Danke, MangaEngel, für die vielen Denkanstöße.
Ich werde einzeln auf alles eingehen:
Zum Thema eigene Erfahrungen:
Da hast du total recht. Keiner kann mir sagen, er hätte schon als kleines Kind KEINE sexuellen Erfahrungen gemacht, in welcher Form auch immer. Viele Päophile wurden selber als Kinder "missbraucht" (gewaltfrei oder mit Gewalt. Laut einer Studie hat dies aber keine besonderen Auswirkungen auf die eigene Pädophilie). Entweder hat man (oft bei Einzelkindern) mit anderen Kindern diese frühsexuellen Kontakte, oder sie finden in der eigenen Familie unter den Geschwistern statt. Das ist überhaupt nicht schlimm (auch wenn es uns weisgemacht wird). Sigmund Freud nennt es "infantile Sexualität", oder "polymorph pervers", die Phase des Kindes bis zur Pubertät, in der es in gewisser Weise auf alles sexuell anspricht. Bei Jungen ist oft noch in der Pubertät eine "schwule Phase" zu erkennen, in der sie oft gleichgeschlechtliche Annäherungsversuche starten, ohne sich ihrer "wahren" Sexualität wirklich bewusst zu sein. Auch sexuelle Fantasien mit Eltern, Lehrern, das herumspielen an anderen (Doktorspiele) oder das experimentieren mit Tieren ist alles Ausdruck der sexuellen Neugier des Kindes. Natürlich habe auch ich schon als kleines Kind solche Erfahrungen gemacht, aber mir hat man diese Spirenzchen ausgeprügelt, was heute betrachtet mehr Schaden angerichtet, als verhindert hat. Und damit komme ich gleich zum nächsten Punkt:
In einschlägigen Foren nennt man es das "Lügengebäude der Hetenmehrheit", oder die "Entsexualisierung der Jugend". Wenn man sich mit dem Thema auseinandergesetzt hat, merkt man aber, dass es stimmt. Jungen Menschen wird die Sexualität abgesprochen, trotz früher Aufklärung findet gezielte Desinformation statt. "Man" interessiert sich erst mit 16 für Sex, "normal" ist heterosexuell, etc.
Auch gibt es viele Pädophile, die ihrem Kindesfreund sagen, dass sie pädophil sind. Sie erklären es ihm, in vielen Fällen sind sogar gute Kontakte mit den Eltern vorhanden. Und in einigen seltenen, ganz einzigartigen Fällen, wissen die Eltern des Kindes selbst, dass der Mann/die Frau pädophil ist, der/die die Nähe des Kindes sucht.
Letzten Endes möchte "der" Pädophile eine Beziehung mit dem Kind und wie bei jeder anderen Art von Beziehung, besteht diese nur zum Teil aus Sex, wenn überhaupt. In erster Linie versucht der "Girllover"/"Boylover" für "sein" Kind da zu sein, versucht ihm das zu geben, was es im Elternhaus vermisst. Nähe, Geborgenheit, ein offenes Ohr und natürlich genug Freiheiten, sich auszutoben und auf Entdeckungstour zu gehen. Das ist freilich eine sehr edle Beschreibung der Pädos, aber diese Ideale gibt es ebenso bei Heten und Homos, Zoos, Transen, etc.
Statistiken BEWEISEN, dass eine Minderheit bei sexuellen Kontakten mit Erwachsenen traumatisiert wird. Die Rede ist hierbei selbstverständlich von wirklich pädosexuellen Kontakten. Die Missbrauchsfälle in Familie und Kirche sind in erster Linie Dominanz- und sexuelle Frustfantasien, die ausgelebt werden mussten. Wisst ihr, was passiert, wenn der Mensch seine Sexualität nicht ausleben kann? Er wird depressiv. Er geht kaputt. Soldaten zerfleischen Menschen, weil Sex in der Bundeswehr ein Tabu ist. Menschen vergewaltigen andere, weil Sexualität wegen verschiedener Faktoren nicht ausgelebt werden kann. Das kann ein Priester sein, bei dem sich das ganze über Jahre aufgestaut hat, ein missgestalteter Mensch, der sich nicht imstande sieht, eine normale sexuelle Beziehung aufzubauen, oder ein Familienvater, der von seiner Frau nicht in dem Maße befriedigt wird, wie er es braucht. Es findet eine Art Übertragung statt, bei der die aufgestaute Sexualität an dem Wesen abgebaut wird, dass sich nicht wehren kann. Und das geht immer gewaltsam vonstatten. Es gibt außerdem Studien darüber, dass man Missbrauchten erst sagen muss, dass sie traumatisiert sind. Ist das nicht ein Witz? In Amerika ist ein Buch einer Psychologin erschienen, die sich mit "Missbrauchten" unterhalten hat. Viele von denen waren verwirrt, da sie nicht dem Bild der Medien des Missbrauchten entsprachen und sich deswegen auch gar nicht meldeten. Selbstverständlich kamen da Gefühle hoch wie: "Seltsam, ich habe aus der damaligen Beziehung viel gelernt... Bin ich jetzt irgendwie abartig/anders?" Und laut Statistiken übersteigen diese Fälle die Anzahl Fälle von wirklichem Kindesmissbrauch ein ganzes Stück. Aber auch gewaltvolle Übergriffe müssen nicht traumatisch sein, denn wie Mangaengel schon sagt, ist das Kind noch in der Lage zu vergessen. (Eine sehr heikle Aussage, ich weiß... Soetwas kann sich im Verhalten niederschlagen, ohne dass sich das Kind je an den Vorfall zurückerinnert. In dem Fall findet schon eine Traumatisierung statt, es steckt nur sehr tief, ein Schutzmechanismus.)
Ich habe sowohl mit Leuten gesprochen, die sexuelle Kontakte mit Kindern haben, als auch mit Leuten, die als Kinder sexuelle Kontakte mit Erwachsenen hatten. Auch wenn es von Individuum von Individuum anders ist, zeigen mehr oder weniger repräsentative Statistiken, dass Pädophilie keine schädigende Sexualerkrankung ist. Es ist eine Sexualpräferenz, die gesellschaftlich verurteilt und bekämpft wird, wie es schon damals mit der Homosexualität war.
Und um noch eine letzte Frage aufzuwerfen:
Ab welchem Alter wolltet ihr Sex? Bei mir war es mit 14, vielleicht sogar schon früher. Und ich wäre froh gewesen, wenn ich damals einen Älteren, gut aussehenden Mann gehabt hätte. (Denn wieder dem Bild der Medien sind Pädophile nicht nur Rentner. Sie finden sich in jeder Generation und oft wird die Vorliebe bereits früh entdeckt, zwischen 14-20 (Abweichungen möglich))
Und zum Abschluss noch was für diejenigen, die den Psychologen spielen und mit Argumenten wie fehlender mütterlicher Liebe, etc. kommen.
Darauf kann man nur sagen:
Stimmt. Viele sind pädophil, weil der Vater die Familie verlassen hat und es an männlicher Liebe fehle, oder die Mutter unfähig war, Gefühle zu zeigen und das Kind emotional verwahrlosen ließ. Das mag alles stimmen, es ist oft so, aber selbst wenn, dann verändert das nichts an der Echtheit der empfundenen Gefühle. Unsere Sexualität wird nunmal maßgeblich in der Kindheit durch die Erziehung beeinflusst. Und niemand ist mit 4 Jahren pädophil oder homosexuell. Lediglich die genetische "Veranlagung" ist vorhanden. Die Erziehung sorgt für den Rest. Und soetwas kann man nicht einfach wegtherapieren. Es heißt, dass zwischen 6-12 Jahren die Phase liegt, in der das Kind emotional gefestigt wird. Alles, was dort geschieht, meißelt sich unwiederruflich in die Psyche ein und geht nicht mehr weg. Komplexe bleiben Komplexe, Sexualität legt sich fest und unsere Denk- und Empfindungsweise klärt sich. Viele Pädophile hatten eine Scheiß-Kindheit. Trotzdem ist ihre Sexualität nicht therapierbar, sie sind, was sie sind. (Übrigens ist das mit jeder Sexualität so. Auch Heterosexualität wird erst durch kindliche Traumata gefestigt (Freud lässt grüßen))