Zum Einen sind Toleranz und Akzeptanz Begriffe, die subjektiv unterschiedlich bewertet werden. Für den Einen ist das, was du Toleranz nennst, bereits Akzeptanz (und umgekehrt). Zum Anderen wird Akzeptanz, in diesem Fall Homosexualität oder andere sexuelle Orientierungen, die nicht der heterosexuellen entsprechen, häufig als solche beschrieben, bei dem die Person selbst akzeptiert wird und nicht ihre sexuelle Orientierung. Die Betrachtungsweise des Begriffs hängt also (imo) deutlich vom Blickwinkel, unter welchem man sie sieht oder sehen möchte, ab.Mich stört es mittlerweile sehr, wenn ich das Wort "Toleranz" nur höre und zwar nicht, weil ich dagegen wäre, ganz im Gegenteil. Sondern, weil es undifferenziert und inflationär gebraucht wird, meistens, um unliebsame Kritiker mundtot zu machen.
Ich bin beispielsweise vehement gegen besagten Lehrplan, der Akzeptanz sexueller Vielfalt an die Schüler bringen soll. Warum? Weil Akzeptanz und Toleranz unterschiedliche Dinge sind:
Wenn ich jemanden toleriere, dann dulde ich ihn, behalte aber meine Meinung. D.h. wenn ich einen Schwulen mit Respekt behandle, ihn nicht beschimpfe, schlage oder sonstwas, obwohl ich der Meinung bin, Homosexualität sei voll doof, dann toleriere ich ihn.
Wenn ich aber jemanden akzeptieren soll, wird von mir verlangt, dass ich meine Meinung ändere, denn akzeptieren bedeutet so viel wie "gutheißen". Es reicht nicht mehr, dass mir die Existenz eines Homosexuellen nichts ausmacht, ich muss ihn toll finden. Und da liegt das Problem.
Wenn du "nicht normal" mit "nicht der Norm entsprechend" gleichsetzt, stimme ich dir aus dieser Sicht zu. Wenn du "nicht normal" mit "abartig", "verächtlich" gleichsetzt (wie es in der Umgangssprache gerne getan wird), nicht. Ich vermute aber, dass Ersteres der Fall ist.Ich finde Homosexualität nicht normal und zwar aus einem einfachen Grund: Über 90% aller Menschen sind heterosexuell. Das war's.
Bereits in den Lehrplänen der vorherigen Landesregierungen war die Toleranz gegen Menschen, die anders sind als man selbst, integriert. Das Neue an diesem Lehrplan ist nun, dass statt von Toleranz von Akzeptanz die Rede ist. Wo da der Unterschied ist, habe ich ja schon erklärt. Außerdem wird das Thema sexueller Vielfalt hervorgehoben und zum Querschnittsthema durch alle Fächer gemacht. All das ist meiner Meinung nach eine krasse Überbetonung dieses Themas und außerdem sollte man Toleranz nicht an einem Thema festmachen, sondern generell vermitteln, d.h. unabhängig davon, was man nun tolerieren soll.Ich kenne den Lehrplan zwar nicht, aber was ist denn damit gemeint, das er verlangt, das man Homosexualität gut finden muss ?
Was du da beschreibst, stimmt, auch ich nutze die beiden Begriffe nur dann korrekt, wenn ich auf den Unterschied hinweisen will. Da kann man keinem "Normalbürger" einen Strick draus drehen. Dass nun aber eine Landesregierung diese Begriffe einfach mal so zufällig in einem Gesetzesentwurf austauscht, ist glaube ich unrealistisch. Es war ja schon vorher von Toleranz die Rede, während nun explizit von Akzeptanz gesprochen wird. Auch einige namhafte Grünen-Politiker sagen für sich selbst ganz klar: "Ich will nicht nur toleriert, sondern akzeptiert werden." Es hat aber wie gesagt niemand ein Recht darauf, toll gefunden zu werden.Zum Einen sind Toleranz und Akzeptanz Begriffe, die subjektiv unterschiedlich bewertet werden. Für den Einen ist das, was du Toleranz nennst, bereits Akzeptanz (und umgekehrt). Zum Anderen wird Akzeptanz, in diesem Fall Homosexualität oder andere sexuelle Orientierungen, die nicht der heterosexuellen entsprechen, häufig als solche beschrieben, bei dem die Person selbst akzeptiert wird und nicht ihre sexuelle Orientierung. Die Betrachtungsweise des Begriffs hängt also (imo) deutlich vom Blickwinkel, unter welchem man sie sieht oder sehen möchte, ab.
Es ist also denkbar, dass bei der von dir kritisierten Lehrplan-Ausrichtung, ein anderes Verständnis von Akzeptanz und Toleranz beschrieben wird, als die, die du meinst. Sozusagen ein semantisches Missverständnis.
Ich beziehe die Normalität nur auf den Anteil Homosexueller an der Gesellschaft. Das ist finde ich auch etwas anderes als die Natürlichkeit. Ich kann nicht nachvollziehen, wie man Homosexualität als unnatürlich bezeichnen kann. Was ist denn das Gegenteil von "natürlich"? Das Gegenteil von "natürlich" ist "künstlich". Kein Mensch käme auf die Idee zu behaupten, Homosexuelle seien irgendwie von Menschenhand geformt worden wie ein Auto oder ein Haus. Von daher ist Homosexualität nicht normal, aber trotzdem natürlich. Beides ist im Übrigen auch kein Synonym für "gut".Wenn du "nicht normal" mit "nicht der Norm entsprechend" gleichsetzt, stimme ich dir aus dieser Sicht zu. Wenn du "nicht normal" mit "abartig", "verächtlich" gleichsetzt (wie es in der Umgangssprache gerne getan wird), nicht. Ich vermute aber, dass Ersteres der Fall ist.
Aus biologischer Sicht halte ich Homosexualität für normal (= natürlich), weil sie über Zeit und Kulturen hinweg in ungefähr gleichem Umfang bei Menschen (~5% der Bevölkerung einer Population) als auch im kulturfreien Tierreich vorkommt und somit einem bestimmten Zweck dient.
Ich frage mich überhaupt, was sich die Veranstalter solcher Aktionen denken. Bestimmt werden alle Leute, die vorher Schwarze, Behinderte oder Homosexuelle verprügelt haben, geläutert von der ARD aus ihrem Fernsehsessel aufstehen und so etwas nie wieder tun. Ganz im Ernst: Sowas geht einem doch nur noch auf die Nerven.Ich stimme aber darin zu, das Toleranz, und gerade die, die in solchen Themenwochen durchgekaut wird, nicht zuletzt auch deshalb, weil sie einem so plump verkauft wird, allmählich ein negativ besetzter Ausdruck wird.
Vor allem, da auch die ARD z.B. bei Manchem kaum tolerant ist oder sein wird.
"Ein dummer Mensch hat etwas Dummes gesagt." - sehr überraschend.Aber was mich immer wieder wundert, siehe mein Arbeitskohlegen. Er findet Homosexuelle asozial und man sollte die alle ver..... (ich erläutere es jetzt nicht weiter man kann es sich bestimmt denken) aber Lesben JJJJAAAAAAA das findet er Hammer .
stimmt aber ich fand das schon schei... von manchen das die so denken aber leider existieren solche Leute"Ein dummer Mensch hat etwas Dummes gesagt." - sehr überraschend.