[Diskussion] Wissenschaftlicher Gottesbeweis anhand von Naturgesetzen

Troll2009

..so beautiful disgusting
Und selbst wenn: Fegefeuer oder Auflösen ins nichts - tolle Auswahl

Aber was Neverman gesagt hat stimmt irgendwie schon.
Ist ja jetzt egal, ob wir meinen Gott hat die Welt erschaffen, oder es existieren viele Parallelwelten.
Beides sind Erklärungen, die so weit abgehoben sind, das sie im Leben der Allgemeinheit schon gar keine Bedeutung mehr haben.

Nebenbei: Im anderen Thread hieß es ja, wenn man die Unschäreftheorie auflöst hätte man den "Masterplan" fürs Leben gefunden.
Was denckt ihr, wenns wirklich soweit kommt. Dann können wir gesellschaftlich einpacken.
 
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digger

Gottheit
Mit Gottesbeweisen schlage ich mich gar nicht erst rum, es stimmt ohnehin keiner. Man kann endlos darüber diskutieren weil man eh nie etwas beweißen können wird, aber ich warte auf schon ein Weilchen darauf eines Besseren belehrt zu werden und wie es scheint wird das auch so bleiben.
Meistens läuft das ohnehin (wie bereits gesagt) auf philosophische Spielereien hinaus die keinem was nützen außer, dass sie weltfremde aus-Spaß-an-der-Freude Hobbyphilosophen unterhalten.

Ich geb mich einfach mit meiner Wahrnehmung und der Welt zufrieden, was nützt es schon sich Gedanken über Mist zu machen der die eigene Wahrnehmung angeblich übersteigt, wenn man es ohnehin nicht mitkriegt.
 

Neverman

VIP
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@Ironhide: es lässt sich bestimmt nicht zu einem zufriedenstellendem Ergebnis kommen, wenn man Glauben als Behinderung der Wissenschaft wahrnimmt. Sicher, Fanatismus mag beschränkend auf die Wahrnehmung wirken, aber Glaube an sich, beflügelt die eigene Vorstellungskraft und gibt uns die Möglichkeit, neue Dinge leichter zu akzeptieren, Veränderungen zu verstehen und sie einzuordnen. Man kennt es doch: Wissenschaftler, die unumstößlich an ihre eigenen Konzepte glauben, bis sie letzten Endes von einer anderen, "neuen" Wahrheit überrumpelt werden, die ihr Weltbild zusammenstürzen lässt. Mit der Religion war/ist es genauso, heute mit diesen obskuren religiösen Mutationen wie "Intelligent Design". Der Fanatismus verhindert, zu einer klaren Einsicht zu gelangen, Leugnung wissenschaftlich "belegter" Tatsachen ist die Folge. Glaube beflügelt die Wissenschaft und andersrum. Denn beides basiert doch irgendwie aufeinander. Ich hab da mal so eine Doku gesehen... *grübel*
Weiß aber nicht mehr, wie die hieß. Auf jeden Fall ging es um die Verknüpfung von Wissenschaft und Religion und es kamen Menschen zu Wort, die versuchten sich zu erklären. Religion gibt allem einen Sinn und spart sich von Anfang an den Weg, den die Wissenschaft geht. Aber es ist nunmal so, dass auch Wissenschaftler immer noch an den Punkt gelangen, wo sie nicht mehr weiterkommen, wo unsere Wahrnehmung an ihre Grenzen tritt und die abstraktesten Modelle und Gesetze nicht ausreichen, zu erklären. Und dort setzt wieder die Religion an, mit Gott, Buddha, Allah, etc.
Wie Digger sagt, es läuft auf diese grundphilosophischen Fragen hinaus nach dem Anfang, dem Huhn und dem Ei, usw. usf.
Gläubige Menschen lernen mit dieser Unwissenheit umzugehen, können sie akzeptieren, andere nicht.

Naja, glauben zu können, ist eine Sache, die nicht jeder kann.
 

digger

Gottheit
Glaube in sehr, sehr geringem Maße kann ganz nützlich sein fürs Verhalten, aber starker Glaube macht Menschen zu nutzlosen Verrückten. Ich sehe die Sache eher so, dass die die glauben nicht mit der Tatsache zurechtkommen, dass man nicht alles erklären kann. Wer nicht glaubt wird entweder gläubig, kommt mit sich selbst nicht klar und wird irre oder er akzeptiert es ganz einfach (der intelligente Weg) lebt sein Leben weiter, versucht sich an dem "bischen" zu orientieren was ihm zur Verfügung steht und trägt positiv zur Gesellschaft bei anstatt sich von wirren Glaubensdogmen bestimmen zu lassen und der Gesellschaft nur im Weg zu sein.
 

Ironhide

Na hast du Angst Kleiner?
VIP
Ich wollte nun nicht von fanatismus reden, aer das trifft in etwas das, was ich damit sagen wollte. Auch wollte ich mit meiner Aussage nicht grundsätzlich jeden gläubigen Wissenschaftler als einen schlechter Wissenschaftler dastellen^^
 

Skund

Otaku Elite
Otaku Veteran
Problem 1: Was definiert Gott sein?
Allmächtigkeit? Fällt wegen dem Energieerhaltungssatz raus, da er kein Perpetuum Mobile sein kann. Was auch dazu führt das er nicht alles schaffen kann.

Problem 2: Wenn Gott unglaublich viel Macht hätte, muss er irgendwie erlernt haben, diese Macht zielgerichtet einzusetzen oder wusste er von Anfang an wie alles geht?
Zudem, woher weiß er wie er Atome zu komplexen Lebensformen zusammen schustern kann?
Woher weiß er wie man Planten anordnen muss, damit sie in einer stabilen Umlaufbahn sind usw.

Das einzigste was ich mir unter "Gott" vorstellen kann, ist eine Ur-Rasse die alle Geheimnisse gelüftet hat und somit alles lenken kann, sofern es den Naturgesetzen entspricht
 

Neverman

VIP
VIP
@skund: vorausgesetzt, Gott ist nicht nur die Manifestation unserer Einbildung, sondern ein Bewusstsein, dass auf die theoretischen Naturgesetze hört.
Scheint mir für einen Gott, sofern es einen in persona gibt, recht unglaubwürdig.
 

_shousha_

Exarch
ach und, wer kann mir beweisen, dass Gott NICHT perfekt ist? Keiner.. von daher sind solche Fragen doch sehr sehr sinnlos, oder nicht?
und immerzu muss ich an Theodizee denken, oh man :rolleyes:

Dazu fällt mir eigentlich nur eines ein :
Naturgesetze und Naturkräfte führen nicht zwangsweise auf einen allmächtigen Geist zurück, sondern viel eher auf eine allmächtige Kraft. Thomas von Aquin stellte dar, dass sie Naturgesetze natürlichen Kräften zu Grunde liegen und ließ dabei die Religion völlig außen vor. Er sprach von sog. "qualitas occulta" - verborgen und nicht wahrnehmbar, aber doch lenkend für alle wahrnembaren Qualitäten in der Welt.
 

digger

Gottheit
Wenn die Zeitmaschine einmal erfunden ist werde ich jemanden bitten am Ende aller Zeiten mal nachzuschauen und mir dann eine Nachricht zukommen zu lassen damit wir die Frage ob es Gott gibt oder nicht jetzt noch fix klären können : D
 

Blumentob

Ordenspriester
also ich hab mir alle videos von dem professor angeschaut und war echt beeindruckt wie simpel und logisch er alles erklärt hat - bis zu dem punkt wo er anfängt alles mit der Bibel und Jesus Christus in verbindung zu setzten
ich hab gedacht: wow, es versucht endlich mal ein objektiver professor die existenz gottes anhand von naturgesetzen zu beweisen, die für uns anscheinend überall und ohne ausnahme gelten...und dann kommen aussagen wie: "die wahrheit liegt in der bibel" oder "Jesus Christus ist der sohn gottes" oder "Jesus ist die tür zum himmel. ohne jesus kommt niemand in den himmel" usw..
das war für mich der punkt den professor als parteiisch/voreingenommen/nicht neutral/nicht objektiv abzustempeln, was man in so einer sache nicht sein sollte...
ich hatte eher den eindruck er wolle die christliche religion weiter verbreiten, trotzdem hat mir seine beweisführung und argumentation gut gefallen

warum es noch so viele streitigkeiten über gottes existenz gibt, ist meiner meinung nach, dass einige (oder viele) menschen immer noch ein kleines bisschen religiös verwurzelt sind (meiner erfahrung nach meistens alte leute und frauen/mädchen) und andere sich nur auf die harten, kalten fakten beziehen und nichts von instinkt, gefühl, gedankenkraft wissen wollen
ich personlich glaube, dass diese menschen einen gott haben wollen oder brauchen um weiter zu leben. vielleicht haben sie soviel schlechtes in der welt erlebt, dass sie es nötig haben. vielleicht hilft ihnen der glaube an gott sicherheit, geborgenheit, erkenntnis zu fühlen. vielleicht wurden sie so erzogen, dass sie gar nicht anders können. vielleicht tun sie es aus pflichtgefühl oder wegen sünden. trotzdem heißt es nicht, weil jemand glaubt, glaubt er zwangsweise an gott. man kann auch an eine höhere macht/kraft glauben
wenn jemand an gott glaubt, dann ist es auch seine perönliche ansicht. dann sollte man es aba auch so sagen und nicht als tatsache hinstellen und man sollte die meinung dieser menschen respektieren, denn es wurde auch nicht bewiesen, dass es keinen gott gibt. außerdem gibt der glaube dem menschen kraft und hoffnung

ich persönlich glaube nicht an gott, sondern nur an die mir vorgegebene welt und dessen informatioen, die ich mit allen sinnen wahrnehmen kann
 
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Sorra1

Anime Hunter
Otaku Veteran
also ich hab mir alle videos von dem professor angeschaut und war echt beeindruckt wie simpel und logisch er alles erklärt hat - bis zu dem punkt wo er anfängt alles mit der Bibel und Jesus Christus in verbindung zu setzten
ich hab gedacht: wow, es versucht endlich mal ein objektiver professor die existenz gottes anhand von naturgesetzen zu beweisen, die für uns anscheinend überall und ohne ausnahme gelten...und dann kommen aussagen wie: "die wahrheit liegt in der bibel" oder "Jesus Christus ist der sohn gottes" oder "Jesus ist die tür zum himmel. ohne jesus kommt niemand in den himmel" usw..
das war für mich der punkt den professor als parteiisch/voreingenommen/nicht neutral/nicht objektiv abzustempeln, was man in so einer sache nicht sein sollte...
ich hatte eher den eindruck er wolle die christliche religion weiter verbreiten, trotzdem hat mir seine beweisführung und argumentation gut gefallen
genau das hab ich auch gedacht als ich das 1 mal das video sah

aber ich bin eher der Wissenschaftler typ als der gleubige ich möchte nicht sage das ich nicht an gott glaube zb. tue böse dinge und dir passieren böse dinge an das halte ich bis zu einem gewissen grad fest.
Natürlich kann die Evolutions theorie stimmen aber dan fragt man sich doch wer hatt am Anfang von allem das universum erschaffen.(so kombinirt man Wissenschaft mit Glaube)
und das mit der spruch " ist es wissenschaftlich nicht erklärbeit hatt es Gott gemacht" finde ich totaler blödsin
wir sagen Gott ist allmächtig um uns manches einfacher erklären zu können
 

-GIN

Gottheit
also ich habs mir jetzt nur bis teil 6 angeschaut, wurde langweilig

der vortrag ist für mich ein typischer fall von "ich mach mir die welt, wie sie mir gefällt"
total hanebüchene begründung warum das informations dingens ein naturgesetz sein soll und da der anfang schon nicht absolut ist, ist der daran anschließende rest erst recht nicht "wahr", was wahr ist oder nicht sei mal dahingestellt.

der wohl sinnvollste ort wo sich gott verstecken könnte, wäre vor dem urknall, denn was davor war kann man nicht herausfinden
 

Terry_Gorga

Der Eine, der Viele ist
Otaku Veteran
Schade, der Titel hörte sich interessant an, jetzt muss ich herausfinden, dass es doch wieder nur um irgendein Theorem geht, das das Wichtige einfach mal völlig außer Acht lässt. Aber es ist ja auch so schwer, Liebe naturwissenschaftlich zu erklären.

Ich sage dazu einfach nur: Ich bin Antichrist, glaube dennoch an eine Art göttlicher Kraft und bin mir sicher, dass alle naturwissenschaftlich geführten Gottesbeweise am Ziel vorbei schießen, weil wir nicht wissen, welche Ausnahmen es gibt. Jahrhunderte lang galt die Mechanik als einzig wahre Physik. Dann kam Albert Einstein. Also wer weiß, was uns noch bisher alles so verborgen geblieben ist. Denn erst, wenn wir alles wüssten, könnten wir beweisen, dass es Gott gibt, da er schließlich als allwissendes Wesen auch alles weiß also auch weiß, was göttlich macht.


EDIT: Mein Mathematiklehrer hat mal etwas sehr interessantes gesagt: Alle Naturwissenschaften sind in Wirklichkeit die Suche nach Gott.
 
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Neverman

VIP
VIP
Mir kommt dann immer der Gedanke in den Kopf, dass wir dann Gott sind.
Und deinem Mathematiklehrer kann ich da voll zustimmen. Wissenschaft als Suche nach Gott, ergo als Suche nach der Wahrheit, dem Kern, der alles im innersten zusammenhält.^^
Nun halte ich das streben danach für edel, dass erreichen aber für unmöglich.
 
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