[Sammelthread] Pro-Post-Kurzgeschichten

nuncio

Otaku Legende
Otaku Veteran
Extase (eigentlich Ekstase)
Ich hätte es auch falsch geschrieben. Opera und seiner Rechtschreibprüfung sei dank.

Ekstatisch, orgastisch, rasend, diese Aufzählung ließe sich endlos weiterführen. Viele setzen Ekstase mit Orgasmus gleich. In vielen erotischen oder manchen pornographischen Schriften wird es ja oft als Synonym verwendet. (Zur Unterscheidung: erotisch ist für mich Kunst. Pornographisch nur zur Befriedigung der sexuellen Lust.) "Sein/Ihr Körper fiel ein ekstatisches Zucken." Solche Sätze kennt man ja.
"Die Ekstase bezeichnet eine Zustandsveränderung des Bewusstseins zu gleichermaßen höchster Hingabe und höchstem Aufnahmevermögen. Damit verbunden ist ein Aus-sich-Heraustreten, währenddessen eigene Empfindungen über die Realität gestellt werden." Auszug Wiki.
Ekstase hat für mich rein gar nichts mit Sex zu tun. Meine Erfahrung mit der Ekstase liegt ca. 3 Jahre zurück.
Das erste Mal in einem Alternative Club, ich war nie der Partygänger und hielt von der Musik in normalen "Dissen" nicht wirklich viel.
Der Raum war dunkel, die Musik laut und voller schwarzer Menschen. Da sah ich sie. Ein junge Frau, sie bewegte sich anscheinend nicht zur Musik, es war eher so als ob die Musik ihren Bewegungen folgen würde. Mit geschlossenen Augen saß sie da. Saß? Ja, denn sie war an einen Rollstuhl gefesselt. Doch während sie dort tanzte, (man kann es nicht anders nennen) war alles vergessen für sie. Die körperlichen Fesseln, die Menschen um sie herum. Sie war ihr eigenes Universum, jeder der Tänzer war es. Wie ich auch in diesen Strudel geraten bin weiß ich nicht, aber auch war plötzlich auf der Tanzfläche und spürte nur noch mich und die Musik.

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Schuld und Söhne (kein Tippfehler, ich meine Söhne)
 
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Janoko

Phöser Engel
VIP
Schuld und Söhne

Mein Sohn, meine Tochter, meine lieben Kinder.

Ich sehe euch taten voll bringen, gute wie schlechte, ich sehe euch hassen, euch lieben, euch kämpfen, euch einander töten.
Sei es der hautfarbe wegen, sei es der Ethnischen Hintergründe wegen... hispancs gehen auf Weiße los, Schwarze auf Schwarze und sogar die Asianten können sich unterein ander nicht leiden.

Ich weiß nicht was ich falsch gemacht habe, als ich euch schuf, ich habe mich aber immer aus eurem Leben gehalten und dennoch bin ich immer für euch da, auch, wenn ihr mehr Schuld mit euch rum tragt wie es möglich sein sollte. Kinder, ihr seid die meinen, ihr werdet aus mir geboren und kehrt zu mir zurück, ihr Esst von mir, ihr Trinkt von mir, ihr seid ein teil von mir, wie ich ein teil von euch.

Ihr tretet mich mit Füßen, sprengt euch durch mich durch, verfeuert meinen Schweiß, heizt über die ASphaltbahnen die ihr mir auf gezwängt habt, besudelt mein Anlitz mit euchem Müll, und doch.

Dennoch bin ich immer für euch da, hole euch zu mir wenn der Sinn mir danach steht, sprenge die fesseln die ihr mir auferlegt habt, reise eure Bauten ein, wisch euch von mir, lasse eure Kleinen ertrinken und dann, wenn ich mich wieder beruhigt habe, dann bin ich wieder eurer aller Lieber Mutter.

- Tagebuch eines Planeten


neXt:

Regentropfen
 

Ironhide

Na hast du Angst Kleiner?
VIP
Regentropfen

Hier oben fühle ich mich frei, lass mich treibe wohin mich der Wind weht. Es ist schön hier oben, keine Grenze interessiert mich. Was unter mir passiert ist egal, dort bin ich nicht... und doch, ich spüre schon wieder die Last auf meinen Schultern. Allmälich wird es schwer, sich hier zu halten. Ich beginne herrab zu steigen und werfe langsam die ersten Blicke auf die Welt unter mir. Sie sieht so viel anders aus als der Punkt, wo ich gestartet bin.
Aber ich merke wie sich langsam etwas in mir ändert, weim kleiner Körper schwerer wird. Es ist kaum noch möglich sich hier oben zu halten, das Gefühl von unbegrenzter Freiheit schwindet und ich beginne zu sinken.

Ich will nicht da runter, aber... aber es gibt nicht mal etwas, was ich dagegen ich tun könnte.
Aus dem langsamen Sinken wird ein Fallen, erst langsam dann schneller, immer schneller. Ich rase dem Boden entgegen und wie ich sehe, bin ich einer der ersten. Kaum einer meiner Kamerade hat sich mit mir hier her verrit und so stürzt wir wenigen in großem Abstand nun in einem höllischen Tempo dem Boden entgegen, bereit die Invasion vor zu bereiten, die da noch kommen wird.

Zu beginn kann ich nicht erkennen, sehe nur eine weite Landschaft, irgendeine Ortschaft ist dort unten. Ich fliege auf sie zu, der Boden kommt dichter. Unaufhaltsam stoße ich durch die Luft, und je näher ich komme, desto besser kann ich mir mein Ziel aussuchen. Wenn ich schon nicht mehr frei sein darf, sondern herrabgeschickt werde, dann werde ich euch dort unten mitnehmen wohin auch immer es mich dann treibt!
Da, da genau unter mir, ist da jemand?
Ja, doch, das ist jemand! Das Ziel nun schon so nahe und ich fliege darauf zu... Gleich, gleich hab ich dich... Noch ein kleines Stück...
ATTACCKKKKEEEEEEEEEEEEEEEEEE

........

*tropf*

"Schatz, ich glaub der Himmel öffnet seine Schleusen, ich hab grad den ersten Regentropfen abbekommen..."

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Zeus
 

Chibi_Saphir

VIP
VIP
Zeus

Ich war mehr als überrascht als ich das Wort las, nicht weil mir sofort eine super tolle Geschichte eingefallen ist sondern, mit dem was ich mit diesem Wort verbinde.
Kennt ihr noch Herkules und Xena? Ja, schaut nicht so, das ging mir dabei durch den Kopf. Die beiden Serien habe ich früher geliebt, ich habe sogar die erste Staffel von Xena in Original Box bei mir zu Hause stehen, hätt mir auch gerne die anderen geholt aber... na ja, der Verkauf lief wohl nicht so gut, aber ich schweife ab.
Mit dem Wort Zeus bringe ich also die beiden Serien in Verbindung und dadurch kommt mir mein Dad wieder in den Sinn. Ist schon fast ein Jahr her das er von uns gegangen ist... und mehrere Jahre seid er nicht mehr bei uns wohnt... ein komisches Gefühl, damals als er gegangen ist, ist irgendwie vieles eingeschlafen, vor allem das schauen solcher Serien, lange nach seinem Auszug habe ich angefangen mit Xena wieder an zu schauen... es war als wäre er wieder da... tja und so kam es wie es kommen musste. Nach dem er verstorben war habe ich die Serie wieder gesehen und ich hatte das Gefühl ihm ganz nahe zu sein, als wäre er bei mir... Schönes Gefühl.
So und jetzt wisst ihr wie man aus Zeus dem Götter Vater zu seinem eigenen Vater kommen kann, schon komisch oder? Ich muss selber leicht lächeln.

Incomming
Erwachsen werden
 

nuncio

Otaku Legende
Otaku Veteran
Erwachsen werden

Schon im Kindergarten war es mir klar, ich wollte nicht erwachsen werden. Erwachsene durften zwar so tolle Sachen machen wie Autofahren und Fernsehen so lange sie wollten. Dafür mussten sie sich aber auch mit Sachen rumschlagen die sie Arbeit, Rechnungen und Scheidung nannten. Auch waren nicht alle Erwachsenen Piloten oder Baggerfahrer. Nein, ich hatte es schon gut. Im Sandkasten sitzen und die einzigen Sorgen sind die ob man die Straße für seine Spielzeugautos fertig bekommt bevor Mama einen abholt. Dann kam ich in die Schule. Regeln kamen hinzu und ich ordnete mich ihnen unter. (Jedenfalls einigen davon.) Der Schulabschluss, ich habe ihn geschafft, ich wurde vielleicht reifer. Aber ‚erwachsener‘ wurde ich dadurch meiner Meinung nach nicht. Lehre. Wieder lernen aber dieses Mal ohne Hausaufgabenheft wo der Lehrer für die Eltern reinschrieb was man zu Hause zu üben hat. Man war vollständig für sich selbst verantwortlich. Der erste Job. Nun bin ich 25 und immer noch nicht erwachsen. Erwachsene sind die, die alles dürfen, aber keine Lust haben es zu tun.
Ich für meinen Teil werde älter, aber nicht erwachsener.

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Enelya

Ordensbruder
Bist du krank?

Schon seit einer ganzen Weile starrte sie ins Nichts. Das tat sie immer, wenn sie in Gedanken ganz weit weg war. Manchmal sogar so weit, dass man sie mehrmals ansprechen musste, um sie zurückzubringen.
In diesen Momenten bekam sie nichts von alldem mit, was um sie herum geschah. Da sah sie keine Plastiksitze, keine Neonbeleuchtung, keine sterilweißen Wände. Sie hörte keine hektischen Schritte die Gänge auf und ab laufen. Hörte nicht das metallische Klimpern irgendwelcher ominöser Gerätschaften, genauso wenig die Gespräche, die nur noch in gesenkten Stimmlagen geführt werden.

Und plötzlich war sie doch zurück. Wohin genau ihre 'Gedankenreise' sie geführt hatte, wusste sie nicht mehr, aber dort war es besser gewesen als hier.
Ein paar mal blinzelnd sah sie sich nach der Ursache für ihre Unterbechung um, als sich ihr Blick mit dem eines kleinen Jungen kreuzte. Zuerst war sie etwas erschrocken über seinen kindlich-direkten Blick, der sie aus großen, fast runden Augen traf, doch das verging schnell. Er sah sie erwartungsvoll an, hinter seinen blonden Locken hervor, genau so, wie es nur ein Kind tun kann.
Sie schenkte ihm ein kleines Lächeln, wand sich ihm ein wenig mehr zu und fragte: " Entschuldigung, hast du was gesagt?"
Der Junge nickte, wartete einen Augenblick und schien sich dazu entschieden zu haben, es zu wiederholen.
"Bist du krank?"
Das Lächeln verschwand, sie senkte den Blick, sah dann wieder auf.
"Ein bischen", war die schulterzuckende Antwort ihrerseits.
Das Gesicht des Jungen hellte sich auf. "Ich auch!"
Er rollte sein T-Shirt ein Stück nach oben um ihr das unfehlbare Indiz zu zeigen.
Ihr Lächeln kehrte zurück, während auch sie ihm etwas ganz ähnliches zu sehen gab.
"Cool, vielleicht sehn wir uns mal wieder."
Damit sprang er auf und folgte dem Arzt, der so eben vor ihnen aufgetaucht war.

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überstanden
 

_shousha_

Exarch
Thema überstanden


Meine Hände zittern, der Schweiß tropft kalt und nass von meiner Stirn. Ziehe ich sie so kraus, sehe ich so alt aus. Alt und aufgebraucht. Ich erschrecke manchmal vor mir selbst; so wie ich aussehe, erkenne ich mich oftmals nicht mehr wieder. Die Fenster haben schon seit Tagen kein Licht mehr hindurch gelassen, ich habe sie vor Langem zugehängt, verdunkelt, ich will kein Licht. Einzig eine kleine diffus scheinende Lampe bringt etwas Helligkeit in meinen kleinen Raum, mein Gefängnis für eine lange Zeit. Ich glaube, gerade plätschert draußen Regen gegen das Fenster, aber ich bin mir nicht sicher und ich interessiere mich eigentlich auch nicht dafür. Ich interessiere mich für nichts. Nur eines zählt; nur eines ist wichtig; nur auf eines darf ich mich konzentrieren ...
Mein Kopf wird schwer, immer schwerer; meine Lider werden schwer, immer schwerer; meine Hand wird schwer und schließlich sinkt sie zu Boden und bleibt dort regungslos und unbeweglich; als wäre sie kein Teil meines Körpers mehr. Ich sehe sie an, sie zittert noch immer. Es fängt hinter meiner Stirn zu klopfen an, lauter und stärker als je zuvor. Dieses Gefühl, ein völlig fremdes bisher, bedrückt mich, verunsichert mich zusehens. Wie soll ich das schaffen, wer hilft mir dabei. Wie kann ich mich nur auf mich selbst verlassen ?

Der nächste Tag zeigte ein anderes Bild, das Zimmer erhellt, die Stimmung gehoben.
"Mom, ich hab mein Abi überstanden."


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hagane.liza

Novize
Thema Marzipan


Seit langem war Petra bewusst, wie schnell doch die Zeit verrann. Ein Blick in den Spiegel erinnerte sie daran, dass ihre jugendliche Ausstrahlung immer mehr an Glanz verlor. Bedrückt drehte sie sich vom Spiegel weg, machte einige Schritte zum Fenster und wieder zurück in den Raum, der das rote Licht der untergehenden Sonne widerspiegelte. Ihr Blick fiel auf die alte Kommode in der Ecke, auf der die grün gepunktete Bowle aus mattem Glas stand, ein Andenken an eine große Liebe, die schmerzlich zerbrach. Wehmut überschattete ihre Gedanken und ließen Erinnerungen lebendig werden.
Wie oft hatten sie engumschlungen auf der von Wein umrankten Veranda gesessen, manch köstliches Getränk getrunken und übermütig gescherzt, das Summen der Bienen gehört, die singenden, zwitschernden Vögel auf dem Zweig sitzen sehen, der das Vordach berührte. Liebende Gefühle hatten die Seiten gewechselt und das Glück scheinbar vollkommen gemacht.
An das traurige Ende mochte sie nicht weiter zurückdenken, es schmerzte noch genauso wie damals in ihrem Herzen.
Verträumt machte sie einige Schritte nach rechts und begutachtete sich erneut in dem großen Spiegel. In diesem Augenblick stand Max plötzlich freudestrahlend hinter ihr, galant aber auch eitel zugleich, das hielt ihre Begeisterung in Grenzen. Seine mitgebrachten Überraschungen waren stets von ungewöhnlicher Art und diesmal von ganz besonderer. Hinter seinem Rücken hielt er einen blütenbedeckten Strohhut verborgen und zupfte mit einer Hand unbeholfen daran herum.
Petra schaute weiter in den Spiegel, fing dann aber herzhaft an laut zu lachen, denn sie konnte seine verzweifelten Anstrengungen im kleineren gegenüberliegenden Spiegel verfolgen. Ein verlegenes Lächeln huschte über sein Gesicht.
Ruckartig drehte sie sich um, nahm sein Gesicht in beide Hände und küsste ihn zärtlich. Seine Verlegenheit steigerte sich von Sekunde zu Sekunde und ließ ihn erröten und verstummen.
"Max, was willst Du mir den heute zaubern?", fragte sie gespannt und zog neugierig seine rechte Hand samt Hut hinter seinem Rücken hervor.
Gleichzeitig schnellte seine Linke auch hervor und entnahm dem Hut eine rote Blume, hielt sie ihr zart lächelnd entgegen.
"Für Dich", sagte er leise, "denn die Liebe geht auch durch den Magen, pflegte meine Mutter zu sagen".
"Die ist ja aus Marzipan!", rief Petra erfreut und biss sofort ein Stückchen ab.
"Lass Dir Zeit!", erwiderte Max gelassen, "am Hut sind noch mehr Blumen, die Deinen Magen schmücken können!"
Strahlende Augen sahen sich an, und in diesem Moment stiegen altbekannte Gefühle in ihr auf.


nächstes Thema: Freiheit
 

Shishiza

Sehr brave Fee^^
Teammitglied
Mod
Freiheit

Christina hatte die Augen zu. Sie wollte das alles, was um sie geschah im Moment nicht sehen. Alles war düster und drückend. Kein Platz um sie war vorhanden, da um sie herum viele Menschen saßen. Sie hatte trotz der Menschenmenge das Gefühl, sie war alleine. Also schloss sie immer die Augen, und ließ ihre Gedanken fliegen. Ihre Gedanken waren frei und sie konnten überall hin wandern, auf den Mond, in die schönsten Länder, in allen Büchern, die sie bisher gelesen hatte und natürlich zu der Natur, die sie keine 500 Meter weiter befand. Sie liebte es, zu reisen, auch wenn es nur in den Gedanken waren.

Was hatte sie schon alles erlebt und fand es mehr als klasse, wenn sie einen Traum in der Nacht komplett geträumt hatte. Sie würde das alles sogar selber erleben wollen, aber was würde sie dann noch träumen? Freiheit sah bei ihr so aus, das sie mit ihren Gedanken alles konnte. Keine Grenzen, keine Regeln, keine Absperrungen sorgten dafür, das sie eine klitzekleine Einschränkung hatte. Es war einfach nur gigantisch.

Und wieder fing der Tag an, wo sie als erstes den Streit ihrer Kinder schlichten musste......

Neues Thema:

Allergie
 

NCage

Exarch
Allergie

„Ahh…ohhh…jaaahhh…“ - „ahhh…fester…fester…“, schrie sie und fragte mich dabei „gefällst dir?“
Ich antwortete leicht stöhnend „ja-jaah“. Es war mein erstes Mal und es fühlte sich noch alles etwas seltsam an, dennoch gefiel es mir.
Wir probierten drei verschiedene Stellungen aus, erst lag ich auf ihr, dann streckte sie mir ihren Hinter aus und zuletzt begann sie auf mir zu reiten.
Schon ab der zweiten Stellung empfand ich das Rein- und Rausflutschen doch einerseits wohltuend, andererseits wiederum etwas unangenehm. Um jedoch den lüsternen Akt nicht zu unterbrechen, machte ich einfach weiter – schließlich wollte ich mein erstes Mal auch bis zum Ende erleben.
Langsam merkte ich, dass ich kurz davor war zu kommen. „Ich komme gleich“ sagte ich ihr und sie antwortete „warte…warte…komm in meinen Mund“
Sie kletterte von mir herunter und beugte sich vor. Mein Schwanz wurde von ihren zarten Händen sanft umschlossen. Dann zog sie das Kondom aus und fing plötzlich an zu schreien! „Ihhh…was ist das?“ fragte sie entsetzt und sprang einen Meter zurück.
Sogar ich war erschrocken, als ich die ganzen weißen Pusteln sah die meinen gesamten Schwanz bedeckten. Nachdem das Kondom ab war, spürte ich es viel deutlicher, es war ein regelrechtes Jucken.
Da ich Angst vor irgendwelchen Geschlechtskrankheiten hatte, ging ich zum Hautarzt und zeigte ihm mein Problem. Er wusste sofort was es ist…Ich habe anscheinend eine Latex-Allergie.


Neues Thema:
Animes
 
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hagane.liza

Novize
Animes

"Ach komm, lass es gut sein Papa" Tim war so genervt. Immer diese Vourteil. Immer die gleichen Fragen und immer die gleichen Antworten. Es war einfach nicht sein sein Tag heute. Erst geht sein Auto kaputt und dann kommt sein Vater auch gleich mit zu Comicmesse als er diesen fragt ober er ihn hinfahren könnte.
Wie erklärt man einem fast Fünfzigjährigen was Cosplay ist.
"Warum haben die sich verkleidet. Das is ja wie Fasching hier. Also nein. Sowas hat es bei uns nicht gegeben"
Zu allem überfluss musste seine kleine Schwester auch mit kommen. "Papa schau mal hier. Die haben alle grosse Augen, dewegen sind das Animes"
"Wo wir wieder bei den Klischees wären" murmelteTim.
Seit Jahren hat seine Familie nicht verstanden das er die Kunst besass ein guter Mangerka zu sein.
Tim denkt mit Grauen zurück als er seinem Vater erklären musste das er damit sein Geld verdiene.
"Junge damit kam man doch nicht lebe" das waren die Worte die immer wieder in ihm aufkeimten.
Nun sind sie hier. Und bestauen zum ersten mal die Kunst für die er lebte und auch davon.
Er ging zu einem Stand und beobachte seine Familie.
Tim stutze. Sein Vater las einige Mangas an einem andern Stand und seine kleine Schwester Stella machte Fotos von den Cosplayern.
Warum schaut Tims Vater so friedlich drein. Er is sehr vertief in die Lektüre.
Scheint sich was in ihm zu bewegen. Erkennt er die Kunst und die Freude an dieser Art des Lesen.
Tim verspürt das erstemal nach langer Zeit Glück, das er erleichter ist seinen Vater mit interessierten Blick zu betrachten.
Der Tag verlief wie er es sich nich vorgestellt hatte.
Nach ein paar Stunden sind sie auch schon wieder auf dem Heimweg. Alle glücklich und noch bewegt von den Eindrücken die sie gesammelt haben. Doch Tim ist immer noch verblüfft von seinem Vater.
" Es hat die also doch gefallen, oder"
"Oh ja sehr mein Sohn. Aber Eines muss ich dir doch noch sagen"
"Das wäre????"
"Wir haben immer in die Praline gewichst und nicht in Comics. Naja die Zeiten änderen sich"
Jetz wurde Tim einiges klar. Hentais haben sein Vater ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

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Troll2009

..so beautiful disgusting
Da das Thema ja schon fast in eine Richtung schreit probiere ich mich mal ein bischen am guro

Thema: Blut

Wie findet man Anerkennung wenn man selber keine nennenswerten Begabungen hat? Diese Frage stellte sich Marcel bis vor wenigen Wochen Tag für Tag. Eigentlich war er ein einfacher Mann. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich als Koch in einer Kantine und er besaß ein soziales Umfeld um das ihn so Macher beneidete. Nachts jedoch kamen die Träume: die Träume von Größe, von Einzigartigkeit und Anerkennung. Also quasi von alle dem, was er im damaligen Zustand nicht erreichen konnte. Und das machte ihn psychisch fertig. Er musste ja nicht gleich einen Impfstoff gegen Aids oder eine Chemikalie gegen den Klimawandel erfinden, dazu war er Realist genug um zu erkennen, dass andere diesen Platz besser besetzen würden als er. Aber Marcel wollte Stolz auf seine Arbeit sein und wissen, dass sie etwas höherem diente. Nur leider war das mit dem Zusammenrühren von Fertigpulvern und dem Erwärmen von Pressfleisch für pöbelnde Studenten ausgeschlossen. Und als Medienhure auf RTL und Co sah er sich auch nicht. So blieb ihm nichts anders übrig als jeden Morgen seine tiefste Sehnsucht zu unterdrückten und dem gemütlichen Alltagstrott zu folgen.
Lange Zeit konnte er so weiterleben, bis er eines verhängnisvollen Abends mit einem seiner Freunde chattete.

Mojo87: gib dir mal das, voll zum wegschmeißen! Musst dir unbedingt anguggen bevor dies wieder rausnehmen xDDDDD
Mojo87: http://www.youtube.com/watch?v=5PWdgl8&feature=search

Gelangweilt klickte Marcel auf den Linkt. Bestimmt war es nur wieder so ein dummes um getextetes Lied – sein Freund war ja nicht gerade für den besten Humor bekannt. Der Browser öffnete sich und die Seite begann sich zu laden. Anstatt der x-ten Coverversion von „durch den Monsun“ tat sich aber eine andere Szenerie auf: Ein fetter Kerl war zu sehen. Nein eher die untere, nackte Hälfte eines fetten Kerles. Das, und eine Glasflasche. Angewidert schloss Marcel das Fenster.

Gumpe68: wasn das fürn scheiß? Willste mich verarschen? Ich steh nicht auf son gayscheiß!
Mojo87: nee, guggs dir einfach bis zum schluss an is echt der hammer rofl
Gumpe68: aaaaaaalter….na jut aber wehe es lohnt sich nicht

Wieder klickte er auf den Link und wieder öffnete sich das Video. Wie erwartet setze sich der Man auf die Flasche und begann hoch und runter zu wippen. Das ging 30 Sekunden so bis es ein Kratzendens Geräusch gab. Der Mann hielt augenblicklich inne. Marcel verstand nicht, was gerade passiert war. Die Person im Video stand langsam auf…und zog sich blutverschmierte Glasscherben aus dem Arsch… und Marcel schloss das Fenster und rannte zur Toilette. Nachdem er sein Abendbrot Revue passieren ließ blockierte er erst mal Mojo87. So ein Scheiß! Die Bilder werden ihm wohl noch Wochenland im Kopf rumspuken.
Dieser makabere Scherz war es aber, der etwas in Marcel geweckt hatte. Ein Funke, der auf trockenes Heu fiel und sich bald zum tobenden Feuer entwickeln sollte. In seinem Kopf tobten die Gedanken. Vernunft kämpfte gegen die Idee, wie er seinen heißen Drang nach Anerkennung war werden lassen konnte. Tagelang rang er fieberhaft mit sich selber, aber die Vorstellung, die sich allmählich in seinem Geist formt war unwiderstehlich.
Am Mittwoch war es dann soweit. Marcel hatte sein Schicksal gefunden: er sollte also Künstler werden! Und Kunst braucht Publikum – und das findet man am besten im Internet. Er suchte sich einen gut besuchten Video-Chatroom und beobachtete das geschwätzige Treiben. Während die Fremden wild durcheinander quasselten und über die Nichtigkeiten ihres Lebens philosophierten trank er genüsslich von seinem Lieblingswhisky. Doch heute fand er durch den Alkohol keine Zerstreuung – seine Gedanken wurden eher auf eine Bahn kanalisiert und bis ins unerträgliche geschärt. Bis die halbe Flasche alle war, schaute er sich jedes Gesicht einzeln an, versuchte sie sich genau zu merken und sprach er kein einziges Wort. Doch dann brach er seine Studien ab und schrie in die Kamera:“Stellt mal alle auf Aufnahme, meine Freundin kommt gleich und wir treibens gleich!“ Die Ansage hatte ihre erwünschte Wirkung: hinter den Benutzernamen flackerten die Rec-Symbole auf. Nun war es an der Zeit mit seinem Schaffen zu beginnen. Eigentlich war es recht banal –aber schon andere Künstler hatten für ihre Werke den Zufall mit ins Spiel geholt. Marcel knöpfte langsam den linken Ärmel seines weißen Hemdes auf. Die ersten hinter ihren Monitoren konnten sich bestimmt schon nicht mehr halten. Doch anstatt der angekündigten Freundin betrat eine kalte, stählerne Rasierklinge das Bild. Und sie bahnte sich zielsicher ihren Weg zu Marcels pochenden Wehnen. Der Eintritt schmerzte etwas, aber der Alkohol und das Adrenalin verschafften ihm die geforderte Linderung. Lächelnd zog er sein blutdürstendes Werkzeug immer weiter in Richtung Oberarm – dabei immer grinsend auf die Kamera und auf die Gesichter seiner Zuschauer fixiert. Was sie sagten verstand er nicht. Es mag daran gelegen haben, das alle panisch durcheinanderredeten oder an dem ohrenbetäubenden Pochen des Blutes in seinem Kopf. Als das Raubtier sich bis unterhalb seines Ellenbogens gefressen hatte, setze der die Klinge ab. Wie ein Trophäe präsentierte er der Meute den perfekten graden Schnitt mit dem purpurnen Sturzbach, der aus ihm herausquoll und deutliche Spuren auf seinem Hemd hinterließ. Die Reaktion war überwältigend. Von der flirtenden, tratschenden Masse war nichts mehr übrig geblieben. Einige Dilettanten warn bereits gegangen, aber der Großteil blieb und zollte ihm den Respekt den er verdiente, besser noch: ein paar wahren Kenner hatten sogar noch den Aufnahmemodus an. Die bleichen und panischen Gesichter seiner Gegenüber schrien geradezu nach Zugabe. So schwang er seinen Pinsel nochmal Richtung Halsschlagader. Nicht einmal das erlösende Gefühl eines lang hinausgezögerten Orgasmus konnte es mit dem Cocktail an Endorphinen aufnehmen der sich in diesem Moment in Marcel ergoss. Beflügelt und er Sinne beraubt schwang er die Klinge nochmal. Diesmal zog sie sich mehrmals quer doch sein Gesicht. Nun war er nicht mehr ein Mensch, er war eine Skulptur, mehr noch er war ein Springbrunne der es würdig war in den Gärten Versailles zu stehen. Das schnöde Wesen des Wassers konnte es nicht mit der bestechenden Reinheit seines Blutes aufnehmen, das doch so wunderbar aus ihm herausquoll und in unnachahmlicher weise über seinen Körper verteilte und ihn scharlachrot färbte. Wie gerne hätte er sich selbst gesehen wie er da saß und verblutete. Als Prometheus die Menschen schuf, musste er dieses Bild im Hinterkopf gehabt haben. Abe seine Zeit war gekommen. Er fühlte wie die überschwängliche Freude langsam durch dumpfe Taubheit abgelöst wurde. Das Pochen in seinem Körper lies langsam nach und Friede kehrte ein. Die sich ausbreitende Kälte löscht angenehm das glühende Feuer in seinen Gedärmen und erstmals seit vielen Nächten ruhte auch sein Seele. Er musste sich keine Sorgen mehr machen ob er die Zeit überdauern würde oder nicht. Es gab da draußen genug Leute, die sich auf seinen Tod einen runterholen würden.

Kommentare sind wie immer gern gesehen - ob positiv oder negativ
Nächstes Thema: die Farbe weiß
 
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nuncio

Otaku Legende
Otaku Veteran
Die Farbe weiß

“Weiß ist, wie Schwarz und Grau, eine unbunte Farbe. Es ist die hellste unbunte Farbe.“
Auszug aus dem Artikel Weiß in der deutschen Wikipedia

Weiß die klassische Farbe für Trauer im asiatischen Raum. Sie symbolisiert das fehlen aller anderen Farben. (Also das Nichts.)

In der westlichen Welt das Zeichen für Reinheit und Unschuld. Taufkinder werden in weiß gekleidet, Bräute werden bei ihrer Hochzeit in ein weißes Kleid gesteckt. (Obwohl die wenigsten unter ihnen bei der Hochzeit noch jungfräulich sind.)

Auch Sauberkeit und Sterilität werden in weiß gekleidet. Das Behandlungszimmer eines Zahnarztes ist Weißheit in seiner reinsten Form. Selbst die meisten Instrumente beim Zahnarzt sind weiß!

Genug Exkusionen, was bedeutet weiß für mich?

Eine perfide Mischung sind für mich Kinderstationen in Krankenhäusern. Mit exzessiv bunten Bildchen wird versucht den Räumen ihr steriles und kaltes Aussehen zu nehmen.

Weiß ist eine Farbe in der ich nie meine Küche streichen lassen würde, lieber ein helles Gelb oder ein sanftes Himmelblau. Ja es gibt so viele schöne Farben. Aber es war ja eine Geschichte zum Thema weiß gefordert.
Gut, fangen wir an:
Langsam öffnete er die Augen und blickte in ein helles Licht. Um ihn herum passierte etwas aber er bekam nicht ganz mit was. Redete da jemand? Egal. Er war hier und fühlte sich als würde er schweben. Er schloss die Augen um dieses nervige Licht nicht mehr zu sehen, doch es schien durch seine Lider hindurch. Egal einfach die Augen zumachen und schlafen.
Sterben - schlafen -Nichts weiter! (Warum schwirrte ihn auf einmal diese Passage aus Hamlet durch den Kopf!?) Egal, er versuchte sich um zudrehen wurde aber von irgendetwas daran gehindert. Er wollte die Hand vors Gesicht nehmen um dieses verdammte weiße Licht ungesehen zu machen, doch hielt etwas oder jemand seine Hand fest. Dann drang etwas an sein Ohr. „Die Pupillen reagieren! Wir haben ihn wieder!“ Das Licht verschwand und eine Gestalt schaute ihn an. „Sie hatten einen Unfall. Jetzt ist aber alles wieder in Ordnung.“ Der Notarzt steckte die kleine Taschenlampe weg und er wurde auf eine Trage gelegt.

Nächstes Thema: Gevatter Tod
 
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hagane.liza

Novize
Thema: Gevatter Tod


Ich weiß noch genau, wie der letzte Mensch starb - es war ein Mittwoch.
Es lag in ihrer Natur, daß sie sich über ihr Ende Gedanken gemacht haben. Manche von ihnen haben ihr ganzes Leben damit verbracht, sich auszudenken, wie ihre Spezies einmal aussterben würde und wie man es verhindern könnte. Theorien gab es viele: Seuchen, Kriege, Meteoriteneinschläge, globale Erwärmung, glibbrige Außerirdische. Nichts davon ist passiert.
Sie sind einfach ausgestorben. Haben sich von Generation zu Generation weniger vermehrt, bis irgendwann einfach niemand mehr übrig war. Kein großer Knall, keine Katastrophe - das Universum hat es nicht einmal mitbekommen.

Und nachdem der letzte Mensch dann an einem Mittwoch im Alter von neunzig Jahren zu Atmen aufgehört hat, hat die Welt uns gehört.

Wir waren ebenfalls viele. Doch nach dem Ende der Menschheit gab es für unsereins wenig Sinn, zu bleiben. Einige haben sich in Höhlen versteckt und auf eine neue intelligente Spezies gewartet, bis sie irgendwann vergessen wurden und ebenfalls starben. Die meisten sind verschwunden und haben sich neue Planeten gesucht. Ich weiß nicht, ob sie glücklich wurden, aber ich wünsche es ihnen.
Nur zwei von uns sind geblieben. Nur zwei. Gevatter Tod und ich. Und heute bin ich dran mit Sterben.

...

Der brennende Reisebus verfehlt mich um ein paar Zentimeter. Glück gehabt, denn diesmal hat Gevatter tod mich wirklich überrascht.
"Das nennst du originell?"
"Wenn es funktioniert, geb ich einen Scheiß auf originell."
"Es hat nicht funktioniert."
"Ja... nächstes Mal muss ich wohl besser zielen." Der Tod grinst. Warum zum Teufel grinst er?
.....

"Werfen wir jetzt also schon mit Tieren?"
"Du nicht, ich schon", lacht Gevatter Tod und gewinnt ein wenig an Höhe. Sei es, um einen besseren Überblick zu bekommen oder um seinen überlegenen Status zu demonstrieren. "Außerdem wolltest du mich letztes Mal unter einem Wal ersticken. Also komm mir nicht so!" Ich muss zugeben, daß er damit faktisch nicht ganz daneben liegt. War ein Pottwal.
"Wale haben Stil", rechtfertige ich mich.
"In welchem Universum?"
"In jedem Universum."
"Wale sind nur große Fische, die zu dumm zum Tauchen sind."
"Lenk nicht ab. Du hast eine Kuh getötet. Das macht man nicht."
"Deine Schuld. Wär sie auf dir gelandet, hätte sie überlebt."
"Ja, bestimmt... und jetzt?"
"Geb dir drei Sekunden. Lauf!"

....

Regel: Der Gejagte wird nicht unnötig gequält.
Blitze zucken herab, treffen die Wasseroberfläche, bringen den See zum Kochen. Ich mittendrin. Strom durchfließt meinen Körper, bringt meine Muskeln zum Verkrampfen. Jedes Molekül in mir verwandelt sich in ein dunkles Universum aus Schmerzen, in das ich immer tiefer hineingesogen werde. Ich kann nichts sehen, nicht atmen, nichts wahrnehmen. Fast nichts. Ich höre das Lachen meines Peinigers, auch wenn das Knistern der Blitze in meinen Ohren dröhnt.

Gevatter Tod war früher einmal ein Gott der Unwetter. Er hat nichts verlernt.
Mir wird schwarz vor Augen. Ende der Runde.

...

"Guten Morgen, Sonnenschein."
"Halts Maul."
"Wenn ichs nicht besser wüsste, würde ich fast sagen, daß da aber einer ganz schlecht geschlafen hat."
"Ich habe gar nicht geschlafen."
"Ich weiß. Bin auch der Tod. Schon vergessen?" Er klopft mir auf die Schulter. Ich setze mich auf und untersuche meinen Körper. Alles noch da. Wieder da, besser gesagt. Ein wichtiger Teil, ein unsterblicher Gott zu sein, besteht darin, unsterblich zu sein. Mein Kopf schmerzt, aber ich ignoriere es.
"Du hast übrigens verloren", sagt der Tod und gießt sich einen Kaffee ein. "Ich hab dich in fünf Stunden gekriegt, du hast davor nen ganzen Tag gebraucht."
"Du hast die Regeln verletzt."
"Wie meinen?" Er bietet mir eine Tasse an, ich lehne ab.
"Du hast die Regeln verletzt. War es nötig, mich so lange zu brutzeln? Ein Panzer hätte gereicht."
"Nötig nicht, aber verdammt lustig."
"Weißt du was? Ich glaube, ich nehm doch einen Kaffee. Man muss das Leben genießen, solange man es hat." Ich genieße die Wirkung des Koffeins und die Wärme in meinem Hals. Gleich wird die nächste Runde starten. Und ich weiß schon genau, was ich diesmal machen werde.
"Können wir dann?", fragt Gevatter Tod. "Ich bin dran mit sterben."
"Ja, bist du." Ich ringe mir ein süffisantes Grinsen ab. "Ich geb dir eine Minute."

Nächstes Thema: Arielle
 

Enelya

Ordensbruder
Arielle

Es war einmal, vor langer langer Zeit, ein kleines Mädchen. In dieser Geschichte wollen wir sie nun, in Ermangelung eines anderen Namens, einfach einmal Enelya nennen.
Nun, dieses Mädchen liebte Zeichentrickfilme, insbesondere die von Walt Disney und konnte sich ihre Videokasetten tagaus tagein ansehen, ohne dass es ihr langweilig wurde.
Irgendwann, die Filme konnte sie nun fast auswendig mitsprechen, gab der Videospieler seinen Geist und sie musste lange Zeit ohne ihre geliebten Filme fristen.
Doch dann, eines fernen Tages, aus der kleinen war eine etwas größere Enelya geworden, begegnete sie der Erfindung des Internets. Wie überaus glücklich war sie, als sie feststellte, dass auf manchen Seiten auch Videos zu finden. Videos, die ihr aus altbekannten Zeiten noch in Erinnerung geblieben waren.
Voller Vorfreude wählte sie eines aus. Das Lied "Ein Mensch zu sein" aus einem ihrer alten Lieblingsfilme "Arielle" sollte es sein. Die Musik begann zu spielen, die kleine Meerjungfrau wand sich in ihrem Versteck, um Fabius sogleich all ihre menschlichen Schmuckstücke zu zeigen. Enelya strahlte, holte Luft um im Gleichklang mit Arielle die ersten Töne zu singen..._
Was zur Hölle war das?!
Hatte Arielle nicht eine ganz andere Stimme? War das nicht ein komplett anderer Text?
Seit wann war Arielle denn eine Vorreiterin der Emanzipation?
Enelya konnte es nicht fassen: "Starke Frauen, die sich trauen, und dazu stehn"?!
So ein Mist! So etwas würde Arielle doch nicht singen!
Und seit wann, also wirklich, seit wann, kann Arielle französisch?
Das war wahrlichst ein Skandal, zumal Enelyas kleine geschuppte Freundin plötzlich um einiges...dümmer wirkte, als sie es früher getan hatte. "Dingsbumse" War gab einer Sache denn bitte so einen Namen?
Ärgerlich drückte sie den Stopp-Button, schloß die Seite und fuhr ihren Computer herunter.
Eine Frechheit war das. Warum, das fragte sie sich seit dem immer wieder, warum musste man einen dermaßen gelungenen Film so...verunstalten?

Doch so nimmt alles seinen Lauf, und falls ihr euch fragt was aus Enelya geworden ist:
Sie liebt diesen, sowie all die anderen Filme noch immer, doch nutzt sie stets jede Gelegenheit um die Menschheit auf diesen Frevel aufmerksam zu machen.


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Skandalös!
 
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