Und natürlich hat das Christentum so tolle Dinge erfunden wie die Hölle oder den Himmel. Was es beides bei der Religion ihres Ursprungs gar nicht gab.
Da schließt du aber die alten Ägypter aus, da gab es sowas schon.
Erstmal hab ich das Problem das ich von Geburt an ein Sünder bin
Die einen nennen es so, die anderen sagen, dass der Mensch von Natur aus schlecht ist.
Desweiteren muss auch gesagt werden, dass Christus Opfertod die Erbsünde getilgt und bei denen einen durch Taufe bei den anderen durch positive Handlung die Erbschuld getilgt wird.
Und am Ende hat man zwei Chancen. Himmel oder Hölle. Das eine ist das ewig gute. Ok ist ja toll nur das andere bedeutet das man auf ewig(!) in der Hölle sitzt. Ewig. Für immer.
Na, da ist aber jemand bei der Erlösungstheorie im Mittelalter stehen geblieben.
Gehen wir mal von der Richtigkeit der päpstlichen Bulle von Papst Benedikt XII aus, es existiert also auf jeden Fall eine Hölle. Selbst wenn eine Hölle existiert, so kann es sein, dass diese Hölle leer ist. Unter der Annahme, dass jeder Mensch bei seinem persönlichen Gericht Gott schauen darf und dann niemand mehr einen bewussten Gottesbruch vollziehen kann. Ich bin da ein sehr großer Fan von Küng, ich schaue als ein mit Makel behafteter Mensch den unendlich guten Gott an, dies führt zu einer schmerzhaften Selbsterkenntnis was für mich dann eine Art Fegefeuer ist.
Trotzdem halte ich die "Hölle" für wichtig, wenn man jedem das Paradies sofort versprechen würde, beschneidet das die Freiheit jedes Menschen. Diese Freiheit setzt aber vorraus, dass Gott zwar jeden erretten will, der Mensch aber auch auf Gott zugehen muss. Man muss sich also zum Teil"Selber-Retten"
Das ist für mich auch zum Teil das Hoffen auf Gerechtigkeit, dass eine Mutter Teresa nicht gleichbehandelt wird wie eine Stalin,Mao oder Hitler.
Desweiteren sollte man nicht vergessen, dass zwar schon zahllose Menschen selig gesprochen wurde (Sind also auf jeden Fall im Paradies) aber noch kein einziger "Verdammt" wurde, also das diese Person auf jeden Fall in der Hölle landet.
Schließlich will dieser Gott des AT ja auch das wir das Leben leben.
Der Gott des AT ( der für mich mehr ein Naturdämon ist) hat doch anders gerichtet, Böse Menschen= Sterben früh, haben keine Kinder/ Gute Menschen leben lang ( kannst ja mal nachlesen, wie viele Menschen da 100 Jahre alt wurden und haben viele Kinder(--> Tun-Ergehen-Zusammenhang). Desweiteren muss man aber auch dazu sagen, dass sich die Religion auch weiterentwickelt hat, ein evtl. Leben nach dem Tod war damals keine große Fragestellung. Deshalb hat man dies auch knapp mit der Sheol beantwortet.
Hölle? Gibts nicht. Vielleicht kommt man für ein paar Jahre in den Scheol aber das wars dann auch schon.
Danach vielleicht in so was wie den Himmel aber definitiv kein "Leben" im Himmel da man ja tot ist.
(wobei ich natürlich dazu sagen muss das das nach dem Tod im AT quasi keine Rolle spielt da das Buch eher darauf besonnen ist das man sein Leben nutzt)
Nichts mit ein paar Jahre, man blieb für immer und ewig in der Sheol, in Einsamkeit und Gottesferne ( was an die modernen Ansätze von Hölle schon ziemlich nah ranreicht). Ein Himmel, bzw die Idee eines Gerichts, die Guten zu belohnen und die Bösen zu bestrafen gab es nicht, alle Mörder wie Heilige landeten gemeinsam im Sheol.
Du sagst es ja selber, AT ist sehr auf das irdische Leben fokussiert, auf eine Lehre der letzten Dinge wurde nur minimalistisch eingegangen.
Swordspirit