[Diskussion] Tabuthema: Psychisch Kranke - wie steht ihr dazu?

Camie-chan

Scriptor
Wenn dein Umfeld so ist, dann musst du entsprechend mit umgehen, allerdings solltest du dich dann auch fragen warum du dich in so einem Umfeld bewegst...
Kein Mensch muss alles kennen und nur du als Betroffener kannst deinem Umfeld klar machen was Sache ist, bzw bei einem "scheiß Umfeld" eben dafür sorgen, dass sie es nicht mitbekommen.
Ich weiß das es dir schwer fällt das richtioge Maß zu finden, du drückst es hier ja schon Jedem bei jeder Gelegenheit aufs Auge, egal ob es passt oder nicht, wenn du so auch im RL damit umgehst, wundert es mich nicht, dass du damit überall aneckst...
Du machst es ja relativ einfach ...
Wie kann man denn entsprechend damit umgehen?
Man muss es erst lernen und für sich herausfinden. Ein längerer Prozess.
Doch auch andere in seinem Umfeld sollten, wie man selbst, lernen damit umzugehen.
Auch wenn man jetzt damit argumentiert, dass es ja sein eigenes Problem ist und nicht der anderen, ist meine Sicht:
Es ist ein Problem was alle Menschen in seinem Umfeld betrifft! Wenn die Familie will, dass man endlich wieder arbeiten geht und es nicht hinter seiner für sie lächerlichen Krankheit versteckst, dann sollen sie dich unterstützen, sodass du es wieder kannst, statt sowas zu erzählen. Sie haben ja auch ein Problem mit dir, was somit genauso ihr Problem ist, was sie angehen sollten, um es zu lösen.
Das mit dem Umfeld ändern ist so eine Sache, schwer sich der Familie zu entziehen oder auch nicht einfach mal eben den Arbeitsplatz zu ändern, weil die Arbeitskollegen so mit einem umgehen. Man soll also dafür Sorgen, dass sein Umfeld es nicht mitbekommt, mit anderen Worten es verstecken ? Nur um sowas nicht an den Kopf zu bekommen? Riecht nach Tabuthema!
 

redrooster

赤いオンドリ - 僕はオタクです!
Teammitglied
SMods
Ja, man kann viel erzählen oder einem anraten, allerdings kann man das Thema nur richtig beurteilen, wenn man Betroffener ist oder die entsprechende medizinische Ausbildung für eine Beurteilung hat. Alle anderen sollten sich mit Kommentaren oder Ratschlägen besser zurückhalten.

Die Frage ist, wie man als Betroffener damit umgeht, arbeitet man selbst daran, indem man die Situationen analysiert und versucht, sein eigenes Verhalten daran anzupassen, ergibt man sich in seinen Status, versucht man es der Umwelt zu erklären oder driftet man dahin ab, seine Erkrankung als Alibi zu verwenden? Nach dem Motto: ich bin ja krank...

Wer sich nach dem richtet, was seine Eltern und Umwelt ihm anerzogen oder als moralische Eckdaten mitgegeben haben, liegt dabei meist falsch, denn ein schlechtes Gewissen, das sich daraus ergeben könnte, ist hier absolut fehl am Platz. Man ist krank, aber nicht schuldig. Wichtig ist für den Betroffenen eigentlich immer, sich selbst nicht (zu) streng zu betrachten und sich positv zu sehen anstatt auf das negative hören zu wollen, was das Umfeld in einen implizieren will. Ein schlechtes Gewissen ist fremdgesteuert, trotzdem ensteht es nur in einem selbst. Wenn man krank ist, ist man krank, braucht deshalb aber kein schlechtes Gewissen zu haben,

Manch einer betrachtet sich in dieser Situation selbst durch die Brille seiner Umwelt, also wie andere einen sehen, und das ist ein Kardinalfehler. Nur man selbst sieht sich richtig, wobei man auf den eigenen Bauch mehr hören sollte als auf alles andere.
 

Filp

คนสร้างความยุ่งยาก
Otaku Veteran
Du machst es ja relativ einfach ...
Wie kann man denn entsprechend damit umgehen?
Man muss es erst lernen und für sich herausfinden. Ein längerer Prozess.
Doch auch andere in seinem Umfeld sollten, wie man selbst, lernen damit umzugehen.
Auch wenn man jetzt damit argumentiert, dass es ja sein eigenes Problem ist und nicht der anderen, ist meine Sicht:
Es ist ein Problem was alle Menschen in seinem Umfeld betrifft! Wenn die Familie will, dass man endlich wieder arbeiten geht und es nicht hinter seiner für sie lächerlichen Krankheit versteckst, dann sollen sie dich unterstützen, sodass du es wieder kannst, statt sowas zu erzählen. Sie haben ja auch ein Problem mit dir, was somit genauso ihr Problem ist, was sie angehen sollten, um es zu lösen.
Das mit dem Umfeld ändern ist so eine Sache, schwer sich der Familie zu entziehen oder auch nicht einfach mal eben den Arbeitsplatz zu ändern, weil die Arbeitskollegen so mit einem umgehen. Man soll also dafür Sorgen, dass sein Umfeld es nicht mitbekommt, mit anderen Worten es verstecken ? Nur um sowas nicht an den Kopf zu bekommen? Riecht nach Tabuthema!
Es ist deine Sache wie du damit umgehst und nicht Jeder in deinem Umfeld ist der richtige Ansprechpartner, aber das weiß man selbst eigentlich immer am besten. Kein Mensch muss sich mit deiner Krankheit auseinander setzen, das bleibt immer noch jedem selbst überlassen, ob und wie er es tut. Es hat auch absolut nichts mit Tabu zu tun, wenn es irgendwem am Arsch vorbei geht was du hast. Genausowenig muss es einen Interessieren wie und wo irgendwer am Wochenende feiern geht oder ob er auf Angeln steht und den ganzen Tag davon erzälen will.

Nun... Geburt könnte ein Grund sein.
Aber danke, dass du persönlich wirst.
Wo die Depression sofort auf die Familie umgedeutet und zur Schuld der Eltern oder Familie stilisiert wird.
Deine Eltern geben sich selbst die Schuld?
Ansonsten bin ich lange genug hier und lese es von dir ständig und auch mein Postfach ist noch voll davon, genau dieses Thema hatten wir beide ja schonmal ausführlich ;)
 

Camie-chan

Scriptor
Es ist deine Sache wie du damit umgehst und nicht Jeder in deinem Umfeld ist der richtige Ansprechpartner, aber das weiß man selbst eigentlich immer am besten. Kein Mensch muss sich mit deiner Krankheit auseinander setzen, das bleibt immer noch jedem selbst überlassen, ob und wie er es tut. Es hat auch absolut nichts mit Tabu zu tun, wenn es irgendwem am Arsch vorbei geht was du hast. Genausowenig muss es einen Interessieren wie und wo irgendwer am Wochenende feiern geht oder ob er auf Angeln steht und den ganzen Tag davon erzälen will.
Richtig, müssen nicht, davon war auch nie die Rede. Doch ob Enthaltung immer so gut ist? Besonders bei Freunden, Kollegen, Familienangehörigen oder dem Partner? Ignoranz hat auch seinen Anteil im Tabu ebenso, dass man die Krankheit wegen Unwissenheit anderer versteckt.
 

Lia

Don't eat the help! ツ
Otaku Veteran
Oha, hier herrscht ja dicke Luft. Dabei ist das doch ein interessantes Thema.
Wir haben nichtmal eine Seite geschafft. :(

Ich würde auch meinen, dass Gleichgültigkeit nicht besonders zielführend ist. Damit geht man nur eigenen "Problemen" aus den Weg.
Wenn es betreffenden Personen schadet und man es dennoch ignoriert, dann kann man es doch nur als Tabu-Thema interpretieren.
 

Rattenkönig

Ngeuuraksaha
VIP
Es gibt gewiss Menschen, die dann Personen nicht in eine Schublade stecken. Und ich denke, es sind viel mehr als die Betroffenen glauben. Man muss aber jene auch suchen und finden und man kann es nicht anders nennen, es hängt auch mit dem Glück zusammen. Ich kenn das leider auch zu gut, wenn Andere meinen, man würde einfach simulieren, oder wie in der Schule, man ist faul und dumm, einziger Anhaltspunkt sind meistens die Noten. Aber das es auch Gründe haben kann - darauf kommen scheinbar die wenigsten. Das liegt am Egoismus der Menschen - oder gar an der emotionalen Dummheit. Hat man selbst keine Probleme, geht man meistens von Sich aus und wenn man das eine schafft, denkt man, alle anderen müssten das auch schaffen.

Besonders erkennt man Hier eine Nicht-Akzeptanz im Großteil der Gesellschaft - siehe Berufe und Schulen. Die meisten wollen garnichts davon wissen, was man hat. Hauptsache man funktioniert. Selbst Psychiater können emotionale Krüppel sein. Gerät man an solche, macht das alles nur noch schlimmer. Da braucht man auch wieder das Glück, den richtigen Psychiater zu treffen. Und nicht jeder nimmt einen ernst. Vorallem nicht, wenn die Depression noch im Anfangsstadium ist, oder vor dem ausbrechen ist. Klar, denn natürlich ähnelt man dann oft den Leuten, die einfach nur keine Lust haben - z.B. zu arbeiten. Aber da kommen wir wieder schnell zu den Vorurteilen. Die sich meistens auf den Grund beziehen, dass man jemanden kennt, der jemanden kennt, der auch so ist, aber in Wahrheit ein fauler Sack ist. Was im Grunde bedeutet, man hat keine Ahnung. Das selbe mit Menschen, die allgemein immer von sich auf andere schließen.

Das ist wie mit dem Thema Burn-Out. Es gibt immer noch welche, die das einfach als Faulheit hinstellen. Nur weil die selbst, irgendwas geschafft haben. Aber man sollte doch schon als Kind gelernt haben, dass jeder Mensch unterschiedlich ist. Nicht alle haben die selben Gefühlswelten. Wenn das Umfeld mit sowas nicht umgehen kann, heißt das nicht, dass das Umfeld generell nur Negativ ist. Aus dem Umfeld kann man nur dann ausbrechen wenn man eine feste Bezugsperson hat, die einem auf diesen Weg begleitet. Einsamkeit ist einfach Gift für die meisten in so einer Lage.
 

BlackGod

Otakuholic
Otaku Veteran
Puh ein wirklich schweres Thema, für alle Beteiligten.

Denn es ist nicht nur dass das Umfeld der Anstoß ist für eine Tbauisierung sondern aus persönlciher erfahrung sind es auch sehr fot die Belasteten slebst die nicht akzeptieren wollen dass sie eben nciht wie andere sind und genauso behandelt werden wollen wie alle andere. Egal ob es ihnen schadet oder sogar den menschen um ihnen herum mehr zu lasten ist als nötig.

Ich selbst habe genug persönlcihe erfahrung da ich selbst deppresiv bin und authistische züge habe, mit behindertenausweis, eine mutter habe die wohlmöglich nicht eine psychsiche erkrankung haben muss aber alein durch den verlust meines zwillingsbruders und meines vaters enorme probleme hat die sie nicht angehen will und gleichzeitig noch narben aus der kindheit hat auf ihrer psyche und mein halbseitig gelähmter zwillingsbruder der vor einigen jahren gestorben ist ging es auch nciht besser.

Wird es besser indem wir es totschweigen oder gar so tun als wären erkrankte menschen völlig normal und problemlos im alltag? Nein, denn damit verschließt man die augen vor der realität, egal ob von den rücksichtsvollen helfern oder von den betroffenen selbst!
Am Besten sieht man es an Arbeitsplätzen für schwerbehinderte, die ich selbst erlebt habe, wo die Betroffenen meist nru einen Bruchteil der arbeit machen aber weder für sich noch das unternehmen einen gewinn darstellen, denn diese menschen wären genauso glücklich wenn sie freizeit machen würden, was leider nciht von der hand zu weisen ist.
Und die die behaupten es ist ihnen wichtig belügen sich selbst, denn ihre arbeit ist meist einfach nur wegen der behindertenquote in nem unternehmen und die arbeit selbst demenstprechend eine beschäftigungstherapie.
Natürlich gibt es ausnahmen, in meiner ausbildung hatten wir etwa geistig und körperlich einegschränkte menschen die anschließend in festanstullngen kamen und fast ganz normal arbeiten konnten. Doch sind das leider die wenigen einzelfälle.
Und natürlich kann man sagen dass es den menschen geschudlet ist ihnen arbeit zu geben, doch wozu? Wir arbeiten um zu leben, doch solch ein leben würde kein gesunder für alles geld der welt tauschen! Und auch das argument auf arbiet findet man sozialen anschluß ist lachhaft, da man dann entweder mit seiensgleichen zsuammengesteckt wird oder man leute hat die schlciht mitgefühl haben, es gibt nichts erniedrigerndes als dass jemand etwas mit dir wegen mitleid zu tun haben will, oder einen helferkomplex haben. und da sind diejenigen die einfach nichts mit einem zu tun ahben wollen oder einen als störend empfinden für viele als asozial ansehbar, doch finde ich diese menschen persönlich am besten, da sie ehrlich und auf augenhöhe handeln. sie vesrtecken ihren standpunkt nciht hinter mitleid und fassen einen mti samthandschuhen an.
 

redrooster

赤いオンドリ - 僕はオタクです!
Teammitglied
SMods
Tabuthema, so ein Quatsch, wenn ca. 10 % der Bevölkerung über alle Sozial- und Altersschichten drunter leiden...
 

Filp

คนสร้างความยุ่งยาก
Otaku Veteran
Ich selbst habe genug persönlcihe erfahrung da ich selbst deppresiv bin
Depressiv sein ist keine Krankheit, die Depression ist die Krankheit.
Weiter gelesen hab ich dann aber nicht und ich glaub es gab Zeiten, da konntest du noch leserlich schreiben...
 

Shishiza

Sehr brave Fee^^
Teammitglied
Mod
Ich glaube, jeder Mensch hat mehr oder weniger einen kleinen Tick. Manche kann man kompensieren, manche eben nicht. Für mich ist gerade das Thema Psychisch Kranke einfach ein sehr wichtiges Thema und absolut nicht ein Tabu Thema, einfach, weil ich tagtäglich damit zu tun habe. Ich weiß, das man so einiges leider immer wieder gut redet, oder weniger als gefährlich sieht, als man sollte, denn die können mehr als heimtückisch sein.
Ja, leider kennen sich so viele nicht aus, haben kein Wissen und vor allem keine Ahnung, aber geben ihr Bestes vom besten ... was meist falsch, dumm oder sonstiges ist. Meist können die Leute nur dann mitreden, wenn sie in ihrer Familie jemanden haben, der davon betroffen wird. Allerdings wird da meist die Augen verschlossen, weil man das nicht wahr haben möchte. Denn genau das ist es nämlich. Entweder, der simuliert, oder es ist ja nicht so schlimm ... oder was auch immer ... solche Denkweisen kommen dann meist hoch.
Aber wichtig ist, wie man selber damit umgeht. Man sollte sich Wissen aneignen, sich mit der Person richtig befassen, sich von Experten Informationen holen wegen verhalten und sonstiges. Wenn man sich damit nicht auseinander setzen möchte, dann sollte man es eben lassen, nicht jeder ist dafür geeignet, da es einen selber an die Substanz gehen kann. Aber man sollte, wenn man selber davon Betroffen ist, sich ganz genau überlegen, wem man es sagt. Manchmal kann es gut gehen und manchmal in die Hose. Leider zeigt die Erfahrung, ob man richtig liegt, oder falsch.
 
Es gibt keine "Kranken", nur unangepasste und weniger kontrollierbare/berechenbare Menschen.
Die Frage ist, was das Individuum will. Wer es sein will und wann es so sein will und wie lange es so sein will. Und wo es hin will im Leben, mit der eigenen Entwicklung...
Die Gesellschaft unterstützt nur Genesung in Form von Anpassung und wiederaufbereitung. Wir sollen funktionieren und nicht uns frei und eigenständig entwickeln und entfalten.
So sieht es doch aus... Und alle Religionen und Institutionen fördern dieses Fordern und nicht den Menschen als souveränes Wesen.
Das raffen die Psychologen selbst ja oft noch nichtmal.
Ich habe mit einigen zusammen gelebt und auch studiert und ich kann euch sagen... Die sind nicht einen Hauch gescheiter als die Kranken. Sie können nur gut aus einzelnen Teilen eine Maschine bauen.

Psychisch "Kranke", unsichere und instabile Menschen sind mir da weitaus sympatischer, denn sie werden mit der Art ihrer Existenz den Verhältnissen dieser Welt halbwegs gerecht.
Mehr als alle anderen. Mögen sie einst die stärksten sein.
 
Es gibt keine "Kranken", nur unangepasste und weniger kontrollierbare/berechenbare Menschen.
Die Frage ist, was das Individuum will. Wer es sein will und wann es so sein will und wie lange es so sein will. Und wo es hin will im Leben, mit der eigenen Entwicklung...
Die Gesellschaft unterstützt nur Genesung in Form von Anpassung und wiederaufbereitung. Wir sollen funktionieren und nicht uns frei und eigenständig entwickeln und entfalten.
So sieht es doch aus... Und alle Religionen und Institutionen fördern dieses Fordern und nicht den Menschen als souveränes Wesen.
Das raffen die Psychologen selbst ja oft noch nichtmal.
Ich habe mit einigen zusammen gelebt und auch studiert und ich kann euch sagen... Die sind nicht einen Hauch gescheiter als die Kranken. Sie können nur gut aus einzelnen Teilen eine Maschine bauen.

Psychisch "Kranke", unsichere und instabile Menschen sind mir da weitaus sympatischer, denn sie werden mit der Art ihrer Existenz den Verhältnissen dieser Welt halbwegs gerecht.
Mehr als alle anderen. Mögen sie einst die stärksten sein.
Ob Leute, die psychisch krank sind, das genauso sehen, wage ich zu bezweifeln. Unsicher und instabil zu sein, kann da noch vergleichsweise harmlos sein; diese Menschen leiden in weiten Teilen unglaublich stark unter dem, was du hier in die Ecke "unangepasstes Verhalten" zu schieben versuchst. Das ist kein Spaß und diese Menschen haben sich das auch nicht ausgesucht. Sag doch mal einem Sozialphobier, dass sein Verhalten doch gar nicht schlimm ist und es doch gar kein Problem sei, wenn er sich nicht unter Menschen traue. Ob er das auch so sieht? Er ist doch so wahnsinnig unangepasst und einfach nur weniger kontrollierbar/berechenbar.
Leider leidet er aber eben nicht unter der Gesellschaft, sondern unter seinem eigenen Verhalten, und das wissen viele psychisch Kranke auch. Außer einem kleinen Teil, der das dann auf diese Weise schönzureden versucht, um eine Ausrede zu haben, warum er nichts dagegen unternimmt, und sich bequem weiter über die Gesellschaft beklagen zu können.

Psychische Krankheiten sind nicht harmlos, nicht selten leiden die Betroffenen darunter schlimmer als unter physischen Gebrechen. Wer das leugnet und behauptet, sie seien doch einfach nur bewunderswert unangepasst, hilft ihnen damit ganz bestimmt nicht.
 
Ob Leute, die psychisch krank sind, das genauso sehen, wage ich zu bezweifeln.
Wenigstens ähnlich, mit vielen hast du gesprochen? Ich arbeite mit ihnen. :) Nichts für ungut... aber du schreibst von dir und nur von dir und das ist ok. Danke. Das nehme ich ernst genug.

Unsicher und instabil zu sein, kann da noch vergleichsweise harmlos sein; diese Menschen leiden in weiten Teilen unglaublich stark unter dem, was du hier in die Ecke "unangepasstes Verhalten" zu schieben versuchst.
Warum so aggressiv? Ist dir damit jemand mal esotherisch auf den Sack gegangen? Ich bin doch relativ sachlich geblieben...
Ich versuche hier erstmal überhaupt nicht, irgendetwas in irgendeine Ecke zu schieben.
Unangepasstheit kommt im Bezug auf das funktionierende System "Gesellschaft" ins Spiel, das habe ich differenziert von den eigentlichen Symptomen. Dass diese Menschen leiden, ist mir durchaus bewusst. Doch ich kann dich mal aus dem Berufsleben über eines aufklären: Das trifft nur geringfügig mehr oder weniger auf jeden einzelnen Menschen in Westeuropa zu!
Und die Frage, die sich hier stellt, ist oft ausschließlich: identifiziert sich jemand mit dem Led, oder sucht er aktiv nach Veränderung.

Das ist kein Spaß und diese Menschen haben sich das auch nicht ausgesucht.
[...]
Wer das leugnet und behauptet, sie seien doch einfach nur bewunderswert unangepasst, hilft ihnen damit ganz bestimmt nicht.
Was ist denn schon spaßig in dieser Welt? Das ist überhaupt nicht mein Thema gewesen, das bringst du nun selbst mit rein. Ist es das, was du dir für dich und für andere Menschen wünschst? Spaß? Spaß ist die Jagd nach Konsumgütern. Viel Erfolg dabei!
Und Bewundernswert finde ich das ganz und gar nicht, ich finde den Umgang mit ihnen einfach absurd und unangemessen. Keine und damit meine ich absolut keine medikamentöse Behandlung von Symptomen hat jemals geholfen. Also nachhaltig zur Besserung geführt. Am Ende wird dafür immer wieder die Verantwortung abgegeben.. an das Individuum, Gott etc. Und so richtig das vielleicht sein mag, ob und wie die Beruhigung durch Tabletten und Zeug hilft und stärkt, empfinde ich als sehr fraglich.
Die Menschen werden schwächer und abhängig, mutlos und dennoch rastlos.
Also bitte... dann tu du nicht so, als sei das eine gute Alternative. Nur dagegen habe ich mich ausgesprochen.
Das Leid unserer depressiven Gesellschaft und alle psychischen Extreme davon ist der größte Mist überhaupt.

Und es ist analysierbar voher er kommt und was ihn fördert.
 
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