Wenn man mit Kirche argumentiert, dann sollte man auch zu Ende denken.
Ich spreche jetzt mal meine Sicht an, wie sie aber auch für die katholische Regelung gangbar wäre.
Die homosexuelle Neigung an für sich, ist kein sündhaftes Verhalten, es wird erst sündhaft, wenn es in die Tat umgesetzt wird.
Wechsel wir nun zum heterosexuellen Lager, auch da ist Sex, der nicht der Fortpflanzung dient eine sündige Tat.
Wenn du diese beiden Fakten vergleichst, so stellst du fest, dass beide gleich schlecht sind. Du kannst sie gleich setzen. Die angewandte Homosexualität ist nicht schlechter als Sex aus Spaß, beide verstoßen gegen das Grundprinzip, dass Sex nur der Fortpflanzung wegen geschehen darf. Eine besondere schwere der Schuld, kann man bei ausgelebter Homosexualität nicht ausmachen.
Von daher, bleiben uns nur zwei Optionen übrig:
1) Wir lehnen beide Formen ab, beide verstoßen gegen dieses moralische Prinzip, es kann daher nicht das eine gut und tolerierbar sein, wärend ich das andere verdamme. Ansonsten lebe ich eine Doppelmoral.
2) Wir erkennen, dass zwischen Heterosexualität und Homosexualität kein Unterschied besteht, wir sind also alle Sünder, keiner ist besser als der andere. Die Folgen wären dann ein wieder anderes Thema.
Zum Thema Lust und Gott: Stellen wir uns mal vor, wir wären Gott und hätten zu entscheiden, ob wir den Spaß am Sex, Wollust etc. pp. in den Menschen einpflanzen. Würden wir uns dagegen entscheiden, dann haben wir ein Problem, wie soll die Entwicklung, dass weiterbestehen der Menscheit gesichert sein, wenn die Menschen gar keinen Anreiz hätten, sich zu paaren. Wir müssen uns also für die sündige Wollust entscheiden, um die große Heilsgeschicht am laufen zu halten. Wir müssen also Anreize geben, dass sich jeder Mensch aus freien Willen dazu entscheidet, sich zu paaren.
Um es auf den Punkt zu bringen, konstruier dir keinen moralisches Gebilde, welches auf Doppelmoral fußt. Es führt sehr schnell zu Hochmut und bei deinem Namen sollte dir klar sein, dass der Engel des Lichts das erste Opfer von Hochmut und Eitelkeit war.
Schimpansen, denen man nicht nachsagen kann, dass sie sehr gläubig wären, betreiben auch homosexuelle Liebe, sehr intensiv sogar, wie ist denn das, wenn Gott das nicht wollte, nun dann damit vereinbar?
Das ist eine sehr gute Frage, wenn ich das von der Sicht der Evolution sehe, ist Homosexualität auf den ersten Blick absoluter Schwachsinn. Es bleibt wohl zu klären, ob es hier irgendwelche versteckte Faktoren gibt, die eine positive Wirkung auf die Gruppe hat.
Swordspirit