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[RPG] Veiled Truth, 1. Akt - The Coming Storm

Dieses Thema im Forum "Playroom" wurde erstellt von Rosered_Strauss, 16 März 2014.

  1. Rosered_Strauss Drama Sith Queen
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    Rosered_Strauss
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    - Los Angeles, Dienstag, 04. Mai 2010, 13.45 Uhr -

    Über großen Teilen von Los Angeles hatten sich schwere Regenwolken zusammen gezogen. Schwere Schauer sorgten dafür, dass in den Straßen der Großstadt nicht allzu viel Gedränge herrschte – dennoch waren genug Leute auf den Beinen, dass man zu jeder Zeit unterdrücktes Fluchen hören konnte. Egal, ob man sich mit einem Hut, einer schweren Regenjacke oder einfach einer Zeitung vor den geöffneten himmlischen Schleusen zu schützen versuchte – der Erfolg war in jedem Falle als eher bescheiden einzustufen. Doch es war ein Arbeitstag, und sämtliche Missbilligung dem Wetter gegenüber war längst nicht so dringlich wie die Notwendigkeit, seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Und gerade in einer Metropole wie der Engelsstadt gab es eine gewaltige Vielzahl an Berufen, in denen gearbeitet wurde. Doch es sollte ein ganz bestimmter Beruf, oder vielmehr eine ganz bestimmte Berufung sein, die heute weitaus mehr und eine weitaus schwerere Arbeit hinter sich zu bringen hatte.

    Doch natürlich ahnten die Wächter von Los Angeles noch nichts davon, was an diesem Tag auf sie zukommen würde. Und noch weniger ahnten sie, dass an diesem Tag etwas beginnen würde, das alles verändern sollte – etwas, was sie der „Wahrheit“ näher bringen würde.

    Doch im Moment hatte niemand auch nur im Gefühl, dass etwas derart wichtiges und weltbewegendes geschehen würde. Im Moment war jeder Wächter der großen Stadt mit seinen eigenen Problemen beschäftigt. Da durch die geschäftigen letzten Monate (und ganze 3 Besuche!) ein Mangel an einsatzfähigen Rittern herrschte, hatte jeder Ritter mehr als alle Hände voll zu tun. Und natürlich durfte man auch nicht die Anstrengungen der Wissenden vergessen, ohne die das System des Schleiers gar nicht erst funktionieren könnte – und ohne die die Ritter wohl niemals rechtzeitig an die Orte gelangen könnten, an denen ein Besucher wütete. Doch natürlich hiess das in keinem Fall, dass es irgend jemand in den Wächtern gab, der die momentane Lage auf die leichte Schulter nahm. Selbst den ständig fröhlichen Trump hatte man über das gewaltige Arbeitspensum grummeln gehört, dass es dieser Tage zu bewältigen gab.


    [​IMG]Auch Victario ging es nicht anders. Ursprünglich hatte er geplant, an diesem Tag noch einige Lieder in seiner Bar vorzutragen – aber ein Anruf hatte diese Pläne zunichte gemacht. Und jetzt befand er sich auf dem Weg zu der Baustelle eines größeren Bürogebäudes, in dem es vielleicht Anzeichen für Besucher geben könnte. Glücklicherweise standen die Chancen, dort tatsächlich eine der Kreaturen anzutreffen, sehr gering – aber nichts desto trotz musste er sich darum kümmern, denn was Besucher anging, so durfte man kein Risiko eingehen, wollte man unnötige Tode vermeiden. Dies waren ungefähr die Gedanken, die ihm durch den Kopf gingen, als der Bus schliesslich zum Halten kam und er ausstieg. Sofort trommelte der Regen auf ihn nieder und begann, ihn bis auf die Knochen zu durchweichen. Victario liess dies aber eher gelassen – mit einem neutralen Gesichtsausdruck hob er seinen rechten Arm und bestaunte, wie sich seine nasse Jacke an seinen Arm schmiegte; ein Gefühl, dass ihm irgendwie unwirklich vorkam. Bei diesem Gedanken zuckten seine Mundwinkel kurzzeitig nach oben – seitdem er initiiert worden war, erschien ihm eigentlich alles unwirklich, ganz so, als ob er seitdem einen langen, komplexen Traum träumen würde, aus dem es kein Erwachen gab.

    Er schüttelte den Kopf und begann, sich wieder auf seine aktuelle Aufgabe zu konzentrieren. Aus seiner Starre erwacht ging er schnellen Schrittes die Straße entlang, an deren Ende er bereits die besagte Baustelle sehen konnte. Die Firma, die für die Bauarbeiten zuständig war, hatte die Arbeiten schon seit Wochen nicht mehr fortgeführt, was wohl Glück war – immerhin erleichterte es seine eigene Arbeit erheblich. Nun ja – um es präziser zu formulieren, war es in diesem Falle 'ihre' Arbeit. Bei einem konkreten Hinweis wie diesem – ganz gleich, wie unwahrscheinlich die Anwesenheit eines Besuchers auch sein mochte – sandte man keinen einzelnen Ritter. Unglücklicherweise waren nahezu alle anderen ebenfalls damit beschäftigt, zu arbeiten – und so gab es nur eine Person, mit der er diese Untersuchung durchführen konnte. „Hach... weisst du, die wenigsten Frauen mögen es, auf einen Mann warten zu müssen.“ Victario zog die Augenbrauen nach oben und wandte sich der Person zu, die sich in seinem Rücken an ihn 'angeschlichen' hatte. „Sag mal Scarlet, ist dir nicht kalt, so wie du bei diesem Wetter auf den Beinen bist?“ Die Wächterin mit dem kirschroten Haar und der aufreizenden Kleidung zog eine gekünstelte Schnute, bevor sie ihm verführerisch mit der Hand über die Schulter fuhr. „Ach, jetzt wo du da bist, ist das alles halb so wild...“ Victario rollte mit den Augen und wandte sich ab. Es war nicht unbedingt so, dass er Scarlet nicht leiden konnte oder gar unattraktiv fand – aber wenn es einen Auftrag zu erfüllen gab, war solcherlei Ablenkung das letzte, was er gebrauchen konnte.

    Scheinbar war auch die selbsternannte 'rote Ritterin' zu diesem Schluss gekommen, denn sie liess von ihm ab und bewegte sich mit ihm zusammen auf die Baustelle zu, während sie an ihrem Bluetooth- Ohrenstöpsel herum fingerte. „Ich würde sagen, wir fangen unten an und arbeiten uns nach oben vor.“ meinte Victario, der das zu durchsuchende Gelände kritisch beäugte. Sein gläsernes, linkes Auge hatte sich bereits silbern gefärbt, als er sich von seiner Entschlossenheit durchströmen liess, um der nagenden Furcht entgegenzuwirken, die ihn bei dem Gedanken an einen Besucher durchströmte. Scarlet warf den Kopf zurück, um ihr nasses Haar aus ihrem Gesicht zu bekommen (eine Bewegung, die so eingeübt wie sinnlich wirkte) und nickte darauf nur. Sie wog bereits ihren schweren Revolver in der Hand, während sie mit ihrem Kollegen zusammen die Baustelle betrat.

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    Trump bewegte sich geschmeidig durch die Menschenmengen hindurch, die alle versuchten, in die verschiedenen Geschäfte des Einkaufszentrums zu gelangen. Er griff sich an den Hut, während er sich bemühte, ein wachsames Auge auf die an ihm vorbei strömenden Menschen zu haben. Zu diesem Zwecke war er auf dem Weg, sich eine Etage höher zu begeben, um von dort aus einen besseren Ausblick zu haben. Er tippte sich an seinen Ohrenstöpsel, um kurzerhand seinen heutigen Partner anzufunken. „Hey, ich geh mal ein Stockwerk höher – hier unten würde ich noch nicht einmal bemerken, wenn Bruce Willis sich direkt vor mir durch die Menge drücken würde. Wie soll ich da irgendeinen Penner bemerken können?“ Ohne eine Antwort abzuwarten, stellte er sich mit einem schnellen Schritt auf die Rolltreppe, während er ein Liedchen vor sich hinzusummen begann. Der Auftrag war nicht unbedingt das, was man unter interessant verstehen würde – aber positiv betrachtet hiess dies wohl, dass sie vorerst keinen Besucher antreffen würden. Und das war ihm ein wenig Langeweile mehr als wert.

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    Als Dorian erwachte, befand sich die Sonne bereits hoch oben am Himmel. Er fuhr sich schläfrig über die Augen, bevor ihn das Pochen einholte. Und die Erinnerungen an den gestrigen Abend. Er murmelte einen resignierten Fluch, als er sich aus dem Bett hochkämpfte, sich eine Hose schnappte und sich auf den Weg in das Bad machte. Im Spiegel blickte ihm ein alles Andere als gut gelauntes Antlitz entgegen – ein Antlitz, das ihn dazu brachte, sich abzuwenden und erst einmal unter die Dusche zu steigen. Er drehte den Duschhahn auf und genoss das Gefühl des eiskalten Wassers, das auf seine Haut traf und sämtliche anderen Gedanken aus seinem Kopf verbannte. Fort war die Sorge, langsam auf das unweigerliche Ende zuzumarschieren. Fort war die ungute Ahnung, demnächst wieder an einem Einsatz teilnehmen zu müssen. Fort war einfach alles, was ihn belastete – wie auch sein Ausbruch am gestrigen Abend. Er hatte sich eigentlich nur mal wieder einen richtigen Drink gönnen wollen... und dieser Moment der Schwäche hatte dafür gesorgt, dass nun mehrere Männer mit vielen blauen Flecken und pochendem Schädel in ihren Betten aufwachen würden. Er schlug mit der Faust gegen die Wand, um die Erinnerung aus seinem Schädel zu vertreiben. Er würde sich nicht erneut so verlieren! Aber eine leise, resignierte Stimme irgendwo in seinem Kopf flüsterte ihm zu, dass dies wohl unausweichlich war...

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    Hel hatte ein strahlendes Lächeln aufgesetzt, als sie durch den Eingang des Hotels schritt. Ganz so, als gehöre das gesamte Gebäude mit allem, was darin lebte, ihr. Zugleich wandten sich viele Blicke auf sie – sie war zwar kein berufstätiges Model mehr, aber ihre Schönheit und ihr Auftreten hatte sie deshalb noch lange nicht verloren. „Breda? Bist du das?“ rief sie (gespielt) überrascht auf, als sie schnellen Schrittes durch die Eingangshalle lief und sich vor dem Besitzer des Hotels wiederfand, ganz so wie erhofft. „Dich habe ich ja schon ewig nicht mehr gesehen! Sag, wie geht es dir? Geht es Frau und Kindern gut? Oh, du MUSST mir einfach erzählen, was sich bei dir alles getan hat. Ich selbst habe in der letzten Zeit so viel erlebt...“ Erst jetzt hielt sie scheinbar peinlich berührt inne und wandte sich um, sich der Blicke gewahr werdend, die auf sie gerichtet waren. Laut genug war sie gewesen. Und während sich all die Aufmerksamkeit der umstehenden Personen auf sie gerichtet hatte, schritt unbemerkt ein weiterer Gast in das Hotel ein. Kurz schlich sich ein Lächeln auf Hels Lippen – sie wusste bereits jetzt, dass sie den Besitzer um ihren Finger gewickelt hatte. Es wäre ein Kinderspiel, jetzt einige weitere Zugeständnisse von ihm zu bekommen. Wie zum Beispiel, einem anderen „alten Bekannten“, der natürlich ein weiterer Ritter war, freien Zugang zu allen benötigten Räumen zu verschaffen. Und je mehr die Blicke auf ihr und nicht ihm ruhten, desto schneller würden sie hier auch wieder fertig sein.


    So ihr Lieben, Veiled Truth hat nun offiziell begonnen. Bevor wir aber richtig durchstarten, fangen wir erst einmal ruhig an. Bis es Abend ist (und ich das Geschehen einleite) es ein simpler Alltag – und gibt euch so die Gelegenheit, euch einmal in euren Charakter und dessen Umfeld einzuarbeiten.

    Nami: Christine wird heute den letzten normalen Tag ihres Lebens vor sich haben. Beschreibe einfach ein wenig die Geborgenheit ihres Alltags – sie wird den Tag über zu Hause verbringen und vielleicht sogar ein paar Freunde zu Besuch da haben.

    Moridin : Cutbert wird – wie die anderen Ritter auch – dabei sein, Hinweisen auf Besucher nachzugehen. Sein momentaner Auftrag ist es, sich in einem Einkaufszentrum etwas näher umzusehen – denn es könnte sein, dass man einen von einem Infizierenden befallenen Wirt gesehen hat, wie er nach neuen Opfern Ausschau hielt. Es könnte zwar auch nur einfach ein Junkie sein (was es letzten Ende auch ist) – aber man geht nun einmal kein Risiko ein. Unterstützt wird er dabei von Trump, der das Gebäude von anderer Stelle aus durchkämmt, aber per Funk mit deinem Ritter in Kontakt bleibt.

    Haku: Zehel wird von Velvet gebeten worden sein, Dorian einen Besuch abzustatten. Es ist kein Geheimnis, dass es dem dunklen Ritter in letzter Zeit immer schlechter geht – und jetzt steht es zu befürchten, dass seine Schmelze bald ansteht. Grund für deinen Besuch ist ein Kontrollverlust, den er am vorigen Tag erlitten hat – und in einer Bar eine Schlägerei begonnen hat, in deren Verlauf er nicht nur 5 Männer niederschlug, sondern sich auch noch einige Verletzungen zugezogen hat. Velvets Bitte an Zehel ist es, sich einfach ein wenig um ihn zu kümmern – der in Einsamkeit lebende kann ihrer Meinung nach ein freundliches Gesicht nur zu gut brauchen.

    Janoko: Yasmin wird einen Mordfall näher unter die Lupe nehmen, der sich diese Nacht über ereignet hat. Während sie sich um diesen Fall kümmert, wird sie sich allerdings noch um ein anderes „Problem“ kümmern müssen: Alexei geht im unmittelbaren Umfeld des Mordes einem anderen Hinweis nach – doch einige Kollegen scheinen wohl der Ansicht zu sein, dass möglicherweise der grobschlächtige Söldner für den Mord verantwortlich sein könnte.

    Iron: Andrew wird am heutigen Tage wieder nach LA zurückkehren. Im Büro angekommen, erwarten ihn erst einmal etliche Neuigkeiten, was die Organisation der Wächter angeht – in seinem Fortbleiben sind gleich 2 Ritter gegen einen Besucher gestorben, was die für die Größe der Stadt ohnehin schon recht wenigen Ritter einen schweren Schlag darstellt. Im Laufe des Tages wird Andrews erst einmal ein paar Erkundungen einholen und sich so auf den neuesten Stand bringen, was die Wächter angeht (sprich: die Struktur heraus bekommen, wie LA gerade beschützt wird).

    Akira: Liam wird am heutigen Tage das „Vergnügen“ haben, sich in einem Hotel nach einem Besucher umzusehen. Unterstützt wird er dabei von Hel, deren Aufgabe jedoch mehr darin besteht, dir Zugang und Ablenkung überall dort zu verschaffen, wo es gerade notwendig ist. Das Hotel heisst „Jewel of the South“ und gibt sich Mühe, ein karibisches Flair aufzubauen. Ähnlich wie Cutbert wird auch Liam Hinweisen nach einem Infizierten nachgehen – ein Gebiet, mit dem er sich wohl mehr als die meisten anderen auskennt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 19 April 2014
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  2. Ironhide Na hast du Angst Kleiner?
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    Ironhide
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    Acht.
    Acht Flughäfen.
    Acht Flughäfen die den Großraum L.A. bedienten und nur von einem konnte man in jeden Teil der Welt fliegen. Der Los Angeles International Airport war der einzige Flughafen, den Andrew bisher angeflogen hatte. Die 737 der United Airlines, mit der er angekommen war, rollte bereits wieder in Richtung Startbahn. Andrew sah von seinem Platz im Restaurant aus auf das Rollfeld. Von hier oben konnte man das gesamte Fulghafengelände sehen und das trotz des schlechten Wetters. Das 1961 errichtete Theme Building war das Erkennungsmerkmal des Flughafens. Wenn man es sah, wusste man sofort, worum es sich handelt. Die Menschen hatten viele solche Erkennungsmerkmale gebaut, sei es der Eifelturm, die Freiheitsstatue oder die chinesische Mauer. Bei dem Gedanken fragte sich Andrew auch, ob die Besucher sowas in ihre Welt wohl auch hatten. Es war einer der wenigen Momente wo sich Andrew mal über solche philosophischen Sachen den Kopf zerbrach. Doch wischte er den Gedanken schnell wieder beiseite. Die adrette Bedienung hatte ihm bereits die geforderte Rechnung gebracht, Andrew legte die 48 Dollar hin und packte ein nettes Trinkgeld dazu. Dann stand er auf und ging zum Ausgang. Vor über zwei Stunden war er gelandet und erst jetzt verließ er den Flughafen.

    Ein kurzer Abstecher zur Flughafensicherheit musste aber noch sein. Die Beamten dort hatten seinen Wagen für die Woche seiner Abwesenheit in Verwahrung genommen, nun nahm Andrew ihn wieder in Empfang. Er steig ein, griff zielsicher unter den Fahrersitz und holte seine Waffe hervor. Auch die Ersatzmagazine waren da wo sie sein wollten. Vertrauen war gut, Kontrolle aber immer besser. Zwar hatte er den Schlüssel mitgenommen, aber wer konnte schon wissen, auf was die Cops des Flughafens alles für dumme Ideen kommen würden.
    Andrew startete seinen Wagen und fuhr vom Platz. Er nahm sich alle Zeit der Welt, gehetzt war er in Washington schon mehr als genug. Die letzte Woche hatte er dutzende Berichte gehört und gelesen, was Al Quida und die anderen 358 Terrororganisationen und Schurkenstaaten so alles bösen planen würden um die USA zu schaden. Bei vielen musste Andrew einfach nur den Kopf schütteln und sich fragen, ob einiger seiner Kollegen das was sie da von sich gaben überhaupt selbst glaubten. Sogar von neu entfachenden Konflikten mit Korea oder gar Russland war da die Rede. Selbst China wollten einige Hardliner am liebsten von der Erdoberfläche pusten. Als wenn wir nicht wichtigeres zu tun hatten.
    Aber was wussten diese Leute schon davon. Nichts. Gar nichts. Würden sie über das wissen verfügen, über das er verfügte, würden sie wohl kaum noch eine andere Nation oder Terrorristen fürchten. Er war froh aus der Hauptstadt wieder fort zu sein. Andrew hatte nicht einmal mehr etwas gegessen in Washington und was es im Flugzeug gab, war nicht wirklich appetitlich gewesen. Aber nun saß er mit gefülltem Magen in seinem Fahrzeug. Er nahm sein Smartphone zur Hand, wählte wie von selbst die Nummer die er wie kaum eine andere aus dem Kopf konnte und wartete ab bis sich am anderen Ende der Leitung jemand meldete. "Elkins hier. Ich bin wieder in der Stadt. Ich würde mich gerne mit dir treffen, kannst du ins Büro kommen? Ich brauch ein Update der Lage."
    "Natürlich, wann bist du da?", fragte Li ihn.
    "In dreißig Minuten wenn nichts dazwischen kommt."
    "Super, bis dann." Li legte auf und würde sich gleich auf den Weg machen. Von Wilshire aus brauchte sie etwas länger , als Andrew von Flughafen. Und das trotz des Verkehrs der in der Stadt herrschte.

    Dennoch war Andrew schneller da, als er gedacht hatte. Kurz nach ihm traf auch Li ein und wurde vom Geruch frischen Kaffees begrüßt.
    "Schön das du kommen konntest, Li. Kaffee?"
    "Gerne." Sie lächelte dabei.
    "Also, was gibt's neues?" Er stellte ihr die Tasse mit dem dampfenden schwarzen Gebräu hin. Er wollte schnell wissen, was hier so passiert war während seiner Abwesenheit. Zwar hatte auch er neues zu berichten, doch die Lage vor Ort war erstmal wichtiger.
    Li erzählte ihm vom Verlustder beiden Ritter was Andrew besorgt aufnahm. Er kannte beide, verstand sich gut mit ihnen und ihr Verlust war sehr bedauerlich. Sie war nicht die ersten und sicher nicht die letzten, aber jeder Verlust war schmerzlich.
    Sie berichtete sehr ausführlich, wie die letzten Tage so gelaufen sind, da Andrew doch fast einen Monat lang weg bleib. Seine Job ließ ihn ab und an doch keine andere Wahl, wollte er die Illusion eines patriotischen Agenten der Homeland Security aufrecht erhalten.
    Es gab noch mehr zu berichten doch hielt es sich in Grenzen mit wirklich herausragenden Neuigkeiten. Zum Glück.

    Andrew selbst hielt sich kurz, denn viel neues gab es nicht. Die Ritter in Washington hatten es nur mit einem Besucher zu tun gehabt, einem Verschlinger. Mitten in der Nacht war er im Capitol aufgetaucht. Nicht auszudenken, wenn es mitten am Tag während einer Sitzung des Kongresses passiert wäre. Zwei Beamte des Secret Service hatte es erwischt, was sich also sehr gut vertuschen ließ. Zwar war das Capitol im Inneren halb verwüstet worden, aber nichts was sich mit ein wenig Dichtmasse und Farbe ausbessern ließ.
    Andrew hatte vier Rittern den Zugang verschafft, die einem Hinweis nachgehen wollten. Und sie lagen richtig.
    Doch ansonsten gab es nichts wirklich Interessantes aus der Hauptstadt zu berichten. Zumindest was die Wächter anging. Andrew wollte sich erstmal einen Überblick verschaffen, was in der Stadt der Engel so vor sich ging. "Wir gehen einigen Hinweisen nach, wie immer eben."
    "Okay, ich werd mal schauen wo ich den Rest finde. Kommst du mit?"
    Li nickte. Warum auch nicht, denn ihr Terminplan ließ es durchaus zu. "Na dann, ab auf die Straße."
     
    Zuletzt bearbeitet: 16 März 2014
  3. Moridin The evil Mastermind

    Moridin
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    Langsam bahnte sich Cutbert einen weg durch die Menge des Einkaufzentrums. Seine tief schwarzen, leeren Augen suchten jede Ecke ab. Die Armbrust war in einem Koffer gut verstaut aber er gab schon einen komischen Anblick ab. Der lange Mantel (der seine beiden Köcher verbarg), der übergroße Koffer und zur Krönung noch der Falkenschädel um seinen Hals. Dies sorgten für einiges Aufsehen. Ihm selbst interessierte der Rest der Bevölkerung recht wenig. Sollte sich aber ein Infizierter in dieser Mall befinden so würde er ihn finden und diese Person erlösen.

    Langsam ging er durch die Menge, bekam einen Funkspruch von Trump. Trump ausgerechnet Trump war heute sein Partner. Die Beiden waren wie Feuer und Wasser oder besser wie heißes Öl und Wasser. Zero antwortete nicht auf den Funkspruch. Es würde eh nichts Ändern. Für ihn war dieser Kontrollgang die erste richtige Aktion seit einer Woche. Er fühlt sich einfach unwohl bei so vielen Menschen. Lieber verbrachte er ganze Tage in den Archiven von Westlake und lass dort die Berichte. Viele Wächter waren schon in Los Angles gestorben. Diese Stadt war für Cutbert eine Todesfalle, aber gerade das gefiel ihm.
    Vielleicht aber auch nur vielleicht würde der heutige Tag sein letzter sein. Sollte es so sein so würde er den vermeidlichen Besucher aber definitiv mitnehmen. Seine Gedanken fingen wieder an zu Kreisen. Die Augen waren Wachsam aber sein Geist driftete wiedermal zwischen Hass und Melancholie. Der Wunsch zu töten kämpfte gegen den Wunsch zu sterben.
    So ging es immer bei Ihm. Er war ein schwarzer Ritter und das würde ihm irgendwann zum Verhängnis werden aber bis dahin gab es noch viele Besucher zum Abschlachten.
    Erst jetzt bemerkte er das ziehen an seinem Mantel. Ein kleiner Junge sah ihn mit Neugierigen Blick an. So in Gedanken verstand Zero die Frage des Kindes nicht. Anscheint wollte der Wicht wohl wissen warum er einen Totenschädel um den Hals hatte. Hass flammte in ihm auf. Er wollte dieses Balg was ihn anstrahlte umbringen jetzt und hier. Ihm die kindische Unschuld nehmen und danach sein Leben. Cutbert Atmete tief durch, ging weiter, versuchte sich zu beruhigen. Nicht hier und nicht jetzt. Später würde er sich ein passendes Opfer suchen... vielleicht würden sie ja wirklich einen Infizierten finden.
    Wenigstens dann könnte er sich Entspannen. Es gab wohl nicht viele Wächter die zum entspannen auf Jagt gingen, wahrscheinlich war Cutbert sogar der Einzige. Seine Augen suchten weiter, immer weiter. Trump begann von Oben zu suchen er von Unten. Er kam sich vor wie ein Kammerjäger der auf der Suche nach einer einzigen Kakerlake war. Irgendwann würde er sie erwischen.... Wenn es den überhaupt Eine gab in diesen Einkaufszentrum.
     
  4. Janoko Phöser Engel
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    Janoko
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    "Jenny, Schatz!", rief jemand von der Tür her und Yasmin drehte sich herum. Ihre blonde Mähne flatterte dabei und ihre blauen Augen suchten den Urheber des Ausrufes, Robert McGreagor, ihr Mann, stand in der Tür und hatte Ashley im Arm,, deren zwei kleine Zöpfe zeigten wessen Kind sie war. Yasmin stellte ihren Kaffee auf das Dach ihres Hondas und lief zurück zur Haustür. "Hab ich etwa vergessen, dir Tschüss zu sagen, Ash?", fragte sie und drückte ihrer Tochter einen Kuss auf die Stirn. "Mom kommt nach her wieder und Grandma kommt doch heute auch.", sie nahm ihrem Mann das Kind aus dem Arm und drückte die kleine.
    "Wann wollte deine Mutter vorbei kommen?", fragte sie Andrew, der auch schon für die Arbeit angezogen war.
    "Sie müsste gleich kommen, immerhin will auch ich nicht zu spät kommen. Sonst gibt mir einer deiner Kollegen n Ticket", erwiderte Robert lächelnd und beugte sich vor um seiner Frau einen Kuss zu geben, den sie erwiderte.

    In dem Moment bog ein Chevrolet Tahoe in die Einfahrt und eine schwarzhaarige, etwas untersetzte Frau stieg aus. "Sorry, Sorry, Sorry!", kam sie ihnen entgegen, drückte Yasmin kurz, umarmte ihren Sohn und nahm ihre Enkelin aus den Armen von Yasmin. "Wo ist denn der Große?"
    "Schläft noch, hat sich wohl ne Erkältung gefunden. Sollte es schlimmer werden ruf mich an, ja, Caroline?"
    "Natürlich, Jenny"
    Yasmin stieg endlich in ihr Auto und setzte rückwärts auf die Straße. "Dann mal auf zur Alltäglichen Hölle", murmelte sie, bevor sie auf den Freeway bog und sich fast Augenblicklich in der morgendlichen Rush-Hour wieder fand.

    Dutzende Minuten später stand sie vor ihrer Bürotür. Doch bevor sie eintreten konnte wurde sie schon von der Seite angesprochen. "McGreagor, Lust auf n Kaffee?" "Warum nicht, Fletcher." Sie drehte sich um und gab dem etwas beleibteren Mann die Hand. "Ein normaler Dienstag, meinst du nicht?", meinte sie und begab sich mit Fletcher in Richtung Kanine, wo sich um diese Uhrzeit eigentlich alle Versammelten, immerhin war für einige Dienstschluss und für andere, wie sie selber, Dienstbeginn. "Irgendwas, was mich interessieren könnte?", fragte sie einen hoch gewachsenen, schwarzen Beamten, der Aussah, als hätte die Schicht ihn arg mitgenommen. Er schüttelte den Kopf. Yasmin zuckte mit dem Schultern und setzte sich zu Fletcher, der ihr bereits einen Kaffee besorgt hatte. "Wie läuft’s zu Hause, Jenny?"
    "Der Große ist krank, die Kleine, du kennst sie ja, will nicht das Mom arbeiten geht, das übliche halt."
    "Ashley mag dich halt zu sehr"
    "Schleimer!"
    "Hey hey, ich sag nur die Wahrheit"
    Wahrheit. das Wort ließ Yasmin einen Schauer den Rücken runter laufen. Keiner hier wusste dass es Jennifer McGreagor gar nicht gab. dass sie eine Schattenfigur war, eine Identität, die so schnell verschwinden konnte, wie eine ID-Card. Yasmin spielte schon Ewigkeiten mit der Wahrheit. Ein Katz und Maus spiel, dass sie gelernt hatte, nachdem sie die drei langen Wunden auf ihrem Rücken beigebracht bekommen hatte.
    Sie nahm einen Schluck des Gebräues da sie hier Kaffee nannten - eher ein mit Coffein versetztes Zeug, wässrig wie sau, aber es tat seinen Job - es gab ihr etwas von ihrem 'Suchtmittel'


    "Hey, wir ham' da grad was rein bekommen, McGreagor, denke das ist was für dich", rief jemand in den Raum und Yasmin rollte mit den Augen "So viel zu ruhigen Morgen, ich hoffe es ist kein 10-80, sonst kauf ich denen ein neues Auto."
    Entsprechend gut gelaunt stieg sie in ihren Crown Vic - das Auto das sie vom Department hatte. Sie fuhr ihn zwar gerne, aber es war kein Auto, welches sie vor ihrem Haus stehen haben wollte. Sie fuhr vom Parkplatz und bog in Richtung 215te Straße ab. Man hatte eine Prostituierte gefunden. An einer Laterne. Wie auch immer man die Frau an die Laterne gefesselt hatte, es war vermutlich Teilweise für ihren Tod verantwortlich, aber das war erst einmal ihre geringste Sorge - sie hatte ein Auto entdeckt, das ihr den Tod der Frau mehr wie suspekt vor kommen ließ. Wenn Alexei hier war, hieß das, dass vermutlicher Weise einer der Besucher hier war.
    Sie stieg aus und zeigte ihre Marke dem Officer, der sie aufhalten wollte. "Detective McGreagor, was haben wir hier?", fragte sie eben jenen Officer und ließ sich die Situation erklären.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16 März 2014
  5. | Nami | DON'T FUCKING STARE AT ME
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    | Nami |
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    In geschmeidigen Bewegungen flogen ihre Finger über sämtliche Tasten ihres Notebooks. Wie kleine Hämmerchen arbeitete jede, einzelne Fingerkuppe. Während die letzte Zeile des Vertrages geschrieben wurde, ertönten gleichzeitig die Druckerpatronen, die das schneeweiße Papier füllten. Nach wenigen Sekunden war jede Seite fertig asgedruckt worden. In eiligen Schritten führten sie ihre Füße durch das kleine Büro, was vor vier Monaten endlich fertig gestellt war. Mit schnellen Bewegungen huschten ihre klaren Augen über jeden der Buchstaben, diesen Prozess beherrschte Christine mittlerweile im Halbschlaf dennoch Kontrolle war bei einem so überaus wichtigem Abschluss wichtig. Während der Regen weiterhin unaufhaltsam gegen das Fensterglas prasselte, setzte Christine ihre Inizialien auf den Vertrag, als plötzlich ihr Smartphone klingelte. Das Headset wurde an der kleinen USB Buchse angeschlossen, es war ihr neuer Kunde - der die neue Immobilie erwarb und sich nun nach dem Verkauf dem Bezahlen widmen wollte. Ruhig erklärte sie ihrem Kunden, dass das Geschäft erst mit seiner Unterschrift zu stande kommen würde, der Vertrag bereits fertig war und nun auf seine Aholung wartete. Es wurde ein passender Termin vereinbart. Nach einer dreiviertel Stunde war das ermündende Gespräch endlich zu Ende.

    Der Umzug nach Bel Air stand kurz bevor, das kleine Apartment in dem sie wohnte, hatte seinen Zweck erfüllt und würde nun anderen Leuten als Lebensraum dienen. Überall lagen schon Umzugskartons bereit und ordentlich aufgestellt, so dass man nicht darüber stolpern konnte. Mit einem zufriedenem Lächeln im Gesicht, schaltete Christine das Smartphone aus, fuhr den Rechner herunter und bereitete alle Papiere für die Übergabe vor nur um mit einem seltsamen Bauchgefühl in ihre Dusche zu gehen. In wenigen Stunden würden ihre Freunde zu Besuch kommen, die sich nach längerer Zeit mal wieder eingeladen haben, um mit ihr über den täglichen Dünnpfiff zu diskutieren. Eine nervige Prozedur wie Christine empfand, da sie heute - an dem Todestag ihres geliebten Bruders - so wie jeden Abend an den Unfallort zurück kehren wollte, um das ganze Geschehen zu rekonstruieren. Viele schlaflose Nächte verbrachte Christine damit eigenständige Untersuchungen durch zu führen, als Maklerin in der Stadt der Engel hatte die Frau gewisse Kontakte geknüpft, die nicht nur für das Geschäft an sich enorm wichtig waren, sondern sie auch privat weit brachte.

    Sich ihren pechschwarzen Nadelstreifenanzug entledigend, betrat sie den kleinen Kabinenraum. Der Wasserhahn wurde angestellt, das angenehme Gefühl der warmen Wassertropfen, die an ihrer seidenen, glatten Haut entlangliefen, stimmten die junge Frau jedes mal nach einem harten Arbeitstag ruhiger. Am liebsten würde Christine stundenlang duschen doch dafür blieb leider keine Zeit. Der einprogrammierte Timer in einer Uhr signalisierte ihr, das es nun Zeit war, das Essen für heute Abend vorzubereiten. Eingekauft war bereits alles, was ihre Gäste für den heutigen Abend brauchen würden.

    Nach dem erfrischendem Duschgang begann Christine mit der sehr intensiven Körperpflege, das lange, blonde Haar das mal wieder einen Frisörbesuch vertragen konnte, wurde glatt gestrichen und in Form gebracht. Nur wenig Schminke war von Nöten um kleinere Unreinheiten auf der Haut zu verbergen. Wenigstens etwas positives was sie von ihrer Mutter geerbt hatte. Der Gedanke an ihre eigentliche Lebensspenderin versetzte Christine einen Stich in ihrer Brust. Wieso um alles in der Welt dachte sie jetzt an diese Frau?! Das leichte Zittern ihrer rechten Hand - die mittlerweile zur Faust geballt war, trugen sie ihre Füße zum Fenster was auf Kippe geöffnet wurde. Mit einem weichen Handtuch was sich wie eine zweite Haut um ihren gut gebauten Körper schmiegte, flog sie fast durch das kleine Appartment hin zu ihrem Kleiderschrank. Natürlich wurde wie immer das passende Outfit - heute zur Ehrung ihres kleinen Geschwisterchens - ein rotes Jacket unter einer pechschwarzen Nadelstreifenbluse gelegt. Passende Unterwäsche war ihr eigentlich weniger wichtig, da es sowieso niemanden etwas anging, was sie unten drunter trug und so schlüpfte Christine noch schnell in ihre Anzughose streifte ihren Siegelring - ein Geschenk ihres Vaters - sowie ihre schwarze Uhr um das linke Handgelenk um. Es passte nun endlich alles. Die junge Frau versuchte sich zum Lächeln zu bringen doch irgendwie entwichen ihr unbemerkt ein Paar Tränen, die mit einer fließenden Bewegung schnell zum Ersticken gebracht wurden. Der Tisch im Küchenzimmer - was gleichzeitig als Esszimmer diente, war bereits reichlich gedeckt - viel Platz war eh nicht und so verbrachte Christine, die ihr letzte, verbliebene freie Zeit damit, die Zutaten für das Dinner zusammen zu stellen, da jeden Augenblick ihre ersten Gäste bereits an der Türklingel drücken würden.
     
  6. Akira Akarui Moderator Mitarbeiter
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    Akira Akarui
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    Nur kurz sah Liam, der seine Haare heute violett eingefärbt hatte, zu seiner Partnerin für die momentane Mission, bevor er seine Aufmerksamkeit auf das Innere des Hotels lenkte. Er wusste, wozu Hel in der Lage war und konnte sich darauf verlassen, dass sie schon in Kürze mit den gewünschten Informationen und besser noch dem Hauptschlüssel oder einer Universalschlüsselkarte zu ihm stoßen würde.

    Während die Gäste, die sich in der Lobby aufhielten, nicht umhin konnten, sich nach der jungen attraktiven Frau und ihrem momentanen Opfer, dem Hotelbesitzer, umzusehen und die doch recht laute, bislang noch einseitige Konversation zu verfolgen, trat Liam hinüber zu den Aufzügen und drückte auf den entsprechenden Knopf.

    Dass es Hinweise auf einen Infizierten gab, was wiederum bedeutete, dass es einen noch lebenden Infizierenden geben musste, verursachte in dem grauen Ritter ein nicht zu leugnendes Unbehagen. Es waren zwar schon einige Monate vergangen seit jenem verhängnisvollen Zwischenfall, bei dem er selber infiziert worden war. Doch die Stunden der Verfolgung, der spürbare Beginn der Transformation und das Gefühl, sich langsam selbst zu verlieren, waren in ihn unverrücklich eingebrannt. Auch wenn er nicht mehr derselbe war wie vorher, wenn das, was in ihm ausgelöscht worden war, nicht mehr wiederbringbar war, wusste er doch, dass er großes Glück gehabt hatte. Nur knapp war er einer Verwandlung in eine ähnliche Kreatur wie die Besucher entgangen und das hatte er vor allem auch den anderen Rittern wie Li zu verdanken, die all ihre Energie, all ihr Wissen und Können darauf verwendet hatten, den Infizierenden zu finden und zu eliminieren.

    Entschlossenheit stieg in ihm auf, denn er wusste, wenn es tatsächlich einen Infizierten in diesem Hotel gab und die Transformation noch nicht weit fortgeschritten war, würde er alles tun, um auch diesen Menschen vor einem grausamen Schicksal zu bewahren. Und wenn nicht ... Liam atmete tief durch, hielt seine Hand gegen den entsprechenden Sensor der sich öffnenden Aufzugtüre, um ein schnelles Wiederschließen zu verhindern und warf einen knappen Blick zurück zur Rezeption. Nun das andere fand sich, wenn es soweit war ...
     
  7. Rosered_Strauss Drama Sith Queen
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    Rosered_Strauss
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    Auf der Straße angekommen, setzte sich Li mit Andrew in dessen Wagen. Während letzterer ihn anließ und sich in den Verkehr LAs einreihte, lehnte sich erstere etwas zurück, um einen Blick aus dem Fenster zu werfen. "Wenn du den anderen Rittern einen Besuch abstatten willst, solltest du zuerst nach Velvet sehen - der Rest befindet sich gerade im Einsatz." meinte sie nur, während sie auf das brodelnde Leben um sie herum starrte. Mit widersprüchlichen Emotionen nahm sie all die Bilder, die sich vor ihrem Auge abspielten, in sich auf - mit Neid betrachtete sie die vergleichbare Leichtigkeit, mit der die Menschen dort draussen ihr Leben leben konnten; mit Zorn betrachtete sie die vergleichbare Leichtigkeit, die Ignoranz, die den Menschen dort draussen ein glückliches Leben ermöglichte. Obwohl sie wusste, dass der Schleier eine absolute Notwendigkeit war, schien es ihr doch manches Mal so zu sein, als ob die Leute dort draussen über ihre und die Taten ihrer gefallen Kameraden spotteten. Sie verdrängte diese Gedanken jedoch schnell wieder aus ihrem Kopf und wandte sich erneut an den Wissenden. "Du kannst natürlich auch zu einem der Einsätze mit hinzustoßen - aber bevor wir uns mit 4 Mann an einem Fall beteiligen, sollten wir lieber einem anderen Hinweis nachgehen. Bevor du angerufen hast, war ich gerade auf dem Weg in die McKinley Avenue. Scheinbar wird da gerade jemand vermisst... könnte aber auch wie so oft falscher Alarm sein." Ihr Gesicht sprach allerdings dafür, selbst diesem noch so kleinen Hinweis nachzugehen und keinerlei Risiko einzugehen.

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    Trump gähnte leicht, während er sich über das Geländer lehnte, um einen besseren Blick nach unten zu bekommen. In Gedanken betitelte er die einzelnen Gesichter, die vor seinen Augen vorbei zogen. 'Langweilig, spießig, heiss, spießig, bestimmt ein witziger Typ, NPC, NPC...' dachte er, während sein Blick pausenlos hin und her huschte - und an einer hastigen Bewegung hängen blieben. Der Kerl gerade eben... Trump fluchte leise vor sich hin, während er sich schnellstmöglich die Rolltreppe hinab begab. "Hey, Zero - ich glaube, ich hab unser Ziel gefunden. Hab allerdings keinen genauen Blick auf ihn werfen können, hänge mich ihm jetzt aber mal hinten dran. Bin gerade am Starbucks vorbei und in Richtung Westausgang unterwegs." gab er durch, als er unten ankam und sich durch die Menge schlängelte, um einen besseren Blick auf den eilig gehenden Mann zu erhaschen. Er hatte kein klares Bild von ihm bekommen können - aber was er gesehen hatte, sah zumindest nach dem gleichen, völlig schlaffen Ausdruck aus, den auch die Infizierten zur Schau trugen. Er wünschte sich, er hätte jetzt Liam dabei gehabt, doch der hatte andernorts zu tun. Nun, er würde es aber auch so schaffen. Mit ein klein wenig Hilfe, verstand sich.

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    Der Officer nickte und bedeutete Yasmin, sich mit ihr zum Tatort zu begeben. Der Tatort war bereits abgesperrt und Sichtschutz war errichtet worden, um der Öffentlichkeit einen genaueren Blick auf die Leiche zu ersparen. Die Prostituierte war eine Frau im Alter von 32 Jahren gewesen und trug laut ihrem Ausweis den Namen Michelle Haffrey. Zu Tode gekommen war sie durch mehrere Stichwunden, die sie elendig hatten verbluten lassen. "Doch das Widerwärtigste daran: sie ist gestorben, bevor sie hier angebunden wurde. Ganz so, als hätte dieses Schwein sie zur Schau stellen wollen. Wir haben ein paar Erkundigungen angestellt und damit auch gleich unseren ersten Verdächtigen gefunden." Der Officer griff in seine Tasche und zog ein Bild hervor - ein Bild, dass Yasmin nur zu bekannt vorkam. In einen dunklen Mantel gehüllt blickte Alexei sie mürrisch an, ganz so, als wollte er sie beschuldigen. "Und wurde von zwei Augenzeugen bestätigt, dass dieser Mann das Opfer nur wenige Stunden zuvor gesprochen hatte und anschliessend wütend von Dannen gezogen ist, ganz so, als ob sie ihn fürchterlich beleidigt hätte. Ich habe eine Streife bereits angewiesen, nach dem Mann zu fahnden - mit etwas Glück haben wir ihn bald gefunden."

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    Als Christine bald darauf ihre Türe öffnete, kamen ihre Freunde hinein. Mitch, der stets etwas verpeilte Informatiker, sowie Sara und Chris, die beide in der gleichen Bank arbeiteten und jetzt schon seit mehreren Monaten ein Paar waren. "Hey meine Schöne, es tut gut dich zu sehen. Hast dich aber ordentlich herausgeputzt." meinte Chris mit einem breiten Lächeln und bekam prompt einen Knuff in die Seite. Sara sah ihn böse an, setzte jedoch gleich wieder ihr charakteristisches, strahlendes Lächeln auf, das man einfach gern haben musste. "Sorry, dass wir uns schon wieder bei dir breitmachen - ich hoffe sehr, wir haben dich bei nichts allzu wichtigem gestört?" Bevor die solcherart Angesprochene jedoch darauf antworten konnte, meldete sich auch der letzte im Bunde zu Wort. "Ich hab' meine Xbox mitgebracht - wer hat Lust auf eine Runde Halo?" Es folgte eine kurze, peinliche Pause, als alle auf den begeistert dreinblickenden Mitch starrten, der es wieder einmal geschafft hatte, die Stimmung absolut nicht deuten zu können. "Nuuuuun..." brach schliesslich Sara die unangenehme Stille, "... wollen wir erst einmal etwas essen?"

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    Hel hatte sich unterdessen wieder ihrem 'Opfer' zugewandt. "Breda, wir kennen uns doch schon eine Weile, nicht wahr?" Sie kam etwas näher an ihn heran, um ihm verschwörerisch ins Ohr zu flüstern. "Ich werde wohl bald hier eine kleine Feier ausrichten - und meinen Freunden die besten Zimmer zukommen lassen. Aber ich würde mich doch ganz gerne vorher davon überzeugen, dass die jeweiligen Räume auch meinen Ansprüchen genügen - es kommt mir nämlich auch auf deren Lage an." Während sie damit fortfuhr, auf ihn einzureden, schweiften ihre Gedanken zum eigentlichen Grund ihres Hierseins ab. Bei der Polizei waren mehrere besorgte Anrufe eingegangen, dass einige 'dubiose Gestalten' in und um dieses Hotel herum gesehen wurden. Das an sich war jetzt nichts sonderlich verdächtiges - doch die Beschreibung der Verdächtigen hatte sie aufhören lassen. Sie wurden als apathische Männer und Frauen mit schlaffen Gesichtszügen beschrieben, die ab und an von einem Krampf durchschüttelt zu werden schienen. Eine Beschreibung, die durchaus auf Infizierte hinweisen konnte. Nachdem sie dem Hotelbesitzer die Erlaubnis wie auch den Zutritt zu den Räumen abgeschwatzt haben würde, könnte sich Zehel daran machen, sich umzusehen. Das Ganze wurde lediglich dadurch kompliziert, dass die Räume nicht video- überwacht wurden - daher war es leider notwendig, 'manuell' vorzugehen.

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    Victario schritt vorsichtig mit Scarlet zusammen durch den leeren Rohbau. Es war zwar Tag, doch die von den dichten Regenwolken verursachte Dunkelheit liess es - kombiniert mit den nicht erleuchteten Innenräumen des Rohbaus - wie tiefste Nacht erscheinen. So hatten die beiden Ritter ihre Lampen angeschaltet und spähten wachsamen Blickes in jeden Winkel, während sie mit den Waffen im Anschlag nach den Spuren eines Besuchers Ausschau hielten. Victario's Narben glänzten bereits so silbrig wie sein künstliches Auge - Zeichen dafür, dass er bereits seine Entschlossenheit manifestiert hatte und nur auf den passenden Moment wartete, um sich mit ihr zu umhüllen. Er fühlte, wie die kühle, rationale Festigkeit der Entschlossenheit seinen Geist durchflutete und sämtliche störenden Gedanken in den Hintergrund drängte. Nur die Aufgabe zählte. Nur die Aufgabe.

    Mittlerweile hatten sich die beiden Ritter bereits ins 3. Stockwerk vorgearbeitet - und glücklicherweise immer noch keinerlei Anzeichen für einen Besucher gefunden. Dennoch blieben sie wachsam - es wäre nicht das Erste Mal gewesen, dass Wächter von einem Unscheinbaren überrascht wurden. Scarlet jedenfalls schien zu der Auffassung zu gelangen, dass hier falscher Alarm vorlag, denn die sanfte Röte, die sie Kraft ihrer Liebe umspielt hatte, war verschwunden. "Nun, was hältst du davon, mich nach der Angelegenheit hier zu einer heissen Tasse Kaffee einzuladen? Nach der Arbeit bin ich immer so müde..." schnurrte sie. Victario, der sich ebenfalls nicht mehr von seiner Entschlossenheit durchströmen liess, seufzte resigniert. "In Ordnung, du gibst ja sonst keine Ruhe..." Victario lächelte leicht - was ihm nur möglich war, da er wusste, dass die Ritterin trotz ihrer wieder hervor gekehrten, leichtsinnigen Verhaltensweise weiterhin wachsam blieb und nach wie vor nach einem Besucher Ausschau hielt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 19 März 2014
  8. Ironhide Na hast du Angst Kleiner?
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    Ironhide
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    Das stetige wummern des V8 Motors machte deutlich, welche Kraft in dem Gefährt steckte. Es hatte schon was Gutes, das einem die Regierung auch Fahrzeuge stellte und dann gleich ein solches Monster. Der schwarze Chevrolet Suburban war bestens motorisiert nicht zuletzt weil die US Regierung sich nicht lumpen ließ wie manch andere Staat. Der von Haus aus schon 350 PS starke Motor wurde nochmal ordentlich verbessert, so das unter der Haube nun satte 500PS zu Hause waren Auch weil man aus den Serienmäßigen sechs Litern Hubraum mal eben acht gemacht hatte. Und was den Verbrauch anging, naja wer sah schon darauf. Die Zusatzausstattung konnte sich auch sehen lassen und dabei war nicht mal die Klimaautomatik und - für die USA untypische - Handschaltung gemeint. An der Front war noch ein mächtiger Bullenfänger angeschraubt, was dem Wagen ein Aussehen gab, als können es Panzer aus dem Weg schieben. Im Kühlergrill waren zudem die blau-rot blinkenden Lichter angebracht, wie es auch beim Secret Service und dem FBI üblich waren. Die schwarz getönten Scheiben ließen keinen Blick in das innere zu, nur die Frontscheibe hatte keine Tönung. Und als wäre das nicht genug, verbarg sich im Kofferraum noch ein kleines Waffenarsenal. Gut versteckt und gesichert, aber stets bereit, eingesetzt zu werden sollten die Ritter es doch mal benötigen. Aber auch sonstige Ausrüstung die die Wächter im Ernstfall benötigten fand sich hier.

    "Gut, dann fahren wir zuerst dahin und schauen uns das mal an. Was weißt du bisher darüber?" Li seufzte. Es war nicht viel und so recht wusste sie auch noch nicht einmal, wo sie anfangen sollte zu suchen. Außer den Straßennamen hatte sie eigentlich nichts großartig, doch war es ihr Gefühl das ihr sagte, das sie sich das mal genauer ansehen sollte. Andrew kannte das schon so gut, wenn ein Ritter ein "komisches Gefühl" hatte, war es nicht unbedingt verkehrt, dem nachzugehen. Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig. Da sie ihm nicht viel sagen konnte, wollte Andrew aber zumindest wissen, was der Rest so trieb.
    "Trump und Cubert gehen einer Spur im Einkaufszentrum nach, sieht ganz nach einem Infizierenden aus, das gleiche macht im übrigen auch Liam in einem Hotel. Hel hält ihm dabei den Rücken frei. Wo genau sich Alexei aufhält weiß ich grad nicht, aber wenn ich es richtig verstanden hab, geht er ebenfalls einem Hinweis nach. Dorian..." Li hielt kurz inne, setzte ihren kurzen Bericht dann aber wieder fort. "Es wird wohl nicht mehr lange dauern, Velvet macht sich sorgen. Zehel sieht mal nach ihm, es gab da gestern wohl einen kleinen Zwischenfall."
    "Zwischenfall?"
    "Nichts wildes. Nur ein kleiner... Disput unter Barbesuchern."
    "Verstehe.", gab Andrew von sich. Er wollte es gar nicht mehr so genau wissen. "Was ist mit Vic und Scarlet?"
    "Sind auf einer Baustelle, ebenfalls einem Verdacht nachgehend."
    "Auch ein Infizierender?"
    "Möglich, und wenn kein Besucher selbst, so zumindest einige seiner Opfer."
    "Bleibt noch Yasmin."
    "Die? Die macht ihren normalen Job aber frag mich nicht wo sie grad ist. Entweder auf dem Revier oder irgendeinen Fall bearbeiten. Wird sich schon melden wenn was ist."

    Andrew bog an einer Kreuzung ab und trat aufs Pedal. Die Beschleunigung war nicht ohne, selbst für so ein großes Gefährt wie dieses. Noch einige Abzweigungen mehr und sie waren an ihrem Ziel angelangt. Andrew parkte den Wagen am Straßenrand, dort wo Li sagte das sie anfangen wollte, sich umzusehen. Beide stiegen aus, Andrew schaute prüfte noch kurz seine SIG Sauer, fand das alles zu seiner Zufriedenheit war und verschloss den Wagen dann. "Nun denn, wo fangen wir nun an?"
     
    Zuletzt bearbeitet: 17 März 2014
  9. Moridin The evil Mastermind

    Moridin
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    Als Cutbert den Funkspruch bekam lief er los. Rannte Passanten um oder sprang durch die kleinsten Lücken. Der Westausgang war nahe. Gerade überholte er einen McDonalds und alle Blicke fielen auf ihn. Der Mantel bläte sich auf und gab den Blick auf die beiden Köcher frei. Beide hingen an seiner Hüfte. Er erreichte nach gut drei Minuten den Westausgang und sah die Gestalt.
    Ohne auf Trump zu warten oder auf die Sicherheit der Mitmenschen zu achten, drückte er den Knopf an seinem Koffer. Die Außenschalen vielen hinunter, die Armbrust kam zum Vorschein. Wie von Geisterhand klappte sie aus und Spannte sich von selbst. Mit einer geübten Bewegung legte er einen Kriegsbolzen ein.und zielte auf den Verdächtigen. „Wenn du nicht sterben willst bleibst du genau da Stehen du Missgeburt.“ Die Armbrust lässig in der rechten Hand drückte er auf das Funkgerät.
    „Trump. Ziel gesichtet und bereit zu Liquidierung.“ Im gleichen Moment drehte sich der Verdächtige um und sah den Laserstrahl der auf sein Herz zielte.
    Cutbert hatte eine zwar eine Vorliebe für die antike Waffe, hatte sie aber auch entsprechend aufgerüstet. Nachtsichtgerät, Laserpointer und zum Abschluss noch ein Bajonett machten aus der “normalen“ Reptierarmbrust, mit ganzem Acht Schuss, eine moderne Kriegswaffe.
    Der Verdächtige zitterte am ganzen Leib und war Kreidebleich. Langsam aber sicher hob er die Hände. Zero selbst bemerkte am Verhalten der Person schon das es wahrscheinlich wieder ein Fehlalarm war aber nur zu Sicherheit sollte Trump einen Blick auf ihn Werfen. Kurz bevor sein Partner auftauchte bemerkte Cutbert das er sich eine ganz andere Art von “Besucher“ eingefangen hatte. Das Schreien der Menschen und die wilde Fluchtstimmung viel ihm erst jetzt auf. Überall schrien Menschen und zeigten auf ihm wegen seiner Waffe.

    Der Sicherheitsdienst von der Mall war eingetroffen und Schrien ihn an. „Lassen sie die Waffe fallen!“ Ohne sich umzudrehen kamen die nächsten Worte kalt und voller Hass aus seinem Mund. „ Es ist mein Verfassungsmäßiges Recht eine Waffe zu führen. Ich wollte nur die Öffentlichkeit von diesem Junkie beschützen.“ Gut das er mit dem Rücken zu den Wachen stand, den so konnten sie sein Grinsen nicht sehen. Die Lage war verzwickt und genau in diesem Moment gewann die Melancholie die Überhand. Langsam schwankte er in dem Rhythmus seines eigenen Liedes. „Wir werden alle sterben....“ Zero summte leise und man hörte immer wieder das Wort Sterben. Dadurch wurden der Sicherheitsdienst natürlich nicht gerade beruhigt aber zum Glück traf genau in diesen Moment Trump ein.
     
  10. Akira Akarui Moderator Mitarbeiter
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    Akira Akarui
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    Wie erwartet musste Liam nicht lange warten, bevor seine hochgewachsene Partnerin mit einem leichten Grinsen und eine Plastikkarte nebst Zettel nur für ihn sichtbar hin- und herschwenkend an ihm vorbei in die Kabine trat. Liam ging einen Schritt rückwärts und drückte auf den Knopf für das Schließen der Türe.

    "Wohin?" Liam sah Hel fragend an.

    "Mal sehen ... Er hat mir hier eine Liste der freien Zimmer gegeben, die ich mir ansehen darf." Die in Schwarz gekleidetete Frau studierte den Zettel und meinte: "Gleich in den 1. Stock."

    Liam drückte den entsprechenden Knopf, während sein Blick unwillkürlich auf die Speisekarte fiel, die in ihrer ganzen Aufmachung zum leisen Dudeln passte, das den Gästen offenkundig mehr als nur einen Hauch von Karibik vermitteln sollte.

    Unwillkürlich spürte Liam seinen knurrenden Magen, hatte er nach dem Anruf keine Gelegenheit mehr zu einem Mittagessen gehabt, denn das leibliche Wohl hatte hintenanzustehen, wenn es um die akute Verfolgung etwaiger Hinweise ging, bei der jede Minute entscheidend sein konnte.

    Doch ihm blieb nicht genug Zeit, sich darüber weitere Gedanken zu machen, da sich die Aufzugtüre bereits wieder öffnete und die beiden ausstiegen. Hel hielt ihm den Zettel hin, während sie selber ebenfalls daraufblickte, und Liam hatte schnell die Räume erfasst, die angeblich leer standen. "Ich fang bei 110 an," erklärte er und machte damit Hel klar, dass er sich wohl tatsächlich zunächst auf die leerstehenden Zimmer konzentrieren wollte, was durchaus Sinn ergab, wenn man davon ausging, dass ein Infizierter kaum mehr in der Lage war, eigenständig ein Hotelzimmer zu mieten. Und falls sie nichts fanden, konnten sie auf dem Weg nach unten immer noch die vermieteten Zimmer checken.

    Während Hel ihrer Aufgabe nachkam, auf dem Flur etwaige ungebetene Gäste abzulenken, durchsuchte Liam systematisch alle als frei gekennzeichneten Räume. Dabei sammelte er sich vor jedem Eintreten kurz und machte sich bereit, seine Emotionen zu wirken, sollte es nötig sein.

    So arbeiteten die beiden sich als sichtbar eingespieltes Team, das schon zahlreiche Male gemeinsam Einsätze durchgezogen hatte, bis zum 3. Stock hoch, ohne irgendwelche Anzeichen auf Besonderheiten.

    Doch als Liam im 4. Stock aus dem Aufzug trat, sah er fast am Ende des Ganges eine Gestalt, die sich merkwürdig bewegte. Alarmiert raunte er Hel zu: "Warte hier," bevor er sich vorsichtig der Gestalt näherte, die immer wieder mit dem Körper quasi Stütze suchend an der Wand entlangschleifte und auf diese Weise sehr schleppend vorwärtskam. Seine Sinne aufs Äußerste gespannt beobachtete Liam jede der Bewegungen, registrierte das Pendeln des Kopfes und das schnelle Heben und Senken des Brustkorbs und war sich nur kurz darauf sicher, dass er hier etwas anderes als einen Infizierten vor sich hatte.

    Mit der linken Hand gab er Hel das Zeichen der Entwarnung, während er nun schnelleren Schrittes auf den Latino zuging, ihn bewusst anrempelte, um eine entsprechende Reaktion zu provozieren, die ihm weitere Aufschlüsse geben konnte. Nur mit verzögerter Bewegung sah der junge Mann auf, und Liam konnte die erweiterten Pupillen sehen, die schweißnassen Haare und er roch etwas Süßliches, das er nicht sofort identifizieren konnte, das aber mit irgendeiner Organschädigung zusammenhing, von der Zehel mal geredet hatte, auch wenn er sich nicht mehr genau erinnern konnte. Dass er einen Drogensüchtigen vor sich hatte, wurde ihm jedoch schnell klar und er fragte spontan: "In welchem Zimmer gibt's das Zeug?"

    Der Latino sah ihn an, als ob er eine Fremdsprache redete, zeigte dann aber mit einem fast dümmlichen Grinsen und einer Bewegung wie in Zeitlupe in die Richtung, von der er kam. "414 ..." brach er nur undeutlich hervor, bevor er wieder in sich zusammenzusacken schien und seinen Weg die Wand entlang fortsetzte.

    Liam winkte Hel zu sich. Denn auch, wenn der Mann ganz offenbar kein Infizierter war, konnte man nicht sicher ausschließen, dass nicht noch welche in besagtem Zimmer waren, auch wenn Liam das eher nicht für wahrscheinlich hielt. Aber eine Kontrolle war unbedingt erforderlich.
     
  11. hakuryu blauer Drache
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    hakuryu
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    Zehel ging gedanklich noch mal das Gespräch mit Velvet durch. Diese spezielle Bitte wurd oft an ihn herangetragen. Besonders ältere Ritter brauchten des öfteren seine Unterstützung. Auch wenn es meist nur moralisch war. Zumindest was außerhalb der Kämpfe ablief.
    Leider häuften sich aber die Berichte bei Dorian. Die Abstände zwischen seine Ausbrüchen wurden kleiner. Und nicht nur das. Sie wurden immer butaler und Dorian steckte oft genug selber ein. Der blonde Mann mit der wirren Frisur seufzte leise in sich hinein. Rings um ihn her waren Massen an Menschen unterwegs. Theater, Kinos, Bar's, Restaurats, alles was zur Kurzweiligkeit der Menschen gedacht war umgab den Einsamkeit liebenden Wächter. Warum Dorian hier lebte konnte Zehel nicht wirklich verstehen. Doch irgendwie verband ihn und den dunklen Ritter eine Freundschaft. Dorian war einer von denen gewesen die ihn als Kind gefunden hatten. Daher lag die geistige und körperliche Gesundheit des Wächters dem jungen Mann sehr am Herzen. Besonders in dieser schweren Zeit. Innerhalb kürzester Zeit hatten sie mehrere Wächter verloren. Die Besucher waren in ungewöhnlich kurzen Zeitabständen durch den Schleier gebrochen.

    Noch einmal tief durchatmend stand Drako vor der zerkratzten Tür zu dem winzigen Einzimmerapartment von Dorian. Er zögerte kurz bevor er, praktisch zeitgleich mit einem leisen Klopfen, die Wohnung betrat. Am liebsten wäre er auch gleich wieder rückwärts rausgegangen. Nur gehen wäre da sehr schwierig. Taumeln oder eher doch Wanken würde da viel besser passen. Die Bude stank regelrecht nach Alk, Zigarettenqualm und ungewaschenen Mann. Dorian stand mit gesenktem Kopf an einer fensterlosen Wand, die Haare noch tropfend von der Dusche.
    "Nu laß mal den Kopf nicht so hängen D. Immerhin ist keiner gestorben."
    "Das hätte aber sehr wohl passieren können. Was machst du hier eigendlich Z?"
    "Tjaaaaaaaaa. Kannst du dir das nicht denken?"
    Der Blick den der Dunkelhaarige dem Blonden zuwarf, hätte die Hölle zufrieren lassen können. Zehel ließ sich davon nicht einschüchtern. Dafür kannte er seinen Gegenüber schon zu lange.
    "Laß mich wenigstens mal einen Blick auf deine Verletzungen werfen. Immerhin bin ich Arzt!"
    Der letzte Satz war in einem Ton vorgebracht, der keinen Widerspruch zu ließ. Dorian kannte den Ton. Einmal hatte der junge Mann den Älteren einfach unter Narkose gesetzt damit dieser sich ausruhen konnte. Auf dem Tisch fand Zehel alles was er brauchte. Geschickt und schnell versorgte der Arzt die Wunden seines Kameraden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14 Juni 2014
  12. Janoko Phöser Engel
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    Janoko
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    'Gott... ich liebe den Mann dafür, dass er nur Scheiße baut'. Yasmin seufzte. "Gut...", murmelte sie und rieb sich nachdenklich die Nasenwurzel. Sie nahm das Bild entgegen und schien interessiert das Gesicht von Alexei zu studieren, während sie eigentlich schon nachdachte, wie sie ihn aus der Scheiße raus reiten konnte, ohne das es als Polizei-Pfusch durch gehen konnte. Die Leiche der Frau war nicht sehr appetitlich an zu sehen. Vier Einstiche wunden in jeder Brust, zwei an jeder Schlagader und mehrere im unteren Genitalbereich. Sie war mit Industriekabelbindern an der Laterne fest gemacht. "Wo bleibt das CST, wenn man sie braucht...", murmelte sie schließlich und kramte nach ihrem Block und einem der vielen Bleistiftstummel, die sich in ihren Taschen angesammelt hatten.

    Grade als sie von den Crime Scene Technicans redete traf deren van samt Forensiken ein. Sie nickte Edmond, Cyrus und Gabriel zu, die den Tatort und die nähere Umgebung sichern würden. "Was hat euch auf gehalten?", fragte sie die drei an ihr vorbeilaufenden mit Schalk in der Stimme, immerhin wusste sie das man in LA entweder gut durch kam, oder aber, und das selbst als Polizei, einfach mitten im Verkehr stecken blieb. Sie wartete daher gar nicht erst auf die Antwort und begab sich zurück zu ihrem Auto. Das sah nicht nach einem Besucher aus und Alexei hatte ihrer Meinung nach mit der Sache nichts zu tun, auch wenn er vermutlich wieder mal mit jeglichem lebenden Wesen seinen Hass geteilt hatte. Sie entledigte sich ihrem Jäckchen und zog ihren Gürtel straffer. Sie griff nach ihrer Dienstwaffe - einer Glock 22, und zog den Schlitten leicht zurück - keine Patrone war geladen, was sich aber mit einem schnellen zurückziehen des Schlittens lösen ließ - etwas was viele falsch machten und die Waffe durchluden, wenn sie sie eigentlich entladen wollten. Wenn man davon Absah, das manche bei der Angelegenheit auch gerne mal das Magazin in der Waffe ließen und sich wunderten warum immer wieder neue Munition nachgeführt wurde.

    Nach dem sie überprüft hatte, das sie recht 'tödlich' ausgestattet war, schloss sie ihr Auto wieder ab und machte sich auf den Weg in die umliegenden Straßen - wenn ihre Kollegen auf der Suche nach Alex waren, dann war es mehr wie sicher, dass sie ihn auch fanden. "Alex, was hast du nur angestellt...", meinte sie, die Straße hinab blickend. Als auch schon ein kleiner Pulk an Polizisten, mit einem Mann in ihrer Mitte, der über die Sache so gar nicht froh war. Aber Yasmin kannte dieses Bild schon. Alexei war niemand der sich einfach in Handschellen legen ließ - ein Problem, das meistens in Shotgun-Schüssen mit Gummi projektielen endete. Und jedes Mal aufs Neue schien der grobschlächtige Alexei es darauf an zu legen angeschossen zu werden. Yasmin wusste aus Erfahrung, dass diese 'non-lethal round' doch bleibende Spuren hinterlassen konnten. - sie hatte sich freiwillig zur Demonstration beschießen lassen und eines der Geschosse hatte eine ihrer Narben getroffen, was dazu geführt hatte, das diese aufgeplatzt war. mehrere Stiche später war das Problem gelöst gewesen, aber sie konnte sagen dass Alex vermutlich zählte, wie viele neue Narben er heute bekommen hatte.

    Jennifer a.k.a. Yasmin folgte dem kleinen Pulk zu einem der Interceptors und ließ sich lächelnd auf den Beifahrersitz dies nieder. "Na wen haben wir den da, wenn das nicht der 'Soldat' ist." Dass sie dabei auf seinen in Kryllischen Buchstaben ausgeführten Spitznamen, Солдат, anspielte war ihnen beiden klar. "machen wir es kurz..."
    "verpiss dich, Jenny", schnappte Alexei ihr entgegen und Yasmin verdrehte die Augen.
    "Ich kann mich schlecht verpissen, ich bin die einzige die dich aus der Scheiße in der du gerade steckst, raus holen kann, das müsstest du doch wissen~", sie hatte ein spitzbübisches, gehässiges Lächeln ins Gesicht bekommen, dass Alexei kannte - es war einer der Sachen, die er an der Frau nicht leiden konnte. "Schmieden hilft dir hier gar nichts, Süßer, ich hab mehr wie nur eine 9 Millimeter, die dich hier festnageln würde, aber das sollte dir klar sein." Ihr Augen blitzten auf und verschwanden magischer Weise hinter strähnen von Haaren, ehe sie sich mit ihrem typischen Detective Gesicht wieder an ihn wandte. "Also, wo waren wir, achja, deine Anwesenheit hier. Was hast du mit der Armen Frau angestellt? Ich kann dich hier raus hauen, das wissen wir beide, solltest du aber einen Mord begangen haben, werde ich meine Karriere nicht ans Seil hängen weil ich dich hab laufen lassen. "selbst mit den ganzen kleinen Pissern, die dir auf den Sack gehen würden."

    Yasmin setzte sich anders hin und strich sich die Haare wieder hinter die Ohren. Sie wusste, dass sie dieses Katz und Maus Spiel so lange treiben konnte, wie sie wollte, aber Alexei nahm es ihr jedes Mal recht übel, daher beschloss sie es nicht weiter heraus zu ziehen. "Ich hoffe du hast nichts dabei was ich konfiszieren muss.", meinte sie dann, weit aus fröhlicher und verschwand aus dem Auto um sich jemanden zu schnappen, mit dem sie Alexei aus seiner jetzigen Lage befreien konnte - manchmal war ihr 'Engelhaftes' Aussehen der Schlüssel zu den Sachen, die sie brauchte damit die Ritter tun konnten was sie mussten. Dennoch hatte Alexei den unterschwelligen an seine Person gerichteten Hass in ihren Augen lesen können - den er bei Treffen mit ihr und anderen Wächtern allerdings auch auf andere von ihr ausgehend gesehen hatte. Nicht mal diese Emotion war für ihn alleine bestimmt.
     
  13. | Nami | DON'T FUCKING STARE AT ME
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    | Nami |
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    Schon recht bald trafen ihre 'Freunde' ein. Mitch - ein typisch, aussehender Informatiker der vollkommen verpeilt wirkte, faselte irgend etwas von einem Spiel während Sara die angetretene, peinliche Stille unterbrach. Christine verstand nicht ganz wie ausgerechnet diese zwei ein Päärchen werden konnten und dazu noch in einer Bank arbeiteten. Den ganzen Tag den Schreibtisch gefesselt, um sich irgendwelches Gelaber von den Kunden anzuhören. Schon lustig, war es doch ihre Abteilung vor allem Chris, der Christine den hohen Kredit für ihr Unternehmen gewährleistet hatte, ein Grund dafür war wahrscheinlich nicht nur alleine ihrer Qualifikation nach zu danken, wenn man bedachte, wohin seine Augen in einen unbeobachteten Moment hinwanderten. Der jungen Maklerin entwich ein leises Seufzen. Mit einer freundlichen Geste signalisierte Christine die drei in ihrer Wohnung Einlass. Mitch, der so gleich seine Xbox bereitstellte und an das Fernsehgerät anschloss, wäre beinahe über eine der vielen Umzugskartons gestolpert, es kam nur ein genuschltes "t'schuldigung", da Christines Blick schon alles sagte.

    "Wir sind schon ganz gespannt, was du heute wieder gezaubert hast", lenkte Chris plötzlich ein um die seltsam, angespannte Stimmung aufzulockern, da er wohl vergessen zu haben schien, warum Christine heute etwas schlechter drauf war, als sonst. "Für dich wie immer eine Dose Oliven, Mitch kriegt einen trockenen Bagel und wir Mädels genehmigen uns natürlich den feinsten Beluga Kaviar", entgegente sie ihrem Freund mit einem so freundlichem Lächeln im Gesicht, das es dem jungen Mann seine Nackenhaare zu Berge stehen ließ.

    Während Mitch weiter mit seiner Spielkonsole beschäftigt war und Christines Blick diesen so weit beäugte, das ja keine Kratzer an den Plasmafernsehr hinterblieben, deckte sie gleichzeitig die Vorspeisen auf während ihre restlichen Gäste schoneinmal Platz nahmen. "Schon alles für den Umzug vorbereitet, wie es aussieht?", meinte Chris schnippisch. Seine Augen wanderten durch ihre Wohnung auf der Suche nach etwas Interessantem. "Ja. Wochenende geht es rüber nach Bel Air", erwiederte Christine und ein kleines Lächeln huschte über ihre Lippen. "Die letzten Raten für den Kredit sind endlich abgezahlt und mittlerweile kann ich mich vor Arbeit kaum retten, zwei Abschlüsse alleine schon diese Woche und die nächsten Kunden sitzen mir bereits im Nacken". Während Sara ihrem Freund erenut in seine Seite knuffte, da die Frau dieses mal mitbekam, wohin ihr Freund seine Aufmerksamkeit gelegt hatte, fing dieser kurz an zu husten.

    "Wenn du mich schon anglotzt, mach es so, dass es Sara nicht mitbekommt", erwiederte Christine drehte ihren Kopf zu ihrem Freund um und streckte diesem in einem frechen Grinsen die Zunge heraus. "Mitch, kommst du? Dein schwarzes Dingels da wird noch stehen, wenn wir mit Essen fertig sind", "XBOX!", erwiederte Mitch entnervt und gesellte sich zu den Anwesenden, richtete seine Brille. "Als Vorspeise serviere ich den Anwesenden ein original Bruchetta, als Hauptgang eine von mir kreierte Spaghetti Carbonara mit Riesengarnelen und zum runden Abschluss, ein köstliches Eis mit heißen Beerenfrüchten~~", "bei welchem Italiener hast du das dann gekauft?!", polterte Sara um Christine zu necken, die ihr widerum nur den Mittelfinger rausstreckte, "alles selbst zubereitet meine Süße". Kurz darauf brach schallendes Gelächter aus. "Maaaan", kommentierte Chris und seine Augen huschten über die wie von Profihand kreierte Vorspeise, "das du keinen Typen abkriegst" - Sein Gesichtsausdruck verzog sich kurz zu einem Schmerzausdruck - da Sara auf seinen Fuß trat, was Christine natürlich unter dem Tisch nicht sehen konnte. "Nun", begann Christine und setzte sich nun ebenfalls auf ihren Platz, "wenn ihr beiden mal auseinander seid, habe ich keine Proble damit mit Sara auszugehen und sie zu meinem Betthäschen zu machen", Christine warf ihrer guten Freundin einen verliebt, gespielten Handkuss zu welchen diese mit Vergnügen auffing. "Es wäre um einiges einfacher", entgegnete diese woraufhin ihr Freund sie schief ansah, Mitch der die Situation überhaupt nicht verstand, fingen die drei erneut an zu lachen.
     
  14. Rosered_Strauss Drama Sith Queen
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    Rosered_Strauss
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    Li und Andrew gingen schweigend die Straße entlang, bis sie schliesslich vor einem Einfamilienhaus zum stehen kamen. "Da sind wir." meinte Li nur knapp, als sie den Ersatzschlüssel aus ihrer Tasche kramte und die Tür aufschloss. Es war durchaus geschickt für die Wächter, dass ihre Reihen so weit gefächert waren - so hatte sie gerade einmal einen Tag lang darauf warten müssen, bis sie sich gefahrlos Zugang zu diesem Haus verschaffen konnte. Als Andrew ebenfalls eintrat und die Tür hinter sich schloss, hatte sich Li bereits daran gemacht, im Haus nach Spuren zu suchen. "Wer ist denn der Vermisste?" stellte Andrew schliesslich als obligatorische, vernünftige Frage. Ohne groß inne zu halten, zog Li sich einige Notizzettel aus der Tasche und reichte sie ihm über die Schulter hinweg. Darauf standen die Daten, die die Wächter bisher heraus gefunden hatten. Der Vermisste trug den Namen Chrysler Shan, war 42 Jahre alt und arbeitete als Abteilungsleiter bei einem größeren Pharmakonzern, der F. Hoffmann-La Roche AG in LA. Seine Freundin hatte sein Verschwinden gemeldet, als er vor 3 Tagen nicht wie geplant nach der Arbeit zu einem gemeinsamen Abendessen zurück gekehrt war, sondern verschwunden blieb. Zuerst dachte sie, dass er wohl einige Überstunden ableisten musste - doch als er am darauf folgenden Tag immer noch nicht wieder gekommen war (und natürlich auch nicht an sein Handy ging), rief sie zuerst bei seiner Arbeit, und anschliessend bei der Polizei an. Als Andrew von den Notizen aufsah, war Li bereits ins nächste Zimmer gegangen. "Irgendwo hier lässt sich vielleicht etwas finden - am Besten machst du dich auch schon einmal an die Arbeit. Das hier sollte dir ja eigentlich liegen."

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    Es dauerte nur wenige Augenblicke, als Trump sich bereits durch die Menge arbeitete und schliesslich mitten in der brisanten Lage ankam. "Ganz ruhig, die Herrschaften!" rief er fröhlich, während er sein charakteristisches Lächeln auf den Lippen behielt. Sein Auftreten war ein so starker Kontrast zu dem düsteren, vor sich hinmurmelnden Cutbert, dass die Sicherheitsleute darauf nur teils perplex, teils noch misstrauischer reagierten. "Wer sind sie, und was machen sie hier?" wandte sich der ranghöchste Officer an Trump. Dieser nahm darauf hin für einen Moment Haltung an und nickte dem Detective II zu. "Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Vincent Day, Sergeant II des Hollywood LAPD- Departments. Ich vermittle gerade verdeckt, wie sie unzweifelhaft feststellen können. Ich wäre überdies froh, wenn ich ihnen die Lage etwas... abseits all dieser Augen und Ohren erklären könnte. Wir ziehen schon genügend Aufmerksamkeit auf uns. Wenn sie mir also folgen würden?" Ohne lange auf eine Antwort warten, drehte sich Trump um und marschierte in Richtung der Tür, auf der in großen Lettern "Employees only" stand. Doch bevor er sie erreichte, hielt er noch einmal inne und drehte sich um. "Ach ja, und bitte behandeln sie meinen... nennen wir ihn einmal Kollegen... sachte. Seine Umstände und Lage sind prekär, wie sie anhand meiner Schilderung schon bald feststellen können." Überrumpelt von dem Wortschwall, den Trump entfesselt hatte, folgte ihm der Sergeant II sowie 2 seiner Leute, während die anderen sich daran machten, den Junkie festzunehmen und die Menge zu zerstreuen. Und natürlich blieb auch Cutbert noch unter Beobachtung. Erst nach einigen Minuten erhielten beide einen Funkspruch, der bewirkte, dass sie ihn links liegen liessen (nicht, ohne noch einmal einen misstrauischen Blick auf ihn und seine mittlerweile wieder weggepackte Armbrust zu werfen) und sich in Richtung Ausgang begaben. Es dauerte weitere 10 Minuten, bis Trump schliesslich zurückkehrte. Einer der Polizisten, die bei ihm gewesen waren, kam noch mit ihm, salutierte vor ihm und machte sich anschliessend daran, jemanden anzufunken. Trump nickte Cutbert zu, und gemeinsam begaben sie sich ebenfalls in Richtung Ausgang. "Wie es aussieht, war das nur falscher Alarm - der Kerl verhielt sich zwar wie infiziert, war aber einfach nur ein Junkie. Und bevor ich es vergesse - tu mir das nächste Mal den Gefallen und wedle mit deiner Bolzenschleuder nicht mitten im Laden herum. Das macht nicht nur mich nervös. Und unauffällig ist das erst Recht nicht - beschwer dich also nicht, wenn dir einer der Wissenden heute noch ne Standpauke hält." Unterdessen kramte Trump in seiner Jackentasche umher, bevor er sich ein Lederetui mit Spritzutensilien wie auch eher dubios aussehenden Substanzen näher besah. "Wollen mal sehen, was unser Junkie da so dabei hatte..." meinte der Hutträger mit einem Zwinkern zu Cutbert.

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    Als Hel und Liam schliesslich an besagtem Zimmer ankam, nahm die völlig in schwarz gekleidete Dame im toten Winkel der hiesigen Kamera eine Pistole aus ihrer Handtasche und lud sie mit geübter Sicherheit durch, bevor sie sie wieder darin versteckte (wenngleich sie ihre Hand in der Handtasche behielt). Die beiden Ritter wechselten nur noch einen kurzen Blick - weitere Worte waren unnötig. Beide wussten, dass sie niemals in ihrer Wachsamkeit nachlassen sollten, denn sonst könnten sie schnell ihr Ende finden. So war es schliesslich Hel, die die Tür mit einem Ruck öffnete und herrischen, schnellen Schrittes hinein trat. Sie hatte sich in Sekundenschnelle eine neue Rolle erdacht und wollte sich gerade daran machen, diese darzubieten - als sie sah, was sich genau im Zimmer befand. Auch Liam, der schon bald darauf nachkam (nachdem darin scheinbar keine Gefahr drohte), zog die Augenbrauen zusammen. Das Zimmer war leer. Restlos leer. Die Wächter warfen sich einen Blick zu, bevor sie die Zimmertür wieder verschlossen und sich leise in Richtung Bad aufmachten. Natürlich hatten sie auch immer ein Auge auf den Rest der Umgebung, um nicht einer Falle in die Arme zu laufen. Doch als sie an der Tür zum nächsten Raum ankamen, hatte sich nichts getan. Doch im Bad wurden sie zumindest fündig. Eine völlig erschlaffte Gestalt saß dort mit dem Rücken zur Wand und machte einen völlig weggetretenen Eindruck (der wohl auch zutreffend war). Der Mann wirkte ganz so, als ob er sich gerade im Delirium befand - dem Abhängigen, den sie draussen begegnet waren, nicht ganz unähnlich. Doch das eigentlich interessante war wohl das Schild, dass er um den Hals trug. Es war ein großes Pappschild, auf den in roten Lettern geschrieben worden war: 'Zu langsam. Seid das nächste Mal wachsamer.' Nachdem sich die beiden Ritter vergewissert hatten, dass keine Gefahr mehr drohte, zog Hel erzürnt die Augenbrauen zusammen. "Was ist das hier für ein schlechter Scherz?" meinte sie in abfälligem Tonfall, während sie sich erneut die Nachricht besah.

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    Dorian sah erst so drein, als ob er Zehel lieber an Händen und Füßen packen und aus der Wohnung werfen wollte, doch im nächsten Augenblick entspannte sich sein Gesichtsausdruck wieder, und er liess sich verarzten. Während er regungslos verharrte, meinte er schliesslich trocken: "Und jetzt verrate mir doch, warum du wirklich hier bist. Und komm mir nicht damit, dass du über eine 'medizinische Intuition' verfügst. Wer hat dir gesagt, dass du mich stören sollst?" Als Zehel darauf nicht gleich antwortete, sondern sich nur weiter um seine Verletzungen kümmerte, fuhr auch Dorian fort - in wütenderem Tonfall als zuvor. "Es war bestimmt einer von diesen Pappnasen, die meinen, ihre Finger in jede Wunde und ihre Nase in jede Angelegenheit stecken zu müssen. Wer diesmal? 'N Wissender wie Andrews? Ein Kummerkasten wie Velvet? Teufel auch, was schert's mich eigentlich. Das 'wer' kann mir ja auch egal sein - aber warum zum Geier KÖNNT IHR MICH NICHT IN RUHE LASSEN??" Während seiner Tirade war er immer lauter geworden, bis er die letzten Worte schliesslich hervor brüllte. Sein Körper hatte sich angespannt, als ob er sich gleich auf Zehel stürzen wollte, während irrsinnige Wut in seinen Augen tobte. Einige Augenblicke fixierte er den Arzt, als ob er überlegte, wie er ihn am besten töten konnte, dann jedoch erschlafften seine Züge, und er liess sich wieder auf den Sessel sinken. "Scheisse, Z... wenn das so weiter geht, dann passiert demnächst tatsächlich was. Wie gerade eben. Ich halte das einfach nicht mehr lange durch..." Resigniert blickte er in Richtung Decke hinauf, während ein bitteres Lächeln um seine Lippen spielte. "Ich wusste, worauf ich mich einliess und werde jetzt nicht mit 'was wenn's' anfangen. Aber jetzt, wo ich bereits an diesem Punkt bin... jetzt, wo mir wohl die Schmelze bevorsteht..." Er seufzte schwer und fuhr sich mit der Hand durchs nasse Haar, um es sich zurück zu streichen. "Davon zu hören ist eine Sache. Aber zu merken, wie einem die Kontrolle mehr und mehr entgleitet... das ist..." begann er, brach jedoch ab und sah wieder Zehel an. "Ich wollte dir noch danken." meinte er in ruhigem, ernsten Tonfall. "Du schaffst es bis jetzt immer wieder, dass ich mich wieder daran erinnere, wer ich eigentlich bin. Und sei es nur, weil es dich eben scheinbar kümmert, was mit mir ist. Das rechne ich dir hoch an."

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    Alexei schnaubte derart laut aus, dass es einem Bullen zur Ehre gereicht hatte. Ohne auf ihre letzte Frage näher einzugehen, verschränkte er die Arme vor seiner Brust. "Ich habe nichts mit dem Fall dieser Bordsteinschwalbe zu tun. Zumindest nichts mit ihrem Ende." Während er kurz innehielt, um seine nächsten Worte mit Bedacht zu wählen, kam Yasmin wieder einmal der Gedanke, dass Alexeis Worte so wirkten, als würde er sie hervor zwingen müssen, ganz so, als sei es ihm unangenehm, überhaupt mit ihr zu tun zu haben. "Ich habe mit ihr gesprochen, ja. Ich habe ein paar Erkundigungen angestellt, eines Hinweises wegen. Doch sie wurde unverschämt und wollte immer mehr für ihre Auskunft, die mir noch nicht einmal wirklich weiter helfen konnte. Ich habe ihr gesagt, was ich von ihr hielte, und bin gegangen." Yasmin wusste, wie es sich anhörte, wenn Alexei derartiges sagte. Meistens klang das ganz nach Morddrohungen und den übelsten Streitereien, auch wenn es für ihn normal zu sein schien, sich so zu äussern. "Das Problem ist nun eben, dass sie in der Zwischenzeit ermordet wurde - und ich natürlich zurück kommen musste, um noch einmal mit ihr zu sprechen, weil ich nachhaken wollte." Er hielt inne, und sah die Wissende ernst an. Ernster und eindringlicher als jemals sonst. "Ich glaube, das war kein Zufall, dass die Kleine gestorben ist. Ich glaube, da hat mir jemand eine Falle gestellt. Jemand wollte, das ich in diesen Schlamassel gerate. Das spüre ich, das spüre ich in meinem Blut! Und wer auch immer mir diesen Scheiss eingebrockt hat, sollte sich vorsehen... ich habe jetzt eine ganze Menge Fragen an ihn."

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    Nachdem das Quartett noch eine Weile scherzte und herumalberte (man hatte sich darauf geeinigt, das Spiel erst nach dem Essen anzugehen) war es schliesslich Zeit, sich ans Essen zu machen. Gemeinsam verschlangen sie die vorhandenen Vorspeisen förmlich, während sie sich über alle möglichen Themen - von 'Arbeit' über 'Politik' hin zu 'Hobbies', 'Filmen' und schliesslich 'Beziehungen' - unterhielten. "Sag mal..." wandte sich somit schliesslich Sara an Christine. "Wie sieht es eigentlich bei dir aus? Schon einen potentiellen Freund gefunden? Die Ehe mit der Arbeit zählt nämlich nicht als Beziehung!" - "Genau!" warf gleich darauf Chris ein. "Ich meine, so wie du aussiehst, könntest du bestimmt jeden haben. .... natürlich nicht so gut wie Sara, aber immerhin." fügte er schnell an, als er den Blick seiner Freundin auffing. "Du musst einfach häufiger ausser Haus gehen, dann haut das auch hin. Nicht, dass du mal so endest wie unser guter Mitch hier." - "Hä? Was ist mit mir?" meinte der gerade, als er den Kopf bei der Erwähnung seines Namens hob und damit von seiner 3. Portion abliess. Als Christine nicht gleich auf diesen 'Ansturm' antwortete, nickte Sara bestätigend. "Es ist beschlossene Sache. Wir bleiben heute Nacht hier und geben dir mal ein paar Tipps. Ausserdem haben wir schon ewig nicht mehr bei dir geschlafen, das muss dringend geändert werden. Und Mitch kann ja auf dem Balkon schlafen." - "Solange der Fernseher samt Anschluss auch mit rauskommt..." warf dieser daraufhin nur mit einem breiten Grinsen ein. Christine sah sich jetzt den fürsorglichen Blicken der drei auf sie gerichteten Augenpaare ausgesetzt. Schnell kam sie darauf, dass diese ganze Sache wohl Saras Idee war. Sie hatte es sich schon immer zur Aufgabe gemacht, Christine aufmuntern zu wollen - und im Gegensatz zu den Anderen wusste sie am ehesten, was Christine mit dem heutigen Tage verband.


    Iron: In dem Haus sind folgende Indizien zu finden: 1. eine Notiz, nach der er sich am Tage seines Verschwindens gegen Abend noch mit jemandem treffen wollte. Es scheint ihm sehr wichtig gewesen zu sein, diesem nachzugehen. 2. Bankauszüge, die belegen, dass sein Gehalt sich in den letzten Monaten wohl verdreifacht hat - von einer (wie sich herausstellen wird) Scheinfirma hat er einige große Summen Geld erhalten. 3. Auf seinem Computer lässt sich der Name seines aktuellen Projektes (wenngleich keinerlei Inhalt darüber) finden: dem 'V- Serum'. Viel mehr gibt es dort nicht - nur eine kurze SMS, in der dir von Hel mitgeteilt wird, dass deine Assistenz benötigt wird (siehe weiter unten).

    Moridin (& Janoko): Tatsächlich werden Cutbert und Trump von einem der Wissenden angewiesen, später an diesem Tag die Wissende Yasmin aufzusuchen, um über das Geschehen zu sprechen. Yasmin hat die 'Ehre', den beiden Rittern eine Standpauke dafür zu erteilen, dass mitten im Kaufhaus eine Waffe (dazu noch eine Armbrust) gezogen wurde.

    Akira (& Iron): In dem Hotelzimmer werden sich tatsächlich keine weiteren Spuren mehr finden lassen. Das Einzige, was noch abzustauben ist, sind Rückstände der verwendeten Droge, die das (mittlerweile bewusstlose) Opfer im Bad bei sich trägt. Weiterhin fördert ein glücklicher Zufall eine im Raum sehr sorgfältig versteckte Kamera zu Tage. Um diese zu analysieren, wäre es am besten, sich an den Wissenden Andrews zu wenden.

    Haku: Sobald sich Zehel von Dorian auf den Rückweg begibt (du bist natürlich so frei, so lange du möchtest mit Dorian zu reden ;) ), wird er über Victario und Scarlett in einem Cafe stolpern, die dich prompt dazu einladen, dich zu ihnen zu gesellen. Beide sind ebenfalls recht besorgt wegen Dorian.

    Janoko: Alexei wird auf seiner Ansicht beharren, dass ihm eine Falle gestellt wurde - was natürlich ohne Nachforschungen nur schwer nachzuweisen ist. Die Ausrüstung, die er direkt bei sich trägt, wird jedoch auch unter Analyse keinerlei Verbindung zum Mordopfer offenbaren, so dass er zumindest mit den bei sich geführten Waffen kein Blut vergossen hat. Alexei wird diese natürlich nicht herausgeben wollen, sich aber überzeugen lassen, wenn darauf bestanden wird. Es scheint, als ob die Lösung dieses Falles erst einmal noch auf sich warten lassen müsste - in der Zwischenzeit ist es erst einmal deine Aufgabe, zwei 'sorglosen' Rittern eine Standpauke zu erteilen (siehe oben).

    Nami: Sara wird darauf bestehen, die Nacht über zu bleiben - und hat dabei tatsächlich nur dein bestes im Sinn. Geniesse einen schönen (letzten) Abend in einem ruhigen, beschaulichen Leben ;)
     
  15. Akira Akarui Moderator Mitarbeiter
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    Akira Akarui
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    Als sie das Bad betraten, gab Liam Hel mit einem Handzeichen zu verstehen, kurz innezuhalten. Erst als er sich vergewissert hatte, dass der Mann am Boden ebenfalls kein Infizierter war, gab er Entwarnung und ließ die Ritterin zu sich treten.

    "Keine Ahnung," erwiderte er gleich darauf auf Hels Kommentar zur roten Botschaft, die der Weggetretene um den Hals trug. "Aber der Mann braucht Hilfe. Ruf einen Krankenwagen." Er zückte sein Smartphone, aktivierte die Kamera und fotografierte den Mann nebst Schild, bevor er sich daran machte, in den Taschen des Weggetretenen zu wühlen. "Vielleicht hat er ja noch was von dem Zeug dabei, das ihn so macht," erklärte er seine Aktion. "Kann bei der ..."

    Er stockte, die Stirn kraus und seine Kiefer mahlten, als er fieberhaft nach dem Wort suchte, das ihm partout nicht einfallen wollte. Flüchtig sah er zu Hel und umschrieb in verhaltenem Ton das Verlorene: "Kann helfen, ihn wieder ... fit zu machen."

    Im nächsten Moment förderte er mit einem fast triumphierenden "Ah!" eine Plastikampulle mit einer milchigen, leicht rosanen Flüssigkeit zu Tage und sagte zu Hel, die bereits dabei war, den Notruf zu tätigen: "Am besten informierst du auch gleich Brigid, denn das würde ich gerne mitnehmen. Aber sie brauchen es auch zur ..." Erneut blieb er an dem nicht mehr in seinem Wortschatz vorhandenen Wort hängen, das er mit einem "du weißt schon ..." ersetzte.

    "Behandlung, du meinst Behandlung," half Hel dem grauen Ritter auf die Sprünge. Weitere Erklärungen benötigte Hel nicht, denn Brigid war eine Wissende, die in mehreren Krankenhäusern als Ärztin arbeitete und die nicht nur dafür sorgen konnte, dass der inzwischen bewusstlose Mann eine adäquate Behandlung bekam, sondern auch, dass die Substanz von einem Labor der Wächter untersucht werden konnte.

    Liam nickte und er erhob sich. Seine medizinischen Kenntnisse reichten bei Weitem nicht aus, dem Bewusstlosen irgendeine Hilfe zu sein. Insofern nützte es auch nichts, dass er sich weiter um ihn kümmerte. "Ich schick das an Andrew," erklärte er, während Hel sich im Raum nach etwaigen Spuren umsah, die Rückschlüsse auf den Dealer oder den Verfasser des Schildes geben konnten.

    Mit schnellen Fingerbewegungen tippte der graue Ritter einen knappen, aber doch aussagekräftigen Text in sein Smartphone ein:
    Mehr musste er Andrew nicht schreiben, denn der Wissende mit den unerschöpflich scheinenden Ressourcen und Kontakten wusste am besten, was er mit diesen Informationen anfangen konnte, anfangen sollte.

    Kaum hatte Liam die Nachricht abgeschickt, machte er sich daran, sich ebenfalls nach etwaigen Spuren umzusehen.

    "Wen meinen die bloß mit 'seid nächstes Mal wachsamer'?" fragte Hel.

    "Keine Ahnung," wiederholte Liam. "Die Polizei? Uns? Sanitäter?" Er zuckte mit den Achseln und runzelte die Stirn, als sein Blick auf etwas Glitzerndes fiel, das sich oberhalb des Spiegels befand. Als er näher trat, wurde sein Blick finster. Kurz darauf hielt er eine Minikamera in die Höhe und meinte: "Sieh dir das an."

    Hel pfiff durch die Zähne. "Das wird ja immer besser. Das sollte Andrew auch wissen." Kaum gesagt, zückte sie schon ihr Handy und tippte eine entsprechende Nachricht ein.

    Liam schob die Kamera ein und setzte seine Suche fort. Als er ebenso wie Hel kurz darauf sicher war, dass es nichts mehr zu finden gab, nickten die beiden sich im stummen Einverständnis zu und verließen gleich darauf das Hotelzimmer, wussten sie, dass der Krankenwagen jeden Augenblick eintreffen konnte und wollten sie nicht in unnötige Fragereien verwickelt werden.
     
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