WoH Board: Anime & Hentai Forum

This is a sample guest message. Register a free account today to become a member! Once signed in, you'll be able to participate on this site by adding your own topics and posts, as well as connect with other members through your own private inbox!

[Diskussion] Uwe Boll: "Auschwitz"

TheDarkness2

Otaku Elite
Otaku Veteran
Eine Dokumentation über das brutalste Konzentrationslager der deutschen Geschichte wo über 1,1 Millionen Juden vergast wurden von dem Mann der selbst behauptet seine Filme seien mit Nazi Gold finanziert und der in Postal einen 3. Reich Vergnügunspark zur Schau stellte. Ist das Ernst zu nehmen? Ja ist es. Und Uwe Boll trifft ins Herz und liefert seinen beste Regiearbeit ab. So etwas hab ich dem Mann gar nicht zugetraut.

Bereits die Eröffnungsrede von Boll macht klar wie ernst es diesem ist die Geschichte aufzuarbeiten und ein Mahnmal zu setzen das so etwas nicht mehr passiert. Er stellt auch direkt klar das es immer noch passiert, diese brutalen Massenmorde in Krisengebieten. Und das die Welt wegsieht, das die eigene Toleranz nur bis vor die Haustür reicht. Getreu nach dem Motto was interessiert mich was meilenweit weg ist. Und er hat Recht. Und genau das ist das Erschreckende. Wir haben nichts gelernt und Boll will uns wachrütteln. Der traurige Witz ist, es gelingt ihm auf eine beunruhigende und eindringliche Weise die einem Gänsehaut bereitet.

Nach der Einleitung von Boll persönlich und vielen wahren und schmerzenden Worten befinden wir uns in einer deutschen Schule wo Boll einige Schüler interviewt. Und hier wird klar das Boll den Film zum richtigen Zeitpunkt rausgehauen hat. So ein Nichtswissen, so eine Naivität und sogar stellenweise Unwissenheit tut weh. Auch wenn Eckpunkte bekannt waren und einige Informationen im Geschichsunterricht anscheinend hängen geblieben sind, so wissen nur die wenigsten der Schüler um das gesamte Ausmaß von dem was wirklich vor sich ging. Das war fast so schlimm wie damals als unser Geschichtslehrer den zweiten Weltkrieg ausließ weil er in seinen Augen nie passiert ist, danke an meinen Opa (Gott habe ihn seelig) der geschichtlich sehr bewandert war und mir die Zeit des 3. Reichs bis ins kleinste Detail wiedergegeben hat.

Der nächste Teil beschäftigt sich mit dem Transport von Juden ins Lager und dem Ablauf der Eingliederung ins Lager. Boll hat hier eng mit Überlebnden dieses Wahnsinns zusammengearbeitet und diese teilweise sogar mitarbeiten lassen um alles möglichst authentisch zu gestalten. Und damit sind wir im filmischen Teil der Dokumentation angelangt. Der Zug rollt an, die Juden werden ausgeladen und marschieren nach Auschwitz, wo sie registriert werden und in Gruppen geteilt werden. Zur selben Zeit werden einige Juden in der Gaskammer liquidiert um Platz zu schaffen für die Neuankömmlinge. Boll geht dabei sehr weit, in meinen Augen zu weit. Er zeigt wie alte Männer, Frauen und sogar Kinder elendich an Zyklon B verenden. Boll kann drastisch sein, doch bisher wirkte es immer überzogen und überspitzt. Doch Boll geht hier ernst, humorlos und schonungslos zur Sache. Boll hat sich genaustens informiert wie Zyklon B wirkt und wie lange der Sterbeprozess dauern kann und wie dieser abläuft. Und diesen Umstand setzt er 1:1 um. Wie weit man in einer solchen Doku gehen darf ist die Frage, aber das war bereits starker Tobak der Tränen in die Augen treibt und Fassungslosigkeit hervorruft.

Hier eine eingworfene Frage: Wie erreicht man die Generation von Heute? Ich bin ja schon ein älteres Semster. Aber die Jugend von Heute ist abgestumpft gegenüber Gewaltdarstellung. Was damals indiziert war, läuft heute teilweise noch viel krasser im Kinderprogramm. Außerdem wird die Jugend verdummt, denn das Fernsehprogramm von Mittags ist eine Schande und richtet sich an Menschen die keinen großen IQ haben können. Zumindest in den meisten Fällen. Seichte Unterhaltung, zurechtgebogene Realität. Konstruierte Dramen und gefälschte Fakten. Jedes Volk bekommt was es verdient sang die EAV und Recht haben Sie. Vielleicht hat Boll deswegen den Vorschlaghammer rausgeholt, um mit drastischen Mitteln den Zuschauer emotional zu erreichen. Aber für mich ging das Ganze doch zu weit über die Grenze des Ertragbaren. Aber ich bin, wie gesagt, ein älteres Semester und die heutige Generation wirds wahrscheinlich als netten Schockmoment ansehen der sie ein wenig zum Nachdenken anregt.

In der Zeit zeigt Boll ebenfalls wie die sogenannte überlegene Herrenrasse auf die Juden herabblickt, diese Kaltheit und diese Gleichgültigkeit ist erschreckend. Boll zeigt hier deutlich das er doch gute Filme drehen kann. Die Szene wo den Frauen die Kinder entrissen werden sorgen für ein unangenehmes Bauchgefühl und mit welcher kaltblütigkeit die Soldaten die Befehle ausführen verstärkt das Gefühl sogar noch. Es scheint ihnen egal zu sein, sie sind die Herrenrasse und die Juden sind nur Dreck an ihren Schuhen. Dieses Gefühl vermittelt Boll hier sehr eindringlich. Und das die Situation so gewesen ist, lässt sich nicht abstreiten. Jeder der sich eingehend mit diesem Teil der Geschichte befasst hat weiß es. Nur es jetzt so vor die Augen gehalten zu bekommen ist schockierend. Doch BOll geht noch weiter. Eine Frau flieht aus der Reihe um ihr Kind zu schützen, Boll zeigt daraufhin wie ein Soldat eiskalt und ohne Gefühlsregung die Frau exekutiert und dann das weinende Baby. Der Soldat lächelt kurz ehe er auch das Baby exekutiert. Vorschlaghammer die Zweite. Ich weiß nicht ob Boll wahnsinnig geworden ist, aber man hätte es wenigstens andeuten können aber nicht dem Zuschauer direkt vor die Optik setzen müssen. Egal ob er schockieren wollte oder nicht, egal das es wirklich so gewesen ist. Boll hat hier endgültig eine Stufe erreicht die eigentlich kein Mensch erreichen sollte. Diese bloße Zuschaustellung dieses Aktes ist mit einem Wort menschenverachtend und widerstrebt jeglicher Ethik die ein Mensch haben sollte. Realismus in allen Ehren, aber das war zuviel. Boll treibt das Spiel dann noch weiter indem er die Exekution der anderne Kinder die von den Eltern getrennt wurden ebenfalls offen zur Schau stellt. Ab diesem Punkt wollte ich den Film verlassen, da ich es solche Szenen nicht mit mir und meinem Gewissen vereinbaren kann. Nur mein Kumpel hielt mich im Kino und der war ebenso geschockt wie ich. Er sagte nur, so waren wir damals und wir dürfen es nicht vergessen. Hat er Recht? Heiligt der Zweck die Mittel? Ich weiß es nicht.

Danach kommt die erniedrigende Prozedur des Entkleidens der Juden und der erste Besuch in der Dusche. Mitgefangene räumen die persönlichen Sachen weg. Und während des Ganzen essen die Soldaten gemütlich, plaudern und tun so als wäre nichts gewesen. Grausam. Dann werden die Besitztümer unter den Soldaten aufgeteilt. Die Beute gehört den Siegern. Die Soldaten werden als Menschen gezeigt, denen das Leben im Lager gleichgültig ist und die das Schicksal der Gefangenen nicht interessiert. Aber sie werden als normale Menschen gezeigt, mit Problemen und Sorgen wie sie jeder hat. Die schlimmste Bestie ist der Mensch. Wie wahr. Eine weitere Grausamkeit ist das sich die Soldaten beim gemütlichen Umtrunk darüber unterhalten wie die Öfen funktionieren, wieviele Juden noch kommen und wer die Babys exekutieren soll. Dann wird auch noch darüber diskutiert ob man das Judenpack aufm Hof verbrennen soll oder einfach exekutieren und verscharren sollte. So als wäre es ein normales Tischgespräch. Einfach widerlich. Da wirken die Gespräche über das Privatleben Soldaten wirkt da wie ein Fremdkörper. Ein weiteres angeschnittenes Thema ist der Russlandfeldzug und wie man sich gekonnt aus der Affäre ziehen kann wenn die Russen vor der Tür stehen. Diese Gespräche gab es wirklich und wurden aus verschiedenen Quellen zusammengetragen. Ich möchte nicht wissen wieviel Recherche Boll für diesen Film betrieben hat um das ganze Material zusammenzutragen.

Danach wird gezeigt wie das Zyklon B in die Gaskammer gelassen wurde und es folgt eine weitere schonungslose Vergasungsszene. Und die Neuankömmlinge sind damit ebenfalls Teil einer grausamen Geschichte. Nur stellt Boll diesmal die Szene noch grausamer dar als beim ersten Mal. An einem Stück, die Schreie der Kinder, das Klopfen gegen die Wände, die Hilfeschreie, die Panik und das Leiden. Ich musste wegsehen weil ich es nicht mehr ertragen hab und einer der vor mir gesessen hat musste sich übergeben. Ziel erreicht Herr Boll, wenn auch mit sehr drastischen und ethisch nicht vereinbaren Mitteln. Die wenigen Zwischenschnitte auf Soldaten die gemütlich eine Zigarette rauchen während den Schreien, oder einfach nur darstehen und es zu genießen scheinen runden die Brutaliätt dieser Szene ab. Die Krönung der Verachtung erreicht die Szene als die Mitgefangenen die Leichen rausschaffen müssen und damit über ihr mögliches eigenes Schicksal in Kenntnis gesetzt werden.

Allerdings ist es für die Toten noch nicht vorbei und es scheint als würden die Greul niemals enden. Die Toten bekommen die Haare abgeschnitten. Sie bekommen die Zähne gezogen und werden dann verbrannt. Von ihren Mitgefangenen. Ein beispielloses Schauspiel menschlicher Grausamkeit das Boll so brutal in Szene setzt und damit erneut alle Tabus bricht. Der aufsteigende schwarze Rauch aus dem Schornstein beendet diesen filmischen Teil der Dokumentation.

Danach gibt es Archiv Aufnahmen der Russen die das Lager damals befreit haben und die einem vor Augen führen das dass, was wir gerade gesehen haben nur die Spitze des Eisbergs war und wir zum Glück nicht alle Schrecken von Boll vor die Augen geführt bekommen haben. Und darüber bin ich auch froh, ich glaube Boll hätte noch einiges mehr reingepackt wenn es nach ihm gegangen wäre. Ich bin froh darüber das er es nicht getan hat.

Nun gibt es Schnitte zurück an die Schule, wo die Befragung von Boll an die Schüler weitergeht. Die Szenen wechseln mit weiteren Archiv Aufnahmen der russischen Armee. Sogar Privataufnahmen von Hitler finden sich in den eingestreuten Archivafunahmen wieder. Wie dieser sich mit Kindern beschäftigtn oder Aufnahmen von Hitlers Reden ans deutsche Volk. Boll stellt interessante Fragen und manche Antworten der Schüler sind sehr innovativ und einige beweisen sogar ein gutes geschichtliches Wissen was ich nach dem ersten Teil der Befragung gar nicht mehr geglaubt habe. Der heftigste Archivbeitrag stammt aus der Zeit wo die russische Armee die Einwohner der Umgebung dazu zwingt ins Konzentrationslager zu gehen und sich die Greul dort anzusehen. Und die schockierten, betroffenen Gesichter sprechen Bände. Mit weiteren Archivbeiträgen und Kommentaren der Schüler endet dieser Teil.

Uwe Boll lässt sich ein kurzes Schlusswort nicht nehmen bevor der Film endet und seine Worte haben Gewicht: Wir dürfen nicht vergessen, damit die selben Fehler nicht nochmal passieren. Wir müssen aus der Geschichte lernen und wir dürfen sie weder vergessen noch ignorieren.

Diese Dokumentation ist ein heftiger Schlag in die Fresse, ein Tritt in den Magen und aufwühlend ohne Ende. Boll geht weit über jedes Tabu hinaus und bricht so ziemlich jede Ethik Richtlinie in diesem Film mit seinen drastischen Bildern. Das kann man gut finden oder auch verdammen. Für mich ging Boll zu weit. Andeutungen von manchen Situationen hätten völlig gereicht, statt sie bis zum bittren Exitus auszuloten. Doch ich muss Boll auch Respekt zollen, denn egal was man denken mag: Dieser Mann hat es geschafft einen Geschichskurs zu bieten der einem im Gedächtnis haften bleiben wird. Wer diese Doku gesehen hat wird sie nicht so schnell wieder vergessen.

Außerdem will ich nicht wissen wieviel Recherche Boll betrieben hat und wieviel Herzblut er in dieses Projekt gesteckt hat. Das er die Überlebenden mitarbeiten gelassen hat, das er sich in Schulen setzt und Befragungen durchführt und die Archivaufnahmen die er ausgegraben hat. All das ergibt ein gewaltiges Ganzes das zeigt das der Film notwendig war und das der Zweck eben doch manchmal die Mittel rechtfertigt.

Danke Uwe Boll, für diesen Film und für deinen Beitrag zum Thema deutsche Geschichte. Wir dürfen nicht vergessen und nicht ignorieren was passiert ist. Dein Film ist ein wichtiger Beitrag zu diesem Thema und ich hoffe er findet die Anerkennung die er verdient.
 
Hört sich nach genau dem richtigen Film an, um all den hirnverbrannten, jeden Blödsinn ohne nachzudenken nachplappernden möchtegern-Ariern vor Augen zu führen, Was die ach so tollen Nazis für Verbrecher waren!!!

Danke, Uwe Boll !

Hoffentlich wird dieser Film in allen 4ten GYM/HS-Klassen als Pflichtvorführung im Geschichtsuntericht gezeigt.
 
Und die Russen waren von Gott geschickte Engel? Wie immer krankt dieser Film an Einseitigkeit. Geschichtlich korrekt kann man den Film ebenfalls nur eingeschränkt beschreiben.
So sah Auschwitz (Threadtitel bitte ändern, das kommt lächerlich rüber) vollkommen anders aus. Wieso man Kinder exekutiert, wenn man eine Gaskammer zur Verfügung hat...
Das Krematorium sah kein bisschen wie das Original aus. Hier hätte eine kurze Google Suche gereicht.
Dinge, die bei entsprechendem Hintergrundwissen den Film in seiner Wirkung massiv entschärfen.

Die beliebten Gaskammern und Zyklon B wurden, dem furchtbaren "Wissen" der Allgemeinheit angepasst, massiv überbewertet.
Zyklon B wurde hauptsächlich für seinen ursprünglichen Bestimmungszweck verwendet: Insektenvernichtung. Viel häufiger waren Abgase und Kohlenstoffmonoxid bei Menschen im Einsatz. (Was für den Film hingegen weniger interessant ist, aber so setzt sich in den Köpfen der Glaube fest, Zyklon B wäre das einzige zur Massenvernichtung der "Juden" eingesetzte Mittel)
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum den Treadtitel ändern wenn der Film so heißt? Na egal.

Die Kinder wurden damals exekutiert damit sich unwertes Leben nicht weiterverbreiten kann. Aus Humanen Gründen hat man damals die Babys exekutiert per Kopfschuss und verscharrt, so wurde es im Nürnberger Prozess erwähnt. Ist nicht gerade appetitlich, aber so war es damals leider Gottes.

Das man die Krematorien nicht Original nachbildete fand ich jetzt persönlich nicht so schlimm. Es ging Boll, so denke ich, darum den Schrecken dieser zu zeigen was ihm auch gelungen ist. Zumindest für mich.

Ich weiß wozu Zyklon B eigentlich bestimmt war, aber Zyklon B wurde gerade während der heißen Phase des 2. Weltkriegs in fast jedem KZ genutzt um die Juden zu vergasen. Dementsprechend hat sich der Glaube auch festgesetzt das dies der einzige Stoff war mit dem die Arier damals die Juden vernichteten. Die von dir 2 genannten waren noch nicht mal die schlimmsten. Die schlimmsten Tode starben diejenigen die den Experimenten zugeteilt wurden, für diese wäre der Tod in der Gaskammer wie eine Erlösung gewesen. Eine schnelle wohlgemerkt.

Und die Russen waren beileibe keine Engel. Sie brandschatzten, sie mordeten und sie plünderten ohne Rücksicht auf irgendwelche Verluste. Sie vergwaltigten von 3 bis 60jährigen Kindern / Frauen alles was ihnen vor den Schw... kam. Ihre brutalen Methoden waren so berüchtigt, das die Amerikaner einschreiten mussten. Soviel zum Thema Engel.
 
Warum den Treadtitel ändern wenn der Film so heißt? Na egal.

Die Kinder wurden damals exekutiert damit sich unwertes Leben nicht weiterverbreiten kann. Aus Humanen Gründen hat man damals die Babys exekutiert per Kopfschuss und verscharrt, so wurde es im Nürnberger Prozess erwähnt. Ist nicht gerade appetitlich, aber so war es damals leider Gottes.

Das man die Krematorien nicht Original nachbildete fand ich jetzt persönlich nicht so schlimm. Es ging Boll, so denke ich, darum den Schrecken dieser zu zeigen was ihm auch gelungen ist. Zumindest für mich.

Ich weiß wozu Zyklon B eigentlich bestimmt war, aber Zyklon B wurde gerade während der heißen Phase des 2. Weltkriegs in fast jedem KZ genutzt um die Juden zu vergasen. Dementsprechend hat sich der Glaube auch festgesetzt das dies der einzige Stoff war mit dem die Arier damals die Juden vernichteten. Die von dir 2 genannten waren noch nicht mal die schlimmsten. Die schlimmsten Tode starben diejenigen die den Experimenten zugeteilt wurden, für diese wäre der Tod in der Gaskammer wie eine Erlösung gewesen. Eine schnelle wohlgemerkt.

Und die Russen waren beileibe keine Engel. Sie brandschatzten, sie mordeten und sie plünderten ohne Rücksicht auf irgendwelche Verluste. Sie vergwaltigten von 3 bis 60jährigen Kindern / Frauen alles was ihnen vor den Schw... kam. Ihre brutalen Methoden waren so berüchtigt, das die Amerikaner einschreiten mussten. Soviel zum Thema Engel.

Guck dir den Thread Titel ganz genau an, eventuell fällt dir etwas auf.

Ich wollte keine 2 Methoden zum Morden von nicht Ariern nennen, sondern konrekt das Kohlenmonoxid (zumeist in Form von Abgasen) als hauptsächlich zum Vergasen verwendetes Gas nennen. Dass es noch diverse weitere Methoden gab sollte jedem klar sein.

Zu den Russen sind deine Ausführungen korrekt, aber genau darauf habe ich angespielt.

Die Amerikaner waren ebenfalls nicht ohne. Die Dreistigkeit, nach dem Massenmord an Einheimischen (wahrscheinlich der Opferreichste Genozid aller Zeiten) über die Deutschen so übel zu richten, mal komplett außen vor genommen.
 
Hat Uwe Boll überhaupt schon einmal einen sehenswerten Film produziert? Natürlich ist es wichtig der Menschheit schlechten Dinge ihrer Vergangenheit vorzuführen, doch ob Uwe Boll für solch eine Verfilmung der passende Regisseur, Drehbuchautor und Produzent ist, mag fraglich sein...
 
Gibt einige, über die man sich streiten kann. Postal war i.O., Tunnel Rats wird von einigen gemocht usw.

PS: Auschwitz, nicht Ausschwitz.
 
Zuletzt bearbeitet:
Uwe Boll spielt wie immer auch in diesem Film mit Sensationslust, Voyeurismus, Tabubruch und sicherlich auch ein bisschen Selbstgefälligkeit. Das sieht man schon an dem ersten Trailer, der raus kam, in dem Uwe Boll vor der KZ-Tür sitzt und pennt, während die Gefangenen gegen die Tür hämmern.
So kann man zwar durchaus von einem gewissen künstlerischen Anspruch sprechen und einem sozialkritischem Anliegen, aber in Anbetracht Uwe Bolls Filmhistorie trägt das Ganze einen faden Beigeschmack. Ja, objektiv betrachtet mag Auschwitz ein guter Film sein, der nicht nur Bildungslücken unserer Jugend gegenüber der tragischen deutschen Vergangenheit aufweist, sondern auch das Thema aus dem hollywood'schen aufpoliertem und dämonisierendem Licht zerrt. Auschwitz, der Film, zeigt uns Normalität, Routine, die Alltäglichkeit des Schreckens, die umso erschreckender ist, als noch so wirksam inszenierte Folterszenarien.
Doch wenn man Boll kennt, dann sieht man seine Filme immer mit etwas anderen Augen. Im Falle seiner letzten Filme bekam ich persönlich stets das Gefühl, er würde lediglich mit der "objektiven", "grausamen" Kamera spielen und nur für den einen Zweck diese investigativ angehauchten Filme drehen; Um Aufmerksamkeit zu bekommen und Preise abzusahnen.
Ich kenne ihn als einen Regisseur, der anderen stets in die Fresse hauen wollte (physisch und filmisch). Er war immer mit so einem Trotz und einer demonstrativen Leck-mich-am-Arsch-Haltung dabei Filme zu machen, dass sie mir auf eine gewisse Art immer unheimlich viel Spaß bereitet haben. Der neue Boll, der spätpubertäre Bohemien, der einem Gus van Sant gleich die Subtilität wie die Grausamkeit der starren Kamera zu nutzen wissen will gefällt mir dagegen nicht so sehr. Im Gegensatz zu Boll hat Gus van Sant schon immer solche Filme gemacht und ist dadurch glaubwürdig; er ist authentisch. Bei Boll hat man bei noch jedem Film das Gefühl, er wolle es richtig machen, er wolle es allen beweisen und lügt dabei uns und sich selbst etwas vor.

Just my 2 cents...
 
So zu allerestmal VERACHTE ich jede art von Film die das wahre Leid von Menschen auslotet und es nutzt um daraus kapital zu schlagen. Ich zähle wohl zu den Leuten die man als die "heutige jugend" bezeichnet, und musste mir schon 4 oder 5 Filme über die Gräultaten der Nazis ansehen. Einige dieser Filme zeigten sogar Szenen von Kammeramännern wo man schrecklich entstellte Leichen sehr gut sehen konnte. Ich hasse diese Art der zur Schaustellung und bin der meinung das man den Jugendlichen nicht ständig eintrichtern muss das "Wir" die bösen Deutschen fast ein ganzes Volk ausgerottet haben. Mal abgesehen von der tatsache das ich bis her noch keinen Juden getötet habe und sämtliche Nazis wgen ihrer überaus naiven Weltanschauung verachte, werde ich im Internet immer wieder als nazi beschimpft. Ich finde das dieser teil der Geschichte entlich begraben gehört und man die toten ruhen lassen sollte. Das allerletzte was ich davon sehen will sind noch mehr Filme die mir unter die Nase reiben sollen wie Schlimm die Nazis damals waren, viel mehr sollte man den Jugendlichen zeigen wie wichtig Dinge wie meinungsfreiheit und Gleichberechtigung sind. Mein ehemaliger Geschichtslehrer hat uns bei vielen Themen nach unserer Meinung gefragt und man konnte immer ehrlich sagen was man von einem Thema hielt solange man sachlich argumentierte. Ich denke er hat auch mir dadurch etwas gezeigt wie wichtig es ist das mein seine meinung frei sagen, und allein aus diesem Grund würde ich nie eine solche Partei wählen. Die meisten meiner anderen lehrer Machten einem nur Rund wenn mal die Meinung gesagt hatte, anstatt also irgendwelche halb verorteten Leichen zu Zeigen sollte man den Schülern lieber mal die Vorteile einer Demokratie aufzeigen.

Fazit: Ich hoffe das mir der Film in meiner weiteren Laufbahn Erspart bleibt, den von Nazis halte ich sowiso nichts, und da ich jede Religion gleichermaßen verabscheue kann man mich auch nicht als Antisemitisch bezeichnen.
 
Auf keinen Fall. Die Leute, die den heutigen Einwohnern Deutschlands tatsächlich noch die Dinge von damals vorhalten sind natürlich dämlich, aber letztendlich gehört das Thema genau wie die Hexenverfolgung zu unserer Geschichte.
Was damals passiert wurde ist grausam, und einen Teil des Ausmaß dieser Grausamkeiten gesehen zu haben, hält einen dazu an, nachzudenken.
 
Sorry Werwolf, hab Auschwitz jetzt richtig geschrieben. Keine Ahnung wie das passiert ist. Hab wohl schneller getippt als nachgedacht und beim Korrekturschauen übersehen. Sorry.

Ja, wir sollen nach vorne sehen. Doch die Vergangenheit zu begraben, totzuschweigen und zu ignorieren bringt nichts. Es gibt in Deutschland viele Ewiggestrige die meinen diese Zeit sei toll gewesen und die sich eben jene Zeit zurückwünschen. Wir dürfen nicht vergessen, wir müssen uns unserer Geschichte immer gewahr bleiben. Schade nur das diese Ewiggestrigen sich die Geschichte zurechtbiegen wie sie diese brauchen und damit bei vielen Jugendlichen noch Erfolg damit haben, weil diese schlicht und einfach kaum ausreichendes Hintergrundwissen über diese Zeit haben. Oder weil sie sozial ausgegrenzt sind und die Schuld dabei bei den Anderen suchen, was kompletter Unsinn ist. Aber diese Diskussion würde hier wohl ausarten und total Off Topic werden.

Natürlich sollte man heutzutage nicht mehr so mit dem Zeigefinger drauf zeigen, was leider immer noch passiert zur Genüge. Im Ausland sind wir für viele immer noch die bösen Nazis. Das ist ein Image das uns noch einige Jahrzehnte anhaften wird und an dem wir Nichts ändern können. Es ist traurig, aber die Gefahr das eben jenes passiert und die Geschichte vergessen wird rückt näher. Die alte Generation ist am aussterben, sie verschwindet nach und nach. Irgendwann wird das 3. Reich und seine Greultaten nur noch eine Randnotiz sein. Mit jeder neuen Generation rückt dieser Zeitpunkt näher. Und das ist traurig. Denn heutzutage gilt das Motto das dass was einst war zwar passiert ist aber nicht relevant ist für die Zukunft. Und genau da liegt in meinen Augen der Fehler.

Wir Deutschen haben eine lange, wichtige Geschichte. Wenn wir diese vergessen, wer sind wir dann? Ich finde auch das man das Thema im Hinterkopf behalten sollte, so das man nicht vergisst aber gleichzeitig nach vorne sehen sollte. Die Deutschen haben viel erreicht und ich finde wir sind noch nicht am Ende unserer Leistungsfähigkeit.

Die Vorteile einer Demokratie aufzeigen, hm. Das wäre eine Lösung. Wir haben sehr viele Freiheiten und einen gewissen Wohlstand erreicht. Doch manche Menschen sehen nur die bereits oben erwähnten Nachteile und verdammen diese Regierungsform. Deswegen ist damals auch die Weimar Republik untergegangen. Die Deutschen wollten eine starke Führungsperson die sie anführt und keine Demokratie, sie wollten Führung von strenger Hand. Das spielte Hitler in die Hände und die Inflation trug ihren Teil dazu nicht unwesentlich bei. Heute sind wir schlauer, also haben wir doch etwas aus unserer Vergangenheit gelernt.
 
Zurück
Oben