[Frage] Unfähig zu Selbstbefriedigung/Sex - Wie ändern?

Terry_Gorga

Der Eine, der Viele ist
Otaku Veteran
Schon seit langem gebe ich immer wieder im Forum mal bekannt, dass ich asexuell sei und so meine Probleme damit habe.
Diesen Zustand versuch ich schon seit langer Zeit zu verändern, insbesondere da ich inzwischen eine Freundin in Aussicht habe und in einer Beziehung natürlich auch gerne meinen Part vollkommen erfüllen würde. Jetzt ist aber die Frage: Wie?

Ich weiß, für die meisten unter euch mag das ziemlich blöd klingen, aber ich verspüre sowas wie einen Sexualtrieb nicht in dem Sinne, dass ich mich dann selbst befriedige oder zu Pornos, Hentais, Magazinen und was weiß ich greife. Ein Hauptproblem ist der in mir vorhandene Ekel vor Sexualität (besonders meiner eigenen). Im Gegensatz zu anderen törnt mich mein eigener Körper so sehr ab, dass selbst der beste Input mich kalt lässt (und nein, ich bin weder hässlich, noch dick, noch sonst was).
Ein weiteres Problem ist meine Ahnungslosigkeit in der Praxis im Bezug auf Technik und meine eigenen Bedürfnisse (wie gesagt, ich nehme es ja nicht einmal wahr, dass da etwas sein muss weiß ich nur, weil ich zur Therapie gehe und meine Symptome eindeutig als neurotische Unterdrückung identifiziert wurden).

Sicher, ich könnte jetzt anfangen, Pornos, Hentais und sonstigen Kram zu konsumieren und mich daran zu orientieren. Mein Problem daran ist nur: Es ist nicht nur alles zu plump, sondern lässt mich auch vollkommen kalt. Der Zugang zu meinen eigenen Bedürfnissen gelingt mir über diesen Weg nicht. Noch schlimmer wäre es, zu einer Prostituierten zu gehen, denn Sex gegen Geld ist für mich nicht nur moralisch absolut verwerflich, sondern auch emotional ein riesiger Abtörner. Gleiches gilt auch für eine Sexualtherapie. Mit Therapeuten kann ich über solche Dinge reden (tue ich ja bereits) - aber ich könnte nicht in dem Setting einer Therapie mit einer Frau Sex haben.
Auf sachlicher Ebene habe ich mich mit diesem Gebiet stattdessen schon so sehr auseinander gesetzt, dass ich anatomisch und biologisch bereits sehr viel weiß. Wohl gemerkt - zum Ziel führt das allerdings auch nicht. Und mit meiner (vielleicht) Freundin sich der Sache anzunehmen ist auch schwierig, da sie noch gar keine Erfahrung hat. Was bleibt also, um der Sache mal näher zu kommen?

Ich bin auf eure Vorschläge gespannt, in der Hoffnung, dass das hier nicht in Spam oder Flame ausartet.
 
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Angora Kitty

Muschi-Katze
Otaku Veteran
Das ist echt ein Problem und Deine Freundin sollte davon wissen. Wie ist es mit passivem Sex-Erlebbnis? Wenn Deine Freundin sich selbst vor Deinen Augen streichelt?
Anders als im Porno, hast Du die Frau live vor Augen; kannst ihren Duft riechen - hast die Wahl sie zu berühren oder nicht. Oder wenn sie Dich streichelt und befriedigt?
Du bleibst ja dennoch inaktiv, wenn Du es wünschst, und es ist dann nicht Deine Sexualität. Du hast aber die Wahl, aktiv zu werden.
Wenn sie weiß, dass Du Jungfrau bist, wird sie Dich sicher behutsam in die Sexualität einführen - ohne zu lachen. Die Richtige lacht Dich nicht aus, sondern leitet Dich behutsam an. ^^
 

Mitsunari

Kokutou no Kyou-Ou
Das ist echt ein Problem und Deine Freundin sollte davon wissen. Wie ist es mit passivem Sex-Erlebbnis? Wenn Deine Freundin sich selbst vor Deinen Augen streichelt?
Anders als im Porno, hast Du die Frau live vor Augen; kannst ihren Duft riechen - hast die Wahl sie zu berühren oder nicht. Oder wenn sie Dich streichelt und befriedigt?
Du bleibst ja dennoch inaktiv, wenn Du es wünschst, und es ist dann nicht Deine Sexualität. Du hast aber die Wahl, aktiv zu werden.
Wenn sie weiß, dass Du Jungfrau bist, wird sie Dich sicher behutsam in die Sexualität einführen - ohne zu lachen. Die Richtige lacht Dich nicht aus, sondern leitet Dich behutsam an. ^^
Da stimme ich aber zu. Die beste Therapie ist immer noch die direkte Therapie. Da, wo niemand anderes außer du selbst die Kontrolle hat. Die Sache, die Wahl zu haben, selbst anzufassen oder nicht, kann sich zu etwas wirklich sehr interessantem verwandeln und das wird sicherlich auch helfen. ^^
 

frax

Gottheit
Naja, solche Phasen der sexuellen Unlust hat jeder mal (würde ich jetzt sagen). Auch längere. Damit solltest du dich nicht unter Druck setzen. Ich finde es umgekehrt schlimmer, wenn man nie genug bekommt und eigentlich nie zufrieden ist, sprich, Sexsucht. Meistens ist es etwas Mentales. Wenn aber der eigene Körper zum Hindernis wird, dann ist es schon etwas arg. Treibst du zum Beispiel regelmäßig Sport? Körperliche Ertüchtigung ist ein Weg dem entgegen zu wirken, nicht nur weil du dich in Ausdauer und Kraft fit hältst, sondern auch den Hormonhaushalt in Schwung bringst. Wandern, Radfahren, Schwimmen, Volley Ball oder was auch immer... ja sogar Kampfsport wäre passend. Nimm am besten deine Freundin dazu mit. Das hebt die Pheromone... wenn's die Richtige ist :O)
 
Zuletzt bearbeitet:

Arandur

Stamm User
In deinem Fall ist es die Psyche.Jetzt nicht das dein Problem selbst unbedingt eins ist, aber du setzt dich so unter Druck das es zumindest temporär eins wird. Es gibt nur wenig möglichkeiten. a) Du akzeptierst dieses "Problem" und lebst damit., wenn deine Freundin das auch tut um so besser.
Wird aber natürlich schwer für sie es sei den nsie wär genau wie du. b) du suchst dir gute und professionelle hilfe = Therapie die dann klärt ob das halt einfach du bist oder es irgendeinen grund hat und du kannst das "problem" lösen.
Sich Stress zu machen bringt gar nichts. Nur weil du anders bis als die meisten Menschen. Entweder liegt nen psychisches Problem vor oder du biust eben anders.
Es ohne zu wissen was dir zu schaffen macht mit irgendwelchen mitteln auf teufel komm raus übers knie zu brechen bringt nichts.
Und ja ich stimme zu das du dem mädel reinen wein einschenken solltest. Und ohne Hilfe wirst du nie erfahren obs eventuell tatsächlich nen körperliches Problem ist und was mit deinem Hormonhaushalt nicht stimmt, es was psychisches ist etc.
 

Terry_Gorga

Der Eine, der Viele ist
Otaku Veteran
Erstmal danke für die bisherigen Antworten.

Hmm, die Ursachen...
Es gibt inzwischen mehrere Theorien, wie es bei mir dazu gekommen ist. Einerseits meine christlich/konservative Spinner-Erziehung, die zu diesen Ekel-Gefühlen führt. Andererseits (m)ein Vaterkomplex, der dazu führt, dass ich mich mit keinerlei Männlichkeit identifizieren kann und einen Großteil der männlichen Rollenklischees ablehne. Passend dazu wollte ich auch nie erwachsen werden - denn ich kam mit den Veränderungen meines Körpers nie klar und hab auch nie gelernt, damit umzugehen. In dem Bereich fehlte mir im übertragenen Sinne einfach ein "Lehrer". Das einzige,was dazu immer nur kam, waren christliche Floskeln von wegen Enthaltsamkeit und Jungfrau bist zu Ehe und alles. Dazu kommt dann auch mein mehr tiefsinnig/künstlerisch angehauchter Charakter, der nicht unbedingt zum Ausprobieren und zur Neugierde neigt, sondern sehr theoretisch angehaucht ist, was natürlich nicht zum Lustgewinn beiträgt (wer zu viel denkt, fühlt zu wenig). Am wahrscheinlichsten aber ist eine Kombination aus allem, was eben zu diesem Problem führt.

Kurzum - ich hatte nie die Gelegenheit dazu, sowas wie eine Sexualität zu entwickeln, durfte es aus religiösem Standpunkt heraus auch nie, war sowieso immer von dem mir vermittelten Männerbild angeekelt und hatte auch nie eine Chance, daran so etwas, wie Interesse zu entwickeln.

Inzwischen hat sich da viel geändert und spätestens jetzt mit einer vielleicht-Freundin in Aussicht, würde ich diesen falschen Dauerzustand gerne beenden.
Was bleibt, sind aber der Ekel und die Erfahrungslosigkeit. Meine hoffentlich bald-Freundin weiß von meinen Problemen bereits, zeigt sich damit aber sehr überfordert. Schließlich ist sie ja selber noch unerfahren und hatte noch nie einen Partner. Ob und wie sie mir da also helfen könnte, weiß ich nicht und ich möchte auf keinen Fall, dass sie das Gefühl kriegt, es würde an ihr liegen.
Leider weiß ich aber auch nicht wirklich, wie ich da selber weiterkommen könnte. Eigentlich bräuchte ich jemanden, der mir die schönen Seiten an der Sexualität zeigt, da ich selbst überfordert bin, die kennen zu lernen und von meinem Umfeld her immer nur negatives kennen gelernt habe. Gleichzeitig aber geht es auch darum, meinen Ekel als etwas anzuerkennen, was nun mal da ist und wie man damit umgehen kann. Wahrscheinlich wird es sogar immer Dinge geben, vor denen ich mich ekeln werde. Die Frage ist nur: Gäbe es auch Sachen, vor denen ich mich nicht ekel? Wenn ja, wie finde ich die?
Und die Königsfrage ist natürlich: Gibt es eine Möglichkeit, diesen Ekel für immer zu verlieren?
 
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