[Diskussion] "Bros before Hoes" oder: das Verhältnis Liebe - Freundschaft

luci2k1

Jack's Smirking Revenge
"Bros before Hoes"... spätestens seit How I Met Your Mother auch in Deutschland erfolgreich ist, kennt man auch hier diese Phrase, die ins Deutsche gerne mit „Bruder vor Luder“ oder „Freund vor Schlampe“ übersetzt wird. Zugegeben, der Spruch ist nicht unbedingt elegant und FeministInnen sind sicherlich nicht begeistert wenn sie ihn hören, aber er hat einen Kern, über den ich gerne reden würde.
In How I Met Your Mother wird der Spruch meist im Sinne von „ein 'Bro' muss einen 'Bro' beim Aufreißen unbedingt unterstützen“ benutzt. Dieser Sinn ist es nicht, um den es hier gehen soll. Es soll eher um einen anderen Sinn gehen, in dem die Phrase auch benutzt wird, nämlich „Freundschaft kommt vor Partnerschaft“.

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Nun, bevor wir anfang seien die beiden Zentralen begriffe dieser (hoffentlich aufkommenden) Diskussion definiert. Diese Definitionen sollen eigentlich nicht diskutiert werden, können sie zwar, wie alles was ich hier annehme, aber bitte nur wirklich sachdienlich... die beiden Begriffe sind Liebe und Freundschaft... wer über die Begriffe allgemein diskutieren will, hier sind die Threads dazu:

Liebe:
… für diese Diskussion sei Liebe in einem allgemeinen, gesellschaftlich anerkannten Sinne definiert. Ausgeschlossen seien familiäre, spirituelle, platonische und gegenständliche Liebe sowie der Begriff Liebe als Superlativ für „gut“ oder allgemein „gerne mögen“; d.h. es geht um romantische Liebe. Noch genauer: es geht um die Liebe in einer schon vorhandenen oder sich anbahnenden Partnerschaft, d.h. auch einseitige Liebe sei ausgeschlossen.

Freundschaft:
… sei hier ebenfalls in einem gesellschaftlich allgemeinverständlichen Sinne verwendet; es sei dabei aber auf eine enge Form der Freundschaft beschränkt, d.h. ein besonderes, über eine einfache Bekanntschaft hinausgehendes Vertrauensverhältnis zwischen zwei oder mehr Person... vielleicht am besten umschrieben mit „enge Freunde“ oder „beste Freunde“.

… wann immer also hier die Begriffe Liebe (in allen Formen) oder Freundschaft (ebenfalls in allen Formen) verwendet werden, ohne anders gekenntzeichnet zu sein, sollten sie in dem Sinn wie oben definiert verwendet werden.

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Nachdem das geklärt ist... um Folgendes geht es:
Es geht – und im Gegensatz zu dem, was der Spruch am Anfang vielleicht vermuten lässt, geschlechtsunspezifisch – um das Verhältnis Freundschaft zu Liebe und Partnerschaft. Darum ob „Bros Before Hoes“ seine Richtigkeit hat, oder ob „Liebe über Alles“ das bessere Modell ist. [Es sei gleich erwähnt, ich werde später für Ersteres plädieren ;) ]

Wir kennen das alle - die Meisten von uns sogar aus mehreren Perspektiven – jemand (ggf. man selbst) verliebt sich, beginnt eine Partnerschaft bzw. eine Vorstufe davon und nun ist diese (angehende) Liebe von höchster Priorität. Kein Wunder, in der ersten Phase, in der Phase des Verliebt-Seins, haben wir schon rein biologisch kaum eine andere Wahl. Nun entwickelt sich, im Laufe der Prozesse so einer Liebe und Partnerschaft, auch ein Vertrauensverhältnis und ein Bedürfnis Zeit auch außerhalb rein „liebesspezifischer“ Aktivitäten miteinander zu verbringen; kurz: die Liebe berührt immer mehr die Kernkompetenzen von Freundschaft. Und das hat, mal schnell mal langsam – je nachdem wie schnell sich die Beziehung entwickelt -, weitreichende Folgen, denn mit dem Partner gewinnen wir auch etwas wie einen Freund hinzu.

Wer das Glück hat mehrere Freunde zu „besitzen“, der weiß, das verschiedene Freunde auch immer in einem gewissen Konkurenzverhältnis zueinander stehen. Dieses Konkurenzverhältnis vermittelt man, indem man die Waage von Aufmerksamkeit zwischen seinen Freunden hält, man versucht sich allen in angemessenem Maße (was ein komplizierter Prozess ist, denn „angemessen" ist für jedes Individuum etwas anderes) zu wittmen und keinen zu vernachlässigen. Wenn man Glück hat, sind mehrere Freunde zu einem Freundeskreis zusammengeschlossen, so dass jeder mit jedem befreundet ist und damit die Konkurenz entspannt (aber nicht aufgehoben) ist.
Und nun kommt das Dilemma:
… unsere Gesellschaft sagt uns, dass eine Partner, unser/e Geliebte/r, eine besondere Priorität allem und allen anderen gegenüber genießen sollte. Würde man mit einem Partner nun nur stumpf f***en, gäbe es da kein Problem, aber wenn der Partner (wie erwähnt) die Bereiche berührt, die auch die Freundschaft betreffen, wird er ein Konkurent für andere Freunde, aber eben einer, der nach gesamtgesellschaftlichen Verständnis immer Vorrang haben sollte und diesen auch (weil in dieser Gesellschaft erzogen),in gewisser Weise, erwartet.
Selbstredend haben Freunde ein Verständnis dafür, zumindest bis zu einem gewissen Punkt, auch sie sind ja in der selben Gesellschaft aufgewachsen... aber irgendwann ist dieser Punkt überschritten und am Ende läuft es allzu oft auf das Unvermeidliche hinaus (wer sich in längerer Partnerschaft befindet oder befreundet ist/war mit jemandem der sich darin befindet, weiß wovon ich rede...)... Freundschaften lösen sich ganz langsam, weil das Ungleichgewicht Liebe-Freundschaft zu groß wird, oder die Beziehung bekommt ein Problem, weil sich der Partner zu oft zu Gunsten der Freundschaften entscheidet. Wie es am Ende auch sein mag, mMn gibt es da einen klaren Konflikt, der sich nur schwer ohne Verluste bewältigen lässt (oder garnicht?)....
…. und hier abrupter Schnitt und Auftakt zur Diskussion....

ein paar kleine Diskussionsanregungen:

- Wie sehen eure Erfahrungen zum Thema aus?
  • ... habt ihr für Partnerschaft Freundschaften vernachlässigt?
  • ... oder andersrum eure Partnerschaft für Freundschaft?
  • ... oder habt ihr Freunde die euch für einen Partner vernachlässigt haben?

- Was haltet ihr allgemein für richtig, wenn es zu Entscheidungen kommt, die im Konflikt zwischen Liebe und Freundschaft stehen? Was sollte vernünftiger Weise gewinnen und warum?

- Ist vielleicht alles Quatsch was ich geschrieben habe und Freundschaft und Liebe stehen in keinem Konflikt zueinander? - Ist vielleicht sogar eine Symbiose möglich?

- Sollte ich recht haben, wo seht ihr die Ursachen? Sind sie rein soziologischer Natur, psychologischer, biologischer, o.a.?


… soweit erstmal.... und jetzt kommt ihr ;)
 

MangaEngel

archeolügenialkohöllisches Chaosvieh
VIP
Ich selbst habe nie das "Liebe vor Freundschaft" irgendwie von irgendwem gepredigt bekommen ôo
Ich komme aber auch aus einem Umfeld, wo Ehelosigkeit, Scheidungen und Ähnliches relativ häufig sind.
Meine Eltern sind geschieden, ebenso war knapp die Hälfte aller Eltern meiner Mitschüler geschieden.
Meine Tanten und Onkels leben da sogar noch besser. Bis auf einen onkel, der tatsächlich ne perfekte Ehe führt, ist eine Tante schon viermal geschieden und der Rest hat schlicht nie geheiratet, sondern führt "nur" eine Lebensgemeinschaft.
Und in meinem Umfeld hieß es nie "Liebe geht vor", sondern "Familie".
Und in dieser "Familie" gehören Freunde dazu. Wenn ich spontan meine beste Freundin zum Essen einlade, wird niemand irgendwas sagen, denn sie ist quasi sowas wie meine Halbschwester. Meine Familie kennt alle engeren Freunde mit Namen, ebenfalls kenne ich knapp 40 Freunde meiner Schwester mit Vornamen und davon die Hälfte auch mit Nachnamen und Adresse. Weil sie halt dazugehören.

Deshalb, die person, die sich IMMER erst beweisen muss und die in einem ständigen Kampf versuchen muss, dazu zu gehören, ist die "Liebe". Mein erster Freund hatte das geschafft. Das bedeutet übrigens nicht, dass alle begeistert von ihm sind, sondern schlicht, dass er als "Familienmitglied" akzeptiert wird. Meine Schwester mochte ihn nicht, aber wenn wir wegen zelten zu dritt mal zusammen lagen, dann verschwörten die Beiden sich schonmal gegen mich.

Mein letzter Freund hatte es dagegen nie wirklich geschafft.
Meine Schwester, meine Oma väterlicherseits und einer meiner Onkel hatten ihn angenommen, der Rest aber nie, allen vorran, weil er mit seinen Hobbys, seinem Benehmen und Ähnlichem dauernd den Eindruck eines Machos machte. Nicht, das sie was gegen Machos haben, aber sie beurteilten schlicht, dass ich nicht zu einem Macho passe. Ergo konnte er nicht als Teil der Familie passen, wenn er durch mich dazu gehört.
Letzten Endes machte ich auch Schluss dank meiner Familie, namentlich meiner besten Freundin, meinen Großeltern und meiner Mutter.
EDIT:
Das "Dank meiner Familie" heißt nicht, dass diese ihn vergraulten, sondern dass ich Schluss machen wollte und diese Personen mir mit Beistand oder Mut machenden Worten zur Seite standen.

Freundschaft steht letztlich eh über der Liebe, da bin ich von überzeugt. Denn wenn man vor die Wahl gestellt wird, dann ist diese Wahl meist zwischen einer langjährigen, intensiven Freundschaft und einer verhältnismäßig kurzen Liebe. und egal, wie toll die Liebe sein mag, sie verliert beim Vergleich.
Denn wie soll ein Partner, den man vor zwei Jahren traf, der nunmal seine Launen durchaus auch an einem mal ablässt und selbst noch einen großen, großen freundeskreis hat, gegen den allerbesten Freund standhalten, mit dem man nun schon seit 15 Jahren durch Dick und Dünn geht, mit dem man schon in der Schulzeit zusammen über Lehrer lästerte und gemeinsam so manche Beziehung von einem selbst als auch dem Anderen durchstand.
Da kann nichts gegen gewinnen.

Aber es muss ja auch nicht immer unbedingt die Wahl geben ;)
Bleibt die aus, kann aus einer Beziehung durchaus eine Liebe werden, die man dann ebenso hochwertig behandelt wie die Freundschaft. Und spätestens, wenn sich beide so ausgeglichen haben, ist dieser Kriegszustand auch vorbei. Das hat halt z.B. mein Onkel geschafft (32 Jahre Beziehung, zwei Kinder, Hammerjob, alles sprichwörtlich perfekt), er muss halt nie zwischen sowas wie "Liebe, Familie oder Freunde?" entscheiden. Alle drei sind ihm gleich wichtig, alle sind perfekt ineinander übergegangen.
 
Zuletzt bearbeitet:

SODI@WOH

Gehört zur Unterschicht
Otaku Veteran
Kann man das nicht einfacher schreiben?...

Ich vernachlässige immer wieder meine Freunde wegen meiner Freundin. Zum einen, gehe ich nicht mit den Jungs einen Saufen, wenn sie pimpern will. Zum anderen, kann sie meine Freunde überhaupt nicht leiden und versucht mich deshalb so oft es geht von ihnen fernzuhalten. Denke aber mal, niemanden stört das wirklich. Die Meißten wissen, dass sie nunmal so von ihnen denkt (was sie ihnen auch regelmäßig mitteilt) und lächeln halt nur drüber. Sie ist ja auch oft genug im Ausland und ich habe Zeit für meine Kumpel.
Selber denke ich nicht, dass ich meine Freundin vernachlässige. Wenn man sich seit seiner Kindheit kennt ist es nur normal, dass man sich ab und zu mal aus dem Weg gehen muss. Von daher ist es wohl eine beidseitig akzeptierte zeitweise Vernachlässigung. Besser als sich die Köpfe einzuschlagen.

So... Freunde, die mich wegen ihres Partners vernachlässigt haben...
Eigentlich nur bei weiblichen Freunden. Wenn die dann mal ne Beziehung haben, kann ich halt nicht zu denen kommen zum schnick-schnacken.
Die männlichen jucken mich ehrlich gesagt nicht so dermaßen, dass es mich interessiert, ob sie nun dann und dort Zeit für mich haben oder eben nicht. Dann halt ein andernmal. Deswegen: Kein Plan ob die mich wegen ihrer Freundin versetzen oder wegen was auch immer.


Eine Symbiose ist möglich, wenn die Freundin aus dem selben Freundeskreis kommt. Ansonsten ist es für mich schwer vorstellbar.
 

smut197

Ordensbruder
Ich hatte es einmal das ich wegen einer Freundin mein kompletten freundeskreis vernachläßigt hatte, was sie mir dan auch ordentlich mitgeteilt haben aber glaube es kommt auch mit da drauf an wie lange man schon mit seinem lebens partner zusammensit weil am anfang klar man will sich oft sehen viel zu sammen machen da bleibt immer irgendwer auf der strecke und für mich ist klar wen ich mich zwischen freundin oder freunde entscheiden müste müste die freundin gehen. Ich währe auch nie lange mit ner person zusammen die meinen freundeskreis net mark oder sie net wirklich kommt da drauf an weswegen. Aber ich würde meine freunde nie wieder versetzen oder hängen lassen wegen nem mädel weil... Zitat " Freundschaft hält ein leben lang eine beziehung nicht".
 
Zuletzt bearbeitet:

Mitsunari

Kokutou no Kyou-Ou
Es ist niemals gut, den Freundeskreis für eine Beziehung zu vernachlässigen, allerdings ist es auch nicht gerade ratsam, die beziehung für den Freundeskreis zu vernachlässigen. Natürlich kann man es sehen wie man will, andererseits, macht man das Eine oder das Andere, wird es definitiv eine Problematik mit sich führen, denn entweder ist partei A beleidigt oder Partei B. Beiden Seiten wird man es sowieso niemals zusammen recht machen können. :sob:

Freunde könnten sich allgemein beschweren, dass man sie öfters hängen lässt, oder auch mal nicht wie früher vielleicht üblich, mehr zusammen abhängt. Die Beziehung jedoch könnte das fast ähnlich sehen. Von dieser Seite aus könnte es heißen, dass man mit der Beziehung zu wneig untenrimmt und man könnte sich ja nicht für diese interessieren. Also ist Beides alles in Allem einrelativ hartes Pflaster. :hot:

Ich persönlich habe bisher weder Freundin für Freundschaft vernachlässigt, noch andersrum. Bisher fand ich immer genau das Maß, womit ich Beides genau gleich mit meiner Anwesenheit erfreue.
Jedoch gab es maleinen Punkt, wo mein bester Freund mich für seine neue Freundin vernachlässigt hatte. zwar fand ich es nicht so toll, aber eigentlich konnte ich es nachvollziehen. Daher hatte ich jetzt nicht so große Probleme damit. :megane:
 

Amarula

Exarch
Selbst hab ich bisher eigentlich immer meine Freunde in Vordergrund gestellt.
Ich hab so viel mit ihnen erlebt und kenn einige schon so lange. Sie sind mir einfach unglaublich wichtig. Einige hab ich jetzt mittlerweile 15 Jahre. Leider kann ich nicht behaubten eine Beziehung zu führen die genauso (oder in etwa) so lang war. Freundschaften können ewig halten - von Beziehungen kann ich das meiner Erahrung nach nicht behaupten.
Ich weiß nochmal das eine Freundin mich etwas abgeschoben hat als ein Mann ihr Leben betrat.
Sie sind zwar nicht mehr zusammen, aber ehrlich gesagt nehm ich es ihr immer noch etwas übel...
 

MangaEngel

archeolügenialkohöllisches Chaosvieh
VIP
Ich weiß nochmal das eine Freundin mich etwas abgeschoben hat als ein Mann ihr Leben betrat.
Sie sind zwar nicht mehr zusammen, aber ehrlich gesagt nehm ich es ihr immer noch etwas übel...
Etwas abgeschoben?
Meine beste Freundin hatte mal nen Freund, der ihr ein Jahr lang den Kontakt zu mir verboten hatte, weil ich ihm nicht genug cool war. Dan trennte sie sich von ihm, weil er gewalttätig wurde und sie entschuldigte sich aufrichtig bei mir. Und naja, anfangs war ich sauer, aber mit meinem letzten Ex hab ich sie auch viel Stress ausgesetzt, also sind wir quitt xD
Deshalb, ich seh das nicht so eng, alle machen mal Fehler und grad in der Liebe sind wir alle mal ein wenig verpeilter als sonst
 

Amarula

Exarch
Etwas abgeschoben?
Meine beste Freundin hatte mal nen Freund, der ihr ein Jahr lang den Kontakt zu mir verboten hatte, weil ich ihm nicht genug cool war. Dan trennte sie sich von ihm, weil er gewalttätig wurde und sie entschuldigte sich aufrichtig bei mir. Und naja, anfangs war ich sauer, aber mit meinem letzten Ex hab ich sie auch viel Stress ausgesetzt, also sind wir quitt xD
Deshalb, ich seh das nicht so eng, alle machen mal Fehler und grad in der Liebe sind wir alle mal ein wenig verpeilter als sonst
Das hört sich ja furchtbar an! Würde meine Freundin 1 Jahr lang keinen Kontakt zu mir haben könnt ich ihr das nur sehr sehr schwer verzeihen.
Bin beeindruckt dass du das kannst. Aber du hast es ihr heimgezahlt... ;)
Und, würdest du es wieder tun?
 

MangaEngel

archeolügenialkohöllisches Chaosvieh
VIP
Naja, heimgezahlt...
Mit Absicht wars ja nicht.
Und ich sags so, ich hab den damaligen freund kennen gelernt und der Kerl war widerlich. Das hatte mich mehr verletzt als das ignorieren, halt, dass es wegen so nem Typen war.
Ich würde ihr aber das Ganze auch nach zehnmal noch verzeihen.
Wir sind nun schon seit über 11 Jahren befreundet, durch dick und dünn gegangen und sie weiß mehr über mich als irgendjemand sonst auf dieser Welt. Sie war auch neben meiner Mutter das Einzige, was mich während meiner Mobbingzeit vom Selbstmord abgehalten hatte und sie hatte für mich in jener Zeit Prügel bezogen, weil sie mir half und das trug sie auch mit Stolz zur Schau. Sie ist halt quasi meine zweite Schwester ^^
Wenn ich sie verlieren würde, das würde mir wirklich das Herz brechen, mehr als jede versagte Liebe. So jemanden wie sie find ich nie wieder, sie ist echt nur Gold wert :)
Wär einer von uns beiden ein Mann, ich hätte sie schon damals mit 15 dazu gezwungen, mich zu heiraten und für immer bei mir zu sein xD

Und da mein letzter Ex sie los werden wollte und sie nicht mochte, gab ich ihm auch letzten Endes den laufpass.
Ich durfte nichtmal die winzigste Kritik an seinen Freunden lassen (und zwei von denen waren schon im Knast, die hatten wirklich Dreck am Stecken), aber er beleidigte fröhlich alle meine Freunde.
Und als er dann schließlich sie als "Zombie" und "Flittchen" bezeichnete und meinte, ich würde übertreiben, als ich ihm diese Ungleichheit aufzeigte, schrieb ich nen Brief, gab ihm alle seine Geschenke zurück und lud meine Freundin auf nen 10-Kugel-Eisbecher ein, damit ich mit ihr zusammen Frustessen machen konnte bzw wir auf meine neue Zeit als Single anstoßen konnten xD
 

KingKool

Gottheit
Sry für Off-Topic aber das kann sich doch gar kein Mensch durchlesen... so sinnlos was Mädels mit sich machen lassen und dann für andere Beziehung kein Vertrauen aufbringen. Kein Wunder, dass die vielen ehrlichen Jungs die es ernst meinen und die Mädels wie Prinzessinen behandeln nix finden weil sie sich manchmal nicht trauen jemandem anzusprechen. Sowas kotzt mich einfach nur an...

2 Topic: Einen richtigen Freund kann wohl niemand ersetzen genauso wie die Frau fürs Leben. Ein Partner akzeptiert es wenn man auch Zeit mit Freunde verbringt genauso wie Freunde es akzeptieren sollte wenn man mehr Zeit mit dem Partner verbringt und ihm das Glück gönnen.

Das einzige was für mich in Zukunft alles übertreffen wird ist mein eigenes Kind. Denn nur das werde ich mehr lieben als alles andere.
 

luci2k1

Jack's Smirking Revenge
Kann man das nicht einfacher schreiben?...
... das könnte man schon, aber wo bliebe da der Spass? ^^

Eine Symbiose ist möglich, wenn die Freundin aus dem selben Freundeskreis kommt. Ansonsten ist es für mich schwer vorstellbar.
... das sollte man meinen, aber meiner bescheidenen Erfahrung nach, wird's dann erst so richtig unangenehm.... denn es ist etwas ganz anderes seine Zeit mit zwei Freunden zu verbringen, oder mit den selben beiden, wenn sie ein Paar sind.... was diese beiden vielleicht garnicht merken... aber es ist so... von kaum etwas kann ich mehr abraten, als ein Paar innerhalb eines festen Freundeskreises zu sein... ganz übel... ^^


Etwas abgeschoben?
Meine beste Freundin hatte mal nen Freund, der ihr ein Jahr lang den Kontakt zu mir verboten hatte, weil ich ihm nicht genug cool war. Dan trennte sie sich von ihm, weil er gewalttätig wurde und sie entschuldigte sich aufrichtig bei mir. Und naja, anfangs war ich sauer, aber mit meinem letzten Ex hab ich sie auch viel Stress ausgesetzt, also sind wir quitt xD
Deshalb, ich seh das nicht so eng, alle machen mal Fehler und grad in der Liebe sind wir alle mal ein wenig verpeilter als sonst
... das hört sich ja schon ein wenig krass an... ich weiß nicht, ob ich da so einfach verzeihen wollen würde....

... aber ja, wenn es um die Liebe geht sind alle ein wenig "anders"... genau das wollte ich anfangs ja auch sagen ;)


Ich muss sagen, wenn ich mich so umschaue und mir die Freunde in festen Partnerschaften betrachte, dann kann ich von keinem sagen, er/sie würde sich auch nur ansatzweise noch im selben Maße um seine/ihre Freunde bemühen wie vorher... und die Zeit macht es nicht unbedingt besser....
Es fängt bei absoluten Kleinigkeiten an, weitet sich aber schon Schritt für Schritt aus... z.B. melden sich Freunde mit Partner weit weniger häufig als jene ohne.... was ganz und gar nicht unlogisch ist, aber leider auch ein erster Schritt auf der Reise zur Entfremdung... klar, sowas überstehen Freundschaften.... völlig ohne Frage... ich hab noch keinen meiner Freunde fallen lassen, weil er "anders" geworden ist im Laufe einer Beziehung (in welcher Hinsicht auch immer).... aber dass sich die Intensität der Freundschaft nicht gewandelt hätte, das kann ich nicht behaupten. Die Prioritäten sind nunmal verschoben, wenn auch nicht immer einseitig nur in Richtung Partner, aber schon (mit der Zeit) immer weiter weg von Freunden....

... der Grund warum ich das sehr unschön und irgendwo auch für falsch halte wurde schon genannt.... Freundschaften sind meist über lange Zeit aufgebaut und basieren auf einer Vertrauensgrundlage, die über ebenso lange Zeit aufgebaut wurde und auch oft schon so manchem Test unterzogen wurde.... vielleicht auch schon einige Erschütterungen überstanden hat. Die Liebe hat den blöden Nebeneffekt, dass Vertrauen sehr freizügig und schnell gespendet wird.... was eine Beziehung fast schon zwingend vorraussetzt.... ohne einen Anteil an Vertrauen zu verschenken, den man einem Bekannten nicht schenken würde, kann sowas nicht funktionieren.... dummerweise kennt man eine frische Liebe oft nicht länger und schon garnicht viel besser, als einen einfachen Bekannten.... was innerhalb der Liebesbeziehung problematisch ist (oder zumindest sein kann), aber auch außerhalb.... eine Liebe (so meine These) erarbeitet sich Vertrauen und damit intime Nähe schneller und weit unverdienter (bzw. weniger intensiv reflektiert) als ein potenzieller Freund und damit auch schneller und unverdienter als Freunde, die schon Freunde sind, das einmal getan haben....
... daher halte ich Freundschaft vor Liebe für theoretisch genau richtig.... aber die Praxis sagt da doch allzu oft etwas anders.... es ist den Liebenden oft vielleicht garnicht so bewusst und wohl auch nicht (absichtlich) egal... aber letztendlich werden Freundschaften fast immer leiden...
Verheiratete hier? - Wie viele Freunde aus der Zeit des Kennenlernens sind noch übrig? Und zu wie vielen besteht objektiv noch ein ähnlich intensives Verhältnis wie zu jener Zeit?
Okay, die von mir erwartete Antwort kann man auch mit einem "natürlichen" Lauf der Dinge begründen (Freundschaften verlieren sich halt)... aber ich finde es schon auffällig, wie viel eher und schneller Freundschaften zerbrechen (oder weniger intensiv werden), die durch Partnerschaften beeinflusst sind... auch zu beobachten am Effekt, der am Ende der Partnerschaft auftritt.... zumeist wird die Freundschaft dann doch wieder intensiver....

... nun sicher ist es ganz normal, seinem Partner einen großen Teil an Aufmerksamkeit zu schenken... und irgendwo her muss man die ja auch nehmen.... aber auch da meine ich beobachten zu können, dass Freundschaften übermäßig viel leiden müssen.... vielleicht weil viele der Meinung sind, Freundschaften halten es am ehsten aus, wenn man ihnen etwas Aufmerksamkeit entzieht.... was ja sicher auch zutrifft.... andererseits haben echte Freunde es auch am wenigsten verdient, dass sie "Leidtragende" sind, wenn es darum geht das eigene Wohlbefinden zu steigern....
 
Zuletzt bearbeitet:

Terry_Gorga

Der Eine, der Viele ist
Otaku Veteran
Ich liebe alle meine Freunde, da mache ich überhaupt keinen Unterschied. Jeder Mensch in meinem Leben, der für mich wichtig ist, hat sich dies auch verdient. Eine Beziehung wäre deshalb für mich niemals ein Grund, einen Freund zu vernachlässigen oder nun weniger Zeit mit ihm zu verbringen. Es ändert die Gegebenheiten, aber nicht die Grundlagen und nur wegen einer Partnerin würde ich nicht anfangen, meine Freunde plötzlich anders zu behandeln.

Wenn die Beziehung zu einer Konkurrenz für die Freundschaften ausartet, dann läuft in der Beziehung etwas schief, weil der Partner damit automatisch meine Freiheit einengt, indem er die Aspekte, die auf die Freundschaft fallen für sich beansprucht. Das wäre für mich ein Grund, die Beziehung zu beenden.
Alles, was ich mit jemand anderem teile tue ich, weil ich es will. Nicht, weil mir irgendwer einreden möchte, dass es sich so gehört. Von wegen für Probleme ist dann nur noch mein Partner Ansprechpartner oder meine Zeit habe ich dann nur noch mit ihm/ihr zu verbringen.

Ich bin niemandem Rechenschaft schuldig, außer mir selbst.
 
Dann würde ich wohl mal Liebe sagen. Habe eh keine guten Freunde und meine Familie will mich auch loswerden. Könnte also niemanden vernachlässigen.
 

Urzu-2

Gläubiger
also mit meinem ex ging das früher iwie gar nich....natürlich wir beide waren megaverliebt und hingen immer wie kletten aneinander...immer auch in den schulpausen.ich habe meine freundinnen ziemlich vernachlässigt in dem ganzen letzten schuljahr...und das tat mir echt leid.bis heute habe ich auch keinen so guten verhältnis mehr mit ihnen allen.man schreibt sich und man trifft sich,aber eher selten.
heute mit meinem jetzigen freund geht das echt gut...er is gar nich eifersüchtig un dlässt mich ruhig nen mädelsabend machen oder er mit sienm kumpels.auch machen wir oft gemeinsam alle zusammen party,zocken sonstiges.habe auch durch ihn viel mehr leute kenngelernt und viele schnell in kurzer zeit lieb gewonnen.:)
 

Lilliandil

Zerschmetterling
Otaku Veteran
Sodimizu schrieb:
Eine Symbiose ist möglich, wenn die Freundin aus demselben Freundeskreis kommt. Ansonsten ist es für mich schwer vorstellbar.
Uuh ich weiß nicht recht Sodi.. weil 1. wenn man mit einer Freundin zusammenkommt, man die Gefahr eingeht gleich 2 Personen in einem Verlieren zu können, wenn Schluss ist.
2. kann es dazu führen, dass man nicht nur die eine Freundin verliert, sondern dass sich der Freundeskreis in 2 Fronten aufspaltet und das Ganze den Bach runtergeht, wenn man sich nicht im guten getrennt hat (was da oft der Fall ist).

Darum würde ich von dieser Konstellation eher abstand halten.

luci2k1 schrieb:
habt ihr für Partnerschaft Freundschaften vernachlässigt?
Ja, in der Anfangszeit verbringt man normalerweise mehr Zeit mit dem Partner, bis sich das auf ein normales Niveau einpendelt.

Also freunde sieht man zwar seltener, als wenn man Single ist, (was ja logisch ist) aber nicht so selten, dass Freundschaften dran zerbrechen. also ich krieg das irgendwie unter einem Hut.

Gut meine festen Freunde können meistens wenig mit meinem Freundeskreis anfangen und diese haben dazu noch den Tick meinen festen Freund bei einem treffen auf seine Qualitäten abchecken zu wollen usw. um sich über ihn eine Meinung bilden zu können, was in manchen Fällen echt ausartet, aber dennoch gibt’s bei einer Beziehung keine harten Einschränkungen dass sich jemand veranlasst fühlte seine Freundschaft zu kündigen oder gar mal warnen, dass wir uns in letzter Zeit so selten sehen.
luci2k1 schrieb:
oder andersrum eure Partnerschaft für Freundschaft?
Nee, das kann ich nicht von mir behaupten.
Ich sehe meistens zu, dass mein fester Freund weitgehend zufrieden mit der Beziehungslage ist, aber ich würde nie so weit gehen, dass ich meine Freunde und alles Drum und Dran aufgebe, um in dieser Beziehung voll einzugehen? Aufzugehen? Sich darin auflösen? Wie hieß das Wort, das ich suche… k.a, jedenfalls Nein ^^

luci2k1 schrieb:
oder habt ihr Freunde die euch für einen Partner vernachlässigt haben?
Hmm.. ab wann kann man da von Vernachlässigung reden?
Die Anfangszeit ist nun mal immer die, wo man die meiste zeit mit der Person verbringen möchte, die man über alles liebt. Das sehe ich ein und gönn es jedem auch, weil man glücklich ist. Und doch hat es bisher nie einen bedrohliches Niveau erreicht, dass ich ernsthaft daran dachte, dass die Freundschaft sich auflösen würde und dass ich mir langsam einen Ersatz suchen müsste.
Übrigens bin ich zu 99% mit allen Typen meiner Mädels klargekommen und sie haben mich auch gern.
Mit dem ein oder anderem Mädel meiner Freunde sieht’s da etwas anders aus, aber das liegt nicht an mir möchte ich meinen ^^’
aber trotzdem tat der Freundschaft nie einen Abbruch.

luci2k1 schrieb:
Was haltet ihr allgemein für richtig, wenn es zu Entscheidungen kommt, die im Konflikt zwischen Liebe und Freundschaft stehen? Was sollte vernünftiger Weise gewinnen und warum?
Schwierig.. Ich würde es gar nicht erst so weit kommen lassen, zumindest könnte ich mir so eine Situation nicht vorstellen ??
Ich kann Liebe von Freundschaft trennen.
Wenn beide Seiten sich nicht mögen dann ist es eben so, aber ich kann dennoch mit beiden Seiten glücklich Leben. Dann sag ich allen, dass ich nicht möchte, dass irgendwer schlecht über den anderen redet und gut ist.

Wenn ich meine Freunde zu mir einladen möchte und meinem Freund passt es nicht, dann steht es ihm frei woanders hinzugehen.
Er kann seine Eltern besuchen fahren, mit sein Kumpels abhängen oder sonst was. Es zwingt ihn niemand dabei sein zu müssen, aber er muss mir auch meine Freunde gönnen können, so viel Größe wird man wohl schon noch haben denk ich.

Is ja nicht so wie bei einem Besuch bei mein Eltern ^^
da ist es mir schon wichtig, dass mein „Mann“ mit mir mitkommt und sich dem ganzen stellt ^^
ich weiß, dass das viele als sehr lästig empfinden und so aber so ist das nun mal.. alles hat seine Regeln und Gepflogenheiten, denen man nachgehen müsste und sollte.
luci2k1 schrieb:
Ist vielleicht alles Quatsch was ich geschrieben habe und Freundschaft und Liebe stehen in keinem Konflikt zueinander? - Ist vielleicht sogar eine Symbiose möglich?
Na ja obs möglich ist weiß ich nicht, mir ist aber keine ernsthafte Symbiose untergekommen.
Meistens ist es so, dass der feste Freund einen guten Draht zum Freundeskreis sucht, um dadurch einen guten Draht zur Freundin zu haben.. eine zweckdienliche Symbiose.
 
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