Oh, die neuen Updates habe ich noch gar nicht reingehauen...^^°
Mensch, seid ihr schnell...
na gut, dann hier noch die anderen beiden:
Update:
Whatever Works:
Woody Allen ist mir zwar ein Begriff, aber zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich noch nie bewusst einen Film von ihm gesehen habe und Whatever Works somit eine Premiere für mich ist!
In dem Film geht es um den Mysanthropen Boris Yellnikoff, einen Miesepeter und Pessimisten, der stets in allem das schlechte sieht und kein Interesse an einem erfüllten Leben hat. Zumindest jetzt nicht mehr, nachdem er von Depressionen heimgesucht wird, die ihn zu einem missglückten Selbstmordversuch trieben, woraufhin sich seine Frau von ihm trennte und er alleine und krank auf das Ende seines Lebens wartet. Aber eines Tages bittet ihn die Bettlerin Melody, ihr etwas zu essen zu geben. Ihr naives, ja schon dümmliches Wesen kotzt den ehemaligen Ingenieursprofessor ziemlich an und er gibt sich ihr von seiner arrogantesten und härtesten Seite. Ungeachtet dessen, zieht Melody bei ihm ein, hilft ihm, bringt ihn dazu, das Haus zu verlassen und verliebt sich letzten Endes in ihn. Das ungleiche Paar heiratet und lebt ein Jahr zufrieden miteinandern, bis plötzlich die Mutter von Melody vor der Tür steht.
Eigentlich kann ich nicht viel zu Woody Allen allgemein sagen. Ich kann lediglich aufschreiben, wie ich seinen neuesten Film fand und was mir dabei durch den Kopf ging.
Woody Allen gilt als Genie der Komödie. Und tatsächlich war das Format ungewöhnlich, die Charaktere liebenswert und der Film einige gute Lacher wert. Aber was mich gestört hat, und ich befürchte, das werde ich in mehreren Woody Allen-Filmen so empfinden, ist, dass der Film so leicht ist. Der Hauptdarsteller ist nicht wirklich ein Mysanthrop, er meckert nur gerne und hört sich scheinbar am liebsten selbst reden. Obwohl er die Hauptperson ist, nerven seine Monologe am meisten, da sie lediglich von einer hohen Eigenmeinung zeugen und nicht wirklich gegen den Menschen an sich gerichtet sind. Ich möchte den Vergleich zu der Serie "Becker" wagen, in der der angeblich miesepetrige Arzt genauso ein im Grunde genommen freundlicher Mensch ist, dem nur viel Leid wiederfuhr. Aber es bleibt nicht beim Hauptdarsteller. Es gibt keinen wirklichen dramatischen Höhepunkt. Die Story plätschert so vor sich hin und selbst in Szenen, in denen in klassischen Komödien die Taschentücher gezückt werden, wirken seltsam seicht und unwirklich. Und als letztes die Botschaft. Der Film heißt Whatever Works, übersetzt wurde es mit: "Hauptsahe, es funktioniert." Die Idee dahinter ist, dass wir Menschen und viel zu abhängig von unseren und anderen Vorstellungen machen und uns nur selbst im Weg stehen. Nimm das Leben, wie es kommt und genieße es in vollen Zügen. Diese existenzielle Botschaft wird im Finale verkündet, in dem jeder Charakter des Films glücklich und zufrieden feiert und einfach froh über alles ist... Das soll mich bewegen? Eine Geschichte, die so eine wichtige Botschaft überbringen will, kann nicht einfach mit so einem Techtelmechtel daherkommen und nichts Halbes und Ganzes liefern. Der Film ist nicht schlecht, ich habe mich größtenteils gut amüsiert und kann den Charme der Allen-Filme nachvollziehen, aber für einen Film in der Größenordnung, ist er mir einfach zu harmlos, zu wenig Biss und Dramaturgie. Ein eher schwaches Werk.
Fazit: Seichte Komödie von Woody Allen über vergeudete Lebenszeit und das Nachholen ebendieser. Amüsiert euch im Kino, verlasst es und redet über das Thema weiter, bei dem ihr aufgehört habt, als ihr das Kino betreten habt. Bleibt nicht im Gedächtnis zurück.
7/10
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Zombieland:
Das Zombiegenre ist einfach nicht totzukriegen... Jeder kennt die Geschichte der Zombies, daher werde ich hier nicht auf Romero, Revolution und Independent herumreiten, sondern einfach damit beginnen, wie die Zombie-Situation heute aussieht. Wie Godzilla eine Art Ventil darstellte, um den entsetzlichen Verbrechen des Atombombenabwurfes in Nagasaki und Hiroshima ein Gesicht zu verleihen, so war der Zombie ein Ventil für eine Post-Vietnam-Ära, die sich intensiv mit den Fehlern ihrer Vorgeneration befasste, befassen musste und Zuflucht suchte in den leblosen Gesichtern von Zombies. Nach den durchaus ernst gemeinten Ansätzen von Romero, kamen jedoch mehr und mehr trivialere Produktionen auf den Markt, bis heute, wo der Zombie ein extrem schnelles, halb vergammeltes menschliches Wesen ist, dass in der Lage ist, zu lernen und nach wie vor Heißhunger auf Frischfleisch hat. Und hier setzt Zombieland an. Nach der letzten großen Zombie-Film-Enttäuschung, die mir als "großartig" empfohlen wurde ("Dance of the Dead"), ging ich relativ skeptisch an den Film ran, obwohl mich der Trailer schon in einen erheiterten, zuversichtlichen Zustand versetzte.
Nachdem die Welt von der Apokalypse heimgesucht wurde, wird ein Großteil der Erde von Zombies bevölkert. Nur ein kleiner Kern konnte überleben, aufgrund bestimmter Fähigkeiten und Regeln. Einer davon ist Columbus. Er hat einen strengen Codex, den er strikt befolgt, um sein Überleben zu garantieren. Auf dem Weg nach Ohio, wo seine Familie lebt, trifft er den durchgeknallten Tallahassee und die Schwestern Wichita und Little Rock. Gemeinsam erleben sie ein aufregend, spaßiges Abenteuer in dieser kunterbunten, blutigen Zombie-Welt.
Schon der Anfang des Films wird einem stilvoll in ausgedehnten Zeitlupen-Sequenzen serviert. Im Zeitraffer fliegen fette Wänste durch die Gegend, Blut spritzt umher und Bewegungsabläufe werden zelebriert und gebührend unterstrichen. Schon hier zeigt sich eine gewisse Ähnlichkeit zu Zack Snyder, der zwar sein Dawn of the Dead-Remake nicht offensichtlich komödiantisch ausrichtete, aber dennoch sehr gut unterhalten konnte. Nacheinander bekommt der Zuschauer die wichtigsten Regeln aus Columbus zu sehen und wie sie funktionieren. Das tolle an Zombieland ist, dass es eigentlich gar nicht lustig ist. Legendäre Schauspieler werden aus Versehen getötet, ohne Scham wird die Hinrichtungsszene aus Dawn of the Dead persifliert und mit Genuss macht man sich über die schlagwütigen Zombies her. Seinen Humor bezieht der Film dabei aus seinen großartigen Schauspielern, die wunderbar miteinander agieren und das Herz des Filmes sind. In 2012 hat Woody Harrelson gezeigt, wie üüberdreht er sein kann. In Zombieland zeigt er es weiter, was den Film aber nicht davon abhält, einige wenige gut platzierte dramatische Elemente einzuflechten. Obwohl der Film zu jederzeit lustig ist, weiß man als Zuschauer auch jederzeit, dass jeder von ihnen sofort das zeitliche segnen könnte und sie schreckliche Erlebnisse hinter sich haben. Vielleicht ist diese Ironie auch gerade das Geheimnis des Films. Einziger Kritikpunkt ist, dass ich noch ein wenig mehr Blut erwartet habe. Ich freue mich auf einen fetten Directors Cut mit vielen zusätzlichen Zombie-Kills und natürlich den restlichen Überlebenstipps!
Fazit: Knallige Splatterkomödie, die keine Angst vor dramatischen Elementen hat und daher nie in die Banalität abdriftet. Sehr stilsicher und gekonnt inszeniert!
8/10
(die neuesten Kritiken wie immer ebenfalls im ersten Post!)
EDIT: Von Ninja Assasin erwarte ich nicht viel, und ich werde ihn mir auch nicht im Kino ansehen, aber sobald ein vernünftiges Release erschienen ist, wird er von mir liebend gerne rezensiert.