Joa, im Stöckelschuhthread fiel mir auf, dass offenbar ein Wissensmissstand herrscht, den ich nicht hinnehmen will, alen vorran die Verwechslung von Korsett und Corsage.
Geht es doch schließlich um eines meiner Lieblingskleidungsstücke.
Hier also ein Thread, der über die Corsage und das Korsett informiert, diskutiert, provoziert, etc.
Wer meint, doch schon gut informiert zu sein, der kann das kommende überlesen.
Das Korsett
Die Corsage
Bilder
Das Korsett
Die Corsage
Was haltet ihr von Korsett und Corsage?
Mögt ihr sie? Hasst ihr sie?
Tragt ihr bzw eure Freundin Corsagen bzw Korsetts?
Ich selbst bin eine begeisterte Anhängerin der Corsage. Da ich mit einem Bein in der Gothic-Szene stehe, war ich mit 15 erstmals auf sie gestoßen und fand sie sehr schick und sexy. Insofern war mein erster Kauf nach meiner Brustverkleinerung auch zwei Corsagen (eine als Dessous und eine als Oberteil). Mittlerweile besitze ich fünf und könnte nicht zufriedener sein. Neben dem Vorteil, so durchaus trägerlos zu sein (und dabei nicht hoffen zu müssen, dass die Brüste aus dem trägerlosen BH fliegen) sehen sie auch zu einer Jeans verdammt gut aus und man kann die etwas simpleren mit fast allem tragen, was einem einfällt.
Und ja, ich kann damit essen, trinken, atmen, mich bücken, etc. Ich habe sogar einmal damit für drei Stunden in McFit Sport gemacht (war ne Wette) und ausser der Tatsache, dass das Laufband dann doch ne Herausforderung für die Brust-Sicherheit war, hatte ich weder Beschwerden noch Probleme (und ich sah garantiert von allen Sportlerinnen am Besten aus xDDD)
Das Korsett dagegen sehe ich sehr gespalten.
Ich hatte sowohl während meiner Rücken-Begradigungs-Therapie als auch nach meiner Brust-OP ein Stützkorsett getragen und die Tatsache, wie schlecht man Luft kriegte, dass man sich nicht bücken konnte oder mitunter massive Bauchkrämpfe nach dem Essen bekam, versaute meine Meinung dafür deutlich. Aber da die meisten Frauen offenbar eh der Verführung einer schmalen Taillie erliegen und sich dünn und dämlich schnüren, ist es vielleicht auch besser so für mich.
P.S.
Bei Google kann man eine Website mit Bildern zu Ethel Granger finden und unter Youtube exestieren Videos von Cathie Jung, falls wer die Beiden in Action sehen möchte bzw an Photoshop glaubt
Geht es doch schließlich um eines meiner Lieblingskleidungsstücke.
Hier also ein Thread, der über die Corsage und das Korsett informiert, diskutiert, provoziert, etc.
Wer meint, doch schon gut informiert zu sein, der kann das kommende überlesen.
Das Korsett
Allgemein: Das Korsett
Das Korsett entstand im 16. Jahrhundert aus dem damals üblichen Mieder (der damaligen Version eines BHs, wo die Brust von unten gestützt wurde). Beliebt war das Korsett vor allem im Adel, wo es um 1600 zur PFLICHT wurde. Eine Frau hatte eine üppige Brust, eine ausladende Taillie und einen im Kontrast seeeeehr schmalen Bauchumfang zu haben. Obwohl schon damals bekannt war, dass es medizinisch hochgefährlich war, trugen Frauen diese Bekleidung oft und gerne. Um 1700 bekam ein Mädchen ihr erstes Korsett meist mit 12.
Es bestand für gewöhnlich aus einem Stoff, der am Rücken mit Schnüren festgezurrt wurde und durch Horn, Metalldrähte und Ähnliches in einer gewissen Form gehalten. Die Formgeber wurden später durch Plastik und hartes Gummi ersetzt.
Gesundheitlich: Das Korsett
Das Korsett war und ist mit hohen gesundheitlichen Risiken versehen. Die Quetschung der Brust für ein volleres Körbchen verursachte nicht selten Brustkrebs und andere Knoten und Verhärtungen. Durch den massiv verkürzten Bauchumfang wurden die Organe gequetscht und verlagert (Herz und Magen rutschten in den Lungenraum, der Darm quetschte sich tief ins Becken). Weiterhin gab es oft Wirbelsäulenmisswüchse durch den überstreckten Rücken. Viele dieser Frauen starben meist sehr früh an Herzproblemen (allen vorran dem Schlaganfall) wegen Durchblutungsproblemen oder verstarben an Sauerstoffmangel. Weiterhin wurden diese Frauen dreimal so oft unfruchtbar als normale Frauen (durch Quetschung der Gebärmutter und Eierstöcke).
Heute: Das Korsett
Wesentlich großzügigere Korsetts exestieren heute in der Erotikszene. Vor allem im BDSM-Bereich hat sich das Lack-Korsett durchgesetzt, weiterhin ist es ein beliebtes Kleidungsstück bei Popmusikerinnen mit erotischem Image. Hin und wieder findet man es in der Gothic-Szene.
Oben drauf gibt es medizinische Stützkorsetts, welche bei Rückenproblemen und Misswüchsen der Wirbelsäule verschrieben werden. Eine spezielle Art des Stützkorsetts, welches ausschließlich die Brust fester schnürt, wird bei Brust-Operationen zum Teil eingesetzt, wenn die Haut keinerlei Spannkraft hat, um das Gewebe zu halten.
Weiterhin wird ein Korsett nicht selten bei Bräuten unterhalb des Brautkleides getragen, um eine passende Figur für die meist engen Kleider zu haben.
Übrigens sind Unterbrustkorsetts noch heute fester Bestandteil des Dirndls.
Nebeninfo: Das Korsett
Laut dem Guinessbuch der Rekorde schnürt eine Frau namens Cathie Jung zu besonderen Anlässen ihre Taillie auf 38 cm, im Alltag hat sie einen Umfang von 43 cm.
Die schmalste bekannte Taillie hatte Ethel Granger (* 1905, † 1982) mit 33 cm gehabt.
Das Korsett entstand im 16. Jahrhundert aus dem damals üblichen Mieder (der damaligen Version eines BHs, wo die Brust von unten gestützt wurde). Beliebt war das Korsett vor allem im Adel, wo es um 1600 zur PFLICHT wurde. Eine Frau hatte eine üppige Brust, eine ausladende Taillie und einen im Kontrast seeeeehr schmalen Bauchumfang zu haben. Obwohl schon damals bekannt war, dass es medizinisch hochgefährlich war, trugen Frauen diese Bekleidung oft und gerne. Um 1700 bekam ein Mädchen ihr erstes Korsett meist mit 12.
Es bestand für gewöhnlich aus einem Stoff, der am Rücken mit Schnüren festgezurrt wurde und durch Horn, Metalldrähte und Ähnliches in einer gewissen Form gehalten. Die Formgeber wurden später durch Plastik und hartes Gummi ersetzt.
Gesundheitlich: Das Korsett
Das Korsett war und ist mit hohen gesundheitlichen Risiken versehen. Die Quetschung der Brust für ein volleres Körbchen verursachte nicht selten Brustkrebs und andere Knoten und Verhärtungen. Durch den massiv verkürzten Bauchumfang wurden die Organe gequetscht und verlagert (Herz und Magen rutschten in den Lungenraum, der Darm quetschte sich tief ins Becken). Weiterhin gab es oft Wirbelsäulenmisswüchse durch den überstreckten Rücken. Viele dieser Frauen starben meist sehr früh an Herzproblemen (allen vorran dem Schlaganfall) wegen Durchblutungsproblemen oder verstarben an Sauerstoffmangel. Weiterhin wurden diese Frauen dreimal so oft unfruchtbar als normale Frauen (durch Quetschung der Gebärmutter und Eierstöcke).
Heute: Das Korsett
Wesentlich großzügigere Korsetts exestieren heute in der Erotikszene. Vor allem im BDSM-Bereich hat sich das Lack-Korsett durchgesetzt, weiterhin ist es ein beliebtes Kleidungsstück bei Popmusikerinnen mit erotischem Image. Hin und wieder findet man es in der Gothic-Szene.
Oben drauf gibt es medizinische Stützkorsetts, welche bei Rückenproblemen und Misswüchsen der Wirbelsäule verschrieben werden. Eine spezielle Art des Stützkorsetts, welches ausschließlich die Brust fester schnürt, wird bei Brust-Operationen zum Teil eingesetzt, wenn die Haut keinerlei Spannkraft hat, um das Gewebe zu halten.
Weiterhin wird ein Korsett nicht selten bei Bräuten unterhalb des Brautkleides getragen, um eine passende Figur für die meist engen Kleider zu haben.
Übrigens sind Unterbrustkorsetts noch heute fester Bestandteil des Dirndls.
Nebeninfo: Das Korsett
Laut dem Guinessbuch der Rekorde schnürt eine Frau namens Cathie Jung zu besonderen Anlässen ihre Taillie auf 38 cm, im Alltag hat sie einen Umfang von 43 cm.
Die schmalste bekannte Taillie hatte Ethel Granger (* 1905, † 1982) mit 33 cm gehabt.
Die Corsage
Allgemein: Die Corsage
Im ca. 19. Jahrhundert entwickelten sich erste Korsetts, die wieder wie der Mieder vorrangig die Brüste stützen und nicht die Taillie abschnüren sollten. Aus ihnen entwickelten sich nach und nach die Corsagen. Im Gegensatz zum Korsett enthielt die Corsage meist keine Schnüre, sondern feste Ösen. Dadurch gab es bei der Corsage nur eine feste Größe. Im 20. Jahrhundert wurden vorne Zierschnüre eingesetzt, die keinen Einfluss auf die Statik der Corsage hatten, sondern verspielt wirken sollten.
Sie bestand aus einem Stück Stoff, dass mit Polstern im Brustbereich die Brust stützte und durch Metall- und Hartgummiriemen über und unter der Brust diese formten. Geschlossen wurde die Corsage mit Metallösen am Rücken, teilweise auch vorn.
Gesundheitlich: Die Corsage
Aufgrund der festen Größe und der wesentlich bequemeren Form gab es bisher keine größeren gesundheitlichen Risiken. Auch die "Bauchstraffung" entsteht vorrangig durch eine optische Täuschung, da die Corsage sich am Bauch nicht diesem anpasst und nachformt, sondern etwas glatter ist und so kleine Falten und Wölbungen kaschiert. Allerdings neigen Frauen bei der Corsage ähnlich wie beim BH dazu, sie meist zu klein zu kaufen, damit die Brust voller wirkt, was neben erhöhter Brustkrebsgefahr auch zu leichten Quetschungen der Organe führt.
Heute: Die Corsage
Heute exestiert sie in vielen Variationen.
Zum Einen ist oft eine Corsage in Abendkleidern und Cocktailkleidern eingenäht, wo sie die Brust hält und den Frauen so ermöglicht, keinen BH zu tragen.
Auch hier existieren erotische Corsagen in der Erotik-Szene, diese sind allerdings meist mehr verspielt und gehören meist zur Ausstattung für Rollenspiele oder als Bekleidung für Swingerclubs.
Die Corsage ist vor allem in der Gothic- und Mittelalterszene sehr verbreitet. Während in der Gothic-Szene meist Corsagen in Lack, Leder oder mit Satin (dann meist rot oder blau mit schwarzer Spitze drüber) üblich sind, exestieren in der Mittelalterszene neben den normalen Miedern auch Corsagen für unter die Kleider. Hin und wieder sieht man auch Corsagen und (Unterbrust-)Korsetts aus Leder.
Auch in der Brautmode gewinnt die Corsage zunehmend an Freundinnen, die sie als kostengünstige Alternative zum Brautkleid sehen und so eine weiße Corsage mit einem langen Tüll- oder Seidenrock kombinieren.
Zuletzt gibt es die wohl verbreitesten Corsagen in der Dessousabteilung. Als ein Mittelweg zwischen Body und BH gibt es sie in der bequemen (und damit alltäglichen, in simplen Farben und Mustern erhältlichen) Variante und in der erotischen (meist schwarz oder rot, viel Satin, Seide und Spitze) Variante. Weiterhin hat die Corsage hier den Vorteil, leicht mit Strapsen kombiniert zu werden.
Neben einer "Bauchstraffung" durch den meist faltenlosen Stoff (vergleichbar mit Tankinis) versuchen die Dessous-Corsagen auch durch Muster und Verzierungen von Bauchwölbungen abzulenken oder mit speziellen Mustern sogar entgegenzuwirken.
Im ca. 19. Jahrhundert entwickelten sich erste Korsetts, die wieder wie der Mieder vorrangig die Brüste stützen und nicht die Taillie abschnüren sollten. Aus ihnen entwickelten sich nach und nach die Corsagen. Im Gegensatz zum Korsett enthielt die Corsage meist keine Schnüre, sondern feste Ösen. Dadurch gab es bei der Corsage nur eine feste Größe. Im 20. Jahrhundert wurden vorne Zierschnüre eingesetzt, die keinen Einfluss auf die Statik der Corsage hatten, sondern verspielt wirken sollten.
Sie bestand aus einem Stück Stoff, dass mit Polstern im Brustbereich die Brust stützte und durch Metall- und Hartgummiriemen über und unter der Brust diese formten. Geschlossen wurde die Corsage mit Metallösen am Rücken, teilweise auch vorn.
Gesundheitlich: Die Corsage
Aufgrund der festen Größe und der wesentlich bequemeren Form gab es bisher keine größeren gesundheitlichen Risiken. Auch die "Bauchstraffung" entsteht vorrangig durch eine optische Täuschung, da die Corsage sich am Bauch nicht diesem anpasst und nachformt, sondern etwas glatter ist und so kleine Falten und Wölbungen kaschiert. Allerdings neigen Frauen bei der Corsage ähnlich wie beim BH dazu, sie meist zu klein zu kaufen, damit die Brust voller wirkt, was neben erhöhter Brustkrebsgefahr auch zu leichten Quetschungen der Organe führt.
Heute: Die Corsage
Heute exestiert sie in vielen Variationen.
Zum Einen ist oft eine Corsage in Abendkleidern und Cocktailkleidern eingenäht, wo sie die Brust hält und den Frauen so ermöglicht, keinen BH zu tragen.
Auch hier existieren erotische Corsagen in der Erotik-Szene, diese sind allerdings meist mehr verspielt und gehören meist zur Ausstattung für Rollenspiele oder als Bekleidung für Swingerclubs.
Die Corsage ist vor allem in der Gothic- und Mittelalterszene sehr verbreitet. Während in der Gothic-Szene meist Corsagen in Lack, Leder oder mit Satin (dann meist rot oder blau mit schwarzer Spitze drüber) üblich sind, exestieren in der Mittelalterszene neben den normalen Miedern auch Corsagen für unter die Kleider. Hin und wieder sieht man auch Corsagen und (Unterbrust-)Korsetts aus Leder.
Auch in der Brautmode gewinnt die Corsage zunehmend an Freundinnen, die sie als kostengünstige Alternative zum Brautkleid sehen und so eine weiße Corsage mit einem langen Tüll- oder Seidenrock kombinieren.
Zuletzt gibt es die wohl verbreitesten Corsagen in der Dessousabteilung. Als ein Mittelweg zwischen Body und BH gibt es sie in der bequemen (und damit alltäglichen, in simplen Farben und Mustern erhältlichen) Variante und in der erotischen (meist schwarz oder rot, viel Satin, Seide und Spitze) Variante. Weiterhin hat die Corsage hier den Vorteil, leicht mit Strapsen kombiniert zu werden.
Neben einer "Bauchstraffung" durch den meist faltenlosen Stoff (vergleichbar mit Tankinis) versuchen die Dessous-Corsagen auch durch Muster und Verzierungen von Bauchwölbungen abzulenken oder mit speziellen Mustern sogar entgegenzuwirken.
Bilder
Das Korsett
Medizinisches Korsett:
Korsett damals:
Korsett heute:
Korsett damals:
Korsett heute:
Die Corsage
Corsage allgemein:
Corsage als "Brautkleid" in Kombi mit Rock:
Corsage als Dessous:
Corsage als "Brautkleid" in Kombi mit Rock:
Corsage als Dessous:
Was haltet ihr von Korsett und Corsage?
Mögt ihr sie? Hasst ihr sie?
Tragt ihr bzw eure Freundin Corsagen bzw Korsetts?
Ich selbst bin eine begeisterte Anhängerin der Corsage. Da ich mit einem Bein in der Gothic-Szene stehe, war ich mit 15 erstmals auf sie gestoßen und fand sie sehr schick und sexy. Insofern war mein erster Kauf nach meiner Brustverkleinerung auch zwei Corsagen (eine als Dessous und eine als Oberteil). Mittlerweile besitze ich fünf und könnte nicht zufriedener sein. Neben dem Vorteil, so durchaus trägerlos zu sein (und dabei nicht hoffen zu müssen, dass die Brüste aus dem trägerlosen BH fliegen) sehen sie auch zu einer Jeans verdammt gut aus und man kann die etwas simpleren mit fast allem tragen, was einem einfällt.
Und ja, ich kann damit essen, trinken, atmen, mich bücken, etc. Ich habe sogar einmal damit für drei Stunden in McFit Sport gemacht (war ne Wette) und ausser der Tatsache, dass das Laufband dann doch ne Herausforderung für die Brust-Sicherheit war, hatte ich weder Beschwerden noch Probleme (und ich sah garantiert von allen Sportlerinnen am Besten aus xDDD)
Das Korsett dagegen sehe ich sehr gespalten.
Ich hatte sowohl während meiner Rücken-Begradigungs-Therapie als auch nach meiner Brust-OP ein Stützkorsett getragen und die Tatsache, wie schlecht man Luft kriegte, dass man sich nicht bücken konnte oder mitunter massive Bauchkrämpfe nach dem Essen bekam, versaute meine Meinung dafür deutlich. Aber da die meisten Frauen offenbar eh der Verführung einer schmalen Taillie erliegen und sich dünn und dämlich schnüren, ist es vielleicht auch besser so für mich.
P.S.
Bei Google kann man eine Website mit Bildern zu Ethel Granger finden und unter Youtube exestieren Videos von Cathie Jung, falls wer die Beiden in Action sehen möchte bzw an Photoshop glaubt

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