Ich hab jetzt mal die ersten drei Kapitel plus die Einleitung gelesen und ich muss sagen, dass es mir so weit wirklich gut gefallen hat. Rein formell zählt das schon zum besten im Fan-Fiction-Bereich, würde ich sagen, zumindest ist der Schreibstil sehr ansprechend, es wird alles detailreich beschrieben und auch die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Nur leider trifft die Handlung und der Subtext der Geschichte einfach nicht meinen Geschmack. Aber das ist natürlich absolut subjektiv, hat also nichts mit Deiner Leistung zu tun, wie gesagt, handwerklich gibt es hier nichts auszusetzen. Es ist auch gar nicht das Genre, das mich stört, generell mag ich Isekai sehr gerne, allerdings bevorzuge ich die Vertreter, die sich mehr vom Üblichen abheben wie "Meine Wiedergeburt als Schleim ..." oder "My Next Life as a Villainess". Deine Geschichte hingegen spult eher die altbekannten Topoi des Genres ab - und das ist gar nicht negativ gemeint. Wenn man diese Art mag und nach so etwas sucht, ist Deine Geschichte genau das Richtige. Für mich hingegen macht das eben nur den Eindruck einer reaktionären Ausbruchsphantasie, und damit wären wir auch schon beim zweiten Punkt, der mir nicht so gefällt: mir ist der ganze Subtext zu konservativ. Ich meine, der Held hat ja nicht einmal ein Problem damit, dass in der Welt, in der er gelandet ist, Sklaverei alltäglich ist, vielmehr träumt er sogar selbst davon, eine Sklavin zu besitzen.
Das macht es für mich ein bisschen schwierig. Einerseits mag ich Deinen Stil, andererseits ist der Inhalt ein wenig an meinen Vorlieben vorbei geschrieben. Würde es um eine Futanari gehen, die in der Welt strandet und dann dort für mehr Gerechtigkeit und gegen den Sklavenhandel kämpft, hätte ich wohl eine neue Lieblingsgeschichte gefunden. Trotzdem werde ich weiterlesen, denn Spaß zu lesen macht es auf jeden Fall, auch wenn ich hoffe, dass es sich noch in eine Richtung entwickelt, die mein freiheitliebendes Herz mehr anspricht
