[Diskussion] Kinder - Ja oder nein?

Neko_

Gottheit
Ich hätte später schon gern ein oder zwei Kinder, mehr nicht. Fühle mich aber (immer)noch zu jung für. Ich finde 27 ist ein schönes Alter um schwanger zu werden bzw. ein Kind zu kriegen. Zudem will ich erstmal meine Ausbildung abschließen, nur mit einem Schulabschluss kann ich einem Kind nichts bieten...
 

Smert

Gläubiger
Erstmal, Terry_Gorga ist ja mal voll der pessimist. Wenn man mit solchen Augen auf die Welt blickt dann hat alles kein sinn. Den leid gibt es genug und wenn man alles damit begründet dann hat man einfach keinen guten lebenswillen. Wenn ich Kinder bekomme dann ist das leben nicht vorbei, dass ist einfach schwaches denken von Menschen die nicht viel investieren möchten und lieber auf der couch hocken oder wöchentlich sinnlos Party machen oder saufen.

Ich hingegen finde Kinder total Hammer xD klar können sie nervig sein (die eigenen sind aber nie so schlimm wie die anderen :D ), aber man selber war ja auch mal eins und ich würde einfach gerne sehen was meine Kinder in der Welt so erreichen/anstellen würden.

Für diesen wunsch müsste ich aber erst die eine Finden :> Wunsch wären so 2-3 aber mindestens 2. Denn irgendwann sind die Eltern auch nicht mehr da und dann ist es gut jemanden zu haben mit dem man die schwere zeit überstehen kann.
 

Souji

Desperado
Otaku Veteran
[...] Wenn ich Kinder bekomme dann ist das leben nicht vorbei, dass ist einfach schwaches denken von Menschen die nicht viel investieren möchten und lieber auf der couch hocken oder wöchentlich sinnlos Party machen oder saufen.
Ich würde eher behaupten, dass es schwaches Denken ist, wenn man so etwas absolut Verallgemeinerndes in den Raum wirft.
Nicht alle die keine Kinder wollen hängen auf der Couch, auf Parties ab oder saufen, sondern haben einfach kein Interesse an Kindern oder dem unnötigen Stress.
 

bigsmokess

Gläubiger
Einen Kinderwunsch habe ich nicht, sollte jedoch jemand in mein Leben treten,der das ändert und meine Lebenssituation( Finanzen,geistige Reife etc.) es zulassen hätte ich auch nichts dagegen.
 

Arandur

Stamm User
Definitiv keine Kinder. Ich PERSÖNLICH fühle mich dadurch nur mehr als gestresst und gestört. Und ich hätte weder Platz, noch das Geld noch die Nerven.
 

Rattenkönig

Ngeuuraksaha
VIP
Die Gesellschaft ist kein Grund, um keine Kinder zu kriegen. Jedenfalls unsere nicht. Der Druck ist nur bei denen hoch, die sich auch erdrücken lassen. Wer willens zu Schwach ist sich selbst zu ertragen, sollte wahrlich kein Kind in die Welt setzen, oder auf den Mann warten, der einen Willen für Zwei hat, bzw. die Ruhe selbst ist. Kinder brauchen keine dezent psychopathischen Eltern. Kinder brauchen Eltern, oder wenigstens ein Elternteil, was über den Dingen steht, damit das Kind einen starken Kern in der Familie hat, worauf es sich immer verlassen kann. Ich würde meinem Kind wohl sagen, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt, wobei, ich würde ihn erst garnicht erwähnen. Warum das Kind mit einer Lüge groß ziehen? Es geht bei Weihnachten Nicht um den Weihnachtsmann, sondern allein um die Familie. Selbe mit dem Osterhasen. Und den andere erfundenen Nonsens.

Was ich immer unverantwortlich finde, wenn Eltern, Kinder in die Welt setzen, aber denken: "Ach, das passt/wird schon!" Ja klar, genau so ne dumm, wie mit den Kredit aufnehmen, obwohl man nicht weis, ob man es ab bezahlen kann. Ich finde es auch nicht gut, wenn die Eltern (oder wenn man da erstmals Eltern wird) mit 45+ noch Kinder bekommen. Damit hat das Kind weniger von den Eltern. Ich würde mein Kind nach meinen Regeln erziehen und die der Frau natürlich auch berücksichtigen, mit einbeziehen. Wenn ich mal ein Kind haben sollte, dann gibt es auch keine Trennung, von meiner Seite aus. Denn ein Kind sollte Mutter und Vater haben. Da ist dann die Familie wichtiger, als irgend ein egoistisches Verlangen, was weniger Wert hat, als das Wohlergehen des Kindes. Wer das nicht so sieht, sollte auch nie ein Kind bekommen. Kinder schadet es Immer, wenn sich die Eltern wegen Kleinigkeiten trennen. Meistens durch Egoismus. (Wenn er ein Schläger ist, ist das natürlich was anderes. Oder sie, eine Furie die einen vergiften könnte, oder mit den Messer erstechen.)

Und so wie man sein Kind erzieht, so wird es auch dann werden, wer es immer verwöhnt, immer abschiebt, wo das Kind kein halt findet, dann wird es zum Schreihals, es wird nerven, es wird zum kleinen Arschloch werden, liegt alles an der Erziehung. Mein Kind würde auch nicht, irgend nen beschissenen Tand zum spielen bekommen, ich würde es auch immer blöd finden, wenn es irgend nen Müll zu Weihnachten bekommt. Vorallem wissen die Eltern das, dass das Kind das meist wieder auf den Müll wirft. Dennoch kaufen die blöden Schwachsinn. Wichtig ist nicht das Spielzeug, sondern, dass man mit dem Kind spielt. Einfach ein Spielzeug geben und dann in die Ecke setzen, ist dämlitsch. Kinder müssen wohlüberlegt sein. Wenn alles einigermaßen Passt, dann steht dem nix im Weg. Wobei sehr viel die Erziehung und das Verhältnis zum Kind ausmacht, die gesellschaftliche Stellung ist dabei Irrelevant. Wo es natürlich dann wieder die Scheiß Wichser von den Eltern kaputt machen, die ihr Kind extremst verwöhnen und es dann zu einem egoistischen Arschloch ran wächst.

Wobei der Mann natürlich leicht sagen kann, ein Kind? Klar! Er muss ja nicht das Kind tragen und gebären. ;)
 

Aegis

Stamm User
Ich finde das Theme viel zu komplex, als dass ich es mit ja oder nein beantworten könnte. Es gibt Zeiten, da mal ich mir aus, wie es sein würde ein Kind (oder zwei) großzuziehen und verfalle dann regelrecht in eine Phase wo ich gedankenversunken unterschwellig bereits anfange zu plane. Vielleicht kennt das der ein oder andere hier. In so Phasen würde man sofort Ja sagen.

Dann kommen allerdings wieder die Tage (und diese überwiegen), wo ich mir absolut nicht wünsche jemals ein Kind zu haben. Das liegt meist daran, dass ich einfach noch sehr viel erleben will (ja, ohne Kind). Und da ich momentan in dem Alter angelangt bin, indem es für mich noch okay wäre Kinder zu bekommen, müsste ich mich allmählich entscheiden. Aber manchmal erleichtert einem die Entscheidungsschwierigkeit eine chronische Erkrankung, die es sehr schwierig bis fast unmöglich macht, schwanger zu werden. Also von daher freunde ich mich immer mehr mit dem Gedanken an, keine Kinder zu haben. Hat ja auch so seine Vorzüge :P
 

Terry_Gorga

Der Eine, der Viele ist
Otaku Veteran
Die Gesellschaft ist kein Grund, um keine Kinder zu kriegen. Jedenfalls unsere nicht.
Gewagte These, in einer Gesellschaft, in der mehrere Millionen Menschen zwei Jobs ausüben müssen, um alleine sich selbst über Wasser zu halten.

Ich bin mit dir in einigen Punkten einer Meinung, z.B. dass es ein gut überlegter Schritt sein muss, ob und wann man ein Kind kriegt. Man muss dem Kind eine Stütze sein können und man wird dabei garantiert an seine Grenzen stoßen. Ein Kind wird nun einmal erst dann zu einem guten Menschen, wenn man in es investiert - Zeit, Geduld und Geld. Wer das nicht will oder kann, sollte lieber keine Kinder kriegen.
Aber auch von dem Charakter abgesehen ist leider nicht jeder, der will in der Lage, ein Kind gut (und damit meine ich oberhalb der Grenze von Hartz4) aufzuziehen. Im Gegenteil, eine Kindsgeburt ist bei vielen (vornehmlich Frauen) sogar der Grund, weshalb sie aus dem Arbeitsleben gedrängt werden. Ein kleiner Schritt zurück in die richtige Richtung ist ja jetzt endlich dadurch gemacht worden, dass diese unsägliche Herdprämie abgeschafft worden ist, aber es bleibt immer noch viel zu tun. Alleine schon, wenn der Grund für unterschiedliche Gehälter zwischen Mann und Frau er ist, dass Frauen ein Kind kriegen könnten und damit mehr Aufwand bedeuten könnten. Dadurch wird das, was wir vorhin festgehalten haben, nämlich dass man in ein Kind investieren muss zum Ding der Unmöglichkeit, denn bevorzugt werden in unserer Gesellschaftsform nun mal diejenigen, die keine Kinder kriegen und sich ganz ihrer Arbeit verschreiben. So eine Grundeinstellung finde ich asozial und solange sich das nicht ändert, halte ich unsere Gesellschaft für kinderfeindlich.
 

Rattenkönig

Ngeuuraksaha
VIP
Gewagte These, in einer Gesellschaft, in der mehrere Millionen Menschen zwei Jobs ausüben müssen, um alleine sich selbst über Wasser zu halten.

Ich bin mit dir in einigen Punkten einer Meinung, z.B. dass es ein gut überlegter Schritt sein muss, ob und wann man ein Kind kriegt. Man muss dem Kind eine Stütze sein können und man wird dabei garantiert an seine Grenzen stoßen. Ein Kind wird nun einmal erst dann zu einem guten Menschen, wenn man in es investiert - Zeit, Geduld und Geld. Wer das nicht will oder kann, sollte lieber keine Kinder kriegen.
Aber auch von dem Charakter abgesehen ist leider nicht jeder, der will in der Lage, ein Kind gut (und damit meine ich oberhalb der Grenze von Hartz4) aufzuziehen. Im Gegenteil, eine Kindsgeburt ist bei vielen (vornehmlich Frauen) sogar der Grund, weshalb sie aus dem Arbeitsleben gedrängt werden. Ein kleiner Schritt zurück in die richtige Richtung ist ja jetzt endlich dadurch gemacht worden, dass diese unsägliche Herdprämie abgeschafft worden ist, aber es bleibt immer noch viel zu tun. Alleine schon, wenn der Grund für unterschiedliche Gehälter zwischen Mann und Frau er ist, dass Frauen ein Kind kriegen könnten und damit mehr Aufwand bedeuten könnten. Dadurch wird das, was wir vorhin festgehalten haben, nämlich dass man in ein Kind investieren muss zum Ding der Unmöglichkeit, denn bevorzugt werden in unserer Gesellschaftsform nun mal diejenigen, die keine Kinder kriegen und sich ganz ihrer Arbeit verschreiben. So eine Grundeinstellung finde ich asozial und solange sich das nicht ändert, halte ich unsere Gesellschaft für kinderfeindlich.
Ja, dass muss jeder für sich entscheiden, ob man Kinder in die Welt setzen will. Aber wenn du so denkst, kannst du nirgends Kinder in die Welt setzen, weils immer was zu meckern gibt.

Wobei Geld unwichtiger ist als Zeit, Geduld und vorallem Liebe (Zuneigung). Ich will ja auch niemanden dazu drängen, doch Kinder zu bekommen. Ja, dass ist ein negativer Faktor. "Sie sind Schwanger/wollen ein Kind? Verpissen Sie sich!" Typisch für zu viele Arbeitgeber. Aber wenn der Mann, oder die Frau, ausreichend Geld bekommt. Dann kann auch ein Elternteil daheim bleiben. Und das Kind immer abschieben, dann wird es gewiss kaum Bezug zu den Eltern haben, die sind dann einfach nur die Versorger. Am liebsten haben sie die Oma und den Opa. (Meistens dann.) Sowas ist auch nicht gut für ein optimales Aufwachsen. So macht das meine Cousine, und andere Bekannte machen das auch, dass Kind wird an die Oma abgeschoben. Natürlich baut das Kind dann eine festere Beziehung mit den Großeltern auf, als mit den Eltern. Warum denkst du, sei Geld so wichtig? Muss jedes Kind Markenklamotten tragen? Das neuste Smartphone haben? Kinderfeindlich würde ich eher die Wirtschaft nennen, die Gesellschaft ist der Hund der sich anpasst.
 

Terry_Gorga

Der Eine, der Viele ist
Otaku Veteran
Wobei Geld unwichtiger ist als Zeit, Geduld und vorallem Liebe (Zuneigung). Ich will ja auch niemanden dazu drängen, doch Kinder zu bekommen. Ja, dass ist ein negativer Faktor. "Sie sind Schwanger/wollen ein Kind? Verpissen Sie sich!" Typisch für zu viele Arbeitgeber. Aber wenn der Mann, oder die Frau, ausreichend Geld bekommt. Dann kann auch ein Elternteil daheim bleiben. Und das Kind immer abschieben, dann wird es gewiss kaum Bezug zu den Eltern haben, die sind dann einfach nur die Versorger. Am liebsten haben sie die Oma und den Opa. (Meistens dann.) Sowas ist auch nicht gut für ein optimales Aufwachsen. So macht das meine Cousine, und andere Bekannte machen das auch, dass Kind wird an die Oma abgeschoben. Natürlich baut das Kind dann eine festere Beziehung mit den Großeltern auf, als mit den Eltern. Warum denkst du, sei Geld so wichtig? Muss jedes Kind Markenklamotten tragen? Das neuste Smartphone haben? Kinderfeindlich würde ich eher die Wirtschaft nennen, die Gesellschaft ist der Hund der sich anpasst.
Das ist ein idealisiertes Bild, das du hier malst. Ich würde es gerne sehen, wenn das Realität wäre. Aber das ist es leider nicht.
Geld wird nun mal in dem Moment sehr wichtig, wo man nicht mehr genug hat, um die Miete zu zahlen oder mehr als einen Menschen zu ernähren. Und das ist in unserer Gesellschaft bei zu vielen Menschen der Fall.
Übrigens ist eine Gesellschaft die sich anpasst nicht besser, als die eigentliche Ursache für die Missstände, weil diese Gesellschaft durch ihre Anpassung die Missstände legitimiert und somit für gut und richtig befindet.
 

Rattenkönig

Ngeuuraksaha
VIP
Das ist ein idealisiertes Bild, das du hier malst. Ich würde es gerne sehen, wenn das Realität wäre. Aber das ist es leider nicht.
Geld wird nun mal in dem Moment sehr wichtig, wo man nicht mehr genug hat, um die Miete zu zahlen oder mehr als einen Menschen zu ernähren. Und das ist in unserer Gesellschaft bei zu vielen Menschen der Fall.
Übrigens ist eine Gesellschaft die sich anpasst nicht besser, als die eigentliche Ursache für die Missstände, weil diese Gesellschaft durch ihre Anpassung die Missstände legitimiert und somit für gut und richtig befindet.
Alles, was die Zukunftsplanung angeht, ist ein idealisiertes Bild. Geld zum überleben ist wichtig, ALG2 reicht dabei meistens aus. Es kommt immer darauf an, was man als wichtig ansieht, und was als weniger wichtig. Ich hab auch nicht ausdrücken wollen, dass die Gesellschaft besser sei. Aber wie redooster schon sagte, hätten unsere Großeltern damals, wo sie es oft noch schlimmer hatten als wir, daran gedacht uns nicht zu bekommen, wären wir einfach nicht da (logisch ^^). Und der Wirtschaft würde es noch schlechter ergehen. Irgendwer muss Kinder in die Welt setzen. Ich finde, der Grund Geld, ist eher kaum kräftig. Würde man den Grund als essentiell wahrnehmen, müsste man alle armen Menschen als Monster ansehen, die Kinder in die Welt setzen, obwohl sie nix haben. Was aber in Deutschland, eher nicht der Fall ist.
 

redrooster

赤いオンドリ - 僕はオタクです!
Teammitglied
SMods
Gingen wir 125 Jahre zurück, in eine Zeit ohne Kondome und die Pille (+ Pille danach), würde diese Diskussion ganz anders aussehen. Erst diese beiden machen es möglich, überhaupt Kinder zu planen oder zu verhindern. Wie sehr man Kinder brauchen könnte, wird man u.U. erst sehr spät erleben, wenn man einsam und verlassen ohne Besuch ab und zu in einem Alten- oder Pflegeheim dahinvegetiert. Das ist zwar nicht gesichert, dass die Kinder einen besuchen würden, denn wie Rabeneltern gibt es auch solche Kinder...
 

Aegis

Stamm User
Wow, wie naiv hier an dieses Thema heran gegangen wird...... Das Thema Geld ist absolut, primär vorraussetzend dafür, ob man Kinder kriegen sollte oder nicht. Diese ganzen Thesen "Wenn unsere Großeltern..." sind totaler Brei.. Denn auch unsere Großeltern waren aufgeklärt, weshalb es auch nur im Vergleich wenig Großfamilien gibt.. Keine Kondome/Pille/Pille danach. Laut dieser Aussage müsste es im Verhältnis zu heute wesentlich mehr Großfamilien gegeben haben.. Aber ich schweife ab, von dem was ich eigentlich sagen will:

So oft hört man von sozialschwachen unangepassten Kindern, die aus Hartz-Familien stammen. Es ist nicht möglich ein Kind aufzuziehen, wenn man wegen Hartz-IV nicht einmal genügend Geld für Miete und zu Essen hat. Mit Luft und Liebe ein Kind großziehen ist dermaßen naiv, dass es fast schon an Fahrlässigkeit grenzt. Und eine frühere Generation als Beispiel zu nehmen... das sind einfach andere Zeiten. Damals gab es den Alleinverdiener, der eine ganze Familie ernähren konnte, das gibt es heute garnicht mehr! Heute müssen beide Parteien arbeiten um zum Mittelstand zu gehören. Aber selbst wenn nur eine Partei arbeitet, ist es schon möglich ein Kind großzuziehen. Was aber vergleichsweise nicht möglich ist, sind Hartz-IV-Kinder großzuziehen. Und zwar in einer solchen Form, dass man sie nicht sofort in der Schulklasse von den anderen Kindern unterscheiden kann. Weiterhin fehlen einfach die abwechslungsreichen und nahrhaften Mahlzeiten, da werden schwerwiegende Kompromisse gemacht. Generell werden zuviel Kompromisse gemacht, um über die Runden zu kommen. Und oft bekommt das Kind durch solch einen Alltag auch noch die falschen Ideale beigebracht.

Ich kann den Kinderwunsch verstehen, aber man sollte realistisch bleiben und danach handeln. Wenn wir davon ausgehen, ob es möglich ist, ein Kind aufzuziehen unter Hartz-IV: Ja, aber den Umständen entsprechend.
Sollte man es daher: Ganz klar, nein.
 

Filp

คนสร้างความยุ่งยาก
Otaku Veteran
So oft hört man von sozialschwachen unangepassten Kindern, die aus Hartz-Familien stammen. Es ist nicht möglich ein Kind aufzuziehen, wenn man wegen Hartz-IV nicht einmal genügend Geld für Miete und zu Essen hat. Mit Luft und Liebe ein Kind großziehen ist dermaßen naiv, dass es fast schon an Fahrlässigkeit grenzt. Und eine frühere Generation als Beispiel zu nehmen... das sind einfach andere Zeiten. Damals gab es den Alleinverdiener, der eine ganze Familie ernähren konnte, das gibt es heute garnicht mehr! Heute müssen beide Parteien arbeiten um zum Mittelstand zu gehören. Aber selbst wenn nur eine Partei arbeitet, ist es schon möglich ein Kind großzuziehen. Was aber vergleichsweise nicht möglich ist, sind Hartz-IV-Kinder großzuziehen. Und zwar in einer solchen Form, dass man sie nicht sofort in der Schulklasse von den anderen Kindern unterscheiden kann. Weiterhin fehlen einfach die abwechslungsreichen und nahrhaften Mahlzeiten, da werden schwerwiegende Kompromisse gemacht. Generell werden zuviel Kompromisse gemacht, um über die Runden zu kommen. Und oft bekommt das Kind durch solch einen Alltag auch noch die falschen Ideale beigebracht.

Ich kann den Kinderwunsch verstehen, aber man sollte realistisch bleiben und danach handeln. Wenn wir davon ausgehen, ob es möglich ist, ein Kind aufzuziehen unter Hartz-IV: Ja, aber den Umständen entsprechend.
Sollte man es daher: Ganz klar, nein.
Diese Kinder sind kein Produkt des wenigen Geldes, sondern des sozialen Umfeldes...
Die Ansprüche haben sich in den letzten Jahrzehten drastisch geändert, deswegen meinen auch viele nicht mit ihrem Geld auszukommen. Eigentlich können die Meisten nur nicht mit Geld umgehen, bzw. mit dem Geld nicht ihren eigentlich viel zu hohen Ansprüchen genügen. Klar bekommt man mit H4 nicht viel, aber auskommen kann man damit locker, man muss nur mal schauen auf was es ankommt. Wohnraum ist abgedeckt und keiner muss ungesund essen, nur weil er H4 bezieht, eher ist man dann nicht in der Lage sich gesund zu ernähren. Es ist auch nicht möglich einem Kind in der Schule das H4 ihrer Eltern anzusehen, eher das Milieu des Elternhauses und das unabhängig vom H4.
Die Gesellschaft hat sich natürlich gewandelt, aber niemals gab es eine solche soziale Absicherung wie heute und wer Geld als primäre Vorraussetzung für das Bekommen von Kindern ansieht, sollte aber ganz sicher keine bekommen, denn dann ist er nicht geeignet ;)
 
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