[Diskussion] USA - Dunkelhäutige und die Polizei

ezio auditore

Otakuholic
Otaku Veteran
und ich dachte immer wir deutschen werden manchmal als als "Rassisten" bezeichnet. Okay ich gebe zu es ist sarkastisch gemeint. Aber die USA haben nicht nur ein Rassismusproblem sondern ja auch einen tiefen Imageschaden. Knallst du als weißer in der USA einen Afroamerikaner um wirst du inoffiziell als Held oder auch Patriot der das Land von den anderen Rassen befreist. Und was mich auch da ziemlich auf den Geist geht dass die 2 Polizisten nicht bestraft werden. Der Eine erschießt einen Afroamerikaner und der andere würgt den anderen im Schwitzkasten zu Tode während er um Gnade bittet und bettelt. Und nur weil der erste Cop seinen Dienst quittiert wird es noch lange nicht besser. Und der Ort wo der Amerikaner erschossen worden ist soll ja einer mit dem meisten Rassenhass bekannt sein oder täusche ich mich jetzt da?

Link mit dem erwürgten Mann
http://www.derwesten.de/panorama/us-polizist-erwuergt-schwarzen-und-bleibt-straffrei-id10108610.html
 

DynaEx

Artist
Otaku Veteran
Ist echt interessant, auf was für polemische Propaganda hier einige reinfallen. Als wären alle amerikanischen Polizisten Rasissten, die aus ner Laune heraus Schwarze umbringen. Habt ihr sie noch alle?
Ein bisschen kenne ich ja die Fälle um die es hier geht. Wird ein Polizist mit einer Waffe bedroht, ist völlig legitim sich mit Waffengewalt zu wehren. Im Ernstfall hat man nur den Bruchteil einer Sekunde zu entscheiden ob man schießt oder nicht. Seit froh, das vermutlich niemand von euch jemals in solch eine Situation gerät. Das letzte was ihr dann noch wollt, ist irgend ein ziviler Möchtegern-Menschenrechtsspinner, der dann mit seinem nicht vorhanden Verständniss und Sachverstand auf euch rummhackt. Selbes gillt für die "Schwitzkasten"-Nummer. Das ist legitimes, nicht letales Mittel um unkooperative Leute ruhigzustellen. Das wird hierzulande auch angewendet. Und gefleht und gebettelt hat der garantiert nicht. Das ist bei richtiger Anwendung gar nicht möglich.
 

Mr.Mew

Ruht in Frieden meine Katzen | Fansubber&Saber-Fan
VIP
Na ja aber man wird eigentlich auch ausgebildet dann so zu schießen, dass das Opfer nicht sofort an Ort und Stelle stirbt ^^".
Und es gab ja auch Fälle wo definitiv einer unbewaffnet war und er quasi hingerichtet wurde, klar handeln nicht alle Polizisten so, aber solche gibt es auch.
Das Thema mit der Videokamera ist eigentlich gut für beide Seiten, denn wenn der Polizist echt keine andere Wahl hatte, dann kann man es auch auf dem Video sehen. Und sollte er eher ein Rassist sein der gerne Dunkelhäutige ab ballert, dann kann ihm einfacher der Prozess gemacht werden.
 

DynaEx

Artist
Otaku Veteran
OK, das kannst du nicht wissen, wenn du nicht an einer Waffe ausgebildet bist. Ich kann dir aber versichern, du wirst es nicht hinbekommen, jemanden schnell, präzise, unter Stress, unter Beachtung möglicher Kollateralschäden und der eigenen Sicherheit, mit einer Pistole, aus einer nicht optimalen Distanz, so anzuschießen, das er weder bleibende Schäden davon trägt, noch im Nachhinein seine Waffe abfeuert und somit die Sicherheit aller in unmittelbarer Entfernung gefährdet.
Ich kann dir versichern, du wirst es nicht schaffen und als Mittelmäßiger Schütze, schon gleich gar nicht. Die Polizei wird in erster Linie so ausgebildet, das sie sich selbst verteidigen kann. Alles andere ist politisches Wunschdenken.
Mir ist kein Fall bekannt, bei dem ein Unbewaffneter, wie in einem Film, hingerichtet wurde. Zudem muss die Verhältnismäßigkeit in Betracht gezogen werden. Ein 2m großer, 120kg schwerer Mann in Rage, kann von einer zierlichen Beamtin nicht mit Körperkraft gebändigt werden. Auch wenn das ein extremes Beispiel ist, man darf die Umstände, den Zustand des Täters, den des Polizisten und die verfügbaren Mitteln zur Verteidigung außer acht lassen.
 

Sylverblack

Bred in Captivity
Otaku Veteran
OK, das kannst du nicht wissen, wenn du nicht an einer Waffe ausgebildet bist. Ich kann dir aber versichern, du wirst es nicht hinbekommen, jemanden schnell, präzise, unter Stress, unter Beachtung möglicher Kollateralschäden und der eigenen Sicherheit, mit einer Pistole, aus einer nicht optimalen Distanz, so anzuschießen, das er weder bleibende Schäden davon trägt, noch im Nachhinein seine Waffe abfeuert und somit die Sicherheit aller in unmittelbarer Entfernung gefährdet.
Ich kann dir versichern, du wirst es nicht schaffen und als Mittelmäßiger Schütze, schon gleich gar nicht. Die Polizei wird in erster Linie so ausgebildet, das sie sich selbst verteidigen kann. Alles andere ist politisches Wunschdenken.
Mir ist kein Fall bekannt, bei dem ein Unbewaffneter, wie in einem Film, hingerichtet wurde. Zudem muss die Verhältnismäßigkeit in Betracht gezogen werden. Ein 2m großer, 120kg schwerer Mann in Rage, kann von einer zierlichen Beamtin nicht mit Körperkraft gebändigt werden. Auch wenn das ein extremes Beispiel ist, man darf die Umstände, den Zustand des Täters, den des Polizisten und die verfügbaren Mitteln zur Verteidigung außer acht lassen.
Bist du Experte auf dem Gebiet? Selbst Polizist? Wenn ja, würde mich das Verhalten der Polizisten in diesen Sequenzen interessieren:
Ich kann da kein deeskalierendes Verhalten erkennen. Aber ich bin ja auch kein (amerikanischer) Polizist.
 

DynaEx

Artist
Otaku Veteran
@Sylverblack

Wenn ich einer wäre, würde ich es hier sowieso nicht sagen. In diesem Forum kann jeder schreiben was er will, also kannst du jetzt darauf vertrauen das ich mich auskenne, oder auch nicht. Ich lege hier nicht meine Berufliche Tätigkeit offen.
Außerdem kenne ich die Gesetzeslage in den jeweiligen Bundesstaaten der USA nicht, weswegen ich nur aus meiner eigenen Perspektive heraus beurteilen kann.

Zu dem Video/s: es ist ja nicht so, das die "Opfer(!)" in den Videos alle unbewaffnet waren. Bei den bewaffneten, egal ob Hieb-, Stich- oder Schusswaffe, braucht man sich gar nicht erst die Frage zu stellen, ob man sich deeskalierend verhalten soll. Warum auch? Von einer Sekunde auf die andere, könntest du blutend am Boden liegen und sterben, oder den Rest deines Lebens im Rollstuhl sitzen und in eine Plastiktüte scheißen. Hätte ich persönlich kein Bock drauf. Drüben gibt es dafür ein passenden Spruch: "better judged by twelve than carried by six".

Um einen unbewaffneten niederzuschießen, muss man schon verdammt gute Gründe haben. Ich konstruiere mal ein Beispiel. Die Polizei fahndet nach einem vorbestraften Verbrecher, welcher als Gewaltbereit und bewaffnet gilt. Dieser wird aufgespürt. Er ergreift die Flucht, z.B. mit einem Kfz. Als er gestellt wird, folgt er nicht den Anweisungen der Beamten. Seine Hände sind nicht sichtbar und er bewegt sich hastig im Fahrzeuginnenraum, scheint irgendwas zu suchen. Auf Anweisungen reagiert er nicht. Wenn er jetzt weitere Bewegungen durchführt, die auch nur irgendwie danach aussehen, als würde er nach einer Waffe greifen, wird er garantiert angeschossen.
Also, was soll die Polizei jetzt machen? Ihm gut zureden? Einen deutschen Maßstab, kann man gerade in Problembezirken der USA, nicht anlegen.

Fehlverhalten der Polizei gibt es sicherlich. Allerdings bestimmt nicht in dem Ausmaß, wie dargestellt. Man darf nicht vergessen, das die Presse sich gerne auf gerade die Seite stellt, die zugunsten der Auflage ausfällt. Man muss mal gegenüberstellen auf wie viele Polizisten geschossen wird, wie oft sie angegriffen, verletzt und getötet werden. Deren Reaktionen haben auch ein Grund. Alles was in den letzten Monaten oder Jahren auf Video festgehalten wurde, ist nur ein sehr, sehr kleiner Teil dessen, was tatsächlich auf den Straßen los ist.

Da das Thema Dunkelhäutige und Polizei heißt: ich meine eine Statistik gesehen zu haben die vorgibt, das wesentlich mehr Weiße erschossen werden als Schwarze, allerdings mehr Schwarze verhaftet als Weiße. Deswegen finde ich es etwas befremdlich, gleich die Rassismuskeule zu schwingen, wenn ein Schwarzer erschossen wird.
 
Zuletzt bearbeitet:

Sylverblack

Bred in Captivity
Otaku Veteran
Da das Thema Dunkelhäutige und Polizei heißt: ich meine eine Statistik gesehen zu haben die vorgibt, das wesentlich mehr Weiße erschossen werden als Schwarze, allerdings mehr Schwarze verhaftet als Weiße. Deswegen finde ich es etwas befremdlich, gleich die Rassismuskeule zu schwingen, wenn ein Schwarzer erschossen wird.
Die Frage ist halt, ob es sich dabei um totale oder relative Zahlen handelt. Es gibt/gab einige Kampagnen (in NY gabs mal eine, afair), die sich damit beschäftigen, dass Dunkelhäutige häufiger verdächtigt (und damit eben nicht vor dem Gesetz gleich behandelt) werden als Weiße.
Dass der US-amerikanische Polizist aufgrund der dortigen Waffengesetze grundsätzlich schneller zur Waffe greift, ist absolut logisch. Eine andere Frage ist die, wie die Polizisten dort ausgebildet werden, das sei laut einigen Zeitungen nämlich schlechter als bspw. hier in Deutschland oder der EU generell.
 

Holzi

...
@ DynaEx: Deine Einstellungen zum Thema Leben der Anderen sind wirklich interessant, hier wie im Todesstrafen-Thread. Ziemlich einseitig natürlich, aber interessant. Alles was sich nicht benimmt oder versucht, irgendwie seine Rechte zu wahren, wird erschossen.

Zum Thema hier und gleich zu Deiner Information:
Ja, Schwarze werden diskriminiert. Nicht nur den USA übrigens. Und gerne mal erschossen, wenn sie, wie Du so schön formuliert hast, `nicht den Anweisungen der Beamte´ folgen. Aber offenbar auch, wenn sie es tun, siehe erwürgter Mann.
Nicht nur in den USA übrigens, auch in Deutschland verbrennen gerne schonmal Schwarze in Polizeigewahrsam.
Personenkontrollen und ähnliches haben "nicht deutsch" aussehende Personen auch viel häufiger zu erdulden in Deutschland, nur so nebenbei bemerkt.

Aber zurück zum Mutterland des Ku-Klux-Klan: Von den Opfern der Polizeigewalt, die Gegenstand der `polemischen Propaganda´ waren, war keines bewaffnet, oder ? Der Junge in Ferguson sicher nicht, der, der zuletzt in den Nachrichten zu sehen war, mit acht Kugeln in den Rücken erschossen, sah auch nicht sehr bewaffnet aus. Nur ziemlich angeschossen eben.
Wie kommt es wohl, das es Demonstrationen und Ausschreitungen danach gab ? Weil die Leute gerade Bock auf Party hatten ? Oder weil das vielleicht ziemlich Alltag ist bei denen und die das irgendwann nicht mehr witzig finden ?

Ich finde es ziemlich armselig, das Du hier schreibst, das sei `polemische Propaganda´, such doch mal nach Zahlen, z.B. was Todesurteile und Hinrichtungen in den USA angeht. Und nach dem Anteil der Schwarzen, die davon betroffen sind/waren.

Die Frage ist nur, wo ? Wiki hast Du ja schon im anderen Thread als nicht so gute Quelle beurteilt... Und ob die (Lügen ?)presse was hergibt... ?
Vielleicht such ich Dir auch was raus, mal sehen.
 

Adrian1778

Novize
Es ist natürlich nicht Schön was dort passiert...aber irgend wo muss ja dieser Hass enstehen ...gegen die AfroAmerikaner....mann muss dass Problem bei der Wurzelbekämpfen
 

DynaEx

Artist
Otaku Veteran
Die Frage ist halt, ob es sich dabei um totale oder relative Zahlen handelt. Es gibt/gab einige Kampagnen (in NY gabs mal eine, afair), die sich damit beschäftigen, dass Dunkelhäutige häufiger verdächtigt (und damit eben nicht vor dem Gesetz gleich behandelt) werden als Weiße.
Dann muss man aber ins Detail gehen und nachfragen wieso.
Sind tatsächlich mehr schwarze als Weiße, Latinos oder Asiaten kriminell? Um was für Delikte handelt es sich?
Wo wurde die Statistik erhoben und wie sind die Ethnien in der jeweiligen Zone in ihrer Anzahl verteilt? In welchem Zeitraum fand die Feststellung statt und wie sehen die Zwischenbilanzen aus?

Die Kampagne von der du sprichst, kenne ich auch. Gab's erst letztens ein sehr interessanten Radiobericht dazu.
Bezieht sich aber auch nur auf New York. Auch hier muss ich oben genannte Punkte hinterfragen, um ein genaueres Bild zu bekommen.

Dass der US-amerikanische Polizist aufgrund der dortigen Waffengesetze grundsätzlich schneller zur Waffe greift, ist absolut logisch. Eine andere Frage ist die, wie die Polizisten dort ausgebildet werden, das sei laut einigen Zeitungen nämlich schlechter als bspw. hier in Deutschland oder der EU generell.
Es ist falsch was du hier sagst. Die Anwendung von Waffengewalt hat nichts mit dem Waffengesetz zu tun. Das sind zwei unterschiedliche Bereiche.

Das einige Polizisten dort schlechter ausgebildet sind als in Deutschland, stimmt. Ich würde das allerdings nicht pauschal auf alle Staaten übertragen, da die Ausbildung, wie hier auch, Länder bzw. Staatensache ist. Allerdings Wette ich, das im Gegenzug ein Deutscher Streifenpolizist wesentlich schlechter an der Waffe ausgebildet ist.


@Holznase
Ich finde es schön dass du meine Einstellung interessant findest. Da lässt sich gut diskutieren.

Natürlich werden Schwarze in den USA diskriminiert. Das bestreitet niemand. Ich stelle allerdings in Frage, in wie weit man diese Diskriminierung der Polizei vorwerfen kann. Ich halte ein paar zusammengeschnittene YouTube Videos, wie eben das hier gepostete, nicht für den tatsächlichen Polizeialltag, weil es eben nur ein verschwindend geringen Teil dessen wiederspiegelt, was tagtäglich passiert. Und noch dazu, ist dieses Video nicht neutral und Objektiv. Dem Zuschauer soll anhand von ein paar Fällen vermittelt werden, die Polizei nutze Zivilisten als Zielscheibe, ohne Hintergründe genauer zu erklären. Auf diese Dinger beziehe ich mich. Also denk nicht das ich alles scheiße finde, was in den Medien kommt. Nur sollte jeder etwas genauer hinsehen und auch Berichte der Gegenseite hinzuziehen.
Nur Anhand einiger Ausreißer einen ganzen Berufsstand als rassistische Mörder zu brandmarken, halte ich für falsch. Alleine schon, weil nicht alle Fälle so eindeutig sind. Zu der Sache mit dem Erwürgten, habe ich mich ohnehin schon geäußert.
Was Baltimore betrifft, würde ich mal nicht so viel Solidarität heucheln. Es ist eine Sache ob man protestiert und eine andere, wenn man anfängt die Stadt zu zerlegen und Geschäfte plündert. Dafür habe ich kein Verständnis.
Warum hierzulande gerne fremdländisch aussehende Personen kontrolliert werden, erklärt sich mir von alleine, wenn ich nur in meiner Heimatstadt durch den Bahnhof oder die Fußgängerzone gehe. Es hat nichts mit Diskriminierung zu tun, wenn ich mir den typischen Personenkreis raussuche, der auch sonst für Probleme sorgt. Wir haben ein Problem mit kriminellen Ausländern und dazu zähle ich auch die, die laut Pass "deutsch" sind. Wer was anderes behauptet lügt. Ich brauch keine Statistik, wenn ich die selben Probleme in jeder Stadt mit eigenen Augen sehe. Das gehört aber nicht zu diesem Thema.
 

Ironhide

Na hast du Angst Kleiner?
VIP
Es ist falsch was du hier sagst. Die Anwendung von Waffengewalt hat nichts mit dem Waffengesetz zu tun. Das sind zwei unterschiedliche Bereiche.
Doch, hats. Bezogen auf die USA (um die es ja mehr oder minder geht), sind die Polizisten weit aus schneller an der Waffe und am schießen, als hier in DE. Und ja, das liegt an den Waffengesetzten, bzw in meinen Augen eher am fehlen selbiger. Jeder hans und Franz darf dort n Waffe haben, oder besser gesagt die Hürden um eine zu bekommen sind auf legalem Wege nicht sonderlich groß und illegal eine zu bekommen ist auch nicht sonderlich schwer. Das die Cops in den Staaten daher sehr viel schneller zur Waffe greifen, ist kein Wunder. Das sie aber auch viel zu schnell zur Waffe greifen, hängt damit zusammen.

Und ich denke nicht, das deutsche Polizisten schlechter an der Waffe ausgebildet sind, nur vlt nicht so umfangreich (sprich mit mehreren Waffengatungen) wie die Cops drüben. Die Ausbildung an der Waffe selbst ist umfangreich und in DE werden solche Stresssituationen gezielt geschult,währned drüben in den USA wohl mehr der "Schießstand" im Vordergrund steht. Sprich, wird dort drüben noch viel zuwenige darauf eingegangen wie man Situationen entschärfen kann. Was wiederrum meist auch wiederdaran liegt,d as viele dort drüben halt eine Waffe haben und sie auch benutzen würden, was den US-Cop wieder dazu zwingt selbst schneller zu greifen womit wir dann wieder bei dem Punkt Waffengesetzte sind...
 

Holzi

...
Was Baltimore angeht "heuchle" ich keine Solidarität, falls das mir galt. Ich finde es eigentlich bedauerlich, was da passiert ist, da es dem Thema an sich, nämlich auf die rassistisch motivierte Gewalt der Polizei in den USA aufmerksam zu machen, eher schadet. Aber ich finde es nachvollziehbar. Wenn Du als Schwarzer in den USA quasi jeden Moment damit rechnen musst, das dich ein weißer Bulle abknallt, weil er sich gerade langweilt, ist das auf die Dauer sicher stressig und fördert Aggressionen.

Dem Zuschauer soll anhand von ein paar Fällen vermittelt werden, die Polizei nutze Zivilisten als Zielscheibe, ohne Hintergründe genauer zu erklären. Auf diese Dinger beziehe ich mich. Also denk nicht das ich alles scheiße finde, was in den Medien kommt. Nur sollte jeder etwas genauer hinsehen und auch Berichte der Gegenseite hinzuziehen.
Hierzu gibt es eine interessante Seite, leider nicht nach Ethnien unterteilt. Aber man kann die einzelnen Namen anklicken und ein Foto der Person sehen. Auffällig viele Schwarze dabei...
Es sind übrigens rund 1100 Menschen, die pro Jahr in den USA von law enforcement officers getötet werden.
http://www.killedbypolice.net/kbp2014.html


Ich halte es im Grunde für ziemlich unwahrscheinlich, das Du ernsthaft bezweifelst, das gerne Nicht-Weiße Menschen in den USA Opfer von Polizeigewalt werden. Seitdem sich die USA für unabhängig erklärt haben, geht das doch schon so, das weiß eigentlich jeder.

Warum hierzulande gerne fremdländisch aussehende Personen kontrolliert werden, erklärt sich mir von alleine, wenn ich nur in meiner Heimatstadt durch den Bahnhof oder die Fußgängerzone gehe. Es hat nichts mit Diskriminierung zu tun, wenn ich mir den typischen Personenkreis raussuche, der auch sonst für Probleme sorgt. Wir haben ein Problem mit kriminellen Ausländern und dazu zähle ich auch die, die laut Pass "deutsch" sind.
Tja, was soll man dazu sagen...
Zum Glück bin ich Arier und Angehöriger der Herrenrasse, sonst müsste ich mich vielleicht auch ständig kontrollieren und drangsalieren lassen.
 

DynaEx

Artist
Otaku Veteran
Doch, hats. Bezogen auf die USA (um die es ja mehr oder minder geht), sind die Polizisten weit aus schneller an der Waffe und am schießen, als hier in DE. Und ja, das liegt an den Waffengesetzten, bzw in meinen Augen eher am fehlen selbiger. Jeder hans und Franz darf dort n Waffe haben, oder besser gesagt die Hürden um eine zu bekommen sind auf legalem Wege nicht sonderlich groß und illegal eine zu bekommen ist auch nicht sonderlich schwer. Das die Cops in den Staaten daher sehr viel schneller zur Waffe greifen, ist kein Wunder. Das sie aber auch viel zu schnell zur Waffe greifen, hängt damit zusammen.
Meines unbestätigten Wissens nach, werden die meisten Delikte mit illegal erworbenen Waffen verübt. Deine Theorie geht also nicht ganz auf. Schaut man außerdem nach Canada, wo eben so viel Waffen (in Relation zur Einwohnerzahl) im Umlauf sind, passiert dort sehr wenig.
Und ich sage es nochmal. Das Waffengesetz ist etwas anderes als die ROE der Polizei. Zwei verschiedene Dinge. Genauso wie auch in Deutschland. Da regelt das Waffengesetz auch nicht was ein Polizist darf. Wenn doch, möge man mir die Textpassage zeigen. Ebenso möchte ich dann auch ein Auszug des Waffengesetzes der betroffenen Bundesstaaten in den USA sehen.

Und ich denke nicht, das deutsche Polizisten schlechter an der Waffe ausgebildet sind, nur vlt nicht so umfangreich (sprich mit mehreren Waffengatungen) wie die Cops drüben. Die Ausbildung an der Waffe selbst ist umfangreich und in DE werden solche Stresssituationen gezielt geschult,währned drüben in den USA wohl mehr der "Schießstand" im Vordergrund steht. Sprich, wird dort drüben noch viel zuwenige darauf eingegangen wie man Situationen entschärfen kann. Was wiederrum meist auch wiederdaran liegt,d as viele dort drüben halt eine Waffe haben und sie auch benutzen würden, was den US-Cop wieder dazu zwingt selbst schneller zu greifen womit wir dann wieder bei dem Punkt Waffengesetzte sind...

Ich denke nicht das die Schießausbildung (den die Grundsätze sind immer sehr ähnlich) bei uns großartig anders läuft, bis auf eben die Intensität und Dauer. Das ist es auch, was letztlich darüber entscheidet, wie gut der Schütze, vor allem unter Stress, reagiert.
Außerdem dürfte es in den USA nicht anders sein als hier. Der Polizist droht bei entsprechender Bedrohungslage den Schusswaffengebrauch an und schießt bei unmittelbarer Bedrohung. Etwas anderes kann ich mir nicht vorstellen und macht auch keinen Sinn. Würdest du mit jemandem diskutieren der auf dich zielt? Ich nicht.
Wie man Situationen entschärft, kann man nicht auf dem Schießstand lernen. Ich glaube auch nicht das du als Externer beurteilen kannst, wie eine zweckmäßige, sinnvolle Schießausbildung auszusehen hat, sonst würdest du den Schwerpunkt nicht von der Schießbahn weg, zum Seminar favorisieren. Jedenfalls interpretiere ich deinen Text so. Sollte es anders sein, korrigiere mich.
Ob die Polizei in den Staaten auch geschulter mit Langwaffen sind, kann ich dir nicht sagen. Sinn machen würde es, denn so hat der Polizist die Möglichkeit, aus größerer Distanz, wesentlich präziser und vor allem risikoärmer für Unbeteiligte, die Situation zu entschärfen.

Es ist außerdem eine falsche Annahme, in den USA könne jeder mit einer Waffe rummlaufen, oder einfach so erwerben. Die jeweiligen Gesetze werden nicht auf Bundesebene geregelt und sind teils sehr unterschiedlich. Ich meine das gerade in NY, diese sehr streng sind.
Auch wäre interessant aufzuzeigen, in welchen Bundesstaaten mehr Verbrechen verübt werden. Die mit einer eher lockeren Guncontrol, oder die mit der scharfen. Ich wette in TX ist die Kriminalitätsrate geringer als in NY.

Ich möchte hier nicht dem dortigem Waffenrecht die Schuld geben. Nicht nur weil es falsch wäre, sondern weil die Probleme dort, ganz eindeutig sozialer Natur sind.



Was Baltimore angeht "heuchle" ich keine Solidarität, falls das mir galt. Ich finde es eigentlich bedauerlich, was da passiert ist, da es dem Thema an sich, nämlich auf die rassistisch motivierte Gewalt der Polizei in den USA aufmerksam zu machen, eher schadet. Aber ich finde es nachvollziehbar. Wenn Du als Schwarzer in den USA quasi jeden Moment damit rechnen musst, das dich ein weißer Bulle abknallt, weil er sich gerade langweilt, ist das auf die Dauer sicher stressig und fördert Aggressionen.
Denkst du wirklich das alle Polizisten da drüben aus langer Weile Menschen erschießen?


Hierzu gibt es eine interessante Seite, leider nicht nach Ethnien unterteilt. Aber man kann die einzelnen Namen anklicken und ein Foto der Person sehen. Auffällig viele Schwarze dabei...

Es sind übrigens rund 1100 Menschen, die pro Jahr in den USA von law enforcement officers getötet werden.

http://www.killedbypolice.net/kbp2014.html
Da kommen wir wieder zu den Punkten, die ich vorhin angesprochen habe. Unter anderem die Ethnien. Was soll ich mit einer Statistik, die mir lediglich verrät, wie viele Menschen erschossen wurden.

Das hier ist schon eher interessant:

Ich halte es im Grunde für ziemlich unwahrscheinlich, das Du ernsthaft bezweifelst, das gerne Nicht-Weiße Menschen in den USA Opfer von Polizeigewalt werden. Seitdem sich die USA für unabhängig erklärt haben, geht das doch schon so, das weiß eigentlich jeder.
Und wenn das so ist, sollte mal eindeutig geklärt werden warum. Man kann nicht alles auf Rassismus schieben. Aber es ist eine bequeme Methode um von eigentlichen Problemen abzulenken.


Tja, was soll man dazu sagen...

Zum Glück bin ich Arier und Angehöriger der Herrenrasse, sonst müsste ich mich vielleicht auch ständig kontrollieren und drangsalieren lasse
Tja, was soll ich dazu sagen. Ich kann dich nach der Aussage nicht mehr für voll nehmen.
 

Holzi

...
Einmal schreibe ich hier noch was, auch wenn völlig sinnlos ist.
Mich wundert, das Du ständig von bedrohten Polizisten schreibst und Schusswaffengebrauch bei unmittelbarer Bedrohung und sowas...
Darum geht es nicht ! Kein einziger der zuletzt in den Medien behandelten Fälle hatte auch nur im Entferntesten damit zu tun. Unbewaffnete und vermutlich völlig unbescholtene Menschen wurden von der Polizei abgeknallt. Hast Du Dir das Video nicht angesehen, das Sylverblack verlinkt hat ?
Das bei einer Schießerei (also mit bewaffneten und zurückschießenden Menschen) auch mal Verbrecher erschossen werden, gar keine Frage. Da habe ich auch nicht viel gegen. Aber wie gesagt, um solche Fälle geht es nicht.

Zu Deiner Frage, ob ich wirklich glaube, das alle Polizisten da drüben aus Langeweile Menschen erschießen:
Nein. Nicht alle. Aber ich glaube, das es einige gibt (und nicht den USA natürlich), die ihre Machtposition ausnutzen. Nicht immer gleich, um jemanden zu erschießen, aber diverse andere kleine Gemeinheiten sicher. Und ja, da sie nichts zu befürchten haben, glaube ich auch, das sie eher mal abdrücken als das zu tun, was eigentlich ihr Job wäre und was auch nur ein wenig gesunder Menschenverstand nahelegen würde. Ballerspiele live sozusagen, warum auch nicht ? Gibt ja keinen Ärger. 1100 von Polizisten erschossene Leute pro Jahr ! So viele werden nicht mal in China pro Jahr hingerichtet.

Und wenn das so ist, sollte mal eindeutig geklärt werden warum. Man kann nicht alles auf Rassismus schieben. Aber es ist eine bequeme Methode um von eigentlichen Problemen abzulenken.
Interessanter Punkt. Was glaubst Du denn, was die Gründe sein könnten, wenn nicht Rassismus ? Damit meine ich nicht nur den Rassismus des Polizisten in der konkreten Situation. Der Grund ist ausschließlich Rassismus und nichts anderes. Logisch eigentlich...

Was soll der letzte kleine Absatz von Dir bedeuten ? Verstehe ich nicht. Du hast doch geschrieben, das es quasi logisch ist, Leute zu drangsalieren, weil sie nicht deutsch aussehen. Schwarze Haare, schwarze Haut, schwarze Augen, das reicht um verdächtig zu sein. Oder hast Du das etwa ganz anders gemeint ? :oO:

Gibt es überhaupt Rassismus ?
 
Zuletzt bearbeitet:

DynaEx

Artist
Otaku Veteran
@Holznase

Doch, ich hab das Video gesehen und hab mich auch dazu geäußert. Ich hab jetzt keine Lust nochmal alles zu wiederholen.
Hast du dir das Video angesehen das ich gepostet habe? Das erklärt sehr viel und beweist das die Zustände nicht so extrem sind, wie sie dargestellt werden.
Weißt du jetzt warum ich dauernd auf diesen Dingen rummreite? Weil ein Haufen Leute hier der Meinung sind, das ein Großteil der amerikanischen Polizisten ein Haufen rassistischer, schießwütiger Affen sind. Das stimmt einfach nicht. Hier werden ein paar Einzelfälle rausgekramt und als gängiger Alltag verkauft.

Und es ist nicht alles Rassismus. Das Problem ist, dass in den Problembezirken die Schwarzen einfach mit Abstand die Mehrheit darstellen. Da ist es nur logisch, dass die öfter erschossen werden als Weiße. Ich will nicht leugnen das es Rassismus in den Reihen der Polizei gibt, aber ihr blendet einfach alle Faktoren aus und unterstellt jedem Polizisten pauschal Rassismus, obwohl das eigentliche Problem die Kriminalität ist. Die ist es, die ihn dazu zwingt zu schießen, nicht die Hautfarbe.
1100 Leute, die von der Polizei erschossen wurden. Wie viele davon waren Schwarze? Wie viele davon waren bewaffnet? Wie viele der involvierten Polizeibeamten sind selbst schwarz?

Zu meinem letzten Absatz von dem du sprichst:
Es ist überhaupt nicht in Ordnung Menschen zu drangsalieren. Das habe ich nicht gesagt. Es ist aber völlig in Ordnung und auch nötig, den Personenkreis zu überwachen, der für die meisten Konflikte und Straftaten verantwortlich ist. Ich weiß ja nicht wo du wohnst und in wie weit du mit den Ärgernissen die Ausländer und Menschen mit Migrationshintergrund verursachen, konfrontiert wurdest. Ich kenne diese Probleme und werde ein Teufel tun dass runterzuspielen, nur weil es gerade nicht politisch korrekt ist.
 
Oben