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[Diskussion] Star Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht [Spoiler-Gefahr !!!]

medi

Exarch
Star Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht
Filmzusammenfassung:
Über 30 Jahre sind vergangen, seitdem die Rebellen den zweiten Todesstern über Endor zerstört und damit die entscheidende Schlacht gegen die finsteren Mächte des Imperiums gewonnen haben. Doch aus der Asche des Bösen ist die First Order empor gestiegen und hat die Herrschaft wieder an sich gerissen. Während Supreme Leader Snoke (Andy Serkis) die Zügel im Hintergrund in den Händen hält, schickt er den Lichtschwert schwingenden Kylo Ren (Adam Driver) ins Feld, um die neue Weltordnung auch in den verstecktesten Winkeln der Galaxis zu verbreiten.

Quelle: www.moviepilot.de/movies/star-wars-episode-7-das-erwachen-der-macht



persönliches Fazit:
Hinweis: Ich werde natürlich nicht spoilern! Dementsprechend ist die Kritik eventuell etwas oberflächlich, weil ich nicht immer in die Details gehe.
Außerdem habe ich den Film (2D) ohne Vorkenntnisse angesehen, ich kenne die Teile 1-6 nicht; dadurch sind mir wohl einige Zusammenhänge nicht bewußt. die für die Fans sichtbar sind. Ich bitte um Entschuldigung.


Der Film ist generell gut gemacht. Auch ohne die vorherigen Filme (auswendig) zu kennen, konnte ich der Story gut folgen, was sehr erfreulich war. Die Special Effects können sich durchaus sehen lassen, die Schauspieler machen ihren Job recht gut (ein hübsches Mädel spielt die weibliche Hauptrolle :) ) und ich war sehr erfreut, daß Harrison Ford dort mitspielt. Einige Charaktere wirkten auf mich auf Zwang dort hineingeschrieben, aber das schreibe ich den Erwartungen der Fans zu, die wohl entsprechende Erwartungen hatten *g*

Außer ein paar sehr wenigen Längen verging die Zeit beim Ansehen sehr gut. Für die Fans wird natürlich einiges geboten (wurde im Kino mit entsprechenden Lauten der anderen Fans quittiert! xD In einer Szene raunte ein "aaaw!" durch den Kinosaal :D). Action-Fans werden dort gut bedient und für die weiblichen Zuschauer gibts auch was erfreuliches zu sehen während der Vorführung. Ein Logikfehler ist mir im Gedächtnis geblieben (ich dachte bei der Szene "was wird das denn jetzt?"), aber das kommt in vielen Filmen mal vor.


Bewertung meinerseits: 7/10 Punkten - ein guter Film, die 12,50€ wurden nicht weggeworfen. Ein zweites Mal ansehen dann wohl nur, wenn keinerlei extra Zusatzkosten dadurch entstehen.

Ich bin durch den Film kein Star Wars-Fan geworden, tut mir leid :)
 
Hast du schön geschrieben, und ja, manch einer mag das nicht.
Ich war leider noch nicht drin, aber ich kenne die anderen Filme, deshalb werde ich schauen, das ich diesen Film so schnell wie möglich noch schauen kann ... Ich weiß auch, das man im Kino doch auch mehr von den Gefühlen mit bekommt, als vor dem TV.
 
Tja ich werd ihn mir noch ansehen, aber die neuen Filme sind für mich nicht mehr Kanon. Disney hat zwar das gesamte EU in die Legenden geschoben und damit hunderte geschriebene Bücher etc ungültig gemacht, aber man muss ja nicht jeden Scheiß mitmachen.
Die Handlung von "Das Erwachen der Macht" findet so etwa 34 NSY statt, allerdings ist Chewbacca bereits 25NSY gestorben, hier wird also einfach nur eine "was wäre wenn" Geschichte erzählt...
 
Die Geschichte ist ein perfektes Remake von A new Hope. Ein Wüstenplanet, eine Karte, unfreiwillige Helden und sogar an ne verbesserte Version des Todessterns haben wir an Bord. Man, das war wirklich ein wunderbares Remake. Es hatte Alles und hat das Ganze auf eine neue Ebene gehoben. Klar, einen dramatischen Tod gegen Ende brauchte es. Ebenso das Erwachen der Macht in der Rey. Eine neue Jedi, die das Licht verkörpert und Ben Solo als Gegenstück das die dunkle Seite verkörpert. Passt. Und Skywalker? Nun, ich sags mal so und dafür muss man kein Genie sein: Es gibt nur 2 Leute im gesamten Kosmos die die Gabe haben die Macht weiterzuvererben: Leia Solo und Luke Skywalker. Also zählt einfach eins und eins zusammen. Womit der begonnene Storybogen sich schließen wird.

Aber eins will ich dem Film ganz schwer ankreiden: Die erste Ordnung. Ich kann ja verstehen das man unbedingt die nationalsozialistische Seite rauskehren wollte, mehr noch als Lucas das tat. Die First Order tötet Zivilisten, zerstört ganze Planeten mit einem Wimpernschlag und sie lassen Blut (!) spritzen. Ich kann mich nicht erinnern das Stormtrooper oder andere Wesen in Star Wars jemals geblutet hätten. Die First Order, ich mag den englischen Titel mehr, ist die perfekte Fusion aus SS und der Führungsspitze des dritten Reichs. Alles was nicht in ihre Ideologie passt wird ausgelöscht, vernichtet, gefoltert oder dran rum experimentiert. Dagegen war mir das Imperium wesentlich lieber, war zwar auch ne Diktatur aber immerhin hat das Imperium nicht aus Vergnügen andere Ideologien ausgelöscht wenn se mal gerade Lust dazu hatten.

Und dann gibt es da noch die tausend Referenzen an die alte Trilogie. Egal ob Ben Solo vorschlägt doch wieder ne Klonarmee für die Sturmtruppen zu holen oder Han Solo meint das jede riesige Todesstation nen Schwachpunkt hat. Es gibt unzählige davon und Kenner der Reihe werden begeistert sind.

Wie gesagt, ein sehr schönes Remake und 2 Jahre sind ne verflucht lange Wartezeit.
 
Hab ihn am Samstag gesehen, war ganz ok. Die First Order kommt mir eher wie ne Parodie vor, sorry, ganz ernstnehmen konnte ich die nicht. Ist halt der Film, der den Generationenwechsel einläutet, mal schauen, was Episode 8 zu bieten hat. Oh, und Kyle O'Rens Stimme war mir unter der Maske auch nicht bedrohlich genug. Aber wenigstens ist Rey ein interessanter Charakter ...
 
Tja ich werd ihn mir noch ansehen, aber die neuen Filme sind für mich nicht mehr Kanon. Disney hat zwar das gesamte EU in die Legenden geschoben und damit hunderte geschriebene Bücher etc ungültig gemacht, aber man muss ja nicht jeden Scheiß mitmachen.
Die Handlung von "Das Erwachen der Macht" findet so etwa 34 NSY statt, allerdings ist Chewbacca bereits 25NSY gestorben, hier wird also einfach nur eine "was wäre wenn" Geschichte erzählt...

Ja, der Zeitpunkt wo Han den Falken schwarz angemalt hat.
Die Invasion der Yuuzhan Vong hat viele Opfer gefordert.
 
die 12,50€ wurden nicht weggeworfen.
Wenn das jetzt nur der Preis fürs Ticket und nicht noch für Knabbersachen oder Trinken war find ich das für nen 2D zu teuer. Für 3D Filme zahl ich meistens so nen Preis und das sogar bei so großen Kinos wie Cinemaxx oder Cinecity. Mein Kumpel und ich haben 9€ fürs Ticket gezahlt und 10€ für normales Nachos mit 1L Getränk.

Also in erster Linie war der Film im großen und ganzen echt gut. Nur gibts n paar Sachen die mich gestört haben.

Was ich gut fand war das sie sich von dem her wieder mehr an Episode 4-6 gehalten haben, das wieder mehr in Kostümen rumgerannt sind und weniger auif die CGI Effekte Wert gelegt wurd. Was mich aber etwas gestört hat waren diese vielen...naja jetzt nicht direkt Slapstick Stellen aber schon eher in die Richtung gehenden Szenen.

Sind zwar alles verschiedene Regisseure bei dem neuen Star Wars, dem neuen Star Trek und Guardians of the Galaxy. Aber ich finde wenn man den Trailer zum neuen Star Trek gesehen hat und den neuen Star Wars, gehen die beiden eher in die Richtung von Guardians of the Galaxy als an ihrem eigenen Stil festzuhalten.

Ich muss halt auch sagen zumindest in diesem Teil (weiß ja nicht wie Episode 8 und 9 werden) kam fast nichts neues vor. Das Imperium wieder neu aufgewickelt genauso wie die Rebellen, wieder so etwas ähnliches wie der Todesstern, wieder eine Schwachstelle, wieder läuft einer zu den Bösen über.

Was ich aber irgendwie lustig fand war, das man an Finn endlich mal das Leben eines Stormtrooper sah und wieso sie nichts treffen. :P ^^

Kylo Ren ist an sich schon geil gemacht gewesen, doch ich muss sagen ab dem Zeitpunkt als er die Maske das erste mal abgenommen hat, hat er für mich verschissen. :P ^^
Ich hät sonst was erwartet... aber einen Nerd?!? Ohman. So Mark Suckerberg gespielt von Jesse Eisenberg in Social Network Verschnitt.

Und als mir aufgefallen ist das General Hux den deutschen Sprecher von Howard aus The Big Bang Theory hat, kam ich jedesmal wnen ich ihn hörte aus dem Lachen fast nichtmehr raus. ^^

Aber auch wenn ich jetzt viel mecker, wie gesagt im großen und ganzen war der Film echt gut. Ausserdem sieht man das Rey, Kylo und Finn gerade dabei sind sich erst noch zu entwickeln und mal sehen was aus ihnen in den nächsten Teilen wird.

Noch ein kleines Nachwort:
Episode 8 und 9 sind ja sicher doch gibt es auch Gerüchte oder kann sein das es auch schon bestätigt wurd, weiß ich grad nicht genau. Das Disney genauso wie bei Marvel jetzt jedes Jahr einen neuen Star Wars Film rausbringen will. Ich finde bei Marvel passt es ja da es da soviele verschiedene Geschichten zu erzählen gibt. Aber bei Star Wars jedes mal das Imperium neu auwickeln wird irgendwann langweilig.
Mindestens 2 Han Solo Spinnoffs sollen ja noch kommen und Bobe Fett auch.
 
Episode 8 und 9 sind ja sicher doch gibt es auch Gerüchte oder kann sein das es auch schon bestätigt wurd, weiß ich grad nicht genau. Das Disney genauso wie bei Marvel jetzt jedes Jahr einen neuen Star Wars Film rausbringen will. Ich finde bei Marvel passt es ja da es da soviele verschiedene Geschichten zu erzählen gibt. Aber bei Star Wars jedes mal das Imperium neu auwickeln wird irgendwann langweilig.
Mindestens 2 Han Solo Spinnoffs sollen ja noch kommen und Bobe Fett auch.
Es war von Anfang an klar, das es wieder 3 Episoden werden.

Das Star Wars Universum ist über die Jahrzehnte riesen groß geworden und geht in den Romanen über einen Zeitraum von mehreren tausend Jahren. Derzeit erste Bücher handeln etwa 5000 VSY (vor der Schlacht von Yavin, also Episode IV) und gehen bis 45 NSY. Um die 6 Filme herum, gibt es sehr viel Stoff, deswegen hat Disney das ja komplett für ungültig erklärt, damit sie machen können was sie wollen. Das Imperium wurde auch nie komplett besiegt, sondern wurde nur sehr weit zurückgedrängt. Mindestens 2 getrennt voneinander agierende Teile des Imperiums sind über geblieben und diese waren teilweise auch mit der Neuen Republik verbündet.
 
Erstmal vorweg: Dir gehört der Hintern versohlt. Die 7 ohne die 6 vorherigen zu kennen ist sträflich dumm.
Das ist wie ein Festagsmenü ohne Vorsuppe und ohne Hauptgang und das bei Star Wars der Mutter aller SF-Epen.

Zum Film:
Leider nur kalter Kaffee neu aufgewärmt, neue Ideen Fehlanzeige. Der neue Bösewicht blieb blass (und den haben wir noch 2 Filme an der Backe). Einziger Lichtblick die süse neue Hauptdarstellerin, den die gleich wieder zunichte machen, indem sie eines der besten Zugpferde killen lassen und das allerschlimmste, der ganze Film war sowas von vorhersehbar das einfach keine Spannug aufkommen konnte. Schade grosse Chance verpasst. Eigentlich müsste man die nächsten Teile boykottieren aber auch ich geiere auf die Showdowns am Ende dieser Reihe denn die Action war gut gemacht, aber dann hätten sie auch Michael Bay ranlassen können.

Mal sehen ob es jemand giebt der das anders sieht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Erstmal vorweg: Dir gehört der Hintern versolt. Die 7 ohne die 6 vorherigen zu kennen ist sträflich dumm.
Das ist wie ein Festagsmenü ohne ohne Forsuppe und ohne Hauptgang und das bei Star Wars der Mutter aller SF-Epen.

Du willst echt sagen das Episode 1 bis 3 dazu gehören? Episode 3 lass ich ja noch gelten, die hat einen unglaublich genialen Lichtschwertkampf. Aber Episode 1 und 2? Ernsthaft? Episode 4 bis 6 reicht aus um mit Episode 7 klar zu kommen, ich hatte das wohlige Gefühl das Episode 1 bis 3 redundant waren.
 
So, ich komme auch gerade aus dem Film und muss sagen, ich bin doch froh, dass ich nicht zu viele Hoffnungen in den Film gesetzt habe, die hätten enttäuscht werden können. So war es mir möglich, ihn unvoreingenommen und ohne große Erwartungshaltung zu genießen und auch das ein oder andere Lächeln über die Nostalgie oder den (wie ich finde) gelungenen Humor zu verlieren.

Aber alles nacheinander. Die Story selbst war (wie ich finde) jetzt nicht der Renner, sehr viel wurde einfach aus den vorherigen Filmen recycelt.
So zum Beispiel der Wüstenplaneten mit den vielen Schrotthändlern, eine zunächst völlig unbeteiligte, die dann zum Helden auserkoren wird, die Sturmtruppen, das Imperium 2.0 - äh, ich meine, die erste Ordnung, der Todesstern 2.0, der natürlich wieder von einem Jäger zerlegt wird, oder das Verschwinden von Luke Skywalker, was ja überhaupt nicht aus "Knights of the old republic" geklaut ist... wenn man den Film als Plagiat darstellen wollte, würde man sicher genug Gründe finden, originell geht jedenfalls anders. Man könnte auch fragen: Wie dreht man einen Film um Luke Skywalker ohne Luke Skywalker?
Weiterhin war die Handlung leider auch sehr vorhersehbar, denn dass es ein Familiendrama wird war ja irgendwie anzunehmen in einem Universum, in dem der eine große Jedi noch keinen Schüler hat und seine Schwester die einzig bekannte ist, die die Macht weitervererbt. Dass es da also Verwandtschaftsverhältnisse gibt, ist schon lange vor dem Film klar.
Der Tod von Han Solo durch seinen Sohn dann als dramaturgischer Höhepunkt wirkt aber immerhin in puncto Spannung, auch wenn man in diesem Moment bereits ahnt, dass es so ausgehen wird. Weniger effektiv ist die Einführung vom Milleniumfalken oder von der alten Riege, der fahle Beigeschmack von Zufall und einer sehr konstruierten Handlung bleibt jedenfalls bei mir bestehen. Und dazu auch eine Frage am Rande: Was war das denn bitte für ein komischer und total hölzerner "dunkler Lord", der den Kylo Ren unter seine Fittiche genommen hat? Haben sie da einfach mal einen neuen Sith-Meister aus dem Nichts gezaubert, der jetzt wieder das Böse darstellen muss? Das wirkte doch sehr unglaubwürdig.
Bei der konstruierten Handlung würde es mich auch gar nicht weiter wundern, wenn wir in Episode 8 oder 9 aufgeklärt werden, dass der doch sehr weinerliche und alles andere als furchteinflößende Kylo Ren und Rey Geschwister sind.
So sehr man es auch wünscht, überrascht wird man von dem Film nicht.

Dafür streichelt er uns mit schönen Bildern zu der Musik, die wir auch an den anderen Star Wars-Filmen so lieben und die dem ganzen doch einen Hauch von Epik verleiht, die die Episoden 4 bis 6 (insbesondere 5 und 6) hatten. Und auch die neue Titelheldin, deren Schicksal sich dann wohl auch in den Fortsetzungen entscheiden wird, macht das ganze in Ergänzung zur "alten Riege" zumindest so spannend, dass man mit ihr mitfiebert. Und mal schauen, was aus Rey und Fynn wird - dasselbe Laserschwert hatten sie ja immerhin schon einmal in der Hand.

Alles in allem würde ich sagen ein Film, der versucht, wieder an das anzuknüpfen, was Star Wars so groß gemacht hat und der immerhin schon über das Niveau der "neuen Trilogie" hinauskommt, aber noch nicht das Niveau der alten erreicht. Man muss J.J. Abrams zugestehen, dass er seine Hausaufgaben gemacht hat und ihn dieses Universum auch um Längen besser liegt, als das von Star Trek. Ein mittelmäßig bis guter Film mit etwas Luft nach oben, aber zum Glück schon deutlich besser als das, was George Lucas uns mit Episode 1 (und besonders 2!) angetan hat.
Mal sehen, wie dann die Fortsetzungen werden.


P.S: Darf ich alle Teilnehmer mal bitten, die Spoiler-Tags zu verwenden, damit auch Leute, die den Film noch sehen wollen hier reinschauen können, ohne gleich den kompletten Film zu kennen? Hätte ich diesen Thread nicht ganz bewusst ignoriert, hättet ihr mir ja schon alles wichtige verraten und das ist doch irgendwie schade, schließt es ja doch eine große Menge an Leuten von der Diskussion hier aus! Und dieses tolle Forum bietet doch die Möglichkeiten, also sollte man sie auch nutzen!
 
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Unglaublich wieviele von diesem Film enntäuscht sind - - - ! ! ! :eek:.
Ich habe beschlossen diesen Film nicht anzusehen.
Ich werde mir das Krieg der Sterne Universum so erhalten, wie es die ersten sechs Filme geformt haben und nicht durch Episode VII kaputt machen lassen.
Da wird *Spoilern* ein Ding der Notwendigkeit. Als Notbremse sozusagen. Wer bereits im Kino sitzt steht ja eher selten auf und verlässt protestiv den Saal.
 
Fand den Film ehrlich gesagt gut.
Es kommt sofort das typische Star Wars-Feeling auf, woran auch die klassischen Kostüme und v.a. charakteristische Soundeffekte (ich würde das Schussgeräusch eines Blasters im Traum erkennen!) und John Williams' Musik ihren Anteil haben.
Story- und Charaktermäßig werden viele Handlungsverläufe und Persönlichkeitsverläufe vergangener Episoden in variierter Form nacherzählt: Rey ist das Pendant zum jungen Luke (nur ohne ermordete Zieheltern), Kylo Ren / Ben Solo der gefallene Anakin, Snoke der neue Palpatine und es fällt schwer, die Erste Ordnung vom Imperium zu unterscheiden. Da ist es ein gelungener Kniff, dass man Poe Dameron für den neuen Han Solo halten würde, er jedoch in seiner dramaturgischen Funktion durch den wesentlich interessanteren Finn abgelöst wird. Der Handlungsverlauf selbst ist abgesehen von diesem Umstand relativ vorhersehbar: Klar, dass Finn und Rey Freunde werden, dass sie mit dem erbeuteten Millenium Falken auf Han und Chewbacca treffen und dass es auch ein Wiedersehen mit Leia gibt. Und nach der Enthüllung von Kylo Rens Identität überrascht auch keinen der dramatische Showdown zwischen Vater und Sohn mit allzu bekanntem Verlauf.
Ob man diese Handlungsentwicklung positiv als Reminiszenz ans Erbe der Reihe betrachtet oder negativ als Aufwärmen alter Geschichten, ist jedem selbst überlassen. Ich finde diese geschichtliche Kontinuität der Reihe durchaus gelungen, auch wenn es insbesondere beim "neuen Imperium" abwechslungsreicher hätte sein dürfen. Aber aus Sicht von Produzenten, Regisseur und Drehbuchautoren kann ich natürlich auch verstehen: Wer eine Fortsetzung der Urtrilogie, des bekanntesten Science-Fiction-Märchens der Welt, anbietet, muss auch ein bisschen Fanservice bringen.
Was mich an dem Film stört, ist die Entwicklung der Beziehungen zwischen den Figuren: Wie bei vielen Filmen (da haben Serien/Animes ohne Zweifel die Nase vorn) geht mir dies einfach zu schnell. Finn und Poe sind sofort beste Freunde, Finn und Rey ebenso, wobei sich da auch sehr schnell schon Ansätze von Liebe entwickeln, zwischen Finn/Rey und Han besteht auch extrem früh ein tiefgreifendes Verhältnis. Eigtl. kennen sich alle beteiligten Personen jedoch erst seit sehr wenigen Tagen. Zudem hat mich gestört, dass sowohl Finn (der ja anscheinend nicht machtempfänglich ist) als auch Rey so gut mit dem Lichtschwert umgehen konnten, dass sie einem ausgebildeten Dunklen Jedi Paroli bieten konnten (ok, er war verwundet, aber trotzdem).
Abgesehen davon hoffe ich, dass in den folgenden Episoden mehr über die Vergangenheit von Snoke herauskommt, denn momentan erscheint er mir tatsächlich wie aus dem Hut gezaubert (oder habe ich da was aus den Animationsserien The Clone Wars und Rebels verpasst? Die habe ich beide nicht gesehen).
 
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Wer eine Fortsetzung der Urtrilogie, des bekanntesten Science-Fiction-Märchens der Welt, anbietet, muss auch ein bisschen Fanservice bringen.
Die wirklichen Fans hat man eher vergrault, indem man ihnen ein bis ins kleinste Detail entwickeltes und mit hundeten von Büchern beschriebenes Universum gestrichen hat ;)

Komme gerade aus dem Film und mehr als ein Aufguß alter Handlungsstränge ist es leider nicht. Dafür hätte man nicht das EU streichen müssen und ich finde es völlig verständlich, dass ein Han Solo aus einem solchen Universum aussteigen würde
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Für mich ist nach wie vor der alte Kanon gültig und ich sehe Han auf dem Sofa Leia zurufen, dass es schon wieder einen neuen Film mit ihm gibt und gegen Ende schaltet er vorzeitig ab, weil sie ihn sterben lassen...
Ich frag mich auch, ob es absicht ist hier den Solo Sproß nach dem Skywalker Nachkommen des EU zu benennen, aber wahrscheinlich hat von den Filmemachern eh keiner irgendwie was aus dem EU auf Lager.

/edit: Einen Skandal, den nicht nur ich im Kino kommentieren musste (waren scheinbar mehrere wirkliche Star Wars Fans im Kino), war der Trailer zum neuen Star Trek Film direkt vor dem Start. Wie kann man nur so unsensibel sein...
 
Persönlich empfand ich den Film als Film als sehr gelungenes Werk.

Die soweit wie möglich reduzierten Computeranimationen lassen ein gutes Feeling aufkommen und vermitteln das Gefühl, dass in das Bühnenbild sehr viel Liebe gesteckt worden ist. Tatsächlich finde ich den überwiegenden Teil der Schauplätze wundervoll ausgearbeitet und auch der überwiegende Teil der Kostüme ist sehr gut. Lediglich Kylo Rens Helm wirkt lieblos zusammengeschustert, aber das passt auch ein bisschen zum Charakter an sich.

Das Casting für den Film ist ohne Zweifel gelungen. Selbst der ursprüngliche Schauspieler von Chewbacca ist an Bord und den sieht man als Mensch noch nicht einmal. Auch wenn ich persönlich kein Fan vom Bösewicht Muttersöhnchen mit Aggressionsproblemen bin, finde ich, ist der Schauspieler ganz gut in seiner Rolle. Der einzige Charakter dessen Auftreten per se absolut unnötig war und ruhig auf einen der nächsten Teile verschoben hätte werden können ist Captain Phasma. Die Screentime wirkt größtenteils erzwungen und es wäre eigentlich immer ohne genauso gut gegangen.

Die Story ist - auf das wesentlichste reduziert - eine Kopie von Episode IV. Allgemein wird leider nicht sehr viel ins Detail gegangen, alles wirkt irgendwie ein bisschen gequetscht, definitiv zu viel Geschichte für einen Film - man fühlt sich in einer Buchverfilmung, von der man das Buch nicht kennt: Ein Gefühl, dass einem einiges entgeht, aber man weiß nicht was. Trotz allem ist doedie Geschichte nicht schlecht, sagt mir persönlich mit ihrem großzügig gestreuten Humor sehr zu, besitzt aber auch ihre Schwachstellen.

3D finde ich persönlich übrigens ebenfalls lohnend.
 
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