[Diskussion] Thema Toleranz

DynaEx

Artist
Otaku Veteran
Ist schon klar. Dieses Toleranzding umfasst noch mehr als die sexuelle Orientierung. Ich spreche gerade allgemein.
 

Holzi

...
Hallo

Ich kenne den Lehrplan zwar nicht, aber was ist denn damit gemeint, das er verlangt, das man Homosexualität gut finden muss ? Wenn die FAZ sich aufregt, kann es eigentlich nur gut, finde ich.

Zu meiner Zeit musste man übrigens noch in den Gottesdienst gehen, das hat auch nicht viel mit selber urteilen zu tun. Und ob man jetzt eingetrichtert bekommt, das man zur Beichte muss, damit der liebe Gott einen mag oder das Homosexualität auch natürlich ist, macht keinen Unterschied.

Ich stimme aber darin zu, das Toleranz, und gerade die, die in solchen Themenwochen durchgekaut wird, nicht zuletzt auch deshalb, weil sie einem so plump verkauft wird, allmählich ein negativ besetzter Ausdruck wird.
Vor allem, da auch die ARD z.B. bei Manchem kaum tolerant ist oder sein wird.
 

Sylverblack

Bred in Captivity
Otaku Veteran
Mich stört es mittlerweile sehr, wenn ich das Wort "Toleranz" nur höre und zwar nicht, weil ich dagegen wäre, ganz im Gegenteil. Sondern, weil es undifferenziert und inflationär gebraucht wird, meistens, um unliebsame Kritiker mundtot zu machen.
Ich bin beispielsweise vehement gegen besagten Lehrplan, der Akzeptanz sexueller Vielfalt an die Schüler bringen soll. Warum? Weil Akzeptanz und Toleranz unterschiedliche Dinge sind:
Wenn ich jemanden toleriere, dann dulde ich ihn, behalte aber meine Meinung. D.h. wenn ich einen Schwulen mit Respekt behandle, ihn nicht beschimpfe, schlage oder sonstwas, obwohl ich der Meinung bin, Homosexualität sei voll doof, dann toleriere ich ihn.
Wenn ich aber jemanden akzeptieren soll, wird von mir verlangt, dass ich meine Meinung ändere, denn akzeptieren bedeutet so viel wie "gutheißen". Es reicht nicht mehr, dass mir die Existenz eines Homosexuellen nichts ausmacht, ich muss ihn toll finden. Und da liegt das Problem.
Zum Einen sind Toleranz und Akzeptanz Begriffe, die subjektiv unterschiedlich bewertet werden. Für den Einen ist das, was du Toleranz nennst, bereits Akzeptanz (und umgekehrt). Zum Anderen wird Akzeptanz, in diesem Fall Homosexualität oder andere sexuelle Orientierungen, die nicht der heterosexuellen entsprechen, häufig als solche beschrieben, bei dem die Person selbst akzeptiert wird und nicht ihre sexuelle Orientierung. Die Betrachtungsweise des Begriffs hängt also (imo) deutlich vom Blickwinkel, unter welchem man sie sieht oder sehen möchte, ab.
Es ist also denkbar, dass bei der von dir kritisierten Lehrplan-Ausrichtung, ein anderes Verständnis von Akzeptanz und Toleranz beschrieben wird, als die, die du meinst. Sozusagen ein semantisches Missverständnis.

Ich finde Homosexualität nicht normal und zwar aus einem einfachen Grund: Über 90% aller Menschen sind heterosexuell. Das war's.
Wenn du "nicht normal" mit "nicht der Norm entsprechend" gleichsetzt, stimme ich dir aus dieser Sicht zu. Wenn du "nicht normal" mit "abartig", "verächtlich" gleichsetzt (wie es in der Umgangssprache gerne getan wird), nicht. Ich vermute aber, dass Ersteres der Fall ist.
Aus biologischer Sicht halte ich Homosexualität für normal (= natürlich), weil sie über Zeit und Kulturen hinweg in ungefähr gleichem Umfang bei Menschen (~5% der Bevölkerung einer Population) als auch im kulturfreien Tierreich vorkommt und somit einem bestimmten Zweck dient.

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Nochmal zum Thema Toleranz:
Für mich persönlich würde ich es so formulieren: Toleranz für andere sexuelle Orientierungen außerhalb der heterosexuellen, Akzeptanz für die Personen, die sie leben.
Das gesellschaftliche Aufbauschen sexueller Orientierungen ist sowieso nur Produkt unserer Kultur, genauer gesagt eines Teiles unserer Kultur (dem religiösen Anteil). Bei den Römern und Griechen hat die sexuelle Orientierung keine größere Rolle gespielt als das, was sie war: Privatsache. Meiner Meinung nach der optimale Umgang mit diesem Thema.
 
Ich kenne den Lehrplan zwar nicht, aber was ist denn damit gemeint, das er verlangt, das man Homosexualität gut finden muss ?
Bereits in den Lehrplänen der vorherigen Landesregierungen war die Toleranz gegen Menschen, die anders sind als man selbst, integriert. Das Neue an diesem Lehrplan ist nun, dass statt von Toleranz von Akzeptanz die Rede ist. Wo da der Unterschied ist, habe ich ja schon erklärt. Außerdem wird das Thema sexueller Vielfalt hervorgehoben und zum Querschnittsthema durch alle Fächer gemacht. All das ist meiner Meinung nach eine krasse Überbetonung dieses Themas und außerdem sollte man Toleranz nicht an einem Thema festmachen, sondern generell vermitteln, d.h. unabhängig davon, was man nun tolerieren soll.

Zum Einen sind Toleranz und Akzeptanz Begriffe, die subjektiv unterschiedlich bewertet werden. Für den Einen ist das, was du Toleranz nennst, bereits Akzeptanz (und umgekehrt). Zum Anderen wird Akzeptanz, in diesem Fall Homosexualität oder andere sexuelle Orientierungen, die nicht der heterosexuellen entsprechen, häufig als solche beschrieben, bei dem die Person selbst akzeptiert wird und nicht ihre sexuelle Orientierung. Die Betrachtungsweise des Begriffs hängt also (imo) deutlich vom Blickwinkel, unter welchem man sie sieht oder sehen möchte, ab.
Es ist also denkbar, dass bei der von dir kritisierten Lehrplan-Ausrichtung, ein anderes Verständnis von Akzeptanz und Toleranz beschrieben wird, als die, die du meinst. Sozusagen ein semantisches Missverständnis.
Was du da beschreibst, stimmt, auch ich nutze die beiden Begriffe nur dann korrekt, wenn ich auf den Unterschied hinweisen will. Da kann man keinem "Normalbürger" einen Strick draus drehen. Dass nun aber eine Landesregierung diese Begriffe einfach mal so zufällig in einem Gesetzesentwurf austauscht, ist glaube ich unrealistisch. Es war ja schon vorher von Toleranz die Rede, während nun explizit von Akzeptanz gesprochen wird. Auch einige namhafte Grünen-Politiker sagen für sich selbst ganz klar: "Ich will nicht nur toleriert, sondern akzeptiert werden." Es hat aber wie gesagt niemand ein Recht darauf, toll gefunden zu werden.

Wenn du "nicht normal" mit "nicht der Norm entsprechend" gleichsetzt, stimme ich dir aus dieser Sicht zu. Wenn du "nicht normal" mit "abartig", "verächtlich" gleichsetzt (wie es in der Umgangssprache gerne getan wird), nicht. Ich vermute aber, dass Ersteres der Fall ist.
Aus biologischer Sicht halte ich Homosexualität für normal (= natürlich), weil sie über Zeit und Kulturen hinweg in ungefähr gleichem Umfang bei Menschen (~5% der Bevölkerung einer Population) als auch im kulturfreien Tierreich vorkommt und somit einem bestimmten Zweck dient.
Ich beziehe die Normalität nur auf den Anteil Homosexueller an der Gesellschaft. Das ist finde ich auch etwas anderes als die Natürlichkeit. Ich kann nicht nachvollziehen, wie man Homosexualität als unnatürlich bezeichnen kann. Was ist denn das Gegenteil von "natürlich"? Das Gegenteil von "natürlich" ist "künstlich". Kein Mensch käme auf die Idee zu behaupten, Homosexuelle seien irgendwie von Menschenhand geformt worden wie ein Auto oder ein Haus. Von daher ist Homosexualität nicht normal, aber trotzdem natürlich. Beides ist im Übrigen auch kein Synonym für "gut".

Ich stimme aber darin zu, das Toleranz, und gerade die, die in solchen Themenwochen durchgekaut wird, nicht zuletzt auch deshalb, weil sie einem so plump verkauft wird, allmählich ein negativ besetzter Ausdruck wird.
Vor allem, da auch die ARD z.B. bei Manchem kaum tolerant ist oder sein wird.
Ich frage mich überhaupt, was sich die Veranstalter solcher Aktionen denken. Bestimmt werden alle Leute, die vorher Schwarze, Behinderte oder Homosexuelle verprügelt haben, geläutert von der ARD aus ihrem Fernsehsessel aufstehen und so etwas nie wieder tun. Ganz im Ernst: Sowas geht einem doch nur noch auf die Nerven.
 

ezio auditore

Otakuholic
Otaku Veteran
ich habe nichts persöhnliches gegen schwule oder Lesben. es sind Menschen so wie ihr und ich nur weil die eine anders sexuell orientiert sind heißt es ja nichts. meine ehemalige Arbeitskollegin ist lesbisch und Mann konnte super mit ihr reden und arbeiten oder auch ein ehemaliger Lkw Fahrer der mal für uns gefahren ist ist schwul und das gleiche auch super reden und arbeiten. einer aus meinen Schützenverein hat seinen Junggesellenabschied in Köln mal gemacht ein zwei Bier in der Kneipe und dann ich die nächste usw. usw. doch dann sind wir in einer Kneipe eingetreten wo man zu erst eine Treppe runter gehen musste. nach ein paar Bier ist uns aufgefallen das uns die Männer uns angestarrt haben. Als dann der Wirt uns aufgeklärt hat und wir mit ein paar schwulen uns so um Gott und die Welt unterhalten hatten und wir auch klar gemacht haben das wir keine schwule sind, wurde der Abend trotzdem lustig
 

Terry_Gorga

Der Eine, der Viele ist
Otaku Veteran
Man kann sagen, was man will, aber bei der Vorstellung, einen Schwanz in meinem eigenen Hintern zu haben, dreht sich mir gelinde gesagt der Magen um. In sofern tut es mir Leid, aber Homosexualität ist für mich abstoßend. Genauso, wie Guro, Scat und dergleichen.
Das sagt für mich nichts über die Person aus. Ich muss ihre Sexualität ja weder teilen, noch ansehen oder gut finden. Für mich ist es einfach eine Praktik, die nicht meins ist. Nicht mehr und nicht weniger.
 

ezio auditore

Otakuholic
Otaku Veteran
gut mein Fall ist es auch nicht. Aber was mich immer wieder wundert, siehe mein Arbeitskohlegen. Er findet Homosexuelle asozial und man sollte die alle ver..... (ich erläutere es jetzt nicht weiter man kann es sich bestimmt denken) aber Lesben JJJJAAAAAAA das findet er Hammer . Da habe ich zu Ihm gesagt es ist eigentlich fast kein unterschied ob sich jetzt Frauen bescheren oder sich jetzt Männer gegenseitig das Rohr frei machen. Es sind zwar zwei Unterschiedliche Geschlechter aber Homosexuell ist ja beides in diesem Sinne.
 

sophie944

Gläubiger
Ich finds auch lustig wie groß der Unterschied ist wenn sich Frauen lieben oder Männer obwohl es ja das selbe ist.
Was mich immer stört an solchen Sachen ist wenn es Eltern sind die ihre Abneigung und ihr Vorurteile so offen zeigen und das somit auch ihren Kindern so vorleben.
"Wie man sich also solchen Leuten gegenüber zu verhalten hat"
Sicher kann man sich dann immer noch seine eigene Meinung bilden wenn man älter ist aber die Vorurteile sind schon da und wer sich nicht viele Gedanken machen will der bleibt dann auch bei dem was er kennt.
 

Aegis

Stamm User
Also ich bin zwar durch und durch hetero, aber dennoch bin ich der Meinung, jedem das Seine. Es soll jeder seinen eigenen Lebensstil wählen und leben dürfen ohne sich dafür in der Öffentlichkeit schämen zu müssen.
Ich finde das manchmal eine echte Schande, wie sehr die Homosexualität als Tabuthema ausgeschlossen wird. Man selbst muss sich ja nicht gleich damit anfreunden, aber man sollte doch eine gewisse Toleranz übrig haben,
sodass niemand von der Gesellschaft ausgegrenzt wird.
Und zum Thema Toleranz selbst, habe ich ein schönes Zitat von Karl Raimund Popper: Im Namen der Toleranz sollten wir das Recht beanspruchen, die Intoleranz nicht zu tolerieren.

MfG,
Morwen
 

ViolaAnn

Ordenspriester
Ich kann da nur für mich sprechen, mir ist das sowas von wurscht ob nun ein Mann, einen Mann oder eine Frau liebt, eine Frau eine Frau oder jemand Frauen und Männer mag.
Man selbst muss es ja nicht. Aber deswegen, sowas als ekelig oder sonstiges zu bezeichnen, nich wirklich. Auch hätte ich sogesehen kein wirliches problem wenn mein Kind meint er steht drauf. So wie er will. Ich finde da ist nichts Unnormales dabei.
 

Boreal

Prophet
Mein Bruder ist auch Schwul bzw Homosexuell war damals 14 als er sich gepoutet hat da ich aber damals nicht wusste was es genau bedeutet hat war ich erstmal etwas verwirrt bzw geschockt (könnte man sagen) als ich wusste was es bedeutet, war ich aufgeschlossener weil ich dann ja wusste was es heißt und bedeutet ich habe dies dann akzeptiert.

Was ich aber nicht tolerieren kann ist z.b Das wenn ein Homosexueller weiß das jemand Hetero ist aber diesen ständig anbaggert oder dauernd raus posaunt das er Homosexuell ist. (Bitte nicht falsch verstehen ich toleriere und Akzeptiere Homosexuelle aber die die es ständig raus posaunen müssen akzeptiere ich nicht)
 
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