[Frage] Wie definiert ihr Liebe?

Liebe ist.....einfach Wunderbar !
naja das ist killzone 2 auch haha aber dieses "ist" die du hier verwendest beschreibt die Eigenschaften von etwas aber sagt nicht was es wirklich "ist".
zb. Diese Blume ist schön.
Aber: was ist jetzt eine Blume?
Blume ist..... schön :P ---> das ist meine Meinung nach keine Antwort :D

Und hier ist die frage was die Liebe ist bzw wie du die Liebe deffinieren würdest.

Also ich bin keine extrem gläubiger Mensch aber das was über die Liebe in der Bibel steht finde ich einfach genial:

"Die Liebe ist geduldig und gütig, die Liebe beneidet nicht, ist nicht selbstsüchtig, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Liebe ist weder verletzend noch auf sich selbst bedacht, weder reizbar noch nachtragend. Sie freut sich nicht am Unrecht, sie freut sich aber, wenn die Wahrheit siegt. Die Liebe erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf."

Hoffe konnte helfen
lg

-----[ Doppelpost hinzugefügt ] -----

Liebe ist... als einziger jemanden als ein, für die anderen unsichtbares, Wunder sehen.
Hast du schön gesagt :wakuwaku:
Daumen hoch
 
Liebe ist...
wenn du dich allein wie ein halber mensch fühlst,
wenn du öfter an deinen partner als an dich selbst senkst,
wenn du dir sogut wie immer überlegst wann du deinem partner etwas gutes tun kannst,

und vllt...
wenn du deinen partner besser kennst als dich selbst

hmm ja vllt bisl zu hoch angesetzt ^^ ;D

MfG
 

Terry_Gorga

Der Eine, der Viele ist
Otaku Veteran
Wahre Liebe ist Freiheit.
... also das würde ich gerne näher erklärt haben... mMn kann man der Liebe ja so einiges nachsagen, aber Freiheit? - ich zitiere Shaw:
Liebe ist die einzige Sklaverei, die als Vergnügen empfunden wird.
Seufz, also gut, mache ich mich mal wieder daran, Liebe zu erklären. Hoffentlich werfe ich nicht schon wider Perlen vor die Säue.

Fangen wir bei dem Grundsätzlichen an. Viele kennen Liebe als Begierde, als vertrauensvolle Nähe zu einem Partner im Rahmen einer sexuellen Beziehung. Diese Art der Beziehung ist oft geprägt von den genannten Dingen: Vertrauen, Nähe, Treue, Sex. Aber dies sind alles Dinge, die genauso gut verletzen oder verletzt werden können. Sie werden buchstäblich zur Sklaverei, um dein Zitat aufzugreifen. Finden wir da also wahre Liebe? Wenn wir genau sind, nein. Denn wie ultimo-dragon zitierte (ich hab jetzt keine Lust, das auch noch herzuleiten) verletzt Liebe nicht und sie erträgt alles.
Somit kommen wir zu dem Schluss, dass wir, wenn wir die Liebe begreifen wollen, lernen müssen, Liebe als etwas eigenständiges zu sehen. Unabhängig von Vertrauen, Nähe, Träue und besonders wichtig - unabhängig von Sex. Was bleibt dann aber übrig? Stellen wir uns eine theoretisch utopische Beziehung ohne Vertrauen, ohne Nähe und ohne Sex aber mit Liebe vor. Was bleibt dann? Zunächst die Beziehung selber. Sie muss positiv sein, um den Kriterien der Liebe gerecht zu werden (bei den Kriterien beziehe ich mich jetzt auf das, was ultimo-dragon geschrieben hat).
Daraus resultiert, dass Liebe keine Form der Bindung ist, sondern ein Zustand. Denn wäre Liebe Bindung, so wäre sie verletzlich, weil jede Bindung getrennt und somit verletzt werden kann. Also sehen wir uns die Beziehung selbst an. Was für eine Beziehung muss es sein, damit sie positiv ist? Bei genauer Betrachtung kommen wir zu dem Schluss, dass jede Beziehung positiv sein kann, unabhängig von Entfernung, von Sprache und Religion. Es gibt Menschen, die lieben einander, obwohl sie aus unterschiedlichen Ländern kommen und unterschiedlich aufgewachsen mit unterschiedlichen Wertesystemen konfrontiert und in unterschiedlichen Glaubensrichtungen erzogen wurden. Daraus ergibt sich, dass Liebe vollkommen frei von äußerlichen Faktoren auftritt, auch wenn wir berücksichtigen müssen, dass in der Realität auch Lust, Begierde und Sex eine Rolle dabei spielen, wen wir eher lieben. Aber bleiben wir zunächst noch in der Theorie, dass Liebe frei ist. Gehen wir davon aus, dass Liebe frei ist und freiwillig ist, dann ist sie etwas, wofür man sich entscheiden kann. Sowohl in welchem Umfang man jemanden liebt, als auch ob man ihn überhaupt liebt. Damit bleibe ich frei in meinem Handeln und frei in meiner Liebe. Selbst wenn ich meine eigene Handlungsfreiheit einschränke geschieht das freiwillig (dazu in einem späteren Post auch noch was). Ich selber bin also frei, bleibe frei und werde frei. Und wenn ich das verstanden habe, dann wird meine Liebe unabhängig von dem sein, was der andere tut. Ich liebe nicht mehr sein Geschlecht, sein Aussehen, den Sex mit ihm oder die Nähe und das Vertrauen - sondern ich liebe ihn als Mensch, egal was er tut. Ich liebe ihn sogar dann, wenn er sich gegen meine Liebe entscheidet. Oder wenn er eine Wahl trifft, von der ich weiß, dass sie nur schlecht enden kann. Warum? Weil ich ihn so sehr liebe, dass ich ihm seine eigene Entscheidungsfreiheit lasse. Ohne, dass es mir selber weh tut oder dass es mir schadet. Ich persönlich gehe sogar so weit zu sagen, dass eine offene Beziehung aufgrund dieser Liebe für mich besser ist, als eine traditionell "treue" Beziehung, weil ich dann meinem Partner auch die Freiheit lassen würde, mit anderen Menschen Sex zu haben, wenn er sich das denn wünscht. Entscheidend ist nur, ob er mich liebt.

Darum komme ich zu dem abschließenden Fazit:
Wahre Liebe ist Freiheit.



Nach wie vor gilt zu berücksichtigen, dass diese Überlegung Sexualität ausschließt. Denn Sexualität schafft oft eine Bindung, die emotional gesehen eine Sucht ist. Wenn ich einmal Sex mit einem gut aussehenden Menschen habe, hätte ich auch gerne zweimal Sex mit ihm, oder dreimal... und so weiter. Genauso ist es mit Nähe. Bin ich einem Menschen nahe, den ich mag, dann werde ich von selbst nicht so schnell etwas unternehmen, was diese Nähe zerstört. Und so geht das auch mit Vertrauen, Begierde, Lust und allen anderen Emotionen. Aus diesen Dingen entsteht das Verlieben - oder wie ich es nenne, die "falsche Liebe". Und die tut weh, denn sie kann verletzt werden und wird es auch in den meisten Fällen. Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass die meisten Menschen auf dieser Welt nur diese Form der Liebe kennen, die offensichtlich der "wahren Liebe" widerspricht.
Erst wenn wir lernen, Liebe von ihnen getrennt zu betrachten, wird es uns auffallen, dass diese Dinge liebevoll ausgelebt keine Schmerzen bereiten können. Denn sind sie aus der Liebe entstanden (die ja frei ist) so sind auch sie frei und können jederzeit erneuert, aufgebaut oder abgebaut werden, wie ich es will. Somit entscheide ich auch selber, wen ich in welchem Umfang liebe und welche Form die Beziehung annimmt. Ob es eine Freundschaft wird, eine Partnerschaft, eine Sex-Beziehung, ein lockeres Verhältnis... was auch immer.
Das Prinzip kann man übrigens auch umkehren und auf Hass anwenden. So kann man zum Beispiel auch entscheiden, anstatt jemanden zu lieben, jemanden zu hassen. Man braucht nicht einmal einen Grund dafür. Und darum umfasst dieses Prinzip jede Form von Beziehung, die ein Mensch überhaupt eingehen kann.


Ich weiß, viele Worte, aber vielleicht erklärt das euch ja einiges.
 
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Lilliandil

Zerschmetterling
Otaku Veteran
Liebe ist imstande zu verletzten, aber dennoch entscheidet man sich dafür, weil Wahre liebe über alle Widrigkeiten erhaben ist.
eine Liebe die ein nicht verletzt ist keine Liebe sondern irgendwas anderes. was Platonisches auf geistiger Ebene, eben eine seelischer Verbundenheit.. solche Gefühle würde ich eher an der Grenze der innigen Freundschaft hin zu Liebe einordnen also außerhalb der Liebe.

Was anderes wäre es, wenn eine bestimmte Situation beide Personen dazu zwingt den Pfad der Liebe nicht zu betreten sondern sich mit der geistigen Ebne abzufinden, z.B. extremer Altersunterschied, nahe Verwandtschaft, ein Amt bekleidet oder eine Religiöse Stellung wodurch man Gesetzen und Sitten unterworfen ist. Dann ist es zwar schon Liebe wie du es sagst aber mehr eine Alternative.
hätte man die freie Wahl und gäbe es da keinerlei Komplikationen würde man sich denke ich steht’s für erste entscheiden.

Jeder Mensch beansprucht die "Wahre Liebe" für sich selbst und meint diese als solche zu erkennen und zu wissen, manche leben lange genug dass sie erkennen dass sie sich geirrt haben und manche sterben in ihrer Unwissenheit.
 
Liebe ist imstande zu verletzten, aber dennoch entscheidet man sich dafür, weil Wahre liebe über alle Widrigkeiten erhaben ist.
Nun da bin ich eher Terry_Gorga's Meinung. Wie kann die Liebe verletzten? z.B Ich liebe jemandem. werde ich dann versuchen sie zu verletzten? Falls eine aufrichtige Liebe herrscht dann werde ich sie bestimmt nicht verletzten wollen. Nein, nicht die Liebe, sondern die Menschen können verletzten und das nur dann, wenn es keine wahre Liebe in eine Beziehung gibt. Denn die Liebe ist vollkommen ganz im gegenteil zum Menschen. Menschen machen Fehler und das wird verziehen wenn da eine einigermaßen starker Bindung herrscht, da gebe ich dir zu aber die Liebe an sich kann meiner Meinung nach nicht verletzten.


Ich liebe ihn sogar dann, wenn er sich gegen meine Liebe entscheidet.
Hmm.. Ich würde dir da gerne zugeben aber wie funktioniert dann die Liebe wenn es nicht erwidert wird? Denn kann man eine einseitige Liebe als "wahre Liebe" bezeichnen? Und wann ist man im Stande sich eine neue Liebe hinzugeben... Das problem dabei ist ja dass die Liebe, wie du schon beschrieben hast, vollkommen frei von äußerlichen Faktoren auftritt. :nonono:
 

Lilliandil

Zerschmetterling
Otaku Veteran
Nun da bin ich eher Terry_Gorga's Meinung. Wie kann die Liebe verletzten? z.B Ich liebe jemandem. werde ich dann versuchen sie zu verletzten? Falls eine aufrichtige Liebe herrscht dann werde ich sie bestimmt nicht verletzten wollen. Nein, nicht die Liebe, sondern die Menschen können verletzten und das nur dann, wenn es keine wahre Liebe in eine Beziehung gibt. Denn die Liebe ist vollkommen ganz im gegenteil zum Menschen. Menschen machen Fehler und das wird verziehen wenn da eine einigermaßen starker Bindung herrscht, da gebe ich dir zu aber die Liebe an sich kann meiner Meinung nach nicht verletzten.
Die Liebe ist unabhängig von dem was der andere Mensch macht oder denkt.
wie du schon sagtest, einseitige Liebe ist verletzend, aber dennoch Liebe, nicht vollkommen aber Liebe. so meinte ich das, nicht dass jemand aus Liebe andere verletzt und tötet.. das fällt eher unter Wahn ^^

Terry basiert seine Ansichten auf völliger Freiheit, somit ist für ihr die "Wahre Liebe" eine Liebe die vom anderen Menschen unabhängig ist, somit wäre eine einseitige Liebe fast schon besser oder gar besser als eine die erwidert wird, weil wenn jemand die Liebe erwidert, wird man zwangsweise bzw Intuitiv mit dem gegenüber Harmonieren wollen und dass schmeißt ein leicht ausm Orbit der Freiheit raus. eine Geistige verbundenheit ist dennoch eine Bindung. (oder ich hab dich nicht verstanden und erzähl völligen Schrott xDD)
 

Hiege

Gesperrt
Liebe ist wenn man ohne den Anderen keinen wirklichen Grund zu Leben hat.
Wenn der andere einfach immer wichtiger ist, als die Arbeit, als die Freunde, und die Familie, oder was auch immer Geld, Status.
Man einen Haufen Stress und Ärger und Pein, Schmerz, Qual man ihres/seinetwegen auf sich nimmt.

Weil sie einem einfach zu wichtig ist. Das ist so meine Definition ;)
 

Terry_Gorga

Der Eine, der Viele ist
Otaku Veteran
Ich liebe ihn sogar dann, wenn er sich gegen meine Liebe entscheidet.
Hmm.. Ich würde dir da gerne zugeben aber wie funktioniert dann die Liebe wenn es nicht erwidert wird? Denn kann man eine einseitige Liebe als "wahre Liebe" bezeichnen? Und wann ist man im Stande sich eine neue Liebe hinzugeben... Das problem dabei ist ja dass die Liebe, wie du schon beschrieben hast, vollkommen frei von äußerlichen Faktoren auftritt. :nonono:
Es geht in der Liebe nicht darum, dass du willst, dass sie erwiedert wird. Der Wille nach erwiederter Liebe entsteht nicht aus der Liebe selbst, sondern entweder aus Begierde, oder aus dem Wunsch nach Nähe oder durch Projektion. Bist du also in jemanden verliebt, der die Liebe nicht erwiedert, frage dich, was du an ihm liebst. Und wenn es etwas anderes ist, als "er/sie selbst", dann weißt du, dass du nicht ihn/sie liebst, sondern nur einen Aspekt. Und wenn du es schaffst, diesen Aspekt an dir zu entdecken oder zu entwickeln, dann wird diese "Liebe" zu der anderen Person verschwinden.

Es geht bei der wahren Liebe selber darum, dass du dem anderen das bestmögliche anbietest, was du geben kannst. Und weil du ihm etwas schenken willst, ohne Hintergedanken, ist es gleichgültig, ob es angenommen wird oder nicht.

Nun da bin ich eher Terry_Gorga's Meinung. Wie kann die Liebe verletzten? z.B Ich liebe jemandem. werde ich dann versuchen sie zu verletzten? Falls eine aufrichtige Liebe herrscht dann werde ich sie bestimmt nicht verletzten wollen. Nein, nicht die Liebe, sondern die Menschen können verletzten und das nur dann, wenn es keine wahre Liebe in eine Beziehung gibt. Denn die Liebe ist vollkommen ganz im gegenteil zum Menschen. Menschen machen Fehler und das wird verziehen wenn da eine einigermaßen starker Bindung herrscht, da gebe ich dir zu aber die Liebe an sich kann meiner Meinung nach nicht verletzten.
Die Liebe ist unabhängig von dem was der andere Mensch macht oder denkt.
wie du schon sagtest, einseitige Liebe ist verletzend, aber dennoch Liebe, nicht vollkommen aber Liebe. so meinte ich das, nicht dass jemand aus Liebe andere verletzt und tötet.. das fällt eher unter Wahn ^^
Und darum wird Liebe so kompliziert - weil viele verschiedene Dinge mit ein und demselben Begriff versucht werden zu beschreiben. Auch ich beschreibe nur einen Aspekt. Aber meiner Meinung nach den einzigen, der es uneingeschränkt verdient hat "Liebe" genannt zu werden.

Terry basiert seine Ansichten auf völliger Freiheit, somit ist für ihr die "Wahre Liebe" eine Liebe die vom anderen Menschen unabhängig ist, somit wäre eine einseitige Liebe fast schon besser oder gar besser als eine die erwidert wird, weil wenn jemand die Liebe erwidert, wird man zwangsweise bzw Intuitiv mit dem gegenüber Harmonieren wollen und dass schmeißt ein leicht ausm Orbit der Freiheit raus. eine Geistige verbundenheit ist dennoch eine Bindung. (oder ich hab dich nicht verstanden und erzähl völligen Schrott xDD)
Das mit der Freiheit ist eine theoretische Annahme, um zu erklären, was Liebe ist. Der Ansatz ist eine Vereinfachung der Realität, da in der Realität nichts einfach ist und es deshalb wohl auch schwer ist, diese Form der Liebe, wie ich sie beschreibe, unabhängig von den anderen Faktoren zu erleben. Ob erwiedert oder nicht ist bei der Liebe selber egal. Kommen andere Dinge dazu, wie Sexualität, Vertrauen, Nähe und wie sie noch alle heißen, dann kommt natürlich auch der Wunsch nach Erwiederung dazu. Ob man dann durch Nichterwiederung leidet hängt dann wohl auch maßgeblich davon ab, wie sehr man diese Dinge miteinander vermengt bzw. voneinander trennen kann.


Übrigens: Wer auf Teufel komm raus mit dem anderen harmonieren will und dafür sein eigenes Leben einschränkt, der hat da was nicht verstanden. Denn genauso, wie man andere liebt, kann man auch sich selber lieben. Dass heißt, aus Liebe zu dir selbst sollte es in deinem Interesse liegen, dir deine Freiheiten zu erhalten ;)


Liebe kann man nicht beschreiben Liebe fühlt man
Ich bin Autor, ich weiß sehr wohl, dass man Gefühle beschreiben kann :-D
 
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luci2k1

Jack's Smirking Revenge
[...]Darum komme ich zu dem abschließenden Fazit:
Wahre Liebe ist Freiheit.[...]
so ein langer Text hätte es garnicht sein müssen... wollte nur ungefähr wissen, wie du drauf kommst ;) ... das verstehe ich nun... wenn ich das so auch nicht unterschreiben würde... dein Liebesbegriff scheint mir so positiv überhöht wie dein Freiheitsbegriff... aber das ist für beide Begriffe ja durchaus normal...
... davon ab... ich sehe keine Liebe (auch keine "wahre") ohne Abhängigkeit... ein Beispiel:
Vaterlandsliebe (ist in dem Fall ausstauschbar durch Personen, Gegenstände, Gedanken, what ever...) ... okay, nehmen wir an ich liebe mein Vaterland... nehmen wir weiterhin an es wäre tatsächlich möglich, dass ich das völlig frei entschieden habe (wobei ich persönlich echte Entscheidungsfreiheit für ein rein theoretisches Konstrukt halte).... nehmen wir an ich verlange keine Gegenleistung, keine Gegenliebe, nichts.... und mein Vaterland kann ohne Einschränkung alles tun, ohne das meine Liebe darunter leidet... meine Liebe bleibt stets positiv... und hier ist das Problem... kommt nun ein äußerer Einfluss daher, sagen wir mein Vaterland wird von einer Flut heimgesucht... so mag das meine Liebe gegenüber dem Vaterland nicht verändern... aber Liebe ich es, wird es mich nicht unberührt lassen, wenn dem Vaterland Negatives widerfährt... mein Zustand, mein Ich befindet sich also in Abhängigkeit zum Zustand meines geliebten Vaterlandes... wo Abhängigkeit ist, ist keine Freiheit (jedenfalls nicht absolut).... ob die Abhängigkeit nun positiv oder negativ sein mag, ob frei gewählt oder eben nicht... wer abhängig ist, der ist nicht frei...
 

Neverman

VIP
VIP
Ah, ich glaube, ich verstehe Terry_Gorga. Was er da beschreibt, würde ich problemlos auf ein Lebensgefühl übertragen. Glück, Freiheit, Liebe, das wären dann nur noch Synonyme für die Gefühle, die man für das Leben selbst empfindet. Allerdings ist deine Beschreibung nicht mal mehr romantisch, sondern fast schon utopisch. Wer solche Liebe für ein anderes Wesen empfindet, hat meinen allergrößten Respekt, da aber in meinem Weltbild keine vollkommene Unabhängigkeit, ergo keine absolute Freiheit existiert, glaube ich auch nicht an diese ultimative Liebe. Mag gut sein, dass du Recht hast, aber was bringt das schon, wenn Menschen nicht in der Lage sind, solche Liebe zu empfinden? Hört sich vielmehr nach einem idealisierten Paradigma an, um die Dinge zu entmystifizieren.^^
(Nicht dass daran was verkehrt wäre)

Aber wirklich gute Erklärung, da kann man gar nichts gegen sagen, weil das, über das wir hier reden, eh von jedem anders definiert und somit auch wahrgenommen wird. Das Fehlen bestimmter Aspekte, Unwissenheit, etc. tut der Echtheit der Gefühle keinen Abbruch.

Bleibt zum Schluss eigentlich nur das zu sagen, was auf fast alle Themen zutrifft: Irrelevant.
Wenn ich Liebe erfahre oder selbst liebe, dann merke ich das, egal, welchen Beschränkungen sie unterworfen ist.
 
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Troll2009

..so beautiful disgusting
Erstmal vorweg: eventuell verrenn ich mich jetzt total, aber ich wags einfach.

Ist denn die "wahre Liebe", wie sie von Terry Gorga beschrieben wurde wirklich erstrebenswert?
Wenn sie wirklich so frei von Vertrauen, Bindung - falls ich es richtig verstanden habe - sogar vom Wissen des anderen über die Existenz eines selbst sein kann, müsste man dann nicht sogar im Extremfall die Wörter Obession bzw. Fetischisierung des anderen dazu gleichsetzen?

Denn wenn die Liebe auf ein einzelnes Gefühl reduziert wird und sonst weder Bindung noch irgendetwas anderes vorhanden ist, könnte man genaugenommen doch einfach irgendjemand auf der Straße sehen, sein inneres Licht oder sonstwas erkennen, und sein ganzes Leben allein durch den Gedanken daran glücklich sein.
Das halte ich für mehr als unrealistisch.

Und wenn man wirkich nur die "Person" des anderen liebt - was ist das eigentlich.
Das Aussehen soll ja von der Liebe getrennt werden - sagtest du ja, es sei wie eine Sucht.
Dann muss der Charakter und sein Handeln ja auch drunter fallen.
Was bleibt denn da noch?
Bzw wie soll man sich überhaupt erstmal "richtig" verlieben können?

Zum Schluss: Angenommen es gibt die "richtige Liebe. Wo wären ihre Vorzüge im vom mir beschriebenen worst case im Vergleich zur falschen "abhängigen"?
 
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