[Diskussion] Der Tod eines geliebten Menschen.

Hey liebe User.

Nun ist es bald ein Jahr das meine Mutter verstorben ist. Es war und ist bisher womöglich eine der Schwierigsten Zeiten meines Lebens.
Meine Mutter musste mit ihren Jungen jahren schon von uns gehen. Sie erlag in Frieden und ich bin Heilfroh das ihr das Leid nun genommen wurde.
Ich hoffe sie ist an dem Ort angelangt an dem sie in Freiden ruhen kann.. Es ist nicht leicht mitanzusehen wenn das Gedächtnis der eigenen Mutter nach und nach nachlässt
und sie nicht mehr erkennt das die eigene Tochter bei ihr am Bett sitzt und ihr den Kopf streichelt. Unsere ohnehin kaputte Familie wurde dadurch nur noch mehr zerstört.

Trost finde ich in Musik und in meinem Freund der Tag für Tag bei mir ist. Aber dies sollte nicht reichen, ich erreichte den Augenblick wo ich tatsächlich erneut über Suizid nachdachte. Doch dann denk ich auch an die wenigen aber schönen Dinge die ich erreicht habe wo ich mir sicher sein kann das meine Mutter stolz auf mich wäre. Diese Gedanken und mein Freund sind die Dinge an die ich mich Festhalten kann.

Ich würde gerne mal von euch wissen ob ihr bereits einen Geliebten Menschen frühzeitig verloren habt und worin ihr Trost findet.

Alles Liebe.
Lisa

[11.8.2011 RIP. Mama ich vermisse dich]
 
Mein tiefstes Beileid an dich, aber du bist nicht alleine. :)

Ich hab meinen vater vor 1 1/2 jahren verloren, das war echt hart, weil nur ein paar tage nach meinen geburtstag passiert ist. ICh konnt erstmal nur heulen und mein freund musste mich etwas stützen, doch irgendwie war ich stark genug und hab einfach weitergelebt. Aber es passiert trotzdem immer noch das ich anfange zu weinen, wenn ich an ihn denken muss, da ich ihn echt lieb gehabt habe, aber leider nicht mal in der Nähe war, als er starb. Aber ich denke immer wieder an ihn und so bleibt er auch immer bei mir, hab mir auch ein Bild von ihn in mein zimmer gehangen und so kann er immer über mich wachen :)

Blumige Grüße
DieRoseLilli
 

Terry_Gorga

Der Eine, der Viele ist
Otaku Veteran
Nun, der Verlust von meinem Opa ist vielleicht nicht direkt mit deinem Verlust von deiner Mutter zu vergleichen, jedoch war das der Tod, der mich damals am meisten getroffen hat - wohl gemerkt damals noch mit einem christlich geprägten Hintergrund (also wir landen alle im Paradies und Auferstehung von den Toten usw. was ich heute anders sehe).
Das schlimmste war wohl nicht der Tod selbst - der war sehr friedlich und kam auch mir wie eine Erlösung vor - sondern der Weg dahin über die Demenz, das war furchtbar. Schrecklich mit anzusehen und sehr verstörend, wenn die eigenen Eltern und Großeltern nicht mehr wissen, wer die anderen Menschen sind, sie nicht mehr erkennen, oder sogar als Fremde weg schicken. Das war auch der Grund, warum ich unbedingt studieren und in die Forschung gehen wollte.

Aber tja... mich hat die Demenz nun (in Form von Depression) eingeholt. Faszinierend und erschreckend zugleich, wie ähnlich sich die Symptome doch sind.

Früher habe ich Trost im Glauben gefunden... in einem Glauben, den ich heute als Lüge entlarvt weiß und dem ich nicht mehr folgen kann. Heute gibt es keinen Trost mehr. Ich kenne keinen Weg der Freude oder Aufmunterung mehr, weiß auch nicht, ob und oder wie ich so ein Ereignis heute noch verarbeiten könnte. Musik berührt mich nicht mehr, Filme sprechen mich nicht an, meine Geschichten spiegeln nicht mehr wieder, was in mir los ist.
Ich kenne keinen Trost.

Dementsprechend fände ich es verhöhnend, dir ein herzliches Beileid zu wünschen, weil es nur meine eigene Überforderung mit der Materie ausdrücken würde und keine echte Hilfe wäre.
Hoffentlich hast du mit dem Trauern und dem Trost finden mehr Glück, als ich.
 

Anusha

Verschollen im Void
Otaku Veteran
Ja, ich kenne das Gefühl.
Meine Mom is voriges Jahr ebenfalls gestorben.
Sie hatte davor schon Probleme mit ihrer Gesundheit.
Nja, ich war die Zeit danach auch voll fertig, ich hatte nen total Absturz, ich wusste nich wie das weiter gehen soll.
Damals hat mir vor allem meine Beste Freundin die eig im Norden wohnt geholfen, sie hat sich für 2 Wochen frei genomm und is noch in der selben Nacht zu mir gekommen.
Das hat mir sehr geholfen, dann ein Spruch von einer Freundin, die ich erst hier durch WoH kenngelernt habt hab:
Ein Trost

Wenn einer stirbt, ist gut, sich vorzustellen,
dass er gereist sei in ein fremdes Land,
aus dem er nicht mehr vorhat heimzukommen.
Drum gab er euch beim Abschied nicht die Hand.

Er schreibt auch nicht und sendet keine Grüße.
Er brach mit allem, was mit euch war, ab.
Er machte sich ganz plötzlich auf die Reise
und hinterließ euch deshalb all sein Hab.

Dort, wo es gut ist, wieder fortzulaufen
ist ihm, bei allem Heimweh, doch zu blöd.
Euch ließ er da. Ihr könnt es ihm verübeln.
Es kommt der Tag, an dem ihr ihn versteht.
Dieses Gedicht hat mir gezeigt, das jedes Ende ein Anfang hat.
Man sieht ihn zwar nich immer gleich, aber er is da.
Nja, ich hab weiter gemacht, mich nicht unterkriegen lassen und ich hoffe das meine Mom Stolz auf mich gewesen wär.

Was aber am schwersten war, war auf der Beerdigung diese verdammt Blume los zu lassen.
In dem Moment gingen mir Tausend Dinge durch den Kopf, vorallem aber, das ich die beste Mutter hatte, die ich mir wünschen konnte.

[R.i.P. Mom 03.06.2011 - Ich liebe dich.]
 

L8rd

Best in the World
Otaku Veteran
Auch ich habe meine Mutter verloren. Das ist nun 16 Jahre her, da war ich damals 8.
Sie war zuvor schon mehrmals im Krankenhaus und wir dachten sie sei über den Berg. Naja dem war nicht so sie starb genau eine Woche nach meinem 8 Geburtstag. Das letzte was ich von ihr hatte war der Abschiedskuss wo ich zur Schule gegangen bin. Mein vater sagte mir wo er auf Arbeit ging lachte sie noch und beide hatten Spass.
Vier Stunden später als meine Schwester von der Schule kam, hat sie den Todeskampf meiner Mutter mit erlebt...
 

Streetdragon

Gottheit
Ich musste sowas zum Glück noch nicht miterleben. Kann mir net wirklich vorstellen wie ihr euch fühlt.
Man muss schon stark sein, um sowas verkraften zu könne. Ich würde wahrscheinlich einfach weiter die Gefühle in mich reinfressen. Nicht der besste weg, aber Emotionlslosigkeit hat seine vorteile.

Ich hoffe inständig das meine Eltern und Familie in nächster Zeit nicht von mir gehen werden......
Solche Threads erinnern mich immer wieder daran, das ich ihnen jeden Tag sagen sollte, dass ich sie lieb habe.
 

ezio auditore

Otakuholic
Otaku Veteran
als aller erstes haste mein tiefstes mitgefühl vor kurzem ist meine tante verstorben. sie war zwar nicht meine lieblingstante aber wenn man fragen hatte stand sie mit rat und tat zur seite sie ist an leberkrebs verstorben der auch ziemlich stark gestreut hat. kurz bevor sie verstarb hab ich mich im krankenhaus von ihr verabschiedet und muss sagen diesen anblick wünsch ich niemanden so mit morphium zu gedröhnt nein das wünsche ich keinen. vor ca 7 jahren ist meine oma verstorben und das hat mich ziemlich runter gerissen genauso wie der tod meines opas aber da wuste ich auch das er nach dem schlaganfall nicht mehr sich erholen wird ich weiß aber noch das er noch zu meiner oma gesagt hat,,ich liebe dich" zu ihr gesagt als häte er das schon geahnt danach ist er auf die terasse gegangen und hat die blumen gegossen danach ist er umgekipt und nach ca 2 wochen koma haben die ärzte gesagt er wäre schon klinisch tod, und es hätte keinen sinn ihn am leben zu erhalten. aber da mein opa in 2 tagen geburtstag gehabt hatte ließ meine oma ihn solange am leben und an seinem geburtstag wurden dann die maschienen abgeschaltet. ich werdie diesen anblick auch nicht vergessen wie er da so lag
 

Mezelmoerder3D

Diplompsychopath mit *
VIP
Hmm, hmhm, hmhmhmhmhm *denk, denk, denk*
Eh ja... genau


Also erstmal zu mich.

Ich habe zwar noch nicht meine Eltern verloren, dafür 3/4 meiner Großeltern. Mein einer Opa ist kurz nach meiner Taufe gestorben, von daher null Erinnerung an ihn. Opa Nr.2 ist mit 67 Jahren an Zucker gestorben als ich 11 war. Konnte nichtmal bei der Beerdigung sein, da wir zu diesem Zeitpunktin Singapur gelebt. Damals ist dann nur seine Tochter (meine Mutter) hier nach Deutschland geflogen.
Damals (kleiner Junge halt) hat mich das ziemlich getroffen. So das Wissen, dass ich nie mehr zu meinem Opa kann um mit ihm zu spielen und zu lachen.
Als Nächsten kam dann meine Oma als ich (eeeh glaube) 18 war. Für sie war es eine Erlösung gewesen. Am Ende konnte sie nichts mehr alleine machen, ich war angeblich vom Briefträger der Sohn und ihre Kinder erkannte sie nurnoch teilweise.
Richtig getroffen, hatte mich ihr Tod nichtmehr. Versteht mich nicht falsch, ich hänge an meinen Großeltern und bin sehr froh meine letzte Oma noch zu haben, aber mich war und ist der Tod nunmal ein Bestandteil des Lebens. Alles was auf diese Welt kommt, vergeht auch irgendwann einmal. Ich hatte mich nach ihrem Tod zu ihr ans Bett gesetzt, hab mich von ihr Verabschiedet und hab mich an die Zeit mit ihr erinnert. Das wars soweit. Auch als wir Enkel ihren Sarg zum Grabe getragen hatten, konnte ich nicht wirklich mit dem Rest meiner Verwandschaft trauern.
Ich war froh, dass es ihr jetzt unter Garantie wieder besser geht und dass wir uns wieder sehen werden (bin zwar kein hardcore Katholik, aber an irgendwas muss man ja glauben).



So jetzt noch etwas zu Klangsoldatin.

Es ist hart, dass stimm und auch mein Beileid zu deinem Verlust. Aber ich verabscheue Menschen, die meinen sich mit Selbstmord das Leben nehmen zu wollen, nur weil etwas gerade nicht läuft oder ist wie man es will. Ich habe selbst als Kind mehr als einmal zum Messer gegriffen und gedacht "es ist so einfach". Meine Frau hat auch schon einen Versuch hinter sich (oh ja sie HATS probiert). Heute (nachdem ich sie zusammengefaltet hatte als ich davon erfuhr, war vor meiner Zeit mit ihr) können wir darüber lachen und ich zieh sie manchmal gern damit aus, dass sie ja zu doof für nen Suizid wäre. Was sie dann lächelnd mit einem "jaaa ich weis" beantwortet.
Ich hatte frühern auch keinen Bock mehr, die Schule lief net wie sie sollte und ich wurde gemobt ohne Ende nur weil ich net so war wie die Anderen. Aber irgendwann hab ich mir Gedacht, solang nur ein beschissener Mensch auf der Welt mich so nimmt wie ich bin und mag, kann mir der ganze Rest gestohlen bleiben. Das Leben ist viel zu schön. Du hast es dann auch Richtig gemacht, Lisa. Du hast dir etwas gesucht, an das du dich klammern kannst.

Wenn ich darüber nachdenke, was passiert wäre hätte ich das Messer mal benutzt früher: Ich hätte meine Frau nie kennen gelernt. das stolze Gesicht meiner Eltern an meiner Hochzeit nicht gesehen. Meine süße Tochter wäre nie auf die Welt gekommen, usw.

Es gibt Momente, da kann man um einen geliebten Menschen trauern, wenn er von uns geht. Aber man muss auch sein Leben weiter leben können, dafür haben uns unsere Eltern in die Welt gesetzt und nicht, dass wir es aus einer Laune heraus frühzeitig beenden!
 

G4M3RxXx

Ordenspriester
ne bisher ist mir noch kein Tod wirklich nahe gegangen ...
3/4 meiner großeltern sind tod aber das wars dann auch soweit ich weis ...
gut bei meiner einen Oma war ich klein und mein Opa war eh schon seit Jahren ans Bett gefessel ...
ich denke mal meine andere Oma hat mich am härtesten getroffen und als dann alle geweint haben hät ich mir das mitheulen beinah nichtmehr verkneifen können :twitching:
aber letztenendes kamm ich dann bald weg und die deprie stimmung legte sich x)
es war aber absehbar das sie nichtmehr alzulange hat also konnte man sich da auch mental drauf einrichten ...
etwas schade allerdings das sie vor meinem 18ten B-day von uns gegangen ist ... ich wette sie hätte mir ein auto geschenkt :noooo:
 

Bl4ckChaos

Daki-Kuschler
Otaku Veteran
erst einmal mein tiefstes Beileid. ich weiß es wie es ist einen geliebten Menschen zu verlieren, bei mir war es der Vater ...
nunja wie soll ich es sagen, mein Dad ist in meinem Schoß verstorben, vorher noch gemeins Fußball geschaut ( war damals in der Ausbildung zum Altenpfleger) dann plötzlich klappt er zusammen und ich war wie erstarrt wusste nicht was tun,
ich meine das war mein Vater der plötzlich in meinem Schoß lag. dann Oma angerufen und Notarzt dann meine Mutter und der Notarzt kam und hätte ihn zwar zurück holen können, aber dann wäre mein Vater Bettlegrig und das wollten wir und er nicht falls es dazu kommen sollte, daher wars dann auch zuspät und ließen ihn gehen, auch wenn mich das bis heute noch verdammt schmerzt, schließlich war er für mich immer da und mein Vorbild.

[RIP 11.03.2003 vermiss Dich Dad ]
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei mir war es vor etwa 2 Jahren meine Freundin und letztes Jahr ihre kleine Schwester.
Klar ist man traurig. Wäre auch scheiße, wenn nicht. Hatte damals an meinem B-Day meine Freundin getroffen gehabt und 2 Tage danach war's das mit ihr.

Ich hab zwar seitdem auch öfters mit dem Thema Leben und Tod zu tun gehabt, als ein "Durchschnittsbürger", aber das ändert bei Todesfällen von Personen, die einem wichtig sind, so gut wie nichts.
Ich selbst hab den Vorteil, dass Ich ziemlich selbstverliebt bin, und als "Hilfe" kann man sich halt Fragen stellen wie "Wieso sollte Ich mein eigenes Leben wegen einer anderen Person wegwerfen?" oder sowas. Man sollte eben das Selbstwertgefühl steigern, damit man besser damit klar kommt oder zumindest nicht mehr an Dinge wie Suizid denkt.

Viel mehr als die eigene Moral stärken, kann man da nun auch nicht machen. Da muss man eben durch.
 
vor 3 wochen ist meine oma gestorben. sie war für mich der 2. wichtigste mensch.
ich kommt noch nicht wirklich drauf klar. sie war einfach eine richtig gute frau und ist einfach viel zu früh verstorben.
was mir sehr hilft ist die familie, irgendwie haben wir es geschafft das zusammen durchzustehen.
allerdings schmerzt es mich am meisten meinen opa zu sehen. ich kann es kaum ertragen ihn so am boden zu sehen.
ich weiß auch garnich was ich jetz weiter schreiben soll. ist gerade einfach scheiße
 

Tigermen27

Novize
hey meine Oma ist vor gut 2 1/2 jahren verstoben sie war auch sehr krank sie war demenz aber ich hab mich da auch vorher schon mit ab gefunde leicht ist es mir nicht gefallen aber das leben muß ja auch weiter gehe ich bin den mit meiner Mutter und Bruder zu meine Anderen zwei Brüder gezohgen die bei meiner Oma gelebt habe für Denen zwei ist es nicht leicht gewesen was ich auch gut verstehen konnte .Aber wie gesagt es muß ja weiter ich hab den Trost bei mein Kater gefund der immer in meine Nähe war !
 
meine oma war aber noch top fit - sowohl geistig als auch körperlich und wirklich niemand hat damit gerechnet, dass sie in nächster zeit sterben würde. das war eigentlich der größte schock an der sache
 

Bl4ckChaos

Daki-Kuschler
Otaku Veteran
meine oma war aber noch top fit - sowohl geistig als auch körperlich und wirklich niemand hat damit gerechnet, dass sie in nächster zeit sterben würde. das war eigentlich der größte schock an der sache
Mein Beileid, oft ist es so das man garnicht daran denkt das sowas einem alten Menschen der sich Top Fit hält sei es laufen, gesund ernähren usw. einfach passiert.
Ich wöllte nicht wissen wie ich im Viereck umher hopfen würde wenn meine Oma von Heut auf Morgen den Löffel abgeben würde.
 
Oben