, dass man nicht zu viel in etwas hinein dichtet und wenn man freundlich darauf hingewiesen wurde, dass man vielleicht zu viel Interpretation betrieben hat, dann fragt man einfach nach, wie es dann gemeint ist. Terry müsste ein ganzes Buch schreiben oder eine ganze Reihe Bücher, um alle Details seiner Sichtweise auszuleuchten, damit sein Standpunkt noch klarer definiert wäre für alle Leser.

Also ich verurteile Terry nicht, dass er Sexualität und Liebe miteinander trennt, jedenfalls für sich in zwei Sektionen aufteilt. Dafür wird er seine Gründe haben und sein Universum hat sicherlich eine andere Sichtweise als meines. Aber diese Meinung tut Niemanden weh und es wäre Falsch, im Namen der "Liebe" immer wieder auf vermeindliche "Liebesgegner" drauf zu schlagen.

Liebe Grüße:
:wakuwaku:
Andrakson
 

Ironhide

Na hast du Angst Kleiner?
VIP
Daher sage ich auch, das man Liebe und Sex in eienr Bezihung niemals trennen werden kann.
Das zu generalisieren ist schlicht und einfach genauso falsch, als wenn ich behautpen würde, dass sex und liebe niemals zusammen gehen würden.
Wenn du stattdessen sagst, dass du niemals Sex und Liebe in einer Beziehung trennen wirst, dann ist das für mich absolut okay. Nicht mein Weg, aber du bist ja auch nicht ich.
nö, ist es nicht, denn wenn du dir den Thread mal so durchließt, sind 80% der Antworten dieser Meinung ;)
Und ja, du behauptest doch auch, das es nicht zusammen gehört, das versteckst du (für mich) hinter dem Argument das du es so siehst, hinter Psychologischen und Biologischen Vorgängen und auch weil du wohl "sauer" warst, das dein anderen Thread etwas untrennbares getrennt werden sollte. Im Grunde müsste man die Themen noch immer zusammenschieben ;)

Was ich damit sagen will, du reduzierst für dich, Liebe und Sex in einer Beziehung in zwei Sachen, die in einer Beziehung unbedingt (so entnehme ich das deine Aussagen) getrennt werden müssen, was nunmal schlichtweg nicht geht.
Und du siehst es nur aus einer sicht, die eben erklärt wie die biochemischen Vorgänge ablaufen, was für mich eben irgendwo traurig ist, da es nunmal sehr viel mehr ist als das.
 

Neverman

VIP
VIP
Möglicherweise entstehen die Differenzen erst dadurch, dass hier jeder etwas anderes als Liebe definiert. Reden wir generell von Liebe, dann ist es klar, dass diese nicht immer mit Sex einhergehen muss. Was ist mit der Liebe der Mutter zum eigenen Kind, bzw. der des Kindes zur Mutter oder zum Vater? Was mit der Liebe zum Haustier, zum Lieblingskuscheltier oder -Spielzeug? Was ist mit der Gottesliebe oder einer generell empfundenen Liebe zum Leben und gegenüber seinen Mitmenschen, der Nächstenliebe? Was mit platonischer Liebe, die oft von Zoophilen und Pädophilen praktiziert wird, bei der man freiwillig auf Sex verzichtet, aufgrund der komplizierten Verhältnisse? Was mit Fetischen und Paraphilien, die ihre "Liebe" auf etwas anderes als den Menschen konzentrieren?

Reden wir jedoch von Liebe in einer Beziehung, wie man sie sich im Bilderbuch vorstellt, dann ist Sex ein wichtiger Bestandteil dieser Beziehung, egal, wie oft er praktiziert wird. Sex als die innigste Vereinigung, die zwei Menschen eingehen können, ist ein großer Liebesbeweis, weil man sich dem Partner ganz und gar hingibt, sich ihm öffnet und sämtliche Barrieren abbricht. Insofern sind Beziehung ohne Sex zwar immer noch möglich, aber von einer Reserviertheit und Distanz geprägt, die wohl keiner der Partner lange auszuhalten imstande ist. Denn es ist einfach so, dass wir die Personen, mit denen wir eine Beziehung führen wollen, auch körperlich begehren wollen. Ausgenommen Zweckehen und Scheinbeziehungen.
Letzten Endes muss sich jeder aber selbst fragen, ob da was richtig oder falsch läuft, wenn er eine Beziehung eingeht, ohne den sexuellen Faktor zu berücksichtigen. Und wenn jemand freiwillig asketisch lebt, aus Überzeugung, oder so, wieso sollte das dann falsch sein? Wenn beide Partner damit einverstanden sind und glücklich (und wenns nur für kurze Zeit ist), dann will ich das nicht verurteilen.
 

Ironhide

Na hast du Angst Kleiner?
VIP
Möglicherweise entstehen die Differenzen erst dadurch, dass hier jeder etwas anderes als Liebe definiert. Reden wir generell von Liebe, dann ist es klar, dass diese nicht immer mit Sex einhergehen muss. Was ist mit der Liebe der Mutter zum eigenen Kind, bzw. der des Kindes zur Mutter oder zum Vater? Was mit der Liebe zum Haustier, zum Lieblingskuscheltier oder -Spielzeug? Was ist mit der Gottesliebe oder einer generell empfundenen Liebe zum Leben und gegenüber seinen Mitmenschen, der Nächstenliebe? Was mit platonischer Liebe, die oft von Zoophilen und Pädophilen praktiziert wird, bei der man freiwillig auf Sex verzichtet, aufgrund der komplizierten Verhältnisse? Was mit Fetischen und Paraphilien, die ihre "Liebe" auf etwas anderes als den Menschen konzentrieren?
Das würde wohl dem thema gut tun, das nun wirklich mal zu differenzieren, von welcher Liebe jeder einzelne hier spricht. Ich beziehe mich nun wirklich auf die Liebe zwischen zweier nicht Blutsverwandter oder im sonstigen Verwandschaftsverhältniss stehenden Menschen ;)
Das klingt ja wie beim Anwalt ^^

Deinem Zweiten Absatz stimme ich im großen udn ganzen zu. Da ich nun aber langsam los muss zur arbeit, komme ich nimmer groß zum Antworten.
Bis später ;)
 

Terry_Gorga

Der Eine, der Viele ist
Otaku Veteran
nö, ist es nicht, denn wenn du dir den Thread mal so durchließt, sind 80% der Antworten dieser Meinung ;)
Und ja, du behauptest doch auch, das es nicht zusammen gehört, das versteckst du (für mich) hinter dem Argument das du es so siehst, hinter Psychologischen und Biologischen Vorgängen und auch weil du wohl "sauer" warst, das dein anderen Thread etwas untrennbares getrennt werden sollte. Im Grunde müsste man die Themen noch immer zusammenschieben ;)

Was ich damit sagen will, du reduzierst für dich, Liebe und Sex in einer Beziehung in zwei Sachen, die in einer Beziehung unbedingt (so entnehme ich das deine Aussagen) getrennt werden müssen, was nunmal schlichtweg nicht geht.
Und du siehst es nur aus einer sicht, die eben erklärt wie die biochemischen Vorgänge ablaufen, was für mich eben irgendwo traurig ist, da es nunmal sehr viel mehr ist als das.
Ist okay - in deiner kleinen schwarz/weißen Welt bin ich dann halt derjenige, der alles falsch macht. Nichts für ungut. Der, der nicht angepasst ist und deshalb angepasst werden muss.

Wie engstirnig. Mach doch am besten mit Christina einen Club auf.



@ Neverman:
Reden wir jedoch von Liebe in einer Beziehung, wie man sie sich im Bilderbuch vorstellt, dann ist Sex ein wichtiger Bestandteil dieser Beziehung, egal, wie oft er praktiziert wird.
Ja, genau davon rede ich nämlich nicht. Und ich glaube, das ist auch genau der Fehler, den Ironhide hier macht. Diese Bilderbuch-Ehe und Beziehung ist nichts weiter, als eine Lüge und Illusion. Die Zahlen sprechen ja auch für sich, denn wie viele Beziehungen oder Ehen bleiben langfristig bestehen?
Beziehung ist für mich stetige Entwicklung. Im Idealfall zusammen, halt manchmal aber auch getrennt von einander. Wessen Beziehung(en) nach 5 Jahren immer noch nach dem selben Muster ablaufen, wie am Anfang, der hat was falsch gemacht und sollte sich nicht über Streit, Seitensprung oder gar Trennung wundern.
Die anderen Formen von Liebe, die du hier nennst, sind für mich persönlich untrennbar, weil das Gefühl immer dasselbe ist, jedoch mit anderem Bezug bzw. unterschiedlicher Intensität. Einzige Gemeinsamkeit: In ihnen hat nach wie vor der Sex wenig zu suchen ;)

@ Andrakson: Dankeschön. Sehr guter Post, genau so habe ich das auch gemeint :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Oben